Thema: Boulevard

 

Alle 13 Artikel zum Thema Boulevard auf netzwertig.com:

Im Test (Teil 3):
Blick Online und Fazit

Der neue Blick wird besser – zu einem echten Wechsel braucht es aber eine geistige Verjüngung. Das Fazit nach unserem Test von Blick, Blick Sport und Blick Online.

Anders als alle klassischen Boulevardzeitungen fährt der Schweizer Blick seit Jahren einen linkskonservativen, also rotgrünfreundlichen und SVP-feindlichen Kurs. Nicht wenige, unter anderem auch ich, behaupten, dass so ein Kurs komplett an den Bedürfnissen des Lesers einer Boulevardzeitung vorbeigeht. Als Untermauerung dieser These möchte ich einen sehr aufschlussreichen Screenshot von blick.ch zeigen, den ich kürzlich gemacht habe. Gut möglich, dass die Umfrage gerade erst anlief, dass sie manipuliert wurde oder dass das Ergebnis sonst reiner, unrepräsentativer Zufall ist, aber meines Erachtens zeigt es die politische Ausrichtung des klassischen Lesers dieser Boulevardzeitung, bzw. seines Onlineangebotes, sehr deutlich auf:

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Im Test (Teil 2):
Blick Sport

Im zweiten Teil unseres Blick-Tests behandeln wir den Sportteil, der ja seit der Überarbeitung nicht mehr in einem eigenen Bund ist, sondern auf der letzten Seite kopfüber beginnt.

Blick Sport

Titelseite

Hinten wie vorne: langweilig. “Nase vorne!” in grossen gelben Buchstaben und dazu die Front eines Formel-1-Fahrzeugs? So aufregend ist der Titel vom 07.04.2008. Am 31.03.2008 sind zwei jubelnde Spieler der Fussballmannschaft Young Boys Bern auf dem Cover, dazu der Titel “Leader!” (“YB-Gala gegen Thun – jetzt träumt ganz Bern vom Meistertitel”). Nur drei Tage später, am 03.04.2008, sind drei enttäuschte Spieler des FC Basel zu sehen. Der einfallsreiche Titel dazu: “Frustleader” (“FCB bekam Tor geschenkt – und verlor zwei Punkte”).

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Titten, Tiere, Tränen, Tote:
Brav im Boulevard

Mit kurzem Röckchen auf der Jagd: Kerstin Dombrowski hat ein Buch über ihre Arbeit als Boulevard-Journalistin geschrieben.

Titten, Tiere, Tränen, Tote

Zehn Jahre im Boulevard. Erst die Bild-Zeitung, dann Privatfernsehen. “So , jetzt reicht’s”, fängt Kerstin Dombrowski ihre Abrechnung an. Denn sie rechnet ab, vor allem mit sich selber. Beschreibt eher unaufgeregt und ohne großen Überbau ganz einfach und direkt, wie das so war bei Bild, Sat.1 und RTL.

Wie man als junger Mensch mit 22 Jahren in die Maschinerie gerät, wie das Boulevard-Geschäft funktioniert, wie man selber darin funktionieren kann und so zur “charakterschwachen Bild-Reporterin” werden kann – wie sie eine geworden war.

Das Buch ist eine einzig große Bestätigung: Was immer man über Boulevard-Medien denken kann, wenn man nur ein wenig Einblick in den Journalismus hat, wird hier bestätigt. Das liest sich flott herunter, bietet aber leider wenig Überraschungen. Vor allem schlägt sich Dombrowski nicht schlecht bei ihrer Arbeit, hat ein paar Krisen, ein paar Zweifel bei der Arbeit, aber dann geht es immer irgendwie weiter.

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