Thema: Blogs

 

Alle 46 Artikel zum Thema Blogs auf netzwertig.com:

Der nächste Interessenkonflikt:
Wie die Facebook-Aktie
dem Tech-Journalismus schadet

Viele die Technologie- und Internetbranche bewachende Blogger und Journalisten rund um den Globus werden sich dieser Tage die Frage stellen, ob sie sich mit Aktien von Facebook eindecken sollten. Ein Interessenkonflikt ist programmiert.

Flickr/Manu_H, CC BY 2.0
Flickr/Manu_H, CC BY 2.0
Vor einem Jahr beschrieb ich, wie Facebook nach einem damals schon absehbaren Börsengang eine Art neue “Volksaktie” werden könnte. Angesichts der enormen Presseaufmerksamkeit und Verwurzelung des sozialen Netzwerks im Alltag von 850 Millionen Menschen muss man davon ausgehen, dass der ein oder andere (künftige) Kleinanleger mit dem Gedanken spielt, sich mit ein paar Anteilen seines Lieblingsnetzwerks einzudecken. Zumal trotz einiger Zweifel wenigstens die theoretische Möglichkeit existiert, dass wir hier das “nächste Google” vor uns haben – mit entsprechend attraktiver Renditemöglichkeit.

Dieser Artikel der Schweizer Boulevardzeitung Blick.ch (“Kann ich auch Facebook-Aktionär werden?”) wird garantiert nicht der letzte sein, der die Facebook-Aktie als interessantes Anlageobjekt für den Durchschnittsbürger ins Spiel bringt.

Dies wiederum führt zu der Frage, wie viele Journalisten und Profi- sowie Hobby-Blogger derzeit damit liebäugeln, einige Aktien des sozialen Netzwerks in ihr Portfolio aufzunehmen – oder dafür überhaupt erst ein Depot zu eröffnen. Speziell wer über Technologiethemen schreibt und grundsätzlich positiv auf das Entwicklungspotenzial des Unternehmens blickt, wird in den nächsten Wochen und Monaten eine stetige Versuchung verspüren.

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Appell:
Wieso die Tech-Berichterstattung
sorgfältiger werden muss

Die Grenzen zwischen Journalisten, Bloggern, Beratern und Investoren verschwimmen. Im neuen Digitalblog von Süddeutsche.de findet sich ein Beispiel dafür, warum die Berichterstattung über die Webwirtschaft sorgfältiger werden muss.

Im September hatten wir die Problematik der Interessenkonflikte im Online-Tech-Journalismus angesprochen. Meine damalige These: Die mangelnde Unabhängigkeit der Berichterstatter wird zum Dauerzustand. Im Angesicht der zunehmenden (medialen) Aufmerksamkeit für Themen der Internetwirtschaft, der Attraktivität von Technologiefirmen als Investitionsobjekte sowie der verschwimmenden Grenze zwischen Journalisten, Bloggern, PR-Fachleuten und Investoren rechne ich für 2012 mit einer Zuspitzung der Lage.

Warum es notwendig ist, für den Sachverhalt zu sensibilisieren, verdeutlicht ein aktueller Eintrag im neuen Digitalblog von Süddeutsche.de: Darin befasst sich Dirk von Gehlen in kurzer Form mit der Frage, ob Facebook mittlerweile zu voll ist, und nimmt dazu primär auf einen Artikel von dem US-Investor und ehemaligen TechCrunch-Chef Michael Arrington Bezug. In diesem behauptet Arrington pointiert, niemand würde mehr zu Facebook gehen, um anschließend auf Alternativen wie Path oder das in Entwicklung befindliche Just.Me zu verweisen.

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Aufmerksamkeit um jeden Preis:
Das Überschriften-Dilemma

Im Netz muss jeder Artikel aufs Neue um die Aufmerksamkeit der von Informationen überschütteten Leser buhlen. Je knackiger, polarisierender und simplifizierender eine Überschrift ist, desto größer ist ihre Viralität.

Im Netz eskaliert alles laufend
Im Netz eskaliert alles laufend
Die perfekte Überschrift für Onlinebeiträge zu finden, ist eine Wissenschaft für sich. Schon lange schwirrt mir dazu ein Artikel im Kopf herum. Zwei aktuelle Beiträge bieten eine gute Gelegenheit, das Thema anzupacken: Zum einen diese Liste des Onlineredakteurs Matt Thompson mit “zehn Tipps für bessere Überschriften” (eine deutschsprachige Zusammenfassung gibt es hier) sowie dieser Text von Falk Hedemann zum von ihm identifizierten Missstand, dass Artikelempfehlungen bei Twitter ungelesen weiterempfohlenen werden.

Hedemann, der als Redakteur beim Tech-Magazin t3n tätig ist, moniert in seinem Beitrag, dass viele Twitter-Nutzer lediglich von der Überschrift ausgehend darüber entscheiden, ob sie einen Artikellink per Retweet weiterverbreiten. Dies wird nach seinen Beobachtungen bereits dadurch deutlich, dass erste Retweets zu von ihm publizierten Texten wenige Sekunden nach Veröffentlichung eintreffen – schneller, als der Beitrag überhaupt gelesen werden kann.

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Publizieren im Netz:
Die Erkenntnisse eines Bloggers

Wer regelmäßig Texte im Web veröffentlicht und dafür Themen recherchiert und reflektiert, lernt viel dazu – auch über das Bloggen selbst. Hier sind einige der über viele Jahre gesammelten Erkenntnisse und Einsichten.

Seit über vier Jahren blogge ich mit Ausnahme von Wochenenden quasi täglich über Netz- und Digitalthemen. Die größte Motivation dafür beziehe ich aus dem direkten Feedback, das ich nach der Veröffentlichung eines Beitrags von Lesern erhalte, sowie aus dem umfangreichen Wissen, das man sich als regelmäßiger Autor aneignet. Denn ich kann sollte keinen Beitrag schreiben, ohne mich zuvor nicht mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben.

Auch über das Bloggen selbst lernt man natürlich einiges. An dieser Stelle möchte ich meine bisherigen Erkenntnisse niederschreiben, was durchaus als ergänzender Beitrag zur anhaltenden Debatte verstanden werden kann, auf welche Weise sich die traditionelle journalistische Tätigkeit im Netz emanzipieren könnte.

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Start der öffentlichen Beta-Phase:
Newsgrape will Autoren
Reichweite verschaffen

Newsgrape will die Publikation und den Konsum von Onlinetexten neu definieren. Nach vier Monaten im geschlossenen Beta-Test kann nun jeder bei der österreichisch-deutschen Plattform Beiträge veröffentlichen und sich mit Lesern sowie Autoren vernetzen.

16.055 Dollar konnten die Studenten Felix Häusler und Leo Fasbender rund um den Jahreswechsel über die Crowdfundingplattform Kickstarter von Spendern einnehmen, um eine Onlineplattform zu entwickeln, welche die Publikation und den Konsum von Onlinetexten neu definieren soll. Anfang Februar präsentierten sie die erste Pre-Beta-Version von dem Newsgrape getauften Projekt. Wir erläuterten damals die wichtigsten Funktionen.

Bei Newsgrape können Nutzer Texte verfassen, diese in wenigen Schritten online publizieren und sich mit anderen Usern und Autoren vernetzen. Der österreichisch-deutsche Dienst verfolgt damit ein ähnliches Konzept für Texte, wie es YouTube für Videos erfolgreich praktiziert. » weiterlesen

Tumblr:
Nichts scheint unmöglich

Es heißt, herkömmliches Blogging wird immer mehr von kurzen Statusmeldungen verdrängt. Der US-Dienst Tumblr vereint das Beste beider Publikationsformen und wächst rasant.

Tumblr
Tumblr
Die globale Internetwirtschaft wird bekanntlich von einer kleinen Zahl an äußerst erfolgreichen und hunderte Millionen Nutzern bei sich vereinenden Unternehmen dominiert (Eric Schmidts “Gang of Four” und vielleicht eine Handvoll weitere Firmen darüber hinaus). Dahinter, in der zweiten Reihe, stehen einige andere, teils sehr ambitionierte Anbieter, die konsequent auf einen Platz an vorderster Front hinarbeiten.

Ein solcher Kandidat ist der US-Blogservice Tumblr. Zuletzt berichteten wir im November 2010 über das vor vier Jahren von David Karp in New York gegründete Startup. Ich beschrieb damals, wie der kostenfreie Service erfolgreich die Lücke füllt, die MySpace hinterlassen hat, die aber sonst bisher von keinem anderen Social-Web-Dienst geschlossen werden konnte: die der kreativen Selbstdarstellung.

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Blogs contra Mainstream-Medien:
Dilettanten gibt es auf beiden Seiten

Viel zu lange schon schwelt der Konflikt zwischen Blogs und etablierten Onlinemedien. Inwieweit es eines Tages zu einer Versöhnung kommt, liegt in den Händen der großen Nachrichtenportale.

Es gibt kaum eine Debatte der letzten Jahre, die ich lieber ein für alle mal ad acta legen würde als die über den Konflikt zwischen Blogs und “Mainstream-Medien”. Leider ist das leichter gesagt als getan.

Gestern beschrieb ich, wie wenig Sorgfalt führende Nachrichtenangebote bei der Berichterstattung über Technologie-Themen an den Tag legen und wie bei Gerüchten rund um die tonangebenden Internetdienste und IT-Unternehmen fast systematisch aus jeder Mücke ein Elefant gemacht wird.

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virato.de:
Der etwas andere
Rivva-Nachfolger

Mit virato.de ist ein weiterer Aggregator mit Schwerpunkt auf deutschsprachigen Blogs gestartet. Statt jedoch die Verlinkung von Blogs untereinander als Popularitätsmesser zu nutzen, setzt der Neuling ausschließlich auf die Resonanz bei Facebook und Twitter.

Anfang des Jahres sah die Welt für leidenschaftliche Leser deutschsprachiger Blogs recht trüb aus, was die Verfügbarkeit intelligenter Aggregatoren betraf: Das Ende von Rivva, über viele Jahre eine Institution der hiesigen Blogosphäre, war bereits absehbar (und traf kurz darauf ein), echte Alternativen existierten in dieser Form keine.

Ein paar Monate später jedoch gibt es wieder Grund zu Optimismus: Anfang April startete der Blogaggregator Newshype in geschlossener Beta-Phase. Die Gründer Jannis Kucharz und Pëll Dalipi wollen mit ihrem Dienst, der die Vernetzung deutschsprachiger Blogs untereinander darstellen und intensiv diskutierte Themen hervorheben soll, das Erbe von Rivva-Gründer Frank Westphal fortführen.

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Zitat in einem Blogartikel:
Der Springer-Verlag fordert
Schadenersatz von Exciting Commerce

Das Fachblog Exciting Commerce hat wegen der Veröffentlichung eines zitierten Texts von Welt Online eine Schadenersatzforderung des Axel-Springer-Verlags erhalten.

Wir wissen, dass sich unter den Lesern von netzwertig.com auch der eine oder die andere Blogger(in) befindet. Für alle, auf die das zutrifft, sowie als Informationshappen für am Geschehen Interessierte folgt hier ein kleiner, aber potenziell wichtiger Hinweis:

Kollege Jochen Krisch vom renommierten E-Commerce-Blog Exciting Commerce hat wegen der Veröffentlichung eines zitierten Texts von Welt Online eine Schadenersatzforderung von der Axel Springer AG erhalten. Das Medienhaus erwartet für die widerrechtliche Publizierung die Zahlung eines Betrags von 400,00 Euro.

Krisch dazu nüchtern: “Dieses freundliche “Angebot” lehnen wir dankend ab.”

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Übernahme von facebookmarketing.de:
“Unterschrieben haben wir den Vertrag in einem Münchner Brauhaus”

In einem Münchner Brauhaus wurde die Übernahme von facebookmarketing.de durch das US-Unternehmen WebMediaBrands besiegelt. Im Interview plaudert Mitgründer Jens Wiese über den Deal.

Vor gut einer Woche gab das deutsche Blog facebookmarketing.de die Übernahme durch den US-Mediendienstleister WebMediaBrands bekannt – eine Akquisition, die logisch erscheint, immerhin betreibt WebMediaBrands mit AllFacebook ein international beachtetes Onlinemagazin, das sich in seiner Berichterstattung ausschließlich auf das populäre Social Network fokussiert. » weiterlesen