Thema: Blogs

 

Alle 49 Artikel zum Thema Blogs auf netzwertig.com:

Enttäuschend:
Renommiertes Tech-Blog ReadWriteWeb kürzt RSS-Feed

Bei internationalen Blogs rund um Technologie- und Internetthemen ist das Bereitstellen von RSS-Feeds in voller Länge üblich. Ausgerechnet ReadWriteWeb schert jetzt aus.

Update 14. April: Mittlerweile liefert der Feed von ReadWriteWeb wieder Artikel in voller Länge aus. Eine offizielle Erklärung von ReadWriteWeb gibt es nicht, auf unsere Anfrage reagierte das Team überrascht – als hätte es den Sachverhalt gar nicht bemerkt.

Die Unterschiede zwischen Blogs und “herkömmlichen” Onlinepublikationen sind speziell bei kommerziellen Angeboten kaum noch wahrzunehmen. Doch selbst wenn sich das Layout von Blogs immer stärker von der typisch, chronologischen Ein-Spalten-Form entfernt und parallel die Angebote großer Verlage optisch stärker in Richtung minimalistischer Blogdesigns gehen, lässt sich in einem Punkt zumindest im Fachbereich Technologie/IT häufig leicht identifizieren, ob eine Site einst aus einem Blogverständnis heraus entstanden ist:

Denn während viele Blogs im RSS-Feed ihre Artikel in voller Länge ausliefern, beschneiden die meisten einer eher traditionellen Philosophie folgenden Medienangebote ihre Feeds. An einem bestimmten Beitrag interessierte Leser sollen so auf die Website gelockt werden, auf der sie Werbung präsentiert bekommen und sich dadurch einfacher monetarisieren lassen, so das Kalkül.

Wenn einer der international führenden Technologie-Blogs und ein leidenschaftlicher Verfechter eines möglichst offenen, von kommerziellen Zwängen wenig behinderten Internets sich dazu bewogen fühlt, seinen RSS-Feed abzuschneiden, dann ist dies also durchaus eine signifikante Veränderung mit erheblichem Symbolcharakter. So geschehen gerade bei ReadWriteWeb (RWW).

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Kickstarter-Projekt plant Relaunch:
Newsgrape will Nachrichten
zur Diskussion stellen

Das Wiener Startup Newsgrape konnte einst dank einer Teilfinanzierung über Kickstarter seine neuartige Publikationsplattform realisieren. Gerade erhielt der Dienst eine Seed-Finanzierung über 150.000 Euro und plant nun einen umfassenden Relaunch.

Im Sommer vergangenen Jahres eröffnete die neuartige Publikationsplattform Newsgrape offiziell ihre Pforten. Das von Felix Häusler und Leo Fasbender in Österreich gegründete Unternehmen hatte sich auf die Fahnen geschrieben, die Veröffentlichung und den Konsum von Onlinetexten neu zu definieren. Gut 11.300 Euro (16.055 Dollar) konnten die zwei Studenten über die Crowdfundingplattform Kickstarter vorab für ihr Vorhaben einsammeln, zusätzlich zu 45.000 Euro aus privaten Quellen.

Das Resultat der Entwicklungsarbeit war eine Art YouTube für Texte: Bei Newsgrape können Nutzer Texte verfassen, diese in wenigen Schritten online publizieren und sich mit anderen Usern und Autoren vernetzen. Ein automatisiertes Werbesystem im Umfeld von Beiträgen sollte als Erlösquelle dienen und auch für Autoren einnahmen generieren.

Doch wie so viele andere von User Generated Content abhängige Onlineplattformen litt auch Newsgrape unter dem bekannten Henne-Ei-Problem: Zu wenige aktuelle Inhalte führten dazu, dass Benutzerzahlen nicht explodierten, was wiederum Bloggern den Anreiz nahm, mit eigenen Inhalten bei Newsgrape zu partizipieren. Newsgrape Co-Founder Felix Häusler berichtet zwar von einer aktiven Kernnutzerschaft, merkt aber an, dass sich das Duo zu sehr auf Blogger und zu wenig auf das tagesaktuelle Nachrichtengeschehen fokussiert hat. Mit einem vollständigen Relaunch soll sich dies ändern.

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Intelligentes Widget:
ShowSpace bringt Produktempfehlungen auf Websites

ShowSpace heißt ein junger Dienst aus Berlin, der es Betreibern von Websites und Blogs einfach macht, relevante Produktempfehlungen über Widgets in ihre Onlinepräsenzen zu integrieren.

Viele Betreiber von Blogs und Websites verlinken gelegentlich auf Produkte in Onlineshops – sei es im redaktionellen Rahmen, in Verbindung mit Affiliate-Programmen, um dadurch ein wenig Geld zu verdienen, oder, um auf Angebote aus dem eigenen Sortiment hinzuweisen. Wer so regelmäßig Produkte empfiehlt und dazu auch jeweils Abbildungen anbieten möchte, wird damit einiges an Zeit verbringen – zumal es immer vorkommen kann, dass ein bestimmtes Angebot in einem Shop plötzlich nicht mehr erhältlich ist, wodurch die entsprechende Produktempfehlung ins Leere geht.

Das Berliner Startup Kraut Computing hat im Januar mit ShowSpace einen in der Basis-Version kostenfreien Dienst veröffentlicht, der für derartige Szenarien eine bequemere, intelligentere Lösung anbietet. Der Service von Gründer Manuel Meurer erlaubt es Blog- und Website-Betreibern, über Widgets auf einfache Art und Weise relevante Produkte zu ihrem Content anzuzeigen. Die primäre Zielgruppe des Dienstes sieht er in Privatpersonen mit Webpräsenzen, aber beispielsweise auch in professionellen Fashion-, Schnäppchen- oder Gadget-Bloggern.

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Kommentarspalten in Gefahr:
Warum es sich lohnt, für Blogkommentare einzustehen

Immer mehr Blogger entschließen sich dazu, die Kommentarmöglichkeiten für Leser zu begrenzen oder ganz zu entfernen. Manchmal mag dies angemessen sein. Dennoch lohnt es sich, für den Fortbestand der Kommentare einzutreten.

Als einige US-Blogger Anfang Januar so etwas wie eine Kampagne gegen Leserkommentare in Blogs starteten, konnte man schon absehen, dass die Debatte früher oder später auch die deutschsprachige Blogosphäre erreichen würde. Stein des Anstoßes war der ehemalige TechCrunch-Autor und Neu-Investor MG Siegler, welcher der Ansicht ist, 99,9 Prozent der Kommentare unter seinen Beiträgen seien unbrauchbar. Siegler lässt daher wie einige andere namhafte englischsprachige Blogger, darunter Marco Arment, John Gruber und Seth Godin, keine Kommentare unterhalb seiner Beiträge zu. Wer auf seine Texte reagieren möchte, könne dies ja über das eigene Blog oder über Twitter machen, so Siegler.

Der Diskussionsfunke sprang nicht unmittelbar auf den deutschen Sprachraum über. In der vergangenen Woche aber entschloss sich Kollege Marcel Weiß bei neunetz.com, die offene Kommentarfunktion zu deaktivieren. Leser, die nun direkt auf der Seite auf einen seiner Beiträge antworten möchten, müssen sich dazu mit ihrer Onlineidentität von Google, Twitter, Facebook, Disqus, Yahoo! oder OpenID anmelden.

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Der nächste Interessenkonflikt:
Wie die Facebook-Aktie
dem Tech-Journalismus schadet

Viele die Technologie- und Internetbranche bewachende Blogger und Journalisten rund um den Globus werden sich dieser Tage die Frage stellen, ob sie sich mit Aktien von Facebook eindecken sollten. Ein Interessenkonflikt ist programmiert.

Flickr/Manu_H, CC BY 2.0
Flickr/Manu_H, CC BY 2.0
Vor einem Jahr beschrieb ich, wie Facebook nach einem damals schon absehbaren Börsengang eine Art neue “Volksaktie” werden könnte. Angesichts der enormen Presseaufmerksamkeit und Verwurzelung des sozialen Netzwerks im Alltag von 850 Millionen Menschen muss man davon ausgehen, dass der ein oder andere (künftige) Kleinanleger mit dem Gedanken spielt, sich mit ein paar Anteilen seines Lieblingsnetzwerks einzudecken. Zumal trotz einiger Zweifel wenigstens die theoretische Möglichkeit existiert, dass wir hier das “nächste Google” vor uns haben – mit entsprechend attraktiver Renditemöglichkeit.

Dieser Artikel der Schweizer Boulevardzeitung Blick.ch (“Kann ich auch Facebook-Aktionär werden?”) wird garantiert nicht der letzte sein, der die Facebook-Aktie als interessantes Anlageobjekt für den Durchschnittsbürger ins Spiel bringt.

Dies wiederum führt zu der Frage, wie viele Journalisten und Profi- sowie Hobby-Blogger derzeit damit liebäugeln, einige Aktien des sozialen Netzwerks in ihr Portfolio aufzunehmen – oder dafür überhaupt erst ein Depot zu eröffnen. Speziell wer über Technologiethemen schreibt und grundsätzlich positiv auf das Entwicklungspotenzial des Unternehmens blickt, wird in den nächsten Wochen und Monaten eine stetige Versuchung verspüren.

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Appell:
Wieso die Tech-Berichterstattung
sorgfältiger werden muss

Die Grenzen zwischen Journalisten, Bloggern, Beratern und Investoren verschwimmen. Im neuen Digitalblog von Süddeutsche.de findet sich ein Beispiel dafür, warum die Berichterstattung über die Webwirtschaft sorgfältiger werden muss.

Im September hatten wir die Problematik der Interessenkonflikte im Online-Tech-Journalismus angesprochen. Meine damalige These: Die mangelnde Unabhängigkeit der Berichterstatter wird zum Dauerzustand. Im Angesicht der zunehmenden (medialen) Aufmerksamkeit für Themen der Internetwirtschaft, der Attraktivität von Technologiefirmen als Investitionsobjekte sowie der verschwimmenden Grenze zwischen Journalisten, Bloggern, PR-Fachleuten und Investoren rechne ich für 2012 mit einer Zuspitzung der Lage.

Warum es notwendig ist, für den Sachverhalt zu sensibilisieren, verdeutlicht ein aktueller Eintrag im neuen Digitalblog von Süddeutsche.de: Darin befasst sich Dirk von Gehlen in kurzer Form mit der Frage, ob Facebook mittlerweile zu voll ist, und nimmt dazu primär auf einen Artikel von dem US-Investor und ehemaligen TechCrunch-Chef Michael Arrington Bezug. In diesem behauptet Arrington pointiert, niemand würde mehr zu Facebook gehen, um anschließend auf Alternativen wie Path oder das in Entwicklung befindliche Just.Me zu verweisen.

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Aufmerksamkeit um jeden Preis:
Das Überschriften-Dilemma

Im Netz muss jeder Artikel aufs Neue um die Aufmerksamkeit der von Informationen überschütteten Leser buhlen. Je knackiger, polarisierender und simplifizierender eine Überschrift ist, desto größer ist ihre Viralität.

Im Netz eskaliert alles laufend
Im Netz eskaliert alles laufend
Die perfekte Überschrift für Onlinebeiträge zu finden, ist eine Wissenschaft für sich. Schon lange schwirrt mir dazu ein Artikel im Kopf herum. Zwei aktuelle Beiträge bieten eine gute Gelegenheit, das Thema anzupacken: Zum einen diese Liste des Onlineredakteurs Matt Thompson mit “zehn Tipps für bessere Überschriften” (eine deutschsprachige Zusammenfassung gibt es hier) sowie dieser Text von Falk Hedemann zum von ihm identifizierten Missstand, dass Artikelempfehlungen bei Twitter ungelesen weiterempfohlenen werden.

Hedemann, der als Redakteur beim Tech-Magazin t3n tätig ist, moniert in seinem Beitrag, dass viele Twitter-Nutzer lediglich von der Überschrift ausgehend darüber entscheiden, ob sie einen Artikellink per Retweet weiterverbreiten. Dies wird nach seinen Beobachtungen bereits dadurch deutlich, dass erste Retweets zu von ihm publizierten Texten wenige Sekunden nach Veröffentlichung eintreffen – schneller, als der Beitrag überhaupt gelesen werden kann.

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Publizieren im Netz:
Die Erkenntnisse eines Bloggers

Wer regelmäßig Texte im Web veröffentlicht und dafür Themen recherchiert und reflektiert, lernt viel dazu – auch über das Bloggen selbst. Hier sind einige der über viele Jahre gesammelten Erkenntnisse und Einsichten.

Seit über vier Jahren blogge ich mit Ausnahme von Wochenenden quasi täglich über Netz- und Digitalthemen. Die größte Motivation dafür beziehe ich aus dem direkten Feedback, das ich nach der Veröffentlichung eines Beitrags von Lesern erhalte, sowie aus dem umfangreichen Wissen, das man sich als regelmäßiger Autor aneignet. Denn ich kann sollte keinen Beitrag schreiben, ohne mich zuvor nicht mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben.

Auch über das Bloggen selbst lernt man natürlich einiges. An dieser Stelle möchte ich meine bisherigen Erkenntnisse niederschreiben, was durchaus als ergänzender Beitrag zur anhaltenden Debatte verstanden werden kann, auf welche Weise sich die traditionelle journalistische Tätigkeit im Netz emanzipieren könnte.

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Start der öffentlichen Beta-Phase:
Newsgrape will Autoren
Reichweite verschaffen

Newsgrape will die Publikation und den Konsum von Onlinetexten neu definieren. Nach vier Monaten im geschlossenen Beta-Test kann nun jeder bei der österreichisch-deutschen Plattform Beiträge veröffentlichen und sich mit Lesern sowie Autoren vernetzen.

16.055 Dollar konnten die Studenten Felix Häusler und Leo Fasbender rund um den Jahreswechsel über die Crowdfundingplattform Kickstarter von Spendern einnehmen, um eine Onlineplattform zu entwickeln, welche die Publikation und den Konsum von Onlinetexten neu definieren soll. Anfang Februar präsentierten sie die erste Pre-Beta-Version von dem Newsgrape getauften Projekt. Wir erläuterten damals die wichtigsten Funktionen.

Bei Newsgrape können Nutzer Texte verfassen, diese in wenigen Schritten online publizieren und sich mit anderen Usern und Autoren vernetzen. Der österreichisch-deutsche Dienst verfolgt damit ein ähnliches Konzept für Texte, wie es YouTube für Videos erfolgreich praktiziert. » weiterlesen

Tumblr:
Nichts scheint unmöglich

Es heißt, herkömmliches Blogging wird immer mehr von kurzen Statusmeldungen verdrängt. Der US-Dienst Tumblr vereint das Beste beider Publikationsformen und wächst rasant.

Tumblr
Tumblr
Die globale Internetwirtschaft wird bekanntlich von einer kleinen Zahl an äußerst erfolgreichen und hunderte Millionen Nutzern bei sich vereinenden Unternehmen dominiert (Eric Schmidts “Gang of Four” und vielleicht eine Handvoll weitere Firmen darüber hinaus). Dahinter, in der zweiten Reihe, stehen einige andere, teils sehr ambitionierte Anbieter, die konsequent auf einen Platz an vorderster Front hinarbeiten.

Ein solcher Kandidat ist der US-Blogservice Tumblr. Zuletzt berichteten wir im November 2010 über das vor vier Jahren von David Karp in New York gegründete Startup. Ich beschrieb damals, wie der kostenfreie Service erfolgreich die Lücke füllt, die MySpace hinterlassen hat, die aber sonst bisher von keinem anderen Social-Web-Dienst geschlossen werden konnte: die der kreativen Selbstdarstellung.

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