Alle 6 Artikel zum Thema blase auf netzwertig.com:
Die Zahl der Startups, die Nutzer miteinander vernetzen wollen, übersteigt die Nachfrage und Zeit der Anwender bei weitem. Viele Apps haben keine Zukunft. Akquisitionen, bei denen es vor allem um das Team geht, verdecken dies.
Zuverlässig quantifizierbar ist die Zahl von sozialen Netzwerken und anderen, Anwender zusammenbringenden Onlinediensten und mobilen Applikationen zwar nicht. Doch das Segment hat in den vergangen Jahren einen einzigartigen Boom erlebt, der sich durch die neuen Möglichkeiten im mobilen Web noch beschleunigte. Die Auswahl an Apps rund um das Sharing von Medieninhalten, die Interaktion mit Freunden oder das Kennenlernen von Gleichgesinnten im stationären sowie mobilen Internet ist enorm – und viel zu groß, als dass jeder Anbieter ein dauerhaftes Publikum in hinreichendem Umfang findet. Hinzukommt, dass nicht jede Idee sinnvoll erscheint. Das Gros der Social-Apps –
egal ob sie dem Silicon Valley oder
der hiesigen Branche entstammen – löst keine Probleme, sondern versucht, Bedürfnisse zu schaffen, wo sie zuvor nicht existierten.
Das Ergebnis ist eine regelrechte Social-App-Blase. Eine inflationäre Zahl von mit Investoren-Millionen und unrealistischen Erwartungen ausgestatteten Social-Startups stößt nicht auf die notwendige Nachfrage bei Anwendern, die erforderlich wäre, um tragfähige Geschäftsmodelle zu etablieren. Manche Angebote werden von Nutzern auch völlig ignoriert. Die Geduld und Bereitschaft der User zum Ausprobieren neuer Dienste ist heute tendentiell kleiner als in den Anfangstagen des Web 2.0, als die bunten Services zum Teilen und Kommunizieren mit anderen noch ein Novum darstellten. Facebook, Twitter, YouTube und eine Handvoll weiterer Angebote sind die festen Größen, neben denen nur begrenzter Platz für andere Spielereien ist.
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In den kommenden Monaten werden eine Reihe bekannter Internetfirmen an die Börse gehen, darunter auch Groupon. Eine Spekulationsblase ist nahezu unvermeidlich.
Flickr/zoonabar, CC-Lizenz
Als ich Entrepreneur und Business Angel Christoph Janz im Interview fragte, wo er auf einer Skala von -10 (Stimmung im Keller) über 0 (neutral und stabil) bis zu 10 (größtmöglicher Hype) zum aktuellen Stand die Internetbranche sieht, antwortete er mit einem Wert zwischen 2 und 3. Ungefähr dies wäre auch meine Einschätzung gewesen. Allerdings befürchte ich, dass es nicht dabei bleiben wird. Denn jetzt kommen die Börsengänge.
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Der Business Angel Christoph Janz hat als Startup-Gründer die verrückte Zeit der New Economy miterlebt. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Branche heute entwickelt, erinnert ihn stark an den Boom anno 1999.
Christoph Janz hat als Startup-Gründer den New-Economy-Hype miterlebt und rechtzeitig vor dem Platzen der Blase einen attraktiven Exit hingelegt. Einige Jahre später gründete er die personalisierbare Startseite Pageflakes (für mich damals der Einstieg in die Welt der RSS-Reader). Seit einiger Zeit betätigt sich Janz als Business Angel. An etwa 15 Internetstartups aus aller Welt ist er beteiligt.
Gestern wurde ich auf diesen Tweet von Janz aufmerksam: “Es fühlt sich so sehr an wie 1999. Kaum ist man eine Stunde offline und kommt zurück, hat irgendjemand eine 20-Millionen-Dollar-Finanzierung bekannt gegeben.” (meine Übersetzung). Seine Gedanken zu dieser Beobachtung interessierten mich sehr, weshalb ich ihn zu einem Skype-Interview einlud, zu dem er einwilligte.
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LinkedIn hat am Donnerstag sein Börsendebüt gegeben und alle Erwartungen übertroffen. Viele weitere namhafte Internetfirmen werden dem eingeschlagenen Weg des Social Networks folgen.
Der gestrige Donnerstag, 19. Mai 2011, wird als bedeutungsvolles Datum in die Geschichte der Internetwirtschaft eingehen. Zum einen,
weil Amazon verkündet hat, jetzt mehr E-Books als physische Bücher zu verkaufen. Zum anderen, weil mit
LinkedIn in den USA erstmalig ein Social Network einen Börsengang gewagt hat. Und was für einen!
45 Dollar kostete eine LinkedIn-Aktie zum Handelsstart an in New York. Im Laufe des Tages stieg der Kurs auf bis zu 122,70 Dollar und pendelte sich am Ende des Börsentages bei 94,25 Dollar ein. Das Geschäftsnetzwerk mit über 100 Millionen Mitgliedern wird damit initial mit 8,79 Milliarden Dollar bewertet – mehr als das Doppelte von dem, was sich LinkedIn-Gründer Reid Hoffman und sein Mitstreiter erwartet hatten.
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Steuert die Internetwirtschaft (wieder einmal) auf eine Überhitzung zu? Es gibt Anzeichen, die darauf hindeuten. Eine baldige Korrektur ist wahrscheinlich.
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Mutmaßungen und Analysen darüber, ob sich die globale Internetwirtschaft rund elf Jahre nach dem Platzen der New-Economy-Blase erneut in einen Zustand der Überhitzung bewegt, sind mittlerweile wieder elementarer Bestandteil des Branchendiskurses. Meist erreicht die Debatte einen temporären Höhepunkt, um dann abzuebben und einige Tage oder Wochen später erneut aufzuflammen. Mit diesem Post gieße ich ein wenig Öl ins Feuer.
Vor einigen Tagen habe ich mir Inside Job angeschaut, einen Dokumentarfilm des US-Filmemachers Charles Ferguson über die sich ab 2007 nähernde und 2008 ihren Höhepunkt erreichende Finanzkrise. Das Werk, das gerade mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, beleuchtet die Hintergründe der Krise, erklärt, wie sie durch eine Dekaden zuvor eingeleitete Deregulierung der Finanzmärkte möglich wurde und zeigt auf, wie viele Schlüsselpersonen der US-amerikanischen Finanzwelt und politischen Sphäre eindeutige Anzeichen für einen bevorstehenden Zusammenbruch der Märkte ignorierten.
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Social Media ist DAS große Thema in Unternehmen. Bei manchen scheint es die Vernunft auszuschalten.
Als vor drei Jahren jeder über das Web 2.0 sprach und unzählige Social Networks und Online-Startups im für diese Ära typisch bunten, verspielten Design online gingen, sprach man schnell von einer
Web-2.0-Blase. Dabei bezog man ich auf eine wiedererstarkende, euphorische Internetwirtschaft, in die nach vielen Jahren der Ebbe wieder kräftig Geld investiert wurde, der es jedoch an tragfähigen Geschäftsmodellen mangelte.
Der große, mit dem New-Economy-Crash vergleichbare Knall blieb zwar aus, aber eine Konsolidierung der Startuplandschaft fand dennoch statt. Eine Reihe ambitionierter Dienste musste sich von den Nutzern verabschieden.
Drei Jahre nach dem Höhepunkt der Web-2.0-Begeisterung arbeitet ein weiterer Hype auf seine Überhitzung hin. “Social Media” ist als Buzzword in aller Munde und hat die Erwähnungen des alternden Web-2.0-Begriffs zum Jahreswechsel überholt (gefühlt jedoch schon deutlich früher).
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