Thema: Bild

 

Alle 8 Artikel zum Thema Bild auf netzwertig.com:

Advent, Advent:
Bildblog greift um sich

Ole Reißmann, 9. Dezember 2008 um 17.38 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Es muss nicht immer die Bild-Zeitung sein: Deutschlands größtes, bekanntestes, wichtigstes, schönstes Medienblog gönnt sich zur Adventszeit etwas Abwechslung: Bildblog für alle.

Bildblog lesen ist mitunter so ermüdend wie der Blick an den rechten Rand der politisch inkorrekten Blogger: Es steht dort immer dasselbe, in täglich neuer Aufbereitung. Die Fehler der Bild-Zeitung werden einfach nicht weniger, die Methoden des ganz eigenen Journalismus sind praktisch seit der Zeit von Günter Wallraffs Enthüllungsbuch “Der Aufmacher” unverändert. Die mehr oder weniger absichtsvollen Nachlässigkeiten sind, jede für sich genommen, erschreckend. In der schieren Masse natürlich noch viel mehr, so sehr, dass nach regelmäßigem Bildblog-Konsum der Effekt der Abstumpfung einsetzt. Was hat die Bild schon wieder … war ja klar … hätte ich nicht anders erwartet.

Zur Adventszeit gibt es nun “Bildblog für alle”. Aktuell setzt man sich mit einem Text aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auseinander, der etwas zu sehr nach PR riecht …

Statt sich immer nur an einem Objekt abzuarbeiten nun also Diversifikation: So können die Bildblog-Schreiber und die Leser etwas durchatmen und neue Kraft für den Januar schöpfen, wenn der tägliche Wahnsinn mit all seinen kleinen Nachlässigkeiten und großen Fahrlässigkeiten weitergeht.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Wochenrückblick:
Wir sind alle Reporter

Ole Reißmann, 7. Dezember 2008 um 17.41 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Politiker als Terroristen, Mitarbeiter als “Minderleister” und Überwachung als Leserjournalismus in unserem Rückblick auf die 49. Kalenderwoche.

Aktuelles Cover, historisches Fahndungsplakat
Aktuelles Cover, historisches Fahndungsplakat

Zwischen Provokation und Geschmacklosigkeit: Anlässlich der Bundesrats-Ersatzwahl am kommenden Mittwoch stellt die Weltwoche ein Fahndungsplakat auf dem Cover nach. Angeprangert sind zehn Politiker, die etwas gegen Ueli Maurer und Christoph Blocher im Bundesrat haben – und deshalb “Verschwörer gegen die Schweiz” sind und von der Weltwoche reichlich hysterisch optisch in eine Reihe mit anarchistischen Gewalttätern gerückt werden. » weiterlesen

Bild.de:
Du willst es doch auch

Ole Reißmann, 29. September 2008 um 23.50 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Nachts sind alle Seiten grau. Alle? Nicht ganz …

Während andere Online-Nachrichtendienste noch den chaotischen Montag – Bayern, Banken, Österreich – sortieren, ist auf Bild.de schon Feierabend: Sex, wohin das Auge giert. Konsequent am Leser ausgerichtet zeigt Bild.de, was Vati wirklich interessiert.

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Blattkritik von Steinmeier:
Beste Werbung für die Bild-Zeitung

Ronnie Grob, 22. September 2008 um 13.27 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Der deutsche Aussenminister macht eine zahnlose Blattkritik bei der Bild-Zeitung, die diese als beste Werbung in eigener Sache verwerten kann.

Heute um 12 Uhr ging das erste Video der nun täglich geplanten öffentlichen Blattkritik der Bild-Zeitung (Video, 11:06 Minuten) online. Der erste Gast, Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, lobte die Idee, sich täglich der öffentlichen Kritik in Form eines wechselnden Gasts auszusetzen. Konkret kritisierte und lobte er folgendes:

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Titten, Tiere, Tränen, Tote:
Brav im Boulevard

Ole Reißmann, 5. Februar 2008 um 10.53 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

Mit kurzem Röckchen auf der Jagd: Kerstin Dombrowski hat ein Buch über ihre Arbeit als Boulevard-Journalistin geschrieben.

Titten, Tiere, Tränen, Tote

Zehn Jahre im Boulevard. Erst die Bild-Zeitung, dann Privatfernsehen. “So , jetzt reicht’s”, fängt Kerstin Dombrowski ihre Abrechnung an. Denn sie rechnet ab, vor allem mit sich selber. Beschreibt eher unaufgeregt und ohne großen Überbau ganz einfach und direkt, wie das so war bei Bild, Sat.1 und RTL.

Wie man als junger Mensch mit 22 Jahren in die Maschinerie gerät, wie das Boulevard-Geschäft funktioniert, wie man selber darin funktionieren kann und so zur “charakterschwachen Bild-Reporterin” werden kann – wie sie eine geworden war.

Das Buch ist eine einzig große Bestätigung: Was immer man über Boulevard-Medien denken kann, wenn man nur ein wenig Einblick in den Journalismus hat, wird hier bestätigt. Das liest sich flott herunter, bietet aber leider wenig Überraschungen. Vor allem schlägt sich Dombrowski nicht schlecht bei ihrer Arbeit, hat ein paar Krisen, ein paar Zweifel bei der Arbeit, aber dann geht es immer irgendwie weiter.

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In zehn einfachen Schritten:
Schreiben wie Franz Josef Wagner

Klaus Jarchow, 17. Januar 2008 um 11.14 Uhr , 41 Kommentare Kommentare

Sie möchten auch einmal ‘Gossen-Goethe‘ heißen dürfen (NDR), zum ‘Sprecher des Kleinbürgertums‘ avancieren (Wikipedia), täglich den ’schärfsten Zungenkuss der Berliner Zeitungsgegenwart‘ austeilen (Tagesspiegel)?

Nichts einfacher als. Befolgen Sie einfach unsere zehn simplen Regeln.

1. Bleiben Sie vor allem immer charmant, besonders den Damen gegenüber:

Liebe Hillary Clinton, … wer ist schuld, dass Sie aussehen wie eine Schüssel Haferschleim?

2. Greifen Sie zu kühnen Vergleichen, deren bildhafter Nachvollzug auf Ihre Gedankenwelt wie ein ‘Hirndeo‘ wirken wird:

Ihre Ehe mit Bill war wie die gepresste Blume in einem Poesie-Album.

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Das grosse Schulterklopfen

Ronnie Grob, 18. Oktober 2007 um 19.44 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Im Springer-Verlag waren sie noch vor kurzem Chefredakteure der Welt und von Bild, Roger Köppel und Kai Diekmann. Während Köppel die Weltwoche gekauft hat, ist Diekmann noch immer Herr über die Inhalte der grössten Boulevardzeitung Deutschlands. Sein Buch “Der grosse Selbstbetrug” war Anlass für ein Gespräch der beiden an der Frankfurter Buchmesse.

Was man der Weltwoche anrechnen muss, ist, dass heute auf Seite 14 im eigenen Blatt dieser Lead steht:

Die Weltwoche ist eine konsequente Blocher-Plattform. Weil bei der Konkurrenz niemand aus dem Mittelmass herausragt, kann Roger Köppel die Themen setzen.

Geschrieben hat den Text mit dem Titel “Monotonie des Chorgesangs” Ex-Sat.1-Boss Roger Schawinski. Er meint auch, auf das Erfolgsrezept dieses Blatts gekommen zu sein:

(…) findet sich in der Weltwoche für jede Mainstream-These eine Gegenthese, die von einem irgendwo aufgestöberten Wissenschaftler vorgetragen wird.

In der Kritik eingebaut ist aber gleichzeitig auch das Lob für Besitzer und Chefredaktor Roger Köppel, den er den “leidenschaftlichsten, unerschrockensten, fleissigsten Journalisten des Landes” nennt, “mit einer fulminanten Schreibe” und einem “beachtlichen, breitgefächerten thematischen Background”. So liest sich der Text des sporadischen Weltwoche-Mitarbeiters schon etwas anders.

Dieser Köppel also redet mit Diekmann. Entstanden ist ein frisches Gespräch («Linke Verständnisfolklore»), dem man sofort abnimmt, dass es genauso geführt wurde.

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Was kostet eigentlich der Bildblog-Werbespot?

Florian Steglich, 27. August 2007 um 15.10 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Die tatsächlichen Kosten wissen wir natürlich auch nicht. Wir können aber zumindest mal eine Annäherung versuchen. Besser gesagt also: Was würde der Bildblog-Werbespot eigentlich kosten, wenn die Bildblogger die offiziellen Tarife zahlen würden?

Die Basisinformationen wie “Werbeinsel-Schema” und Preisgruppen sind schließlich kein Geheimnis, sie stehen auf der Website von Viacom Brand Solutions (Viacom ist die Muttergesellschaft aller drei TV-Sender, auf denen der Bildblog-Spot derzeit läuft).

So ein Werbeinsel-Schema sieht ungefähr so aus:

screenshot_wischema_mtv.jpg

Man erkennt als Laie erstmal gar nichts, aber nach ein paar Minuten tauchen Uhrzeiten, Namen von Sendungen und merkwürdige Codes auf. Diese Codes enthalten als wesentliche Information die Preisgruppe für die Werbeschaltungen.
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