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In der Post-PC-Ära steigt der Anspruch der Nutzer an die Präsentation von und den Umgang mit digitalen Texten. Das Berliner Startup dotdotdot will sich mit seiner iPad-App und dazugehörigen Browserversion als Dreh- und Angelpunkt rund um “Long Form Reading” und generell alle Arten lesenswerter Inhalte etablieren.
Lange Zeit war das Erscheinungsbild von digitalen Onlinetexten, die von Nutzern auf den Bildschirmen von Desktop-PCs und Notebooks abgerufen wurden, eine allgemein vernachlässigte Komponente. Die wenigsten Menschen hatten Lust, länger als notwendig am Schreibtisch zu verharren und angestrengt auf das mitunter nicht gerade augenfreundliche Display zu starren. Im Vordergrund stand nicht der Lesespaß, sondern der effektive Konsum von Informationen. Mit dem Aufkommen von Tablet-PCs verändern sich die Vorzeichen. Plötzlich empfinden Nutzer Freude daran, Stunden in bequemer Haltung im Sessel, auf dem Sofa oder in der Hängematte das Web nach lesenswertem Content zu durchforsten. Sowohl die Zeit, die sie in den Konsum von digitalen Texten investieren, als auch ihre Ansprüche an die Präsentation der Inhalte steigen.
“Long Form Reading” und “Distraction Free Reading” heißen die zwei wichtigsten Trends, die sich aus diesem Paradigmenwechsel ergeben. Texte, sofern sie qualitativ überzeugen, inspirieren und neues Wissen vermitteln, dürfen ruhig mal länger sein, müssen von der Formatierung her aber an die Bedienungsmuster von berührungsempfindlichen Tablets angepasst sein, ohne durch allerlei blinkende Banner und Grafiken abzulenken. Nicht mehr allein die Informationen stehen im Vordergrund, sondern auch emotionale Faktoren. Mit dotdotdot ist derzeit ein Berliner Startup dabei, einen zentralen Ort zu schaffen, an dem iPad-Nutzer sämtliche ihrer digitalen Lesebedürfnisse stillen können. Momentan läuft die geschlossene Beta-Phase, wer an einer Einladung interessiert ist, findet dazu am Ende des Artikels Details. » weiterlesen
Einige mobile Apps erlauben es, in Onlinetexten verlinkte Artikel zu Instapaper oder Read It Later zu schicken und dann dort zu lesen. In der Besucherstatistik tauchen derartige Zugriffe nicht auf.
Die auf Google Reader aufbauende RSS-App Reeder sowie die Später-Lesen-App Instapaper gehören zu meinen täglichen Begleitern beim Durchforsten des digitalen Nachrichten- und Informationsdschungels. Alle vielversprechenden Artikel und Links, auf die ich im Web stoße, die ich aber gerade nicht prozessieren kann, landen bei Instapaper, um später auf meinem iPhone oder iPad gelesen zu werden.
Beim Überfliegen meiner RSS-Feeds in Reeder fallen mir ebenfalls regelmäßig Links zu potenziell interessanten Beiträgen auf, die ich mir zu einem anderen Zeitpunkt zu Gemüte führen will. Die App des Schweizer Entwicklers Silvio Rizzi bietet für derartige Fälle eine clevere Integration mit Instapaper: Hält man den Finger einige Sekunden auf den jeweiligen Link, öffnet sich ein Kontextmenü, das den Export zu Instapaper erlaubt. Auf diese Weise lassen sich Beiträge bei Instapaper für späteres Lesen ablegen, ohne dass man die jeweilige URL aktiv besuchen muss.
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Mit neuen Geräten für den bequemen Zugriff auf digitale Inhalte wächst bei Anwendern der Bedarf an Werkzeugen, die ein schöneres, flexibleres Lesen erlauben. Instapaper, Read It Later, Readability und Evernote Clearly wollen dieses Bedürfnis befriedigen.
Der Boom von Tablet-PCs und Smartphones mit großen Bildschirmen hat bei Lesern von digitalen Inhalten für veränderte Ansprüche gesorgt: Ging es in der ersten Phase der Internet-Ära vor allem darum, über Desktop-Rechner oder Notebooks zu jeder Zeit aktuelle Nachrichten und Berichte abrufen zu können, ist mit den neuen mobilen, die ästhetischen Aspekte der digitalen Welt hervorhebenden Zugriffsgeräten die optische Darstellung und Bequemlichkeit in den Vordergrund gerückt.
Dieser Trend hat einer neuen Klasse von Onlinediensten Aufwind gegeben: Tools zum zeitversetzten und besseren Lesen von Onlinetexten. Diese tragen sowohl der Tatsache Rechnung, dass Nutzer stetig über verschiedenste Kanäle (E-Mail, Skype/Instant Messenger, Facebook, Twitter, Google+, Blogs, Newsreader etc.) mit Leseempfehlungen überhäuft werden, die sie nicht immer sofort ab- bzw. bearbeiten können, und befriedigen gleichzeitig die gewachsenen ästhetischen Bedürfnisse an digitalen Content.
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