Der Startup-Standort Berlin ist in aller Munde. Hier sind 15 junge, innovative Onlinefirmen und Dienste aus der Hauptstadt, von denen man noch einiges hören wird.
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Die Kunde darüber, dass Berlin gerade zu Europas Startup- und Internethauptstadt avanciert, dürfte mittlerweile dank einer regen Berichterstattung in den Mainstreammedien auch bei vielen weniger mit der Onlinewirtschaft befassten Menschen angekommen sein. Doch blickt man auf die zahlreichen Artikel bei Nachrichtenportalen und Zeitungen, fallen dort immer die gleichen Namen als Beispiel für aufstrebende Startups aus der Hauptstadt: SoundCloud, Wooga, Amen.
In den letzten Monaten haben wir über viele innovative, junge Onlinefirmen und -angebote aus Berlin berichtet. Inwieweit diesen eine rosige Zukunft bevorsteht, hängt dabei nicht nur von der Attraktivität des Konzepts ab, sondern auch vom angestrebten Geschäftsmodell, von der Fähigkeit, Investoren zu gewinnen, sowie von der zielstrebigen, intelligenten Umsetzung durch die Gründer.
Ohne also genau prognostizieren zu können, inwieweit die einzelnen Startups in einem Jahr zur Speerspitze der hauptstädtischen Webkultur gehören werden, möchten wir an dieser Stelle auf 15 ganz frische, mindestens in geschlosser Beta-Phase befindliche Angebote hinweisen, denen wir uns in letzter Zeit in Beiträgen gewidmet haben. Sie alle besitzen die Chance, eines Tages deutschland-, europa- oder gar weltweit mit dem Aufstieg Berlins zum Internet-Hotspot assoziiert zu werden.
Was braucht ein Ort, um Startups ein gutes Umfeld zu bieten? Wir wagen den Vergleich Berlin/Zürich.
Startup City (Quelle: istock)
Zum ersten Mal überhaupt gibt es Alternativen zu Amerika, was den Standort von Web-Startups angeht. Die deutsche Hauptstadt zum Beispiel. Selbst TechCrunch schreibt, dass Berlin als Startup-Standort derzeit kaum schlagbar sei und den Hotspot London hinter sich gelassen habe.
Kann die Schweiz hier mithalten mit dem Standort Zürich? Wir listen die Vorteile von Berlin auf und fragen uns, wie allgemein sie sind.
Zwei renommierte US-Venture-Capital-Firmen beteiligen sich an der Berliner Audioplattform SoundCloud. Von satten 50 Millionen Dollar ist die Rede. Die Nachricht ist in vielerlei Hinsicht bedeutungsvoll.
Die Berliner Audioplattform SoundCloud startet mit einem Coup in das neue Jahr: Die Hauptstädter haben von den zwei US-Venture-Capital-Firmen Kleiner Perkins Caufield & Byers ( KPCB) und GGV Capital eine signifikante Geldspritze erhalten. Die Summe wird in der Pressemitteilung nicht verraten, laut TechCrunch Europe soll es sich jedoch um überaus stattliche 50 Millionen Dollar handeln. Der 2007 gegründete Dienst wäre mit rund 200 Millionen Dollar bewertet, heißt es, was andeuten würde, dass die zwei Risikokapitalgeber für ihr Investment auch einen erheblichen Anteil an dem Unternehmen bekommen hätten.
Nur in Ausnahmefällen berichten wir bei netzwertig.com in ausführlicher Form über Funding für Startups aus dem deutschsprachigen Raum – dies ist einer, und zwar gleich in mehrerer Hinsicht: Zum einen handelt es sich bei 50 Millionen Dollar um die umfangreichste Kapitalsspritze durch Venture-Capital-Firmen für ein deutsches Social-Web-Unternehmen überhaupt. Zum anderen beteiligt sich Kleiner Perkins Caufield & Byers – eines der renommiertesten VC-Unternehmen, das Anteile an vielen namhaften Internetfirmen von Facebook über Twitter bis Spotify besitzt – damit erstmalig an einem deutschen Web-Startup.
Crowdsinging
Der Frankfurter Filmkomponist Hans Zimmer ruft auf UJAM (unser Review) dazu auf, gemeinsam an einem Gesangsstück für den neuen Batman mitzuwirken.
Handelsblatt
Das Handelsblatt hat gemeinsam mit crossventures einen Inkubator gestartet.
Die Verlagsgruppe Handelsblatt weitet mit VHB digital ihre erfolgreichen Aktivitäten im Bereich der digitalen Medien und Services aus. Dementsprechend hat die neue Gesellschaft einen klaren Fokus auf verlagsnahe Geschäftsmodelle
Gema
Gut für die Piratenpartei: Die Gema kassiert – sicher ist sicher – auch bei expliziten Creative-Commons-Veranstaltungen.
Grundlage des Vorgehens der Verwertungsgesellschaft ist die sogenannte “Gema-Vermutung”: Eine Beweislastumkehr, die auf der Annahme gründet, dass keine alten Musikaufnahmen gespielt und verlegt werden und dass jeder Musikurheber auf der ganzen Welt Mitglied bei der Gema oder bei einer ihrer ausländischen Äquivalente ist.
Trends
deutsche-startups hat wieder einmal zehn Trends erkannt, die die deutsche Gründerszene derzeit bewegen.
In unserem zweiten Trendbarometer geht es um Abo-Commerce, Apps, Crowdfunding, Lieferdienstvermittlung, Luxus, Re-Commerce, Reiseauktionen, Reservierungsdienste, Shoppingclubs und Zimmervermittlung.
Keine Woche vergeht ohne schillernde Medienberichte zum Berliner Startup-Boom. Doch wann begann eigentlich der Hype um die Hauptstadt?
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Hätte man mir vor zwei Jahren erklärt, dass Ende 2011 Berlin hinsichtlich des Potenzials für junge Startups mit dem Silicon Valley verglichen wird und kaum ein Tag vergeht, an dem regionale, überregionale und internationale Publikumsmedien oder Tech-Blogs den Aufstieg Berlins zur neuen Internethauptstadt in Europa nicht thematisieren – ich hätte mich zwar gefreut, aber es wahrscheinlich nicht geglaubt.
Doch genauso ist es gekommen. Der Beweis für die letzten drei Tage: Mike Butcher greift bei TechCrunch Europe das Aufblühen der Hauptstadt im Zusammenhang mit einem Bericht über die veränderten Rahmenbedingungen europäischer Blogs auf, Om Malik vom US-Blog GigaOm berichtet über Amazons Bestreben, sich in Berlin niederzulassen und so die steigende, durch den Startup-Boom verursachte Nachfrage nach technischer Infrastruktur besser bedienen zu können und Berlins Stadtmagazin Tip ruft mit Blick auf die Ereignisse in der Stadt und mit einem lässigen Foto des Amen-Gründerteams auf dem Titel die Revolution der Nerds aus.
Viele Jahre hatten neuartige Startup-Ideen aus Deutschland ein Aufmerksamkeitsproblem. Mittlerweile schaffen einige es ins internationale Rampenlicht. Vom Hype um Amen & Co profitiert die ganze Branche.
Illustration: Flickr/bixentro, CC-Lizenz
Jahre lang litten Startups aus Deutschland unter einem erheblichen Aufmerksamkeitsproblem. Abgesehen von Tech-Blogs wie diesem und einigen IT-Portalen interessierte sich kaum jemand für sie, was auch die Nutzerakquisition deutlich schwieriger machte.
In den letzten Monaten jedoch steht die hiesige Internetlandschaft verstärkt im Rampenlicht – nicht nur der deutschsprachigen Medien, sondern auch auf internationaler Bühne. Verantwortlich dafür: Die allgemeine Euphorie um die neue Webhauptstadt Berlin sowie eine Reihe junger, global geprägter Startups. Plötzlich ist er da, der lange vermisste Hype.
Das Berliner Hype-Startup Amen hat den Kreis seiner Beta-Tester in den letzten Wochen stark erweitert. Ab heute dürfen Blogger und Journalisten auch darüber berichten, wie genau der Dienst funktioniert.
Das sagenumwobene Berliner Startup Amen hat seine Launch-Strategie mit einer Einschränkung versehen, von der ich hoffe, dass sie nicht zu viele Nachahmer findet: Als vor drei Wochen die ersten Einladungen zur geschlossenen Beta-Phase verschickt wurden, bat man alle Tester darum, sich im Netz weder in Text noch in Bild über die Funktionsweise des Dienstes zu äußern.
Diesen Hinweis am Ende der Mail mit dem Einladungscode übersah ich anfänglich, entfernte die Beschreibung und Screenshots aber auf Bitten von Amen nachträglich. Immerhin geht es uns nicht darum, neuen Startups das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und wer im kleinen Kreis testen will, ohne die Spannung zu zerstören, soll die Möglichkeit dazu bekommen.
Die Meinungen über das jüngste Aufblühen von Berlin als Startup- und Tech-Cluster gehen auseinander. Doch es gibt gute Gründe, die für die regionale Konzentration der Branche an einem Ort sprechen.
Grafik: 6Wunderkinder
Einer der entscheidenden Vorteile der US-amerikanischen Internetwirtschaft ist die Existenz von zwei Ballungsräumen, in denen sich ein großer Teil der Branchenakteure konzentrieren. Zum einen handelt es sich hierbei um die Gegend zwischen Silicon Valley und dem benachbarten San Francisco (bekannte Anbieter von dort sind Google, Apple, Facebook sowie Twitter), und zum anderen um New York – eine Stadt, die bisher eher für ihre Werbeindustrie bekannt war, in den letzten Jahren aber diverse Startups von internationaler Bedeutung hervorgebracht hat (wie foursquare, Tumblr oder Etsy).
Europa fehlt bisher ein mit dem Silicon Valley vergleichbarer Tech-Cluster. Stattdessen besitzt jedes Land einen oder mehrere eigene Hotspots, an dem sich Webfirmen, Investoren und Entwickler bevorzugt ansiedeln. In Großbritannien ist dies London, in der Schweiz Zürich, in Österreich Wien und in Deutschland waren es bisher gleich mehrere Städte.
Wieder sorgt ein erfolgreiches Crowdfunding-Vorhaben für Schlagzeilen. Der Trend zur Vorfinanzierung von physischen und digitalen Produkten durch die Konsumenten kommt einer Revolution gleich. » weiterlesen