Alle 26 Artikel zum Thema ARD auf netzwertig.com:
Die Berichterstattung zur Bundestagswahl wird auf ARD.de und heute.de ab 17 Uhr auch im Netz via Stream zu sehen sein. ARD und ZDF werden auf ihren Sites für die Zeit der Übertragung den Facebook-Newsfeed integrieren. So können Facebook-Nutzer die Kommentare anderer Facebooker oder, je nach Wunsch, nur die Kommentare der eigenen Freunde zum Politgeschehen verfolgen.
Ein ähnliche Kooperation hat es zur Amtseinführung von Barack Obama zwischen Facebook und CNN gegeben.
Es geht nicht nur um Urheberrechte – sondern auch um Quote: Zeit Online erklärt, warum in den Online-Mediatheken der öffentlichen-rechtlichen Sender so vieles fehlt.
Öffentlich-rechtliches Fernsehen und Internet, das passt immer noch nicht zusammen. Die ganze Misere der Online-Mediatheken in Deutschland beschreibt Daniel Bouhs auf
Zeit Online. Denn die Netzangebote der öffentlich-rechtlichen Sender sparen ausgerechnet erfolgreiche Sendungen aus. Aushängeschilder mit Millionenpublikum wie “Tatort” oder auch Nischensendungen mit Kultstatus wie
“Dittsche” – Fehlanzeige. Gibt’s nicht (offiziell) online.
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Für “Spielzeugland” hat der Berliner Regisseur Jochen Alexander Freydank einen Oscar bekommen – eine Woche später versenkt die ARD den Kurzfilm im Nachtprogramm.
Die Freude war groß – ein deutscher Film wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. Nicht etwa Uli Edels frivole Nummernrevue “Baader Meinhof Komplex”, sondern der Kurzfilm “Spielzeugland” von Jochen Alexander Freydank. Jetzt versenkt die ARD den rund 14 Minuten langen Film über zwei Nachbarsfamilien im Nationalsozialismus, von denen eine deportiert wird, im Nachtprogramm:
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Öffentlich-rechtlich und einfallsreich geht nicht zusammen? Bei den Briten schon. Die BBC folgt für ein Jahr einem ISO-Container rund um die Welt.
Was kann man erwarten, wenn man deutsche öffentlich-rechtliche TV-Sender einschaltet? Volksmusik. Seifenopern mit Product Placement. “Gesundheitsexperten” im ARD-Frühstücksfernsehen. Falsche Deutschland-Flaggen in der Tagesschau. Im schlimmsten Falle ist man gezwungen, Johannes B. Kerner und Oli Kahn zuzuhören.
Dass es auch anders geht, zeigt die BBC mit einem spannenden Projekt. Um das Thema Globalisierung und internationaler Handel zu beleuchten, folgt sie ein ganzes Jahr lang einem “nach ISO 668 genormten Großraumbehälter“, vulgo Schiffscontainer.
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Grosse Aufregung um gekürztes Interview: Die ARD hat nach einigem Drängen das Interview mit Wladimir Putin in voller Länge ins Internet gestellt. Von dem einstündigen Gespräch waren zunächst nur 9 Minuten gezeigt worden.
Das vollständige Interview mit Wladimir Putin, das heute morgen um 6.20 Uhr, dann also, wenn ungefähr niemand das Programm beachtet, im Programm des WDR ausgestrahlt wurde, ist nun endlich online. Da ich bei der ARD keine Möglichkeit gefunden habe, das Video auf der Website einzubinden, nur als Link:
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Alphajournalist angegriffen, Journalisten geprügelt, Gebührengelder verscheuert und Jugendliche unter Sauf-Zwang: Unser Rückblick auf die 34. Kalenderwoche.
Fast hätten wir hier die leicht geschmacklose Protestaktion vor der IOC-Zentrale in der Schweiz zum Bild der Woche gemacht – stattdessen entschieden wir uns doch lieber für drei fantastische Sportbilder von den Olympischen Spielen. Und den weißen Panzer, der vor dem Pressezentrum für Erinnerungsfotos posierte.
Michael Johnson, US-amerikanischer Leichtathlet, gemäss Wikipedia vierfacher Olympiasieger und neunfacher Weltmeister, musste sich von Johannes B. Kerner, Mitarbeiter des ZDF, fragen lassen, ob er eigentlich, so als Schnellster, nicht auch gedopt gewesen war. Johnson antwortete: “Das ist eine dumme Frage, auf die ich eigentlich nicht antworten möchte.” Später die Woche fand ein Fussball-Freundschaftsspiel statt, worauf Kerner kurz nach Deutschland und dann wieder nach China geflogen wurde. Was viele als eine Verschleuderung von Gebührengelder ansahen. Auf faz.net kommentierte ein Nutzer: “Kennt die ARD in ganz Deutschland keinen anderen Reporter, der ein Fußballspiel kommentieren kann? Sind wir so arm an Fachleuten?”. Wie stern.de zählte, wurden von den Öffentlich-Rechtlichen über 650 Mitarbeiter nach Peking eingeflogen. Im Vergleich: die BBC kam mit 450 Mitarbeitern aus.
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Live-Bilder ohne Fernseher? Klar, das Internet macht’s möglich. Wie man auf dem Laufenden bleibt. Das komplette Olympia-Paket, alle Wettkämpfe, jederzeit.
Knapp vier Milliarden Menschen haben sich die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2008 angesehen. Durch die sechsstündige Zeitverschiebung finden die Wettkämpfe in Deutschland nachts oder während der Arbeitszeiten statt.
Olympiafernsehen ohne Fernseher
ARD und ZDF haben die exklusiven Übertragungsrechte für Liveberichte. Um dann ruckelfreie Bilder aus Peking zu bekommen, braucht man nur eine halbwegs schnelle Internetanbindung, für unterwegs reicht auch eine UMTS-Datenkarte für Ihr Notebook. Doch was hat das Netz sonst noch zu bieten?
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Der von der palästinensischen Hamas entführte Kameramann der ARD ist nach Medienberichten wieder frei. Demnach hat der Leiter des ARD-Büros in Gaza die Freilassung von Sawah Abu Saif bestätigt. Es gehe ihm sehr schlecht, heißt es. Abu Saif war in der Nacht zu Samstag nach einem Bombenaschlag in Gaza ebenso wie 160 weitere Personen von der Hamas festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder der rivalisierenden Fatah zu sein.
Das ARD-Büro in Gaza war am Mittwoch aus Protest gegen die Entführung geschlossen worden. Die ARD stellte sich voll hinter ihren Mitarbeiter, Studioleiter Richard Schneider wies die Anschuldigungen als haltlos zurück.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Aus Protest gegen die Entführung eines Kameramanns durch die Hamas hat die ARD ihr Büro im Gazastreifen geschlossen. Sawah Abu Saif war am Samstag verhaftet worden, er wird von der Hamas beschuldigt, für die Fatah zu arbeiten. Die ARD stellte sich voll hinter ihren Mitarbeiter und wies die Anschuldigungen als haltlos zurück. Studioleiter Richard C. Schneider befürchtet, dass Abu Saif in Gefangenschaft gefoltert werde. Man habe “ernstzunehmende Hinweise darauf”, heißt es. Sein Gesundheitszustand soll kritisch sein. Bis er freigelassen werde und sicher zu seiner Familie zurückgekehrt sei, soll das Büro geschlossen bleiben. Mehr Informationen bei der Netzeitung und in der Erklärung der ARD.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
ARD und ZDF sollen ihre Inhalte im Web nur noch sieben Tage online lassen dürfen, so aktuelle Forderungen. Tut man dem Web damit wirklich einen Gefallen?
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk hat seine Qualitäten: Wer nach einem langen Arbeitstag beim Programm von ARD oder ZDF einschläft, muss nicht wie bei RTL oder Pro Sieben befürchten, von einem brüllend lauten Werbespot schon nach wenigen Minuten wieder aus seinen Träumen gerissen zu werden. Und wenn man eine bei Arte und eine bei Discovery gesendete Dokumentation miteinander vergleicht, wird man den ruhigeren Stil des öffentlich-rechtlichen Programms genießen – was hier allerdings mehr am Unterschied zwischen französischer und amerikanischer Filmkultur liegt. Auch ARD und ZDF kooperieren schließlich mit dem amerikanischen Discovery-Channel, ebenso wie Pro Sieben mit der öffentlich-rechtlichen BBC. 
Doch was das Auftreten online betrifft, so haben ARD und ZDF völlig unnötigerweise in den Monaten, in denen die Dotcomblase längst geplatzt war, noch vom auf dem Datenhighway liegenden Gold geträumt und dabei sehr viel Porzellan zerschlagen: Ihr “Internetangriffskrieg” (“Internetoffensive“), der nicht nur IPTV wie in der Schweiz, auch nicht nur normales Audio- oder Video-Streaming, auch nicht nur das Web, sondern gleich das gesamte Internet inklusive E-Mail oder Chat für sich vereinnahmen will – einerseits als Geldbeschaffungsmaschine, die eine Telekommunikationssteuer ernsthaft Rundfunkgebühr nennt, und andererseits als “dritte Programmsäule” – hat die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland zum Feind des Webs, zum Feind der Netzkultur werden lassen.
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