Onlineschwergewicht Amazon hat das Schweizer Startup Amazee wegen der Namensähnlichkeit angegriffen. Amazon hat beim amerikanischen Markenamt Widerspruch gegen die Eintragung der Marke “Amazee” erhoben und verlangt die Löschung der Marke.
Das ist reichlich absurd. Vier gleiche Buchstaben sollen ausreichen, dass man den Onlinehändler mit einem auf gemeinsame Projekte orientierten Social Network verwechselt? Bitte.
Amazee hat sich heute erstmals öffentlich zum seit Monaten andauernden Streit mit Amazon geäußert. Ein Projekt zum Thema hat man auf der eigenen Site ebenfalls gestartet. Man scheint diesen Vorfall mittlerweile als Werbevehikel zu verwenden wollen, um wenigstens etwas gutes dabei herauszuholen. Gut für Amazee.
Lange Zeit war Amazon nur ein Infrastrukturanbieter für das Web. Mit Hosted Public Data Sets haucht das innovative Unternehmen der Cloud Leben ein.
Amazon ist wohl das Unternehmen, das die Verschiebung von Rechenleistung und Daten in die Cloud am proaktivsten vorantreibt. Für die Entwicklung des Webs ist das Angebot von Amazon und anderer Anbieter ein kaum zu überschätzender Faktor, weil die Investitionskosten in Hardware abgeschafft werden und auch kleine und kleinste Unternehmen Zugang zu Infrastruktur bekommen, die davor nur den Grossen vorbehalten war.
Doch die meisten Aktivitäten von Amazon (siehe die Links am Ende des Artikels) waren darauf beschränkt, sich als Infrastruktur-Provider für Prozesse und Ressourcen zu etablieren.
Mit Hosted Public Data Sets gibt Amazon den Möglichkeiten der Cloud nun aber auch einen kulturellen Aspekt. Mit dem neuen Programm stellt Amazon das eigene Angebot zur Verfügung, um riesige Datenmengen, die von öffentlichem Interesse sind, als EBS (Elastic Block Store) gratis zu hosten. Alle Daten stehen dann Forschern, Programmierern und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung und können nach Belieben weiterprozessiert werden.
Mit CloudFront ergänzt Amazon das eigene Cloud-Portfolio um ein weiteres Puzzlestück. Beliebige Daten können damit in hoher Verfügbarkeit und mit hohen Durchsatzraten ausgeliefert werden.
CloudFront ist das neue Content Delivery Angebot von Amazon. Fotos, Videos, Podcasts und beliebige andere Daten können damit einfach und kostengünstig ausgeliefert werden.
Während Amazon’s Simple Storage Service (S3) primär Webdiensten eine neue Möglichkeit gab, grosse Mengen an – oft User generierten – Inhalten zu speichern, komplementiert CloudFront dieses Angebot und gibt Publishern die Möglichkeit, populäre Inhalte an Massen von Benutzern gleichzeitig auszuliefern. Publisher könnten zwar auch schon bisher via S3 Inhalte zum Download anbieten, aber CloudFront ist etwas günstiger und für diesen Anwendungsfall optimiert.
Jason Perlow hat sich auf ZDNet mit der Frage beschäftigt, wann sich ein Amazon Kindle für den Käufer rechnet.
Besonders für Studenten könnte sich der Kindle lohnen, da Fachbücher für die Hochschulausbildung recht preisintensiv sind. Innerhalb von 3 Semestern, so Perlow, wäre der Preis des Kindles in der Regel amortisiert. Vorausgesetzt, alle benötigten Bücher sind auch in digitaler Form verfügbar. Dafür dürfte aber die Unterstützung der entsprechenden Verlage noch fehlen.
Oracle und Amazon gehen eine Partnerschaft ein und bringen Oracles Datenbank und andere Produkte in die Cloud. Die Akzeptanz der Cloud wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit dadurch im Enterprise-Umfeld stark erhöhen.
Die Verschiebung des Web in die Cloud ist ein Trend, den wir ja häufigerdokumentieren. Der Begriff Cloud ist leider etwas schwammig, weil es verschiedene Sichten darauf gibt.
Für uns Webbenutzer bedeutet er vor allem, dass wir unsere Daten und Programme nicht länger selbst verwalten, sondern einem Dienst anvertrauen, der sich um alles kümmert und sie uns meistens in jeder nur denkbaren Form zugänglich macht. Wie er das macht, ist uns dabei egal. Wir gehen davon aus, dass es einfach funktioniert.
Für Webentwickler und Startups bedeutet er vor allem, dass sie ihre technische Infrastruktur nicht länger selbst beschaffen und betreuen, sondern einem Anbieter anvertrauen, der sich um lästige Dinge wie Verfügbarkeit oder Skalierbarkeit kümmert. Wie er das macht ist dabei wieder egal, solange er es besser und billiger macht, als man es selbst machen könnte.
Amazon startet SoundUnwound, eine Datenbank für Musik, die Informationen über Musiker, Alben, Musikgenres und Labels bereitstellt. Nach dem Wiki-Prinzip können alle mitmachen.
Amazon mausert sich immer mehr zum Archivar im Web. Vom eigentlichen Kerngeschäft hat sich Amazon.com zwar schon vor längerem verabschiedet, dennoch dürften sie über eine der vollständigsten Datenbanken von Büchern, Autoren und Reviews verfügen. Mit der Internet Movie Database (IMDb) haben sie einen umfassenden Katalog zu Filmen und allen benachbarten Bereichen. Und mit SoundUnwound übertragen sie nun gemeinsam mit der IMDb dieses Modell auch auf Musik.
Mit dem Elastic Block Service startet Amazon einen weiteren Service im Bereich Cloud Computing. Damit schaffen sie die Einstiegskosten ins Cloud Computing endgültig ab.
Einer der grössten Mängel mit EC2 war, dass sämtliche Daten an die laufenden EC2-Instanzen gekoppelt waren oder mit den Einschränkungen vom Speicherdienst S3 leben mussten. Mit EBS gibt es jetzt eine Art Filesystem in der Cloud, das von beliebigen EC2-Instanzen gemountet und benutzt werden kann, das aber unabhängig von konkreten Instanzen ist (sprich: die Daten verschwinden nicht, wenn man eine Instanz stoppt).
Mit Checkout by Amazon und Amazon Simple Pay lanciert Amazon zwei Warenkorblösungen für die Zukunft.
Ziemlich genau vor einem Jahr hat Amazon den Amazon Flexible Payments Service vorgestellt, eine Schnittstelle, über die Entwickler ein robustes Bezahlsystem in ihre Anwendungen bzw. Webdienste integrieren konnten.
Doch im Gegensatz zu PayPal und Google Checkout – die sich damals übrigens sehr amüsante Gefechte lieferten – war FPS ausschliesslich für Entwickler gedacht und konnte nicht ohne gewissem technischen Know How in bestehende Shops eingebaut werden.
Exciting Commerce berichtet, dass Amazon gerade zwei neue Dienste gestartet hat, die «Weichen für das Shoppingsystem der Zukunft» sind:
Om Malik hat letzte Woche auf der D6 Konferenz Amazon.com-Gründer& CEO Jeff Bezos für ein Kurzinterview vor die Linse bekommen. Bezos spricht unter Anderem über die Amazon Webservices, die Cloud Computing zu den Massen gebracht hat.
Bezos erzählt unter Anderem, wie die AWS aus einem internen Bedürfnis nach einer skalierbaren Architektur mit einem Set von APIs, mit der die feingliedrige Koordination zwischen der Netzwerkarchitektur und den Applikationen erleichtert wird, entstanden und man feststellte, dass das auch für andere Anbieter im Web nützlich sein könnte.
Jeff Bezos im Interview:
siehe auch weitere Artikel von uns zu Amazon und ihren Webservices:
Seid ihr im Internetkontext schon einmal den Begriff “Cloud” gestoßen? Wenn nicht, dann könnte sich das auch unabhängig von diesem Artikel bald ändern. Cloud heißt auf Deutsch “Wolke” und trat in der bisherigen Web-Berichterstattung hauptsächlich in Form des “Cloud Computings” auf. In der englischsprachigen Blogosphäre wird der Cloub-Begriff mittlerweile aber auch verstärkt als Synonom für das Internet gebraucht und qualifiziert sich damit überraschend als Kandidat für den Nachfolger des mittlerweile etwas abgegriffenen Web-2.0-Begriffs. Während andere Web-Trends wie das semantische Web bisher größtenteils theoretische Konstrukte darstellen, deren praktische Umsetzungen noch weit vom Mainstream entfernt sind (bei Sajonara.de sieht man das etwas anders), ist die Cloud für viele Internetnutzer bereits unbewusst Bestandteil des täglichen Surfalltags. » weiterlesen
Nach perlentaucher.de und Commentarist gerät nun der Medienbewachungsdienst Echobot ins Visier von SZ und FAZ. Die Verlage mahnen das Karlsruher Startup wegen der Indexierung und Verlinkung ihrer Inhalte ab. » weiterlesen
Facebook wird alles dafür tun müssen, um neue Erlösquellen zu erschließen. Der Start einer eigenen Suchmaschine erscheint deshalb sehr wahrscheinlich. » weiterlesen