Thema: Amazon

 

Alle 81 Artikel zum Thema Amazon auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Verbraucherrechte im Cloud-Zeitalter:
Amazon-Vorfall offenbart Missstände

Amazon hat aufgrund eines angeblichen Verstoßes gegen die Geschäftsbedingungen das Konto einer Nutzerin gesperrt und die Inhalte ihres Kindle-Readers aus der Ferne gelöscht. Der Vorfall zeigt, wie bisher selbstverständliche Verbraucherrechte im Cloudzeitalter unter Druck geraten.

Siehe Update am Artikel-Ende

Die Auslagerung von IT-Prozessen und lokalem Speicher in die Cloud hat viele Vorteile, aber auch Schattenseiten. An eine davon erinnert momentan Amazon mit einem besorgniserregenden Vorfall: Der Internetriese hat das Kindle-Konto einer norwegischen Nutzerin gesperrt sowie ihren E-Reader und alle getätigten E-Book-Einkäufe aus der Ferne gelöscht. Aus einer Mailkonversation mit dem Amazon Support, die hier dokumentiert ist, geht hervor, dass eine nicht näher definierte Verknüpfung ihres Accounts mit einem älteren, von Amazon sanktionierten Konto der Grund für diese harsche Maßnahme des Unternehmens aus Seattle sei. Trotz mehrmaligem Nachfragens weigert sich der Amazon-Vertreter aber, auf nähere Details einzugehen, und macht unmissverständlich deutlich, dass eine Wiedereröffnung des Kontos nicht machbar sei.

Nun darf man angesichts der sich gerade im Netz entwickelnden Empörungswelle über das dreiste und kundenunfreundliche Verhalten des Onlinekaufhauses getrost abwarten, ob diese Aussage Bestand haben wird. Immerhin führt der Vorfall vielen potenziellen Kindle-Nutzern vor Augen, was ihnen und ihren erworbenen Schmökern bei Fehlverhalten droht – selbst dann, wenn sie sich gar nicht über irgendein Fehlverhalten im Klaren sind.

Auch wenn Amazon hier mit seiner Reaktion weit über das Ziel hinausgeschossen ist und das Ereignis vermutlich hoffentlich zum Anlass nehmen wird, seine eigenen Richtlinien im Umgang mit Problemfällen zu verbessern und kundenfreundlicher zu gestalten, so wird sich an der grundsätzlichen Prämisse der Nutzung von gewerblichen Cloudangeboten nichts ändern: Sie besitzen die volle Kontrolle über die Konten der Konsumenten und damit auch über deren Daten und Inhalte. Sind die Unternehmen der Meinung, ein Kunde habe gegen ihre Geschäftsbedingungen verstoßen, werden sie auch in Zukunft nicht zögern, Sanktionen zu verhängen.

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Linkwertig:
Lessig, Bezos, Brasilien, Berlin

Copyright
Lawrence Lessig erklärt den Grünen auf deren netzpolitischen Kongress seine Vorstellungen vom Copyright.

Die von den Grünen hochgehaltene Kulturflatrate, andere Formen von Zwangslizenzen oder auch eine stärkere freiwillige Lizenzierung könnten hier eine Brücke hin zu einem neuem Rahmen schlagen.

» Wir brauchen jetzt ein Copyright fürs Netz

 

Patente
In einen ähnlichen Trichter spricht Jeff Bezos: Der CEO von Amazon fordert staatliches Einschreiten, um die Patentkriege zu entschärfen.

» Jeff Bezos fordert staatliches Einschreiten

 

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Linkwertig:
LSR, iOS, ACP, Feedly

Leistungsschutzrecht
Oh nein: das eigentlich für Google entwickelte Leistungsschutzrecht wird primär Startups treffen.

Es würde Googles Marktmacht stärken, indem es Eintrittshürden für neue Konkurrenz massiv erhöht.

» Leistungsschutzrecht trifft vor allem Start-ups

 

iOS 6
Golem hat sich das neue iOS angeschaut.

Im Test zeigen sich nur wenige, aber durchaus sinnvolle Neuerungen.

» Eine Uhr, eine Karte und kleine Macken

 

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Duell der Ökosysteme:
Amazon bringt sein mobiles
Kaufhaus in die Wohnzimmer

Amazon will Apple und Google nicht dabei zusehen, wie sie den Tablet-Markt unter sich aufteilen und so ihre Ökosysteme stärken. Die Strategie des Konzerns aus Seattle: Sein riesiges Kaufhaus über zum Niedrigstpreis angebotene Hardware in die Wohnzimmer zu bringen.

Ein Zitat von Amazons gestriger Pressekonferenz rund um neue Kindle-Fire-Tablets und Kindle-E-Reader findet sich in den meisten Artikeln wieder, welche über die Geschehnisse des Events im kalifornischen Santa Monica berichten: “People don’t want Gadgets anymore. They want services” – zu Deutsch: “Menschen wollen keine Hardware mehr, sie wollen Dienste”. Mit diesen Worten eröffnete Firmenchef Jeff Bezos die Veranstaltung, die ein wenig an Auftritte von Steve Jobs erinnert haben soll. Bezos verkündete damit zwar nichts, was Beobachter des Handelsriesen aus Seattle nicht bereits wussten – Kollege Karsten Werner hatte die strategische Umsetzung dieser Erkenntnis zum Debüt des ersten Kindle Fire Tablets vor einem Jahr bereits näher analysiert – doch unterstrich damit nochmals unmissverständlich, auf welche Weise sich Amazon von der Konkurrenz abheben will: Nicht der Verkauf der Hardware soll Geld in die Kassen spülen, sondern der Vertrieb von Inhalten und Gütern über die von Konsumenten erworbenen Geräte. » weiterlesen

Mächtige digitale Ökosysteme:
Der Reichweitenvorteil
der Netzgiganten

Die Websites der Betreiber führender digitaler Ökosysteme gehören zu den meistbesuchten Onlineangeboten überhaupt. Dies wird zum Problem, wenn sie zu exklusiven Werbeflächen für neue, nicht zum Kerngeschäft gehörende Produkte der Plattformanbieter mutieren.

Die führenden US-Onlineplattformen dominieren immer stärker die digitale Wertschöpfungskette – spätestens seit Amazon, Google, Microsoft und Apple sich nicht mehr länger auf ihr jeweiliges Kerngeschäft konzentrieren, sondern die gesamte mögliche Produktpalette von Hardware über Software bis hin zum Vertrieb von (digitalen) Gütern abzudecken versuchen. Derzeit fehlt Facebook in dieser Aufzählung, da das soziale Netzwerk bisher (noch) nicht von der Integration seiner Angebote in eigene Zugriffsgeräte oder Betriebssysteme profitieren kann.

Selbst wenn die Konzerne bisher größtenteils im kartellrechtlich zugelassenen Rahmen agieren, erhalten sie durch die vielen Säulen ihrer Geschäftsmodelle und -bereiche eindeutige Vorteile, was die Einführung neuer Produkte und Dienste betrifft. Während sich daran rechtlich in der aktuellen Phase vermutlich wenig aussetzen lässt, verdeutlicht es die Problematik, die für andere Marktteilnehmer durch Konkurrenten in Form “digitaler Gemischtwarenläden” entsteht, bei denen die Dominanz in einer Sparte signifikante Vorteile für die Etablierung in einem anderen Segment mit sich bringt.

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Linkwertig:
Spotify, Norwegen, Obama, Amazon

Spotify
Spotify ist eine Partnerschaft mit der Telekom eingegangen und kommt jetzt dort im Bundle.

Im neuen “Komplett-Tarif” für 30 Euro im Monat ist die Nutzung des Premium-Dienstes von Spotify enthalten, die beim Streaming von Musik per Spotify übertragenen Daten werden nicht auf das im Tarif enthaltene Datenvolumen angerechnet.

» Spotify-Deal für Mobilfunkkunden der Telekom

 

Norwegen
Norwegen stellt alle im 20. Jahrhundert veröffentlichten Bücher online.

Bücher, die noch dem Urheberrechtsschutz unterliegen, können dabei angesehen, aber nicht heruntergeladen oder ausgedruckt werden.

» Norwegen stellt alle Bücher aus dem 20. Jhdt. online

 

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Linkwertig:
Amazon, Offenheit, Echtzeit, Hadopi

Amazon
Keine schlechte Idee: Amazon verleiht in den USA (papierbasierte) Lehrbücher.

Darüber hinaus listet Amazon auf, in welchem Zustand sich Bücher befinden müssen, damit ihre Rückgabe nach Ende der Ausleihe akzeptiert wird.

» Amazon verleiht gedruckte Lehrbücher

 

Offenheit
Sascha Lobo skizziert die Probleme mit Google, Apple, Facebook und Co und plädiert für eine politisch getriebene Offenheit.

Unendlich viel wichtiger als die nächste stirnfaltige Beschwerde über GAFA wäre es, die Schaffung einer nichtkommerziellen digitalen Öffentlichkeit auf die politische Agenda zu setzen, einer digitalen Öffentlichkeit, die nicht den Regeln der Börsen, sondern denen der Öffentlichkeit selbst unterliegt.

» Jammern hilft nicht gegen Netz-Sheriffs

 

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E-Book-Markt:
Warum der Boom
noch immer ausbleibt

Der E-Book-Markt in den USA boomt, in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist davon hingegen bislang wenig zu spüren. Dabei sind passende Geräte und Angebote auch hierzulande durchaus vorhanden. Die Hemmnisse liegen woanders.

Amazon Kindle Touch

Amazon Kindle Touch

An sich sind E-Books eine schöne Sache: Man kann sie spontan kaufen, (fast) egal, wo man sich gerade aufhält. Und man kann eine kleine Bibliothek in einem nur wenige hundert Gramm wiegenden, kompakten Gerät wie Amazons Kindle jederzeit dabei haben. Die Qualität der Reader und ihrer Displays hat sich in den vergangenen Jahren enorm verbessert, während ihre Preise zugleich erheblich gefallen sind. Die Auswahl ist groß. Hinzu kommen Tablets, die ebenfalls gern als Reader genutzt werden. Kurzum: An der Hardware f1 ird es nicht mehr scheitern.

Vor allem Amazon mit seinem integrierten Konzept aus eigenem Reader, eigenem Shop und schließlich eigener Publishing-Lösung für jedermann konnte hier vergleichsweise früh Rekordzahlen veröffentlichen: Zum Weihnachtsgeschäft 2009 überholten dort E-Books erstmals die Umsätze der Hardcover-Printbücher. » weiterlesen

Die “Big Four” des Internets:
Begegnung auf Augenhöhe

Wenn Amazon demnächst ein eigenes Smartphone auf den Markt bringt, erreicht die Transformation der vier führenden Internetkonzerne einen kritischen Punkt. Der Onlinehändler, Google, Microsoft und Apple stehen sich dann so nah gegenüber wie nie zuvor.

Noch vor einigen Jahren waren die Kerngeschäfte der führenden IT- und Internetfirmen klar abgesteckt und deutlich voneinander abgegrenzt: Google wurde vorrangig mit seiner Suchmaschine assoziiert, Amazon verkaufte Produkte über das Internet, Microsoft verdiente sein Geld mit Windows, Office, der Xbox und Enterprise-Lösungen, und von Apple kamen formschöne Computer sowie der iPod. Doch die stetig zunehmende Bedeutung von Informationstechnologie sowie der Drang nach permanentem Wachstum sorgten dafür, dass alle vier Firmen ihr Territorium auszuweiten begannen und neue Märkte betraten. Immer häufiger kam es dabei zu Überschneidungen der jeweiligen Angebote. Betroffen war jedoch selten das Kerngeschäft, weswegen sich die Konkurrenzkämpfe bisher auf kleinere Scharmützel beschränkten. Doch indem die “Big Four” der Webwelt sich alle zu Hardware-Anbietern im Zukunftsmarkt “Mobile” wandeln, beenden sie die Ära der relativ ungestörten Koexistenz für immer.

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Linkwertig:
Zuckerberg, Bildung, Publishing, Politik

Facebook
Gute Woche für Mark Zuckerberg: neben dem IPO – hier noch ein Nachtrag zu unserer Vorschau – hat er auch noch sein Herzblatt geheiratet.

» Facebook’s Mark Zuckerberg weds on day after IPO

 

Bildung
Die Urheberrechtsdebatte erreicht die Schulen, auch dort verschärfen die Verlage die Gangart.

Die Kultusminister der Länder und Verlagsvertreter wollen nun im Sommer darüber verhandeln, in welcher Form Unterrichtsmaterial auch digital genutzt werden kann – ohne dass Lehrer sich strafbar machen.

» Copy and Pay in der Schule

 

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