Thema: Alphajournalisten

 

Alle 13 Artikel zum Thema Alphajournalisten auf netzwertig.com:

Helmut Markwort:
Es gibt nichts Gutes, außer Litotes

Fingerfood für Mittelständler: Focus-Chefredakteur Helmut Markwort schreibt ein öffentliches Tagebuch. In seinem aktuellen Kommentar zur Prügel-Attacke auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn spielt er virtuos mit den Fakten.

Helmut Markwort
Focus-Chef Helmut Markwort auf dem Münchner Mediengipfel ’04 (Bild: Keystone)

“Auf jeder Feier begegnest du dem Meier!” – dieser Satz wäre für einen Betroffenen nicht gerade schmeichelhaft. “Keine Feier ohne Meier!” aber, das ist – ganz abgesehen vom werblicheren Schmiss – schon ein anderer Schuh: Aus Meier, dem Unvermeidlichen, wurde Meier, der Unverzichtbare. Verantwortlich dafür ist die ‘Litotes’ oder die ‘doppelte Verneinung’.

Allerdings kann diese Redepirouette auch eine ganze Menge Blödsinn anrichten, weil sie ‘wahre Verhältnisse’ durch ihre logische Kreisbewegung verwirrt, obwohl sie nach den zwei Negationen wieder auf dem gleichen Punkt zu landen scheint.

Hier ein konstruiertes Beispiel aus der spekulativen Geschichtsschreibung: “Ohne den Führer gäbe es keine demokratische Bundesrepublik”.

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Hans-Ulrich Jörges:
Im Zauberreich der Alphajournalisten

Wer für ein großes Medium Kolumnen und Editorials schreibt, der darf sich mit Fug und Recht zu den Alphajournalisten zählen. So auch Hans-Ulrich Jörges, Sielwärter und Zwischenrufer beim Stern. Erster Teil unserer losen Folge über Alphajournalisten.

Jörges Fans, die sich allwöchentlich zu Hunderten, vielleicht sogar Tausenden, vor dem Internet-Portal seines Magazins drängen, müssen dort allerdings eine strenge Inquisition über sich ergehen lassen. Der Verlag will erst einmal Adresse und Bankverbindung wissen, bevor sie zu den Quellen politischer Weisheit vordringen dürfen. Ein Hans-Ulrich Jörges bleibt Paid Content: Ihn gibt’s nur am Stück für einen Euro.

Medienlese bietet seinen Lesern aus Anlass des Weihnachtsfestes Gelegenheit, einmal einen echten “Zwischenruf” auch ohne Obolus kennenzulernen. Wir haben höchstselbst eine Printausgabe des Stern (Nr. 52/2007) am Kiosk erstanden, um unseren Lesern im Detail zu zeigen, wie wahrer Qualitätsjournalismus sich zum wahren Wort verhält.

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Print vs. Online Die Anti-Journalisten

Schon wieder einer, dem ein gnädiger Gott die Stimme gab, zu sagen, wie’s ihm ums Herz ist. FAZ-Autor Jürgen Kaube, Pauschalreisender in Sachen Netzkritik, fordert in der Überschrift seines Artikels das, was er in diesem Fall leider nicht durchhielt: sachlich zu bleiben.

Beim Gebarme über den ‘Verlust der Fairness‘, über die ‘ungewaschene Subjektivität‘ von ‘Anti-Journalisten‘, die sich aufführen, als seien sie ‘am Tresen zu Hause‘, wäre unsereiner doch mal gespannt, zu erfahren, wo, an wem und auch an was er diesen Tatbestand einer unaufhörlichen Schmähkritik konkret verortet, die er wild daherschmähend anderen vorwirft. Ein einziges Zitat nur, mit Link oder Quellennachweis natürlich, das sollte doch einen Qualitätsjournalisten nicht überfordern. Darüber ließe sich anhand des (Kon-)Textes dann auch reden.

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