Thema: 6 vor 9

 

Alle 148 Artikel zum Thema 6 vor 9 auf netzwertig.com:

Sonntagspresseschau auf DRS3 über Denner-Chef Gaydouls Finger im Sonntagsblick

Heute morgen um halb acht auf DRS3 gehört: Sonntagspresseschau. Hier der Originaltext des Moderators (sehe leider auf der DRS-Website nirgends, wie er heisst).

(Vorher geht es um die Übernahme von Denner durch die Migros; die NZZ am Sonntag weiss den Preis – 700 Millionen.)
«Am besten gefallen hat mir allerdings das Bild vom Denner-Chef Philippe Gaydoul, das im Sonntagsblick ist. Geschniegelt wie ein Gymnasiast aus den Zwanzigerjahren haben wir ihn ja schon öfter gesehen. Aber dass er demonstrativ einen komplett übertrieben verbundenen Zeigefinger in die Kamera streckt, ist neu. Richtig lustig wird das Bild allerdings erst mit der Schlagzeile “Ich musste zuerst meine Mutter überzeugen.” Lacher vom Tag auf Seite 14 vom Sonntagsblick.»

Hab die Zeitung dann gleich gekauft und gebe dem Moderator eigentlich recht, dass es einigermassen lustig aussieht:

Gaydoul-3

Gaydoul

Was ich nicht so ganz verstehen kann, ist, wieso der Radiomoderator findet, der Finger sei “komplett übertrieben verbunden”. Im Artikel – auch online: Philipp Gaydoul: «Das ist bitter für mich» – steht immerhin, dass er sich “eine Fingerkuppe an der linken Hand abgeschnitten” habe. Ob die harten Kerle vom Radio sowas nur mit Sprühpflaster behandeln?

Generell dürfte der Finger (anders als die Haare und der Polo-Pulli) weniger an Gaydoul als an der redaktionellen Auswahl des Fotos liegen. Vielleicht haben sie ihm gesagt, sie machen gerade Portraits? Online gibt’s noch ein Foto mit recht diskret runtergehaltenem – aber trotzdem noch abgelichtetem – Finger. So sind sie halt, die vom Boulevard: Wenn sie abgeschnittene Gliedmassen sehen, dann halten sie drauf, auch bei einer Wirtschaftsstory.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Sehen so die Nachrichten der Zukunft aus? Daylife.com ist online

Uber-Blogger und Journalismus-Professor Jeff Jarvis & Co entwickeln den News-Aggregator der Zukunft: “Daylife.com”

blog

Die Schlagzeilen der letzten Tage als verlinkter-Bilder-Katalog, Zusammenstellungen der Berichterstattung zu einem Thema aus verschiedenen Quellen (unter Ausschluss redundanter Artikel) mit interaktiver Statistik über seine Medien- und Blogpräsenz im Verlauf der letzten 30 Tage, prominent plazierte Zitate und eine Galerie der verknüpften Themen geordnet nach Personen, Orten, Firmen und dergleichen: So müssen News im Jahr 2007 präsentiert werden.

Das ist jedenfalls die Ansicht von Journalismus-Koryphäe Jeff Jarvis, Geek-Provokateur Michael Arrington und Uber-Blogger Dave Winer, deren gemeinsam mit der “New York Times” aufgezogenes Newsportal “Daylife.com” seit gestern nachmittag offiziell online ist. (Ein Impressum habe ich auf der Site zwar nicht gefunden, aber in allen bisherigen Abhandlungen über das Projekt wurden sie als Urheber genannt.)

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Klagen gegen perlentaucher.de abgewiesen

Vor dem Landgericht Frankfurt wurden gestern die Klagen der F.A.Z. und der Süddeutschen Zeitung gegen das Onlinemagazin perlentaucher.de abgewiesen (wir berichteten). Sie richteten sich gegen verfasste Zusammenfassungen aus Buchkritiken der Blätter.

Der Perlentaucher selbst freut sich natürlich über das Urteil (das noch nicht rechtskräftig ist) und während faz.net noch kurz angebunden ist (Titel: “Urheber ohne Rechte“), kann man auf sueddeutsche.de nichts zum Fall finden. Ein Abstract des Urteils ist in einer PDF-Datei auf lg-frankfurt.justiz.hessen.de nachzulesen, wo später auch das vollständige Urteil veröffentlicht wird.

Zum Fall schreiben auch andere Medien. Ein paar Zitate:

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Army Times:
“Rumsfeld muss gehen”

Eine hochangesehene amerikanische Armee-Zeitung fordert den Rücktritt von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld

Üblicherweise zitieren Zeitungen andere Zeitungen nur ungern. Am Wochenende allerdings haben etliche US-Zeitungen den Verlag der “Army Times”, Herausgeber einer ganzen Reihe hoch angesehener Blätter für alle Abteilungen des Amerikanischen Militärs, auf ihren Frontseiten zitiert: Die Army Times, Air Force Times, Navy Times und Marine Corps Times drucken am Montag ein Editorial, in dem sie den Rücktritt des Verteidigungsministers Donald Rumsfeld verlangen. Aus dem Editorial [via SFgate]:

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Web 2.0 – die Wunderwelt des Internet aus Sicht von “Focus”

Im “Focus” vom letzten Montag (Nr. 41, 9.10.2006) ist die Titelgeschichte “Web 2.0 – Das Mitmach-Netz”. Auf der Titelseite steht: “Wir führen Sie durch die Wunderwelt des Internet”. Die deutschsprachige Blogosphäre hat die Story bisher durchaus verschiedentlich kommentiert, auch kritisch, aber nicht sehr ausführlich. Ich finde, der Artikel hat schon eine kleine Replik verdient.

Focus DasMitmachWeb 2006-10-09

Schade ist, wenn Artikel über das Web nicht im Web veröffentlicht werden. Und noch blöder ist es, wenn man den Artikel dann für 80 Cent kauft, dass man dann ein PDF bekommt, das man ausdrucken kann, womit man wieder genau die gleiche “Funktionalität” hat wie im Heft. Wenigstens eine Linksammlung der im Artikel erwähnten Sites und Personen wäre nicht schlecht.

Medienlese springt ein, zitiert, verlinkt, kommentiert und hinterfragt ein wenig.

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täglichpress von kress

Von kress.de gibt es einen neuen Report: täglichpress heisst er, hat keine weiterführenden Links und bringt nach eigenen Angaben die tagesaktuellen Pressemeldungen auf den Punkt. Ausgewertet werden darin deutsche Printmedien. Die heutige Ausgabe besteht aus fünf Kurzmeldungen mit einem Titel, der Quellenangabe und drei bis fünf Zeilen Text. Fragwürdig der Titel: “Die Presschau der Medienbranche”. Ist das ein Tippfehler, ein Wortspiel oder ein Versuch, bereits existierendes nicht zu kopieren?

Peter Turi findet, der Dienst sei vergleichbar mit der Feuilleton-Rundschau des Perlentauchers und “prima”. Das finden wir ja auch, aber wenn es um Medien über Medien im Internet geht, dann glaube ich mit Jonet oder dem hauseigenen 6 vor 9 besser bedient zu sein, wenn auch es unmöglich ist, über letzteres nicht voreingenommen zu sein. Echt vergleichbar sind alle vier Angebote nicht, da sie alle eine individuelle Ausrichtung haben und sich entweder auf Inhalte im Netz oder Print konzentrieren.

Der Perlentaucher, langjähriger Anbieter von Presseschauen, muss sich heute vor dem Landgericht Frankfurt für seine wegen ihrer Weitergabe an Dritte angeblich die Urheberrechte verletzende Bücherschau verteidigen. Die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung haben dagegen offenbar schon vor einem Jahr Klage eingereicht.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Natascha Kampusch, die Zusammenfassung

Es war nun länger verhältnismässig still um Natascha Kampusch, entführte und über Jahre im Keller festgehaltene Österreicherin. Nach dem ORF-Interview am 6. September 2006 und den ersten Print-Interviews in der Kronenzeitung und bei News träufelten nur noch einzelne Informationshäppchen über sie an die Öffentlichkeit. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse von dann bis jetzt:

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6 zu 9/11

Nur ein Rauschen (taz.de)
Als am 11. September 2001 die Twin Tower zusammenstürzten war es in Manhattan still wie in einer Winternacht. Eine Erinnerung.

Das ist der vierte Weltkrieg! (titanic-magazin.de)
Was am 11. September wirklich passierte.

Inside Job? (telepolis.de)
Fünf Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ist in den USA eine beträchtliche Graswurzelbewegung entstanden, die Kreise der eigenen Regierung direkt für die Katastrophe verantwortlich macht.

Geboren am 11. September (neon.de)
Als vor fünf Jahren in New York tausende Menschen ums Leben kamen, hatte ich gerade ein Kind zur Welt gebracht.

11. September 2001 (interactivepublishing.net)
Screenshot-Sammlung von über 250 Nachrichtenseiten aus aller Welt.

“Bush beutet die Angst der Amerikaner aus” (taz.de)
Der US-amerikanische Schriftsteller T. C. Boyle über die Reaktionen der USA auf 9/11, den Hass der Welt auf die Amerikaner und die Freiheit des Künstlers, das Thema 11. September nicht unbedingt wichtiger zu finden als andere.

Wo man war und wie man von den Ereignissen erfuhr, ist auch fünf Jahre später immer wieder Thema. Schilderungen des persönlichen 9/11 sind zu lesen bei mein911.twoday.net, netzeitung.de und bei jetzt.sueddeutsche.de.

Die Ereignisse des Tages in chronologischer Aufarbeitung sind ebenfalls mehrfach verfügbar: ausführlich (wikipedia.de), mit weiterführenden Links (lpb.bwue.de), kompakt zusammengefasst (netzeitung.de), im Newsroom (spiegel.de), mit Illustrationen (sueddeutsche.de), rekonstruiert (stern.de) und mit einer Auflistung der langfristigen Folgen (freitag.de).

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.