Suchergebnisse zu Blogging+vs+Journalismus

 

Alle 8 Artikel zu der Suche "Blogging+vs+Journalismus" auf netzwertig.com:

Social Media in Deutschland:
Es gibt viel aufzuholen

Martin Weigert, 9. Juli 2009 um 12.00 Uhr , 24 Kommentare Kommentare

Social Media und Bürgerjournalismus werden es in Deutschland zwar auch zukünftig nicht leicht haben, aber es gibt Lichtblicke: netzwertig.com-Redakteur Marcel Weiß beschreibt dem US-Tech-Blog ReadWriteWeb, wie es um die deutsche Webszene bestellt ist.

Aufholen ist angesagt
Aufholen ist angesagt
Wo steht die deutschen Blogosphäre und Startup-Szene im Jahr 2009? Dieser Frage wollte das bekannte englischsprachige Tech-Blog ReadWriteWeb (RWW) auf den Grund gehen und hat dazu netzwertig.com-Redakteur Marcel Weiß zum Interview gebeten.

Das Ergebnis ist eine der besten Zusammenfassungen zum Stand der hiesigen Internetkultur, die ich seit langem gelesen habe. Kompakt, kritisch, aber nicht schwarzmalerisch. RWW-Autor Frederic Lardinois skizziert in seinem Deutschland-Porträt ein Bild, das von einer grundlegenden Skepsis etablierter Medien und Institutionen gegenüber dem Web geprägt ist – welches bevorzugt als Hort allen Ungemachs beschrieben wird.

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Linkwertig:
O’Reilly, Internet-Filter, Microblogging, Hyperlokalität

Markus Spath, 14. April 2009 um 9.00 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

O’Reilly
Grossartiges Interview zur Gegenwart und Zukunft des Webs mit Tim O’Reilly. Die nächste Welle sieht er in der Verschiebung vom ‘user generated content’ zu Inhalten, die von Geräten und Sensoren generiert und in Echtzeit mit Datenbanken in der Cloud rekombiniert werden.

» Tim O’Reilly on Twitter, Yahoo and the Coming Sensor Web

 

Internet-Filter
Die c’t bewertet nochmal ausführlich die geplanten Aktivitäten gegen Kinderpornographie und kommt zu einem nüchternen Fazit:

Wenn es nicht die Bekämpfung von Kinderpornos ist, dann kann es nur um die Installation der Sperren selbst gehen. Das würde bedeuten, dass hier mit einem Vorwand eine geheime Liste eingeführt wird, die man nach und nach um weitere strafbare und unliebsame Inhalte erweitern kann.

» Verschleierungstaktik

 

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Amateure wehren sich:
Bla-Bla-Blogger gegen Goliath

Ronnie Grob, 3. November 2008 um 11.19 Uhr , 8 Kommentare Kommentare

Zu wenig eigenständig, nicht genug Qualität: Die SonntagsZeitung ist enttäuscht von Schweizer Blogs. Das könnte daran liegen, dass es für bahnbrechende Geschichten Recherche, Zeit und damit Geld braucht.

Bla-Bla-Blogger? Die SonntagsZeitung ist enttäuscht von der Schweizer Blogosphäre – das ruft nach einer Antwort, nicht nur in unseren Kommentaren. Nehmen wir mal an, der Fünftligaverein FC Oberwil III spielt Fussball gegen den FC Basel. Auf der einen Seite Arbeiter und Angestellte, die nach einem harten Tag auf der Baustelle oder in der Fabrik sich abends einmal in der Woche vor dem Biertrinken zum Fussball treffen. Auf der anderen Seite Profifussballer, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als zu trainieren, sich massieren zu lassen, Taktik zu büffeln und Autogramme zu geben. Würde es jemand wundern, wenn die Profis vom FC Basel die saubereren Pässe schlagen, konditionell besser drauf sind, das Spiel vielleicht zurecht gewinnen?

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Print vs. Online Die Anti-Journalisten

Klaus Jarchow, 14. Dezember 2007 um 13.06 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Schon wieder einer, dem ein gnädiger Gott die Stimme gab, zu sagen, wie’s ihm ums Herz ist. FAZ-Autor Jürgen Kaube, Pauschalreisender in Sachen Netzkritik, fordert in der Überschrift seines Artikels das, was er in diesem Fall leider nicht durchhielt: sachlich zu bleiben.

Beim Gebarme über den ‘Verlust der Fairness‘, über die ‘ungewaschene Subjektivität‘ von ‘Anti-Journalisten‘, die sich aufführen, als seien sie ‘am Tresen zu Hause‘, wäre unsereiner doch mal gespannt, zu erfahren, wo, an wem und auch an was er diesen Tatbestand einer unaufhörlichen Schmähkritik konkret verortet, die er wild daherschmähend anderen vorwirft. Ein einziges Zitat nur, mit Link oder Quellennachweis natürlich, das sollte doch einen Qualitätsjournalisten nicht überfordern. Darüber ließe sich anhand des (Kon-)Textes dann auch reden.

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Blogging vs Journalismus (III):
Sex und Masturbation

Peter Sennhauser, 7. Februar 2007 um 7.25 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Über den Austausch von Ideen

Kurzserie: Was unterscheidet Blogging von Journalismus? Weshalb beklagen sich Blogger, von den Medien nicht ernst genommen zu werden? Welche Wechselwirkungen bestehen?

Selbstredend bereue ich längst die Titelwahl für diese Serie, aber genau wie im Journalismus lässt sich auch in der Blogosphäre kaum mehr etwas zurücknehmen, wenn es mal gesagt ist. Das ist die Natur von Ideen: Sie werden zum Allgemeingut im Moment, indem sie ausgesprochen werden. Deshalb ist das Konzept des geistigen Eigentums ins Leben gerufen worden, damit Urheber wider die Natur der Gesellschaft finanziell von Ideen profitieren können, wie ich von Lawrence Lessig gelernt habe.

Damit wären wir wieder bei den Blogs und beim Journalismus, die sich beide – abgesehen vom reinen Nachrichtenwesen – mit Ideen befassen; eigenen oder jenen von andern, denen sie Aufmerksamkeit verschaffen.

Ich will hier nur kurz eine Idee von Stan James vorstellen, der ein brillianter Kopf und die treibende Kraft hinter dem sozialen Netz «Lijit.com» ist. Stan hat in seinem Blog (unbedingt lesenswert!) ein Posting mit dem Titel «Aufmerksamkeit ist Mem-Sex (und Google ist ein Dating-Dienst)» veröffentlicht (und eine nette Bildidee dazu gehabt). Ich will hier nicht das ganze Posting übersetzen; im wesentlichen geht es darum, dass Ideen, genau so wie Gene, eine Art Antrieb zur Vervielfältigung und Vermischung mit andern haben. Die daraus entstehenden Meme (Ideenblöcke, die sich in der Gesellschaft halten und weiterentwickeln) Vervielfältigen und diversifizieren sich weiter, indem ihnen Aufmerksamkeit zuteil wird und mehr und mehr Leute über sie sprechen, nachdenken und sie ergänzen oder abändern.

Demnach, sagt Stan, sind Unterhaltungen und Diskussionen gewissermassen «Sex der Meme», wobei gelegentlich Nachwuchs in Form neuer Ideen entsteht. Stan geht etwas vertieft auf das Thema ein und behandelt auch die Rolle von Werbung in diesem Zusammenhang – darum geht es mir hier nicht, auch wenn’s spannend ist.

Mir gefällt die Metapher, weil sie einfach und wirksam erklärt, was sich mit dem Web 2.0 in der Welt der Medien verändert hat (und was viele Journalisten noch nicht kapiert haben):

Sex ist das meistgesuchte Ding im Internet, wenn nicht überhaupt in der Gesellschaft, und ich wage zu behaupten, gemäss Long-Tail-Modell wird insgesamt viel mehr nach Mem- denn nach realem Sex gesucht.

In den traditionellen Medien war aber bisher eine Diskussion mit den Autoren oder ihren Quellen über ein vorgestelltes Mem (Sie sehen, wir sind zurück von der bildlichen Ebene) für die grössten Teile des Publikums nicht möglich. Anders gesagt: In one-to-many-Medien abgehandelte Ideen sind gewissermassen Gedanken-Pornographie, der Autor oder die Autorin befindet sich nicht in einer Wechselbeziehung mit der Leserschaft, sondern lässt lediglich einen Blick auf die eigenen Gedankengänge zu – ich überlasse Ihnen die weitere metaphorische Übersetzung.

Es ist klar, wozu sich die Medien durchringen müssen: Zur Diskussion mit dem Publikum. Wie Dan Gillmor in seinem Blog sagt, hat sich der Journalismus dank Web von etwas Vorlesungsartigem zu einem Seminar gewandelt. Meme werden nicht mehr nur vorgestellt, sondern von den Teilnehmern eines Blogs diskutiert und damit mutlipliziert und verändert. An diesen Gedanken, sich auf die Leserschaft einzulassen, Einwänden begegnen oder gar hin und wieder einen Fehler eingestehen oder eine Präzisierung zu einem längst geschriebenen Artikel anbringen zu müssen, können sich viele Journalisten nur schwer gewöhnen. Das ist einer der auffäligsten Unterschiede zu den Bloggern, die in den meisten Fällen für jeden Einwand dankbar sind und darauf reagieren.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle allen «Bürgerjournalisten» einen Dämpfer verpassen, die voller Häme die Metapher über den Massenjournalismus zu Ende gedacht haben. Ich würde nämlich behaupten, dass jeder von ihnen aus dem genau gleichen Grund ein Blog zu führen begonnen hat. Es ist ein gutes Gefühl, publiziert zu werden, und heute kann das jeder und jede selber tun, ohne auf ein Publikum angewiesen zu sein.

Wir alle tun es. Es ist das nächstbeste Ding zu einer richtigen Diskussion mit Menschen aus Fleisch und Blut. Aber wie sagt doch der alte Witz? Während sich das eine unabhängig geniessen lässt, lernt man beim andern mehr Leute kennen.

Abgesehen davon stehen dabei die Chancen auf eine Vervielfältigung der Meme deutlich besser.

(Und jetzt bin ich gespannt: Obwohl ich eine allzu bildhafte Sprache zu vermeiden gesuchte habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass dieser Beitrag mehr Suchmaschinen-Treffer landet als viele andere.)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Blogging vs Journalismus (II):
Öffentlichkeit

Peter Sennhauser, 5. Dezember 2006 um 8.37 Uhr , 10 Kommentare Kommentare

Die vierte Macht?

Kurzserie: Was unterscheidet Blogging von Journalismus? Weshalb beklagen sich Blogger, von den Medien nicht ernst genommen zu werden? Welche Wechselwirkungen bestehen?

Der Einfluss des Internet auf die Gesellschaft wird häufig mit dem des Buchdrucks verglichen. Beides hat den Zugang zu Wissen radikal verändert.

Das Internet hat die erste Revolution um mehr als eine Dimension erweitert: Es ermöglicht jedermann den Zugang zur “Öffentlichkeit” von beiden Seiten. Wir sind keine “Lesen-” Kultur mehr, sondern eine “Schreiben und Lesen-Kultur”, wie es Lawrence Lessig ausdrückt (unbedingt empfehlenswert: Sein Buch “Freie Kultur”).

Wir haben nicht nur plötzlich auf Knopfdruck Zugriff zum Weltwissen und können uns Minuten nach einem Ereignis bereits die ersten Videos darüber auf Youtube angucken. Plötzlich sind wir alle Verleger, Redaktoren, Filmverleiher oder Analysten. Wenn ich mich hier auf Blogger und Journalisten konzentriere, dann nimmt das Internet den Medienleuten einen Teil ihrer “Gatekeeper”-Funktion weg und verleiht ein bisschen was davon allen, die Lust haben, ein Blog zu schreiben.

Die “Vierte Macht” ist plötzlich mächtiger, aber sie liegt nicht mehr in den Händen einiger weniger. “Macht” wird in diesem Zusammenhang mit “Öffentlichkeit” gleichgesetzt: Wer Zugang zu “den Massen” hat, kann sie für eine Sache mobilisieren.

Und hier liegt das Missverständnis. Die eigentliche “Macht” lag nämlich schon immer bei “den Massen” und nicht bei jenen, die als Gatekeeper funktionierten. Nur weil jemand die Menge an “Öffentlichkeit” beeinflussen kann, das eine Sache hat, heisst das noch lange nicht, dass er auch kontrolliert, was das Publikum damit anfängt. » weiterlesen

Blogging vs Journalismus (I):
Spielregeln

Peter Sennhauser, 2. Dezember 2006 um 5.31 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

Wer Ultimaten stellt, hat sie gefälligst einzuhalten

Kurzserie: Was unterscheidet Blogging von Journalismus? Weshalb beklagen sich Blogger, von den Medien nicht ernst genommen zu werden? Welche Wechselwirkungen bestehen?

Der Mann empört sich über die “unreflektierte Weise”, in der ein Radiobeitrag angeblich Sexualität diskutiert, er regt sich auf über die “Pornografisierung des Alltags” und “Doppelmoral” und unterstellt dem Journalisten, die traditionelle Zweierbeziehung herabzuwürdigen. Er verlangt eine Antwort des Radioredaktors und erklärt, er werde diese in seinem Blog veröffentlichen.

Der Radioredaktor nimmt sich die Zeit für eine ausführliche Antwort und schickt sie dem Blogger. Er wartet einen, zwei, drei Tage auf die Publikation, dann versucht er, einen Kommentar zum Blog zu setzen – nur um festzustellen, dass die Kommentarfunktion des Blogs gesperrt ist.

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Fröhliches Experimentieren beim Holtzbrinck-Verlag

Andreas Göldi, 1. Juli 2006 um 20.06 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Die meisten Zeitungsverlage stehen dem Phänomen Internet weiterhin etwas ratlos oder gar ausgesprochen abwehrend gegenüber. Dass eine Zeitung eine vernünftige Website mit aktuellen Inhalten haben sollte, hat sich inzwischen mehrheitlich rumgesprochen, aber ansonsten herrscht vielerorts ins Digitale umgesetzte Tote-Bäume-Nostalgie in der Form erfolgloser e-Paper-Ausgaben vor.

Erwähnenswerte Ausnahmen gibt es gerade im deutschsprachigen Europa nur wenige. In der Schweiz hat es der Ringier-Verlag geschafft, sich mit ein paar teilweise gar preisgekrönten Blogging-Initiativen und ersten Anfängen von Bürgerjournalismus zu profilieren. Tamedia ist vor allem bei den Kleinanzeigenplattformen recht gut unterwegs, macht aber bei den journalistischen Produkten wenig Innovatives. » weiterlesen