Inforadio-Podcast:
Diskussionsrunde zum Web 2.0

Gerade höre ich den Podcast des 41. Zukunftsgespräches vom Berliner Inforadio zum Thema Web 2.0. Alfred Eichhorn diskutiert mit Markus Beckedahl (newthinking communications), Class von Delden (Bereichsleiter Internet-Beteiligungen bei Holtzbrinck Networks), Matthias Ehlert (Chefredakteur der Netzeitung) sowie Dr. Robin Meyer-Lucht (berlin Institute) über das Web 2.0, User Generated Content und die These, dass zuviel Investorengeld für zu wenig gute Ideen zur Verfügung steht. Eine muntere und interessante Runde, die es hier zum Streaming und Download gibt.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Unnötige Korinthe

NZZ Online Druckfehler

Es ist Sonntag, sonniges Wetter, die armen Onliner sind unter Zeitdruck und Tippfehler korrigieren ist einfach kleinlich. Aber gerade für Hans Wollschläger wären ein paar Sekunden Einkehr mit Sicherheit angebracht gewesen. Markus Spillmann, aktueller Chefredaktor der NZZ, sagte am 04.04.2007: “Wir haben ein publizistisches Konzept, das vom Qualitätsdenken lebt.” Und: “Mein Anspruch dabei ist: Wir wollen die Besten sein. Denn das Unternehmen hat den Ruf zu verteidigen, in einem bestimmten Qualitätssegment die besten Produkte herzustellen.”

NZZ Online Druckfehler korrigiert

Noch nicht mal kritisiert, schon korrigiert. Es ist der NZZ unbedingt anzurechnen, dass solche Fehler keine zwei Stunden online bleiben. Muss man wohl als Qualität bezeichnen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

medienlese – der Wochenrückblick

Der Rückblick auf die vergangene Woche: Diesmal mit einem Unverständnis auslösenden Telepolis-Artikel, einem Fotografen anrempelnden Sarkozy und einer nur an eines denkenden Zora Off.

Für Telepolis schrieb Alexa Weyrauch-Pung ohne erkennbaren Anlass einen erstaunlich nichtssagenden, inhaltsarmen und fröhlich durcheinandergewürfelten Artikel, in dem sie die Toleranz “im Deutschland der Blogger” förmlich herausforderte. Sie schrieb darin über “diverse Dons und Verwirrte” und verwendete das Wort “Bloggerfängerei” sowie das Wort “Bloggerland” im Zusammenhang mit dem Wort “abgebrannt”. Einigen Bloggern war es, Toleranz hin oder her, nicht möglich, gelassen zu reagieren und sahen darin gar den Versuch, herauszufinden, “wie lange es dauert, bis alle Blogger auf den Barrikaden sind”: Der Schreiberin Arbeitgeber wurde “Schweinejournalistenverein Heise” genannt, gewisse Kommentatoren fanden den Text “tüpisch frau mit doppelnamen: unbefriedigte emanze kotzt sich in der öffentlichkeit aus” und wieder andere sahen darin schon im Frühling gefüllte Sommerlöcher oder schrieben nichts mehr als: “Was für ein gestammelter Unsinn!”. Pottblog.de konstatierte, dass es für Telepolis billiger geworden wäre, wenn sie den Sermon auf “Ich mag keine Blogs” zusammengekürzt hätten. Nicht ganz entschieden werden konnte die Frage, ob das Niveau des Texts eher auf der Stufe der 3. Klasse oder eher auf der Stufe der 10./11. Klasse anzusiedeln sei. Fazit: “Auf einem gut besuchten Weblog hättest Du es mit diesem Artikel und seiner löchrigen Argumentationskette jedenfalls sehr, sehr schwer.” Und:”Aber bitte nicht so banal: das kann ja jeder Blogger besser ;)”. Eine längere Analyse des Textes bei fixmbr.de.

Die NZZ bemerkte “harmlose Versuche” von Schweizer Medien, “die neuen Möglichkeiten der interaktiven Internet-Publizistik zu testen”. Dagegen aber auch: “Der vierten Gewalt sitzt nun die fünfte im Nacken, die Web-2.0-Gemeinde.” Philip Steffan erzählte, wie der letzte Woche Wogen schlagende Blogeintrag von Alan Posener vom Netz genommen wurde: “Am Vormittag klingelte bei der Kollegin das Telefon, ein Gespräch, das nur einige Sekunden dauerte. Dann war Poseners Artikel offline”. Die Werbewoche schrieb zum Amtsantritt von Nicolas Sarkozy: “Nach der feierlichen Zeremonie im Elysée Palast marschierte der kleine Mann direkt und mit enormem Tempo auf die jubelnde Zuschauermenge zu, ohne dabei nach links und rechts zu blicken. Es schien ihn nicht weiter zu kümmern, dass Fotografen um ihn herum reihenweise zu Boden fielen”.

Der Kleinreport schrieb zum Ausbau der Webangebote der Schweizer Abendzeitung Heute: “Abendzeitung «Heute» wird interaktiv“. Eine seltsame Einschätzung, läuft doch beispielsweise das Blog “Zora off” schon länger auf dem Internetangebot der Zeitung, begleitet von einer Anzahl kritischer und unkritischer Kommentare, die stetig hochgehalten werden. Denn kaum flachte die Aufmerksamkeit etwas ab, handelte die Bloggerin und schrieb: “Dann nämlich lechzt unsereiner nach Berührung und Schwanz. Ja, derart lange ohne Sex denkt man nur an eins: Schwanz. Punkt.” Was prompt 27 Kommentare einbrachte. Darunter einer von einer Kommentatorin mit dem Namen “Verärgerte Mutter Erika”. Sie schrieb: “Ich werde mich mit einem eingeschriebenen Brief bei der Redaktion und beim Stadtrat beschweren, und sehe eure Zeitung ab nun mit anderen Augen.” Zoras Chef, Bernhard Weissberg, gratulierte seinem Team zum einjährigen Jubiläum: “Ärzte müssen heute gut informierten Patienten Red und Antwort stehen; Banker wissen oft weniger als ihre Kunden; und Journalisten haben das Monopol auf News-Vermittlung verloren. Das ist so, also treten wir ein in diese veränderte Welt.”

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Marketingsünden im Web 2.0 – Namen und Logos sind nicht nur Schall und Rauch

Eines der Grundprinzipien im Marketing ist es, ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung von der Masse abzuheben. Das damit geschaffene Alleinstellungsmerkmal (Englisch “Unique Selling Proposition”, USP) sorgt für eine geringe Verwechslungsgefahr und eine wachsende Kundenbindung. Dies gilt in nahezu allen existierenden Märkten. Auch das Internet macht keine Ausnahme. Doch offenbar ist das bei manch einem Betreiber von Web-2.0-Angeboten noch nicht angekommen.

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Egal wie gut die Idee hinter einer Webseite ist, so sollte man sich nicht nur darauf verlassen. Gerade der Name einer Seite sowie deren Logo und Design sind sehr wichtig, wenn es um den ersten Eindruck geht. Dieser entscheidet häufig darüber, ob ein Besucher sich die Site und Funktionen näher anschaut oder lieber weitersurft. Genau wie man sich lange mit Finanzierungsmodellen, Zielgruppen und Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, so sollte man ausreichend Zeit und Kreativität für die Wahl des Namens und Logos aufwenden. Wer das nicht macht, verringert damit die Erfolgschancen seiner Seite. Zeit für zweinull.cc, die schlimmsten Marketingsünden bei der Wahl des Namens und Logos eines Internetangebots aufzudecken. » weiterlesen

Disney-Charaktere erklären erlaubte Copyright-Brüche

Mit einem ausschliesslich aus Disney-Filmen zusammengeschnittenen Video erklärt ein Team der Uni Stanford den erlaubten Gebrauch von urheberrechtlich geschütztem Material.

Sie sind nicht immer leicht zu verstehen, die Sätze, welche das Team des Fair-Use-Projects der Uni Stanford aus den Dialogen von insgesamt 27 (!) Disney-Filmen zusammengeschnitten hat – aber sie machen um so mehr Spass. In fünf Kapiteln erklärt das zehnminütige Filmchen, worum es beim Copyright geht (Geld) und unter welchen Umständen man es brechen darf (Fair Use). Als “Vertreter” des Copyrights “agieren” dabei durchwegs die Disney-Bösewichte, während Dumbo, Schneewittchen und die kleine Meerjungfrau mit grossen Augen ständig wiederholen: “Aber… das ist nicht fair!”

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Microsoft:
sechs Milliarden Dollar für Werbefirma

Nach der Übernahme von Doubleclick durch Google und RightMedia durch Yahoo hat mit Microsoft nun auch der letzte der drei US-Internetriesen einen übernahmewürdigen Werbekonzern gefunden. Microsoft greift tief in die Tasche und zahlt für das Werbenetzwerk aQuantive sechs Milliarden US-Dollar. Mehr hier

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(J)Ö-Schau – die Medienwoche in Österreich

Das Sumpfgebiet

Von Christian Horvath

Charakterliche Flexibilität zählt zu den wichtigsten Eigenschaften, um auf dem hiesigen Zeitungsmarkt nicht ignoriert zu werden. Die mediale Manie führt manchmal zu absurden Auswüchsen.

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Ein Aufstand auch bei Flickr

Kaum eine Woche, nachdem Digg.com die Macht seiner Benutzer zu spüren gekriegt hat, ist die Fotoseite Flickr dran: Benutzer laufen Sturm gegen eine verfehlte Zensur.

Rebekka Gudleifsdóttir ist eine bekannte Fotografin auf Flickr. aber vor einigen Tagen hat der Foto-Online-Dienst, der im Besitz von Yahoo ist, ihre Seite oder zumindest Teile davon gelöscht. “Simply_Rebekka” hatte nämlich darauf Anschuldigungen gegen einen Englischen Fotohändler publiziert, der bis zu sieben ihrer Fotos ab Flickr geklaut, neu geschnitten, kombiniert und gerahmt verkauft haben soll.

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Google, Fleisch und Daumennägel

Googles’ universale Suche ist weit mehr als ein bisschen Kosmetik – und eine riesige technische Herausforderung, denn das Rotlichtmilieu wittert seine Chance.

Ich war, wie wohl so mancher Kollege, gestern am Google Searchology-Event etwas überrumpelt. Der Anlass begann dermassen harmlos, ja langweilig, dass ich bald mehr der hübschen Fotografin von Bloomberg zugeguckt habe, als die langfädigen Ausführungen beispielsweise von Technologie-Direktor Craig Silverstein (dem ersten echten Angestellten Mitarbeiter von Sergey Brin und Larry Page, Bilder weiter unten: 1. Craig, 2. Sergey) zu beachten. Dabei waren all die theoretischen Einführungen in die Suchtechnologie nur der Auftakt zur Meldung, dass Google ab sofort alle Medienkategorien in die Hauptsuche einbezieht. Die Mitteilung kam übrigens am gleichen Tag, an welchem der oberste Gerichtshof in den USA für Google entschieden hatte, dass kleine Vorschaubildchen (“Thumbnails”, daumennagelgrosse Vorschaubilder) von andern Webseiten keine Copyrightverletzung, sondern sogenannter “fair use” sind.

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Last.fm ab sofort mit Musikvideos

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Last.fm, die mit mehr als 20 Millionen Mitgliedern weltweit größte Social-Music-Community, zeigt ab sofort auch Musikvideos. Genau wie bei den individuellen Audiostreams, die zum Hörverhalten und Musikgeschmack des jeweiligen Nutzers passen, soll es in Kürze personalisierte Videochannels geben. Als eines der ersten Videos steht “Silent Shout” von der australischen Band “The Knife” zum Streaming bereit. Interpreten und Labels können seit einigen Tagen Videos auf die Seite stellen. User, die nach einer bestimmten Band suchen, bekommen dann neben den zu diesem Interpreten passenden Radiostationen auch seine Videos aufgelistet. » weiterlesen

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