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… passen manchmal zusammen. Manchmal aber auch nicht.

Radmuttern Tagesspiegel 2
Screenshot tagesspiegel.de, 12.06.2007, 15:15 Uhr
(Rote Umrahmung von medienlese.com)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Online-Portal-Beiträge verknüpft mit Weblogeinträgen

Eine Neuerung bei der Gratiszeitung Heute. Einzelne Beiträge auf dem hauseigenen Portal heute-online.ch werden per sofort mit Weblogeinträgen verknüpft. Möglich macht das der Schweizer Weblogaggregator Slug, ein privates Projekt von Heute-Mitarbeiter Benjamin Rüegg.

Heute Weblogs
Screenshot heute-online.ch

Ein guter Anfang. Wie wäre es, wenn sich bald Spiegel Online mit Blogscout verknüpft? Oder der Tagesspiegel mit Technorati? Oder die NZZ mit Google Blogsearch?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Dienstag:
24 Stunden ohne Google

Rund 90 Prozent der deutschen Internetnutzer verwenden Google als primäre Suchmaschine für den alltäglichen Gebrauch. In den USA landen knapp die Hälfte aller Suchanfragen bei Google. Das ist zwar weit weniger als in Deutschland, aber dennoch eine klare Marktführerschaft. Alt Search Engines, ein Blog, der sich der Berichterstattung über alternative Suchmaschinen abseits von Google widmet, initiiert aus diesem Anlass einen Tag ohne Google. Am morgigen Dienstag sollen alle Internetnutzer auf Google und die vier anderen großen Anbieter Yahoo, MSN, AOL und ASK verzichtet und stattdessen eine der 100 alternativen Suchmaschinen verwenden. » weiterlesen

Es gibt noch Tabus

In einer Welt, in der alles offen und nichts mehr verdeckt ist, gibt es einige letzte Tabus. Was Leser der taz wissen dürfen, kann Lesern der Zeit nicht zugemutet werden.

Gleich zu Beginn die Warnung. Wer sich nicht für dunkle Orte und vermeintlich abseitige Themen begeistern kann, fährt wohl am Besten, wenn er nun einfach weiterscrollt. Für alle anderen: Es geht um einen am Samstag in der taz erschienenen Artikel von Baltazar Castor, der sich dem männlichen Anus widmet. Als Einführungstext dazu heisst es:

Ein Text, der in der Zeit nicht erscheinen durfte.

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Wie ich einmal dabei war, als der begnadete Chansonnier und gewandte Medienprofi Udo Jürgens Schweizer wurde

Mit 4249 Zeichen nacherzählt der Klein Report im Stil eines Schüleraufsatzes, wie Udo Jürgens, der Weltstar, der begnadete Chansonnier deutscher Sprache, der gewandte Medienprofi, etc., am letzten Freitag in Zumikon eingebürgert wurde. Elisabeth Kopp war auch da und hielt eine “launische”, vermutlich aber launige Rede, und dank des Fels in der Brandung Hermann Zangger konnte der Star alles nur durch einen legendären Tunnelblick überstehen. So wie wir diesen stilblütenlastigen und mit der Logik hadernden Artikel.

Neu-Schweizer Udo Jürgens im Festzelt Zumikon geehrt

Zurzeit tourt Entertainer Udo Jürgens solo durch Deutschland. Letzten Freitag kehrte er für einen Abend in seine neue Heimatgemeinde Zumikon zurück, wo er für 500 «ausgeloste» Zumiker Einwohner im Gemeindesaal ein Gratiskonzert gab. Anschliessend wurde ihm in einem Festzelt die Bürgerurkunde überreicht. Wie es im PR-Buche steht, macht der Weltstar Public Relations nach aussen, wo ihm niemand etwas vormachen kann, aber auch nach innen, in die kleine Gemeinde hinein. Hier wohnt der gebürtige Österreicher seit 1998 in der Isleren.

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medienlese – der Wochenrückblick

Über einen Monat ist es nun her, seitdem ich auf medienrauschen.de an einem kleinen Gewinnspiel mitmachte. Thomas Gigold versprach seinen Lesern dort am 04.05.2007, ein Exemplar des Mindestens Haltbar-Buchs zu verlosen. Leider wurde das von ihm gestellte Rätsel bisher weder aufgelöst, noch wurde ein Gewinner verkündet. Was ich als einer der drei offensichtlich Mitmachenden natürlich bedauere. Auch vergangene Woche konnte ich kein einen Gewinner verkündendes Posting lesen. Nur ein Text von Thomas Gigold mit dem Titel “Diese miesen Blogger!“. Um die Sonne diese Woche doch noch strahlen zu lassen, drückte mir Christian Ströbele am Bergmannstrassenfest den X’Hainer Stachel in die Hand. Der mit erfundenen Interviews bekannt gewordene Schweizer Journalist Tom Kummer führte Interviews mit dem wegen seiner ihn verstossenden Mutter bekannt gewordenen Eisbär Knut. Der nicht ganz einfachen Kommunikation wegen nehmen wir an, dass es sich auch bei diesen Gesprächen um erfundene Interviews handeln muss. Die Bertelsmann-Verlagsgruppe Randomhouse verkauft diese erdachten Dialoge auf nicht ganz hundert Seiten seit Mai 2007.

Die Gratiszeitung Heute schickte eine in einen Kuchen eingebackene Feile an Paris Hilton, die dieser Tage ab und zu im Gefängnis weilt. Weil aber die mit dem Transport beauftragte Firma FedEx keine Beihilfe zu einer möglichen Flucht bieten wollte, zerstörte sie das Paket. Weiter klärte die Zeitung über einen ungenannt bleibenden, aber offenbar in vielen Köpfen wuchernden “Irrtum” auf, der irgendwie irgendwas mit Katzen zu tun haben muss, die auf vier Pfoten landen. Falls jemand Heute nicht kennen sollte: Es ist die Zeitung, die ihren zukünftigen Mitarbeitern “unentgeltliche Bezahlung” anbietet.

Mercedes Bunz revidierte mit ihrem Team die Internetpräsenz des Tagesspiegels und musste sich darauf “Frau Bunz, Der Tagesspiegel hat gerade einen Relaunch gemacht. Haben Sie Ihren Internet-Auftritt auch für den Herrn aus Reinickendorf gestaltet, der kein Internet hat?? fragen lassen. Im Jepblog war zu erfahren, dass man mit nur einem falschen Klick die gesamte Welt-Webseite zerschiessen könnte. Der schönste Satz der Woche kam von Christian Jakubetz: “Wenn ich ARD und ZDF so ansehe, muss ich irgendwie immer an Rentner in Jeans denken.” Und der Zweitschönste: “Er: ‘Die gedruckte Zeitung darf nie verschwinden.’ Ich: ‘Warum eigentlich nicht?’. Er: ‘?.’”. Der G8-Gipfel ging zu Ende, was Jungle-World-Redaktor Ivo Bozic wortlos, aber wirkungsvoll in ein einziges Bild zusammenfassen konnte.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

2 Jahre TechCrunch

2 Jahre Techcrunch

Am 11. Juni 2005 startete TechCrunch seine Berichterstattung über Internetstartups und neue Webangebote rund um das Web 2.0. Morgen wird der mit Abstand bekannteste aller Web-2.0-Blogs zwei Jahre alt. Abgesehen von unserem eigenen Geburtstag, der noch in weiter Ferne liegt, wird TechCrunch wohl die einzige Website sein, der wir jemals einen Geburtstagseintrag widmen. Warum?

Seit rund zwei Jahren geht es mit der Internetwirtschaft wieder richtig bergauf – seit zwei Jahren gibt es TechCrunch. Der Gründer und Chefredakteur Michael Arrington und sein Team sind zum Symbol eines wiedererstarkenden (und mittlerweile explodierenden) Onlinegeschäfts geworden. Mehr als 400.000 RSS-Abonnenten machen deutlich, welchen Stellenwert der Blog mittlerweile besitzt. Für viele Internetstartups kommt es einer Heiligsprechung gleich, bei TechCrunch vorgestellt zu werden. Eine Liste aller Seiten und Dienste, die bisher “gecrunched” wurden, gibt es hier. Zweinull.cc gratuliert!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Tierischer Bürger-Journalismus

Im Auftrag seines Herrchens schiesst Mr. Lee Fotoreportagen seiner Tagesabläufe. Dem Kater gelingen sensationelle Dokumentationen. Es ist Katzen-Bürgerjournalismus der Extraklasse.

mrlee catcamEin Tag im Leben einer deutschen Katze – was gibt es spannenderes, als herauszufinden, was unsere zweitbesten Freunde auf ihren Ausflügen jeweils so treiben?

Dank Mr. Lee, dem schleichenden Katzen- Reporter, wissen wir es jetzt.

Sie sitzen unter Autos und warten auf bessere Zeiten. Sie hängen mit andern Mietzen ab oder gockeln gegen Mitbewerber an. Sie schleichen in Nachbars Garage, erkunden gelandete UFOs und lassen sich von Gartenschläuchen und echten Schlangen erschrecken.

Mr. Lee steht unter Vertrag von Jürgen Perthold. Er ist bereits mindestens der zweite Kater, der sich journalistischer Tätigkeit verschrieben hat: In Los Angeles schiesst «Squeaky» bereits seit 2006 gar ganze Videofilme seiner Ausflüge. Dass die wirken wie LSD-Trips ist kaum der Fehler der Katze.

Mr. Lees Bilder allerdings erfüllen gewisse künstlerische Ansprüche, weshalb wir uns zu einer Publikation durchgerungen haben. Das ganze Portfolio ist auf Jürgen Pertholds Webseite zu finden, die es dank der spektakulären, poetischen und teils fotografisch bemerkenswerten Bilder binnen weniger Tage zu Weltruhm gebracht hat.

Durchaus verdient, wie wir finden:

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Second Life:
Erfolg und Misserfolg ganz nah

Jeder, der zum Höhepunkt der Second-Life-Welle Ende 2006 / Anfang 2007 mit einem temporären Hype gerechnet hat, muss sich ein halbes Jahr später eines Besseren belehren lassen. Noch immer kann sich Second Life über eine nicht nachlassende Medienpräsenz freuen. Diese ist zwar nicht immer positiv, sorgt aber dennoch dafür, dass man Linden Lab und seine virtuelle Welt nicht vergisst.

In der vergangenen Woche gab es gleich eine Reihe interessanter Presseberichte zu Second Life. Wieder einmal stellt eine Studie die Werbewirkung der unzähligen Unternehmenspräsenzen in Second Life in Frage. Laut wuv.de hat das auf IT-Consulting spezialisierte Münchener Unternehmen Aquarius Consulting die Zahl der Besucher auf unterschiedlichen, von Firmen angelegten “Markeninseln” protokolliert. Die Ergebnisse sind ernüchternd. » weiterlesen

Eine Replik an Stefan Niggemeier

Der freie Journalist Stefan Niggemeier kreidet in seinem Blog einen Text von Antje Hildebrandt an, der sowohl in der Welt als auch in der Frankfurter Rundschau zu lesen war. Die freie Journalistin hat darauf eine Antwort.

Mehrfachverwertungen von freien Journalisten sind zweischneidig, die Meinungen darüber gehen sogar hier intern auseinander. Peter Sennhauser ist der Meinung, es sei völlig normal, dass freie Journalisten ihre Beiträge an verschiedene Publikationen verkaufen. Eben auch, weil diese sich in ihrem Verbreitungsgebiet nicht überschneiden. Ich dagegen frage mich, ob das heute immer noch gilt, wo alles im Internet publiziert wird und alle alles lesen.

Es gibt Fälle von Zweitverwertungen, bei denen sich alle mehr oder weniger einig sind, dass sie nicht optimal sind. Wiederum muss man sehen, dass viele freie Journalisten bei den Konditionen, die ihre Abnehmer zu zahlen bereit sind, nicht überleben können, wenn sie ihre Arbeit nicht an mehrere Abnehmer verkaufen.

Nun aber zur Replik von Antje Hildebrandt:

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