Spannenden Artikel entdeckt? Und ab die Post!

Weitere Neuerung auf medienlese.com: Nach der “Aktuellen Diskussion”, den “populärsten” und “ähnlichen Artikeln” bietet das Blogwerk-Blog jetzt auch einen bequemen Weg, interessante Artikel an Bekannte weiterzugeben.

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Wir Blogwerker ruhen keine Sekunde, das Lesevergnügen und die Bequemlichkeit unseres Publikums zu verbessern, zermartern unsere Hirne und programmieren in wochenlanger Arbeit downloaden immer wieder praktische Zusätze für unsere Software “Wordpress”.

Der neuste Coup ist dieser kleine Briefumschlag am Anfang und am Ende jedes Postings – ein Klick darauf macht die schnelle und einfache Weiterleitung eines Artikels an einen Bekannten oder eine Bekannte möglich, der/die sich für das Thema interessiert – oder gleich an alle fünf (so viele Mailadressen können auf einmal eingegeben werden). Und das dürft ihr gerne mit all unseren Texten machen (jeweils im Abstand von acht Minuten pro Mail, denn als Spammer wollen wir nicht verschrieen werden).

Es ist dies die jüngste Neuerung auf medienlese.com, nachdem wir vor einigen Wochen schon die etwas schwerfällige Liste der “Neusten Kommentare” durch die weitaus übersichtlichere Version “Aktuelle Diskussionen” ersetzt haben, die – nebenstehend rechts – anzeigt, welche Beiträge am heftigsten kommentiert werden, und mit verblassenden Namen der Autoren auf das Alter der Rückmeldungen verweist.

Ausserdem haben wir – auch das dürfte den wenigsten aufmerksamen Lesern und Leserinnen entgangen sein – die “populärsten Artikel” aufgelistet. Auch wenn Hitparaden die Tendenz haben, sich selber zu befruchten und die “top ten” deswegen kaum mehr wegzukriegen sind: In diesem Fall sollte das nicht passieren, weil die Liste auf die letzten dreissig Tage beschränkt ist (oder vielmehr auf den laufenden Monat, was etwas unpraktisch ist und was wir auf die letzten dreissig Tage anzupassen versuchen. Kann noch etwas dauern.)

Ausserdem haben wir an jedes Posting die drei nächstverwandten Artikel angehängt, die – zumindest nach Ansicht der Software, welche die Auswahl trifft – mit dem behandelten Thema des Textes zusammenhängen. Die Treffsicherheit lässt vielleicht manchmal noch zu wünschen übrig. Aber auch das hoffen wir mit der Zeit fein zu justieren.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Eine Umfrage zu Permalinks

Seit dem 25.04.2007 verlinken wir, wenn immer möglich, keine Inhalte mehr, von denen es nicht anzunehmen ist, dass sie länger als ein paar Tage oder Wochen online überleben werden. Wir haben Anbieter von Inhalten ohne Permalinks um Stellung dazu gebeten.

Warum wir keine Links mehr auf solche Angebote setzen? Weil wir einen Test gemacht haben, der aufgezeigt hat, dass gewisse Onlineportale keine Permalinks anbieten. Und wir unseren Lesern keine Inhalte aufzeigen möchten, die schon kurz nach der Verlinkung nicht mehr zugänglich sind.

Jene Portale, die im Test besonders schlecht abgeschnitten haben, haben wir um ihre Meinung dazu befragt. Konkret sind das die Frankfurter Rundschau (fr-online.de), die Financial Times Deutschland (ftd.de), die Presse (diepresse.com), die junge Welt (jungewelt.de) und die Berliner Zeitung (berlinonline.de).

Wir stellten per Mail diese drei Fragen:

1. Wieso bietet ihre Website keine Permalinks an?

2. Plant ihre Website, Permalinks anzubieten?
a) Wenn ja, ab wann wird es soweit sein?
b) Wenn nein, was versprechen sie sich von ihrem Vorgehen?

3. Stört es Sie nicht, dass ihre Angebote nicht nachhaltig im Internet verfügbar sind?

Ein Mail zurückgeschickt haben davon aber nur die ersten Drei. Es gibt historische, technische und kommerzielle Gründe, dass Links nicht permanent verfügbar sind. Besserung ist aber angesagt, zumindest teilweise.

Hier die konkreten Antworten:

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500.000 Stimmen bei der Wahl der besten Web-2.0-Seiten

Aktualisiert am 19. Juni 09:45

In der vergangenen Nacht veröffentlichte der zu CNET gehörende US-Blog Webware die Liste der 100 besten Web-2.0-Angebote. Wie berichtet waren die Nutzer zwischen dem 15. April und 7. Mai dazu aufgerufen, aus 250 Kandidaten in zehn Kategorien für den jeweiligen Web-2.0-Liebling zu stimmen. Fast 500.000 Stimmen wurden abgegeben. Die jeweils zehn am häufigsten genannten Dienste pro Kategorie sind Teil der Webware 100 und gehören damit zu den weltbesten Web-2.0-Angeboten.
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Stiekum?

Man soll ja als Journalist an den Leser (Hörer, Zuschauer) denken: Klar schreiben und Kompliziertes erläutern. Fremdwörter nur benutzen, wenn sie allgemein bekannt sind. Abkürzungen erklären. Inkurzensätzenschreiben. Das spricht aber natürlich keineswegs gegen ausgefeilte, sprachverliebte Texte, für deren Lektüre man sich mehr als fünf Minuten Zeit nehmen muss. An ihnen hat man im Zweifelsfall länger Freude. Und wenn in einem Artikel ab und zu sogar ein zuvor unbekanntes Wort vorkommt, dann darf man sich freuen über den Neuzugang im Wortschatz, anstatt sich einfältig vorzukommen.

Zumindest, wenn es sich um ein so liebenswertes Wort handelt wie jenes, das USA-Korrespondent Marc Pitzke heute bei Spiegel Online publiziert hat. In einem Artikel über Michael Jacksons verwaisende Neverland-Ranch steht dort der Satz:

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Stie-was? Ist das die Typenbezeichnung eines Privatjets oder ist Bastian Sick im Urlaub? Ich frage das Netz und es antwortet der Duden: Das Adverb “stiekum” kommt aus dem Jiddischen, erklärt er, und heißt soviel wie “ganz heimlich, leise”. Schönes Wort. Werde ich demnächst mal stiekum in einem Artikel verstecken.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Zeitungsente aus Koma erwacht

Der polnische Journalist Zygmunt Dzieciolowski hat für die Sonntagszeitung den Fall des angeblich nach 19 Jahren Koma wieder aufgewachten Jan Grzebski nochmals aufgerollt.

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SonntagsZeitung vom 17.06.2007

Ursprung der Falschmeldung war die polnische Journalistin Anna Czuraj-Struzik von der Gazeta Dzialdowska. Auf Anfrage der Sonntagszeitung räumt sie ein, dass sie ihre Informationen vielleicht besser hätte überprüfen müssen. Sie sagt:

Trotzdem, was Jan Grzebski passiert ist, ist ein Wunder. 19 Jahre verbrachte er im Bett. Jetzt kann er wieder auf den Beinen stehen und sprechen. Noch vor wenigen Monaten hätte niemand auch nur davon zu träumen gewagt.

Und findet deshalb die Frage, ob der im Bericht verwendete Begriff “Koma” richtig oder falsch war, irrelevant.

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Themenvorschläge? Anregungen? Wir freuen uns drauf!

zweinull.cc versorgt Euch mit einem Mix aus interessanten, exklusiven und unterhaltsamen Inhalten rund um aktuelle Internetgeschehnisse. Gerne würden Michael und ich wissen, worüber Ihr mehr lesen möchtet. Welche Themen sollten wir ausführlicher behandeln? Was interessiert Euch derzeit besonders? Von welchem heißen Trend hört man Eurer Ansicht nach momentan noch viel zu wenig? Schickt uns Eure Anregungen und Vorschläge per Mail an info at zweinull.cc.

Übrigens: zweinull.cc macht keine Sommerpause. Während Ihr am Strand liegt, lassen wir das Web 2.0 nicht aus dem Auge. Also das Smartphone nicht vergessen und ab und zu vorbeischauen!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Ein Traumbauch für französischkundige Blickleser

Wer öfters mal in Schweizer Bezahl-Tageszeitungen blättert, dem fällt auf, dass viele Werbeplätze entweder von Eigenwerbung besetzt sind oder von sonstigen Platzhaltern. Öfters dort dabei auch der Verband Schweizer Presse. Neu ist aber, dass das auch auf französisch geht. “Le pouvoir unique d’une annonce” heisst es oben rechts auf dem ganzseitigen Inserat am Schluss des Sportteils der heutigen Ausgabe des Blicks:

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Blick vom 18.06.2007

Warum eigentlich wurde nicht das Original in Deutsch gedruckt? Will man den Blick-Lesern die zweite Landessprache beibringen?

Weiter unten heisst es:

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medienlese – der Wochenrückblick

Manchmal lohnt es, Regionalzeitungen zu lesen. Zum Beispiel die Mittellandzeitung vom 16.06.2007 auf Seite 25. Die Journalistin Fränzi Zulauf schwört dort, eine wahre Geschichte zu erzählen. Und die hat, wenn sie wahr ist, wirklich alles in sich. Und nur noch nicht den Weg in die weltweiten Newsticker gefunden. Sie geht so: Auf einem Ausflug einer Kindergartenklasse in den Basler Zoo geht ein Mädchen verloren, was eine sofort eingeleitete, aber vorerst erfolglose Suchaktion zur Folge hat. Das Kind taucht plötzlich wieder auf, jedoch verschmutzt und schlammverschmiert von oben bis unten. Auf Fragen, was denn passiert sei, antwortet es nicht, sondern presst nur stumm die Lippen aufeinander. Zurück im Heimatdorf nimmt die Mutter das Kind gelassen entgegen – es ist ja nichts passiert, meint sie, und ein Bad werde den Dreck schon wieder abwaschen. Aufgeklärt wird der Fall eine Stunde später – im Rucksack befindet sich ein lebender kleiner Pinguin. Der dann sofort wieder in den Zoo zurückgebracht wird.

Patrick Frey, Schauspieler und Verleger, schrieb im Kulturplatz-Blog: “Ich glaube mittlerweile auch , dass Blogger nicht einfach irgendwelche durchschnittlichen Leute sind, sondern eine Art Glaubensgemeinschaft bilden, die über die ganze Welt verteilt miteinander kommunizieren. Ein bisschen wie früher die Freaks mit dem CB-Funk”. Ein anderer Gastblogger, der Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber, gab Roger Schawinski ein Interview und sah das etwas anders: “Ein Blog ist ein guter ‘Speakers Corner’ im Internet: Kein Geschwafel, sondern pointierte Äusserungen, Kommentare und Denkanstösse. Die Politik lebt davon, dass man sich zu Wort meldet.”

NZZ Online wurde 10 Jahre alt und der Klein Report schrieb: “NZZ online verwandelt sich immer mehr in ein virtuelles Shoppingcenter”. Die taz veränderte ihren Online-Auftritt, was viele in tiefe Verwirrung stürzte. Zum Glück wurde das neue Layout im Lauf der Woche im Satireheft Titanic erklärt. Der Beobachter relativierte einen Artikel von 20 Minuten über Hunde mit Burn-Out-Syndrom. Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel kritisierte (nur für Abonennten) die Vergabe des Zürcher Journalistenpreises und stellte die “irreführend bis falschen Recherchen” der NZZ-am-Sonntag-Journalisten Charlotte Jacquemart und Daniel Hug im Fall Swissfirst in Frage. “Die Frage muss erlaubt sein, ob sich die Branche einen Gefallen tut, wenn sie sich in Selbstbeweihräucherungen ergeht auf der Grundlage fragwürdiger Leistungen.” Persoenlich.com erfand mit Ruth Denner eine neue Politikerin und Heute entdeckte die Spirale des Grauens im neuen Sihlcity-Parkhaus. “Wer das einmal erlebt hat, der kommt nie mehr hierher”, sagte ein betroffener Vater.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

.ch kommt bis ins Haus

Nach wochenlangen Spekulationen spricht Kommunikationsberater Sacha Wigdorovits erstmals über sein Zeitungsprojekt. Das neue Gratisblatt mit dem Namen .ch soll von den Lesern aus Zeitungsständern vor und in Wohnhäusern abgeholt werden.

Sacha WigdorovitsSacha Wigdorovits, Ex-Blick-Chefredaktor, ehemaliger Bridge-Spieler (national expert), Lebenspartner von Fernsehchefin Ingrid Deltenre und Kommunkationsberater in der Agentur Contract Media, weiss, wie man die Leute neugierig macht. Seit Wochen schreiben die Medien und ihre Newsdienste über sein neues Projekt, kriegen aber keinerlei Anhaltspunkte über die Details. Nichts als vage Gerüchte sickerten bisher an die Öffentlichkeit.

Im März 2006 sagte er der NZZ am Sonntag, er habe ein Konzept entwickelt. Im April 2007 soll er dafür Leute eingestellt haben. Im Mai 2007 soll er Investoren gefunden haben. Im Mai 2007 fragte man sich, ob es sich dabei um den Verlag Holtzbrinck handle. Im Mai 2007 sorgten günstige Tarife für rote Köpfe. Im Juni 2007 fand er mit dem NZZ-Redaktor Balts Livio einen Partner (Ersatz?) für seine bisherige Firma. Im Juni 2007 kam aus, dass für die Gratiszeitung ein eigener Verlag gegründet wird.

Und heute endlich durfte die NZZ am Sonntag genaueres schreiben zum Projekt, vor dem die Schweizer Zeitungsbranche zittert. Nachdem ihn letzte Woche der Tages-Anzeiger ausschliesslich zu seiner Person, aber nicht zum Projekt befragen durfte (Text leider nicht online).

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Online first fast

Die Schweriner Volkszeitung (SVZ) berichtet heute über Ingeborg Schäuble, die nicht nur Gattin des Innenministers gleichen Nachnamens ist, sondern auch Vorsitzende der Welthungerhilfe und als solche auf Hilfsmission in Tadschikistan unterwegs.

Ob das allerdings tadschikisch ist, was die SVZ da als Bildunterschrift notiert hat, das konnten wir hier bei medienlese bis Redaktionsschluss leider nicht herausfinden.

svz_ingeborgschaeuble_screenshot.jpg

[via twitter.com/katti]

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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