Videoportal Stage6:
die Schattenseite des Beliebtseins

stage61.gifAuch im Jahr 2007 ist Traffic für Internetunternehmen noch ein entscheidender Kostenfaktor. Gerade gut besuchten Videoportalen, bei denen User Monat für Monat viele Terabytes (1 Terabyte = 1000 Gigabyte) an Videodaten konsumieren, kann dadurch leicht die Kalkulation verhagelt werden. Genau so ergeht es im Moment Stage6, dem Videoportal des für seinen Videocodec bekannten Unternehmens DivX Inc. Im Gegensatz zu YouTube und anderen ähnlichen Plattformen ermöglicht Stage6 den Nutzern das Uploaden und Anschauen von Videos in hoher Qualität. Die maximale Größe für eine hochgeladene Dateien beträgt zwei Gigabyte. Da in der Regel selbst komplette Filme weniger Platz beanspruchen, handelt es sich bei der Begrenzung nur um ein theoretisches Limit. » weiterlesen

Was machen eigentlich… Joost und Zattoo?

joostzattoo.gifWährend das Anschauen von Videos bei Internetnutzern große Popularität genießt, immer mehr Internet-TV-Dienste das Licht der Welt erblicken und auch die Zahl “herkömmlicher” Videoportale stetig wächst, ist es um die beiden bisherigen Stars des Online-TV-Booms, Joost und Zattoo, in letzter Zeit ruhiger geworden. An ihre Stelle treten in der Berichterstattung von Blogs und Onlinemagazinen mit VeohTV, Miro, Jalipo, Babelgum und Microsofts LiveStation vermehrt andere Services, die ebenfalls Videos und komplette TV-Sender über das Internet streamen. Doch wie steht es nun um Joost und Zattoo? » weiterlesen

20 Minuten bringt zwei Jahre alte Sommerloch-Story nochmals

Wie das Weblog der Redaktion von Heute, “Trashcan”, heute aufdeckt, verwertet die Gratiszeitung 20 Minuten einen Artikel von August 2005 diesen Sommer neu. Wir haben dazu zwei Interviews geführt: Eines mit jemandem aus der Heute-Redaktion und eines mit einer in beiden Artikeln zitierten Person.

Das Sommerloch in den Redaktionen, wie sieht es aus? Sitzen nur noch vereinzelt Mitarbeiter da, die lieber ihren Tag in der Badeanstalt verbringen möchten? Sind alle etwas träge und schwitzen vor sich hin? Möchten sie lieber Eis essen als Artikel schreiben? Ja, so ist das wohl. Wenn Sommer ist, möchte man oft lieber alles andere tun, als das, was man tun sollte.

Wenn es nun so heiss ist und einem keine Story in den Sinn kommt: Was liegt dann näher, als einen Ordner aufzuklappen und zu gucken, was man das letzte Jahr geschrieben hat oder das vorletzte? Und dann die gleiche Story etwas ähnlich noch einmal zu bringen?

Wie im Redaktions-Weblog der Schweizer Abend-Gratiszeitung Heute dokumentiert ist, wurde mit einer Geschichte in der heutigen Ausgabe der Schweizer Morgen-Gratiszeitung 20 Minuten genau das gemacht. Die Story nennt sich: “Was in Hotels nicht niet- und nagelfest ist, wird gestohlen” und war in der heutigen Printausgabe zu lesen.

Oben auf dem folgenden Bild sehen wir die Story vom 24.07.2007. Unten die vom 08.08.2005 (die vermutlich in der Printausgabe vom 09.08.2005 zu lesen war):

20 Minuten Hotel
Bild mit freundlicher Genehmigung des Trashcan-Blogs
Anstreichungen: Trashcan-Blog
(für eine grössere Ausgabe: Klick aufs Bild)

Wir haben dazu zwei Interviews geführt:

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6 zu Matt Groening

Der ins Sommerloch fallende Simpsons-Spielfilm erhält von den Medien einen Aufmerksamkeitsgrad, der durchschnittliche PR-Abteilungen zum Weinen bringen könnte. Ob der Film die Aufmerksamkeit verdient, weiss ich nicht. Was Matt Groening zu sagen hat, finde ich aber spannend.

Alle wollen nach Springfield
(sueddeutsche.de, Willi Winkler)
Ob die überlebenden Beatles, The Who oder Al Gore: Matt Groenings Einladung in Amerikas berühmtestes Kaff schlägt keiner aus. Willi Winkler hat mit dem “Simpsons”-Schöpfer über Gott, Homer und die Kreationisten gesprochen.

“Es ist nicht immer alles namby-pamby”
(dasmagazin.ch, Michèle Roten)
Matt Groening verdanken wir das tröstliche Wissen, dass auch die dunkle Seite des Lebens farbig ist: gelb wie die Simpsons.

“Wenn er durstig ist, will er Bier”
(sonntagszeitung.ch, Gabriela Tscharner-Patao)
Simpsons-Erfinder Matt Groening über seinen Helden Homer und den Film zur Serie.

“Ich bin sehr viel Bart”
(vanityfair.de, Ulrich Lössl)
Simpsons-Erfinder Matt Groening ist glücklich mit seinem ersten Kinofilm. Das Interview mit VANITY FAIR ONLINE.

Das große Neiiin! Simpsons und Philosophie
(welt.de, Holger Kreitling)
Erkenntnistheorie in Springfield, Heideggers Geworfenheit im Hause Homers. Die Simpsons haben mehr mit den Geistesriesen zu tun als man denkt. WELT ONLINE streift durch Werk von “Simpsons”-Schöpfer Matt Groening und findet wie immer Erlösung vorm Fernseher.

Interview to Matt Groening and James L Brooks (Simpsons)
(youtube.com, Video, 10:16 Minuten)

Dazu: Die Zitty-Redaktion hat sich in ihrer aktuellen Ausgabe neu vorgestellt. Als Simpsons-Figuren, vermutlich erstellt mit dem Simpsons Avatar Creator:

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Facebook schließt Börsengang vorerst aus

Nachdem ich am Samstag über die mir vorliegende Information berichtete, Facebook würde noch dieses Jahr eine deutschsprachige Version starten, äußert sich Facebooks CEO Mark Zuckerberg in einem Interview mit dem TIME Magazine nun selbst zum Thema Internationalisierung: “We haven’t translated the site yet, but that’s something we’re working on and it should be done soon.”

In dem Interview mit dem Titel “The Future of Facebook” schließt Zuckerberg außerdem einen baldigen Börsengang aus: “We’re not looking to IPO anytime soon. It’s just not the core focus of the company.” Sollte ein Börsengang (IPO) tatsächlich nicht forciert werden und auch ein Kauf von Facebook durch einen Medien- bzw. Internetriesen ausbleiben, wäre damit vorerst auch eine heißdiskutierte mögliche Übernahme von studiVZ durch Facebook vom Tisch. studiVZ dürfte für das von Investoren finanzierte Facebook dann im Moment mit einem Wert im dreistelligen Millionenbereich einfach zu teuer sein. Zum Interview mit Mark Zuckerberg (via Exciting Commerce)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Mister Wong:
erstes deutsches Webangebot mit iPhone-Version

misterwong.gifMister Wong, Europas führendes Social-Bookmarking-Portal mit mehr als zwei Millionen Bookmarks, hat als erstes deutsches Webunternehmen eine für das iPhone angepasste Version seines Dienstes ins Netz gestellt. Unter iphone.mister-wong.mobi können die populärsten und die neuesten Bookmarks der deutschen sowie der internationalen Plattformen von Mister Wong abgerufen werden. Für deutschsprachige User stehen zudem die in verschiedene Kategorien unterteilten Websitecharts zur Verfügung. » weiterlesen

Flugzeugabsturz in Basel:
Leserreporter mit den ersten Bildern

In Basel stürzt ein Flugzeug in ein Wohnquartier – die ersten Bilder liefern Leserreporter.

Mehrheitlich ist Rauch zu sehen auf den ersten Bildern vom Absturz eines Kleinflugzeugs heute in ein Basler Wohngebiet. Doch die Leserreporter sind die Ersten in der Jagd der Medien nach Informationen. Die Online-Portale nehmen die Inputs dankbar auf und zeigen sie auf ihren Portalen.

Erster Gewinner in der Jagd nach den besten Bildern und Informationen einmal mehr die Redaktion von 20minuten.ch. Sie weiss nach kurzer Zeit, wer im Flugzeug sass, wo genau es abstürzte und hat Bilder sowie Augenzeugenberichte:

20 Minuten Flugzeugabsturz
(Bild: Screenshot 20min.ch, 23.07.2007, 13:10 Uhr)

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Internet-Buzz Dank Werbedruck

Unternehmen, die viel in klassische Werbung investieren, erhöhen ihre Chancen, im großen Stil in Blogs erwähnt zu werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des US-Marktforschungsinstitutes Nielsen Buzz Metrics. Wie Internet World Business berichtet, wurde von den Marktforschern das Verhältnis der Werbeinvestitionen in 80 Konsumgüter des täglichen Bedarfs mit der Zahl der Blog-Erwähnungen verglichen. Es zeigte sich, dass die Produkte mit der stärksten Präsenz in US-Blogs auch mit dem höchsten Werbebudget ausgestattet waren. Das Institut fand heraus, dass freiverkäufliche Medikamente das größte Mundpropaganda-Potential hatten. Auch Produktinnovationen wurden thematisch häufig von Bloggern aufgegriffen. » weiterlesen

Deals mit Journalisten

Erich Vogel, 68, ist neuer Präsident des Schweizer Fussballclubs GC Zürich. Er ist seit 45 Jahren im Fussballgeschäft und hat unter anderem von Sepp Blatter gelernt, wie man mit den Medien umgeht. In einem Interview (Text / Video) mit Roger Schawinski erzählt er davon.

Über Erich Vogel haben wir schon einmal geschrieben hier bei medienlese.com. Und zwar am 18.04.2007, als der Blogger der Weltwoche, Walter de Gregorio, drei Gerüchte in die Welt setzte, die bis zu ihrer offiziellen Bestätigung von den hiesigen Medien ignoriert wurden.

Was man daraus lernen kann? Dass es sich lohnen kann, Weblogs zu lesen. Denn alle drei Gerüchte haben sich mehr oder weniger bewahrheitet. Murat Yakin wurde zwar nicht Trainer, aber immerhin Trainerassistent mit Aussicht auf Erbe (weil die zum Trainer nötigen Diplome noch fehlen). Krassimir Balakow wurde entlassen und Erich Vogel wurde Sportchef (und Vizepräsident), wie angesagt.

Erich Vogel


(Bild: Screenshot weltwoche.ch)

Mit wem der Weltwoche-Journalist die drei Mojitos und vier Bier getrunken hat, ist noch immer unklar. Dafür konnte Erich Vogel im Interview die nicht immer über alle Zweifel erhabene Nähe zwischen Sportjournalisten und Sportlern beleuchten. So erzählt er von Spielern, die auch nach schlechten Spielen von Journalisten gute Noten erhalten:

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medienlese – der Wochenrückblick

ZDF setzt Dieter Thomas Heck ab“, meldete die Berliner Morgenpost über den “Erfolgsmoderator”. Sein langjähriger Arbeitgeber hingegen, das ZDF, schrieb, er wolle seine Tätigkeit “auf eigenen Wunsch hin” reduzieren. Felix Schwenzel enthüllte das Geheimnis des Bloggens: “erfolgreiche a-blogger sagen ja angeblich, man soll ja so schreiben als ob man mit einem guten freund spricht”. Weltwoche-Journalist Urs Paul Engeler wollte wissen, wo genau sich in seinen Artikeln Fehler eingeschlichen haben. Presseverein.ch konnte, ohne pingelig sein zu wollen, aushelfen. Mündlich wurde mir übermittelt, dass sich Engelers Boss, Roger Köppel, in ein Gespräch zwischen zwei Leuten an einem Easyjet-Gate, die sich über falsche Fakten in einem Harry-Potter-Artikel unterhielten, eingeschaltet haben soll. Sowas sei ihm nicht egal und auch er habe sich darüber geärgert. Diese online leider nicht auffindbare Notiz konnte offenbar bei den versammelten mitgehörten Gesprächen im Tagesspiegel am Sonntag gelesen werden.

Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer hatte in einer Woche zwei Liveauftritte: Am Mittwoch eine angeblich unsäglich schlechte und an Masochismus grenzende Videoperformance und am Sonntag ein Echtzeit-Bloggen über die Leseerfahrung eines Harry-Potter-Buches. Zu den nach der Einstellung der ARD- und ZDF-Tour-de-France-Berichterstattung verbliebenen Radsportfans schrieb er: “Wer jetzt noch zuschaut, ist entweder so dumm, dass er Doping nicht begreift – oder es ist ihm völlig egal.”

Matthias Ackeret, Chefredaktor der Medienzeitschrift Persönlich rot, veröffentlichte kürzlich ein Buch über die Führungsprinzipien des Schweizer Ministers Christoph Blocher. Constantin Seibt vom Tages-Anzeiger las es und schrieb: “Der Interviewer Matthias Ackeret ist der perfekte Enkel: unermüdbar liefert er Stichworte. Unermüdbar bleibt er höflich. Und unermüdbar geht er den interessanten, dunklen Punkten aus Opas Leben aus dem Weg. So lässt Ackeret Opa Blocher wieder und wieder von dessen «mutigster Entscheidung» erzählen (…)”. Das Buch verkauft sich gut. So gut, dass es persoenlich.com wert war, die Meldung, die erste Auflage sei bereits ausverkauft, zu platzieren. Wo? Auf persoenlich.com, dem Internetportal der Zeitschrift Persönlich rot. Netzjournalismus.de vermutete eine Zusammenarbeit zwischen Krombacher und Stern-TV und 20Minuten schrieb ausführlich über Toyboy-Automaten. In einem anderen Text schrieb 20 Minuten: “Haben Sie geglaubt, dass Paparazzi die Promis mit ihren Kameras ‘erwischen’? Dann waren Sie wohl sehr naiv”. Äh ja, das bin ich wohl.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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