Chronisches Schwächeln ohne Aussicht auf Genesung:
Twitters Strategie ist gescheitert

Twitters Geschäftsmodell basiert auf der Voraussetzung massiver Nutzerzahlen. Dass daraus aber nichts wird, ist nicht länger nur eine Tendenz, sondern eine Tatsache. Lange kann das nicht gut gehen. Mit der Entwickler-Plattform Fabric versuchen sich die Kalifornier an einem Befreiungsschlag.

Twitter

Twitter ist gescheitert. Diese Behauptung klingt natürlich erst einmal knallig. Millionen langjährige, regelmäßige Nutzer des Dienstes – zu denen ich auch gehöre – dürften einer solchen Aussage impulsartig sofort widersprechen wollen. Doch abseits der persönlichen Sympathien für den 2006 gestarteten Microbloggingservice, die sich aus dem bei gezielter, zum persönlichen Berufs- oder Interessenfeld passender Nutzung entstehenden Mehrwert ergeben, hat das Unternehmen aus San Francisco sein vor einigen Jahren definiertes Ziel einer erfolgreichen Positionierung als ernstzunehmender Facebook-Konkurrent nicht erreicht. Das Kalkül, Twitter irgendwo links oder rechts (man weiß es nicht so genau) des riesigen sozialen Netzwerks zu positionieren, aber analog zu dem “Wettbewerber” über permanente Reichweitensteigerungen viel Geld durch Werbevermarktung zu verdienen, geht nicht auf. » weiterlesen

Linkwertig:
EU, AWS, BB Awards, Twitter

Geistigeseigentumleistungsvergütungsabgaberecht
Nachdem das Leistungsschutzrecht schon in Deutschland so gut geklappt hat, nimmt sich EU-Digitalkommissar Günther Oettinger nun drei Jahre Zeit, auch die EU damit zu beglücken.

Wir müssen erst mal definieren, was geistiges Eigentum überhaupt ist.

» Oettinger erwägt Leistungsschutzrecht auf EU-Ebene

 

AWS
Amazon hat mit Frankfurt nun auch einen deutschen Standort für die Amazon Web Services resp. die Amazon Cloud eröffnet.

» Now Open – AWS Germany

 

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Verlässliche Informationen:
Welches Medium informiert am schnellsten im Katastrophenfall?

Sirenengeheul ist selten geworden im sicheren Mitteleuropa des Jahres 2014. Doch sollte wirklich einmal etwas passieren, stellt sich die Frage, auf welches Medium man im Notfall am ehesten zurückgreifen kann. Wir entdeckten eine Kombination aus Alt und Neu.

Alarm_Flickr

Am Sonntagmorgen um 1:12 Uhr heulten Sirenen im ganzen Bonner Stadtgebiet. Auch ich wachte davon auf und wusste sofort: Das konnte keine Übung sein. Denn die sind nur alle paar Monate samstags um 12 Uhr mittags und verschrecken auch da schon genug Leute. Nein, Sonntagnacht 1:12 Uhr wäre zwar eigentlich die bessere Zeit für eine Übung, aber das würde schon aufgrund der Lärmschutzvorschriften nicht durchgehen.

Ein Alarm um die Zeit konnte nur zwei Dinge bedeuten: der Ernstfall war eingetreten oder – und das ist wahrscheinlicher – da war in der Leitstelle irgendetwas schief gelaufen. So oder so: Informationen mussten her. Wo holt man sich die, schlaftrunken, mitten in der Nacht? Ohne darüber nachzudenken, griff ich instinktiv als erstes zu meinem Smartphone und öffnete die Twitter-App. » weiterlesen

HandUp:
Crowdfunding für Obdachlose und Nachbarn in Not

Über Crowdfunding können Unternehmer, Künstler und andere ihre Ideen vorfinanzieren lassen und nun will „HandUp“ dem Modell einen sozialen Touch geben: Diese Plattform ist für Obdachlose und andere Menschen in Not gedacht. Hier geht es nicht um Millionenbeträge, aber dafür um sehr direkte Hilfe.

handup-startseite

So wunderschön, lebenswert und spannend San Francisco auch ist: Die Gegensätze zwischen arm und reich sind hier auf eine Weise sichtbar, wie zumindest ich es aus Deutschland nicht kenne. Mitarbeiter von High-Tech-Firmen wie Google, Apple oder Facebook werden einerseits in klimatisierten Luxusbussen von San Francisco ins Silicon Valley und zurück gefahren, während andererseits am Straßenrand jemand neben seinem Einkaufswagen mit Hab und Gut unter einer Decke liegt.

Knapp 850.000 Einwohner hat die Stadt und laut neuesten Zahlen leben hier knapp 6.500 Obdachlose. Andere Schätzungen gehen von bis zu 10.000 Menschen aus, die auf der Straße oder nicht selten auch in ihrem Auto schlafen. 200 Millionen US-Dollar gibt die Stadt jährlich aus, um dem Problem Herr zu werden – mit bislang wenig Erfolg.

Und dabei sind Bettler und Obdachlose nur das sichtbarste Zeichen einer Gesellschaft, in der die Kluft zwischen den Ärmsten und Reichsten größer wird. 2012 lebten 16 Prozent der US-Bürger in Armut.

Kann eine Online-Plattform diesem Problem Paroli bieten? Die Macher von HandUp wollen zumindest ihren Teil dazu beitragen. » weiterlesen

Linkwertig:
Fire, Siemens, Twitpic, Beats

Fire TV Stick
Nachdem Amazon für das Fire Phone 2014 nur 170 Mio. Dollar abschreiben musste, versuchen sie nun ihr Glück auch in einem Fire TV Stick.

» Amazon takes on Chromecast with new $39 Fire TV Stick

 

Forschungsbündnis
Siemens und die Deutsche Telekom wollen die Digitalisierung in Europa vorantreiben. Nicht weniger als drei Standorte werden dabei digital vernetzt.

„Wir wollen zeigen, was geht“

» Siemens und Deutsche Telekom schmieden Allianz

 

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Medien-Startups aus Deutschland:
Mit Sobooks und Krautreporter bewegt sich endlich was

Lange Zeit mussten Beobachter der deutschen Digital-Medienwirtschaft sehnsüchtig auf Amerika und die dort in großer Zahl entstehenden Journalismus- und Publishing-Startups schauen. Mit Sobooks und Krautreporter gibt es endlich auch hierzulande entsprechende Vorstöße mit echter “Internet-DNA”.

Der deutsche Diskurs über digitale Innovation im Medien- und Publishing-Bereich sah in den letzten Jahren ungefähr so aus: Einschlägig bekannte Medienblogger sowie technologieaffine und damit “wissende” Meinungsführer beklagten mit Blick auf zahlreiche einfallsreiche Ansätze in den USA, dass sich hierzulande in diese Richtung nichts bewegt.

Der Herbst 2014 markiert deshalb einen kleinen, aber nicht unwichtigen Wendepunkt. Denn innerhalb kürzester Zeit sind in diesem Bereich zwei ehrgeizige Projekte aus Deutschland an den Start gegangen, die eine ausgewiesene “Digital-DNA” besitzen und die mutmaßlich nur wenig von dem Ballast mit sich herumschleppen, der den hiesigen General-Interest-Häusern beim kreativen Denken in neuen Bahnen im Wege steht: In der vergangenen Woche ging bei Krautreporter der Vorhang hoch. Wenige Tage zuvor feierte Sobooks seine Premiere.  » weiterlesen

Beteiligung an Startup-Hoffnungsträger Blendle:
Axel Springer, wieso machst du es uns so schwer?

Während die maßgeblich vom Medienkonzern Axel Springer verantwortetete Farce um das Leistungsschutzrecht immer neue Tiefpunkte erreicht, setzt das Unternehmen mit einer Beteiligung am vielgelobten Startup Blendle seine andere, weitaus konstruktivere Digitalstrategie fort. Wenn es doch einfacher wäre, sich über solche Vorstöße zu freuen.

Das Medienunternehmen Axel Springer macht es mir als Freund des Netzes und einer von menschlichen Werten getragenen Demokratie wahrlich nicht leicht.

Auf der einen Seite verhält sich der Konzern als führende Triebkraft hinter dem Leistungsschutzrecht konträr zu den Philosophien, die das freie Netz zu dem gemacht haben, was es heute ist. Zudem positioniert er sich bei seinen Flaggschiff-Medienprodukten Bild und Welt redaktionell auf eine Art, die aufgrund ihrer Polterhaftigkeit und Eindimensionalität oft schwer zu verdauen ist.  » weiterlesen

Linkwertig:
NYC, Pichai, Queen, Ello

German Accelerator
Sigmar Gabriel unterstützt nicht nur die deutschen Verlage in ihrem Kampf gegen Google und alle anderen, er unterstützt auch deutsche Startups durch Eröffnung des German Accelerators in New York.

Dabei nahm sich Gabriel fast genauso viel Zeit für die Gründer-Delegation wie für die offizielle Rede.

» Gabriel eröffnet German Accelerator in New York

 

Google
Apropos Google: Larry Page gibt gleich mehrere Bereiche an Sundar Pichai ab, um Google wieder etwas innovativer zu machen.

Die Macht von Pichai wächst damit, Recode nennt ihn sogar einen Produkt-Zaren.

» Android-Chef bekommt deutlich mehr Macht

 

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Samstag App Fieber:
What’s Up Team, Hostwriter, Frida und Finn

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: What’s up Team – parallaktisches Projektmanagement; Hostwriter – ein Netzwerk für Journalisten; und Frida und Finn – DIY-Kits.

 

What’s up Team ist ein kleines Tool, das die Zusammenarbeit von Teams verbessern will, indem alle Teammitglieder möglichst einfach über die Aktivitäten der anderen Teammitglieder auf dem Laufenden gehalten werden. Die Idee dabei ist, dass What’s up Team einmal in der Woche eine E-Mail verschickt, in der drei Fragen zum Stand der eigenen Dinge gestellt werden. Wenn man diese möglichst präzise und knapp beantwortet hat, strukturiert What’s up Team die Ergebnisse und alle bleiben idealerweise lose gekoppelt aber auf dem aktuellen Stand.

 

 

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Tablets only:
Das Smartphone stirbt aus

Hersteller wollen Smartphones, Tablets und Phablets langfristig unter einer einzigen Kategorie zusammenfassen. Nur um das zu erreichen, müssten sie das Einhand-Smartphone eigentlich nicht aussterben lassen. Doch dahin geht unzweifelhaft der Trend.

Google Nexus 9 und Nexus 6. Das "Kleine" im Vordergrund hat schon einen 6-Zoll-Screen.

Google Nexus 9 und Nexus 6. Das “Kleine” im Vordergrund hat schon einen 6-Zoll-Screen.

HTC hat jüngst den Vogel abgeschossen. Das Desire 820 Mini des taiwanischen IT-Herstellers hat ein 5,0-Zoll-Display, ist kaum mit einer Hand zu bedienen, soll aber trotzdem als Mini-Smartphone herhalten – weil es ein wenig kleiner ist als das 5,5 Zoll große Desire 820. “Normale” Smartphones, so der Gedanke der Hersteller, haben heute also 5-Zoll-Displays und mehr.

Smartphones sind sie damit eigentlich nicht mehr. Es liegt in der Definition des Anbieters, doch alles, was sich nicht mehr mit einer Hand bedienen lässt, müsste aus Gründen der Abgrenzung eigentlich in die Kategorie Tablet fallen. Lediglich die Bauweise variiert und gaukelt dem Nutzer zwischen 5,0 und 7,0 Zoll ein Smartphone vor, zwei Hände oder zumindest einen Stylus braucht man für die Bedienung aber eigentlich immer. Wenn nun aber bald alles mindestens 5,0 Zoll groß ist, wozu braucht es dann eigentlich noch unterschiedliche Kategorien? » weiterlesen

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