Filmempfehlungen:
Wie Moviepilot mit der USA-Expansion ein großer Coup gelang

Vor zweieinhalb Jahren gab das Berliner Filmportal Moviepilot den Startschuss für eine US-Version. Eine Niederlassung in Los Angeles folgte kurz darauf. Die Expansion wurde zu einer Erfolgsgeschichte.

Moviepilot

Für viele Startups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Expansion in die USA ein Unterfangen mit hohem Risiko, schnell ausufernden Kosten und nicht selten einem hinter den Erwartungen bleibenden Ergebnis. Nicht so allerdings für das 2007 gegründet Berliner Filmempfehlungsportal Moviepilot. Im Herbst 2011 schickten die Hauptstädter die US-Version ihres in Deutschland marktführenden Angebots für Filmliebhaber ins Rennen. Unter moviepilot.com präsentiert das Unternehmen Bewegtbildfans in englischer Sprache seitdem aktuelle, personalisierte Informationen zu kurz vor dem Start stehenden Filmen und Serien. Die Gründer Tobias Bauckhage, Jon Handschin und Benjamin Kubota verzichteten für die Internationalisierung auf eine 1:1-Adaption der breit aufgestellten Mutterplattform und entschlossen sich stattdessen, für den USA-Markt mit dem Fokus auf baldigen Film- und Seriendebüts eine neue Richtung einzuschlagen. Das Projekt, das von der Eröffnung einer Niederlassung in Hollywood und namhaften und damit nicht günstigen Rekrutierungen flankiert wurde, hat sich derartig gut entwickelt, dass es zum Zugpferd des Unternehmens avanciert. » weiterlesen

Linkwertig:
Sinn, Hoccer, Twitter, SXSW

Startup und Sinn
Seth Godin mit einem kleinen Gedanken, den ich allen Gründern ans Herz legen möchte:

» Not even one note

 

Hoccer
Dirk Ströer investiert 50 Millionen Euro in Hoccer, einer Messenger-App aus Berlin.

“Die Verhandlungen liefen schon lange, bevor Facebook WhatsApp gekauft hat”

» Ströer investiert 50 Millionen Euro in Hoccer

 

» weiterlesen

Mehr als ein smartes Fahrradschloss:
Lock8 will Bikesharing revolutionieren

Mit einem intelligenten Fahrradschloss will das Startup Lock8 nicht nur die Zahl der Diebstähle senken. Das Gerät soll den Weg für eine weltweite Bikesharing-Community ebnen.

Es findet sich kaum noch ein Alltagsbereich, bei dem nicht onlinebasierte Dienste das Teilen von begrenzten Ressourcen vereinfachen und für einen breiteren Personenkreis ermöglichen. Das Segment der Zweiradmobilität weist diesbezüglich allerdings noch eine gewisse Jungfräulichkeit auf. Während sich eine beeindruckend große Zahl an Services der kollaborativen Nutzung des Autos verschreibt, gelten bei Fahrrädern weiterhin größtenteils traditionelle Spiel- und Nutzungsregeln. Bikesharing ist zwar durchaus ein Trend. Das Potenzial, das sich hierfür aus dem Internet ergibt, blieb aber bislang weitgehend ungenutzt. Das Startup Lock8 will das ändern.
» weiterlesen

Linkwertig:
iTunes, Camouflage, Glass, Twitter

Apple
Da sich die Downloads bei iTunes eher nach unten bewegen, scheint Apple mit dem Gedanken zu spielen, Spotify auf Android Konkurrenz machen zu wollen.

» Apple Mulls Launching Spotify Rival, Android App as Downloads Decline

 

Camouflage
Günter Hack über konzeptionelle Camouflage als Technik gegen die Überwachung.

Aus dem Arsenal des klassischen Nick-Knatterton-Ganoven bleibt nur das Chloroform.

» Ödnis als Tarnkappe

 

» weiterlesen

Samstag App Fieber:
BesserMitfahren, Memorado, Mawendo

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: BesserMitfahren – besser Mitfahren; Memorado – besseres Gedächtnis; und Mawendo – bessere Rehabilitation.

 

BesserMitfahren ist ein kleiner Webdienst, der – der Name deutet es wie so oft an – das Anbieten bzw. Suchen von Mitfahrgelegenheiten ermöglicht und koordiniert. Damit stehen sie zwar nicht alleine da, aber die Seite ist minimalistisch, insgesamt gut gemacht, tut das Erwartbare und verfügt über eine beeindruckende Anzahl an Mitfahrgelegenheiten, aktuell werden etwa mehr als 100.000 Angebote offeriert. Für Anhänger der Serendipität sicherlich sehr interessant: Auf einer interaktiven Karte werden für jeden Startort alle aktuellen Zielorte visualisiert, dem freien Flottieren durch Deutschland steht also nichts mehr im Weg.

 

 

» weiterlesen

Waymate definiert den Nahverkehr neu:
Allryder integriert Bahn und Carsharing

Die Haustür-zu-Haustür-Verkehrssuche Waymate hat kürzlich Reiseplanung und Nahverkehr voneinander getrennt. Die neue App Allryder will im Nahverkehr auch neuartige Verkehrsmittel wie DriveNow integrieren – was im ersten Schritt aber nur leidlich gelingt.

Es gibt heute mehr Möglichkeiten denn je, um von A nach B zu gelangen. Busse, Bahnen und das eigene Auto sowieso. Doch dazu gesellen sich neue Möglichkeiten wie privates und kommerzielles CarSharing, das Taxi auf Abruf wie mit MyTaxi, der Privatisierung des Taxis wie mit WunderCar, Fernbusse oder Fahrradvermietung nach Bedarf. Mehrere App-Anbieter versuchen, diese Vielfalt unter einen Hut zu bringen.

Um diesen Markt buhlen neben der Deutschen Bahn mit ihrer Bus- und Bahnsuche DB Navigator, sowie der Verkehrsmittelwahl Qixxit unter anderem auch die Berliner Startups GoEuro und Door2Door. Letztere sind für die Meta-Verkehrssuche Waymate bekannt und haben kürzlich mit Allryder eine neue App für den Nahverkehr gestartet. » weiterlesen

Trotz Netflix und Chromecast:
Wir werden auf lineares Fernsehen nie verzichten wollen

Zattoo vermeldet für die kleine Schweiz den Rekord von 1 Million aktiven Nutzern in einem Monat. Und das, wo Video on Demand langsam unsere Wohnzimmer erreicht. Das lineare Fernsehen wird sich verändern, aber sterben wird es nie.

Zattoo

Zattoo

Als Gadgetblogger mit einem wenig smarten Fernseher habe ich in dieser Woche die Chance genutzt und Watchever auf einem Chromecast ausprobiert. Ich habe mir den Stick aus Interesse und weil ich von der Möglichkeit las, bereits vor einigen Monaten bei Amazon in den USA bestellt – und ihn nach dem ersten Test kaum noch benutzt. Nach dem Verkaufsstart des Sticks in Deutschland in dieser Woche war Watchever als erster offizieller Partner mit dabei und der Chromecast endlich mit Videos aus einer Flatrate gefüllt. Da war sie also nun in meinem Wohnzimmer: die Zukunft des Fernsehens. Ich guckte mir auch prompt eine Serienfolge via Chromecast an – und schaltete danach wieder auf ProSieben um.

Warum? Weil mir anders als den Programmbossen die Ideen ausgingen, was ich noch spontan so hätte gucken können. Weil lineares Fernsehen mehr ist als nur reines Programm. Weil ich dort in der Werbung und den Programmvorschauen auf neue Ereignisse, oft auch neue Songs und Künstler aufmerksam gemacht werde. Weil ich neue Sendungen sehe, die ich mir wohl nie angeschaut hätte, wenn ich sie mühsam selbst hätte auswählen müssen. Ich würde derzeit auf lineares Fernsehen nicht verzichten wollen – und ich teile damit offenbar eine Vorliebe mit meinen Schweizer Kollegen. Denn für die Alpenrepublik zählte der Online-TV-Anbieter Zattoo für den vergangenen Monat erstmals mehr als 1 Million eindeutige Benutzer im Monat. » weiterlesen

Linkwertig:
EU, Twitter, Nuzzel, Tango

Startups
Robin Wauters versucht sich an einer Analyse der europäischen Inkubatoren und Akzeleratoren.

» A spotlight on the EU startup accelerator ecosystem

 

Twitter
Twitter wurde 8 und lanciert zu diesem Anlass ein kleines Tool, mit dem man sich an die eigene Geburt bei Twitter (z.B.) erinnern kann.

» On Twitter’s 8th birthday, find your first Tweet
» First Tweet

 

» weiterlesen

LaterPay geht an den Start:
So könnte Paid Content tatsächlich gelingen

Der Journalist Richard Gutjahr wirbt für den deutschen Dienst LaterPay, der Paid Content salonfähig machen will. Das Überraschende ist: Es könnte gelingen.

Ganze vier Jahre haben Cosmin Ene und Jonas Maurus an LaterPay gearbeitet, eine Testphase mit dem Verlag Gruner+Jahr erfolglos beendet, sich noch einmal zurückgezogen, neu entwickelt – und nun LaterPay in dieser Woche endlich öffentlich gestartet.

Ich gebe zu, ich hätte die Meldung darüber wohl überlesen, hätte nicht der bekannte Blogger und TV-Journalist Richard Gutjahr heute früh auf seinem Blog dafür getrommelt. Natürlich bleibt bei mir ein wenig Skepsis, nachdem ich seine Beschreibung über LaterPay gelesen habe. Andererseits: Wenn Paid Content gelingen kann, dann wohl am ehesten so. » weiterlesen

Private Taxirevolution nur abends:
WunderCar führt Internet-Öffnungszeiten wieder ein

WunderCar schickt sich an, ganz normale Menschen zu privaten Chauffeuren zu machen. Nun ist die erste App der Hamburger erschienen – und wirkt auf den ersten Blick ein wenig merkwürdig.

Das Hamburger Startup WunderCar hat eine erste App gestartet. Das Konzept des jungen Unternehmens unter der Führung des ehemaligen AirBnB-Deutschland-Chefs Gunnar Froh gefiel meinem Kollegen Martin Weigert im ersten Review ebenso gut wie mir: Statt eines Taxis können sich WunderCar-Nutzer einen privaten Fahrer bestellen, der sie sicher von A nach B bringt. Dafür zahlt der Fahrgast mit Hilfe einer App eine vorgeschlagene Gebühr, die sich “Trinkgeld” nennt.

WunderCar wird also mit Taxis konkurrieren und dürfte sich damit ebenso den Unmut der Taxi-Branche zuziehen wie in den vergangenen Jahren MyTaxi. Doch das ist eine andere Geschichte. Neu ist die erste App für iOs, die WunderCar in dieser Woche veröffentlicht hat. Doch die ist noch in einem frühen Stadium, wie sich bei uns im Kurztest zeigt. » weiterlesen

  • Sponsoren