Linkwertig:
Ungarn, Bookmarks, Twitter, Copyright

Internetsteuer
In Deutschland kaum denkbar: Ungarn hat die geplante Internetsteuer nach massiven Protesten doch wieder auf Eis gelegt. (Zur Ehrenrettung der deutschen Politiker sei dazugesagt, dass diese wohl tatsächlich noch blöder als das Leistungschutzrecht war.)

» Hungary internet tax cancelled after mass protests

 

Google.icio.us
Nur neun Jahre nach ihrem ersten Versuch mit Bookmarks hat Google jetzt eine Chrome-Extension lanciert, die Bookmarks zumindest in Google Chrome etwas schicker zugänglich machen will.

» Google’s New Bookmarking Service, Previously Called Stars, Has Gone Live

 

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Samstag App Fieber:
Ecocrowd, iCrowd, Shitstorm Fighter

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Ecocrowd – nachhaltig Crowdfunden; iCrowd – Produktentwicklung von der Crowd; und Shitstorm Fighter – Shitstorms bekämpfen.

 

Crowdfunding-Plattformen schiessen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Mit Ecocrowd gibt es endlich eine, die sich primär nachhaltigen Projekten und Produkten widmet. Das Prinzip entspricht dem von Kickstarter und ist mittlerweile sicher schon bekannt, die vorgestellten Projekte müssen aber zusätzlich gewissen Leitlinien bzgl. ihrer Nachhaltigkeit entsprechen. Des Weiteren werden zu jedem Zeitpunkt maximal 20 Projekte vorgestellt.

 

 

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Das Beste:
netzwertig.com im Oktober 2014

IT-Sicherheitsbericht der Telekom:
Abgeordnete fordern den “Aufbau” von europäischen Google-Konkurrenten

Eine Umfrage im Auftrag der Deutschen Telekom zeigt, dass Abgeordnete und Unternehmens-Entscheider in Deutschland mehrheitlich daran glauben, dass sich europäische Alternativen zu Google und Facebook gezielt zentral aufbauen lassen. Es ist dieses Unverständnis für Marktgegebenheiten, das Europa im internationalen Vergleich der Branche so schwach macht.

Cyber Security Report 2014Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendein Politiker oder Vorstandschef aus Deutschland in irgendeiner Form gegen US-amerikanische Internetfirmen und ihre befürchtet bedrohliche Dominanz in Europa schießt. Oft schwingt in entsprechenden Ausführungen die Sehnsucht nach erfolgreichen europäischen Konkurrenten zu Google, Facebook und Amazon mit. Gäbe es diese, müsste man nicht zusehen, wie stattdessen Giganten aus Amerika hier massive Gewinne erwirtschaften (und wenig versteuern), und man würde sicherstellen, dass die NSA nicht Daten hiesiger Nutzer auf dem Silbertablett serviert bekäme. So in etwa fallen die Gedankengänge aus, die hinter Rufen nach einem “europäischen Google” stecken.  » weiterlesen

Linkwertig:
Sky, Spanien, G+J, Halloween

Sky
Sky lässt sich von CBS, HBO & Co. inspirieren und offeriert nun mit Sky Online zwei Programmpakete ohne weiteres Abonnement auch rein online.

Für Sky Online lassen sich zwei verschiedene Programmpakete – inklusive linearer Sender und einer umfassenden Auswahl an On-Demand-Highlights (über 10.000 Inhalte im Jahr) – flexibel buchen

» Sky Online

 

Spanien
Spanische Verlage haben sich ihre eigene Version vom Leistungsschutzrecht erkämpft. Google und Jeff Jarvis wiederum haben die Reaktionen der Enttäuschung resp. der Mahnung wiederholt, die sie praktischerweise schon in den Schubladen hatten.

Spanien werde zu einem “internetfeindlichen Gebiet”.

» Spanien bittet Google zur Kasse

 

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Facebooks Rezept für gelungene Akquisitionen:
Den Gründern weiter das geben, was Gründer wollen

Facebook könnte ein Kunststück vollbringen: die Übernahme erfolgreicher Startups wie Instagram, WhatsApp und Oculus VR, ohne dass diese und ihre Gründer anschließend von der Mutterorganisation komplett vereinnahmt, dominiert und “erdrückt” werden.

Instagram-Gründer Syström (links) im Gespräch it Kara Swisher

Im Kampf um die Vorherrschaft in der globalen Internetwirtschaft sind Zukäufe eines der wichtigsten Mittel für die Giganten des Onlinegeschäfts. Was Akquisitionen vielversprechender Startups angeht, bewies vor allem Facebook in jüngster Zeit ein sehr gutes Händchen. Mit Instagram, WhatsApp und Oculus VR hat das soziale Netzwerk in den vergangen zwei Jahren drei Firmen übernommen, die als große Hoffnungsträger in ihren Segmenten gelten. Firmen, die zum Zeitpunkt der Deals jeweils über gute Voraussetzungen verfügten, um als unabhängige Unternehmen eigenständig zu wachsen. Sowohl Jan Koum, Gründer von WhatsApp, als auch Palmer Luckey, Gründer von Oculus VR, sprachen sich kurz vor ihren jeweiligen Einigungen mit Facebook explizit gegen Exits aus. Und doch gelang es Facebook-Chef Mark Zuckerberg, die enorme Chancen vor sich sehenden Entrepreneure zur Aufgabe ihrer Unabhängigkeit zu bewegen.  » weiterlesen

Poynt:
Ex-Googler baut die eierlegende Wollmilchsau der Bezahlterminals

Mit seinem schlanken und vielseitigen Bezahlterminal hofft das Startup Poynt auf den ganz großen Geldregen. Das könnte sogar klappen: Nicht nur, dass dieser Bereich momentan generell im Umbruch ist, in den USA steht 2015 außerdem ein großer Wechsel vor der Tür. Der Kopf hinter dem Produkt ist zudem ein Insider der Branche.

poynt-03

Osama Bedier war noch vor zwei Jahren frustriert: Auf dem Open Mobile Summit erklärte er damals, niemand habe eine universelle Lösung fürs mobile Payment parat – „auch ich nicht“. Zu dem Zeitpunkt war er Chef von Google Wallet. Im Mai 2013 verließ Bedier Google mit unbekanntem Ziel. Gestern zeigte er nun der Öffentlichkeit, woran er mit seinem Team gearbeitet hatte: Eine schick designte und vor allem vielseitige Bezahlstation namens Poynt, die mindestens für die nächsten zehn Jahre auf der Höhe der Zeit bleiben soll.

Sein Timing ist gut: Ende 2015 stellen die USA auf Kreditkarten mit integriertem Chip um – als eine der letzten unter den großen Märkten. Bislang vertraut man hier dem simplen Magnetstreifen, der sich allerdings leicht fälschen lässt. Entsprechend sind die Vereinigten Staaten beim Missbrauch von Kreditkarten weltweit führend. Wer als Händler Ende 2015 nicht umgestellt hat, trägt dann eine größere Mitverantwortung und geht somit ein Risiko ein. » weiterlesen

Linkwertig:
Reddit, IBM, Youtube, Facebook

Reddit
Mit Redditmade spendiert sich Reddit eine eigene Crowdfunding-Plattform.

» Reddit Gets Into Crowdfunding With Redditmade

 

Steuer
Brand Eins dokumentiert die Probleme, die entstehen, wenn man zur Printausgabe eines Magazins die digitale Version kostenlos dazugeben möchte.

» App S/teuer

 

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Preisgabe von Wissen und Erfahrungen:
Ein Plädoyer dafür, mehr Informationen zu teilen

Auch heute, trotz aller digitalen Möglichkeiten, behalten viele Menschen persönliche Erfahrungen und gewonnene Informationen für sich. Würden wir uns mehr öffnen, hätte dies Vorteile für alle.

Informationen teilen

Ich habe einige gute, langjährige Freunde, bei denen ich manchmal Monate oder gar Jahre nicht weiß, wie es ihnen geht, sofern ich sie nicht anrufe. Denn sie sind im Netz nahezu unsichtbar. Sie publizieren nichts auf Facebook, sie bloggen nicht, sie twittern nicht, sie betreiben keine Website. Sie sind das, was manchmal Social-Media-Muffel genannt wird.

Für mich ist dies ein Verhalten, das mir fernliegt. Mein eigenes Mitteilungsbedürfnis ist ziemlich hoch. Wahrscheinlich habe ich deshalb auch 2007 mit dem Bloggen angefangen – und nicht mehr aufgehört. Ich poste gerne Linkempfehlungen bei einschlägigen Social-Media-Portalen. Ich kommentiere Orte bei Foursquare. Ich bewerte Hotels bei Tripadvisor. Ich teile für gut befundene Musik bei SoundCloud. Ich habe schon ab und an Ratschläge und Tipps in Gesundheits-, Beziehungs-, Technologie-, Musik- und Lifestyle-Foren gegeben.  » weiterlesen

Chronisches Schwächeln ohne Aussicht auf Genesung:
Twitters Strategie ist gescheitert

Twitters Geschäftsmodell basiert auf der Voraussetzung massiver Nutzerzahlen. Dass daraus aber nichts wird, ist nicht länger nur eine Tendenz, sondern eine Tatsache. Lange kann das nicht gut gehen. Mit der Entwickler-Plattform Fabric versuchen sich die Kalifornier an einem Befreiungsschlag.

Twitter

Twitter ist gescheitert. Diese Behauptung klingt natürlich erst einmal knallig. Millionen langjährige, regelmäßige Nutzer des Dienstes – zu denen ich auch gehöre – dürften einer solchen Aussage impulsartig sofort widersprechen wollen. Doch abseits der persönlichen Sympathien für den 2006 gestarteten Microbloggingservice, die sich aus dem bei gezielter, zum persönlichen Berufs- oder Interessenfeld passender Nutzung entstehenden Mehrwert ergeben, hat das Unternehmen aus San Francisco sein vor einigen Jahren definiertes Ziel einer erfolgreichen Positionierung als ernstzunehmender Facebook-Konkurrent nicht erreicht. Das Kalkül, Twitter irgendwo links oder rechts (man weiß es nicht so genau) des riesigen sozialen Netzwerks zu positionieren, aber analog zu dem “Wettbewerber” über permanente Reichweitensteigerungen viel Geld durch Werbevermarktung zu verdienen, geht nicht auf. » weiterlesen

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