Mesh-Netzwerke:
FireChat macht Hoffnung auf ein “neues” Internet

Die neue iPhone-App FireChat führt eine Funktion vor, die unter iOS-Apps den kettenartigen Datenaustausch von Endgerät zu Endgerät gestattet. Von intensiver Netzzensur Gebrauch machende und überwachende Staaten könnten bald Grund zum Zittern haben.

FireChatEine spannende Chat-App für das iPhone namens FireChat macht gerade die Runde im Netz. Interessant ist das Projekt des kalifornischen Startups Open Garden nicht aufgrund der momentan spärlichen Funktionalität, sondern im Hinblick auf die zum Einsatz kommende Technologie. Die kostenfreie Anwendung macht sich ein neues, mit iOS 7 eingeführtes Merkmal namens Multipeer Connectivity Framework zunutze, das die direkte Kommunikation zwischen Endgeräten ohne vorhandene Internetverbindung oder zentrale Server ermöglicht.

Das Ergebnis sind sogenannte Mesh-Netzwerke, die Interaktion und Datenaustausch zwischen Individuen erlauben, selbst wenn keine aktive Verbindung zu einem Netzknotenpunkt existiert. Es genügt, den WLAN- und Bluetooth-Sensor einzuschalten, um Smartphone oder Tablet mit einem in der Nähe befindlichen Gerät in Kontakt zu bringen. Im Idealfall, wenn genug Endgeräte innerhalb einer Mesh-Kette aktiv sind, können Informationen so über enorme Distanzen ausgetauscht werden, ohne dabei nur ein Kilobyte durch die Leitungen der Internetzugangsprovider geschickt zu haben. » weiterlesen

Linkwertig:
Türkei, Gmail, Y Combinator, Impressum

Türkei
Ein türkisches Gericht hat die Sperrung von Twitter wieder aufgehoben.

Die Verfügung der türkischen Regierung, umgesetzt von der Telekommunikationsbehörde TIB, sei nicht rechtens.

» Gericht kippt Twitter-Sperre

 

Gmail
Google hatte den Geistesblitz, dass man Werbemails auch im Kacheldesign von Pinterest präsentieren könnte.

» A new, more visual way to view your Promotions tab

 

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Gegenrede:
Warum lineares Fernsehen sterben wird

Befürworter des linearen Fernsehens verteidigen eigentlich nicht das einem festen Zeitplan folgende TV-Programm an sich, sondern die hohe Bequemlichkeit und den Entspannungsfaktor des Konsums. Sobald On-Demand-Dienste in diesen Punkten gleichziehen, ist das Ende des linearen Fernsehens besiegelt.

Fernsehen

“Das lineare Fernsehen wird sich verändern, aber sterben wird es nie”, so die Prognose meines Kollegen Jürgen Vielmeier. Ich widerspreche ihm. Ich bin überzeugt davon, dass lineares Fernsehen innerhalb der nächsten zehn Jahre komplett verschwinden wird.

Jürgen macht seine Aussage an persönlichen Erfahrungen mit On-Demand-Services fest, bei denen ihm schnell die Ideen für anzuschauende Sendungen ausgingen. Zudem fehle ihm das Massengefühl, das entsteht, wenn Millionen gleichzeitig das Selbe gucken. Auch würden ihm lineare Fernsehsender dabei helfen, Trends zu entdecken und auf Themenbereiche zu stoßen, die er sonst nicht mitbekommen hätte. Das sind alles valide Gründe. Ich bin aber der Meinung, dass diese Eigenschaften auch ohne lineares TV Bestand behalten können. » weiterlesen

Linkwertig:
Datenspeicherung, Cloud, Amazon, Lieferando

Überwachung
In den USA scheint es zumindest ein paar kosmetische Verbesserungen bei der Datenspeicherung zu kommen.

Ein wichtiger Unterschied soll sein, dass die Telekomunternehmen die Daten für die NSA nicht länger als 18 Monate vorhalten müssen

» Obama plant Vorratsdatenspeicherung nach deutschem Muster

 

Cloud
Google macht die eigenen Cloud-Projekte signifikant billiger:

» Google Announces Massive Price Drops For Its Cloud Computing Services

 

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Zwei Milliarden Dollar für Oculus VR:
Facebook wandelt auf den Spuren von Google

Für zwei Milliarden Dollar übernimmt Facebook das Virtual-Reality-Startup Oculus VR. Wie Rivale Google zeigt der Konzern damit, dass er sich nicht vor gewagten Investitionen mit einem extrem langfristigen Zeithorizont scheut.

Die Zeiten, in denen sich die weltweit führenden Internetfirmen bei Akquisitionen auf Teams, Lösungen und Technologien konzentrierten, die für ihr Kerngeschäft unmittelbar oder in naher Zukunft Nutzen haben, sind vorbei. Nachdem schon Google seit längerem darauf setzt, sich Firmen einzuverleiben, von deren Know-how und Netzwerk es frühestens in einigen Jahren ernsthaft profitieren würde, scheint sich auch Facebook mit einer derartigen Investitionsstrategie anzufreunden. Der Kauf von WhatsApp beispielsweise bringt dem sozialen Netzwerk vorläufig gar nichts, könnte allerdings auf lange Sicht wichtige Marktanteile sichern und Erlösquellen erschließen, hofft Facebook. Wenige Wochen nach der Bekanntgabe der Akquisition des Messengers für bis zu 19 Milliarden Dollar schlägt Mark Zuckerberg erneut zu und kauft das zwei Jahre alte Virtual-Reality-Startup Oculus VR für zwei Milliarden Dollar in bar und Aktien. » weiterlesen

Virales Empfehlungsmarketing bei Airbnb, Uber, Hotel Tonight & Co:
Die Zeiten für Nutzer sind besser denn je

Zahlreiche Buchungsplattformen für Reisen und Mobilitätsdienste folgen dem Vorbild Dropbox und implementieren Empfehlungssysteme, von denen Werbende und Geworbene profitieren. Zusätzlich bieten Rabattcoupons beträchtliche Nachlässe. Nutzer profitieren im großen Stil.

OMG

Nutzergetriebenes Empfehlungsmarketing im Netz ist ein altes Phänomen und insbesondere in Form von Affiliate-Modellen omnipräsent. Viele Onlineshops bieten Kunden die Möglichkeit, Produkte über ihre Websites, Blogs oder Social-Networking-Profile weiterzuempfehlen und im Falle vermittelter Verkäufe eine Provision einzuheimsen. Dieses System hat sich zwar bewährt, bringt aber das Problem mit sich, dass nur zwei von drei Parteien von dem Verfahren profitieren, nämlich der Shopbetreiber sowie der Empfehlende. User hingegen haben keine Vorteile – im schlimmsten Fall werden sie sogar zum Erwerb von Produkten animiert, die Empfehlende allein wegen der Umsatzprovision anpreisen, nicht aus persönlicher Überzeugung oder Erfahrung. » weiterlesen

Filmempfehlungen:
Wie Moviepilot mit der USA-Expansion ein großer Coup gelang

Vor zweieinhalb Jahren gab das Berliner Filmportal Moviepilot den Startschuss für eine US-Version. Eine Niederlassung in Los Angeles folgte kurz darauf. Die Expansion wurde zu einer Erfolgsgeschichte.

Moviepilot

Für viele Startups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Expansion in die USA ein Unterfangen mit hohem Risiko, schnell ausufernden Kosten und nicht selten einem hinter den Erwartungen bleibenden Ergebnis. Nicht so allerdings für das 2007 gegründet Berliner Filmempfehlungsportal Moviepilot. Im Herbst 2011 schickten die Hauptstädter die US-Version ihres in Deutschland marktführenden Angebots für Filmliebhaber ins Rennen. Unter moviepilot.com präsentiert das Unternehmen Bewegtbildfans in englischer Sprache seitdem aktuelle, personalisierte Informationen zu kurz vor dem Start stehenden Filmen und Serien. Die Gründer Tobias Bauckhage, Jon Handschin und Benjamin Kubota verzichteten für die Internationalisierung auf eine 1:1-Adaption der breit aufgestellten Mutterplattform und entschlossen sich stattdessen, für den USA-Markt mit dem Fokus auf baldigen Film- und Seriendebüts eine neue Richtung einzuschlagen. Das Projekt, das von der Eröffnung einer Niederlassung in Hollywood und namhaften und damit nicht günstigen Rekrutierungen flankiert wurde, hat sich derartig gut entwickelt, dass es zum Zugpferd des Unternehmens avanciert. » weiterlesen

Linkwertig:
Sinn, Hoccer, Twitter, SXSW

Startup und Sinn
Seth Godin mit einem kleinen Gedanken, den ich allen Gründern ans Herz legen möchte:

» Not even one note

 

Hoccer
Dirk Ströer investiert 50 Millionen Euro in Hoccer, einer Messenger-App aus Berlin.

“Die Verhandlungen liefen schon lange, bevor Facebook WhatsApp gekauft hat”

» Ströer investiert 50 Millionen Euro in Hoccer

 

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Mehr als ein smartes Fahrradschloss:
Lock8 will Bikesharing revolutionieren

Mit einem intelligenten Fahrradschloss will das Startup Lock8 nicht nur die Zahl der Diebstähle senken. Das Gerät soll den Weg für eine weltweite Bikesharing-Community ebnen.

Es findet sich kaum noch ein Alltagsbereich, bei dem nicht onlinebasierte Dienste das Teilen von begrenzten Ressourcen vereinfachen und für einen breiteren Personenkreis ermöglichen. Das Segment der Zweiradmobilität weist diesbezüglich allerdings noch eine gewisse Jungfräulichkeit auf. Während sich eine beeindruckend große Zahl an Services der kollaborativen Nutzung des Autos verschreibt, gelten bei Fahrrädern weiterhin größtenteils traditionelle Spiel- und Nutzungsregeln. Bikesharing ist zwar durchaus ein Trend. Das Potenzial, das sich hierfür aus dem Internet ergibt, blieb aber bislang weitgehend ungenutzt. Das Startup Lock8 will das ändern.
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Linkwertig:
iTunes, Camouflage, Glass, Twitter

Apple
Da sich die Downloads bei iTunes eher nach unten bewegen, scheint Apple mit dem Gedanken zu spielen, Spotify auf Android Konkurrenz machen zu wollen.

» Apple Mulls Launching Spotify Rival, Android App as Downloads Decline

 

Camouflage
Günter Hack über konzeptionelle Camouflage als Technik gegen die Überwachung.

Aus dem Arsenal des klassischen Nick-Knatterton-Ganoven bleibt nur das Chloroform.

» Ödnis als Tarnkappe

 

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