Netzwerken mit Relevanz

Früher traf man sich in dunklen Tiefgaragen, heute im Internet: Die Medienblogger von Publishing2 schrauben an einem virtuellen Netzwerk für Journalisten.

Im September soll die Betaphase von Publish2, einer Mischung aus Facebook und Digg, starten. Eine ausführliche Ankündigung gibt es auf der Seite, hier die Kurzversion:

Publish2 is a social network and 2.0 platform for journalists (and independent ?news bloggers,? ?citizen? journalists, student journalists, i.e. ALL journalists, BROADLY defined), which aims to put journalists at the center of news on the web by creating a journalist-powered news aggregator.

Irgendwie relevanter und journalistischer soll Publish2 sein, gleichzeitig aber keine geschlossene Gemeinschaft von Journalisten. Wie genau das funktionieren soll, und ob sich dann nicht doch eher die geneigten Laien von Wikinews, Digg und Co einfinden, ist die entscheidende Frage für das Startup aus New York.

In der Ankündigung ist viel von Digg die Rede, und dass dort eine kleine Anzahl männlicher Nerds Nischeninhalte für ein Publikum bereitstellt. Mit Publish2 wollen Scott Karp und Robert Young eine Plattform etablieren, die eben nicht diese Nische bedient, sondern auf der das Filtern von Journalisten übernommen wird. Damit kennen sie sich aus, sie kommen selber aus der Medienbranche. Scott Karp hat extra seinen Job bei Atlantic Media gekündigt.

Das Netzwerk soll zu dem Treffpunkt für Medienschaffende avancieren, dort soll die Szene sich über Themen und Profession austauschen, soziale Bande knüpfen und sich darstellen. Wem Jonet und Xing noch nicht ausreichen, kann sich für die Betaphase registrieren lassen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Netzwerkeffekte und der Unfug, den man damit anstellen kann

Wir wissen es: Den alten Medien geht es immer schlechter, dafür steigern die führenden Internet-Player ihre Gewinne immer mehr. Häufig hört man als Erklärung für dieses Phänomen, dass die Internetfirmen halt exponentielle “Netzwerkeffekte” nutzen können, während die traditionellen Medien an eine lineare Wertentwicklung gebunden sind.

Linear oder exponentiell?

Oft müssen Netzwerkeffekte als wissenschaftliche Argumentationshilfe in Businessplänen, Analystenberichten und allen möglichen Fachartikeln herhalten. Besonders beliebt ist Metcalfe’s Law, benannt nach Ethernet-Erfinder Bob Metcalfe. Diesem zufolge steigt der Nutzen eines (Kommunikations-)Netzwerkes im Quadrat zur Zahl der Teilnehmer an, also mit N^2. Ein klassisches Beispiel dafür ist das Telefonnetz, bei dem jeder neue Teilnehmer mit allen anderen bisherigen Teilnehmern Verbindung aufnehmen kann.

Im Gegensatz dazu steigt der Nutzen eines traditionellen Broadcast-Mediums (wie Zeitungen, Fernsehen, Radio) nur linear zur Zahl der Teilnehmer, also mit N. Diese Tatsache wird gern auch als Sarnoff’s Law bezeichnet, so benannt nach dem amerikanischen Fernsehpionier David Sarnoff.

Die Argumentation geht dann wie folgt: Wenn wir annehmen, dass jeder User durchschnittlich den Nutzen a aus einem Broadcast-Medium bezieht, berechnet sich der Gesamtwert des Mediennetzes als a*N. Traditionelle Medien wachsen darum nicht besonders schnell im Wert. Anders im Internet: Google beispielsweise sendet nicht einfach Inhalte, sondern stellt Verbindungen zwischen Usern, Anzeigenkunden und Websitebetreibern her und unterliegt darum Metcalfe’s Law. Wenn eine zusätzliche Verbindung den durchschnittlichen Nutzen b erzeugt, berechnet sich Googles totaler Wert mit b * N^2.

Wer damals in der Schule aufgepasst hat, sieht sofort, dass damit Googles Wert mit zunehmender Userzahl exponentiell steigt. Selbst wenn a viel grösser als b sein sollte, gibt es einen Punkt, wo die Wertentwicklung nach Metcalfe die lineare Entwicklung der alten Medien überholt, und das Wachstum beschleunigt sich auch noch immer mehr.

Um das mal grafisch darzustellen:

200708152015

In dieser Grafik ist b zwanzigmal kleiner als a, und trotzdem überholt das nichtlineare Netzwerkmedium das lineare traditionelle Medium schon bald.

Noch dramatischer ist Reed’s Law, erfunden von Netzwerkpionier David Reed. Dieses Gesetz wird besonders gern für Web 2.0-Businesspläne herangezogen. Reed zufolge gibt es besondere Medien, die noch schneller ihren Wert steigern, weil sie die Bildung von nutzenstiftenden Untergruppen erlauben. Ein eBay-User kommuniziert beispielsweise nicht nur mit allen anderen eBay-Usern, sondern nimmt mit Teilgruppen der ganzen Usercommunity an Auktionen teil. Diese Auktionen schaffen für die Teilnehmer erheblichen zusätzlichen Wert. Reed zufolge steigern solche “Group Forming Networks” ihren Wert noch schneller, und zwar mit c * 2^N. Wer mal etwas mit Zahlen spielt, sieht schnell, dass für ein sehr kleines c (der durchschnittliche Nutzen einer Untergruppe) der Gesamtwert eines solches Netzes sich lange ganz flach entwickelt, aber nach einer gewissen Grösse extrem schnell wächst.

Um die Grafik von vorhin zu erweitern:

200708152014

Obwohl hier c winzig klein angenommen ist, geht der Wert ab einem gewissen Punkt durch die Decke. Damit würde sich dann auch erklären, warum beispielsweise der (fiktive) Wert von Social-Networking-Sites wie Facebook, MySpace oder XING derzeit so rasant ansteigt. Wenn diese Netze mal eine kritische Grösse erreicht haben, wird ihr Wertzuwachs nach Reed’s Law unglaublich schnell, und damit haben alle anderen Marktteilnehmer kaum mehr eine Chance.

Das klingt nun alles wahnsinnig schlau und wissenschaftlich. Aber ist es auch korrekt? Das Problem an diesen “Gesetzen” ist, dass sie nicht einen direkt empirisch beobachtbaren Effekt, sondern einen ziemlich theoretischen ökonomischen Zusammenhang beschreiben. Natürlich kann man die Konstanten a, b und c immer so hinbiegen, dass sie ungefähr zu den realen Daten passen. Aber die Frage ist, was man damit für eine Aussage kriegt. Und noch viel fraglicher ist es, was diese Konstrukte für eine Vorhersage realwirtschaftlicher Grössen wie Firmenbewertungen taugen. Wenn in schlauen Artikeln und Businessplänen gern mal behauptet wird, dass sich der Firmenwert von marktführenden Internetfirmen wegen Netzwerkeffekten exponentiell entwickeln wird, sollte man zumindest mal nachfragen, was hinter dieser Behauptung steckt.

Ein desillusionierendes Beispiel

Machen wir doch einfach mal einen gedanklichen Versuch im bewährten wissenschaftlichen Verfahren “Den gesunden Menschenverstand anwenden”. Und nehmen wir als Beispiel ein klassisches Netz, das Metcalfe’s Law unterliegt, nämlich das gute alte Telefonnetz.

Nehmen wir an, dass Rajiv, wohnhaft im indischen Staat Kerala, sich ein Mobiltelefon kauft und damit den ersten Telefonanschluss in seinem Leben erwirbt. Das passiert in Indien gerade ständig, daher das Beispiel. Für Rajiv ist das eine tolle Sache, da er jetzt alle möglichen Leute anrufen kann. Nehmen wir an, dass er den totalen Nutzen des Telefonanschlusses mit $5000 bewertet (d.h. man müsste ihm $5000 zahlen, damit er für den Rest seines Lebens auf ein eigenes Telefon verzichten würde).

Auch für Rajivs Freunde und Verwandte ist das toll, denn sie können Rajiv jetzt einfacher erreichen. Nehmen wir an, dass Rajiv 100 einigermassen regelmässige Kommunikationspartner hat, die im Durchschnitt den Nutzen von Rajivs Telefon für sich selbst mit $50 bewerten. Nehmen wir weiter an, dass Rajiv im Lauf seines Lebens noch weitere 1000 Leute anrufen wird. Im Durchschnitt bewertet jeder dieser sporadischen Gesprächspartner den Nutzen mit $5, weil Rajiv ein netter Kerl ist und sie ihm vielleicht sogar was verkaufen können.

Aber, liebe/r Leser/in, fühlen Sie sich persönlich besser, weil Rajiv jetzt ein Telefon hat? Vermutlich nicht, denn die Chance, dass sie sich je telefonisch mit Rajiv unterhalten werden, ist gleich Null. Und so geht es auch den Besitzern der ca. 2.9 Millarden übrigen Telefonanschlüsse auf der Welt. Ihr Nutzen steigert sich durch Rajivs neues Telefon nicht.

Daraus folgt, dass der totale Nutzen, der durch Rajivs neuen Anschluss gestiftet wird, $5000 + 100 * $50 + 1000 * $5 beträgt. Macht gesamthaft $15’000. Eigentlich nicht schlecht, aber über die ganze Welt hinweg sehr ungleichmässig verteilt. Aber nehmen wir zugunsten des Arguments mal an, dass Rajiv etwa ein durchschnittlicher Fall ist.

Doch wie passt das nun zu Metcalfe’s Law? Unter der Annahme, dass es etwa 2.864 Mia. Telefonanschlüsse auf der Welt gibt (ITU-Zahlen von 2004), kann man sofort c ausrechnen und erhält dafür einen sehr kleinen Wert ($0.00000261834950955, um genau zu sein). Der sagt an und für sich mal noch gar nichts aus. Wir können damit aber immerhin ausrechnen, dass die Person, die gleich nach Rajiv ihren Anschluss erwirbt, einen Nutzen von $15’000.00268 erhält, also fast 0.3 Cent mehr als Rajiv. Eine Million Leute später ist der durchschnittliche zusätzliche Nutzen schon ganze $5.23 grösser als für Rajiv. Und wenn sich eine weitere Milliarde Leute ein Telefon beschaffen, was freilich noch ein paar Jahre dauern dürfte, steigt der durchschnittliche Nutzen laut Metcalfe’s Law sogar auf $20’236 an. Wenn das mal kein Argument für grosse Netzwerke ist.

Aber Moment: Man kann gerade so gut auch argumentieren, dass der Telefonbenutzer, der sich eine Millarde Leute nach Rajiv ein Handy kauft, nennen wir ihn mal Xiongwei (aus China, weil sich da gerade auch viele Leute erstmal ein Telefon kaufen), keineswegs einen höheren persönlichen Nutzen bezieht. Xiongwei hat nämlich genau wie Rajiv auch etwa 100 Freunde und Bekannte, und dass jetzt 3.9 Mia. andere Leute ein Telefon haben, kann ihm herzlich egal sein. Dass sich damals vor vielen, vielen Jahren der Telefonbenutzer Nr. 100 (wohnhaft vermutlich in New York) noch über jeden neuen Anschluss gefreut hat, glauben wir gern. Aber wenn ein Netz wirklich mal sehr, sehr gross wird, spielt nicht mehr die absolute Grösse eine Rolle (wie Metcalfe’s Law das aussagt), sondern nur noch der lokal erzielbare Nutzen.

Nun ist die Ökonomie zum Glück eine Wissenschaft, die sich eine schöne Theorie nicht von der lästigen Realität verderben lässt, und schon gar nicht vom gesunden Menschenverstand. Aber nach diesem Gedankenexperiment können wir immerhin feststellen, dass die Grundaussage von Metcalfe’s Law, auch wenn sie vermutlich für gewisse Fälle und in groben Zügen richtig ist, in absoluten Zahlen nicht viel aussagt.

Show me the money

Bleibt also die Frage, ob diese Theorien wirklich etwas für Businesspläne und Anlageentscheidungen taugen. Schauen wir uns mal als Beispiel den Telecom-Konzern Vodafone an. Der steigerte nämlich beeindruckenderweise seine Kundenzahl von 39.14 Mio. im Jahr 2000 auf stattliche 232.04 Mio. letztes Jahr (laut Geschäftsberichten).

Wenn Metcalfe’s Law zutreffen würde, müsste der Firmenwert ja entsprechend um ein Vielfaches gewachsen sein, und zwar dank der Grösse des Netzwerks sogar viel mehr als proportional. Einige von Vodafones Diensten haben sogar auch noch den Charakter von “Group Forming Networks”, da müsste also sogar noch irgendwo ein Reed’s-Law-Turbo drinstecken.

Aber: Vodafone ist an der Börse heute weniger wert als 2000. Der Marktwert pro Kunde ist gesunken von $4’807 auf heute $712. Wie erklärt sich das denn nun? Der wohl wichtigste Grund (neben der Tatsache, dass Telekomfirmen heute etwas rationaler bewertet werden also 2000): Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde ist auf nur noch 42% des Wertes gefallen, der 2000 erzielt wurde. Vodafone hat es also nicht geschafft, den zusätzlichen Kunden auch viel Geld abzuknöpfen, obwohl der Wert des Vodafone-Netzes wie auch des globalen Telefonnetzes in dieser Zeit massiv angestiegen sein müsste.

Die Schlüsselfrage ist also nicht, um wie viel der (theoretische) Wert des Netzes laut irgendeinem “Gesetz” gestiegen ist, sondern sehr viel mehr, wie viel davon in der Kasse des jeweiligen Netzbesitzers landet. Das hängt von allen möglichen Faktoren ab, und leider gibt es keine simple Formel, um das zu berechnen.

Nur eins weiss man aus der Ökonomie ziemlich genau: Nur Monopolisten sind in der Lage, den überwiegenden Teil der durch Netzwerkeffekte geschaffenen Werte für sich einzukassieren. Das ist vereinfacht gesagt der Grund, warum Microsoft so viel Gewinn macht. Aber wenn jemand anderes den durchschnittlichen Nutzen der Zugehörigkeit zu einem Netz reduziert (sagen wir mal Apple mit seinen neuen Intel-basierenden Macs oder Google mit seinen Online-Applikationen — beide machen Windows etwas weniger relevant) kann plötzlich Bewegung in die Sache kommen. Unter anderem darum macht Microsofts Börsenkurs seit Jahren keine Steigerung mehr durch.

Skepsis ist angebracht

Zum Thema Netzwerkeffekte gibt es viele Publikationen und eine lebhafte wissenschaftlche Diskussion. Diverse Ökonomen schlagen inzwischen alternative Modelle vor, die die Wirklichkeit etwas besser abbilden. Andere halten Metcalfes und Reeds Gesetze für zwar elegant, aber leider komplett falsch.

Wie dem auch sei: Wenn wieder mal jemand die ominösen Netzwerkeffekte beschwört, um die Überlegenheit einer Geschäftsidee, Firma oder Technologie zu “beweisen”, ist sehr grosse Skepsis angebracht. Neben der Frage, ob Netzwerkeffekte wirklich für den jeweiligen Fall relevant sind, sollte man auch genau unter die Lupe nehmen, in welcher Kasse die erzielten Werte denn eigentlich landen.

So schade es auch ist, die unordentliche wirtschaftliche Realität lässt sich nicht einfach mit N^2 oder 2^N berechnen.

Viel Neues von studiVZ und Facebook

facebookstudivz.gifDer ehemalige eBay-Manager Marcus Riecke hat in diesen Tagen auf seinem neuen Chefsessel bei studiVZ Platz genommen. Die bisherigen Geschäftsführer Michael Brehm und Dennis Bemmann übernehmen die Funktion des Chief Operating Officers (Brehm) und Chief Technology Officers (Bemmann). Gegenüber FAZ.NET kündigt Riecke auch sofort einige Neuerungen an: die Internationalisierung wird jetzt verstärkt angegangen, um in Ländern wie Polen, Frankreich, Italien und Spanien schnell über die bisher lediglich vier- bis fünfstelligen Nutzerzahlen hinauszukommen. Zudem soll die deutsche Plattform um eine Jobbörse erweitert werden, eine mobile Version erhalten und einen “Echtzeit-Nachrichtendienst” spendiert bekommen. » weiterlesen

Rivva-Gründer im Interview bei förderland

rivva.gifSeit einigen Monaten hat die deutsche Blogszene mit Rivva eine neue und beliebte Instanz, die sich zum Ziel gesetzt hat, die populärsten Themen der deutschen Blogs und Onlinemedien in Echtzeit einzufangen und aufzulisten. Ähnlich dem System von Google News werden Beiträge von ausgewählten Blogs und Onlinemagazinen durchsucht, verwandte Diskussionsstränge gruppiert und regelmäßig aktualisiert aggregiert. Das Gründerportal förderland hat Rivvas Gründer Frank Westphal interviewt. Wer schon immer wissen wollte, wie Rivva eigentlich genau funktioniert und was sein Macher sich für die Zukunft vorgenommen hat, sollte sich das Interview zu Gemüte führen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Die nächste Gratiszeitung – wer errät den Namen?

Tagblatt der Stadt Zürich
Metropol
20 Minuten
Zürich Express
Express
heute
.ch

Medienkonsument/innen haben schon einiges hinter sich, aber eben auch noch vor sich, was Gratiszeitungen angeht.

Nachdem “.ch” schon auf einen Titel aus der obskuren Welt der Country code top-level domains ausweichen musste, fragen wir uns besorgt: Werden vielleicht schon bald die normalen Namen knapp, hat die neue Sonntagszeitung namens “Sonntag” den letzten langweiligen normalen ergattert (worüber sich allerdings schon die Kirche mokiert, die bereits seit 60 Jahren ein Blatt mit diesem Titel herausgibt)?

Doch Experten geben Entwarnung. Bei “Viagra” seien ja auch insgesamt 600.426.974.379.824.381.952 (600 Quintillionen) Variationen möglich, die man alle noch entziffern könne (Berechnung hier), und bei Gratiszeitungen dürften es “sicher nicht weniger” sein.

medienlese.com sorgt für Ordnung und stellt exklusiv die zehn wahrscheinlichsten Namen vor:

  1. “Der Morgen” (evtl. in der Schreibweise “D.e.r.M.ø.r.g.e.n!”)
  2. “Der Tag”
  3. “Morning Star”
  4. “Regio-Express”
  5. “Tachchen!”
  6. “Punkt 8″
  7. “Der Schnelleser”
  8. “Kurzfutter”
  9. “Ich pendle also bin ich”
  10. “PrintAgenturmeldungen(alle)”

Wer weiss es besser? Wer im Kommentar den richtigen Namen rät, gewinnt ein Monats-Pendlerticket für seinen lokalen Verkehrsverbund – natürlich wie in der Medienlandschaft üblich nur in den Regionen Basel (“BVB – schnäller als de dänggsch”), Bern (“Libero”) und Zürich (“ZVV”).

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

.ch erzeugt Gegenmassnahmen

.ch, die Gratiszeitung, die ab dem 19.09.2007 in Miniboxen direkt vor Schweizer Häusern platziert wird, bringt Bewegung in den Schweizer Markt für täglich vollgeschriebene Blätter: Die Verlage Basler Zeitung Medien, Tamedia und Espace Medien planen eine weitere Gratiszeitung.

Wie die neue Zeitung der drei Verlage heisst, ist noch nicht klar. Klar ist aber, dass sie sich gegen das in gut einem Monat startende Projekt von Sacha Wigdorovits wendet. Man fürchtet sich vor diesem .ch, auch wenn es noch mit Problemen bei der Zustellung kämpft, einen verwirrend uneindeutigen Namen hat, bei der Google-Suche noch versagt (“Punkt CH”: Platz 3/5/4, “.ch”: nicht unter den ersten 200) und eine Website hat, die meinen Browser zum Absturz bringt, wenn ich mir die pdf-Nullnummer ansehen will.

Dieses Gegenprodukt werde .ch zerstören, ist zu vernehmen. Und dazu die Preise für die Inserate. Gibt es doch neben 20 Minuten (täglich morgens) und Heute (täglich abends) nun noch zwei Player, die sowohl um Leser, als auch um Inserate buhlen. Beide geben dazu an, ihre Produkte mit längeren und anspruchsvolleren Texten als die bisher bekannten Gratisprodukte auszustaffieren.

Das ist schön, aber das wollen wir erstmal sehen.

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Xing gibt Details zur Entwicklerplattform bekannt und blockiert Facebook-Applikation

xing.gifDie vor einigen Wochen angekündigte Öffnung des Business Networks Xing für externe Applikationen lässt noch auf sich warten. Im openBLOG wurde allerdings heute ein weiteres Detail publik gemacht. Demnach müssen sich Entwickler und Unternehmen, die Applikationen für Xing entwickeln möchten, dieses Vorhaben zuvor von Xing genehmigen lassen. Eine sinnvolle und richtige Entscheidung, um einer Vermüllung der Nutzerprofile durch belanglose Applikationen vorzubeugen und sich trotzdem (nach Facebook) als einer der Vorreiter bei der (langsamen) Öffnung geschlossener Netzwerke zu positionieren. Gleichzeitig wird man sich damit aber möglicherweise vorwerfen lassen müssen, bestimmte Anbieter auszusperren und zu benachteiligen. Ein Zeitpunkt für den Start der Entwicklerplattform wurde noch nicht genannt. » weiterlesen

Onlinewerbung:
Nutzerinhalte vs. redaktionelle Umfelder

Das viele Unternehmen nach wie vor skeptisch sind, wenn es um Werbung im Umfeld von User Generated Content (UGC) geht, ist bekannt. Für zu groß halten Werbungtreibende das Risiko, dass Anzeigen neben User-Inhalten erscheinen, die nicht zum Image des Unternehmens bzw. Produkts passen. Eine Studie des Onlinemarketing-Spezialisten Blue Lithium stellt nun fest, dass Banner und andere Werbeformen auf UGC-Seiten schlechtere Klickraten erzielen als auf Nicht-UGC-Seiten. Die Konversionsrate (positive Nutzerreaktion auf die Anzeige im Verhältnis zur Zahl ihrer Einblendungen) von Kampagnen auf redaktionellen Webangeboten ist um 32 Prozent höher als auf Seiten, deren Inhalt von den Anwendern geschaffen wurde. Gleichzeitig gibt Blue Lithium aber zu bedenken, dass Werbung auf Nicht-UGC-Sites erheblich teurer ist. Die Kosten pro Konversion liegen um 58 Prozent über der bei den Webseiten mit nutzergenerierten Inhalten. Auch die Kosten pro Klick sind 30 Prozent höher. » weiterlesen

Social Network KWICK! erkennt mobiles Potential

kwick.gifKWICK!, ein im Rahmen der Web-2.0-Berichterstattung relativ unbachtetes, aber mit mehr als 900.000 Mitgliedern großes deutsches Social Network, geht mit dem Mobilfunker O2 eine enge Kooperation ein. In einer Basis-Version können KWICK!-Nutzer über das O2-Handy kostenlos mit ihren drei Lieblingsfreunden innerhalb der Community mit den Messenger-Tools kommunizieren. Wer zwei Euro pro Monat übrig hat, kann das Angebot auf das gesamte Social Network erweitern. Dann steht dem Anwender nahezu die komplette KWICK!-Funktionspalette zur Verfügung. Kosten für den Datentransfer fallen keine an. Lediglich das Hochladen von Bildern via MMS kostet. » weiterlesen

Insider und Medienkenner gesucht

Wir suchen Medienkenner aus Deutschland und Österreich,

die über Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk und Online-Magazine ihrer Region auf “medienlese.com” etwas zu sagen haben (und zwar am besten etwas, das Hand und Fuss hat und eine Diskussion einleitet statt eines Flamingwars), vorzugsweise natürlich ehemalige Chefredakteure und gefeuerte Verlagsmanager, die wissen, wie der Hase läuft und sich nicht mehr fürchten, es zu schreiben. Wir beschäftigen aber auch gerne kluge Köpfe, die einfach so wissen, was los ist und es eloquent formulieren können.

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