StudiVZ-Gründer Dariani:
“Ich glaube, ich bin verrückt”

Vor zwei Wochen konnte StudiVZ den zweimillionsten Nutzer begrüßen. Ehssan Dariani, der vor eineinhalb Jahren die Idee zu der Studenten-Community hatte und sie zusammen mit Dennis Bemmann und Michael Brehm realisierte, guckt sich das Geschehen mittlerweile nur noch als Berater an. Welt Online berichtet in einem aktuellen Artikel, wie es den drei Gründern nach der Holtzbrinck-Übernahme ergeht, warum Dariani nicht mehr Geschäftsführer ist und wie gut die Aussichten für StudiVZ sind, allein mit Werbung langfristig Gewinne zu machen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Blick vermeldet Geilerli

Keine Kampagne des Bündner Tourismusbüros, nehmen wir mal an:

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Tippfehler, dämlicher Gag oder clevere Methode, um in den Blogs zitiert zu werden?

Egal. Wir tun Blick Online den Gefallen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

medienlese – der Wochenrückblick

Drei Schweizer Journalisten der Zeitung SonntagsBlick standen in der Ostschweiz vor Militärgericht, weil ein von ihnen veröffentlichter Fax wenn auch bereits bekannte, doch geheime Informationen enthielt. Das Gericht entschied aufgrund der Faktenlage, dass der Schweiz durch diese Aktion kein für eine Strafe ausreichender Schaden zugefügt wurde, übernahm die Gerichtskosten und sprach den Journalisten je 20’000 Schweizer Franken zu. Walter de Gregorio, Journalist und Blogger bei der Weltwoche, berichtete noch vor ihrem Stattfinden von personellen Veränderungen beim Fussballclub Grasshoppers Zürich. Schweizer Medien ignorierten diese sich bisher zumindest teilweise als Wahrheit herausstellenden Informationen und warteten lieber die durch die Indiskretion vermutlich beschleunigten Ereignisse ab. Der Schweizer Medienminister Moritz Leuenberger beantwortete mir eine in den Kommentaren gestellte Frage und gab zu, dass er selbst Blogs lese. Naja, immerhin eines, das Auswandererblog. Sein Amtskollege, Christoph Blocher, erzählte Witze über ihn, was von Radio Zürisee aus bis in die NZZ dokumentiert wurde. Die Sonntagsausgabe der Zeitung, die NZZ am Sonntag, war dann aber für die beste journalistische Arbeit verantwortlich, die ich seit längerem gelesen habe: Eine von Luzi Bernet ausführlich recherchierte und niedergeschriebene Rekapitulation eines der grössten Kommunikationscoups der letzten Jahre, welcher im Dezember 2003 zu einem Umsturz der Parteikräfte im Bundesrat geführt hatte.

Im Nachfeld zur re:publica tauchte endlich ein halbwegs kritischer Artikel auf in der F.A.Z., worauf sich Blogger begeistert stürzten. “So wird das nichts” titelte Martin Schöb seinen vier Tage nach Abschluss der Konferenz erscheinenden Text, der sich dem bekannten Argument der Selbstbezüglichkeit von Blogs widmete: “Ohne Selbstbezüge und ohne die Bezugsgröße Print würden die meisten meinungsführenden Blogs – und zwar nur diese – in sich zusammenfallen wie ein Heißluftballon ohne Flamme.” Die einen Blogger schrieben darauf, sie seien “nicht untersetzt, sondern leicht adipös”, die anderen rechtfertigten die Länge ihres Sakkos. Der Schreiber des Ursprungsartikels bezog sich zum Schluss auf Bezüge zu seinem Artikel – in seinem eigenen Blog. Don Alphonso schrieb: “Und in all den Jahren hat noch kein einziger Blogger zu mir gesagt: Ich hätte gern ein gutes Bild von Dir, nicht so einen schnell geknipsten Scheiss mit roten Augen und Schatten, setzt dich doch mal bitte hin und dann komponieren wir was.”

Der Blick fragte sich, ob in der Schule Bachtobel “dank unfähiger Leitung” alle Stricke gerissen seien und in der taz wurde Peter Scholl-Latour verhaftet. Der SonntagsBlick sah Polo Hofer beim Alkohol trinken und sorgte sich zusammen mit dessen Bruder um ihn. Youme.net, eine Web2.0-Kreuzung zwischen YouTube und MySpace, startete mit einer Beteilgung des Ringier-Verlags von 33% – der hauseigene Blick schrieb dazu einen einführenden Beitrag. Im Editorial der Werbewoche stand (ungeprüft): “…(Ringier) lässt die jungen Kreativen einfach mal machen. Man bindet sie nicht in die Strukturen und Abläufe eines Grossverlages ein, sondern finanziert einen externen Think-Tank, der unbeschwert von tradierter Firmenpolitik und verkrusteten Entscheidungsgremien Ideen und Produkte entwickeln soll.” Ringier-Mediensprecher Marco Castellanetta sagte dazu: “Das intelligente Verknüpfen von digitalen Inhalten komplimentiert die crossmediale Medienkompetenz”. Na denn, viel Glück!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Topix:
Nachrichtenportal im Schatten der Anderen

Updated

News-Aggregatoren im Netz sind angesagt. Mit der stetig steigenden Zahl an Onlinequellen entsteht bei vielen Usern der Wunsch, auf einen Blick sämtliche Nachrichten zu einem bestimmen Thema angezeigt zu bekommen. Google News erfüllt diesen Wunsch. Der Dienst durchsucht das Netz permanent nach neuen Artikeln und listet diese auf seiner Seite in Form einer laufend aktualisierten, individualisierbaren Newsübersicht.

Einen anderen Ansatz gehen Social-News-Portale. Dort werden die Nachrichten von den Usern selbst eingetragen. Jeder Eintrag kann von den Lesern bewertet werden. Die Beiträge mit den höchsten Bewertungen erscheinen auf der Startseite. Das weltweit führende Social-News-Portal Digg hat gerade seinen einmillionsten registrierten Anwender gefeiert. Auch bei FARK.com posten Nutzer die Nachrichten. Welche Schlagzeilen auf der Startseite veröffentlicht werden, darüber entscheiden dort aber die Betreiber der Seite. Die auf dem deutschen Markt dominierenden Social-News-Plattformen YiGG.de und Webnews lehnen sich stark am Original, Digg, an.

Dass das Thema aggregierter und sozialer News derzeit ganz heiß ist, wurde erneut deutlich, als MySpace vor einigen Tagen ein eigenes Nachrichtenportal startete. MySpace News sucht wie Google News nach Artikeln im Web und kategorisiert diese. Gleichzeitig können User selbst Links zu Nachrichten und Blogeinträgen posten. Die populärsten Schlagzeilen erscheinen auf der Hauptseite, die allerdings derzeit noch recht armselig daherkommt und z.B. eine News-Suche vermissen lässt.

Einer der in meinen Augen besten Anbieter für den schnellen Nachrichtenüberblick führt hingegen ein regelrechtes Schattendasein. Zumindest hierzulande liest und hört man fast nichts über die News-Community Topix mit Sitz in Kalifornien. Dabei bietet Topix einige praktische Features, die man sonst nirgends findet.

Topix kombiniert die automatisierte Nachrichtensuche à la Google News mit dem sozialen Aspekt von Digg & Co. Die Schlagzeilen werden dabei in chronologischer Reihenfolge angezeigt. Im Gegensatz zu anderen Social-News-Plattformen spielt es bei Topix keine große Rolle, welcher Beitrag gerade auf der Startseite verlinkt ist. Eine dementsprechend hohe Bedeutung hat die Suchfunktion, die die eigentliche Stärke von Topix ist.

Ein Beispiel: Du möchtest mehr über die Wirtschaftslage in den Niederlanden wissen und verwendest dafür Google News. Trotz der direkten Eingabe news.google.nl landest Du auf der deutschsprachigen Seite, da Deine Browsersprache Dich verrät und Google Dich hier bevormunden möchte. Du scrollst bis zum Ende der Seite und klickst auf “Nederland”. Doch leider sprichst Du kein Holländisch, weshalb Dir keine der bei Google News Nederland verlinkten Quellen nutzen.

Anders bei Topix: Du gehst zu www.topix.com und gibst im Suchfeld “Netherlands” ein. Schon landest Du auf der lokalen Seite für Nachrichten aus den Niederlanden. Alles ist in Englisch, worüber Du Dich freust. Nun suchst Du nach “economy”: 172 Headlines zu englischsprachigen Artikel aus aller Welt, die sich ganz oder teilweise mit Wirtschaftsthemen aus den Niederlanden befassen. Toll! Bekanntermaßen werden bei Google News nur Quellen aus dem jeweiligen Land angegeben.

Topix ist meines Erachtens nach der beste News-Aggregator, wenn es um den schnellen Überblick zu einem Sachverhalt in einem bestimmten Land geht. Intuitiv, einfach und immer auf Englisch. Es wäre angemessen, wenn der Dienst auch in Deutschland eine größere Beachtung finden würde.

Update:
Der größe Vorzug von Topix ist, gezielt und bequem nach Themen in einem bestimmten Land suchen zu können. Hinsichtlich Aktualität und Treffgenauigkeit der “Top News” muss man allerdings bei Topix noch ein bisschen üben, wie die Schlagzeile “Uganda’s Mountain Gorillas Increase In Number” bei den “German News” zeigt ;)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

(J)Ö-Schau – die Medienwoche in Österreich

100 Tage österreichische Bundesregierung – oder Wie man als Machthaber auch gleich die Arbeit der Opposition übernimmt

Von Christian Horvath

Die scheinbare Harmonie, die seitens der vergangenen Regierungen bemüht ausgestrahlt wurde, ist passe. SPÖ und ÖVP streicheln und bekriegen sich mit einer offensichtlichen Leidenschaft, die von einer in aller Heftigkeit ausgelebten Hassliebe zeugt. Am heutigen Freitag, mit dem Ende der 100-Tages-Toleranzgrenze, wird dieses eigenartige Verhältnis noch einmal bekräftigt.

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10 Gründe, warum man Joost mögen muss

Joost

Noch befindet sich die Internet-TV-Software Joost in der geschlossenen Beta-Phase. Der offizielle Start steht jedoch kurz bevor. Die Vorbereitungen laufen. Nicht nur die Software wird mit Hilfe der Beta-Tester weiterentwickelt. Auch die Zahl der Channels und Programme wächst stetig. Gerade wurde mit dem US-Konzern CBS der erste richtige Mediengigant ins Boot geholt. Dessen Programme wie CSI, CSI: Miami oder Survivor sind damit bald bei Joost rund um die Uhr abrufbar.

Die Spannung vor dem finalen Launch des Angebotes ist groß. Schon die Beta-Version macht deutlich, dass die hohen Erwartungen, die an Joost gestellt werden, tatsächlich ihre Erfüllung finden können. Aber was ist eigentlich das Besondere an Joost? Wieso stehen andere Anbieter von Video-on-Demand oder IP-TV-Services nicht so im Rampenlicht? Die folgende Liste, die auf der Annahme basiert, dass in Kürze Verträge mit einer Vielzahl internationaler und nationaler Inhalteanbieter geschlossen werden, soll Antworten geben.

10 Gründe, warum man Joost mögen muss:

1. Einfaches und kostenloses Video-on-Demand für alle
Das Schlagwort “Video-on-Demand” ist im Jahr 2007 zwar nichts Neues mehr, aber im Alltag der meisten deutschen Zuschauer flimmert nach wie vor, was ihnen vorgesetzt wird. Die Reichweite und Akzeptanz kostenpflichtiger Video-on-Demand-Dienste wie Maxdome oder in2movies ist bisher gering und die Bildqualität (und häufig auch die Qualität der Inhalte) bei Videoportalen à la YouTube zu schlecht. Auch die Streaming-Angebote der Fernsehsender können deren klassisches Angebot höchstens ergänzen, keineswegs ersetzen. Joost bietet erstmals ein echtes, einfaches und umfangreiches Video-on-Demand-Angebot in guter Qualität für alle, das Potential hat, herkömmliches Fernsehen zu verdrängen.

2. “Annotated Television” – Fernsehen und Social Networking
Die Chatfunktion ermöglicht es den Joost-Nutzern, mit anderen Zuschauern desselben Programms zu kommunizieren und zu diskutieren. Während eines Films zu sprechen, sorgt in der Regel nur für böse Blicke der Freunde oder Familie. Während einer Sendung eigene Gedanken auf dem Bildschirm anzeigen zu lassen, war bisher nicht möglich. Joost ändert dies. In Anbetracht der guten Kritik, die diese Funktion bereits jetzt bekommt, ist nicht auszuschließen, dass Joost hier in Zukunft noch weitere Gimmicks hinzufügen wird, die die Zuschauer eines bestimmten Programms im Sinne des Trends zum Social Networking zusammenbringen.

3. Mehr Programmvielfalt
Sämtliche Programme bei Joost liegen auf einem zentralen Server und werden mittels P2P-Technik an die User übertragen. Das Hinzufügen von neuem Content bedarf für die Joost-Betreiber nur einen Klick. Distributions- und Personalkosten verursacht dies nicht, Sendezeit für andere Programme geht auch nicht verloren. Das damit Inhalte eine Chance haben, die man bei großen Fernsehsendern nie sehen würde, liegt auf der Hand. Außerdem entfällt der Quotendruck, denn jedes Programm erhält seinen eigenen Channel. Die Couchkartoffeln bekommen ihr Unterschichtenfernsehen und alle anderen, was sie wollen. Niemand fühlt sich benachteiligt.

4. Nervfreie Zone
Dank der freien Channelwahl ist es möglich, sich komplett vor bestimmten Trends und Hypes abzuschirmen. Wer nichts von kleinen Eisbären aus Berlin, frechen Comedians aus Köln oder paranoiden Innenministern wissen möchte, guckt etwas anderes und ist vor ihnen sicher!

5. Eine reine Weste und nie wieder Abmahnungen
Ein breites Inhalteangebot vorausgesetzt, gelingt es mit Joost vielleicht, den ein oder anderen User, der sich heute noch Filme in P2P-Netzwerken herunterlädt, zurück auf den Pfad der Vernunft zu bringen. Das Risiko, irgendwann beim illegalen Saugen erwischt zu werden, entfällt und das schlechte Gewissen, welches solche Leute jede Nacht um ihren Schlaf bringt, verschwindet.

6. Behavioural Targeting – Werbung, die einen wirklich interessiert
Viele User würden vermutlich am liebesten ganz auf Werbung versichten. Möchte man jedoch gratis gucken, muss man Werbung in Kauf nehmen. Und dann wird die Mehrheit der Zuschauer wohl die auf die eigenen Interessen abgestimmten Spots den völlig unpassenden vorziehen. Ähnlich wie bei Bannerwerbung im Internet bietet Joost beste Möglichkeiten für dieses “Behavioural Targeting”. Dem Zuschauer schadet es nicht. Den Unternehmen hilft es, ohne viel Streuverlust ihre Botschaften zu übermitteln, und Joost finanziert damit all die bunten Inhalte.

7. Entdecke die Möglichkeiten
Das zu prognostizierende, große Portfolio an Channels und Programmen, übersichtlich geordnet nach Interessengebieten/Genres, wird einen ab und an verleiten, auch mal woanders reinzuschauen – und damit vielleicht eine neue Leidenschaft entfachen. Das geht im Prinzip bei allen Medien. Da man aber bei Joost das gesamte Angebot auf einen Blick hat, ist das “Zappen” zu bisher unbekannten Genres und Themenchannels verlockender.

8. Premium-Content für den, der ihn wünscht
Bisher ist noch nichts darüber bekannt, ob es auch Paid Content bei Joost geben wird. Anzunehmen ist es aber, und auch zu empfehlen. Die Abwicklung wäre wie bei Skype denkbar einfach: Auf der Joost-Site erwirbt man für seinen Benutzernamen ein Guthaben, welches man dann in bestimmten Channels, beispielsweise für aktuelle DVDs, aufbrauchen kann. Wenn ein Nutzer sich erst mal bei Joost eingefunden hat, dann wäre es wenig intelligent, ihn für aktuelle Blockbuster zu einem anderen Video-on-Demand-Anbieter laufen zu lassen. Ich spekuliere und hoffe an dieser Stelle, dass man das bei Joost auch so sieht.

9. Globales Angebot

Abgesehen von urheberrechtlichen Einschränkungen, die derzeit dafür sorgen, dass gewisse Channels nur in bestimmten Teilen der Erde zu sehen sind, werden den Usern bei Joost (hoffentlich) Inhalte aus verschiedensten Ländern zur Verfügung stehen. Mit einer Funktion, die für ein Programm Untertitel in einer beliebigen Sprache einblendet, eröffnet sich dem interessierten Zuschauer damit eine bisher noch nicht da gewesene Vielfalt. Bisher gibt es diese Funktion nicht, aber nützlich wäre sie und technisch sicher nicht unmöglich.

10. Kazaa, Skype und jetzt Joost!
Hinter Joost stecken Niklas Zennström und Janus Friis. Was der Schwede und der Däne anfassen, wird zu Gold. Erst entwickelten Sie 2001 mit Kazaa die erste wirklich populäre und erfolgreiche P2P-Tauschbörse, bei der neben Musik- auch Filmdateien und Bilder getauscht und von verschiedenen Usern gleichzeitig heruntergeladen werden konnten. Bei Napster war das Tauschen noch auf Musik-Dateien begrenzt, für die man sich in lange Warteschlangen einreihen musste. Nach Kazaa brachten Zennström und Friis mit Skype die bis heute am weitesten verbreitete VoiP-Software auf den Markt, die von über 100 Millionen Nutzern weltweit verwendet wird. Das skandinavische Duo revolutionierte das Filesharing und die Telefonie. Nun ist das Fernsehen an der Reihe. Ein Grund mehr, Joost zu mögen.

Übrigens: Angesichts der vielen Anfragen, ob wir noch Joost-Einladungen haben: Momentan nicht, ich werde aber versuchen, noch einige zu organisieren. Am besten regelmäßig hier vorbeischauen und den Feed abonnieren, damit Ihr bei der nächsten Invitations-Runde dabei seid!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Gesundheitsgefahr W-LAN

Gestern sendete das Schweizer Fernsehen einen Bericht über W-LAN (Wireless Local Area Network), das nun verschiedene Schweizer Städte für “Touristen” zur Verfügung stellen wollen (hier das Video aus der Sendung 10 vor 10, 5:17 Minuten). Obwohl alles faktengerecht war und auch alle Seiten zu Wort kamen, blieb mir zum Schluss der Eindruck, dass W-LAN nicht ungefährlich ist. Eine kurze Recherche im Internet konnte mich aber wieder beruhigen. Die Strahlenbelastung durch Handys, um deren Belastung für die Gesundheit sich die Meinungen ebenso spalten, ist um ein Vielfaches höher.

Hier eine inhaltliche Zusammenfassung des Beitrags und genauere Daten zur Belastung:

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Bewertet Google wirklich nur Website-Links?

In letzter Zeit fallen mir beim Surfen durch das Netz immer mehr Webseiten auf, auf welcher der Einsatz des nofollow-Attributes recht bizarre Blüten treibt. Das nofollow-Attribut war ursprünglich dafür gedacht, jene Links zu kennzeichnen, die von Google für die Bewertung von Webseiten nicht berücksichtigt werden sollen. Links etwa, welche von Usern selbst eingegeben werden können und über die man als Betreiber einer Webseite somit keine Kontrolle hat. So nützlich die Idee dahinter ist, so wird diese Methode in der Praxis jedoch immer mehr ad absurdum geführt. Der Trend unter Webseiten-Betreibern nämlich, pauschal alle ausgehenden Links mit diesem nofollow-Attribut zu versehen scheint immer mehr zuzunehmen. Der Grund: Die gesamte Linkkraft kann auf bezahlte Links gebündelt werden, denen somit insgesamt mehr der begehrten Linkkraft zugute kommt. Die Idee des Links als Stimmabgabe eines Seitenbetreibers für empfehlenswerte Seiten wird damit jedoch zunichte gemacht.

Matt Cutts, seines Zeichens oberster Spam-Jäger bei Google und Betreiber eines der für die SEO-Szene einflussreichsten Blogs, lies neulich mit diesem Blogbeitrag aufhorchen, in welchem er Möglichkeiten vorstellte, mit welcher bezahlte Links an den Suchmaschinen-Giganten gemeldet werden können. Erstmal natürlich alles rein für Forschungszwecke, wie Cutts versicherte, keine Webseite werde dadurch schlechter gerankt. Nichts desto trotz führte diese Meldung zu wilden Spekulationen. Sind Google bezahlte Links etwa ein Dorn im Auge?

Nicht nur die zuvor erwähnten Praktiken lassen für mich nur einen Schluss zu: Sie müssen es sein. Ich denke, würde Google wirklich nur die Links von Webseiten so wie sie sind als Kriterium heranziehen, sähen die Ergebnisse der Suchmaschine ganz anders aus. Wie viele PageRank-starke Web-Seiten gibt es denn heute noch, welche nicht irgendwo ein paar bezahlte Links platziert haben? Der Markt für Text-Links ist jedenfalls riesig.

Um dem Problem Herr zu werden kann man zum einen die Relevanz der einzelnen Links bewerten (was Google auch schon macht) und zum anderen die Weisheit der Massen zu diesem Zwecke für sich zu nutzen und Google wäre ganz schön schlecht beraten, das nicht zu tun. Letztendlich sind es ja nicht Webseiten-Betreiber, die über das Ranking von Webseiten bestimmen sollen, sondern die User selbst.

Instrumente um das Nutzerverhalten in die Suchmaschinenergebnisse einfließen lassen zu können, hält Google mehr als genug in der Hand: Den Google RSS-Reader zum Beispiel. Mit diesem Werkzeug lassen sich die Popularität von Blogs und Nachrichtenseiten hervorragend bewerten. Doch damit nicht genug. Google bietet bekanntlich den populären E-Mail Dienst Google Mail an. Kein Geheimnis ist es, dass der Inhalt der E-Mail-Nachrichten dort automatisiert ausgelesen wird, um kontextbezogene Werbung anzuzeigen. Was spräche also dagegen, den Text nicht gleich auch nach Links zu scannen, um diese in das Webseitenranking mit einfließen zu lassen?

Natürlich hat niemand den Beweis dafür, dass Google so etwas tatsächlich auch macht. Wer solche Überlegungen aber für völlig aus der Luft gegriffen hält, sollte sich diesen Blogbeitrag auf problogger zu Gemüte führen: How Google Blogsearch ranks your Posts… In their own words!. Hier ist von einem Google-Patentantrag für die Bewertung von Blog-Beiträgen die Rede, für welche die eben erwähnten Kriterien (Anzahl der RSS-Abonnenten, Erwähnung des Beitrags in E-Mails und mehr) herangezogen werden.

Alles natürlich im Sinne der guten Suchergebnisse …

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Schweizer Sportredaktionen trotzen Bloggerüchten

Teil 1 von Walter de Gregorios Prophezeiung ist eingetreten. Der alte Sportchef des Grasshoppers Club Zürich, Erich Vogel, ist auch der neue Sportchef. Allerdings vermeiden sowohl GC als auch die Schweizer Medien in diesem Fall den durchaus üblichen Ausdruck “Sportchef” und schreiben lieber “zuständig für die sportlichen Belange” bzw. “für den sportlichen Bereich zuständig” (tages-anzeiger.ch, nzz.ch, blick.ch, 20min.ch).

Walter de Gregorio bittet seine Kollegen derweil, doch nicht so trotzig zu sein.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Hallo Weltwoche

Ich weiss gar nicht, welche Adjektive mir in den Sinn kommen sollen, wenn ich mir euer neustes Promoangebot ansehe:

Weltwoche Patriarchat

Ich kann aber sagen, was ich auf dem Bild sehe: Zwei wichtige und mächtige Männer, die eine Gruppe unbekleideter hübscher junger Frauen ins Sandwich nehmen. Ich bin verwirrt: Sagt das jetzt etwas aus über das Gender-Bild der Weltwoche? Haben nackte Frauen überhaupt das Geld, um sich eine Weltwoche zu leisten?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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