Holtzbrinck eLAB übernimmt Golem.de und NetDoktor.de

Holtzbrinck eLAB (eine 100-prozentige Tochter des Holtzbrinck-Verlages) ist weiterhin auf Einkaufstour. So wurde angekündigt, dass Holtzbrink eLab die Klaß & Ihlenfeld Verlag GmbH – Zustimmung des Kartellamtes vorausgesetzt – übernimmt, welche das IT-Newsportal Golem.de betreibt. Ebenfalls wird die NetDoktor GmbH übernommen, welches hinter dem Gesundheitsportal NetDoktor.de steht. » weiterlesen

iLike wird für Last.fm zur Bedrohung – Dank Facebook

ilike.gifLast.fm, die weltweit größte Social Music Community mit rund 20 Millionen Nutzern, bekommt offenbar einen ernstzunehmenden Wettbeweber. Der aus Seattle in den USA stammende Dienst iLike, der ähnlich wie Last.fm auf dem Prinzip basiert, neue Musik durch User mit dem gleichen Musikgeschmack zu entdecken, wächst derzeit überproportional stark. Wie Profy.com berichtet, registrieren sich derzeit unglaubliche 300.000 Internetnutzer täglich bei iLike. Die Gesamtzahl der Mitglieder beträgt aktuell sechs Millionen.

Die Ursache für das enorme Wachstum liegt in der äußerst beliebten iLike-Applikation für Facebook, die auf Platz zwei in der Popularitätsliste aller Facebook-Module rangiert. Mehr als vier Millionen User haben die Applikation laut Inside Facebook in ihr Profil integriert. Durch den “News Feed”, der den Benutzern von Facebook anzeigt, welche Module Freunde gerade hinzugefügt haben, erreicht iLike eine beachtliche virale Reichweite, die zu den selbst für eine US-Seite außergewöhnlich hohen Anmeldezahlen führt. » weiterlesen

B.Z. und Berliner Kurier im Titel-Gleichschritt

Krebs-Atlas
links: B.Z. vom 03.07.2007
rechts: Berliner Kurier vom 03.07.2007

Heute wurde ich beim Zeitschriftenhändler vor eine schwere Entscheidung gestellt. Der “Krebs-Atlas von Berlin” oder der “Berliner Krebs-Atlas”? “Volksfront von Judäa” oder “judäische Volksfront”? Ich kaufte beide. Wenn mir das viele gleichgetan haben, war die Aktion erfolgreich.

Update am 04.07.2007, 9:30 Uhr: ronsens.de, 30.06.2007.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Tim O’Reilly über kollektive Intelligenz und den Verlust des Datenschutzes

Tim O’Reilly, Erfinder des Begriffs “Web 2.0″, definiert im Interview mit Deutsche Welle World den von ihm eingeführten Begriff. Er äußert sich zur Demokratie im Netz und erklärt, was es mit dem “globalen Gehirn” auf sich hat. O’Reilly ist im Übrigen der Ansicht, dass die Menschen den Datenschutz früher oder später gegen die vielen neuen Möglichkeiten des Webs eintauschen werden. Damit begonnen haben sie schon. Zum Interview.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Maxim hält Ozzy Osbourne für einen Umweltschützer

Ich musste mich durch die gesamte Juli-Ausgabe von Maxim blättern, bis ich auf der letzten Seite, 146, auf etwas stiess, das mich interessierte. Es waren Aussagen von Ozzy Osbourne.

Ozzy Osbourne InterviewOzzy Osbourne, das ist doch dieser durchgeknallte Typ, der in der Doku-Soap “The Osbournes” (produziert von 2002–2004) auch noch den letzten Zweifler davon überzeugen konnte, dass er eine zerstörte und gescheiterte Existenz ist, der sich und seine Familie wegen etwas Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit verfüttert. Wer auch immer mal “The Osbournes” gesehen hat, konnte kaum auf ein anderes Urteil kommen.

Doch nun ist er seit zwei oder drei Jahren clean. Er sagt über sich:

Ich trainiere viel. Jeden Morgen 90 Minuten – Krafttraining oder Laufen. Ich bin fit wie ein Turnschuh. Frag meine Frau. Ich brauche nicht mal Viagra. Nach 23 Jahren Ehe ist das eine Leistung.

Und wer seine Aussagen nicht schlau finden möchte, muss doch immerhin zugeben, dass sie sehr authentisch sind:

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Das Web 2.0 und die Rückkehr der Kostenloskultur

Nach dem Zusammenbruch der New Economy und dem Verschwinden zahlreicher Gratisdienste waren sich die Experten einig: Die Zeit der Kostenloskultur ging ihrem Ende zu. Wer fortan qualitative und hochwertige Dienste und Inhalte in Anspruch nehmen wollte, sollte zur Kasse gebeten werden. Doch mit dem Web 2.0 kam alles ganz anders.

itsfree.gifViele der zum ersten Online-Boom um die Jahrtausendwende entstandenen Webangebote hatten eines gemeinsam: Ihre Benutzung kostete nichts. Die Onlineausgaben der Zeitungen ermöglichten das kostenlose Lesen redaktioneller Artikel sowie die Recherche in Archiven. Unzählige SMS-Dienste warben mit gratis Kurzmitteilungen. An jeder Ecke des Internets entstanden kostenlose Webspaceanbieter, viele ohne nennenswerte Nutzungslimits. Xoom bot bereits im Jahr 2000 999 MB kostenlosen Speicherplatz. Selbst Domains wurden kostenfrei unter das Volk gebracht. Bei freecity erhielt man eine .de-Domain nach Wahl, bei Namezero gab es .com-, .net- und .org-Domains – sogar völlig anonym. » weiterlesen

Medienblogcharts 6/07:
Sankt Niggemeier gibt Stoff

An jedem ersten Montag im Monat erscheinen hier die medienlese-Medienblogcharts. Diesmal mit einer klaren Erkenntnis: Sankt Niggemeier schlägt sie alle.

Stolze 302 Blogs haben das Blog des Medienjournalisten Stefan Niggemeier neu verlinkt, dem wir in unserer ersten Ausgabe der Charts unfreiwillig den Beinamen “St. Niggemeier” verpasst hatten. Damit ist er natürlich der Monatssieger, gewinnt allerdings trotz allem nur einen einzigen Platz in der Rangliste: Von 3 auf 2 zieht er – um im Sportjargon zu bleiben – an den Blogbaristi vorbei, die sich allerdings gerade neue Kufen verpasst haben; mal sehen, wie sich das Feld in vier Wochen darstellt.

Was hat sich noch getan?

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Die Auferstehung der Wandzeitung, by maxiprint.ch

Neue Werbung am HB Zürich, gleich mehrfach nebeneinander:

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Hintergrund: Schon vor Beginn des siebenstündigen (!) Konzerts zum zehnten Todestag von Diana war bekannt, dass Elton John es eröffnen und abschliessen würde. Allerdings wusste man nicht, ob er der Bitte von William und Harry nachkommen würde, nochmal die Diana-Version von “Candle in the Wind” zu singen (“Goodbye England’s Rose”), die er für Dianas Trauerfeier 1997 gedichtet hatte.

Er sang sie nicht. Und für die Tageszeitungen kam die Nachricht zu spät.

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Er hat keins.

Steffan Heuer lebt in San Francisco. Er ist Wirtschafts- und Hightech-Korrespondent des Edel-Business-Magazins “Brandeins” (disclaimer: Er ist zudem ein Freund von mir).

Vor Wochen hat er – unter dem Titel “Die Schnittstelle” – einen äusserst klugen Text darüber verfasst, worin Apples Erfolgsgeheimnis besteht.

Das Fazit ist einfach und verdeutlicht sich derzeit auf unangenehme Weise: Apple ist erfolgreich, weil die Firma ihren Kunden die Freiheit wegnimmt. Denn Freiheit geht einher mit der Qual der Wahl, und wenns um Technik geht, wollen die Leute nicht wählen, sondern mit den Geräten arbeiten. Im Tausch gegen ihre Freiheit erhalten sie Geräte und Programme, die zwar weniger können als andere, aber dafür einfach funktionieren.

Dazu gibts derzeit im iPhone ein sehr prominentes Beispiel.

Also druckt das Schweizer “Magazin” aus eben diesem Anlass den Brandeins-Text in seiner aktuellen Ausgabe nach. Allerdings mit dem vielsagenden Titel “Ich habe was, was Du nicht hast”. Das trifft zwar nicht den Kern des Texts, aber den Kern des Hypes.

Amüsantes Detail:

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medienlese – der Wochenrückblick

Die beiden letzten Ausgaben der Zeitschriften Facts und Cash erschienen. Cash liess sich von Stefan Aust erklären, wie man es besser gemacht hätte und Facts versuchte, 12 übrig gebliebene Stories zu verkaufen, die prompt von Tobistar den möglichen Abnehmern zugeordnet wurden. Der Chefredaktor des Schweizer Fernsehens, Ueli Haldimann, sagte über das neben der WOZ übriggebliebene Wochenblatt, die Weltwoche, es sei “jenes, das das intelligente Tischgespräch soufflieren will und dabei nur den Stammtisch nachplappert.” Der Tages-Anzeiger und Journalistin Barbara Bürer trennten sich, weil der Ressortleiter des Report-Teams das von ihr gewünschte Pensum von 60% nicht akzeptieren wollte. Er hatte sich ein Pensum von 70% vorgestellt. Rafael kritisierte die im Zug sitzenden Leser der Gratiszeitung Heute: “Finde ich schon faszinierend, am Abend auch immer die heute-lesenden homosapiens im Tram oder Zug zu sehen, die nicht auf die Idee kämen, sich mal mit dem Sitznachbarn zu Unterhalten. Sondern vorgekäuten Schund der Verblödungsklasse mit viel Werbung und Bildern konsumieren.”

Jaroslaw Kaczynski, Ministerpräsident von Polen, erzürnte eine Karikatur: “Ich warne die deutschen Regierenden. Deutschland darf keine Äußerungen tolerieren, die zum Schlimmsten führen können: zu einem Unglück in Europa und damit auch zu einem Unglück, das die Deutschen selbst betreffen wird.” Der Schweizer Bundesrat Moritz Leuenberger machte sich ganz andere Gedanken: “Manchmal laufe ich in meinem Beruf nämlich etwas die Gefahr, der These zu erliegen, es fände nur statt, worüber die Medien berichten. Das stimmt nicht. Es ist oft zufällig, wo die Medien sind und von wo sie berichten.”

Thomas Knüwer erklärte einmal mehr den richtig wichtigen Artikel vor dem Wort “Blog” und der Chef der Schweizer SP, Hans-Jürg Fehr, wendete einen offenen Blog an die Präsidenten der Bundesratsparteien. Das Kress-Redaktionsblog entschlüsselte den geheimen Code in der Spiegel-Kantine: “Sollten zwei Kollegen etwas vertraulich miteinander zu bereden haben, so setzen sie sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Dann, so heißt es, wird sich niemand zu ihnen gesellen. Sitzt man aber nebeneinander, so darf man sein Tablett und sich ruhig am selben Tisch parken.” Die Süddeutsche stürzte sich auf die Meldung, München sei “die lebenswerteste Stadt der Welt” und PR-Berater Klaus J. Stöhlker sagte über den Herausgeber der neuen Schweizer Gratiszeitung .ch, Sacha Wigdorovits: “Ich holte ihn aus der toten Ecke und machte ihn zum Chef von ’20 Minuten’”. Tachles, das jüdische Wochenmagazin, fragte, ob der mit dem Ludwig-Börne-Preis in der Frankfurter Paulskirche geehrte Henryk M. Broder verrückt ist.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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