Wie das Web 2.0 für Film-Empfehlungen nutzen?

Wie das Web 2.0 für Film-Empfehlungen nutzenGestern Abend wollte ich mir einen Film per Video-on-Demand anschauen. Das Angebot an verfügbaren Diensten und Filmen ist ja mittlerweile recht umfangreich. Tatsächlich ist es sogar so groß, dass einem die Auswahl nicht gerade leicht fällt. Am Ende entschied ich mich dummerweise für einen Film, der sich schon nach zehn Minuten als absoluter Flop herausstellte. Ausnahmsweise verzichtete ich darauf, mir vorher bei IMDb die Bewertung des Streifens anzuschauen, was sich sofort rächte. Das brachte mich zu der Frage: Welche Web-2.0-Dienste gibt es eigentlich, die einem dabei helfen, zum persönlichen Geschmack passende Filme zu finden? Social Music Communities, die basierend auf den Hörgewöhnheiten Musik empfehlen, findet man wie Sand am Meer. Doch wie sieht es mit Filmen aus? Während fünf Minuten für einen schlechte Song zu verkraften sind, tut das Opfern von zwei Stunden für einen langweiligen Film schon weh. » weiterlesen

“Wem gehört das Internet?”:
20 Jahre alternative Online-Geschichte

Wem gehört das Internet?“, so fragte ein Kongreß in München anläßlich des 20-jährigen Bestehens der ehemaligen Mailbox Link-M. Denen, die es einst groß gemacht haben, jedenfalls schon lange nicht mehr, doch das war auch nie ihr Ziel.

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Padeluun und Rena Tangens – heute bekannt für ihre Kritik an unkontrollierter Datenerfassung und -speicherung, mit Aktionen und Veröffentlichungen gegen RFID, Vorratsdatenspeicherung und die Organisation des Big Brother Awards Deutschland, doch schon im Mailbox-Zeitalter mit der Bionic-Mailbox online .(Bild: W.D.Roth)

Es klingt aus heutiger Sicht kurios: Alternative, “rot-grün-bunte” Datennetzenetze? Waren in Deutschland doch “Grüne” und auch “Rote” doch eher als Technikfeinde bekannt, nur “Braune” machten und machen bis heute immer wieder mit rechtsradikalen Online-Aktivitäten von sich reden und sind neben Online-Pornos ein willkommenes Argument, eine Netz-Zensur und ein vom Rest des WWW abgekoppeltes “Deutschnet” einzuführen.

Doch die Geschichte der Online-Bewegung verlief anders. In den frühen Jahren, in denen technisch interessierte “Spinner” die ersten Datennetze aufbauten und dafür oft genug mit dem Gesetz in Konflikt gerieten, weil sie die noch verbotenen amerikanischen Modems mit Wählfähigkeit statt langsamer 300-Baud-Akustikkoppler verwendeten, war ein gewisses politisches Engagement und eine Abneigung gegen die Behörden zwar nicht Voraussetzung, aber spätestens nach der ersten Hausdurchsuchung eine fast zwangsläufige Folge der digitalen Aktivitäten.

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medienlese – der Wochenrückblick

Häschenwitze, Web2.0 Gral, Unschuld, Ho-Ho-Ho!

EILMELDUNG: Stefan Aust verläßt TITANIC” – titelte das Nachrichtenmagazin Titanic über den Abgang ihres Chefredakteurs. Als Nachfolger im Gespräch seien “Helmut Markwort (‘Die hundert besten Häschenwitze’) und Helmut Lotti (‘Es fährt ein Schiff nach nirgendwo’)”. Das ist natürlich Blödsinn, denn es waren die Gesellschafter des SPIEGEL-Verlags, die einvernehmlich auf Initiative der Mitarbeiter KG beschlossen, den Vertrag von Stefan Aust nicht zu verlängern. Über seine Zukunft werden derweil bereits Wetten abgeschlossen.

Nicht verwetten, aber ersteigern kann man eine Flasche Apollinaris-Wasser, an der Web-2.0-Mensch Tim O’Reilly an der Web-2.0-Expo in Berlin seine Lippen netzte. Aktuelles Gebot: 25,50 Euro.

NZZ-Chefredakor Markus Spillmann machte sich Gedanken, ob er in deutscher Sprache weiterhin Leser erreichen kann. In seiner eigenen Zeitung wurde er so zitiert, indirekt: “Man müsse sich ernsthaft Gedanken machen, wie man eine an sich qualitätsaffine Kundschaft, die nicht in Deutsch kommuniziere, erreichen könne.”

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Facebook-Werbung:
Rätsel über Rätsel

Je länger ich mich mit Facebook-Werbung beschäftige, um so rätselhafter wird das ganze. Angeblich hat Facebook ja jetzt gaaaanz tolle Werbetechnologie eingeführt, die Werbung nur noch ganz, ganz zielgerichtet ausliefert. Anders kann man die utopische Bewertung von $15 Mia. wohl auch kaum rechtfertigen.

Aber wie sieht das in der Praxis aus? Da logge ich mich heute ein und bekomme folgende Werbung angezeigt:

Facebook Ads

Gut, Orangensaft ist immer prima. Aber ob ich Chemotherapie für Brustkrebs brauche, weiss ich hingegen nicht genau. Für ein “Nursing Home” (Altersheim) bin ich hingegen wohl noch deutlich zu jung, und dass ich einen Familienurlaub bei Disney buchen wollen könnte, glaube ich mangels Kindern auch nicht so recht. » weiterlesen

Fernsehen aus der Zeitschrift

Um sich von der Billigkonkurrenz abzugrenzen setzt TV Movie auf frische Optik und angepasste Heftstruktur. Soweit keine Nachricht, wären da nicht die ?Promotionen?, Anzeigen im redaktionellen Layout.

Mehr als neun Millionen verkaufte Hefte jeden Monat: Noch stellen Fernsehzeitschriften das größte Segment im Zeitschriftenmarkt. Gleichzeitig sinken die Auflagen und Umsätze vieler einzelner Titel, denn immer neue Hefte drängen auf den übersättigten Markt. Zuletzt eine ganze Ramschkiste billiger Heftchen im Taschenbuch-Format. Den Verdrängungswettbewerb der Klonkrieger spürt man auch bei der TV Movie. Im ersten Quartal wurde ein Umsatzrückgang um 2 Millionen Euro verzeichnet, im November landete das Blatt bei kress unter den Top-5-Verlierern.
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Wird kaioo das soziale und offene Social Network, auf das alle warten?

kaiooEines der im Zusammenhang mit dem Web 2.0 am häufigsten auftretenden Adjektive ist “sozial”. Das Web 2.0 ist sozial, weil es Leute miteinander kommunizieren und interagieren lässt. Mit Fürsorglichkeit und dem Wohl der Anderen allerdings hat das nicht viel zu tun. Soziale Netzwerke sind genauso gewinnorientiert wie der Fleischer um die Ecke, wie Einzelhandelsketten, Banken und Industriebetriebe. Mit kaioo steht nun ein Social Network in den Startlöchern, das den “sozial”-Begriff wortwörtlich nimmt und als gemeinnützige Plattform auftritt, deren Gewinne komplett für gute Zwecke gespendet werden. Angesichts der Masse existierender Communities und des sehr visionären Vorhabens war ich zuerst skeptisch, als ich heute bei internet.com von kaioo las. Doch mittlerweile scheint es mir so, als handelt es sich um ein durchdachtes, ernsthaftes Projekt mit echtem Potential. » weiterlesen

Gerücht der Woche:
Konkurrenz für MySpace, Facebook und Co. aus unerwarteter Richtung?

Social Networking ist weiterhin ein ganz, ganz heisses Thema. Die Jubel-Meldungen häufen sich weiter: Teenager benutzen keine e-Mail mehr, sondern socialnetworken nur noch! LinkedIn wächst noch schneller als Facebook! XING macht bald Werbung! Und so weiter.

Die neuste Meldung dürfte für Unruhe in der Branche sorgen: Kein Geringerer als Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat heute bei einem obskuren Treffen in Südafrika einen Screenshot seines neusten Projektes gezeigt. Bisher ging man davon aus, dass es sich bei dem Projekt um eine Art Suchmaschine handelt.

Was Wales jetzt aber zeigte, sieht nach was anderem aus:

Wales
Verdächtig ähnlich wie eine Facebook-Profilseite, irgendwie. Könnte es etwa sein, dass Wales ein offenes Social Network plant? In der Luft liegt so was derzeit ja durchaus.

In dem Zusammenhang ist auch interessant, dass die Wikimedia-Foundation demnächst nach San Francisco umziehen wird, wo die VCs derzeit mit Geldbündeln nach allem werfen, was nach Social Network aussieht. Kein Zweifel: Ein Social Network aus dem Hause Wikipedia hätte Sprengkraft. Schliesslich gehört Wikipedia in den meisten Ländern zu den Top-10-Websites, während die Social-Network-Szene weiterhin sehr fragmentiert ist.

Jimmy Wales versucht bereits, die Gerüchte zu entkräften und äusserte sich in einem Interview folgendermassen:

[Interviewer]: Is this really supposed to be a Facebook/Google-killer?
JW: I have no idea, honestly. We’re just having fun right now. The main thing is we’re looking to see if we can create free open software that allows people to do better quality searches.

Na, dann ist ja gut. Das wird die Facebook-Konzernzentrale sicher sehr beruhigen.

Mister Wong versteigert den heiligen Web-2.0-Gral

Vielleicht habt ihr das Foto schon gesehen: Tim O’Reilly, Erfinder des Web-2.0-Begriffs, beim Durstlöschen in der Lounge von Mister Wong auf der Web 2.0 Expo vergangene Woche in Berlin:

Das Mister-Wong-Team hat die Wasserflasche, die dabei geleert wurde, kurzerhand zum heiligen Web-2.0-Gral erhoben und versteigert sie nun auf eBay. Die Einnahmen gehen komplett an UNICEFs safe water campaign, die Publicity an Mister Wong. Wer weiß, unter welchem Weihnachtsbaum diese Flasche am 24. Dezember liegen wird…?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Im Test:
Maxi

Ist Maxi eine Zeitschrift für Dicke? Wir haben sie getestet.

Maxi

Im Test die Ausgabe 12/2007.

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Die unmögliche Einstellung eines Internetunternehmers

GeldIn der aktuellen Ausgabe von “Zehn Fragen” bei deutsche-startups.de stellt sich heute Frank Lemser, Geschäftsführer des Deutschland-Reiseführers German Places, dem Fragenkatalog von Alexander Hüsing. Was Frank Lemser auf die Frage, worauf er im Internet verzichten könne, antwortet, verschlug mir kurzzeitig die Sprache: “Flicker-Flacker Werbung auf Webseiten, Viren, Spyware und Spam. Aber zum Glück gibt es ja Technologien und Software mit denen man sich diese Dinge vom Halse halten kann.” Klar, Viren & Co mag niemand, aber sich als Webunternehmer so negativ über Werbung zu äußern – das Lebenselixier für viele Startups und Internetangebote – und im selben Atemzug das Blockieren von Anzeigen zu propagieren, lässt mich doch stark an der Vernunft dieses Herrn zweifeln. » weiterlesen

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