Deutschland ein Web-2.0-Entwicklungsland?

Die Zahl der Bundesbürger, die zumindest gelegentlich online gehen, steigt. Laut (N)onliner-Atlas sind 60,2 der Bundesbürger in den letzten zwölf Monaten online gewesen. Ein gutes Ergebnis, mag man denken. Doch es sagt nichts über die Intensität und Art der Internetnutzung aus. Auch nicht über generelle Einstellung der Bevölkerung zum World Wide Web. Besonders in den letzten Tagen und Wochen wurde deutlich, dass sich Deutschland genau hier zu einem Problemfall entwickeln könnte.

Online-Aktivitäten umfassen mehr als das Schreiben von E-Mails und das Suchen nach dem Busfahrplan. Gerade die zahlreichen unter dem Begriff Web 2.0 zusammengefassten Dienste eröffnen Nutzern neue Möglichkeiten zur Interaktion, Kommunikation, Problemlösung und Erleichterung des Alltags. Erschreckend viele Bundesbürger zeigen jedoch wenig oder kein Interesse an den neuen Angeboten, manch einer tut sein Desinteresse und seine Ablehnung auch ohne Scham in aller Öffentlichkeit Kund. » weiterlesen

Studie:
Nur 16 Prozent der Social Networker nutzen mehr als zwei Anbieter

In den Kommentaren zum Beitrag Social Networks überall – ist der Markt gesättigt? wurde darüber diskutiert, in wie vielen Social Networks ein durchschnittlicher Nutzer solcher Angebote angemeldet ist. Das Marktforschungsinstitut Parks Associates hat zu diesem Thema 402 US-Nutzer von Communities befragt, wie viele Social Networks sie im ersten Quartal 2007 aktiv genutzt haben. Rund die Hälfte der User verwendete lediglich eine entsprechende Plattform, ein knappes Drittel zwei und jeder Sechste drei oder mehr. Rund 40 Prozent der Umfrageteilnehmer mit einem MySpace-Account sind bei mindestens einem weiteren Netzwerk angemeldet. Von Usern, die bei einem kleineren Social Network Mitglied sind, hat sogar die Hälfte einen Account bei einem oder mehreren anderen Plattformen. » weiterlesen

Irakischer Brokkoli

Der Stern klärt uns in seiner Ausgabe 26/2007 auf Seite 184 über eine Ähnlichkeit zwischen David Hasselhoff und dem Brokkoli aus der Sesamstrasse auf.

Hasselhoff Broccoli

Eine frappante Ähnlichkeit, ja. Wieso bloss ist mir das nie aufgefallen? Vielleicht, weil man jeden anderen Showstar und jedes andere Gemüse auch dafür hätte nehmen können?

» weiterlesen

Startup Deutschlandreporter.de bezahlt Hobby-Filmer

deutschlandreporter.gif

An diesem Sonntag startet mit Deutschlandreporter.de ein neues Internetangebot für Hobby-Journalisten und Blogger. Jeder, der gerne mit der Kamera unterwegs ist, kann kleine Berichte und Interviews aus seiner Region oder Stadt produzieren und diese bei Deutschlandreporter.de einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Besondere: Die Hälfte der Werbeeinnahmen, die ein Video generiert, gehen an den Reporter. Jeden Tag wählt die Redaktion außerdem die interessantesten Videos aus und fasst sie in einem Best-Of zusammen. Nutzer, deren Beiträge verwendet werden, erhalten dafür je 20 Euro Prämie.
» weiterlesen

Stefan Aust im letzten Cash

Stefan Aust, Chefredaktor des Spiegels, gibt der letzten Ausgabe von Cash ein Interview.

Zusammen mit der Zeitschrift Facts erschien heute auch die letzte Ausgabe der Wirtschaftszeitung Cash. Warum? Medienkritiker Kurt W. Zimmermann schrieb es für Abonennten der heutigen Weltwoche so:

Cash und Facts (…) machten seit Jahren keinen guten Journalismus mehr. Sie waren fad und öd geworden. Ihre Parallele ist, dass ihre Mutterhäuser absichtlich dafür gesorgt hatten, dass sie fad und öd wurden.

(…)

Cash wurde journalistisch domestiziert, verlor Unabhängigkeit und Biss und war nur noch fad und öd.

(…)

Facts wurde journalistisch domestiziert. Man verwechselte intern Seriosität mit Stinklangweiligkeit, zog dem Blatt die Zähne, und Facts war nur noch fad und öd.

In einer Kolumne die Wendung “fad und öd” viermal zu verwenden, könnte man entweder als Stilmittel oder als fad und öd auslegen, aber darum geht es gar nicht.

Stefan AustEs geht um den Chefredaktor des Spiegels, Stefan Aust, der für die letzte Ausgabe von Cash interviewt wird. Und erklärt, wie man erfolgreich ein Magazin macht.

Schon der Titel des Interviews sagt einiges: “Die Flucht aus dem Print ist eine Flucht aus dem Journalismus”.

» weiterlesen

iZoho vermittelt iPhone-Feeling

iphonezoho2.gifMorgen kommt das mit Vorschusslorbeeren überhäufte iPhone von Apple auf den US-Markt. Statt gewöhnlicher Tasten verfügt das Smartphone über ein Touchscreen. Die Berührung des Schirms sorgt für einen eleganten Slide-Effekt, der einen zum nächsten Menü bringt. Zoho, Anbieter webbasierter Office-Produkte, hat mit iZoho als einer der ersten Webdienste eine für das iPhone angepasste Version seiner Applikation ins Netz gestellt. Ein Klick auf einen der Menüpunkt gibt einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Monaten erwarten könnte: eine ganze Reihe von an das iPhone angepasster Webservices mit schwungvoll-dynamischen Steuerungselementen sowie eine noch inflationärere Verwendung des Buchstabens “i”. via Webware

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

IPTV-Dienst Zattoo sucht Helfer für lokale Anpassung

zattoo.gif
Update: Zattoo Deutschland ist gestartet. zweinull.cc hat Einladungen zur Beta!

Mit Spannung erwarten viele Internetnutzer den Deutschland-Start des IPTV-Dienstes Zattoo. Von allen Lesern, die zweinull.cc über Google finden, informiert sich der prozentual größte Teil über Zattoo. Die Applikation streamt die aus dem nationalen Fernsehnetz bekannten TV-Sender mit einer kostenlosen Software direkt auf den Desktop. Bereits verfügbar ist der Dienst in der Schweiz, in Dänemark, Groß Britannien und Spanien. In nächster Zeit steht auch der Launch in Deutschland, Frankreich, Italien, der Türkei, Polen, Dänemark, Norwegen, Schweden und Portugal an. Bevor es losgehen kann, muss die Software lokalisiert, d.h. sprachlich an die jeweiligen Länder angepasst werden. Im Zattoo Blog wurde gestern dazu aufgerufen, sich zu melden, wenn man bei der Übersetzung mithelfen möchte. Auch für die deutsche Version wird Unterstützung gesucht – eine gute Möglichkeit, Zattoo schon vor dem offiziellen Deutschland-Start auszuprobieren. Mehr Informationen gibt es hier.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

6 zum Tod von Facts und Cash

Das Aus für FACTS – die Meinungen
(facts.ch)
Heute werden FACTS und «Cash» zum letzten Mal ausgeliefert – was bedeutet das für den Recherchierjournalismus? 12 Antworten.

Abenteuer mit Sushi
(woz.ch, Susanne Zahnd)
Nicht, dass man dem Nachrichtenmagazin «Facts» auch nur eine halbe Träne nachweinen würde, aber dass diese Publikation per Ende Juni eingestellt wird, erfüllt einen auch nicht mit Jubel. Ist es doch ein weiteres Zeichen dafür, dass sich (nicht nur) Tamedia wenig dar­um kümmert, was Journalismus im Printbereich heute noch sein könnte.

Wogen bei Facts noch nicht geglättet
(werbewoche.ch)
Unter anderem mit einer Stellungnahme von Tamedia-Mediensprecher Christoph Zimmer.

Die Hexenküche
(handelsblatt.com, Hans-Peter Siebenhaar und Ewald Stein)
In der Schweiz erscheinen heute zwei Magazine sozusagen mit Trauerrand: Die Wirtschaftstitel ?Cash? und ?Facts? bringen ihre jeweils letzte Ausgabe unter die Leute. Die Verlage Ringier und Tamedia stellen diese Blätter ein. Sie lohnen sich offenbar nicht mehr.

Wenn der Sensenmann kommt
(werbewoche.ch, Josefa Haas)
Mit jeder Publikation, die eingeht, verschwindet auch eine spezielle Form des Journalismus.

«Cash»/«Facts»: Die einen feiern, die andern protestieren
(kleinreport.ch)
Die zeitgleiche Einstellung der Wochenpublikationen «Cash» (Ringier) und «Facts» (Tamedia) hat in den beiden Verlagshäusern zu höchst unterschiedlichen «Schlussbildern» auf der Medienbühne geführt. Während die «Cash»-Redaktion das letztmalige Erscheinen der Wirtschaftszeitung am Mittwoch mit einer Schifffahrt auf dem Zürichsee und einem Nachtessen in der Erlenbacher «Schönau» feierte, war bei den «Facts»-Kolleginnen und -Kollegen gleichzeitig Kampf und Protest an

href=”http://www.facts.ch/dyn/magazin/schweiz/766387.html”>Das Aus für FACTS – die Meinungen
(facts.ch)
Heute werden FACTS und «Cash» zum letzten Mal ausgeliefert – was bedeutet das für den Recherchierjournalismus? 12 Antworten.

Abenteuer mit Sushi
(woz.ch, Susanne Zahnd)
Nicht, dass man dem Nachrichtenmagazin «Facts» auch nur eine halbe Träne nachweinen würde, aber dass diese Publikation per Ende Juni eingestellt wird, erfüllt einen auch nicht mit Jubel. Ist es doch ein weiteres Zeichen dafür, dass sich (nicht nur) Tamedia wenig dar­um kümmert, was Journalismus im Printbereich heute noch sein könnte.

Wogen bei Facts noch nicht geglättet
(werbewoche.ch)
Unter anderem mit einer Stellungnahme von Tamedia-Mediensprecher Christoph Zimmer.

Die Hexenküche
(handelsblatt.com, Hans-Peter Siebenhaar und Ewald Stein)
In der Schweiz erscheinen heute zwei Magazine sozusagen mit Trauerrand: Die Wirtschaftstitel ?Cash? und ?Facts? bringen ihre jeweils letzte Ausgabe unter die Leute. Die Verlage Ringier und Tamedia stellen diese Blätter ein. Sie lohnen sich offenbar nicht mehr.

Wenn der Sensenmann kommt
(werbewoche.ch, Josefa Haas)
Mit jeder Publikation, die eingeht, verschwindet auch eine spezielle Form des Journalismus.

«Cash»/«Facts»: Die einen feiern, die andern protestieren
(kleinreport.ch)
Die zeitgleiche Einstellung der Wochenpublikationen «Cash» (Ringier) und «Facts» (Tamedia) hat in den beiden Verlagshäusern zu höchst unterschiedlichen «Schlussbildern» auf der Medienbühne geführt. Während die «Cash»-Redaktion das letztmalige Erscheinen der Wirtschaftszeitung am Mittwoch mit einer Schifffahrt auf dem Zürichsee und einem Nachtessen in der Erlenbacher «Schönau» feierte, war bei den «Facts»-Kolleginnen und -Kollegen gleichzeitig Kampf und Protest angesagt.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Eine nicht gehaltene Rede aus der Facts-Redaktion

Heute protestierte die kürzlich in Corpore entlassene Redaktion der Zeitschrift Facts vor dem Kongresshaus gegen die Tatsache, dass ihr Verlag, Tamedia, der Redaktion bisher keinen Sozialplan in Aussicht gestellt hat.

Redaktor Christof Moser schreibt uns dazu:

die tamedia wollte jemandem aus der redaktion an der gv redezeit einräumen, wenn dafür die gewerkschaften das wort nicht ergreifen. ich wurde als sprecher ausgewählt. leider ging ich dann als redner vergessen und konnte die rede nicht halten. in der beilage sende ich ihnen das, was ich sagen wollte.

Hier also die Rede, die er halten wollte, aber nicht konnte:

» weiterlesen

Twitter-Klon dukudu.de für 43.208 Euro bei eBay verkauft

Aktualisiert um 16:30

Die in der vergangenen Woche bei eBay gestartete Versteigerung des deutschen Twitter-Klons dukudu.de ist beendet. Der nur einen Monat im Netz befindliche Dienst ging für 43.208 Euro über den virtuellen Ladentisch. Der eBay-Name des Käufers wurde nicht veröffentlicht. Laut deutsche-startups ist der Käufer die allesklar.com AG. Mittlerweile wurde dies vom Unternehmen mit einer Pressemitteilung bestätigt. Die allesklar.com AG betreibt unter anderem das Städteportal meinestadt.de. Die Auktion hatte für Aufsehen gesorgt, da dukudu.de sich wie die meisten anderen deutschen “Was machst Du”-Plattformen nie im Netz etablieren konnte und die von den Betreibern angegebenen 25.000 Euro Entwicklungskosten unangmessen hoch erschienen.

Selbst wenn die allesklar.com AG dukudu.de mit intensiver Bewerbung zu einem erfolgreichen Angbot aufbauen sollte – das hätte man auch billiger haben können. Zumal das Medienecho über die Blogsphäre nicht hinaus gekommen und lediglich temporär ist. Dukudu.de fängt bei Null an. Gratulieren muss man den Gründern der Seite. Sie haben mit der zirka zehnten deutschen Twitter-Kopie auf intelligente Weise Werte geschaffen. Möglicherweise verwenden sie ja jetzt dieses Kapital für eine sinnvolle Gründung.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

  • Sponsoren