6 zu Matt Groening

Der ins Sommerloch fallende Simpsons-Spielfilm erhält von den Medien einen Aufmerksamkeitsgrad, der durchschnittliche PR-Abteilungen zum Weinen bringen könnte. Ob der Film die Aufmerksamkeit verdient, weiss ich nicht. Was Matt Groening zu sagen hat, finde ich aber spannend.

Alle wollen nach Springfield
(sueddeutsche.de, Willi Winkler)
Ob die überlebenden Beatles, The Who oder Al Gore: Matt Groenings Einladung in Amerikas berühmtestes Kaff schlägt keiner aus. Willi Winkler hat mit dem “Simpsons”-Schöpfer über Gott, Homer und die Kreationisten gesprochen.

“Es ist nicht immer alles namby-pamby”
(dasmagazin.ch, Michèle Roten)
Matt Groening verdanken wir das tröstliche Wissen, dass auch die dunkle Seite des Lebens farbig ist: gelb wie die Simpsons.

“Wenn er durstig ist, will er Bier”
(sonntagszeitung.ch, Gabriela Tscharner-Patao)
Simpsons-Erfinder Matt Groening über seinen Helden Homer und den Film zur Serie.

“Ich bin sehr viel Bart”
(vanityfair.de, Ulrich Lössl)
Simpsons-Erfinder Matt Groening ist glücklich mit seinem ersten Kinofilm. Das Interview mit VANITY FAIR ONLINE.

Das große Neiiin! Simpsons und Philosophie
(welt.de, Holger Kreitling)
Erkenntnistheorie in Springfield, Heideggers Geworfenheit im Hause Homers. Die Simpsons haben mehr mit den Geistesriesen zu tun als man denkt. WELT ONLINE streift durch Werk von “Simpsons”-Schöpfer Matt Groening und findet wie immer Erlösung vorm Fernseher.

Interview to Matt Groening and James L Brooks (Simpsons)
(youtube.com, Video, 10:16 Minuten)

Dazu: Die Zitty-Redaktion hat sich in ihrer aktuellen Ausgabe neu vorgestellt. Als Simpsons-Figuren, vermutlich erstellt mit dem Simpsons Avatar Creator:

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Facebook schließt Börsengang vorerst aus

Nachdem ich am Samstag über die mir vorliegende Information berichtete, Facebook würde noch dieses Jahr eine deutschsprachige Version starten, äußert sich Facebooks CEO Mark Zuckerberg in einem Interview mit dem TIME Magazine nun selbst zum Thema Internationalisierung: “We haven’t translated the site yet, but that’s something we’re working on and it should be done soon.”

In dem Interview mit dem Titel “The Future of Facebook” schließt Zuckerberg außerdem einen baldigen Börsengang aus: “We’re not looking to IPO anytime soon. It’s just not the core focus of the company.” Sollte ein Börsengang (IPO) tatsächlich nicht forciert werden und auch ein Kauf von Facebook durch einen Medien- bzw. Internetriesen ausbleiben, wäre damit vorerst auch eine heißdiskutierte mögliche Übernahme von studiVZ durch Facebook vom Tisch. studiVZ dürfte für das von Investoren finanzierte Facebook dann im Moment mit einem Wert im dreistelligen Millionenbereich einfach zu teuer sein. Zum Interview mit Mark Zuckerberg (via Exciting Commerce)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Mister Wong:
erstes deutsches Webangebot mit iPhone-Version

misterwong.gifMister Wong, Europas führendes Social-Bookmarking-Portal mit mehr als zwei Millionen Bookmarks, hat als erstes deutsches Webunternehmen eine für das iPhone angepasste Version seines Dienstes ins Netz gestellt. Unter iphone.mister-wong.mobi können die populärsten und die neuesten Bookmarks der deutschen sowie der internationalen Plattformen von Mister Wong abgerufen werden. Für deutschsprachige User stehen zudem die in verschiedene Kategorien unterteilten Websitecharts zur Verfügung. » weiterlesen

Flugzeugabsturz in Basel:
Leserreporter mit den ersten Bildern

In Basel stürzt ein Flugzeug in ein Wohnquartier – die ersten Bilder liefern Leserreporter.

Mehrheitlich ist Rauch zu sehen auf den ersten Bildern vom Absturz eines Kleinflugzeugs heute in ein Basler Wohngebiet. Doch die Leserreporter sind die Ersten in der Jagd der Medien nach Informationen. Die Online-Portale nehmen die Inputs dankbar auf und zeigen sie auf ihren Portalen.

Erster Gewinner in der Jagd nach den besten Bildern und Informationen einmal mehr die Redaktion von 20minuten.ch. Sie weiss nach kurzer Zeit, wer im Flugzeug sass, wo genau es abstürzte und hat Bilder sowie Augenzeugenberichte:

20 Minuten Flugzeugabsturz
(Bild: Screenshot 20min.ch, 23.07.2007, 13:10 Uhr)

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Internet-Buzz Dank Werbedruck

Unternehmen, die viel in klassische Werbung investieren, erhöhen ihre Chancen, im großen Stil in Blogs erwähnt zu werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des US-Marktforschungsinstitutes Nielsen Buzz Metrics. Wie Internet World Business berichtet, wurde von den Marktforschern das Verhältnis der Werbeinvestitionen in 80 Konsumgüter des täglichen Bedarfs mit der Zahl der Blog-Erwähnungen verglichen. Es zeigte sich, dass die Produkte mit der stärksten Präsenz in US-Blogs auch mit dem höchsten Werbebudget ausgestattet waren. Das Institut fand heraus, dass freiverkäufliche Medikamente das größte Mundpropaganda-Potential hatten. Auch Produktinnovationen wurden thematisch häufig von Bloggern aufgegriffen. » weiterlesen

Deals mit Journalisten

Erich Vogel, 68, ist neuer Präsident des Schweizer Fussballclubs GC Zürich. Er ist seit 45 Jahren im Fussballgeschäft und hat unter anderem von Sepp Blatter gelernt, wie man mit den Medien umgeht. In einem Interview (Text / Video) mit Roger Schawinski erzählt er davon.

Über Erich Vogel haben wir schon einmal geschrieben hier bei medienlese.com. Und zwar am 18.04.2007, als der Blogger der Weltwoche, Walter de Gregorio, drei Gerüchte in die Welt setzte, die bis zu ihrer offiziellen Bestätigung von den hiesigen Medien ignoriert wurden.

Was man daraus lernen kann? Dass es sich lohnen kann, Weblogs zu lesen. Denn alle drei Gerüchte haben sich mehr oder weniger bewahrheitet. Murat Yakin wurde zwar nicht Trainer, aber immerhin Trainerassistent mit Aussicht auf Erbe (weil die zum Trainer nötigen Diplome noch fehlen). Krassimir Balakow wurde entlassen und Erich Vogel wurde Sportchef (und Vizepräsident), wie angesagt.

Erich Vogel


(Bild: Screenshot weltwoche.ch)

Mit wem der Weltwoche-Journalist die drei Mojitos und vier Bier getrunken hat, ist noch immer unklar. Dafür konnte Erich Vogel im Interview die nicht immer über alle Zweifel erhabene Nähe zwischen Sportjournalisten und Sportlern beleuchten. So erzählt er von Spielern, die auch nach schlechten Spielen von Journalisten gute Noten erhalten:

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medienlese – der Wochenrückblick

ZDF setzt Dieter Thomas Heck ab“, meldete die Berliner Morgenpost über den “Erfolgsmoderator”. Sein langjähriger Arbeitgeber hingegen, das ZDF, schrieb, er wolle seine Tätigkeit “auf eigenen Wunsch hin” reduzieren. Felix Schwenzel enthüllte das Geheimnis des Bloggens: “erfolgreiche a-blogger sagen ja angeblich, man soll ja so schreiben als ob man mit einem guten freund spricht”. Weltwoche-Journalist Urs Paul Engeler wollte wissen, wo genau sich in seinen Artikeln Fehler eingeschlichen haben. Presseverein.ch konnte, ohne pingelig sein zu wollen, aushelfen. Mündlich wurde mir übermittelt, dass sich Engelers Boss, Roger Köppel, in ein Gespräch zwischen zwei Leuten an einem Easyjet-Gate, die sich über falsche Fakten in einem Harry-Potter-Artikel unterhielten, eingeschaltet haben soll. Sowas sei ihm nicht egal und auch er habe sich darüber geärgert. Diese online leider nicht auffindbare Notiz konnte offenbar bei den versammelten mitgehörten Gesprächen im Tagesspiegel am Sonntag gelesen werden.

Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer hatte in einer Woche zwei Liveauftritte: Am Mittwoch eine angeblich unsäglich schlechte und an Masochismus grenzende Videoperformance und am Sonntag ein Echtzeit-Bloggen über die Leseerfahrung eines Harry-Potter-Buches. Zu den nach der Einstellung der ARD- und ZDF-Tour-de-France-Berichterstattung verbliebenen Radsportfans schrieb er: “Wer jetzt noch zuschaut, ist entweder so dumm, dass er Doping nicht begreift – oder es ist ihm völlig egal.”

Matthias Ackeret, Chefredaktor der Medienzeitschrift Persönlich rot, veröffentlichte kürzlich ein Buch über die Führungsprinzipien des Schweizer Ministers Christoph Blocher. Constantin Seibt vom Tages-Anzeiger las es und schrieb: “Der Interviewer Matthias Ackeret ist der perfekte Enkel: unermüdbar liefert er Stichworte. Unermüdbar bleibt er höflich. Und unermüdbar geht er den interessanten, dunklen Punkten aus Opas Leben aus dem Weg. So lässt Ackeret Opa Blocher wieder und wieder von dessen «mutigster Entscheidung» erzählen (…)”. Das Buch verkauft sich gut. So gut, dass es persoenlich.com wert war, die Meldung, die erste Auflage sei bereits ausverkauft, zu platzieren. Wo? Auf persoenlich.com, dem Internetportal der Zeitschrift Persönlich rot. Netzjournalismus.de vermutete eine Zusammenarbeit zwischen Krombacher und Stern-TV und 20Minuten schrieb ausführlich über Toyboy-Automaten. In einem anderen Text schrieb 20 Minuten: “Haben Sie geglaubt, dass Paparazzi die Promis mit ihren Kameras ‘erwischen’? Dann waren Sie wohl sehr naiv”. Äh ja, das bin ich wohl.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

“Ja, ich muss ja ansetzen.”

Ein Beitrag des ZDF-Magazins Frontal21 sorgte in den vergangenen Tagen für eine frische Brise in der Blogosphäre. Mit der Metapher vom Bumerang könnte man die Vorwürfe zusammenfassen, die sich gegen das ZDF richteten. Wir dokumentieren hier das vollständige und aufschlussreiche Transkript eines Interviews, das für die Sendung geführt wurde.

Es ging in der Sendung vom 17. Juli um “Gekaufte Beiträge” in deutschen Radiosendern, besser gesagt: Privatradiosendern. Beiträge, denen PR-Material in Audioform als Grundlage dient. Man staunte beim Ansehen ob der Ahnungslosigkeit eines jungen Radio-Programmchefs, der den Rundfunkstaatsvertrag nicht wirklich zu kennen scheint, und sah sich bestätigt in der Annahme, dass es bei den Privaten nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich nicht gerade auf hohem Niveau zugeht. Schleichwerbung und ungekennzeichnete PR im Radio: Ein wichtiges Thema, unbestritten.

Doch dann meldete sich der Rückkanal.

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Mobile Computing:
Viel Bewegung, wenig Fortschritt

Vor eineinhalb Jahren habe ich in diesem Blog mal darüber spekuliert, wie die nähere Zukunft der tragbaren Computer aussehen könnte. Und mit tragbar meine ich nicht die üblichen Laptops, sondern Geräte, die man sich wirklich in die Tasche stecken kann.

MobiledevicesSeither ist relativ viel passiert: Bemerkenswerte neue Minicomputer — oft als “Handtop” bezeichnet — von OQO, Sony, Flipstart und Motion sind auf den Markt gekommen. Tablet PCs sind inzwischen so salonfähig geworden, dass selbst Massenanbieter wie Dell auf diesen Zug aufgesprungen sind. Microsoft und seine Verbündeten haben zur CeBit 2006 mit viel Lärm den “Ultra-Mobile PC” (UMPC) lanciert. Die einst so nüchterne Blackberry-Linie hat multimedialen Zuwachs bekommen. Und nicht zuletzt sind mit dem Apple iPhone und den Top-Geräten aus dem Hause Nokia Smartphones auf den Markt gekommen, die leistungsmässig mehr mit PCs als mit klassischen Handies zu tun haben.
Alles wunderbar, und doch ist der echte Fortschritt im Markt eigentlich enttäuschend: Tablet PCs hatten 2006 gerade mal einen Marktanteil von 1.4%. Die noch ausgefalleneren Handtops sind im Markt noch so unbedeutend, dass sie gar nicht erst in den Statistiken auftauchen. Der UMPC ist ein veritabler Flop. Und Smartphones machen immer noch erst 10% des globalen Mobiltelefonmarktes aus, deutlich angeführt von dem inzwischen auch schon ziemlich angestaubten Symbian-Betriebssystem.

Auch der Fortschritt hinsichtlich Funktionalität der Mobilgeräte überzeugt nicht. Die letzte echte Innovation mit praktischem Wert war vermutlich Push-eMail. Seither versuchen die Hersteller nur noch, immer mehr aus den bestehenden Plattformen herauszukitzeln oder ihre übergewichtigen Desktop-Betriebssysteme in tragbare Geräte hineinzuquetschen. Neue Features wie eingebautes GPS haben von der Produktreife her erst den Status von Spielereien für geduldige Gadgetfreaks erreicht. Neue Userinterface-Elemente wie Handschrifterkennung können noch immer nicht wirklich überzeugen.

Da fragt man sich doch: was läuft hier falsch? Ich glaube, dass es drei Gründe für diese etwas unbefriedigende Entwicklung gibt:

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Machtkampf:
Facebook auf Deutsch vs studiVZ

facebookstudivz.gifNoch 2007 möchte Facebook lokale Versionen an den Start bringen, darunter auch eine auf Deutsch. Das wurde mir aus Facebook-Kreisen bestätigt. Damit gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass sich zwischen studiVZ und Facebook innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate ein harter Kampf um die deutschen Nutzer entwickeln wird. Angesichts der Größe und Bedeutung beider Social Networks in ihren jeweiligen Stammmärkten kann man ruhigen Gewissens von einem Showdown im deutschsprachigen Internet sprechen. studiVZ hat im Moment rund drei Millionen aktive Anwender in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Facebook verfügt über etwa zehnmal so viele Mitglieder, hauptsächlich im englischsprachigen Raum. In Europa zählen mittlerweile auch Norwegen und Schweden zu Facebook-Hochburgen. Die Zahl der Facebook-User aus Deutschland liegt schätzungsweise zwischen 50.000 und 100.000. » weiterlesen

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