Web 2.0-Office-Suiten:
Noch kaum genutzt

Wenn man manchen Analysten glauben darf, steht Microsoft praktisch kurz vor der Pleite. Schuld ist — natürlich — Google, insbesondere die Applikationssuite des Suchmaschinenriesen. Google Docs mit seinen rein webbasierten Textverarbeitungs- und Tabellenkalulationsprogrammen ist nämlich eine disruptive Gefahr für die marktführende und extrem profitable Office-Suite von Microsoft, sagen die Experten. Google ist für Microsoft quasi das, was vor 20 Jahren Microsoft selber für IBM war: Eine existentielle Bedrohung durch neue Technologie.

Diese Botschaft ist aber offenbar noch nicht beim Durchschnittsbenutzer angekommen. Einer neuen Umfrage des Marktforschers NPD zufolge haben immerhin schon mehr als ein Viertel der amerikanischen PC-User schon mal gehört, dass es webbasierte Office-Programme gibt, aber nur ein kleiner Teil, nämlich keine 5%, benutzt diese Angebote regelmässig oder gelegentlich.

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Mehr Klicks pro Minute

Die Konkurrenz ist weit abgeschlagen: Spiegel Online verzeichnete im November 2007 durchschnittlich 1811 Visits pro Minute, bei der Netzeitung sind es nur 58.

So unsinnig diese Zahlenspielerei auch sein mag: Sie verdeutlicht den enormen Abstand der Online-Angebote. Wie weit abgeschlagen die Konkurrenz ist, lässt sich am besten mit einer Grafik zeigen. Die Daten dazu kommen von der IVW, die nicht nur die Auflage von Printprodukten zählt, sondern auch die Nutzung von Internet-Angeboten misst. Die beiden maßgeblichen Werte sind Visits und Page Impressions. Ein Visit ist ein “zusammenhängender Nutzungsvorgang”, während dem eine oder mehrere Seiten abgerufen werden (das sind die Page Impressions).

IVW-Zahlen

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Fernsehen im Internet:
Zur Kasse, Schätzchen

Informationen gibt’s kostenlos bei den Öffentlich-rechtlichen, für Unterhaltung muss bei den Privatsendern Geld gelassen werden.

Stromberg, KDD, Thadeusz, Wallraff
Stromberg, KDD, Thadeusz, Wallraff (Fotos: Sender)

Klickt man sich in der ZDF-Mediathek durch die vergangenen Tage, bietet sich immer ein ähnliches Bild: zehn bis 15 verpasste Sendungen können abgerufen werden, darunter mindestens vier Mal die Nachrichtensendung “heute”. Richtig Spaß macht das leider nicht, deswegen habe ich auch erst heute zufällig entdeckt, dass die Callcenter-Dokumentation “Bei Anruf: Abzocke” von Günter Wallraff (unser Fernsehtipp vom 11. Dezember: “Wallraff ruft an”) online in der Mediathek verfügbar ist. Nur direkt auf das Video verlinken klappt nicht, die interne Suchfunktion der Mediathek nach “Wallraff” muss also ran.

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Gewinnspiel Talese-Buch unterwegs

Unser kleines vorweihnachtliches Gewinnspiel ist vorbei und wir haben einen Gewinner: Das Los fiel auf Armin Treitinger aus Theisseil. Er gab uns die richtige Antwort – am 5. Juni bekam der Tagesspiegel eine neue Internetseite – und wir schicken dafür das Gay Talese-Buch “Frank Sinatra ist erkältet” nach Theisseil.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Badoo reagiert und korrigiert AGB

BadooKürzlich berichtete ich über Badoo, ein Social Network, das in Deutschland völlig unbekannt ist, aber weltweit über 12 Millionen registrierte Mitglieder hat. In Googles Liste der weltweiten Suchbegriffe mit den größten Zuwachsraten im Jahr 2007 landete Badoo hinter dem iPhone auf dem zweiten Platz. Am Ende meines Artikels verwies ich auf im Netz kursierende Gerüchte, Badoo würde Spam-Mails verschicken. Außerdem zitierte ich den folgenden, sehr fragwürdigen Punkt aus den AGB: «We do not sell or rent out any personal information about you to any third party (excluding affiliates, parent company, subsidiaries or members of Partner programs) without your permission.» » weiterlesen

Musik-Startup simfy startet öffentliche Beta-Phase

simfysimfy, eines der in meinen Augen vielversprechendsten und interessantesten deutschen Web-2.0-Startups dieses Jahres, hat nach fünf Wochen seine geschlossene Beta-Phase verlassen und steht nun jedem Internetnutzer offen. Bei simfy kann man nach einer kostenlosen Registrierung seine Musiksammlung online speichern und anhören, seinen Freunden zugänglich machen und gleichzeitig auf deren Archive zugreifen. Als i-Tüpfelchen durchsucht simfy täglich zahlreiche Musikblogs und macht damit Tausende zusätzliche Titel über die zentrale simfy-Suchefunktion verfügbar. Im Gegensatz zu anderen Musikangeboten im Netz hat simfy laut Mitbegründer Christoph Lange einen legalen Rahmen für das Abspeichern und Tauschen von Musik im Netz geschaffen. Im Laufe der geschlossenen Beta-Phase wurden viele Bugs behoben und diverse neue Funktionen hinzugefügt, unter anderem ein Newsfeed und ein Nachrichtensystem. Wer mehr über simfy wissen will, kann sich meinen ausführlichen Artikel vom 11. November oder das folgende Video zu Gemüte führen: » weiterlesen

Gay Talese:
Reportagen für die Ewigkeit

Die Reportagen von Gay Talese sind legendär, genau beobachtet und brilliant erzählt. Seine Portraitierung Frank Sinatras, erschienen 1966 in Esquire, war Wegbereiter und Aushängeschild des New Journalism. Auf Deutsch ist eine Sammlung seiner Texte unter dem Titel “Frank Sinatra ist erkältet” erschienen. Wir verlosen ein Exemplar des Buchs.

Gay Talese
Gay Talese in deutscher Übersetzung: “Frank Sinatra ist erkältet”

?Frank Sinatra has a cold? ist, so schreibt es Charles McGrath in der New York Times, ?possibly the most famous magazine profile ever written?. Obwohl Gay Talese Sinatra nur zweimal kurz zu Gesicht bekam, schrieb er eine ausführliche und wundervoll zu lesende Geschichte über den Star und seine Umgebung. Er kultivierte ?the fine art of hanging around?, hielt sich um Umfeld Sinatras auf, sprach mit dem persönlichen Umfeld, bemerkte kleine Details – und kleidete seine subjektiven Erfahrungen anschließend in schöne Sprache: ?Sinatra mit Schnupfen ist wie Picasso ohne Farbe, Ferrari ohne Sprit – nur schlimmer.?

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Eine kleine studiVZ-Presseschau

studiVZAm Freitag beschrieb ich, warum Tech-Blogs im Jahr 2007 für mich zur favorisierten Quelle für Nachrichten rund um Internet- und Web-2.0-Themen geworden sind und weshalb ich die Berichterstattung verlagsgeführter, journalistischer Angebote in diesem Zusammenhang für mangelhaft halte. Nur Stunden später wurde quasi auf dem goldenen Teller eine neue Bestätigungen dafür geliefert, dass diese Kritik berechtigt ist: Die angekündigte Änderung der AGB von studiVZ sorgte von Freitag bis heute für viele Schlagzeilen und wieder wurde deutlich, dass eine große Zahl der namhaften Onlinezeitungen und -magazine beim Verfassen von Artikeln zu Internetthemen nicht die gleich Sorgfalt an den Tag legen, wie sie es in anderen Bereichen (üblicherweise) machen. » weiterlesen

medienlese – der Wochenrückblick

Internet-Angst, Spiegel-Geschichten und Profi-Blogger

Während Claus Kleber lieber doch in Mainz beim ZDF bleibt und nicht die Nachfolge von Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust antritt, schreibt Joachim Lottmann – der gerade sein aktuelles Buch “Auf der Borderline nachts um halb eins” verschenkt – in der Welt am Sonntag eine Ode an den ebenso geschassten Kultur-Chef des Spiegels, Matthias Matussek. Wegen der Quereleien um die Aust-Nachfolge drohe nun, schreibt die Welt, Zwist zwischen den Gesellschaftern. Peter Turi analysiert solange die Gerüchteküche und destilliert aus der Medienberichterstattung Spiegel-Online-Chef Blumencron als möglichen Nachfolger heraus.

Blogger I: Das Medium Magazin hat Stefan Niggemeier zum Journalisten des Jahres gekürt: Mit seinem Weblog setze er ein Zeichen für den Qualitätsjournalismus.

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Lottmann für lau

Es liegt noch keine drei Monate im Regal: Journalist und Popliterat Joachim Lottmann verschenkt sein Buch “Auf der Borderline nachts um halb eins” als PDF.

Joachim Lottmann
Lottmann-Buch: Gedruckt oder ausgedruckt?

Immer schön ablottern: Mit seinen radikal subjektiven Texten schrieb sich Kulturjournalist und Autor Joachim Lottmann an die Speerspitze der deutschen Popliteraten, seine Reportagen stehen in SZ, FAS, taz und Welt am Sonntag. Zuletzt erschienen die Bücher ?Die Jugend von heute? und ?Zombie Nation? von ihm.

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