Im Test:
Bravo

Die Bravo geht mit Tokio Hotel in den Urlaub und hat weniger Haare, sonst ist aber alles noch mehr oder weniger gleich. Die Jugendzeitschrift mit 51-jähriger Tradition im Test.

Bravo-Cover

Im Test: Ausgabe 3/2008, 09.01.2008.

Allgemeiner Eindruck

Die Bravo (italienisch: “tüchtig”) muss man wohl kaum erklären. Fast jede, fast jeder im deutschsprachigen Raum ist irgendwann mal in seiner Jugend mit dieser “Jugendzeitschrift” in Berührung gekommen, sei es als regelmässige Käuferin, sei es als heimlicher Leser. Alles in allem macht sie keinen veränderten Eindruck, doch natürlich haben sich die Stars geändert. Kein Limahl mehr, keine Gabriele Susanne Kerner, kein 90210. Die Alternativen heute heissen Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Lisa Bund und Room2012. Sieht ganz so aus wie ein Boulevard-Heft für Kinder.

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Tumblr:
Mini- statt Microblogging

TumblrDie zwei gängigsten Erscheinungsformen von regelmäßig veröffentlichtem User Generated Content sind Blogging und Microblogging. Beide haben nicht nur Vorteile. Selbst wenn Blogs technisch weit weniger komplex sind als professionelle Content-Management-Systeme, setzen sie dennoch gewisse Grundkenntnisse in der Web-Gestaltung voraus und brauchen ihre Zeit, bis sie optisch und strukturell den eigenen Wünschen entsprechen. Microbloggingdienste wie Twitter und Jaiku dagegen leiden unter dem Makel der Banalität und dienen meist als Plattform für kurze, über den Tag verteilte Statusberichten ihrer Nutzer – bei 140 maximal zugelassenen Zeichen pro Eintrag ist auch nicht viel mehr möglich. Was aber machen Menschen mit Mitteilungsbedürfnis, denen das Bloggen zu zeitintensiv oder kompliziert ist und Twitter zu oberflächlich? Sie könnten Tumblr nutzen. » weiterlesen

In zehn einfachen Schritten:
Schreiben wie Franz Josef Wagner

Sie möchten auch einmal ‘Gossen-Goethe‘ heißen dürfen (NDR), zum ‘Sprecher des Kleinbürgertums‘ avancieren (Wikipedia), täglich den ‘schärfsten Zungenkuss der Berliner Zeitungsgegenwart‘ austeilen (Tagesspiegel)?

Nichts einfacher als. Befolgen Sie einfach unsere zehn simplen Regeln.

1. Bleiben Sie vor allem immer charmant, besonders den Damen gegenüber:

Liebe Hillary Clinton, … wer ist schuld, dass Sie aussehen wie eine Schüssel Haferschleim?

2. Greifen Sie zu kühnen Vergleichen, deren bildhafter Nachvollzug auf Ihre Gedankenwelt wie ein ‘Hirndeo‘ wirken wird:

Ihre Ehe mit Bill war wie die gepresste Blume in einem Poesie-Album.

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Sueddeutsche.de Bilderstrecken:
Easteregg für Stefan

Alle Kinder Portale machen mittlerweile Bilderstrecken, um Klicks zu schinden. Auch öffentlich-rechtliche Rundfunksender sind keine Ausnahme. Sueddeutsche.de übertreibt es allerdings ziemlich schamlos und hat schonmal 50 Bilder parat, RSI inklusive.

Bild sueddeutsche.de Bilderstrecke Niggemeier Stefan klick

Bild sueddeutsche.de Bilderstrecke Niggemeier Stefan klick


Klick’ Dir den Daumen wund: Die Süddeutsche und ihr Bild-Archiv

Dafür hat sueddeutsche.de natürlich schon öfters lästernde Kommentare einstecken müssen. Doch Redakteure sind auch nur Menschen: ab heute wird zurückgeklickt! Wer sich durch die Bilderstrecke “Alle Kinder laufen über die Straße…”

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SoundCloud:
Musik-Plattform für hippe Produzenten und ihre Fans

SoundCloudMittlerweile berichte ich fast im Wochenrhythmus über neue Musikdienste. Das hat zum einen damit zu tun, dass ich selbst ein großer Musikliebhaber bin. Zum anderen ist in diesem Bereich in letzter Zeit sehr viel Innovation zu beobachten. Dies lässt sich mit ruhigem Gewissen auch über SoundCloud sagen. Hinter diesem neuen Dienst stecken ein paar Schweden, die sich in Berlin niedergelassen haben und nun an einem international ausgerichteten Social Music Network werkeln, auf dem urbane Hobby- und Profi-Musiker ihren Fans neue Produktionen und Songentwürfe vorstellen können. SoundCloud zeichnet sich vor allem durch ein fröhliches, farbenfrohes und cooles Design, durchdachte Funktionen sowie eine übersichtliche, nicht überladene Benutzeroberfläche aus und wird die Aufmerksamkeit der anvisierten hippen, städtisch geprägten Produzenten von vorrangig elektronischer Musik sowie ihren Anhang damit vermutlich spielend gewinnen. » weiterlesen

Endlich entschieden:
Blumencron und Mascolo werden Aust-Nachfolger

Das meldet jedenfalls sueddeutsche.de und beruft sich auf “Verlagskreise”. Andere nennen das Hamburger Abendblatt als Quelle, aber dort ist online nichts zu finden – ebensowenig übrigens wie auf den Webseiten der Spiegel-Gruppe und bei den üblichen Fachmedien. Matthias Müller von Blumencron, derzeit Chefredakteur von Spiegel Online, und Georg Mascolo, Leiter des Hauptstadtbüros, wurden kürzlich schon vom Focus als Favoriten für die Nachfolge Stefan Austs an der Spiegel-Spitze genannt. Nachdem der eigentliche Favorit Claus Kleber sich gegen den Posten entschieden hatte, war eine hausinterne Lösung wahrscheinlicher geworden – denn jeder Kandidat war seitdem nur noch zweite Wahl.

Ums operative Geschäft bei Spiegel Online soll sich in Zukunft Wolfgang Büchner kümmern, der dort bereits seit 2003 stellvertretender Chefredakteur ist.

Anm.: Ich habe die Links zu den Biographien von Blumencron und Büchner wieder entfernt – denn die leiten auf die Startseite von Spiegel Online um, wenn man nicht via Impressum geht. Dazu sagen wir jetzt mal nichts …

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Filmverleih auf iTunes:
Wiederholt sich die Geschichte?

Die wohl erstaunlichste Ankündigung an Steve Jobs’ gestriger Keynote war nicht das neue MacBook Air und auch nicht die neuen iPhone-Featues. Nein, wirklich überraschend war die Bekanntgabe, dass Apple ab sofort auf iTunes Filme verleihen wird, und zwar die Produkte aller grossen amerikanischen Filmstudios. In so einer Breite hatte das kaum jemand erwartet. Und schon seit heute sind für amerikanische Kunden eine Handvoll von Filmen per Miete zu beziehen.

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Zehn Gründe, warum Facebook studiVZ kaufen könnte

facebookstudivz.gifDie berühmt-berüchtigten Samwer-Brüder haben sich mit einem Betrag zwischen 10 und 15 Millionen Dollar an Facebook beteiligt. FAZ-Netzökonom Holger Schmidt vermutete bereits gestern, dass das umtriebige Trio deutlich weniger für seinen Anteil gezahlt habe als Microsoft. Der Softwarekonzern legte im Herbst 2007 für eine Beteiligung von 1,6 Prozent an Facebook 240 Millionen Dollar auf den Tisch. Nun also sollen die Samwers Mark Zuckerberg und Anhang dabei helfen, in Europa erfolgreich Fuß zu fassen und lokalisierte Versionen zu starten. Brisant ist das jetzt bekannt gewordene Investment, da die Samwer-Brüder schon bei der Finanzierung des deutschen Facebook-Klons studiVZ mit dabei waren, der schließlich vor einem Jahr von der Verlagsgruppe Holtzbrinck für einen Betrag zwischen 80 und 100 Millionen Euro gekauft wurde. » weiterlesen

Apples gewagtes Subnotebook-Experiment

MacbookairApples heutige Ankündigung des neuen Subnotebooks MacBook Air war sicher keine Überraschung: Schon seit Wochen spekulierte die Szene über ein solches Produkt. Schon eher erstaunlich ist, dass sich Apple überhaupt in dieses Marktsegment vorwagt. Subnotebooks werden bisher hauptsächlich benutzt von vielreisenden Geschäftsleuten, die diese meistens ziemlich teuren Geräte von ihrer Firma gekauft kriegen.
Apples traditionelle Kundengruppen dürften hingegen mit einem solchen Schrumpflaptop weniger anfangen können. Für Kreative ist ein Subnotebook schlichtweg zu wenig leistungsfähig: Photoshop-Orgien und effizienter Videoschnitt sind mit so einem eher mager ausgestatteten Gerät kaum sinnvoll möglich. Für Konsumenten dürfte der Preis in einem Zeitalter von billigen Unterhaltungsnotebooks schlicht zu hoch sein.
Wem will Apple dieses Produkt also verkaufen? Traditionell konzentrierte sich Apple immer auf relativ konventionelle Produktkategorien, weil man nur dort mit dem bescheidenen Mac-Marktanteil überhaupt ausreichende Stückzahlen erreichen könnte. Es ist wohl eindeutig ein Zeichen für Apples enorm gestiegenes Selbstvertrauen, dass man nun mit einem so relativ exotischen Gerät herauskommt.

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Live Documents:
Google Docs, Zoho & Co erhalten Konkurrenz

Live DocumentsOnline-Office-Dienste wie Google Docs und Zoho, die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und die Erstellung von Präsentationen online im Browser ermöglichen, bekommen einen neuen, ernstzunehmenden Konkurrenten: Live Documents heißt der frisch gestartete Dienst des indischen Startups InstaColl, deren Chef Sabeer Bhatia sich 1997 einen Namen machte, als er Hotmail für rund 400 Millionen US-Dollar an Microsoft verkaufte. Trotz dieser Geschichte und des verdächtig klingenden Namens besteht zwischen Bhatias Neugründung und Microsoft offiziell keine Verbindung. » weiterlesen

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