Die Rund-um-die-Uhr-Zeitung:
Noch mehr Innovation vom Guardian

Wenn es einen Preis für den innovativsten Zeitungsverlag gäbe, hätte den derzeit zweifelsfrei der “Guardian” verdient. Dabei ist die 1821 gegründete Firma beim besten Willen kein Startup.

Der Guardian hat eine der modernsten Websites in der Medienbranche überhaupt, und die Experimentierfreude mit neuen journalistischen Formaten scheint hier auch kaum Grenzen zu kennen, gerade im Online-Bereich. Eine der letzten grösseren Innovationen war beispielsweise das Gruppenblog “Comment is free”. Vergangene Woche gab der Guardian zudem seine neue “Web First Policy” bekannt: Alle neuen Zeitungsberichte für die Zeitung von morgen werden auf dem Web publiziert, sobald sie fertig sind — eigentlich logisch, denkt man sich als Laie, aber leider noch lange nicht üblich bei Zeitungswebsites.

Nun schickt sich der Guardian an, auch die Grenzen zwischen Print und Internet aufzubrechen. Offensichtlich haben ja beide Medien so ihre Nachteile: Die gedruckte Zeitung ist meistens schon veraltet, wenn sie rauskommt (sogar Abendzeitungen haben etwa drei Stunden Zeitverzögerung), und die News-Website kann man halt schlecht unter den Arm klemmen und unterwegs konsumieren. Also sagte man sich beim Guardian: Warum nicht das beste aus beiden Welten verbinden?

Das Resultat heisst G24 (<a href="http://media.

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Konkurrenz für Microsoft Office gleich von zwei Seiten

Der Kampf um den Markt für Office-Suiten, so könnte man denken, ist längst entschieden: Microsoft Office ist mit weitem Abstand das dominierende Produkt. Die kommerziellen Konkurrenten (Lotus SmartSuite und WordPerfect) sind bestenfalls untote Zombie-Produkte mit minimalem Marktanteil, und die Open-Source-Alternative Open Office hat es nie über einen Insider-Tipp hinausgebracht.

Erstaunlich daher, dass Microsofts so sicher scheinende Position jetzt gleichzeitig von zwei Konkurrenten unter Beschuss gerät, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

IBM bereitet derzeit die nächste Version von Lotus Notes vor, der immer noch sehr populären Groupware-Plattform. Die nächste Generation unter dem Codenamen “Hannover” wird nicht nur Verbesserungen im Kern von Notes enthalten, sondern eine echte Überraschung: “Hannover” wird eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation und ein Präsentationsprogramm anbieten. Damit tritt IBM frontal gegen Microsoft Office an.

Die neuen IBM-Anwendungen werden das Open Document Format verwenden und daher “offener” sein als die Microsoft-Palette. Das ist insbesondere ein grosser Vorteil im Markt für staatliche Kunden, die zunehmend Druck auf Microsoft in Richtung offener Dokumentenformate ausüben.

In letzter Zeit viel diskutiert wurde Googles zunehmende Aktivität im Office-Segment. Mit der (kürzlich eingekauften) Textverarbeitung Writely, dem gerade vorgestellten Google Spreadsheet, Gmail, Google Calendar und Google Base bietet der Suchmaschinen-Gigant jetzt eine Palette an, die im Prinzip alle elementaren Office-Anwendungsfälle (mit Ausnahme von Präsentationen) abdeckt. Grosser Vorteil für die User: Das ganze ist voll browserbasiert und benötigt daher keine umständliche lokale Installation. Und: die Google-Produkte sind — vorerst zumindest — kostenlos. Google gibt sich auch alle Mühe, mit dem Quasi-Standard der Microsoft-Fileformate kompatibel zu sein. Natürlich bieten die Google-Produkte bei weitem nicht die Funktionsvielfalt von Microsoft Office. Aber für einfache Anwendungsfälle reichen sie durchaus, und benutzerfreundlich sind die Google-Lösungen obendrein.

Aber: Wird einer diese Konkurrenten in der Lage sein, die Vorherrschaft von Microsoft zu brechen?

IBM setzt auf seine immer noch grosse Lotus-Notes-Anwenderbasis und vermutlich auf Neukunden primär aus dem öffentlichen Sektor. Die umfassende IBM Workplace-Strategie, zu der “Hannover” gehört, ist darauf ausgelegt, den grossen IBM-Kunden alle Lösungselemente aus einer Hand zu bieten. Auch wenn die Zeit der bedingungslos IBM-gläubigen IT-Chefs längst vorbei ist, könnte das in vielen Fällen funktionieren.

Es gibt beim besten Willen kaum jemanden, der einen guten Grund sieht, auf die nächste Version von Microsoft Office umzusteigen. Überflüssige Features haben wir alle längst genug auf unseren überladenen Festplatten. Die Vereinfachung hingegen, die IBM da in Aussicht stellt (nur ein Lieferant, darum kann auch nur einer schuld sein bei Problemen), könnte ein gutes Argument für Umsteiger sein — gerade für Grosskonzerne, deren IT-Abteilungen unter der Supportlast ihrer heterogenen Softwarepalette ächzen. Trotzdem: Es ist kaum anzunehmen, dass IBM mit diesem Frontalangriff Microsoft ernsthaft gefährden kann. IBMs Alles-aus-einer-Hand-Lösungen sind vor allem für kleinere Unternehmen kaum geeignet, und dort wird Microsoft weiterhin sehr attraktive Margen erzielen können.

Google hingegen verfolgt eine “distruptive” Strategie wie aus dem Lehrbuch: Man versucht gar nicht erst, den übermächtigen Konkurrenten in Bezug auf alle seine Leistungsmerkmale zu schlagen, sondern greift von unten an — mit einem Produkt, das nur den einfachsten Anforderungen genügt, aber dafür preislich weitaus günstiger ist. Damit kann man Usergruppen abholen, denen das etablierte Microsoft-Produkt viel zu teuer und/oder zu komplex ist.

Die Wirtschaftsgeschichte zeigt, was danach theoretisch passieren könnte: “Google Office” wird ständig besser und mächtiger und frisst sich von unten her immer stärker in Microsofts Userbasis hinein. Microsoft wird dadurch gezwungen, sich noch stärker auf die High-End-Kunden zu konzentrieren, da man preislich einfach nicht mithalten kann (und will). Ein paar halbherzige Versuche Microsofts, ein Low-End-Produkt auf den Markt zu werfen, scheitern. Und schliesslich läuft der Massenmarkt vollständig zur billigen Google-Lösung über, Microsoft bleibt nur das alleroberste Marktsegment. So ähnlich ist es IBM und DEC ergangen, als der PC seinen Siegeszug angetreten hat.

Solche Prozesse dauern freilich etliche Jahre und setzen voraus, dass der etablierte Konkurrent sich tatsächlich nach dem historischen Schema F verhält. Unglücklicherweise für Google gehört allerdings das Studium der Wirtschaftsgeschichte zu Bill Gates’ Hobbies, und darum wird Microsoft kaum die klassischen Fehler begehen. Schon einmal, beim Aufkommen des Internet, stand Microsoft vor einer ähnlichen Bedrohung — und wir wissen alle, wie es später Netscape ergangen ist.

Kein Zweifel: Googles disruptive Strategie hat deutlich mehr Sprengkraft als IBMs Versuch, im verlorenen Office-Segment wieder Fuss zu fassen. Es ist jedenfalls interessant, dass der wirklich langweilig gewordene Office-Markt jetzt plötzlich wieder zum Schlachtfeld wird. Aber derzeit würde ich noch nicht auf die Herausforderer wetten.

Newsgator Mobile:
Blogs lesen auf dem PDA

Schon vor längerer Zeit bin ich für das Lesen von Blogs und anderen RSS-Feeds auf die Produktpalette von NewsGator umgestiegen. Anders als andere Dienste verlangt NewsGator für die meisten Leistungspakete Geld, aber dafür wird auch einiges geboten: Neben einem sehr guten webbasierten Feedreader gibt es ein Outlook-Plugin, eine vereinfachte Online-Variante für Mobiltelefone sowie den sehr starken Standalone-Reader FeedDemon.

Grosser Vorteil dieser Palette: Es gibt ein Tool für jede Einsatzsituation, aber doch ist alles aus einem Guss. Die RSS-Subscriptions und der Gelesen-Status einzelner Einträge werden über die verschiedenen Kanäle hinweg synchronisiert. Das heisst, dass ich zu Hause beispielsweise den webbasierten Reader nutzen kann, unterwegs die Mobiltelefon-Variante, und wenn kein Netz vorhanden ist (zum Beispiel im Flugzeug) die offline-fähige Outlook-Komponente.

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Ende der “Net Neutrality” in den USA?

In der amerikanischen Internet-Szene wurde das Thema schon seit Monaten heftig diskutiert, aber bis vor wenigen Tagen fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit: Ein heute verabschiedetes neues Telekommunikationsgesetz wird in den USA den Internet-Providern erlauben, von den Anbietern von Web-Inhalten höhere Gebühren zu verlangen, wenn diese (wie es z.B. bei den grossen Search-Engines der Fall ist) besonders hohe Bandbreiten in Anspruch nehmen wollen. Die bisher bestehende “Net Neutrality”, also die technische Gleichbehandlung aller Datenpakete, gehört damit faktisch der Vergangenheit an. Zwar sind noch einige Änderungsvorschläge in den beiden Parlamentskammern hängig, aber die werden vermutlich wenig Chancen haben, an dieser neuen Situation noch etwas zu ändern.

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Technikfeindlich oder weise? Keine Laptops am MIT.

Mein Studienaufenthalt am MIT hat diese Woche begonnen. Eine der grössten Überraschungen — um nicht zu sagen Schocks — zu Beginn war die Mitteilung, dass die Benutzung von Laptops und jeglicher anderer elektronischer Geräte (inkl. PDAs, Blackberrys, elektronischen Wörterbüchern etc.) in den Vorlesungen strikt verboten ist.

“Wie bitte?!”, denkt man sich da erst. Das MIT ist sonst nicht gerade als ein Hort der Technikfeindlichkeit bekannt, um es mal vorsichtig zu sagen. Schliesslich wurden viele der Konzepte, die modernes Computing überhaupt möglich machen, hier erfunden. Schon in den frühen achtziger Jahren war das MIT mit <a href="http://en.

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Web 2.0, massentaugliche Technologien die Vorteil von Bubbles

Mein vorhergehender Beitrag über die Unzulänglichkeiten von Web 2.0 scheint ja irgendwie einen Nerv getroffen zu haben, jedenfalls habe ich noch nie so schnell eine ganze Handvoll engagierter Kommentare gekriegt.

Um eins klarzustellen: Ich bin normalerweise äusserst begeisterungsfähig für neue Technologien, wie allein schon meine Sammlung von Early-Adopter-Gadgets beweist. Dass ich Web 2.0 bis vor kurzem auch noch ziemlich vorbehaltlos toll fand, kann man zum Beispiel hier [PDF 4.0MB] oder in älteren Beiträgen in diesem Blog nachlesen.

Nur: Ab einem gewissen Punkt (nämlich dann, wenn’s kommerziell interessant werden soll) muss man sich die Frage stellen, ob eine Technologie wirklich reif für die breitere Nutzung ausserhalb von Insiderkreisen ist. Und dafür ist nicht technologische Eleganz entscheidend, sondern echte Praxistauglichkeit. Das heisst insbesondere, dass eine Mehrheit von Usern in praktisch jeder alltäglichen Situation die neue Technologie benutzen können sollte. Das wiederum geht nur dann, wenn die Technologie ein paar entscheidende Eigenschaften aufweist. Natürlich ist keine Technologie je perfekt, aber es kommt auf eine ausgewogene Mischung dieser Faktoren an:

  • Die Anschaffungs- und Betriebskosten müssen massentauglich, d.h. niedrig genug sein.

    Beispiel: VHS hat sich unter den Videosystemen gegen Betamax und Video 2000 aufgrund eines klaren Kostenvorteils durchgesetzt, obwohl es technisch deutlich schlechter war.

    Hier liegt Web 2.0 sicher exzellent im Rennen, die Kosten liegen um Faktoren niedriger als bei den Web-Applikationen der ersten Generation.

  • Die Benutzung der Technologie darf nicht zu hohen Lernaufwand vorausetzen.

    Beispiel: Das Internet gibt es seit 1969. Breit durchgesetzt hat es sich 1993, als der erste grafische Webbrowser auf den Markt kam. Die Internet-Traditionalisten konnten damals mit diesem bunten Geklicke gar nichts anfangen und waren eher dafür, weiter auf Telnet zu setzen…

    In Bezug auf Benutzerfreundlichkeit ist Web 2.0 sicher schon recht gut, wenn auch noch verbesserungsfähig.

  • Zuverlässigkeit und Robustheit sind wichtiger als viele andere Faktoren.

    Beispiel: Der Apple Newton war der erste PDA mit Handschrift-Erkennung, wurde aber zum Flop, weil die Fehlerquote zu hoch war. Palm hingegen hat die User gezwungen, eine vereinfachte Handschrift zu erlernen, die aber praktisch perfekt erkannt wurde. Resultat: Glückliche User trotz Lernaufwand.

    Hier fängt es bei Web 2.0 schon ordentlich an zu hapern: Abhängigkeit von Browserversionen, gelegentlich eher wacklige Applikationen (“Perpetual Beta” ist ja nett, aber irgendwann will man auch mal auf einem stabilen Release arbeiten können).

  • Die neue Technologie darf keine zu grosse vorhandene Infrastruktur voraussetzen.

    Beispiel: Autos, die mit Biodiesel, Strom oder Gas fahren, wären zweifelsfrei eine tolle Sache. Fast alle Tankstellen verkaufen aber nur normales Benzin, und die Hürde, diese riesige Infrastruktur umzustellen, ist (vorerst) viel zu hoch.

    Da liegt, wie im vorhergehenden Beitrag beschrieben, meiner Meinung nach der Knackpunkt bei Web 2.0.

Web 2.0 krankt also heute vor allem am letzten dieser Faktoren, den hohen infrastrukturellen Voraussetzungen: ohne Breitband geht gar nichts. Klar, das ist ein Problem, das sich mit der Zeit lösen wird. Aber wir sind — so empfinde ich das zumindest aufgrund meiner Erfahrungen der letzten Montate — von der Lösung noch viel weiter entfernt, als man sich das in der Internet-Szene vielleicht denkt.

Die Durchsetzung erfolgreicher neuer Technologien folgt fast immer einem klar vorhersagbaren Muster, ob man die jetzt (unter verschiedenen Gesichtspunkten) Technology Adoption Lifecycle, Hype Cycle oder wie auch immer nennt. Die Schwierigkeit ist vor allem (und damit beschäftigen sich Horden von Analysten, Venture Capitalists und Unternehmern), das Timing genau vorherrzusehen.

Und genau diese Timing-Frage ist entscheidend: Wo stehen wir eigentlich im Reifungsprozess von Web 2.0? Und noch wichtiger: Mit welchen Massnahmen kann die Entwicklung entlang dieser Kurve vorangetrieben werden?

Im Falle von infrastrukturellen Engpässen (wie wir sie hier wohl haben) ist historisch gesehen die beste Beschleunigungsmethode eine ordentliche Investment-Bubble. Warum haben wir heute eine (relativ) gute Breitband-Verfügbarkeit in der westlichen Welt, zahlen für Transatlantikgespräche nur noch einen Zehntel so viel wie noch vor 10 Jahren oder können per UMTS unterwegs schnell Daten übertragen? Zu einem wesentlichen Teil liegt das daran, dass Ende der neunziger Jahre völlig unvernünftig viel Geld in Telekommunikationsinfrastruktur investiert wurde, weil sich die Investoren gigantische zukünftige Gewinne erhofften.

Den Rest der Geschichte kennen wir: Kurz später gab es ein Blutbad in der Internet- und Telekom-Branche, und erst heute erholen sich diese Sektoren so langsam wieder davon. Dafür können sie jetzt auf eine umfassende Infrastruktur aufsetzen, die faktisch mit den Börsenverlusten von Kleinanlegern finanziert wurde — oft sogar ohne deren Wissen via Pensionskasse. Mit anderen Basistechnologien früherer Zeiten, zum Beispiel der Eisenbahn oder der Telegrafie, war es übrigens sehr ähnlich.

Anders gesagt: Was Web 2.0 vielleicht für die Durchsetzung wirklich fehlt, ist eine richtige Bubble. Das bisschen, was wir in diesem Sektor bisher gesehen haben (z.B. Rupert Murdoch, der gelegentlich das eine oder andere Startup kauft) ist wirklich Kinderkram verglichen mit 1999. Natürlich ist es aber unwahrscheinlich, dass eine vergleichbare Investitionsblase so bald wieder auftaucht, und darum glaube ich, dass der Ausbau der nötigen Infrastruktur länger dauern wird als angenommen.

Das stellt aber, um das auch nochmals klar zu sagen, nicht in Frage, dass ich längerfristig die Web-2.0-Konzepte für sehr wichtig halte. Sie brauchen nur einiges mehr an Reifungszeit.

Reality Check im Selbstversuch:
Ist Web 2.0 reif für den Massenmarkt?

Regelmässige Leser dieses Blogs wissen, dass ich in letzter Zeit sehr viel unterwegs war und daher über Monate hinweg meistens keinen regulären Breitband-Internetanschluss benutzen konnte. Mal abgesehen von den damit einhergehenden Unbequemlichkeiten öffnet einem das die Augen für eine Tatsache, die man in der Internet-Szene schon praktisch vergessen hat: Web 2.0, so behaupte ich, ist noch weit weg von einer echten Massentauglichkeit. Und mit “Massentauglichkeit” meine ich, dass mehr als 2/3 der Bevölkerung diese Dienste nutzen könnten.

Das liegt nicht primär an den Anwendungen, sondern an einem infrastrukturellen Problem: Praktisch alle Web-2.0-Anwendungen setzen wie selbstverständlich folgendes voraus:

  • Einen breitbandigen Internet-Anschluss
  • “Always on” oder zumindest zeitunabhängige Benutzung (d. » weiterlesen

Wundersame Ikea-Vermehrung dank Google Maps

Bekanntlich strebt Google ja mehr oder minder heimlich die informationstechnische Weltherrschaft an. Dass bei aller Perfektion der diversen Google-Dienste hin und wieder doch mal recht üble Fehler vorkommen, ist da schon beinahe tröstlich — wenn man nicht selber davon betroffen wäre, wie es mir kürzlich passiert ist.

Wenn man irgendwo neu einzieht, wie derzeit meine Frau und ich in Cambridge bei Boston, braucht man meistens noch das eine oder andere zusätzliche Stück Hausrat. Also haben wir uns gesagt, fahren wir doch einfach zu Ikea, das es inzwischen in den USA auch gibt. Da kennt man das Sortiment und weiss, was man kriegt. Ausserdem entspricht die Ware eher unseren europäischen Geschmäckern als diejenigen im durchschnittlichen amerikanischen Möbelladen.

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Telecoms in den USA:
Willkommen in Absurdistan

Mein derzeitiger längerer USA-Aufenthalt bringt es mit sich, dass ich mich hier natürlich auch telekommunikativ angemessen ausstatten muss. Als naiver Europäer denkt man ja immer, dass die USA so unglaublich weit sind mit Telekommunikation, und dass insbesondere der Level an Service unendlich viel höher liegen muss als im immer noch von ehemaligen Staatskonzernen dominierten “Old Europe”.

Weit gefehlt.

Erster Schritt: Infrastruktur für zu Hause bestellen. Da es hier schon lange die totale Wahlfreiheit des Telco-Anbieters gibt, ist beim Einzug in eine neue Wohnung zunächst mal gar nix installiert. Welchen Anbieter man auch immer auswählt: erstmal muss der die Verkabelung mehr oder weniger frisch legen, was natürlich dauert. Darum muss man einen Installations-Termin vereinbaren, und natürlich ist dann der frühestmögliche Termin in bestenfalls eineinhalb oder zwei Wochen.

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Kurz was in eigener Sache

Da ich in letzter Zeit immer wieder gefragt werde, was ich denn jetzt genau mache und wo ich mich befinde (worüber ich ehrlich gesagt auch gelegentlich den Überblick verliere), hier eine Zusammenfassung für die Interessierten:

Seit Dezember 2005 befinde ich mich in einem Sabbatical. 10 Jahre hektische Internet-Branche am Stück sind genug, habe ich mir gesagt, und da ist es mal Zeit für eine Kreativpause. Die letzten Monate habe ich darum mit Reisen, viel Bloggen und einigen anderen Projekten verbracht. Jetzt wird es aber wieder Zeit für eine etwas konzentriertere Tätigkeit.

Nächste Woche werde ich darum am MIT in Boston (bzw. Cambridge, MA) ein einjähriges Studienprogramm beginnen, das “Sloan Fellows Program in Innovation and Global Leadership” (<a href="http://en.

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