In San Francisco beginnt am Mittwoch die “Office 2.0 Conference“. Dabei geht es nicht etwa um alte Versionen von Microsofts beliebter Produktlinie, sondern darum, wie man Web-2.0-Technologien für produktive Applikationen einsetzt.
Webbasierte Textverarbeitung und dergleichen ist dabei nur die Spitze des Eisbergs, schon eher macht Web 2.0 beispielsweise für verteiltes Projektmanagement oder alle Arten von virtueller Gruppenarbeit Sinn.
Die Liste der Firmen, die schon Produkte in diesem Segment entwickelt haben, ist erstaunlich lang. Vieles ist noch etwas unreif, aber es gibt auch schon Firmen mit erstaunlich leistungsfähigen Angeboten.
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Journalismus ist ein gefährlicher Beruf. Vermeintlich die aufgeriebenen Nerven beruhigende Genussmittel wie Alkohol, Kaffee und Tabak gefährden die Gesundheit, ausserdem drohen die Berufskrankheiten Schlafmangel und Logorrhöe, behauptet dieser Artikel aus der Werbewoche.
Schlimmer als diese mit dem Beruf verbundenen kleinen Laster ist die Bedrohung an Leib und Leben, wie es uns dieses Wochenende die Todesmeldungen von Journalistin Karen Fischer und Techniker Christian Struwe in Afghanistan sowie von Journalistin Anna Politkowskaja in Russland klar gemacht haben. In den Zeitungen wurde dazu ausführlich geschrieben:
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Der Nationalrat der Grünen Partei der Schweiz, Geri Müller, darf heute im Blick auf Seite 2 einen Gastkommentar verfassen, in dem er auf einer Drittelseite Integration statt Ausgrenzung für Ausländer fordert. Mit einem Sternchen hinter dem falsch geschriebenen Namen wird man zu einem etwas kleiner geschriebenen Text geleitet, der erklärt, warum Gery Geri Müller eine Plattform erhält: der Text geht durch als Antwort auf den grossen “Ausländer-Report“. Noch vor einem Monat wäre es umgekehrt gewesen und die gleiche Zeitung hätte vielleicht einem Befürworter des Asylgesetzes eine vergleichbare Präsenz eingeräumt.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Die linke Wochenzeitung feiert ihr 25jähriges Bestehen mit einem Fest, das heute in der Roten Fabrik stattfindet. Ausserdem ist seit Donnerstag eine Sonderausgabe an den Kiosken, die es in sich hat. Speziell daran ist einiges:
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Google gab sich bisher alle Mühe, anders zu sein als alle anderen: Man hat lustige designte Büros, gibt seinen Techies sehr viele Freiheiten, kümmert sich nicht um Wall Street und tut (laut Firmenmotto) nichts Böses. Aber zwei Meldungen dieser Woche lassen den Verdacht aufkommen, dass Google vielleicht doch langsam zur — gasp — ganz normalen Firma wird:
Erstens sind da die Gerüchte, dass Google möglicherweise die führende Videosite YouTube kaufen will, für die Kleinigkeit von $1.6 Mia. Da darüber schon Techcrunch, das Wall Street Journal und die New York Times darüber berichtet haben, kann man beruhigt davon ausgehen, dass etwas dran ist.
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“BLICK-Leserreporter enthüllt: Lehrer auf dem Pausenplatz verprügelt.” So lautet die heutige Blick-Titelgeschichte, in der es um eine Auseinandersetzung zwischen einem Lehrer und einem Schüler geht. Der Ort des Ereignisses legt nahe, dass die den fantastischen Honorar von 100 Schweizer Franken einstreichende Person ebenfalls aus einer dieser beiden Gruppen kommt. Oder wars eine Polizistin? Ein Fensterputzer, der die Szene unmöglich übersehen konnte? Ein Hausabwart, eine Nachbarin? Watch out for quiet people typing short messages.
Nachdem es Weblogeinträge schon mindestens zweimal auf den Blick-Titel geschafft haben (im April die Geschichte rund um einen Eintrag über Panini-Bilder und Neandertaler im CR-Weblog von Ueli Haldimann und diese Woche das Blog der Freiheits-Partei), bringen das nun auch die Leserreporter fertig. Ob das erstmals geschieht oder nicht, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, denn eine lückenlose Lektüre ist ja wohl niemandem zuzumuten.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Blogs werden von deutschsprachigen Medien auch 2006 noch mit der Pinzette angefasst. Man will zwar etwas darüber schreiben, sich aber dabei auch nicht die Finger schmutzig machen. Der Standard zum Beispiel schafft es, in einem Text über das Kollektiv-Blog der Frankfurter Buchmesse nicht einmal die URL zu nennen. Um herauszufinden, wie und wo nun dieses Blog zu lesen ist, bleibt nichts anderes übrig, als ein neues Tab oder Fenster zu öffnen, “Buchmessen-Blog” zu suchen und zu finden: Das Blog der Frankfurter Buchmesse. Am Schluss der Geschichte steht etwas verloren das Wort “Link”. Der gute Wille war also da.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Was auch passiert: meist ändert sich nichts und alles bleibt sich gleich. Jürg Scherrer zum Beispiel produziert alle paar Jahre einen Skandal. Nach den von ihm verspiesenen Zuckerminaretten wird er bestimmt bald auf weitere Ideen kommen, die Gemüter zu bewegen, die Münder zu öffnen, die Köpfe zum Schütteln zu bringen und die Zeigefinger ausfahren zu lassen. Punk wurde ja kürzlich auch schon 30 und “never dies”.
Nun zeigt aber die alte Tante von der Falkenstrasse, die Neue Zürcher Zeitung, plötzlich ungewohnte Seiten:
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Wie uns die NZZ letzte Woche in einem Text über Düzgün TV, einem neuen türkischsprachigen Fernsehsender in Deutschland (Live-Stream hier), erklärt hat, sind Migranten-Medien im Trend. So soll es allein 3000 deutschsprachige Auslandsmedien geben. Gelesen von Menschen in einem Land, in dem sie gerne leben. Die trotzdem die Kultur des Lands, aus dem sie kommen, nicht vermissen und mit anderen teilen möchten. Ich kann mich erinnern, wie dankbar ich nach mehreren Monaten im Ausland war, in einer deutschsprachigen Zeitung banale Fussballresultate lesen zu können. Nun gut, das war in einer Zeit vor Internet.
Die Internationale Medienhilfe Deutschland unterscheidet deutschsprachige und fremdsprachige Medien. Und die wiederum sind, je nach Sichtweise, im In- oder Ausland. Für die deutsche Sprache stellen wir einige verschiedene Fälle vor:
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Das Thema lässt Blick nicht mehr los: nach der Ausländerwoche, in der nach dem deutlichen Ergebnis der Stimmbürger an den Wahlurnen eine Serie über Ausländer in der Schweiz lanciert wurde, versteckt sich die Zeitung nun wieder lieber hinter Aussagen und Aktionen klassischer Aushängeschilder. Nach den SVP-Politikern Blocher, Mörgeli und Maurer darf nun auch mal wieder ein alter und treuer Blick-Nachrichtenlieferant auf den Titel: Jürg Scherrer, Polizeidirektor von Biel, rechter Hardliner seit Jahrzehnten, sieht aus, als würde er in eine Tischbomben-Tröte blasen, doch der Text dazu sagt was anderes: “Polizei-Direktor frisst Minarett“. Daneben die Frage: “Lustig oder dumm?”. Gute Frage.
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