Facebook setzt StudiVZ unter Druck

Wenig Mitglieder, viele Mitarbeiter: Wir vergleichen StudiVZ mit den Konkurrenten Facebook und MySpace.

Ein Blick auf unsere Tabelle zeigt: StudiVZ ist riesig in Deutschland und ein Zwerg im Vergleich zu den Mitbewerbern. Die internationale Konkurrenz, die auf den deutschen Markt drängt, hat deutlich mehr Mitglieder. Und das bei deutlich weniger Mitarbeitern, was mehr Profit bedeutet. Sofern überhaupt schon Profit gemacht wird. Noch dazu hat MySpace mit dem Fokus auf Musik ein deutliches Profil – und Facebook bietet über eine Schnittstelle die Möglichkeit, externe Anwendungen (Bildergalerien, RSS-Feeds, was immer) einzubinden.

Also muss StudiVZ jetzt nachziehen. Erst sollen noch zwei Netzwerke für Ehemalige und Freunde hinzukommen und das Riesen-Verzeichnis der Google-Initiative “Open Social” beitreten. Außerdem sollen auch die VZs eine offene Schnittstelle bekommen.

Aus aktuellen Berichten haben wir eine Übersicht erstellt. Soweit nicht anderes angegeben sind die Daten vom Januar 2008.

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Social-Network-User langweilen sich:
Nutzungszeit stagniert

Apropos Zeitverschwendung: Neusten Statistiken zufolge betreiben die Nutzer von Social Networks in letzter Zeit eher weniger als mehr davon.

Konkret gesagt stagnieren laut neuen Zahlen von comScore für den amerikanischen Markt die durchschnittlichen Nutzungszeiten der populärsten Social-Networking-Sites, obwohl die Userzahlen weiter ansteigen.

In beiden Dimensionen besonders übel dran ist Myspace: Nach einem Höhepunkt von fast 72 Mio. amerikanischen Usern besuchten im Dezember nur noch knapp 68 Mio. die nach wie vor deutlich grösste Networking-Site. Noch schlimmer ist der Rückschlag bei den Nutzungszeiten: Während der durchschnittliche Myspace-User im Dezember 2006 noch fast vier Stunden monatlich auf der Site verbrachte, waren es im Dezember 2007 nur noch knapp drei Stunden.

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lokalisten:
ab Dienstag mit Newsfeed und OpenSocial-Integration

lokalistenlokalisten gehört zu den eher ruhigen Social Networks in Deutschland. Trotz seiner Größe – der Dienst hat mehr als eine Million registrierte Mitglieder – sorgt das Münchner Freundesnetzwerk, an dem ProSiebenSat.1 beteiligt ist, selten für Schlagzeilen. Da erscheint es fast konsequent, dass man auch vor dem in fünf Tagen stattfindenden Relaunch (bisher) auf jeglichen Presserummel verzichtet. Allerdings wäre es angesichts der geplanten Änderungen gar nicht so unangemessen, im Vorfeld für ein wenig Aufmerksamkeit zu sorgen. » weiterlesen

Linktipp:
Die totale Erinnerung

Vrooom! Boosh! Und dann: Krrr-Zack!

Total Recall
Screenshot

Filme anschauen kann jeder. Doch Filme nacherzählen und damit eine neue Kunst- und Unterhaltungsform zu schaffen, das kann nur eine deutsch-schweizerische Kooperation. Ihr Name: Total Recall – Das Festival des nacherzählten Films. Seit 1999 treten Cineasten abwechslend in Düsseldorf und Zürich gegeneinander an.

Zu den Regeln: In einem Wettbewerb haben die Teilnehmer zehn Minuten Zeit, einen Film ihrer Wahl vorzutragen. Das Publikum entscheidet dann durch Stimmabgabe über die erbrachte Leistung. Es ist immer wieder erstaunlich, wie unverkennbar unterschiedlich ein jeder von uns Filme wahrnimmt und erinnert.

So wird Godzilla zum entfremdeten Reptil auf der Suche nach Zuneigung und Jolies und Pitts “Mr. und Mrs. Smith” zum kurzweiligen Kleinkunstkleinod.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Ist was wirklich Kabel Eins?

Echt Kabel Eins

Kabel Eins wird kantiger: Zum 11. Februar ändert Kabel Eins sein Logo und seinen Claim. Aus “kabel eins good times” wird “echt kabel eins”. Außerdem wird das wohlfühl-runde Logo 16:9-kantig. Im Jargon der PR-Profis des Senders heißt es, dieser Claim vermittle Selbstverständnis und Marke des Senders: “authentisch, legendär, verlässlich und begeisternd”. Was man ja locker am täglichen Programm prüfen kann und bitte jeder für sich selbst entscheide. In Sachen Privatfernsehen ist man ja geneigt, für so wenig so dankbar zu sein. Warum also nicht auch für Kabel Eins?

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Benutzerkonten-Aggregator allyve:
Seine Stärke ist seine Schwäche

allyveEgal wie aktiv man im Netz ist – ein paar Web-2.0-Dienste, auf die man nicht verzichten möchte, hat fast jeder. Viele Menschen kommen deshalb auch nicht darum herum, sich Zugangsdaten zu unterschiedlichen Webangeboten merken zu müssen und diese regelmäßig für die manuelle Anmeldung bei ihren Lieblingsseiten zu verwenden. Angesichts der steigenden Zahl verfügbarer Angebote und der zunehmenden Bedeutung von Onlineservices im Alltag eines jeden Bürgers besteht zumindest für die nahe Zukunft auch keine Aussicht auf Besserung (mittelfristig darf man auf OpenID hoffen). allyve, ein neues Startup aus Hamburg, möchte Abhilfe schaffen und das Surfen etwas einfacher und bequemer machen. » weiterlesen

Twittermeter visualisiert den “Buzz” im Web 2.0

TwittermeterAls Web-2.0-Blogger bin ich über jedes Mittel dankbar, das mir dabei hilft, die Popularität von Webangeboten oder das Ausmaß von Diskussionen und Geschehnissen im Netz zu bewerten. Mit Twittermeter gesellt sich ein neuer Service zum bestehenden Arsenal dafür (ansatzweise) geeigneter Analysetools wie Alexa, Compete, Google Trends, Technorati Charts und popuri.us. Twittermeter ermöglicht es, über die Eingabe eines Stichworts zu erfahren, wie sich dessen Erwähnungen in öffentlichen Twitter-Nachrichten über einen längeren Zeitraum entwickelt haben. » weiterlesen

Die Zukunftsbranche “Zeitverschwendung”

Ein Wort hört man in kritischen Diskussionen über Web 2.0 verblüffend oft: “Zeitverschwendung”.

Das Lesen und Schreiben von Blogs? Zeitverschwendung! Schafe werfen auf Facebook? Selbstdarstellung pflegen auf Myspace? Zeitverschwendung! Sich mitteilen auf Twitter? Übelste, sinnlose Zeitverschwendung! Und der König aller Zeitschwendungs-Sites ist bekanntlich Youtube. Der grössere Teil der aktuellen Online-Aktivitäten, so könnte man glauben, ist zweckfreier Trödelei gewidmet, ohne irgendeine positive wirtschaftliche, kulturelle oder soziale Auswirkung.

Nicht wenige Beobachter (ich gelegentlich eingeschlossen) fragen sich, warum seriöse Investoren für solche scheinbar sinnfreien Online-Zeitvertreibe horrende Summen ausgeben. Youtube und Myspace waren immerhin die beiden grössten Akquisitionen der aktuellen Internet-Welle, und Facebook ist immer noch der Rekordhalter mit seiner theoretischen Firmenbewertung von 15 Milliarden Dollar. » weiterlesen

Ulrich Tilgner verlässt das ZDF:
Eingriffe und Bündnisrücksichten

Wer in den letzten Jahren politische Nachrichtensendungen geguckt hat, kennt ihn: Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent und bis anhin Leiter des ZDF-Büros in Teheran. Nun aber will er nur noch für das Schweizer Fernsehen berichten, da er sich in Deutschland in seiner Arbeit zunehmend eingeschränkt fühlt.

Das von den Nachrichtenagenturen aufgenommene Interview (1. Teil zum Irak / 2. Teil zum ZDF) führte das Migros-Magazin. Was einigermassen überraschend ist, denn das Migros-Magazin ist eine in Grossauflage verteilte Gratiszeitung eines Lebensmittelhändlers wie Lidl oder Aldi. Was aber zeigt, dass interessante Inhalte nicht von einer Marke abhängig sind. Sie können überall zu finden sein.

Erschreckend ist vor allem Tilgners Begründung, warum er seine Zusammenarbeit mit dem ZDF nicht verlängern möchte:
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Rob Leighton R.I.P. “Wir sind die Musik-Macher und Träumer…”

Es gibt verschiedene Methoden, seine Träume und Gedanken wiederzugeben. Der eine malt, der andere schreibt ein Blog. Wieder andere machen Musik – oder legen Musik auf. Rob Leighton war einer von ihnen, ein Radio-DJ.

Rob Leighton
Rob Leighton im Studio des Radioschiffs Ross Revenge (Bild: Radio Caroline)

Man kennt heute eigentlich nur noch die dauerschwätzenden Dudelfunk-Moderatoren, die zwischen Verkehrsfunk, Wetter und Werbung fürchterlich “wichtige” Gewinnspiele und Umfragen veranstalten (“Das Benzin wird teurer, das Wetter schlechter und in der Kantine gibt es heute nur Fisch, wie finden Sie das?”). Die DJs, die sich ganze Abende den Hörern und der Musik widmen, mit ihrer Zusammenstellung Geschichten erzählen und einem alte und neue Musik nahebringen, die sind selten geworden, die kennt man nur noch aus Spielfilmen.

In England gibt es sie aber noch. Sie begannen ihre Laufbahn meist auf Piratensendern auf Schiffen, John Peels “Perfumed Garden” war eine berühmte Sendung und begründete seine jahrelange Karriere als Entdecker unbekannter Musik.

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