Schön gestalten “Quotes, pull quotes and sound bites”

Yolanda Zappaterra erklärt auf 210 Seiten mit 370 Abbildungen Editorial design. Das Lehrbuch befasst sich mit der Gestaltung von Printprodukten und der Präsentation von journalistischen Texten – umfassend und aktuell.

Editorial design

Es ist alles in diesem Buch: Editorial design wird anhand von Beispielen erklärt, die Grundbegriffe der Typographen und Layouter werden eingeführt, Branding und Leserführung erläutert. Damit hat Yolanda Zappaterra das konkurrenzlose Lehr- und Nachschlagewerk zum Thema geschrieben.

Auf dem Cover wird ein ?accessible and comprehensive guide to visual journalism – the design of magazines and newspapers? versprochen. Neben einführenden Texte und Definitionen werden zusätzliche Informationen in Infokästen (etwa ?dos and don’ts? von Zeitungsdesign-Guru Mario Garcia oder eine Abhandlung über ?Grids and how they shape design?) und Zeitschriften-Portraits (darunter nischiges wie soDA und Flaunt, aber auch The Guardian) untergebracht.

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Nach MySpace nun Xing:
Newsfeed ab Montag

Xing LogoLange angekündigt, wird er am Montag endlich kommen: Der Newsfeed von Xing. Per Pressemitteilung verkündete das Business Network mit Sitz in Hamburg heute den Start der etwas umständlich bezeichneten Funktion “Neues aus meinem Netzwerk” (die aber für Nicht-Facebook-User vermutlich mehr Aussagekraft hat als der Begriff “Newsfeed”). Die Infobox wird auf der Mitglieder-Startseite platziert und informiert über Neuigkeiten und Änderungen der Kontakte. Zu den angezeigten Informationen gehören unter anderem:

- Firmenwechsel eines Kontakts
- neue Kontakte der Kontakte
- Änderungen von Profilangaben
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spickmich:
155.196 neue Mitglieder in 72 Stunden

spickmichBei spickmich, einem Social Network für Schüler, dürfen auch weiterhin Lehrer benotet werden. Das Kölner Oberlandesgericht wies am Dienstag wie zuvor schon das Kölner Landgericht die einstweilige Verfügung einer Lehrerin ab. Die ausführliche Verhandlung der Klage wird erst im nächsten Jahr stattfinden. Damit können die drei Gründer der Seite Tino Keller, Philipp Weisenhiller und Manuel Weisbrod vorerst aufatmen. Immerhin hätte ein Verbot der Lehrerbenotung der Seite ihr Alleinstellungsmerkmal gegenüber schülerVZ genommen, dem größten deutschen sozialen Netzwerk für Schüler. So aber sieht alles nach einem vorläufigen Happy End aus. » weiterlesen

Zwei Kulturen

Journalisten sind Anwälte der Aufklärung, Retter der Entrechteten, Vermittler des Komplexen, Sprachrohre derer, die sonst gar keine Stimme hätten. – - – Ja, Pustekuchen!

Journalisten sind zumeist anonyme Schreiberlinge, die ohne Namensangabe in einem bürokratischen Kauderwelsch, das sie ‘objektivitäts- und faktenorientierte Schreibweise’ nennen, interessegeleitete Thesen zu Papier bringen, wofür sie sich alljährlich auf zahllosen Medienevents wechselseitig lobhudeln dürfen.

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Economist erwartet Blogokratie in der Schweiz

Schweiz Economist 1Die englische Wochenzeitschrift Economist macht jeweils Ende Jahr Vorhersagen für das nächste Jahr. Das Jahr 2008 wird diesmal für 80 Länder (pdf, 1100 kb) und für 15 Wirtschaftszweige (pdf, 680 kb) prophezeit.

Interessant ist, was in der Schweiz zu beobachten sein soll / wird: Die Blogokratie, also die Herrschaft der Blogs. Man müsse erwarten, dass eine Schweizer “Volkskraft” vermehrt online ginge. Weil sie den angeblich hart und online geführten Wahlkampagnen eine Antwort geben wolle.

Schweiz Economist 2

Dafür müssten Blogs allerdings erstmal von den Medien vermehrt als Quellen wahrgenommen werden. Und nicht nur dann, wenn es den eigenen Zwecken dient. Wie Sarah Genner in ihrer Lizenziatsarbeit “Politik 2.0 – sind Blogs Motoren oder Bedrohung für die Demokratie?” (pdf, 4000 kb) zeigt, sind bisher Faktoren wie Prominenz, Bildungsstand und Geschlecht entscheidend, wer den Kampf um die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit gewinnt.

Bilder: Screenshots economist.com

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

“Prophezeien Sie das Jahr 2007!”

Cash Daily, die Gratis-Wirtschaftszeitung, die kaum jemand kennt, fordert uns auf ihrer Onlinepräsenz auf, das Jahr 2007 zu prophezeien:

cash daily jahresquiz
Screenshot cash.ch/daily, am 29.11.2007

Wer jetzt meint, viel eher sei doch jetzt, Ende November 2007, das Jahr 2008 vorherzusagen, täuscht sich. Es geht um das Jahr 2007. Zu gewinnen waren, wenn man bis zum 31.12.2006 am Quiz teilnahm, diese Preise.

Falls jemand Cash Daily nicht kennt: Die noch junge Gratiszeitung / Multimediaplattform ist das Online-Flaggschiff des Ringier-Verlags. Im September 2006 sagte Verleger Michael Ringier anlässlich der Auftaktparty, Cash Daily sei “ein Stück Zukunft“. Hm.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Schweizer Verleger geben Vollgas und … entscheiden Mitte Dezember

Und hier etwas Denksport: wer entdeckt in den folgenden Statements einen kleinen stilistischen Unterschied?

“This is the new iPod Touch, and it’s availabe TODAY”.
— Steve Jobs, Apple-Chef und angeblich mächtigster Geschäftsmann der Welt, 5.9.2007

“Wir entscheiden Mitte Dezember, ob wir ein Meta-Portal für Regionalzeitungen realisieren wollen.”
— Eine Gruppe von Schweizer Regionalverlegern, 29.11.07

Letztere Ankündigung ist die neuste Episode im anhaltenden Fortsetzungsdrama “Schweizer Verlagshäuser gegen Google News”. Wir erinnern uns: Die Schweizer Verleger finden es nicht gut, dass Google News einfach so die Headlines aus ihren Online-Zeitungen aggregiert, sondern möchten gern selbst daran verdienen. Aus diesem Grund wurde im August die Gründung einer Arbeitsgruppe angekündigt, die prüfen sollte, ob ein gemeinsames Newsportal der Verlage Sinn machen würde. Gehört hat man davon nicht mehr viel, weil inzwischen die dreisten Zürcher aus dem Hause Tamedia (zusammen mit ihren Juniorpartnern aus Basel und Bern) vorgeprescht sind und derzeit ein Online-Newsnetzwerk für ihre Titel vorbereiten.

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Quicktime statt Flash:
Videoportal Dailymotion startet iPhone-Version

DailymotionGerade erreichte mich eine interessante Meldung von Dailymotion. Das aus Frankreich stammende und in vielen lokalisierten Versionen verfügbare Videoportal hat unter iphone.dailymotion.com eine für das iPhone angepasste Version seiner Seite online gestellt. Da der Safari-Browser des iPhones keine Flash-Technologie unterstützt, war die Nutzung von Videoportalen für iPhone-Nutzer mit Ausnahme der integrierten YouTube-Applikation bisher nicht möglich. Dailymotion umgeht das Problem, indem alle Videos in Apples Quicktime-Format konvertiert werden. Mit der iPhone-Version steht der gesamte Videokatalog von Dailymotion über die Suchefunktion zur Verfügung. Zudem werden einige ausgewählte Clips in verschiedenen Kategorien gelistet. Ich habe leider kein iPhone und kann es daher nicht testen, würde mich aber über einen Erfahrungsbericht in den Kommentaren freuen. » weiterlesen

Keine Zensur. Redigatur.

Die Werbewoche hat heute einen guten Tag mit mehreren lesenswerten Beiträgen: Christoph Keese äussert sich zur Zensurdebatte vom Mai, Markus Knöpfli zählt Gratisleser auf der Strasse und Oliver Fahrni erklärt die Medienökologie. Da verweisen wir doch gerne mal gesondert drauf.

- In einem langen Wocheninterview kommt Christoph Keese, Chefredakteur von Welt Online und Welt am Sonntag, nochmals auf das im Mai 2007 gelöschte Posting von Welt am Sonntag-Kommentarchef Alan Posener zurück. Er, der gemäss Werbewoche “als Artist zwischen Print und Online” tanzt, sagt nun dazu:

Ja, ich habe ihn vom Netz genommen, weil ich ihn für unveröffentlichbar hielt. Das aber ist keine Zensur, sondern Redigatur – ein normaler redaktioneller Vorgang. Wesensmerkmal des Bloggens ist, dass der Blogger niemanden fragt, bevor er sendet. Wir hatten – es gibt mittlerweilen ein Fachwort dafür – Brand-Blogs auf der Seite, also Blogs, die unter der Dachmarke Welt.de laufen. Solche Brandblogs müssen aber zur Marke passen. Den fraglichen Text hätte ich in der Zeitung nicht gedruckt – nicht, weil er Diekmann kritisierte, sondern weil er sprachlich und argumentativ nicht unserem Niveau entsprach. Deswegen konnte der Text auch nicht online erscheinen. Übrigens haben wir eine lebhafte, durchaus kritische Debatte über Diekmanns Buch in Zeitung und Internet geführt, aber eben in der Art und Weise, wie eine Qualitätszeitung das tun sollte.

Der Aufschrei damals war gross, aber dass Alan Posener Ende Oktober in drei Teilen einen neuen Versuch gewagt hat (oder dazu verknurrt wurde), Kai Diekmanns Werk auseinanderzunehmen, hat kaum jemand gemerkt (wahrscheinlich, weil niemand Welt Online liest – die können sogar ihr Design überarbeiten, ohne dass es jemand beachten würde…).

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Presseclipping 2.0 mit Google News, blogato und Yahoo Pipes

Presseclipping 2.0Informiert zu sein, ist wichtig. Egal ob man Unternehmer (online wie offline), Presse- bzw. Marketingverantwortlicher, Journalist, Blogger oder einfach nur ein am Tagesgeschehen interessierter Bürger ist – NICHT zu wissen, was es Neues zum individuellen Fach- bzw. Spezialgebiet gibt, kann man sich heute kaum noch leisten. Das Netz bietet verschiedene Wege, um schnell und effizient relevante, notwendige und schwer auffindbare Informationen auf dem goldenen Teller serviert zu bekommen. Presseclipping 2.0 sozusagen. Im Folgenden möchte ich kurz vorstellen, welches perfekte Trio Google News, blogato und Yahoo Pipes abgeben und wie mit einer Kombination dieser Dienste eine aktive und umständliche Beschaffung themenspezifischer Meldungen für immer der Vergangenheit angehört. » weiterlesen

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