OpenID – Was bringt es?

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht hin und wieder vor Logins von Webseiten steht, von denen man zwar dunkel in Erinnerung hat, dass man sich irgendwann mal dort registriert hat, sich aber partout nicht mehr an den Benutzernamen und das Passwort erinnern kann (“war es jetzt mausibaerli22 oder doch schnuckihasi32?“).

Gegen die Flut an Passwörter helfen sogenannte Single-Sign-On-Systeme, welche auf “ein Login für alles” setzen und nun scheinbar auch bei Webdiensten allmählich Verbreitung finden. Dabei setzt sich das von Brad Fitzpatrick entwickelte OpenID-Protokoll immer mehr als Quasi-Standard durch – vor wenigen Tagen erst war auf Techcrunch zu lesen, dass mittlerweile sogar schon Google mit OpenID experimentiert, nämlich auf deren hauseigenem Blogdienst Blogger.com. Dort ist es bald vielleicht schon möglich, sich für die Kommentarfunktion per OpenID zu identifizieren. Ebenso hat der französische Mobilfunkanbieter Orange im September mit der Ankündigung aufhorchen lassen, seinen mehr als 40 Millionen Kunden künftig als OpenID-Provider zur Verfügung zu stehen – auch wenn sich diese Meldung bei genauerer Betrachtung als weit weniger spektakulär herausstellt als sie zunächst klingt. Zeit dennnoch für zweinull.cc, OpenID genauer unter die Lupe zu nehmen. » weiterlesen

Welt am Sonntag:
Titelseite verkauft

Heute lungerte ich auf der Suche nach Lesestoff in der Bäckerei rum. Zuerst guckte ich in den Spiegel, aber da stand “Magie des Forschens” neben gezeichneten Kindern. Also eine Sonntagszeitung. Da man nicht das halbe Blatt durchlesen kann, während einem die beschäftigungslose Bäckerin in den Rücken starrt, muss man sich wohl oder übel nach der Titelseite richten. Also, FAS, Tagesspiegel, BamS? Hm. Die B.Z. berichtet, dass sich Eisbärinnen in “die Höhle der guten Hoffnung” zurückgezogen haben, ein neuer Knut droht. Vielleicht die WamS? Was ist denn das? Ein Weihnachtsthema? Die Welt ist voller Wünsche? Karstadt erfüllt Wünsche?

Wams Titelwerbung

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Neue Zielgruppe:
Öko-Luxus für Luxus-Ökos

Die Weltverbesserer sind los, sie wollen nachhaltige Produkte und sie haben das entsprechende Geld in der Tasche. Auf Utopia, TreeHugger und Ivy wird ökologisch korrekt geklickt. Burdas Ivy gibt es nicht nur im Internet, am Kiosk liegt jetzt auch das Magazin.

Grün, grün, grün

Eine kaufkräftige Elite hat die Nachhaltigkeit für sich entdeckt, findet bio chic und kanne es sich leisten, ein paar Euro mehr zu bezahlen für das Gefühl, damit etwas Gutes zu tun. Die passenden Medien-Produkte zum Bio-Zeitgeist starten jetzt auch in Deutschland: Utopia (Internet) und Ivy (Print und Internet). Die Werbekunden, so hört man, sollen begeistert sein.

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medienlese.com – der Wochenrückblick

Keine Krähen, Abgang verpasst, Geld von Belgien, Schleichwerbung.

Der Schweizer Textkünstler Christoph Geiser (“kein morgen | kein wind | keine krähen | in den ästen | wartet laub | den mond | vergass ich | zwischen den gittern wächst | frost | die steine waren noch warm | als ich starb”, Zuger Tagblatt, 2. Juni 1971) blitzte vor dem Presserat ab mit einer Beschwerde gegen einen Artikel aus dem inzwischen eingestellten Facts. Die implizite Unterstellung, er benütze seine sexuelle Orientierung zur Beschaffung von Fördermitteln, entbehre jeglicher tatsächlichen Grundlage. Der Text von Daniel Arnet nannte sich “Die Subventionskünstler” und nannte die Schweizer Literaturförderung ein dunkles Kapitel. Wer ein Gesuch schreiben könne und Modethemen verwurste, habe alle Chancen, Steuergelder abzusahnen. Talent brauche es kaum.

Der Ringier-Verlag baute einige wenige Stellen ab (“Es besteht ein grosszügiger Sozialplan. Wenn immer möglich werden den Betroffenen intern Stellen angeboten.”) und will ab Februar nicht mehr mit dem Karikaturisten des hauseigenen Boulevardblatts Blick zusammenarbeiten. Der “geniale”, aber “schon beim Tagi völlig überbezahlte Nico mit seinen horrenden Lohnforderungen” habe “wohl den Abgang verpasst” (persoenlich.com Kommentare).

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Direktor für Anderes

Man kann über Google sagen, was man will: Lustige Stellenbezeichnungen haben sie allemal dort. Im Moment hat der Suchmaschinengigant gerade einen Management-Job als “Director of Other” zu vergeben.

Googleother

Das ist nicht etwa ein Scherz oder Fehler. “Other” bezeichnet die 10% der Ressourcen, die Google nach eigenen Angaben in völlig neue Geschäftsideen steckt (wozu möglicherweise auch Googles neue Energie-Initiative gehört). Könnte also ein ziemlich interessanter Job sein, wenn auch der Job-Title auf der Visitenkarte etwas albern klingt. » weiterlesen

Dell-PCs im Billigmarkt:
Wie sich die Zeiten doch ändern…

Erstaunliches hört man aus dem europäischen PC-Markt: Dell will seine PCs ab nächstem Jahr in den Filialen von Grossdiscounter Carrefour vertreiben. In den USA macht Dell das schon seit einiger Zeit in Wal-Mart-Filialen.

Nun ist das durchaus eine vernünftige Strategie, um die letzten Segmente der Bevölkerung zu erreichen, die noch keinen PC haben. Aber angesichts Dells anhaltender Schwierigkeiten mutet es eher wie eine Verzweiflungstat an. Und es ist ganz klar eine fundamentale Abkehr von Dells einstigem Erfolgsrezept: Massgeschneiderte PCs, die nur auf Bestellung hergestellt und versendet werden.

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iTunes Charts + YouTube = MuViBee

MuViBeeMit jedem neuen Web-2.0-Dienst, der populäre Musik auf einfache und kostenlose Art und Weise verfügbar macht, möchte man meinen, dass es niemanden gibt, der einen noch leichteren Zugang zu Veröffentlichungen von Major-Labels ermöglichen kann – und kurze Zeit später taucht genau ein solcher Kandidat auf. Immer deutlicher wird, dass die Musikindustrie den Kampf gegen die weltweit wie Pilze aus dem Boden schießenden Startups und Mashups, welche die Millionen im Netz verteilten Musikstücke und -videos indexieren, aggregieren und mit anderen Internetservices kombinieren, längst verloren hat. » weiterlesen

Schön gestalten “Quotes, pull quotes and sound bites”

Yolanda Zappaterra erklärt auf 210 Seiten mit 370 Abbildungen Editorial design. Das Lehrbuch befasst sich mit der Gestaltung von Printprodukten und der Präsentation von journalistischen Texten – umfassend und aktuell.

Editorial design

Es ist alles in diesem Buch: Editorial design wird anhand von Beispielen erklärt, die Grundbegriffe der Typographen und Layouter werden eingeführt, Branding und Leserführung erläutert. Damit hat Yolanda Zappaterra das konkurrenzlose Lehr- und Nachschlagewerk zum Thema geschrieben.

Auf dem Cover wird ein ?accessible and comprehensive guide to visual journalism – the design of magazines and newspapers? versprochen. Neben einführenden Texte und Definitionen werden zusätzliche Informationen in Infokästen (etwa ?dos and don’ts? von Zeitungsdesign-Guru Mario Garcia oder eine Abhandlung über ?Grids and how they shape design?) und Zeitschriften-Portraits (darunter nischiges wie soDA und Flaunt, aber auch The Guardian) untergebracht.

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Nach MySpace nun Xing:
Newsfeed ab Montag

Xing LogoLange angekündigt, wird er am Montag endlich kommen: Der Newsfeed von Xing. Per Pressemitteilung verkündete das Business Network mit Sitz in Hamburg heute den Start der etwas umständlich bezeichneten Funktion “Neues aus meinem Netzwerk” (die aber für Nicht-Facebook-User vermutlich mehr Aussagekraft hat als der Begriff “Newsfeed”). Die Infobox wird auf der Mitglieder-Startseite platziert und informiert über Neuigkeiten und Änderungen der Kontakte. Zu den angezeigten Informationen gehören unter anderem:

- Firmenwechsel eines Kontakts
- neue Kontakte der Kontakte
- Änderungen von Profilangaben
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spickmich:
155.196 neue Mitglieder in 72 Stunden

spickmichBei spickmich, einem Social Network für Schüler, dürfen auch weiterhin Lehrer benotet werden. Das Kölner Oberlandesgericht wies am Dienstag wie zuvor schon das Kölner Landgericht die einstweilige Verfügung einer Lehrerin ab. Die ausführliche Verhandlung der Klage wird erst im nächsten Jahr stattfinden. Damit können die drei Gründer der Seite Tino Keller, Philipp Weisenhiller und Manuel Weisbrod vorerst aufatmen. Immerhin hätte ein Verbot der Lehrerbenotung der Seite ihr Alleinstellungsmerkmal gegenüber schülerVZ genommen, dem größten deutschen sozialen Netzwerk für Schüler. So aber sieht alles nach einem vorläufigen Happy End aus. » weiterlesen

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