Xing relauncht Profilseiten – ansprechend!

Xing LogoDas deutsche Business Network Xing hat die Profilseiten der Mitglieder neu gestaltet. Allen enthaltenen Informationen wie Personenangaben, Berufserfahrung, Ausbildung und Kontaktdaten wurde erheblich mehr Platz spendiert und sie können nun direkt vom Profil aus editiert werden. Besonders ins Augen fällt die überarbeitete Kategorie “Berufserfahrung”, die nun sehr viel mehr an einen echten Lebenslauf erinnert und die Karrierestationen des jeweiligen Mitglieds stärker in den Vordergrund rückt. » weiterlesen

Sorry Jürg! Sorry Thomas! Sorry Leser!

Blick und SonntagsBlick erzählen gerne, dass sie sich von den Gratiszeitungen dadurch abheben, weil sie als unerschrockene Rechercheure gesellschaftliche Missstände aufdecken. Dafür sei die riesige Redaktion da. Und darum muss man auch Geld für ihre Produkte bezahlen. Aber ist das auch wahr? Die Fälle Thomas Matter, Jürg Maurer und die Fax-Affäre deuten auf ein Nein hin.

Schauen wir zuerst die heutige Blick-Titelseite an:

Blick Titel Samstag Jürg Maurer
Screenshot blick.ch

Jürg Maurer? Das ist “der frechste Pensionskassenverwalter der Schweiz“, der Ferien macht “wie ein Hollywood-Star”. So schrieb es Sandro Brotz am 19.08.2006 im SonntagsBlick.

Sandro Brotz? Das ist der Journalist, der zusammen mit Beat Jost die “Fax-Affäre” zu einem grossen Luftballon aufblies, der dann aber jämmerlich platzte. Der mit seinem unterdessen gefeuerten Recherchepartner ein in der eigenen Zeitung vorgestelltes Buch verkauft, das die Story, die gar keine Story ist, zum Thema hat (hier ein Interview mit den beiden aus der Gewerkschaftszeitung Comedia Magazin, Mai 2006). Der, wie Beat Jost und der unterdessen ebenfalls entlassene SonntagsBlick-Chefredaktor Christoph Grenacher auch, 20.000 Schweizer Franken “Schmerzensgeld” erhielt, weil er zu Unrecht vor ein Militärgericht zitiert wurde.

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Google, die Bückzone für Journalisten

Habe gerade diese Meldung von gestern bei persoenlich.com gelesen:

Reto U. Schneider, Redaktor bei “NZZ Folio” ist einer der drei diesjährigen Gewinner des Helmut-Schmidt-Journalistenpreises. Für den Artikel “Preiskampf in der Bückzone” erhielt er den zweiten Preis. In seinem Beitrag gibt Schneider den Lesern ebenso fundiert wie kurzweilig Einblicke in die Welt der Verkaufspsychologie.

Der erste Preis wurde Gabor Steingart für seine im “Spiegel” erschienene Titelgeschichte “Weltkrieg um Wohlstand” verliehen. Darin zeigt der Autor auf, wie sich im Zeitalter der Globalisierung Macht und Reichtum verschieben. Den dritten Preis sicherte sich Robert von Heusinger für seinen in der “Zeit” veröffentlichten offenen Brief an den “Lieben Staat”.

Hinzufügen möchte man, neben der durchaus relevanten Anmerkung, dass der Helmut-Schmidt-Journalistenpreis für besondere Leistungen auf dem Gebiet des kritischen Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus verliehen wird, die Tatsache, dass alle NZZ-Folio-Artikel und somit auch dieser wirklich lesenswerte Artikel aus dem NZZ Folio 11/06 zum Thema “Shopping” im Volltext verfügbar ist:

Preiskampf in der Bückzone
Warum Sie bei 9.95 Fr. zugreifen, wieso der Mann beim Einkauf stört, weshalb Sie einen Zahnstocherspender kaufen, den Sie nicht brauchen – Antworten aus der Shopping-Wissenschaft. Von Reto U. Schneider

Dies im Gegensatz zum 1. Preis, der Spiegel-Titelstory “Weltkrieg um Wohlstand” (37/2006) von Gabor Steingart (kostet 50 Cent), und auch zum 3. Preis, dem Zeit-Artikel “Bitte, lass uns nicht allein” (und nicht “Lieber Staat”, wie die persoenlich-Meldung nahelegt) von Robert von Heusinger, der im Zeit-Archiv nicht auffindbar ist.

(In der Tat keinen Link wert ist der Bereich Helmut Schmidt-Journalistenpreis innerhalb der ING-DiBa-Website, denn der wurde noch nicht aktualisiert. Web 1.0, wie es leibt und lebt – Hauptsache, die Pressemitteilung ist draussen, online macht dann nächste Woche der Web-Praktikant.)

Googlen scheint die Bückzone für Journalisten zu sein. Lieber nicht so tief runterbeugen, es könnte anstrengend werden und einige Minuten länger dauern als reines copy/paste.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Schöne Ansichten, #1

Schöne Übersicht

Zeitungen und Magazine stapeln sich, auf dem Boden, im Regal, im Altpapier. Müsste man nicht dies, nicht das aufbewahren? Nicht eine kleine Notiz machen? Hier drei schöne Ansichten aus den letzten Wochen. » weiterlesen

Das Web 2.0 wird an der Faulheit der Menschen zugrunde gehen

Das ist zumindest die These von Seth Porges in seiner Kolumne für CrunchGear. Porges meint, dass der aktuelle Hype um User Generated Content vorübergehen wird, weil die Menschen eigentlich faul sind. In seinen Augen funktioniert das Prinzip der intensiven Nutzerbeteiligung lediglich in einer Phase, in der es neuartig ist. Noch erscheint es für viele User spannend, alte Bekannte in Social Networks zu finden und als Kontakte hinzuzufügen, Nachrichten bei Social-News-Portalen einzutragen, Wikipedia-Artikel zu bearbeiten oder Blogkommentare zu hinterlassen. Nach Ansicht von Porges wird der Reiz des Neuen aber nachlassen und die Nutzer werden erkennen, dass ihre Zeit eigentlich zu wertvoll ist, um sie mit dem (nicht entlohnten) Erstellen von User Generated Content zu verschwenden. Ohne Millionen von aktiven Nutzern sind die meisten Web-2.0-Dienste nach Porges’ stark geschwächt, wenn nicht komplett nutzlos. » weiterlesen

Die 50 besten Zitate übers Internet

Listen mag man oder nicht. Wir mögen sie. Manchmal. Darum haben wir eine zusammengestellt mit Zitaten von mehr oder weniger wichtigen Persönlichkeiten, die sich über das Internet ausgelassen haben.

Der Spruch über die “Klowände des Internets” von Werber Jean-Remy von Matt ist Legende. Aber das ist nur das prominenteste all der Zitate, die von Journalisten, Wissenschaftlern und Politikern auf Podien und in Interviews losgelassen werden.

Wir haben 50 davon gesammelt:

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Deutsches Facebook-Network erreicht ersten Meilenstein:
100.000 Nutzer

facebook_logo.gifFacebook gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Fahrt. Voraussichtlich am Samstag wird das Facebook-Netzwerk «Germany« die Grenze von 100.000 Mitgliedern überschreiten. Zwar sind nicht alle User aus dem Germany-Network in Deutschland zu Hause. Gleichzeitig hat sich aber nicht jeder deutsche Nutzer im entsprechenden Länder-Netzwerk angemeldet. Die Mitgliederzahl der nationalen Netzwerke gibt somit keine Aussage über die absolute Zahl an Facebook-Usern in einem bestimmten Land, ist aber ein idealer Trendmesser. » weiterlesen

heute.de liest Web-2.0-Blogs und das ist auch gut so

Schon häufiger habe ich kritisiert, dass die Berichterstattung der Medien abseits von Blogs und Branchendiensten den Durchschnittssurfer eher selten auf das Web 2.0 neugierig macht. Wer täglich mit Meldungen über den Verlust der Privatsphäre, über Online-Piraten und Internet-Terroristen konfrontiert wird, hat verständlicherweise wenig Interesse daran, sich selbst ein Bild über die bunte Web-2.0-Welt zu machen. Umso erfreulicher ist es, wenn sich die Onlineausgabe einer der (besonders bei Älteren) beliebtesten Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen einmal ausschließlich und unvoreingenommen mit den Web-2.0-Diensten selbst beschäftigt. » weiterlesen

Exklusiv:
Finger-Schock auf der OMDDiese Journalistin tippt nur mit einem Finger!

Düsseldorf. Auf der OMD (7) spielen sich in diesem Jahr geradezu verrrückte Szenen ab. Und das nicht nur im offiziellen Messe- und Konferenzbereich! Die wirklich brisanten Tatorte liegen abseits vom Geschehen.

Unser Reporter (38) konnte gestern unter grosser Gefahr, dabei entdeckt zu werden, mit versteckter Kamera ein schier unglaubliches Video drehen und unentdeckt aus den Hallen schmuggeln.

Der Artikel Vorhang auf für DerWesten.de (2405 Zeichen) über das neue Volks-Portal des WAZ-Konzerns wurde ausschliesslich mit einem Finger getippt! Mit dem rechten Zeigefinger! Die linke Hand lag während der ganzen Zeit links am Laptop, den linken Zeigefinger setzte die attraktive Journalistin nur zur Betätigung der Shift-Taste ein. medienlese.com zeigt hier exklusives Material vom Zeigefinger-Schock!

Wir versichern, dass dieses Video nicht technisch manipuliert wurde und dass diese Aktion sich insgesamt über eine Stunde so hinzog:

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Hintergründe zum Aus von Chapz

chapzVor wenigen Monaten noch wurde Chapz als interessanter Neueinsteiger auf dem Feld der spezialisierten Social Networks auf zweinull.cc vorgestellt. Heute – gute drei Monate später – ist von Chapz allerdings nur mehr eine Passwortabfrage auf der Startseite übrig. Fordert der harte Konkurrenzkampf unter Social Networks ein weiteres Opfer? Ich habe Mirko Riedel, den Gründer von Cazoon Networks, zu den Hintergründen befragt welche für das frühe Aus von Chapz verantwortlich waren. » weiterlesen

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