Was Micro-Hoo für Web-Startups bedeuten wird

Es ist lange her, dass ein Übernahmeversuch so viele Schlagzeilen hervorgebracht hat wie die unfreundlichen Avancen von Microsoft gegenüber Yahoo. Alle möglichen Interessensgruppen loten aus, was dieser Deal für sie bedeuten könnte.

Eine Gruppe, die wohl sehr unmittelbar davon betroffen wäre, sind die Web-Startups und ihre Investoren. Bekannte VCs melden sich bereits auch schon zu Wort und halten mit einem etwas beleidigt-trotzigen Unterton fest, dass dieser Deal schlecht für Silicon Valley und für Startups überhaupt sein wird.

Warum? Ganz einfach: Yahoo war einer der fleissigsten Käufer von Web-Startups. Und wenn Yahoo bei einem Deal nicht zum Zug kam, war es doch zumindest meist unter den Interessenten und half so mit, den Übernahmepreis in den Verhandlungen hochzutreiben.

» weiterlesen

Kultserie “Doctor Who”:
Wo ist der Doktor?

Der Serien-Welterfolg feiert Deutschlandpremiere – doch ProSieben versteckt die Abenteuer des zeitreisenden Doktors im Nachmittagsprogramm.

Doctor Who
Wer ist hier der Doc? (Bild ProSieben)

ProSieben startete letzten Samstag mit der Science-Fiction-Serie “Dr. Who”. Allerdings um 17.00 Uhr. Einem wirklich unwürdigen Platz für Neueinführungen. Schlechte Quoten sind da garantiert. Verwunderlich, zählt “Dr. Who” doch zu den erfolgreichsten Serien der Welt. Erstmals ausgestrahlt im Jahr 1963 und ganze 730 Episoden in 29 Staffeln später ist die Serie vor allem eines: Very british. Um es für das deutsche Fernsehvolk zu übersetzen: Schräg. Doch Anhänger von Douglas Adams “Per Anhalter durch die Galaxis”, der übrigens auch Drehbücher für die Erfolgsserie schrieb, werden nur allzu gern in den Genuss des kultigen Zeitreisespaß kommen.

» weiterlesen

Langzeitwette:
Blogs wichtigere Newsquelle als New York Times

Die “Long Now Foundation” ist eine Stiftung, die das langfristige Denken fördern will. Eins der Mittel dazu ist die Veranstaltung von Langzeitwetten zu allerlei interessanten Themen. Damit soll die Diskussion über Langfristprognosen für gesellschaftlich relevante Fragen angeregt werden.

Eine der ersten Langfristwetten wurde abgeschlossen von Oberblogger Dave Winer und Martin Nisenholtz, dem Online-Chef der renommierten New York Times. Gegenstand der Wette, die 2002 vereinbart wurde (lange, bevor die meisten Leute wussten, was ein Blog ist): Werden im Jahr 2007 bei einer Google-Suche nach den fünf wichtigsten News-Themen des Jahres Blogs oder die altehrwürdige New York Time die besseren Treffer bekommen? Mit anderen Worten: Sind Blogs oder die gute alte Zeitung die einflussreichere und häufiger zitierte Newsquelle?

Gestern kam die Stiftung zu ihrer Entscheidung, und die Gewinner sind: Die Blogs bzw. » weiterlesen

Social Networks und ihre Eignung für Onlinehandel

Social ShoppingAngesichts schleppender Werbeumsätze müssen Social Networks nach zusätzlichen Möglichkeiten suchen, um endlich Gewinne zu machen und ihre zum Teil sehr hohen Bewertungen rechtfertigen zu können. E-Commerce bzw. Social Shopping gilt als eine vielversprechende Ergänzung zur Onlinewerbung. Facebook hat mit dem Start eines internen Bezahlsystems bereits erste Schritte in diese Richtung gemacht. Netzwerke, die die Integration externer Applikationen zulassen und über geeignete Werkzeuge für virales Marketing (z.B. Newsfeed) verfügen, könnten in Zukunft attraktive Vertriebskanäle für Onlinehändler werden. » weiterlesen

Micro-Hoo:
Aufstand der Flickr-Usr?

FlickrDie Übernahme von Yahoo durch Microsoft ist noch keinesfalls perfekt (gerüchtehalber soll es inzwischen auch andere Interessenten geben), da rührt sich schon Widerstand: Die verschworene Usercommunity der zu Yahoo gehörenden Photosharing-Site Flickr rauft sich zusammen. Dass diese traditionsreiche Web-2.0-Seite bald den Micro-Borg gehören soll, wollen eingefleischte Flickr-Fans nicht einfach so schlucken.

Unter dem Flickr-Tag “microsoft” sammeln sich bereits Dutzende von mehr oder weniger kreativen Protest- oder Trauer-Werken an. » weiterlesen

Spass mit Zahlen:
Wie es um Facebook wirklich steht

Normalerweise gehen nicht börsennotierte Firmen mit ihren finanziellen Informationen ziemlich vorsichtig um. Zwar gehört es in Startups heutzutage zum guten Ton, die Mitarbeiter regelmässig sehr offen über den Stand der Dinge zu informieren, aber das sollte man möglichst doch so tun, dass Aussenstehende davon nichts mitkriegen. Und in meiner Erfahrung klappt das auch ausgezeichnet. In mehr als zehn Jahren sehr offener Informationspolitik bei meiner alten Firma hatten wir nie ein Leck, weil die Mitarbeiter wussten und respektierten, was für die Öffentlichkeit bestimmt war und was nur für Insider.

Etwas lockerer scheint man das bei Facebook zu sehen. Die gestern an einem internen Firmenmeeting bekanntgegebenen finanziellen Informationen machen jedenfalls gerade ihre Runde quer durchs Internet. Da scheint es doch den einen oder anderen Mitarbeiter bei Facebook zu geben, dessen Loyalität und/oder Sinn für Diskretion nicht besonders ausgeprägt ist. Aber wir freuen uns natürlich über diesen Einblick in die Hype-Maschine Facebook.

» weiterlesen

Internet-Sender Hobnox:
Entertainment 2.0

Multimediale Bespaßung im Netz: Hobnox will das Medienunternehmen der Zukunft sein, mit eigenen Magazinformaten und User Generated Content.

Hobnox
Wieder mal Musik und Urban-Kultur: Web 2.0-Fernsehen Hobnox

Musik, Film und urbane Kultur – das sind die günstig produzierten Inhalte des Web 2.0-Fernsehens. Eine neue Seite mit solch schicken Shows ist Hobnox, der “neue digitale Hort für moderne Kultur per Web-TV”. Online-Entertainment inklusive Publishing-Plattform ?von Kreativen für Kreative? – das will Hobnox künftig in der Web-Landschaft sein. Auf der Seite sollen User auch ihre in Eigenregie erstellten Beiträge auf den vier verschiedenen Kanälen zeigen.

?Mit Hobnox entsteht ein internationales Medienunternehmen, das die heutigen Gegebenheiten des Unterhaltungsmarktes und die technologischen Möglichkeiten des Internets für Künstler und Publikum innovativ zusammenführt?, stapelt die PR nicht gerade tief. Na mal sehen:

» weiterlesen

Yahoo-Angebot:
Microsoft wirft sich mit Macht hinter den fahrenden Zug

Über alle Newskanäle schwirrt die Nachricht: Microsoft will Yahoo kaufen. Zwar hat sich Yahoo zu diesem feindlichen (oder zumindest nicht explizit angeforderten) Angebot noch nicht geäussert, aber angesichts eines Preises, der satte 62% über dem aktuellen Börsenwert von Yahoo liegt, müsste das Management des notleidenden Portals schon absolut exzellente Gründe für eine Ablehnung haben. Ausserdem gab es ähnliche Übernahmegerüchte schon länger, und man kann davon ausgehen, dass sich die beiden Firmen auf Führungseben zumindest nicht spinnefeind sind.

Microsoft würde für den Deal tief in die Tasche greifen: Die Hälfte der $44 Mia. des Kaufpreises würden mit Microsoft-Aktien, der Rest in Cash bezahlt. Diese $22 Mia. entsprechen immerhin fast dem gesamten Betrag, den Microsoft noch in Bargeld auf seinem Sparheft liegen hat. Es ist also ein echter “Bet the Farm”-Deal, wie die Amis so schön sagen.

Nur: Macht der Deal auch Sinn?

Microsoft würde damit mit einem Handstreich zur derzeit weitaus grössten Internetfirma auf der Welt werden. » weiterlesen

Microsoft:
mit Yahoo in den Kampf gegen Google – für 44,6 Milliarden Dollar

Aktualisiert

Microsoft YahooDie Woche endet mit einer fast unglaublichen Meldung: Angeblich möchte Microsoft seinen Konkurrenten Yahoo, nach wie vor eines der größten Internetunternehmen weltweit, für 44,6 Milliarden US-Dollar übernehmen. Pro Yahoo-Aktie will der Redmonder IT-Riese 31 Dollar auf den Tisch legen. Die eine Hälfte soll in bar bezahlt werden, die andere in Aktien. Yahoo hatte aufgrund schrumpfender Gewinne kürzlich einen Abbau von 1000 Arbeitsplätzen (sieben Prozent der Belegschaft) verkündet. » weiterlesen

Spaßkonsumenten:
Burda-Bauch grübelt noch

Die Chefredakteure von Ivy wollen die Magazinlandschaft umkrempeln – nur der Verlag zögert noch.

Noch ist nicht raus, ob Ivy regelmäßig erscheint. Mittlerweile hat auch die taz die erste Testnummer vorgestellt:

“Wir sind stolz auf unsere Oberflächlichkeit”, sagt Michalis Pantelouris. “Es gilt als wahnsinnig politisch, über arme chinesische Fabrikarbeiter zu sinnieren, aber viel größere Auswirkungen hat doch die Entscheidung, welches T-Shirt ich kaufe – das ist Konsumentenmacht.”

Lars Gaede, taz: “Öko muss nicht weh tun”

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

  • Sponsoren