LeadAwards:
Hundehalter und globale Elite

Seht her: In Hamburg wurden die LeadAwards vergeben. Überraschend ging die wichtigste Auszeichnung an das elitäre Magazin 032c.

Nominiert für den LeadAward
Silber, Gold, Bronze: Die Magazine des Jahres

Die LeadAwards wurden vergeben – und wir lagen mit unseren Tipps nicht schlecht: Das Kunst- und Modemagazin 032c gewinnt tatsächlich in der Kategorie “LeadMagazin des Jahres” und Facebook ist “WebLeader des Jahres”. Nur “Newcomer des Jahres” ist dann doch nicht Zeit Campus oder Vanity Fair – sondern tatsächlich das Hunde-Lifestyle-Heft Dogs mit seinen todniedlichen Vierbeinern und biederer Park-Avenue-Optik.

LeadAcademy-Vorsitzender und Liebling-Herausgeber Markus Peichl über den Sieger des Abends:

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iFund:
Venture Capital für iPhone-Anwendungen

Im Zusammenhang mit der Ankündigung des neuen SDK für das Apple iPhone heute gab es noch eine weitere überraschende Nachricht: Kleiner Perkins, eine der absoluten Top-Venture-Capital-Firmen, investiert 100 Millionen Dollar in einen “iFund”, der Firmenprojekte rund um das iPhone finanzieren soll. Kleiner Perkins ist eine der erfolgreichsten VC-Firmen der Geschichte, hat u.a. Google, Palm, Amazon, Sun, Logitech, AOL und Netscape finanziert und besitzt mit Al Gore einen eigenen Nobelpreisträger/Oscar-Gewinner in den Reihen seiner Partner.

Laut der Ankündigung will dieser neue VC-Fonds in Projekte jeder Grössenordnung investieren, mit einem Fokus auf Location-based Services, Social Networking, MCommerce, Kommunikation und Unterhaltung — mit anderen Worten, so ziemlich allem, was man mit einem iPhone potentiell machen könnte. Dass VC-Legende John Doerr höchstpersönlich diese Initiative an der Apple-Pressekonferenz vorstellte, zeigt, wie ernst es Kleiner Perkins damit offenbar ist.

Dazu muss man zunächst bemerken: $100 Mio. ist für eine Firma wie Kleiner eine respektable, aber keine riesige Grössenordnung. Die Firma hat derzeit etwa 2 Milliarden in ihren Fonds. Trotzdem ist es eine signifikante Wette darauf, dass das iPhone zu einer eigenständigen Plattform mit Massenappeal wird.

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Apple packt die Keule aus:
SDK und Exchange für das iPhone

Lange hatte sich die iPhone-Fangemeinde auf den heutigen Tag gefreut, denn heute stellte Apple das langerwartete Software Development Kit (SDK) für das iPhone vor, mit dem Entwickler endlich lokal installierte Programme für das iPhone schreiben können. Oder besser gesagt: Schreiben können werden, denn der dafür nötige Update fürs iPhone wird erst im Juni erscheinen.

Bis auf die enttäuschende weitere Verzögerung hat Apple heute aber ein paar Pflöcke eingeschlagen, die den Erfolg des iPhones wohl weiter beschleunigen und die Konkurrenz nervös machen werden.

Zunächst mal ist da die volle Unterstützung von Microsoft Exchange samt Push-Mail, Kalendersynchronisierung und Adressbuchabgleich. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Apple hat von Erzfeind Microsoft dessen Active-Sync-Technologie lizensiert, um mit dem Grossfirmen-Standard Exchange kompatibel zu werden.

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Google macht offensichtlich Ernst mit dem offenen Web

Contact Data APIBisher war ich eher skeptisch, was die DataPortability-Initiative und ähnliche Vorhaben betraf, die Nutzerdaten und -profile im Web exportierbar machen wollen. Gerade für die meisten Social Networks, die auf der technischen und funktionellen Seite kaum nennenswerte Alleinstellungsmerkmale haben, ist die Bindung der Mitglieder als wichtigster Unternehmenswert eine Notwendigkeit, die mit Exportoptionen konterkariert würde. Daher verwundert es nicht, dass es wieder einmal Google ist, das sich einen weiteren und diesmal dem Anschein nach signifikanten Schritt in Richtung portabler Userdaten bewegt. » weiterlesen

Das Konzept von Yigg.de:
Kleine Bettelbuttons

Web 2.0 mit Geschäftsmodell: Die News-Community Yigg lesen täglich 50.000 Leute. Mittlerweile reichen die Werbeeinnahmen für fünf Mitarbeiter und die laufenden Kosten der Technik. Doch auch Spammer und Abmahn-Anwälte nutzen die Seite.

Yigg liest Medienlese.com

Yigg liest Medienlese.com


Michael Reuter, Geschäftsführer von Yigg, zeigt im Münchner Presseclub eine Website, die uns irgendwie bekannt vorkommt… (Bild: W.D.Roth)

Yigg ist ein typisches Web 2.0 Social Network, in dem nicht geflickert oder gegruschelt, sondern geyiggt wird. Und das bedeutet zweierlei: Nachrichten aus dem Web bei Yigg zu “melden” – und anschließend dann diese zu bewerten. Zum Beispiel über die kleinen Bettelbuttons, die Onlinemedien am Ende ihrer Artikel anbieten. Nachrichten, die von vielen Yigg-Besuchern bewertet werden, landen dann auf der Startseite – andernfalls sind sie nur in der Warteschlange zu sehen, von der sie nach 24 Stunden im Archiv landen, wenn sich nicht genügend Leser für sie erwärmen konnten.

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MIX08 Las Vegas Silbernes Licht vs Blitz:
MS mit Silverlight 2.0 gegen Flash

Eigentlich haben Ray Ozzie und Scott Guthrie von Microsoft heute an der MIX08 in Las Vegas zum Grossangriff gegen Adobes Flash geblasen. Insofern war ich etwas überrascht über den gemässigten Ton der Keynote, bis ich mir in Erinnerung gerufen habe, dass die Microsofties hier vor 3000 Entwicklern und Designern sprachen: Bergpredigten zu den versammelten Jüngern im Stil der Jobs-Keynotes an der MacWorld sind nicht angebracht, Entwickler interessieren sich weniger für die Marke ihrer Tools als deren Leistungsfähigkeit.

Und weil der Flash-Konkurrent von Microsoft Entwickler und Designer gleichermassen anspricht, indem er endlich einen gemeinsamen Workflow und Echtzeit-Anpassungen beider Seiten zugleich ermöglicht, sind hier neben den üblichen Hackern unzählige Design-Spezialisten mit MacBooks unterwegs. » weiterlesen

Streitthema “Datenschutz im Social Web” – Umfrage will Klarheit schaffen

Die Frage nach dem Datenschutz in Social Networks polarisiert und beschäftigt Blogger, Journalisten, Webunternehmer und andere am Internet- und Social-Web-Geschehen Interessierte seit Monaten. Ob die in Medien und Blogs lautstärk ausgetragenen Diskussionen zum Thema tatsächlich eine verbreitete Sensibilität des gemeinen Users in Bezug auf die Sicherheit und Verwendung seiner Daten in sozialen Netzwerken widerspielt, ist bisher unklar. Johannes Nagl, Student im Masterstudiengang Multimedia und Softwareentwicklung an der FH Technikum Wien, möchte es genau wissen und hat im Rahmen seines Studiums eine Online-Untersuchung zum Datenschutz in Social Communities gestartet. » weiterlesen

MIX08 Las Vegas:
Hotels und Kommunikation

Kommunikation und Medien sind seit je her ein einträglicher Nebenverdienst von Hoteliers. Während Abhol-Taxi am Flughafen, Weckdienst und Zimmerservice selbstverständlich im Übernachtungspreis enthalten sind, kostet die Kommunikation, mit der sich vor allem Geschäftsreisende herumschlagen, immer noch extra.

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Auf einer Journalistenreise habe ich vor sieben Jahren im Sheraton Palace in San Francisco für zwei vergebliche Anrufversuche 20 Dollar bezahlt: An der Reception erklärte man mir, dass die Wählvorgänge bereits nach dem vierten Klingeln als Lokalgespräche zum Hoteltarif von 10 Dollar verrechnet würden – auch wenn die angerufene Person nicht abnimmt. » weiterlesen

Der neue Blick:
Erste Bilder, erste Meinungen

Der neue Blick ist da! Erste Beobachtungen in Zürich zeigen: Er wird gratis verteilt und von den Empfängern verschämt weggesteckt.

Der von der grössten Tageszeitung zum Problemkind geschrumpfte Blick (das Equivalent zur deutschen Bild-Zeitung) hat heute seinen ersten Tag in einer neuen Form. Statt zwei Bünden gibt es ihn in einem. Statt zu bezahlen, erhält man ihn gratis (jedenfalls heute und in Zukunft am Abend). Wenn man ihn umdreht, dann kann man auf der anderen Seite weiterlesen.

Während die einen meinen, dass es den Pendlern egal ist, was auf einer gratis abgegebenen Zeitung draufsteht (“Pendler sind unideologisch. Die grabschen schnell irgendwas, lesen es in der S-Bahn und lassen es beim Rausgehen liegen.”) – zeigen die ersten Beobachtungen ein anderes Bild. Die Leser greifen zu den gewohnten Gratiszeitungen und stecken den Blick ein, um ihn später zu lesen. Entweder sind die Konsumenten dem Neuen (Alten) gegenüber kritisch oder aber der Blick kämpft immer noch mit seinem (hart erarbeiteten und schon fast zerstörten) Ruf als “Schundblatt”, das anständige Leute nicht lesen.

Unsere Sonderkorrespondentin Lea Barmettler hat in Zürich erste Bilder vom und erste Meinungen über den neuen Blick eingefangen:

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Der Blick heute wird gratis verteilt. Dieser Verteiler am Paradeplatz sagte Lea, der neue Blick sei super, er hoffe, dass das Design und der Inhalt in der Form bleiben, dann komme es gut.
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Developers, Developers, Developers, Developers:
Ist Facebook das Microsoft der Web-2.0-Welt?

Man kann sich über das leicht hysterische “Developers, Developers, Developers, Developers” von Microsoft-CEO Steve Ballmer lustig machen, so oft man will — er drückte damit in vier Wörtern das eigentliche Erfolgsgeheimnis des Softwareriesen aus. Facebook ist vermutlich die einzige Web-2.0-Firma, die die Lektion daraus wirklich gelernt hat und gezielt den gleichen Weg wie Microsoft verfolgt, mit allen positiven und (wie ich meine) negativen Folgen, die das für die Web-Community haben könnte.

Um Missverständnissen gleich vorzubeugen: Den Titel meine ich nicht so, dass ich Facebook den gleichen finanziellen Erfolg wie Microsoft zutraue. Und ich habe auch nichts gegen Microsoft (ausser dass ich denke, dass die Firma derzeit nicht gerade ihre stärkste Phase durchlebt). Ich verdanke vieles in meiner bisherigen Karriere einer zeitweiligen Zusammenarbeit mit Microsoft, und ich glaube weiterhin, dass die Firma viele starke Produkte hat. Nein, nicht Vista. Aber ein paar andere.

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