PDF mit Kontext-Anzeigen:
Wieder Werbung in Büchern?

Gratiszeitungen, Free-TV und jetzt auch kostenlose Bücher? Kevin Kellys Buch “True Films” gibt es als Datei, Werbung inklusive.

True Films
Das Buch gibt es als PDF auf der Seite des Autors

Drüben bei Wortfeld hat Alexander Svensson auf das PDF-Buch von Kevin Kelly hingewiesen. In “True Films” präsentiert Kelly über 200 Dokumentarfilme. Das Interessante daran ist nicht nur die Auswahl an spannenden, gut erzählten Geschichten, sondern das Vertriebsmodell.

Denn der Download des Buchs ist kostenlos, Geld verdient Kelly mit kontextabhängiger Werbung, die der Adobe Acrobat Reader neben dem Dokument einblendet. Wenn man denn der fragenden Bitte nach einer Internet-Verbindung zum Werbe-Download zugestimmt hat. Und wenn man denn nicht ein anderes Programm als Acrobat verwendet, um das Dokument anzusehen. Auf einem Mac, der PDF-Dateien gerne mit dem Programm “Preview” öffnet, gibt’s keine Werbung zu sehen.

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Titten, Tiere, Tränen, Tote:
Brav im Boulevard

Mit kurzem Röckchen auf der Jagd: Kerstin Dombrowski hat ein Buch über ihre Arbeit als Boulevard-Journalistin geschrieben.

Titten, Tiere, Tränen, Tote

Zehn Jahre im Boulevard. Erst die Bild-Zeitung, dann Privatfernsehen. “So , jetzt reicht’s”, fängt Kerstin Dombrowski ihre Abrechnung an. Denn sie rechnet ab, vor allem mit sich selber. Beschreibt eher unaufgeregt und ohne großen Überbau ganz einfach und direkt, wie das so war bei Bild, Sat.1 und RTL.

Wie man als junger Mensch mit 22 Jahren in die Maschinerie gerät, wie das Boulevard-Geschäft funktioniert, wie man selber darin funktionieren kann und so zur “charakterschwachen Bild-Reporterin” werden kann – wie sie eine geworden war.

Das Buch ist eine einzig große Bestätigung: Was immer man über Boulevard-Medien denken kann, wenn man nur ein wenig Einblick in den Journalismus hat, wird hier bestätigt. Das liest sich flott herunter, bietet aber leider wenig Überraschungen. Vor allem schlägt sich Dombrowski nicht schlecht bei ihrer Arbeit, hat ein paar Krisen, ein paar Zweifel bei der Arbeit, aber dann geht es immer irgendwie weiter.

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Das neue lokalisten:
ein bisschen wie Facebook in Grün

lokalistenSeit einigen Stunden ist die neue Version von lokalisten online, eines der größten Social Networks in Deutschland. Wie bereits angekündigt, bietet das besonders im Münchner Raum populäre Netzwerk mit dem Relaunch einige technische Neuerungen, die sich mittlerweile zum Standard bei Web-2.0-Communities entwickelt haben: einen Newsfeed, modular aufgebaute Home- und Profilseiten mit verschiebbaren Elementen, die bei Bedarf geschlossen werden können, sowie – und auch das ist offensichtlich fast schon State of the Art – einen Seitenaufbau, der in unterschiedlichem Ausmaß an Facebook erinnert. Besonders die Start- und Profilseite können Ähnlichkeiten mit dem populären Social Network aus Palo Alto nicht von der Hand weisen. » weiterlesen

One Laptop per Child, kein Laptop per Kunde

One Laptop Per ChildOne Laptop per Child” ist eine viel beachtete Initiative von MIT-Professor Nicholas Negroponte, die Laptops zwecks Ermöglichung moderner Bildung und Kommunikation zu Kindern in der dritten Welt bringen will. Anfangs segelte das Vorhaben unter dem ausehenerregenden Titel “100-Dollar-Laptop”, weil Negroponte mit revolutionärer Technologie die Kosten eines richtigen Laptops unter die magische 100-Dollar-Grenze drücken wollte. Aber die Non-Profit-Aktion hatte in ihrer kurzen Geschichte schon mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen: Technische und finanzielle Schwierigkeiten, Kostenüberschreitungen, Konflikte mit Microsoft und Intel sowie Probleme im Umgang mit den Regierungen der Drittweltstaaten, die diese Laptops eigentlich für ihre Kinder kaufen sollten.

Der neuste Konfliktherd des Projektes schwelt aber an einer Stelle, wo man es kaum erwarten würde und wo es der OLPC-Stiftung vielleicht sogar besonders weh tun könnte: An der Heimatfront, bei den grössten Fans des Projektes. Und ich habe das zweifelhafte Vergnügen, zu den Betroffenen zu gehören.

Es geht um die vorweihnachtliche Aktion “Give One, Get One” (G1G1) in deren Rahmen Leute mit amerikanischer Adresse einen OLPC für sich bestellen konnten — vorausgesetzt, dass sie ein weiteres Gerät für ein Kind in der dritten Welt spenden. Für einen Gesamtpreis von 400 Dollar bekam man so ein revolutionäres Stück Technologie sowie das gute Gefühl, etwas zur Bildung in einem armen Land beigetragen zu haben. Das war zumindest die Idee.

Hier eine kurze Chronologie meiner eigenen OLPC-Erfahrungen:

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Issuu:
Dokumentenplattform für Kreative mit Stylefaktor 10

IssuuNach Sprout möchte ich heute eine weitere Web-Applikation vorstellen, die vor allem durch ihre innovative Umsetzung und eine äußerst stylische Oberfläche überzeugt. Issuu ist eine Plattform zum Speichern und Präsentieren von Dokumenten. Im Gegensatz zu Scribd oder Doktus stehen jedoch nicht 0815-Schriftstücke im Vordergrund, sondern selbst erstellte Magazine. Zugegeben, das klingt recht speziell und ist es vermutlich auch. Wer aber selbst nicht zur kreativen Gilde der Layouter, Hobby-Magazinmacher und Fotografen gehört, kann ganz einfach durch das breite Angebot an Titeln stöbern, die ihren Schwerpunkt auf den Themen Kunst, Design, Fotografie und Musik haben, und sich von diesen inspirieren lassen. Damit ihr versteht, was Issuu auszeichnet, empfehle ich einen Blick auf die folgende Flash-Integration eines zufällig ausgewählten Titels (mit einem Klick auf den Viewer gelangt ihr zur großen Ansicht): » weiterlesen

Medienblogcharts 1/08:
Verlinkerei saisonbedingt?

Die deutschsprachigen Medienblogs können erstmals seit fünf Monaten eine Abflachung des Linkschwunds verzeichnen. Eine hochwissenschaftliche Präzisionsanalyse lässt ausserdem den Verdacht zu, dass es sich um saisonbedingte Schwankungen handelt.

Medienblogcharts Verlinkung TOPTEN-Medienblogs

Medienblogcharts Verlinkung TOPTEN-Medienblogs

Ist die Zeit der Negativschlagzeilen bald vorbei? Erholen sich die deutschsprachigen Medienblogs von den harten Rückschlägen des vergangenen halben Jahres? Wir haben zur Februar-Ausgabe unserer Medienblogcharts die durchschnittliche Zahl verlinkender Blogs für die Top-Ten der Medienblogs seit deren Erfassung errechnet. Was lässt sich aus den Ergebnissen ablesen?

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Der Gurkenlaster in der Tagesshow:
Satire und ‘ernsthafter’ Journalismus

Daniel Küblböck rammt in der Dämmerung ohne Zeugen einen Gurkenlaster; Martin Sonneborn entschuldigt sich vor laufenden Kameras bei den Georgiern für den Bruch des Hitler-Stalin-Pakts. Was davon ist eine wichtige Tagesnachricht und wieso? Brand Eins über das Geschäft mit Nachrichten, Wein, Filmen, Büchern und Urlaubsreisen.

Daniel Küblböck, Amy Winehouse, Paris Hilton
Daniel Küblböck, Amy Winhouse, Paris Hilton: Wo sind hier die News? (Bilder [M] cc:SlimK, cc:casasroger, cc:Illinois Entertainer)

Seit gestern stapeln sich E-Mails mit jeder Menge meist hämischer Kommentare in meiner Mailbox. Der Grund: Ein westdeutscher Rundfunksender kooperiert mit einer ebensolchen Zeitungsgruppe. Etwas, das eigentlich keine Sensation und schon länger absehbar war.

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Der Ton verschärft sich:
Googles Antwort auf Micro-Hoo

Das ging ja schnell: Google hält sich mit seiner Meinung zur versuchten unfreundlichen Übernahme von Yahoo durch Microsoft nicht hinter dem Berg. Auf Googles offiziellem Blog erläutert David Drummond, Googles Ober-Anwalt, die Position des Suchmaschinenriesen. Und natürlich fällt die nicht freundlich aus:

“This is about more than simply a financial transaction, one company taking over another. It’s about preserving the underlying principles of the Internet: openness and innovation.

Could Microsoft now attempt to exert the same sort of inappropriate and illegal influence over the Internet that it did with the PC? While the Internet rewards competitive innovation, Microsoft has frequently sought to establish proprietary monopolies — and then leverage its dominance into new, adjacent markets.”

Der Beitrag führt weiter aus, dass das fusionierte Unternehmen Micro-Hoo eine absolut dominierende Rolle bei e-Mail-Accounts, IM-Konten und Portal-Traffic einnehmen würde. Natürlich hat Google da was dagegen.

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medienlese – der Wochenrückblick

Nazi-Skandale, Wasserspiele, Promisaufen.

Die Liste der Woche erstellte das Blog Coffee and TV: Ein unmöglich vollständige, aber doch sehr aufschlussreiche Auflistung der “skandalösesten Skandale und der empörenswertesten Entgleisungen”. Studiert man die “Nazi-Skandale”, fällt vor allem auf, dass sie in immer kürzeren Abständen vorfallen (was an der Zusammenstellung liegen kann, aber auch an der zunehmenden Hysterie der Medien, die sich auf solche Äusserungen wie verhungerte Tiere stürzen). Falls jemand nicht ins Dschungelcamp eingeladen wurde und nicht komplett unbekannt ist: es ist eine ziemlich sichere Methode, um mal wieder in die Schlagzeilen zu kommen.

20min.ch testete erfolgreich die Weisheit der Massen und fand so heraus, dass das seit kurzem im Internet an allen Ecken und Enden auftauchende Bild von ein paar Jungs im Pool, die mittels Badelatschen eine schwimmende Stromleiste gebastelt haben, gestellt war. Andreas Wessels aus Nordwalde: “Natürlich war da kein Strom drauf. So verrückt sind wir nicht.” Die Bilder “seien am Nachmittag des 1. Juli 2007 während einer Lan-Party” entstanden.
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Zwei Schritte auf dem Weg zum offenen Social Web

offenes Social WebEines muss man den großen US-amerikanischen Webanbietern zugestehen, die sich in den letzten Wochen und Monaten auf die eine oder andere Art für ein offeneres Internet ausgesprochen haben: Mittlerweile lassen sie den Ankündigungen Taten folgen. Nicht nur der Fakt, dass nach Facebook und Bebo mit MySpace in dieser Woche das nächste, und diesmal weltweit größte Social Network, seine Plattform für externe Applikationen öffnen wird, ist ein entscheidender Schritt. Auch Google scheint es nach dem Start seiner fälschlicherweise Offenheit suggerierenden OpenSocial-Initiative mit der Idee eines offenen Webs ernst zu meinen und bietet Internetdiensten seit kurzem eine Schnittstelle, über die diese Informationen zu den Kontakten ihrer Nutzer auf anderen Plattformen abfragen können. Und schließlich hat Yahoo wie versprochen seinen OpenID-Beta-Test gestartet, der Yahoo-Usern die Anmeldung mit ihren Yahoo-Benutzerdaten bei anderen Seiten erlaubt. » weiterlesen

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