Eine kleine studiVZ-Presseschau

studiVZAm Freitag beschrieb ich, warum Tech-Blogs im Jahr 2007 für mich zur favorisierten Quelle für Nachrichten rund um Internet- und Web-2.0-Themen geworden sind und weshalb ich die Berichterstattung verlagsgeführter, journalistischer Angebote in diesem Zusammenhang für mangelhaft halte. Nur Stunden später wurde quasi auf dem goldenen Teller eine neue Bestätigungen dafür geliefert, dass diese Kritik berechtigt ist: Die angekündigte Änderung der AGB von studiVZ sorgte von Freitag bis heute für viele Schlagzeilen und wieder wurde deutlich, dass eine große Zahl der namhaften Onlinezeitungen und -magazine beim Verfassen von Artikeln zu Internetthemen nicht die gleich Sorgfalt an den Tag legen, wie sie es in anderen Bereichen (üblicherweise) machen. » weiterlesen

medienlese – der Wochenrückblick

Internet-Angst, Spiegel-Geschichten und Profi-Blogger

Während Claus Kleber lieber doch in Mainz beim ZDF bleibt und nicht die Nachfolge von Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust antritt, schreibt Joachim Lottmann – der gerade sein aktuelles Buch “Auf der Borderline nachts um halb eins” verschenkt – in der Welt am Sonntag eine Ode an den ebenso geschassten Kultur-Chef des Spiegels, Matthias Matussek. Wegen der Quereleien um die Aust-Nachfolge drohe nun, schreibt die Welt, Zwist zwischen den Gesellschaftern. Peter Turi analysiert solange die Gerüchteküche und destilliert aus der Medienberichterstattung Spiegel-Online-Chef Blumencron als möglichen Nachfolger heraus.

Blogger I: Das Medium Magazin hat Stefan Niggemeier zum Journalisten des Jahres gekürt: Mit seinem Weblog setze er ein Zeichen für den Qualitätsjournalismus.

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Lottmann für lau

Es liegt noch keine drei Monate im Regal: Journalist und Popliterat Joachim Lottmann verschenkt sein Buch “Auf der Borderline nachts um halb eins” als PDF.

Joachim Lottmann
Lottmann-Buch: Gedruckt oder ausgedruckt?

Immer schön ablottern: Mit seinen radikal subjektiven Texten schrieb sich Kulturjournalist und Autor Joachim Lottmann an die Speerspitze der deutschen Popliteraten, seine Reportagen stehen in SZ, FAS, taz und Welt am Sonntag. Zuletzt erschienen die Bücher ?Die Jugend von heute? und ?Zombie Nation? von ihm.

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Community meinNachbar zeigt ihr wahres Gesicht

Die Notwendigkeit (oder eher Lust) am Geldverdienen veranlasst Internetunternehmen zu ganz unterschiedlichen Schritten. Während studiVZ die Profilangaben seiner Nutzer zukünftig für gezielte Werbung verwenden möchte und mit der Ankündigung über geänderte AGB gestern für viele negative Schlagzeilen sorgte (was das Unternehmen schließlich teilweise zurückrudern ließ), geht ein anderes Social Network einen viel radikaleren Weg: meinNachbar ist eine Community, bei der Nutzer andere Menschen aus ihrem Wohnumfeld kennenlernen können. Bisher war der Dienst kostenlos. Wie zweinull.cc-Leser Heiko berichtet, erhielten die Mitglieder von meinNachbar allerdings gestern eine Mail, die sie neben allgemeinen Danksagungen darüber informiert, dass der Dienst ab dem 29. Dezember kostenpflichtig wird. Ab dann werden monatlich 9 Euro fällig, zahlbar ein halbes Jahr im Voraus. Hier die komplette Mail: » weiterlesen

Max Headroom ist zurück

Als das Fernsehen die Welt beherrschte: In einer TV-Serie aus den 80er Jahren wird der selbstironische Moderator Max Headroom, halb Mensch, halb Computer, mit bissiger Medienkritik zum Megastar. Jetzt ist er wieder da, kostenlos im Web-TV Joost.

Max Headroom
Max Headroom in der Episode “Blipverts” auf Joost

“Es ist zwanzig Minuten in der Zukunft”, so fangen die Folgen der Serie “Max Headroom” an. Diese Zukunft sieht düster aus: Fernsehsender beherrschen die Welt. Als ein Reporter des Networks 23 die fiesen Machenschaften seines Senders – sublimale Werbung, die den Zuschauer schon mal grillen kann – aufdeckt, vor den Sicherheitskräften flieht und durch einen Unfall das Bewußtsein verliert, wird ein digitales Abbild von ihm geschaffen. Fortan geistert das als Max Headroom über den Sender.

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Print vs. Online Die Anti-Journalisten

Schon wieder einer, dem ein gnädiger Gott die Stimme gab, zu sagen, wie’s ihm ums Herz ist. FAZ-Autor Jürgen Kaube, Pauschalreisender in Sachen Netzkritik, fordert in der Überschrift seines Artikels das, was er in diesem Fall leider nicht durchhielt: sachlich zu bleiben.

Beim Gebarme über den ‘Verlust der Fairness‘, über die ‘ungewaschene Subjektivität‘ von ‘Anti-Journalisten‘, die sich aufführen, als seien sie ‘am Tresen zu Hause‘, wäre unsereiner doch mal gespannt, zu erfahren, wo, an wem und auch an was er diesen Tatbestand einer unaufhörlichen Schmähkritik konkret verortet, die er wild daherschmähend anderen vorwirft. Ein einziges Zitat nur, mit Link oder Quellennachweis natürlich, das sollte doch einen Qualitätsjournalisten nicht überfordern. Darüber ließe sich anhand des (Kon-)Textes dann auch reden.

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Über die Relevanz von Tech-Blogs

Über die Relevanz von Tech-BlogsEin Thema beschäftigt mich schon seit einer Weile und nun ist es Zeit, meine Gedanken in Worte zu fassen: Die Relevanz von Blogs. Immer wieder wurde darüber im Jahr 2007 diskutiert: auf der einen Seite Zeitungen und Medienhäuser, auf der anderen die Blogger selbst. In diesem Posting möchte ich von einer persönlichen Feststellung berichten, die mein Internetnutzungsverhalten der vergangenen Monate betrifft: Während ich für “klassische” Nachrichtenthemen wie Politik, Ausland oder Wirtschaft auch im Jahr 2007 ausschließlich etablierte, journalistische Onlineangebote nutze, beziehe ich meine Informationen rund um das Internetgeschehen mittlerweile fast komplett von Blogs! » weiterlesen

Dopplr:
Web 2.0 als echter Problemlöser – so soll es sein!

DopplrKennt ihr schon Dopplr? Bei diesem neuen Dienst, der gerade seine geschlossene Beta-Phase verlassen hat, handelt es sich nicht um eine deutsche Community für Doppelgänger, sondern um ein ambitioniertes, international ausgerichtetes Startup mit Sitz im finnischen Helsinki. Dopplrs Gründer Marko Ahtisaari ist es gelungen, eine Web-2.0-Konzept auf die Beine zu stellen, welches bisher noch von niemand anderem ernsthaft angegangen wurde UND zudem echtes Potential zur Problemlösung hat: Dopplr soll Menschen, die viel auf Reisen sind, eine einfache und zeitsparende Möglichkeit geben, soziale Kontakte wahrzunehmen und Leute zu treffen, die ihnen (privat oder beruflich) wichtig sind. » weiterlesen

YouTube-Armee Schweiz

20min.ch sammelt Videos der Schweizer Armee im Internet und bindet sie so geschickt ein, dass die Herkunft der Filmchen nicht mehr zu erkennen ist.

Schweizer Armee

Manchmal entsteht Journalismus dort, wo man ihn gar nicht vermutet. Auf dem Online-Portal einer Gratiszeitung zum Beispiel. Die nichts mehr macht als YouTube-Videos zu versammeln und einen kurzen Text dazu zu schreiben. Denn manchmal wirken Bilder einfach viel besser als Worte – selbst, wenn die Bilder unscharf sind und von Amateuren mit Handykameras gedreht wurden. Eine Reportage über den Zustand der Schweizer Armee wäre vielleicht eleganter – aber auch aussagekräftiger?

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Facebook öffnet seine Entwicklerplattform

facebook_logo.gifÜberraschende Meldung von Facebook: Die Technik hinter der im Mai gestarteten Entwickerplattform, die bis heute über 11.000 Facebook-Applikationen hervorgebracht hat, soll nun auch anderen Social Networks zur Verfügung gestellt werden. Dies verkündet ein Team-Mitglied im Entwicklerblog. Damit würden für Facebook entwickelte Applikationen auch bei Konkurrenten funktionieren, denen Facebook die Plattform-Technologie lizensiert. Details sind noch nicht bekannt, aber das offensichtlich direkt Nägel mit Köpfen gemacht werden, zeigt der heutige Start der Entwicklerplattform von Bebo, welche angeblich eine hohe Kompatibilität mit der von Facebook aufweist. » weiterlesen

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