Google kauft Twitter-Konkurrent Jaiku

Google erwirbt den aus Finnland stammenden Twitter-Konkurrenten Jaiku. Über die Kaufsumme wurde nichts bekannt. Folgendes Statement der beiden Jaiku-Gründer findet sich auf ihrer Website:

Exciting news, Jaiku is joining Google! While it’s too soon to comment on specific plans, we look forward to working with our new friends at Google over the coming months to expand in ways we hope you’ll find interesting and useful. Our engineers are excited to be working together and enthusiastic developers lead to great innovation. We look forward to accomplishing great things together. In order to focus on innovation instead of scaling, we have decided to close new user sign-ups for now. » weiterlesen

Leser-Reporter:
Wer zahlt wie gut?

Was macht man, wenn man aus dem Fenster blickt und Pete Doherty, Britney Spears und Prinz William nackt im eigenen Garten Joints rauchen? Man guckt wieder weg. Oder man macht Fotos und ruft die Boulevardpresse. Wer aber zahlt wie gut?

“Die Armee der arschgeweihtragenden Leser-Reporter ist die schlimmste Guerilla unserer Zeit.” So werden sie eingestuft, die Produzenten von Inhalten ohne Ausweis. Ungeachtet dieser Kritik machen sie weiter und versorgen, wie auch die professionellen Anbieter, die Welt mit zum Teil zweifelhaften Inhalten. Während früher die Ehre, den eigenen Hinweis oder Namen oder sein eigenes Bild in der Zeitung sehen zu können, ausgereicht hat für eine kostenlose Übergabe von Inhalten, wollen seit Neustem immer mehr Leser Geld dafür. Weil sie wissen, dass damit noch mehr Geld zu machen ist.

Deshalb haben einige Portale damit begonnen, Leser-Inhalte, die sie attraktiv finden, einheitlich zu bezahlen. Wir haben aufgelistet, wieviel es für was gibt und was der Haken dabei ist.

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Von wegen Englisch-Abneigung – Facebook wächst in Frankreich

facebook_logo.gifWir Deutschen sind in der Welt nicht gerade für unsere ausgezeichneten Englischkenntnisse bekannt. Da ist es eigentlich wenig verwunderlich, dass deutsche Internetnutzer am liebsten deutschsprachige Webseiten nutzen. Erst dadurch konnte es zu einer Kultur des Kopierens erfolgreicher englischsprachiger Konzepte kommen – die meisten Dienste aus den USA boten keine deutschsprachigen Versionen an und wurde somit von hiesigen Nutzern weder gefunden noch gemocht. Viel hat sich daran bis heute nicht geändert. Aber zurück zu den Sprachkenntnissen: Bisher konnte man die Englischkenntnisse der Deutschen leicht in ein besseres Licht rücken, in dem man auf die Franzosen verwies. Dort würde angeblich kaum jemand auch nur ein Wort Englisch sprechen und wenn doch, dann weigern sich die Leute, es anzuwenden. » weiterlesen

Von Blogwerkern und Mistkratzern

300 mal “6 vor 9″:Mehr als ein Jahr lang hat medienlese.com-Redaktor Ronnie Grob uns täglich sechs medienrelevante Artikel serviert – noch vor dem Frühstück. Eine unspektakuläre, reife Leistung. Unaufgeregt und seriös, und so gar nicht den Vorstellungen manches selbsternannten Blogpapstes dessen entsprechend, was “Kommerzblogger” angeblich tun.

Na und? Machen das nicht Dutzende von Bloggern? Ich wage zu behaupten: Nein. Nicht in der Qualität von 6 vor 9. Nicht mit der Disziplin (sechs lesenswerte Links jeden Tag genau sechs Minuten vor neun ) und der Ernsthaftigkeit von Ronnie Grob. Und ich weiss, wovon ich rede, denn wie die andern Blogwerker habe ich ihn hie und da vertreten müssen. Es ist harte Arbeit, diese sechs Links zu finden.

Ronnie wird dafür bezahlt – denn medienlese.com ist Bestandteil des Online-Verlags Blogwerk AG. Seit mehr als einem Jahr arbeiten wir am Aufbau dieses Unternehmens. Mit 16-Stunden Tagen, viel Herzblut und gelegentlichen Abgründen der Frustration. Wir tun es, weil wir daran glauben, dass durch das Internet die Medienwelt bereichert werden kann, dass der Journalismus sich von der vielbeklagten Dominanz der Grossverlage emanzipieren kann, und zwar ohne dass er in den brotlosen Untergrund geht.

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Ist man mit 30 zu alt, um Unternehmer zu werden?

Auf den ersten Blick ist das eine absurde Frage, wieder mal so ein Auswuchs des Jugendwahns in unserer Gesellschaft. Aber genauer betrachtet kann man tatsächlich eine ungewöhnlich hohe Erfolgsquote von sehr jungen Unternehmensgründern feststellen — besonders in der Internet-Branche.

Der derzeit wohl meistgehypte Internet-Unternehmer, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, ist gerade mal 23 Jahre alt und gründete seine Firma, als er 19 war. Die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page machten ihre Firma mit 25 auf. Ebenso die Yahoo-Gründer, die 28 bzw. 26 waren.

Selbst wenn man weiter in der Technologiegeschichte zurückblättert, erhärtet sich das Bild: Die Microsoft-Gründer waren 19 und 21 bei der Firmengründung, die von Apple 21 und 26, und Michael Dell war auch erst 19. Erst bei den “ernsthafteren” Enterprise-Softwarefirmen findet man etwas ältere Semester: Die Gründer von Oracle waren im Durchschnitt 33 und die von Adobe gar knapp über 40. Aber bei vielen anderen Firmen sieht es wieder mehr nach Dominanz der Jugend aus. Ein paar Firmen mit dem Durchschnittsalter der Gründer: Sun: 27; Digital Equipment: 29; Skype: 30; SAP: 29; TomTom: 25; Hewlett-Packard: 27.

Was hat es mit dieser Dominanz junger Unternehmer auf sich? Theorien gibt es dazu viele. Marc Andreessen (als Gründer von Netscape selbst einer dieser Jungstars) <a href="http://blog. » weiterlesen

Der Kampf der Gratiszeitungen

In der Schweiz buhlen bald fünf Gratiszeitungen um Leser und Nichtleser. Die Herausgeber jubeln über wirtschaftlichen Erfolg und halten das Konzept für ein Zukunftsmodell. Im österreichischen Graz hingegen gingen zwei solche Blätter im Konkurrenzkampf unter. Ein Vergleich.

Von Markus Kirchsteiger

Während in der Schweiz bald fünf Gratiszeitungen um die Aufmerksamkeit der Schweizer ringen , hielt sich ok, die erste kostenlose Grazer Tageszeitung, lediglich rund ein Jahr am Markt. Anfang Juli 2007 wurde ok nun gleichzeitig mit dem Konkurrenten heute eingestellt. Als ok auf den Markt gekommen war, hatte heute in wenigen Wochen eine Grazer Ausgabe hochgezogen. Jetzt ist das Match um Leser und Nichtleser vorzeitig beendet worden.

Große Erfolge verzeichnen Gratiszeitungen in der Schweiz. Obwohl die Auflagenzahlen sinken, können 20 Minuten, .ch und Co. zulegen und zwar auf Kosten von Boulevard-Kaufzeitungen wie Blick. Das Konzept der Gratiszeitungen ist einfach: Das Wichtigste des Tages in kurzen und prägnanten Sätzen gibt es kostenlos für eine urbane, junge Leserschaft.

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Spotify:
Neuer Musikdienst stellt alles andere in den Schatten

SpotifyIn den vergangenen Monaten hatte ich einige junge, viel versprechende Musikdienste vorgestellt. Doch aus Schweden kommt mit Spotify ein neuer Anbieter, der alles Bisherige in den Schatten stellt. Während sich viele der in letzter Zeit gestarteten Dienste ausschließlich auf die User konzentrieren und Urheberrechtsfragen eher stiefmütterlich behandeln, möchte Spotify nicht nur Nutzern einen revolutionären Musikstreaming-Service bieten, sondern gleichzeitig die Interessen der Musikindustrie und Rechteinhaber berücksichtigen und alle Beteiligten in ein Boot holen. Ein kompliziertes Unterfangen, aber nicht unmöglich. » weiterlesen

medienlese – der Wochenrückblick

Gottschalk besucht Knut, Gott enttäuscht, Herisauer Zeitung nicht eingestellt.

Thomas Gottschalk besuchte Knut und überreichte dem Zoologischen Garten einen Scheck über 40.000 Euro. So war es auf dem Portal der des Tagesspiegels zu sehen. Später die Woche erzürnte ein anderer Tagesspiegel-Artikel mit dem Titel “Hi Freaks” Markus Beckedahl von netzpolitik.org. Ein Journalist, der “ganz lustig sein” wollte, schrieb dumme “Polemik unterhalb des Bild-Levels”. Beckedahl empfand den Text “als bewusste Verleumdung, üble Nachrede, Rufschädigung”. Kommentar #2 empfahl: “Aber ehrlich, ich würde sofort einen Strafantrag wg. Verleumdung und übler Nachrede stellen. Evtl. ist sogar Beleidung drin.”

Cash Daily, eines der Vorzeige-Internetprojekte aus dem Ringier-Verlag, schrieb im Blick (da es im Livepaper von Cash Daily niemand gefunden hätte): “Ziel darf nicht sein, auf dem Internet überhaupt nicht auffindbar zu sein. Solche Leute wirken im digitalen Zeitalter sogar suspekt.”

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Bugmenot.com:
praktisch aber vielleicht nicht für jeden

Auf manch einer populären Website wird man als User zur kostenlosen Registrierung aufgefordert, um Zugang zu allen Bereichen und Funktionen zu erhalten. Einige Onlineausgaben von Tageszeitungen und Magazinen machen das so, aber auch Videoportale und andere Plattformen, die auf User Generated Content setzen. Die Unternehmen versprechen sich davon zusätzliche Nutzerinformationen für Marketingzwecke. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein User eigene Inhalte beisteuert, größer, wenn er sowieso schon registriert ist. » weiterlesen

Große Aufregung um kleine Änderungen bei der FAZ

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bleibt sich treu, weil der Leser das so will. Trotzdem entfallen Bildverbot auf der Titelseite und Frakturzwang bei Kommentar und Leitartikel – und schon schreiben die Medienseiten von Revolution.

Die Auflage sinkt, man passt sich an, die Stammleser sind ohnmächtig vor Wut und Verzweiflung. Kulturrevolution, Blattreform, neues Layout: So steht es auf den Medienseiten allerorten zum vorsichtigen Facelift der FAZ. Nur zaghaft findet Erwähnung, dass das so neu und aufregend dann doch nicht ist. Sicher, die Zeitung sieht aufgeräumter und moderner aus. Ein großer Schritt für die FAZ, aber nur ein kleiner Schritt auf die Leser zu. Noch immer zum Beispiel das typische überbordende Riesenformat, nicht wirklich kompatibel mit dem Alltag.

Die einhellige Meinung zur neuen alten FAZ: Luftiger und lesbarer. Panische Angst schiebt man hingegen vor den Stammlesern, für die stellvertretend die paar Fanatiker aus Internet-Foren herangezogen werden, die mit Veränderung so überhaupt nicht umgehen können. Warum die gedruckte Tageszeitung eine Zukunft hat – oder eben nicht – wird allerdings nicht gefragt. Unsere Medienlese:

faz neu

Titelseite der FAZ am Tag eins nach der Kulturrevolution (6.10.2007)

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