Zehn Gründe, warum Facebook studiVZ kaufen könnte

facebookstudivz.gifDie berühmt-berüchtigten Samwer-Brüder haben sich mit einem Betrag zwischen 10 und 15 Millionen Dollar an Facebook beteiligt. FAZ-Netzökonom Holger Schmidt vermutete bereits gestern, dass das umtriebige Trio deutlich weniger für seinen Anteil gezahlt habe als Microsoft. Der Softwarekonzern legte im Herbst 2007 für eine Beteiligung von 1,6 Prozent an Facebook 240 Millionen Dollar auf den Tisch. Nun also sollen die Samwers Mark Zuckerberg und Anhang dabei helfen, in Europa erfolgreich Fuß zu fassen und lokalisierte Versionen zu starten. Brisant ist das jetzt bekannt gewordene Investment, da die Samwer-Brüder schon bei der Finanzierung des deutschen Facebook-Klons studiVZ mit dabei waren, der schließlich vor einem Jahr von der Verlagsgruppe Holtzbrinck für einen Betrag zwischen 80 und 100 Millionen Euro gekauft wurde. » weiterlesen

Apples gewagtes Subnotebook-Experiment

MacbookairApples heutige Ankündigung des neuen Subnotebooks MacBook Air war sicher keine Überraschung: Schon seit Wochen spekulierte die Szene über ein solches Produkt. Schon eher erstaunlich ist, dass sich Apple überhaupt in dieses Marktsegment vorwagt. Subnotebooks werden bisher hauptsächlich benutzt von vielreisenden Geschäftsleuten, die diese meistens ziemlich teuren Geräte von ihrer Firma gekauft kriegen.
Apples traditionelle Kundengruppen dürften hingegen mit einem solchen Schrumpflaptop weniger anfangen können. Für Kreative ist ein Subnotebook schlichtweg zu wenig leistungsfähig: Photoshop-Orgien und effizienter Videoschnitt sind mit so einem eher mager ausgestatteten Gerät kaum sinnvoll möglich. Für Konsumenten dürfte der Preis in einem Zeitalter von billigen Unterhaltungsnotebooks schlicht zu hoch sein.
Wem will Apple dieses Produkt also verkaufen? Traditionell konzentrierte sich Apple immer auf relativ konventionelle Produktkategorien, weil man nur dort mit dem bescheidenen Mac-Marktanteil überhaupt ausreichende Stückzahlen erreichen könnte. Es ist wohl eindeutig ein Zeichen für Apples enorm gestiegenes Selbstvertrauen, dass man nun mit einem so relativ exotischen Gerät herauskommt.

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Live Documents:
Google Docs, Zoho & Co erhalten Konkurrenz

Live DocumentsOnline-Office-Dienste wie Google Docs und Zoho, die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und die Erstellung von Präsentationen online im Browser ermöglichen, bekommen einen neuen, ernstzunehmenden Konkurrenten: Live Documents heißt der frisch gestartete Dienst des indischen Startups InstaColl, deren Chef Sabeer Bhatia sich 1997 einen Namen machte, als er Hotmail für rund 400 Millionen US-Dollar an Microsoft verkaufte. Trotz dieser Geschichte und des verdächtig klingenden Namens besteht zwischen Bhatias Neugründung und Microsoft offiziell keine Verbindung. » weiterlesen

Live Documents:
Google Docs, Zoho & Co erhalten Konkurrenz

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Bringt Facebook den Untergang des Abendlandes?

Dass das Social Network Facebook viele, viele User zur Zeitverschwendung mit Vampirspielen und virtuellem Schafewerfen animiert, ist bestens bekannt. Und dass diese vielgehypte Website an etwas krummen Businessmodellen leidet, wussten wir auch schon.

Neu hingegen ist, dass Facebooks dunkle Hintermänner doch tatsächlich vorhaben, die reale Welt zu zerstören und durch ein globales, virtuelles, neokonservativ-imperialistisches Netzwerk zu ersetzen. Das meint zumindest Tom Hodgkinson im Guardian von heute.

In der ersten Hälfte macht dieser Artikel einige zwar sehr kritische, aber durchaus noch plausible Aussagen:

“Clearly, Facebook is another uber-capitalist experiment: can you make money out of friendship? Can you create communities free of national boundaries – and then sell Coca-Cola to them? Facebook is profoundly uncreative. It makes nothing at all. It simply mediates in relationships that were happening anyway.”

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Facebook-Applikationen aus dem deutschsprachigen Raum

Aktualisiert

facebook_logo.gifÜber 13.000 verschiedene Applikationen gibt es mittlerweile bei Facebook. Auch wenn immer mehr User von den spamartigen Aufforderungsmails genervt sind, diese und jene Applikation zu installieren, ist Facebooks vor acht Monaten eröffnete Entwicklerplattform eine der Hauptursachen für den kometenhaften Aufstieg des Social Networks. Die Zahl der von Webangeboten aus dem deutschsprachigen Raum an den Start gebrachten “Apps” ist bisher noch sehr überschaubar, was angesichts der nach wie vor relativ geringen Facebook-Verbreitung hierzulande auch nicht verwundert. Ein gutes Dutzend Anbieter aus Deutschland, der Schweiz und Österreich – vorrangig solche mit einer englischsprachigen Version – haben Ressourcen in die Entwicklung einer Applikation gesteckt. Es folgt eine Liste mit denen, die mir bekannt sind. Solltet ihr noch weitere Applikationen aus dem deutschsprachigen Raum kennen, dürft ihr diese gerne in den Kommentaren vorstellen. » weiterlesen

Schwarzseher sehen noch schwärzer

Murdoch macht’s möglich: Mit einer neuen Verschlüsselung könnte der Abo-Sender Premiere die Hälfte seiner Zuschauer abschießen – jene Hälfte, die das Programm illegal empfängt und dafür nicht bezahlt.

Premiere-Logo

Rupert Murdochs jüngste Beteiligung am Premiere-Konzern scheint schon erste digitale Wellen zu schlagen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus plant Premiere eine komplette Umstellung seines Verschlüsselungssystems. Die war und ist auch bitter nötig, da das derzeitige System “Nagravision” schon nach einem Monat wieder geknackt war. Damals sahen über eine Million Schwarzseher mit billigen Chipkarten und einer Software kostenlos alle Programme.

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zweinull.cc bei Radio Fritz

zweinull.cc bei FritzAm gestrigen Samstag bin ich einer Anfrage vom RBB gefolgt und habe mich bei Radio Fritz in der Sendung Trackback zu diversen Internet-Themen der vergangenen Wochen geäußert. Das Interview bezog sich hauptsächlich auf diese drei Artikel. Es hat Spaß gemacht! Das Ganze ist als Podcast auf der Trackback-Seite verfügbar. Über Kommentare bezüglich meiner Thesen freue ich mich natürlich.

P.S. Das Gespräch fand über Skype statt, daher die leider nur mäßige Tonqualität.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

medienlese – der Wochenrückblick

Poschi auf der Flucht, Presseschau statt Morgengebete, Brüste in der Schwangerschaft.

Ulf Poschardt, leidenschaftlicher Autofahrer und Verachter von VW-Käfer-fahrenden Klimamoralisten, hatte eine schlechte Woche. Zuerst wurde er als Chefredakteur der Zeitschrift Vanity Fair, für die für gut ein Jahr geleitet hatte, gefeuert freiwillig gegangen, dann schüttete eine Rapperin ihm in einer Fernsehsendung überraschend ein Glas Wasser ins Gesicht, nachdem er sie zuvor offenbar Nervensäge genannt hatte. Poschardt verliess darauf die Sendung, nicht ohne einen Knicks zu machen. Ein Handgemenge wäre wohl angemessener gewesen.

Der Perlentaucher staunte über die Süddeutsche Zeitung. Willi Winkler schrieb dort: “Auch der von einigen anstelle eines Morgengebets aufgesuchte InternetDigest Perlentaucher ist unterkomplex, wie es die menschliche Software erlaubt: die anonymen Bergwerker, die im Morgengrauen die Feuilletons ausweiden und dabei auch noch gewichten sollen, sie können die Artikel im besten Fall kurz beriechen, aber in dem dafür vorgesehenen Halbsatz nur selten angemessen wiedergeben.” Der Perlentaucher dazu: “(Und wir dachten immer, die SZ verklagt uns, weil wir zu viel von ihrem Inhalt wiedergeben!)”
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Sonntagszeitung weiß:
Inhalt kommt durch die Haarfarbe

Drin ist, was drauf ist: Davon ist auch die Sonntagszeitung überzeugt und beglückt ihre Leser mit einem Text über Frauen mit helleren und dunkleren Haaren, der nicht nur sinnfrei, sondern auch diskriminierend ist.

21 Jahre gibt es nun die Sonntagszeitung. Sie war der Pionier in der Schweiz, denn bis zum 11.01.1987 erschienen in diesem Land keine Druckerzeugnisse am heiligen Tag [Korrektur: ausser dem SonntagsBlick, siehe Kommentare]. Inzwischen kämpft sie gegen drei Konkurrenten um Inhalte, und sieht sich als “ein Mix aus relevanten News und intelligenter Unterhaltung“.

Klar, Sonntag will man ausspannen und auch mal leichte Lektüre. Beim Werk von Bettina Weber handelt es sich jedoch um eine einzige grosse Oberflächlichkeit.

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