Im Test:
Das katholische YouTube

kathtube.pngWeb-2.0-Projekte können nicht nur 13-jährige BWL-Studenten und New-Economy-Nostalgiker anschieben, oh nein: Auch katholische Institutionen mischen mit. Das heißt dann nicht Ratzingr oder kathol.icio.us, aber doch immerhin kathTube.com. Wir haben uns das mal angesehen.

Seit dem 12. Dezember ist es online, das “katholische Medienportal” kathTube.com mit dem Petersdom im Logo. Dieser 12. Dezember war übrigens der “Tag der Muttergottes von Guadalupe!”, wie das insgesamt nicht ausrufezeichenschwache Portal betont.

Bisher sind 250 Bilder, 119 Audiodateien, 71 Videos und zwei Handvoll Dokumente online. Und vor allem unter den Videos finden sich zahlreiche Perlen, wie man sie im Dschungel des Originals gar nicht mehr entdecken würde:

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Googles eigenartige Managementmethoden

Ohne jeden Zweifel ist Google eine der beeindruckendsten Firmen der Wirtschaftsgeschichte. In nur neun Jahren hat es die Suchmaschine von der Idee zu einer der wertvollsten Firmen überhaupt gebracht — und zusätzlich zu einem Verb in den meisten Sprachen.

Aber manchmal fragt man sich schon, wie dieses Gebilde eigentlich funktioniert. Schliesslich sitzen da jeden Tag 16’000 sehr schlaue Leute und denken sich aus, was man noch alles mit Googles legendär skalierbarer Infrastruktur und erdrückender Marktdominanz in der Onlinewerbung anfangen könnte. Und wenn man Googles Output an richtig guten neuen Produkten daran misst, ist das Resultat ehrlich gesagt nicht immer ganz so spektakulär.

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Facebook sucht zusätzliche Erlösquelle im E-Commerce

facebook_logo.gifImmer deutlicher wurde in den letzten Wochen, dass die Monetarisierung großer Social Networks mittels Werbung ein schwieriges Unterfangen ist. Auf der einen Seite steht die geringe Empfänglichkeit der Mitglieder sozialer Netzwerke für Werbebotschaften, die über klassische Formate wie Banner oder Textlinks distribuiert werden. Die Folge sind niedrigen Klickraten und die grundsätzliche Hinterfragung eines positiven Werbeeffektes. Auf der anderen Seite befinden sich die Nutzer, die neuartigen Anzeigenformen kritisch gegenüberstehen und mit Unterstützung von Blogs und Medien auf die Barrikaden gehen, wenn es ihnen zu bunt wird. Facebook und studiVZ können ein Lied davon singen. Alternativen müssen also her, die Social Networks neue Erlösquellen verschaffen, ohne ihre Mitglieder zu verprellen. Ein mögliche Lösung: E-Commerce. Facebook macht gerade einen großen Schritt in diese Richtung. » weiterlesen

Web 2.0-Office-Suiten:
Noch kaum genutzt

Wenn man manchen Analysten glauben darf, steht Microsoft praktisch kurz vor der Pleite. Schuld ist — natürlich — Google, insbesondere die Applikationssuite des Suchmaschinenriesen. Google Docs mit seinen rein webbasierten Textverarbeitungs- und Tabellenkalulationsprogrammen ist nämlich eine disruptive Gefahr für die marktführende und extrem profitable Office-Suite von Microsoft, sagen die Experten. Google ist für Microsoft quasi das, was vor 20 Jahren Microsoft selber für IBM war: Eine existentielle Bedrohung durch neue Technologie.

Diese Botschaft ist aber offenbar noch nicht beim Durchschnittsbenutzer angekommen. Einer neuen Umfrage des Marktforschers NPD zufolge haben immerhin schon mehr als ein Viertel der amerikanischen PC-User schon mal gehört, dass es webbasierte Office-Programme gibt, aber nur ein kleiner Teil, nämlich keine 5%, benutzt diese Angebote regelmässig oder gelegentlich.

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Mehr Klicks pro Minute

Die Konkurrenz ist weit abgeschlagen: Spiegel Online verzeichnete im November 2007 durchschnittlich 1811 Visits pro Minute, bei der Netzeitung sind es nur 58.

So unsinnig diese Zahlenspielerei auch sein mag: Sie verdeutlicht den enormen Abstand der Online-Angebote. Wie weit abgeschlagen die Konkurrenz ist, lässt sich am besten mit einer Grafik zeigen. Die Daten dazu kommen von der IVW, die nicht nur die Auflage von Printprodukten zählt, sondern auch die Nutzung von Internet-Angeboten misst. Die beiden maßgeblichen Werte sind Visits und Page Impressions. Ein Visit ist ein “zusammenhängender Nutzungsvorgang”, während dem eine oder mehrere Seiten abgerufen werden (das sind die Page Impressions).

IVW-Zahlen

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Fernsehen im Internet:
Zur Kasse, Schätzchen

Informationen gibt’s kostenlos bei den Öffentlich-rechtlichen, für Unterhaltung muss bei den Privatsendern Geld gelassen werden.

Stromberg, KDD, Thadeusz, Wallraff
Stromberg, KDD, Thadeusz, Wallraff (Fotos: Sender)

Klickt man sich in der ZDF-Mediathek durch die vergangenen Tage, bietet sich immer ein ähnliches Bild: zehn bis 15 verpasste Sendungen können abgerufen werden, darunter mindestens vier Mal die Nachrichtensendung “heute”. Richtig Spaß macht das leider nicht, deswegen habe ich auch erst heute zufällig entdeckt, dass die Callcenter-Dokumentation “Bei Anruf: Abzocke” von Günter Wallraff (unser Fernsehtipp vom 11. Dezember: “Wallraff ruft an”) online in der Mediathek verfügbar ist. Nur direkt auf das Video verlinken klappt nicht, die interne Suchfunktion der Mediathek nach “Wallraff” muss also ran.

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Gewinnspiel Talese-Buch unterwegs

Unser kleines vorweihnachtliches Gewinnspiel ist vorbei und wir haben einen Gewinner: Das Los fiel auf Armin Treitinger aus Theisseil. Er gab uns die richtige Antwort – am 5. Juni bekam der Tagesspiegel eine neue Internetseite – und wir schicken dafür das Gay Talese-Buch “Frank Sinatra ist erkältet” nach Theisseil.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Badoo reagiert und korrigiert AGB

BadooKürzlich berichtete ich über Badoo, ein Social Network, das in Deutschland völlig unbekannt ist, aber weltweit über 12 Millionen registrierte Mitglieder hat. In Googles Liste der weltweiten Suchbegriffe mit den größten Zuwachsraten im Jahr 2007 landete Badoo hinter dem iPhone auf dem zweiten Platz. Am Ende meines Artikels verwies ich auf im Netz kursierende Gerüchte, Badoo würde Spam-Mails verschicken. Außerdem zitierte ich den folgenden, sehr fragwürdigen Punkt aus den AGB: «We do not sell or rent out any personal information about you to any third party (excluding affiliates, parent company, subsidiaries or members of Partner programs) without your permission.» » weiterlesen

Musik-Startup simfy startet öffentliche Beta-Phase

simfysimfy, eines der in meinen Augen vielversprechendsten und interessantesten deutschen Web-2.0-Startups dieses Jahres, hat nach fünf Wochen seine geschlossene Beta-Phase verlassen und steht nun jedem Internetnutzer offen. Bei simfy kann man nach einer kostenlosen Registrierung seine Musiksammlung online speichern und anhören, seinen Freunden zugänglich machen und gleichzeitig auf deren Archive zugreifen. Als i-Tüpfelchen durchsucht simfy täglich zahlreiche Musikblogs und macht damit Tausende zusätzliche Titel über die zentrale simfy-Suchefunktion verfügbar. Im Gegensatz zu anderen Musikangeboten im Netz hat simfy laut Mitbegründer Christoph Lange einen legalen Rahmen für das Abspeichern und Tauschen von Musik im Netz geschaffen. Im Laufe der geschlossenen Beta-Phase wurden viele Bugs behoben und diverse neue Funktionen hinzugefügt, unter anderem ein Newsfeed und ein Nachrichtensystem. Wer mehr über simfy wissen will, kann sich meinen ausführlichen Artikel vom 11. November oder das folgende Video zu Gemüte führen: » weiterlesen

Gay Talese:
Reportagen für die Ewigkeit

Die Reportagen von Gay Talese sind legendär, genau beobachtet und brilliant erzählt. Seine Portraitierung Frank Sinatras, erschienen 1966 in Esquire, war Wegbereiter und Aushängeschild des New Journalism. Auf Deutsch ist eine Sammlung seiner Texte unter dem Titel “Frank Sinatra ist erkältet” erschienen. Wir verlosen ein Exemplar des Buchs.

Gay Talese
Gay Talese in deutscher Übersetzung: “Frank Sinatra ist erkältet”

?Frank Sinatra has a cold? ist, so schreibt es Charles McGrath in der New York Times, ?possibly the most famous magazine profile ever written?. Obwohl Gay Talese Sinatra nur zweimal kurz zu Gesicht bekam, schrieb er eine ausführliche und wundervoll zu lesende Geschichte über den Star und seine Umgebung. Er kultivierte ?the fine art of hanging around?, hielt sich um Umfeld Sinatras auf, sprach mit dem persönlichen Umfeld, bemerkte kleine Details – und kleidete seine subjektiven Erfahrungen anschließend in schöne Sprache: ?Sinatra mit Schnupfen ist wie Picasso ohne Farbe, Ferrari ohne Sprit – nur schlimmer.?

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