Ekliger Sexismus gekürt

Die Leser des textilarmen und weitgehend geistfreien Männermagazins FHM haben abgestimmt – ermittelt wurde nicht nur der beste Film, der eine Nacktszene vertragen hätte, sondern auch die beste Schleichwerbung in einem Film.

FHM-Cover

Mit einer Pressemitteilung werden derzeit die Redaktionen auf die FHM-Awards hingewiesen. Kein Thema für unser seriöses Medienblog, wäre da nicht die Kategorie “beste Schleichwerbung in einem Film”. Darauf springen wir natürlich an, genau unser Thema!

Weil FHM-User aufmerksam sind, gibt’s auch die Kategorie “Beste Schleichwerbung in einem Film”. Die Firma Nokia schaffte es durch “Die Simpsons – Der Film” auf Platz eins. 20 Prozent fiel die Präsenz der Finnen auf. In “Transformers” fuhr der Chevrolet Camaro auffallend oft durchs Bild – mit 18 Prozent kommt er auf Platz zwei. Die Konkurrenz von VW Touareg in “Das Bourne Ultimatum” gefiel 14 Prozent – Platz drei.

…verkündet die Pressemitteilung. Was für eine Idee! Gebt den Medienredakteuren Futter, erfreut ihre Gemüter, gebt ihnen die Gelegenheit, mal etwas über die Nackedei-Zeitschrift zu schreiben. Zitieren dürfen wir aus den Ranglisten auch, aber nur, wenn wir das Cover der aktuellen Ausgabe zeigen.

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Songbeat bringt SeeqPods Musiksuchmaschine auf den Desktop

SongbeatSeeqPod kennen sicher die meisten von euch. Der beliebte Dienst durchsucht das Netz nach Musikdateien und bietet eine funktionelle Flash-Oberfläche, um die gefunden Titel anzuhören und mit anderen zu teilen (siehe Review). Wie für eine Applikation im Web-2.0-Zeitalter üblich, stellt SeeqPod eine Schnittstelle bereit, mit der externe Anwendungen auf die Funktionen des Dienstes zugreifen können. Songbeat ist ein neues Tool, das genau dies macht und SeeqPods Suchmaschine als schlanken Musik-Player auf den Windows-Desktop bringt (eine Mac-Version ist angekündigt). Damit schwimmt Songbeat zwar gegen den Strom – immerhin gewinnt mit dem Web 2.0 browserbasierte Online-Software verstärkt an Bedeutung – beim massenkompatiblen Thema Musik ist das aber keine schlechte Strategie. Für viele Anwender liegt der Schritt, zum Musikhören statt Winamp oder iTunes ein anderes lokales Programm zu starten, näher, als dafür den Browser zu öffnen und eine Website zu besuchen. » weiterlesen

Verband Schweizer Presse:
Faxen!

Wo von der Erotik und Haptik des Papiers geschwärmt wird, da wird auch noch gefaxt. Kommunikation 2008 mit dem Verband Schweizer Presse ist ein wahres Vergnügen, allerdings nur, wenn man nicht selbst davon betroffen ist.

Fax Verband Schweizer Presse
Screenshot schweizerpresse.ch

Der Verband Schweizer Presse ist ein lustiger Verein. Im September 2007 sagte der aktuelle Verbandspräsident, der Südostschweizer Verleger Hanspeter Lebrument, Google fürchte sich vor der Schweizer Presse. Mit etwas “Nachhilfeunterricht” werde Google “auf die Welt kommen”.

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Europolitan hat den studiVZ-Durchblick

studiVZSeit Mittwoch greifen studiVZs neue Geschäftsbedinungen, die etliche Klauseln bezüglich personalisierter Werbung enthalten. Wer die AGB bis zum 9. Januar nicht akzeptierte, wurde von der Nutzung des größten deutschen Social Networks ausgespert und hat noch bis zum 31. März diesen Jahres Zeit, den geänderten Bedingungen zuzustimmen – ansonsten wird der Account gelöscht. Das Thema sorgte seit der Ankündigung Mitte Dezember für zahlreiche Schlagzeilen bei nahezu allen etablierten Onlinemedien. Selten allerdings wurde die Problematik wirklich sachlich und korrekt erfasst bzw. dargestellt, was in der Öffentlichkeit zu einem verzerrten Bild der Situation führte. » weiterlesen

Küblböcks Kakerlaken:
RTL dschungelt wieder

Die dritte Staffel von “Ich bin ein Star – holt mich hier raus” steht in den Startlöchern. Grund genug für medienlese.com, sich Klamauk und Kandidaten etwas genauer anzuschauen.

Lisa Bund
Lisa Bund (Bild RTL)

Als Pseudo-Prominente oder (in Anlehnung an B-Movie) B-Prominente – in der Schweiz auch Cervelatprominente – werden in der Alltagssprache solche Personen bezeichnet, die durch öffentliche Skandale, spektakuläre Fernsehauftritte oder andere Ereignisse – häufig nur für kurze Zeit – schlagzeilenträchtiges Aufsehen erregen, ohne dabei auch Ansehen zu gewinnen.

Womit wir schon im tiefsten Dschungel deutscher Aufschnittsprominenz wären, genauer im australischen Dschungel. Dem Drehort von ?Ich bin ein Star – Holt mich hier raus?. Heute Abend um 22.15 Uhr zeigt RTL nach vier Jahren Pause die dritte Staffel der Trash-Show mit Sonja Zietlow und Dirk Bach. Sintflutartige Unwetter hin, tausende von den Fluten eingeschlossene Menschen her. ?Land unter in Australien. Das RTL-Dschungelcamp steht noch, doch die Straßen rundherum sind überflutet und mit viel Pech regnet es sich jetzt erst so richtig ein?, lässt uns RTL.de wissen. Wer mitmacht, wurde bis kurz vor Sendebeginn geheim gehalten. Man wollte vermeiden, dass die Kandidaten sich absprechen. Jetzt ist es raus.

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Sieben Thesen zum Journalismus

Ein Patt bei dieser Diskussion zwischen Bloggern und Journalisten – das war zu erwarten. Dass allerdings nicht einmal über die Ausgangssituation Einigkeit erzielt werden konnte, dass Weghören zur Königsdisziplin wurde, das war weniger zu erwarten. Ein offensichtlich notwendiger Nachtrag zur Mediensituation von Klaus Jarchow.

Sieben Thesen zum Journalismus

Herrgott, sie stehen mitten in einer Medienrevolution – und sie merken es nicht! Die Diskussion zum Journalismus im Web 2.0, veranstaltet vom DJV am Donnerstag, dem 11. Januar, ließ mich einigermaßen ratlos zurück (Aufzeichnung hier). Ratlos deshalb, weil ich mir das Unwissen gewisser Mitglieder der journalistischen Zunft nicht so groß vorgestellt hätte. Vielleicht aber waren es auch nur besonders vorsintflutliche Exemplare, die jetzt den guten, alten Presserat, der schon bei den Holzmedien nicht funktionierte, als Qualitätsinstrument ins Netz transferieren möchten.

Eine Kurzkritik des Abends, bevor es an die Thesen geht: Generell redeten die Blogger links vom Moderator und die Steinzeit-Fraktion rechts vom Moderator aneinander vorbei (erste Ablaufschilderungen gibt es hier und hier und hier). Da hatten wir links Don Alphonso, Thomas Knüwer und Michaela May, die ebenso freundlich wie vergeblich versuchten, den Herren vom Druckgewerbe klar zu machen, dass die fehlende Recherchetiefe und mangelnde Qualität doch in den Printmedien zum Dauerzustand würde, wofür es handfeste ökonomische Gründe gäbe, die auch bei einer immer renditegeileren Verlagsseite zu suchen seien, und dass die Blogs also – im Gegenzug – eher als eine Art qualitatives Korrektiv wirken würden. Blogs seien unter anderem eben auch eine Folge defizitärer Altmedien.

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“Your medium is dying!”

Jetzt macht sich auch noch Nelson von den Simpsons lustig über die Printbranche. Seht selbst!

(youtube.com, Video, 0:19 Minuten)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

“Fühlen Sie sich persönlich auch als Teil der Weblog-Community?”

UmfrageDas ist eine Frage der kurzweiligen Umfrage der Forschergruppe Online-Kommunikation am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich (IPMZ) zum Thema Blogs. Die Untersuchung richtet sich an private sowie berufliche Blogger und geht sowohl auf den Umgang mit dem eigenen Blog als auch auf das Verhältnis zu anderen Blogs ein. Als Gegenleistung für die Teilnahme können die Umfrageergebnisse angefordert werden. Da ein beachtlicher Teil der Leser von zweinull.cc selbst bloggt, habe ich mich entschieden, den Link zur Umfrage hier zu veröffentlichen. Die auf der Startseite angegebene Ausfülldauer von 15 Minuten ist schweizerisches Zeitmaß, ein hektischer Deutscher schafft das in sieben bis acht Minuten ;)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

medienlese.com präsentiert:
Das DJV-Bullshit-Bingo

Heute abend diskutieren in Berlin Journalisten und Blogger auf Einladung des DJV zum Thema “Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www“. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktioniert mittlerweile auch der Livestream. Und das eröffnet für uns Daheimgebliebene die Teilnahme am DJV-Bullshit-Bingo:

medienlese-djv-bingo.png

medienlese-djv-bingo.png

Ausdrucken und immer dann, wenn eines der aufgelisteten Buzzwords auf dem Podium genannt wird, durchstreichen. Wer zuerst vier durchgestrichene Wörter in einer Reihe hat, gewinnt!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Symbolbild “Rentner”

Rentner Blick Symbolbild

Das ist ein Screenshot von Blick Online am 10.01.2008, 18:00 Uhr. Was bloss ist auf diesem Symbolbild zu sehen? Ist es ein Rentner? Die Autobahn? Die Polizei? Gar der Teufel?

Eine Reihe von weiteren “Super-Symbolfotos” sind im Blog von Stefan Niggemeier zu finden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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