MIX08 Las Vegas Silbernes Licht vs Blitz:
MS mit Silverlight 2.0 gegen Flash

Eigentlich haben Ray Ozzie und Scott Guthrie von Microsoft heute an der MIX08 in Las Vegas zum Grossangriff gegen Adobes Flash geblasen. Insofern war ich etwas überrascht über den gemässigten Ton der Keynote, bis ich mir in Erinnerung gerufen habe, dass die Microsofties hier vor 3000 Entwicklern und Designern sprachen: Bergpredigten zu den versammelten Jüngern im Stil der Jobs-Keynotes an der MacWorld sind nicht angebracht, Entwickler interessieren sich weniger für die Marke ihrer Tools als deren Leistungsfähigkeit.

Und weil der Flash-Konkurrent von Microsoft Entwickler und Designer gleichermassen anspricht, indem er endlich einen gemeinsamen Workflow und Echtzeit-Anpassungen beider Seiten zugleich ermöglicht, sind hier neben den üblichen Hackern unzählige Design-Spezialisten mit MacBooks unterwegs. » weiterlesen

Streitthema “Datenschutz im Social Web” – Umfrage will Klarheit schaffen

Die Frage nach dem Datenschutz in Social Networks polarisiert und beschäftigt Blogger, Journalisten, Webunternehmer und andere am Internet- und Social-Web-Geschehen Interessierte seit Monaten. Ob die in Medien und Blogs lautstärk ausgetragenen Diskussionen zum Thema tatsächlich eine verbreitete Sensibilität des gemeinen Users in Bezug auf die Sicherheit und Verwendung seiner Daten in sozialen Netzwerken widerspielt, ist bisher unklar. Johannes Nagl, Student im Masterstudiengang Multimedia und Softwareentwicklung an der FH Technikum Wien, möchte es genau wissen und hat im Rahmen seines Studiums eine Online-Untersuchung zum Datenschutz in Social Communities gestartet. » weiterlesen

MIX08 Las Vegas:
Hotels und Kommunikation

Kommunikation und Medien sind seit je her ein einträglicher Nebenverdienst von Hoteliers. Während Abhol-Taxi am Flughafen, Weckdienst und Zimmerservice selbstverständlich im Übernachtungspreis enthalten sind, kostet die Kommunikation, mit der sich vor allem Geschäftsreisende herumschlagen, immer noch extra.

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Auf einer Journalistenreise habe ich vor sieben Jahren im Sheraton Palace in San Francisco für zwei vergebliche Anrufversuche 20 Dollar bezahlt: An der Reception erklärte man mir, dass die Wählvorgänge bereits nach dem vierten Klingeln als Lokalgespräche zum Hoteltarif von 10 Dollar verrechnet würden – auch wenn die angerufene Person nicht abnimmt. » weiterlesen

Der neue Blick:
Erste Bilder, erste Meinungen

Der neue Blick ist da! Erste Beobachtungen in Zürich zeigen: Er wird gratis verteilt und von den Empfängern verschämt weggesteckt.

Der von der grössten Tageszeitung zum Problemkind geschrumpfte Blick (das Equivalent zur deutschen Bild-Zeitung) hat heute seinen ersten Tag in einer neuen Form. Statt zwei Bünden gibt es ihn in einem. Statt zu bezahlen, erhält man ihn gratis (jedenfalls heute und in Zukunft am Abend). Wenn man ihn umdreht, dann kann man auf der anderen Seite weiterlesen.

Während die einen meinen, dass es den Pendlern egal ist, was auf einer gratis abgegebenen Zeitung draufsteht (“Pendler sind unideologisch. Die grabschen schnell irgendwas, lesen es in der S-Bahn und lassen es beim Rausgehen liegen.”) – zeigen die ersten Beobachtungen ein anderes Bild. Die Leser greifen zu den gewohnten Gratiszeitungen und stecken den Blick ein, um ihn später zu lesen. Entweder sind die Konsumenten dem Neuen (Alten) gegenüber kritisch oder aber der Blick kämpft immer noch mit seinem (hart erarbeiteten und schon fast zerstörten) Ruf als “Schundblatt”, das anständige Leute nicht lesen.

Unsere Sonderkorrespondentin Lea Barmettler hat in Zürich erste Bilder vom und erste Meinungen über den neuen Blick eingefangen:

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Der Blick heute wird gratis verteilt. Dieser Verteiler am Paradeplatz sagte Lea, der neue Blick sei super, er hoffe, dass das Design und der Inhalt in der Form bleiben, dann komme es gut.
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Developers, Developers, Developers, Developers:
Ist Facebook das Microsoft der Web-2.0-Welt?

Man kann sich über das leicht hysterische “Developers, Developers, Developers, Developers” von Microsoft-CEO Steve Ballmer lustig machen, so oft man will — er drückte damit in vier Wörtern das eigentliche Erfolgsgeheimnis des Softwareriesen aus. Facebook ist vermutlich die einzige Web-2.0-Firma, die die Lektion daraus wirklich gelernt hat und gezielt den gleichen Weg wie Microsoft verfolgt, mit allen positiven und (wie ich meine) negativen Folgen, die das für die Web-Community haben könnte.

Um Missverständnissen gleich vorzubeugen: Den Titel meine ich nicht so, dass ich Facebook den gleichen finanziellen Erfolg wie Microsoft zutraue. Und ich habe auch nichts gegen Microsoft (ausser dass ich denke, dass die Firma derzeit nicht gerade ihre stärkste Phase durchlebt). Ich verdanke vieles in meiner bisherigen Karriere einer zeitweiligen Zusammenarbeit mit Microsoft, und ich glaube weiterhin, dass die Firma viele starke Produkte hat. Nein, nicht Vista. Aber ein paar andere.

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Es gibt auch tolle Google Maps Mashups

Google Maps MashupsBisher habe ich mich nicht sonderlich positiv über Mashups geäußert, die auf Googles Kartendienst Google Maps basieren. Auf den ersten Blick lassen sich derartige Seiten häufig kaum voneinander unterscheiden, da stets die Karte das zentrale Element darstellt. Außerdem bedeutet die Möglichkeit, Google Maps integrieren zu können, nicht für jedes Konzept auch, dass dies sinnvoll ist. Als eine Ausnahme stellte ich im November WhatsYourPlace vor, einen hier im Blog heiß diskutierten Service zum Erwerb und Betrieb virtueller Grundstücke, dessen Ansatz mir persönlich recht gut gefällt. Heute erweitere ich die Liste sehenswerter Google Maps Mashups um zwei Anbieter: 360 Cities und swisstrains.ch. Während 360 Cities in die Kategorie “Zeitverschwendung im positiven Sinne” fällt, zeigt swisstrains.ch, wie Web-2.0-Technologie den Alltag von Menschen ganz praktisch bereichern kann und was in Zukunft von Mashups zu erwarten ist. » weiterlesen

Eilmeldung:
Ringier ersetzt Heute mit Gratis-Blick am Abend

Wie auf der Website ringier.ch zu erfahren ist, wird der Ringier-Verlag, der morgen seine Bezahl-Boulevardzeitung Blick neu lanciert, die Gratiszeitung Heute mit einem Gratis-Blick am Abend ersetzen.

Die exklusiven News sind unter diesem Link nachzulesen:

http://www.ringier.ch/index.cfm?id=6903&detail=true

Bei den Medienmitteilungen ist noch nichts zu lesen, wahrscheinlich wird die offizielle Information erst heute abend rausgehen.

Auf der Ringier-Startseite steht:

Heute Abend ab 20.45 Uhr erfahren Sie hier alles zum neuen Blick.

(Update am 04.03.2008, 20 Uhr: nun ist die Pressemitteilung auch via den Pressemitteilungen von ringier.ch offiziell zugänglich)

Der Blick am Abend soll von der Heute-Redaktion gemacht werden – die noch neue Marke Heute scheint zu sterben. Zum Start der Fussball-Europameisterschaft, also am 07.06.2008 wird also der erste Blick am Abend erscheinen. Sowie der erste Blick, der nichts kostet. Und am Abend davor das letzte Heute.

Blick Bernhard Weissberg
Bernhard Weissberg, Chefredaktor, mit seinem neuen Blick
Bild: Keystone, Eddy Risch

Was ist davon zu halten?
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ProSieben-Club geschlossen:
Internet killed the Zuschauerclub

Bittere Nachricht für die Privatsender-Fans: Vorbei mit den Shopping-Vorteilen, dem Clubmagazin und den tollen Angeboten mit Senderlogo. ProSieben und Sat.1 machen ihre Fanclubs dicht und setzen ganz auf ihre Internet-Community.

Mancher war einst stolz darauf, zum RTL- oder ProSieben-Club zu gehören: Für eine regelmäßig erhobene Mitgliedsgebühr erfuhr man dann zuerst, welche Serien vorzeitig eingestellt oder neu gestartet werden. Und ab und zu gab es Devotionalien wie T-Shirts oder Bleistifte mit Senderlogo.

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Live von der TED (Teil 4):
TED 2008 – Die Highlights

Nach vier Tagen TED ist unser Gastblogger Reto Schnyder nicht nur geschafft, sondern auch überwältigt. Im vierten Post zur TED-Konferenz präsentiert er seine persönlichen Highlights.

RetoSchnyder at-TED

RetoSchnyder at-TED


Retos 3-Minuten auf der TED-Bühne in
Aspen (Foto: Michael Brands/Aspen Institute)

Dass TED intensiv wird, habe ich geahnt, doch nach 4 Tagen, 50 Vorträgen und 25 Side-Meetings bin ich fix und fertig. Die Vorträge waren eindrücklich bis überwältigend. Das Niveau war extrem hoch, doch ein Vortrag wird wohl keiner der Teilnehmer vergessen. Benjamin Zander, Dirigent der Boston Philharmonic hat über klassische Musik gesprochen… am Anfang jedenfalls. Sein eigentliches Thema war jedoch ?Leadership” und dies hat er
eindrücklich demonstriert. Am Ende seines Vortrages ist niemand mehr auf seinem Stuhl gesessen, alle (ja, wirklich alle und darunter auch Leute wie Al Gore) sind gestanden und haben inbrünstig ?Freude schöner Götterfunken” zu Beethovens 9er Symphonie gesungen (auf Deutsch!).

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Das völlig grundlose Facebook-Bashing

facebook_logo.gifIn letzter Zeit mehren sich Stimmen, die kritisch auf Facebook und dessen aktuelle Entwicklung blicken. Während es durchaus angebracht ist, die 15-Milliarden-Dollar-Bewertung des mittlerweile 66 Millionen aktive Nutzer zählenden Social Networks zu hinterfragen, konstruktiv auf die Datenschutzproblematik hinzuweisen und bei der Bewertung der Tauglichkeit des sozialen Netzwerks als Werbeplattform zweimal hinzuschauen, bewegt sich der Großteil der im Web publizierten Kritik im Bereich des substanzlosen und destruktiven Nörgelns. » weiterlesen

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