Suite 101:
Friedhof für Freie

Themen finden, Themen verkaufen, das passende Medium finden: Als freier Journalist hat man`s nicht immer leicht. Hier setzt Suite 101 an, der deutsche Ableger des kanadischen Online-Magazins. Geld gibt es auch – nur nicht pro Text, sondern pro Klick.

Im Gegensatz zu aktuellen News-Portalen setzt Suite 101 auf zeitlose Hintergrundberichte. Bilderstrecken oder Bewegtbild sucht man vergeblich. Suite101.com-Media-Präsident Peter Berger sieht das Magazin in der Nische zwischen den rein redaktionell getriebenen Nachrichtenportalen und Blogs. Suite 101 bietet Artikel zu Sachthemen, die von Journalisten oder anderen Experten verfasst werden. Aktuell schreiben rund 140 Freie für Suite 101.

Das Unternehmen war bisher in den USA und Kanada aktiv. Dort erreicht die Seite laut Eigenangaben monatlich 4,5 Millionen Klicks. Wirtschaftlich erfolgreich war das Projekt anfangs wohl weniger. In der Zeit der ersten Dot.com-Blase war es an der Börse notiert, später wurde es von Finanzinvestoren übernommen.
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Gastbeitrag:
Größtes Social Network Japans macht sich unbeliebt

Es folgt ein Gastbeitrag von Serkan Toto aus Tokyo. Mehr zu seiner Person am Ende des Beitrags.

Mixi LogoIn Japan spielen ausländische Social Networks wie Facebook oder MySpace (trotz einer übersetzten MySpace-Version) keine Rolle. Schätzungen zufolge sind über zwölf Millionen Menschen beim einheimischen Dienst Mixi registriert, womit die gleichnamige Firma als Quasi-Monopolist in ihrem Bereich gilt.

Das scheint auch ein Grund zu sein, wieso Mixi den Mut zu einem Schritt hat, der die jüngsten Eingriffe von Facebook und StudiVZ in die Privatsphäre fast harmlos erscheinen läßt. Die Firma beabsichtigt nichts anderes, als ab dem 1. April sämtliche von seinen Usern erstellte Inhalte auf der Website als Eigentum zu reklamieren. Dieses soll durch eine Änderung der Nutzungsbedingungen geschehen. » weiterlesen

Mix08:
Kawasaki befragt Ballmer

Was tut man, wenn man Microsoft ist, 3000 Entwicklern an einer Konferenz bereits alle Neuheiten mitgeteilt hat, eine zweite Keynote über die Bühne gehen muss und man ein Medien-Plugin für Browser unter die Leute bringen will? Man lässt Guy Kawasaki Steve Ballmer interviewen – und überträgt das Gespräch als Silverlight-Video live ins Web.

Die Fakten aus dem Interview:

  • Steve Ballmer kriegt täglich nur rund 60 Emails.
  • Seine Adresse lautet steve.b@microsoft.com.
  • Ballmer kann bellen wie ein Chihuahua.
  • Er möchte Yahoo kaufen, weil Microsoft mit Content ihr Werbe- und Suchgeschäft ankurbeln muss.
  • Er hält das Macbook Air für underperforming (und würde es Guy Kawasaki an einer Stelle am liebsten um den Kopf hauen).
  • Mit einem Wort: Nichts Neues. Bloss sehr gute Unterhaltung, dank frechen Fragen von Startup-Papst Guy Kawasaki (und einigen Konferenzbesuchern) und schlagfertigen Antworten von Steve Ballmer.

Kawasaki und Ballmer
Guy Kawasaki und Steve Ballmer (rechts) hatten ziemlich viel Spass. (Bild Blogwerk/PS)

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LeadAwards:
Hundehalter und globale Elite

Seht her: In Hamburg wurden die LeadAwards vergeben. Überraschend ging die wichtigste Auszeichnung an das elitäre Magazin 032c.

Nominiert für den LeadAward
Silber, Gold, Bronze: Die Magazine des Jahres

Die LeadAwards wurden vergeben – und wir lagen mit unseren Tipps nicht schlecht: Das Kunst- und Modemagazin 032c gewinnt tatsächlich in der Kategorie “LeadMagazin des Jahres” und Facebook ist “WebLeader des Jahres”. Nur “Newcomer des Jahres” ist dann doch nicht Zeit Campus oder Vanity Fair – sondern tatsächlich das Hunde-Lifestyle-Heft Dogs mit seinen todniedlichen Vierbeinern und biederer Park-Avenue-Optik.

LeadAcademy-Vorsitzender und Liebling-Herausgeber Markus Peichl über den Sieger des Abends:

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iFund:
Venture Capital für iPhone-Anwendungen

Im Zusammenhang mit der Ankündigung des neuen SDK für das Apple iPhone heute gab es noch eine weitere überraschende Nachricht: Kleiner Perkins, eine der absoluten Top-Venture-Capital-Firmen, investiert 100 Millionen Dollar in einen “iFund”, der Firmenprojekte rund um das iPhone finanzieren soll. Kleiner Perkins ist eine der erfolgreichsten VC-Firmen der Geschichte, hat u.a. Google, Palm, Amazon, Sun, Logitech, AOL und Netscape finanziert und besitzt mit Al Gore einen eigenen Nobelpreisträger/Oscar-Gewinner in den Reihen seiner Partner.

Laut der Ankündigung will dieser neue VC-Fonds in Projekte jeder Grössenordnung investieren, mit einem Fokus auf Location-based Services, Social Networking, MCommerce, Kommunikation und Unterhaltung — mit anderen Worten, so ziemlich allem, was man mit einem iPhone potentiell machen könnte. Dass VC-Legende John Doerr höchstpersönlich diese Initiative an der Apple-Pressekonferenz vorstellte, zeigt, wie ernst es Kleiner Perkins damit offenbar ist.

Dazu muss man zunächst bemerken: $100 Mio. ist für eine Firma wie Kleiner eine respektable, aber keine riesige Grössenordnung. Die Firma hat derzeit etwa 2 Milliarden in ihren Fonds. Trotzdem ist es eine signifikante Wette darauf, dass das iPhone zu einer eigenständigen Plattform mit Massenappeal wird.

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Apple packt die Keule aus:
SDK und Exchange für das iPhone

Lange hatte sich die iPhone-Fangemeinde auf den heutigen Tag gefreut, denn heute stellte Apple das langerwartete Software Development Kit (SDK) für das iPhone vor, mit dem Entwickler endlich lokal installierte Programme für das iPhone schreiben können. Oder besser gesagt: Schreiben können werden, denn der dafür nötige Update fürs iPhone wird erst im Juni erscheinen.

Bis auf die enttäuschende weitere Verzögerung hat Apple heute aber ein paar Pflöcke eingeschlagen, die den Erfolg des iPhones wohl weiter beschleunigen und die Konkurrenz nervös machen werden.

Zunächst mal ist da die volle Unterstützung von Microsoft Exchange samt Push-Mail, Kalendersynchronisierung und Adressbuchabgleich. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Apple hat von Erzfeind Microsoft dessen Active-Sync-Technologie lizensiert, um mit dem Grossfirmen-Standard Exchange kompatibel zu werden.

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Google macht offensichtlich Ernst mit dem offenen Web

Contact Data APIBisher war ich eher skeptisch, was die DataPortability-Initiative und ähnliche Vorhaben betraf, die Nutzerdaten und -profile im Web exportierbar machen wollen. Gerade für die meisten Social Networks, die auf der technischen und funktionellen Seite kaum nennenswerte Alleinstellungsmerkmale haben, ist die Bindung der Mitglieder als wichtigster Unternehmenswert eine Notwendigkeit, die mit Exportoptionen konterkariert würde. Daher verwundert es nicht, dass es wieder einmal Google ist, das sich einen weiteren und diesmal dem Anschein nach signifikanten Schritt in Richtung portabler Userdaten bewegt. » weiterlesen

Das Konzept von Yigg.de:
Kleine Bettelbuttons

Web 2.0 mit Geschäftsmodell: Die News-Community Yigg lesen täglich 50.000 Leute. Mittlerweile reichen die Werbeeinnahmen für fünf Mitarbeiter und die laufenden Kosten der Technik. Doch auch Spammer und Abmahn-Anwälte nutzen die Seite.

Yigg liest Medienlese.com

Yigg liest Medienlese.com


Michael Reuter, Geschäftsführer von Yigg, zeigt im Münchner Presseclub eine Website, die uns irgendwie bekannt vorkommt… (Bild: W.D.Roth)

Yigg ist ein typisches Web 2.0 Social Network, in dem nicht geflickert oder gegruschelt, sondern geyiggt wird. Und das bedeutet zweierlei: Nachrichten aus dem Web bei Yigg zu “melden” – und anschließend dann diese zu bewerten. Zum Beispiel über die kleinen Bettelbuttons, die Onlinemedien am Ende ihrer Artikel anbieten. Nachrichten, die von vielen Yigg-Besuchern bewertet werden, landen dann auf der Startseite – andernfalls sind sie nur in der Warteschlange zu sehen, von der sie nach 24 Stunden im Archiv landen, wenn sich nicht genügend Leser für sie erwärmen konnten.

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MIX08 Las Vegas Silbernes Licht vs Blitz:
MS mit Silverlight 2.0 gegen Flash

Eigentlich haben Ray Ozzie und Scott Guthrie von Microsoft heute an der MIX08 in Las Vegas zum Grossangriff gegen Adobes Flash geblasen. Insofern war ich etwas überrascht über den gemässigten Ton der Keynote, bis ich mir in Erinnerung gerufen habe, dass die Microsofties hier vor 3000 Entwicklern und Designern sprachen: Bergpredigten zu den versammelten Jüngern im Stil der Jobs-Keynotes an der MacWorld sind nicht angebracht, Entwickler interessieren sich weniger für die Marke ihrer Tools als deren Leistungsfähigkeit.

Und weil der Flash-Konkurrent von Microsoft Entwickler und Designer gleichermassen anspricht, indem er endlich einen gemeinsamen Workflow und Echtzeit-Anpassungen beider Seiten zugleich ermöglicht, sind hier neben den üblichen Hackern unzählige Design-Spezialisten mit MacBooks unterwegs. » weiterlesen

Streitthema “Datenschutz im Social Web” – Umfrage will Klarheit schaffen

Die Frage nach dem Datenschutz in Social Networks polarisiert und beschäftigt Blogger, Journalisten, Webunternehmer und andere am Internet- und Social-Web-Geschehen Interessierte seit Monaten. Ob die in Medien und Blogs lautstärk ausgetragenen Diskussionen zum Thema tatsächlich eine verbreitete Sensibilität des gemeinen Users in Bezug auf die Sicherheit und Verwendung seiner Daten in sozialen Netzwerken widerspielt, ist bisher unklar. Johannes Nagl, Student im Masterstudiengang Multimedia und Softwareentwicklung an der FH Technikum Wien, möchte es genau wissen und hat im Rahmen seines Studiums eine Online-Untersuchung zum Datenschutz in Social Communities gestartet. » weiterlesen

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