Van Rossums “Tagesshow”:
Hier sind die Links

Tagesshow

Über die Tagesschau-Kritik von Walter van Rossum berichtet heute die Frankfurter Rundschau (Hans-Hermann Kotte: “Diese Suppe soll die Welt sein?”):

“Tagesshow” lautet der Titel des neuen Buches, das auf einem Hörfunk-Feature des Deutschlandfunks beruht und das ähnlich lustig ist wie die “Christiansen”- Schelte.

Und obwohl Chefredakteur Uwe Vorkötter unlängst ankündigte, die Frankfurter Rundschau werde “auch im Netz in eine andere Dimension wachsen”, fehlt leider der Hinweis auf die Internet-Seite des Deutschlandfunks. Im Info-Kasten wird einzig das Buch erwähnt, leider nicht die Radiosendung. Beim Deutschlandfunk gibt es das Hörfunk-Feature als MP3 (41 Minuten) und als Manuskript. Denn was Hans-Hermann Kotte schreibt, klingt interessant:

Und so poltert van Rossum los, kritisiert die “Simulation demokratischer Öffentlichkeit” und “irre Sprachregelungen” im “Premiumbereich der Affirmation”.

Im Tagesschau-Blog poltert Kai Gniffke zurück. “Sollte ich jetzt noch was Inhaltliches zu dem Feature schreiben? Ach was – lesen Sie selbst. Es tut richtig weh.” Dem können wir uns nur anschließen. Van Rossums Polemik hilft, eine Haltung zur “Tagesschau” und ihrer Rolle anzunehmen. Ob man dabei der Kritik ganz oder auch nur in Teilen folgt, ist dabei erstmal egal.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Facebooks Internationalisierung:
User sollen übersetzen

facebook_logo.gifDer ursprünglich noch für dieses Jahr geplante Start diverser Sprachversionen von Facebook wird unter anderem wegen komplexer Datenschutzfragen erst 2008 stattfinden. Offensichtlich möchte man das Vorhaben jetzt aber ernsthaft angehen: Ein spanischer Blogger ist auf eine neue Facebook-Applikation namens “Translations” aufmerksam geworden, mit der User bei der Internationalisierung von Facebook mithelfen können. Mitglieder, die die Applikation installiert haben, übermitteln vorgegebene Texte in ihrer jeweiligen Landessprache. Sämtliche auf diesem Weg gesammelten Übersetzungen werden anschließend von anderen bewertet. So entscheidet sich, welche Texte am Ende tatsächlich von Facebook verwendet werden. » weiterlesen

Niklaus Meienberg (Teil 2):
“Von unserem Pariser Korrespondenten”

Korrespondenten liefern oft kaum mehr, als man selbst vor dem Fernsehgerät erfahren könnte. Niklaus Meienberg beschreibt das Leben eines Pariser Mitarbeiters.

Niklaus Meienberg
Niklaus Meienberg:Am Rande der Redaktionen (Bild: Keystone)

Niklaus Meienberg lebte einige Zeit in Paris und bekam dort unter anderem die Studentenunruhen im Jahr 1968 mit. Dazu gleich ein erstes Zitat aus dem Text (Reportagen I, Seite 22 bis 28). Meienberg fragt sich, wer denn überhaupt noch rausgeht, um zum Beispiel “einen Artikel über Willkür und Allmacht der französischen Polizei” zu liefern und antwortet gleich selbst. Es seien “nicht jene gepflegten Herren, welche noch nie erlebten, wie man nach einer friedlichen Demonstration zusammengedroschen” werde “und wie man auf den Kommissariaten behandelt wird”.

» weiterlesen

onsari & Megavideo:
Zeit, Bilanz zu ziehen

BilanzViele Startups haben sich im abgelaufenen Jahr kühne Ziele gesteckt. An zwei erinnere ich mich noch besonders gut: Im September startete Patrick Landrock seine «revolutionäre Web-2.0-Plattform” onsari und verkündete, bis zum Jahreswechsel zwei Millionen Mitglieder erreichen zu wollen. Dass dieses Vorhaben reine Utopie war, darin bestand schon damals kein Zweifel. Angesichts der auf der Seite aktuell angegebenen Nutzerzahl von 6.613 gibt es nun, wenige Tage vor dem Jahreswechsel, die Bestätigung für alle Skeptiker des Projektes onsari. » weiterlesen

onsari & Megavideo:
Zeit, Bilanz zu ziehen

BilanzViele Startups haben sich im abgelaufenen Jahr kühne Ziele gesteckt. An zwei erinnere ich mich noch besonders gut: Im September startete Patrick Landrock seine «revolutionäre Web-2.0-Plattform” onsari und verkündete, bis zum Jahreswechsel zwei Millionen Mitglieder erreichen zu wollen. Dass dieses Vorhaben reine Utopie war, darin bestand schon damals kein Zweifel. Angesichts der auf der Seite aktuell angegebenen Nutzerzahl von 6.613 gibt es nun, wenige Tage vor dem Jahreswechsel, die Bestätigung für alle Skeptiker des Projektes onsari. » weiterlesen

Österreichs neuer TV-Sender braucht Hilfe

Gut abgehangen oder billig produziert: Auf Österreichs neuem Privatsender Austria 9 laufen vor allem Uralt-Serien und Anruf-Shows. Dabei könnte der Fernsehmarkt mehr Wettbewerb gut vertragen – und Formate mit Qualität.

Austria 9?Helft mir doch!?, fleht die junge Blondine in die Kamera und schnalzt nervös mit der Zunge. Trommelwirbel seit drei Minuten. Nach zehn Minuten ruft noch immer niemand an, um das triviale Rätsel aufzulösen und die Chance auf 3000 Euro zu ergreifen. Kameramann und Moderatorin müssen lachen ob der Situation, doch dann kriegt sie noch die Kurve und wiederholt ihr Mantra: Acht Leitungen führen direkt ins Studio, 20 Geldpakete warten, die Chance auf einen fetten Gewinn und alles nur für eine billige Lösung.

Willkommen beim Anruf-Quiz von Austria 9, dem zweiten bundesweiten Privatfernsehsender Österreichs. Gestartet hat der über Satellit und Kabel zu empfangende Kanal am 12.12.2007 um 12 Uhr 12 – und zwar besonders originell und aufregend: nämlich mit einer Call-in-Sendung. Allerdings fast unter der Wahrnehmungsgrenze. Denn hätten nicht einige Zeitungen über den Sendestart berichtet, hätte man nicht einmal über Google die Homepage des Senders gefunden.

» weiterlesen

Die bedeutendsten Internet-/Media-Übernahmen 2007

Übernahmen 2007Eine passende Ergänzung meines gestrigen Artikels über Tech-Firmen, die 2008 das Web aufmischen könnten: HipMojo.com hat eine umfangreiche Zusammenstellung der bedeutendsten Akquisitionen der vergangenen zwölf Monate im Internet- und Onlinemedien-Bereich veröffentlicht. Ein schneller Überblick, wer miteinander angestoßen hat: » weiterlesen

Hans-Ulrich Jörges:
Im Zauberreich der Alphajournalisten

Wer für ein großes Medium Kolumnen und Editorials schreibt, der darf sich mit Fug und Recht zu den Alphajournalisten zählen. So auch Hans-Ulrich Jörges, Sielwärter und Zwischenrufer beim Stern. Erster Teil unserer losen Folge über Alphajournalisten.

Jörges Fans, die sich allwöchentlich zu Hunderten, vielleicht sogar Tausenden, vor dem Internet-Portal seines Magazins drängen, müssen dort allerdings eine strenge Inquisition über sich ergehen lassen. Der Verlag will erst einmal Adresse und Bankverbindung wissen, bevor sie zu den Quellen politischer Weisheit vordringen dürfen. Ein Hans-Ulrich Jörges bleibt Paid Content: Ihn gibt’s nur am Stück für einen Euro.

Medienlese bietet seinen Lesern aus Anlass des Weihnachtsfestes Gelegenheit, einmal einen echten “Zwischenruf” auch ohne Obolus kennenzulernen. Wir haben höchstselbst eine Printausgabe des Stern (Nr. 52/2007) am Kiosk erstanden, um unseren Lesern im Detail zu zeigen, wie wahrer Qualitätsjournalismus sich zum wahren Wort verhält.

» weiterlesen

Tech-Firmen, die 2008 das Web aufmischen könnten

Tech-Firmen, die 2008 das Web aufmischen könntenAuch im Jahr 2008 wird sich der Trend weg von Desktop-Software hin zu Web-Applikationen fortsetzen. Damit verlagern selbst klassische IT-Unternehmen, die Internetaktivitäten bisher nicht als Teil ihres Kerngeschäftes angesehen haben, den Schwerpunkt in Richtung des Webs – sowohl mit Eigenentwicklungen als auch durch Akquisitionen. Attraktive und noch unabhängige Web-2.0-Dienste wie Twitter, Digg oder Zoho gelten als heiße Übernahmekandidaten. Wer könnte im kommenden Jahr das globale Internetgeschäft ordentlich aufmischen? » weiterlesen

Süddeutscher Verlag verkauft:
Gelungene Überraschung zu Weihnachten?

Noch schnell vor Weihnachten wurde bekannt gegeben, dass der Süddeutsche Verlag nun doch erfolgreich verkauft wurde. Aber nur mehrheitlich, denn 18,75 Prozent der Anteile bleiben bei einem der Alteigentümer. Kehrt nun endlich Ruhe ein – oder geht es jetzt erst richtig los?

Als ich vor einigen Jahren bei einem Objekt des Süddeutschen Verlags anheuerte, dachte ich “endlich mal was Solides”. Endlich mal einen guten Job machen können und nicht ständig darum zittern müssen, ob Objekt oder Verlag das nächste Jahr überleben. Weit gefehlt!

» weiterlesen

  • Sponsoren