iPhone:
Versorgungsengpässe und Politikskandale

Das iPhone bleibt weiterhin das schillerndste unter den Mobiltelefonen und erfreut sich ganz offensichtlich weiterhin grosser Beliebtheit:

Aus New York meldet die Huffington Post, dass in den Apple Stores der ganzen Stadt keine iPhones mehr erhältlich sind. Das dürfte weniger mit einer plötzlichen Beliebtheitssteigerung in den USA zu tun haben als mit den Horden ladenplündernder Shopping-Europäer, die mit ihren harten Euros unter anderem alles aufkaufen, was ein Apple-Logo trägt. Kein Wunder, bei den Preisunterschieden, immerhin spart man pro 8 GB-Modell satte $225 gegenüber dem Euro-Preis. Europa dürfte also weiterhin gut mit gehackten Ami-iPhones versorgt werden.

Anderswo setzen prominente Politiker gar ihre Karriere für ein bisschen iPhone-Spass aufs Spiel. » weiterlesen

Bannerwerbung grösser als Radio

Apropos Verschiebungen in der Werbelandschaft: In den USA hat gerade die Bannerwerbung (auch als Display Ads bezeichnet) 2007 erstmals das Radio als Werbemedium überholt (via paidcontent.org). 7.6% der Werbegelder wurden für Online-Banner ausgegeben. Die Studie berücksichtigte hierbei keine Suchmaschinenwerbung.

Da Bannerwerbung nur etwa gut einen Drittel des gesamten Online-Kuchens ausmacht, heisst das wohl auch, dass der gesamte Online-Bereich inklusive Suchmaschinen-, E-Mail- und Affiliate-Marketing sowie Online-Kleinanzeigen inzwischen gerade dran ist, auch die Zeitungswerbung (17.7% in den USA) zu überholen.

In Europa müssen wir auf solche Verhältnisse wohl noch etwas warten.

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Werbung wirkt doch:
DVR-Haushalte kaufen weniger Zeug

Seit einigen Jahren befindet sich die Werbebranche in milder Panik angesichts der neumodischen digitalen Videorecorder (DVR). Mit diesen Geräten können die Zuschauer nämlich komfortabel Werbeblöcke in aufgezeichneten TV-Sendungen überspringen und müssen sich daher weniger Werbebotschaften aussetzen.

Bisher war wenig bekannt darüber, ob das auch wirklich einen Effekt auf das Konsumverhalten haben würde. Aber eine gerade abgeschlossene dreijährige Studie der Firma Information Resources zeigt, dass DVR-Haushalte tatsächlich weniger Produkte der von im Fernsehen beworbenen Marken kaufen.

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Yahoo, die OpenSocial Foundation und eine Windows Live Contacts API

opensocial.gifIm Jahr 2008 vergeht kaum noch eine Woche, in der nicht eines der führenden Internetunternehmen einen weiteren Schritt in Richtung eines (ansatzweise) offeneren Netzes macht oder ankündigt. Heute sorgten gleich drei Meldungen dieser Art für Aufmerksamkeit. Zum einen gab Yahoo offiziell seinen Beitritt zu Googles OpenSocial-Initiative bekannt. Was auch immer die Beweggründe sind – das Web-Urgestein legt damit Microsoft, das Yahoo kaufen möchte, weitere Steine in den Weg. Immerhin würden die Redmonder nach einer Übernahme an einem Projekt beteiligt sein, das vom Erzrivalen Google forciert wird. Und nicht nur das: Ebenfalls verkündet wurde die Gründung der OpenSocial Foundation, einer nicht gewinnorientierten Organisation, die die Verbreitung und Weiterentwicklung von OpenSocial vorantreiben soll. Gründungsmitglieder sind Google, MySpace und Yahoo. » weiterlesen

Entspannen im Informationszeitalter – ein (un)lösbares Problem

strand.jpgNicht nur, aber gerade für am Webgeschehen interessierte Menschen ist es essenziell, informiert zu sein. Der Internet- und Gründerboom, die zunehmende internationale Vernetzung und das Auftauchen unzähliger Onlinemagazine und Blogs rund um das Web 2.0 sorgen dafür, dass es weder an Meldungen noch an Quellen mangelt. Für viele wissbegierige Internetfans ist ein RSS-Reader der tägliche Begleiter, um nationale und internationale, professionelle wie private Feeds im Auge zu behalten und stets einen aktuellen, ausgewogenen und umfassenden Überblick über die Nachrichtenlage im Netz zu haben. Was sich im normalen Alltag mit einer Prise Selbstdisziplin und einem ordentlichen Zeitmanagement problemlos erledigen lässt, kann im und speziell nach einem Urlaub zur echten Herausforderung werden. » weiterlesen

Neue Leserzahlen:
Ringier und NZZ verlieren

Ausser den Gratiszeitungen verlieren fast alle Printprodukte an Lesern, das zeigen die aktuellen Zahlen der Schweizer Presse. Besonders im Hintertreffen: Die Traditionsverlage Ringier und NZZ.

Frontseite 20min.ch vom 25.03.2008
Screenshot 20min.ch

Kommen wir doch zuerst zu den Gewinnern, den Gratiszeitungen: Der Branchenleader 20 Minuten steigerte seine Leserzahlen um 2.3% und titelte heute auf seinem Onlineangebot: “20 Minuten: Doppelt so viele Leser wie Blick“. Das ist beinahe wahr, denn während 20 Minuten 1.244.000 Leser ausweisen konnte, schaffte es der ehemalige König des Boulevards, der Blick, nur noch auf 672.000 Leser. Doch es geht noch schlimmer:

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Wir haben uns vertan

Wired hat sich grundlegend geirrt – und gibt die falsche Einschätzung heute, mehr als zehn Jahre später, unumwunden zu: “We Were Wrong”. Leider ist so eine transparente und ehrliche Berichterstattung noch die Ausnahme.

Wired was wrong (Screenshot wired.com)
Wired was wrong (Screenshot)

Es war 1997, die Computerfirma Apple stand am Abgrund – da gab Wired, das nerdige amerikanische Technologieheft, der maroden Firma ein paar Tipps mit auf den Weg. Schließlich wussten die Redakteure ganz genau, was eine erfolgreiche Firma im Silicon Valley ausmacht. Gönnerhaft schrieben sie auf, wie Apple in Zukunft Geschäfte machen sollte.

Der zwischenzeitlich geschasste Apple-Gründer Steve Jobs war gerade zurück auf dem Chefsessel. Er tat das genaue Gegenteil von dem, was Wired ihm geraten hatte. Äußerst erfolgreich. Wired lag vollkommen daneben – und kann das Jahre später, anlässlich einer großen Geschichte über den Erfolg von Apple, auch augenzwinkernd zugeben:
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Auch tunesBag setzt auf Musik in der Cloud

tunesbagsimfy und MusicMakesFriends, zwei Dienste zum Hosten und Teilen der eigenen Musiksammlung im Netz, bekommen mit tunesBag Konkurrenz aus Österreich. In letzter Zeit habe ich mehrmals und ausführlich über derartige Anbieter geschrieben und würde tunesBag deshalb eigentlich keinen eigenen Beitrag widmen. Allerdings enthält der Service einige nette Features, die so bei den Wettbewerbern nicht zu finden sind ? Kleinigkeiten zwar, doch diese könnten am Ende über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. » weiterlesen

Fünf Gründe gegen Gottschalk

Show und Moderator sind von gestern – doch bei zehn Millionen Zuschauern plus X, die sich “Wetten dass…?!” immer noch antun, denkt Thomas “Thommy” Gottschalk nicht ans aufhören.

Thomas Gottschalk (Bild Keystone)
Gottschalk greift (Bild Keystone)

Nachdem ich im Zeit-Magazin die große, rührende Geschichte von Christoph Amend über Deutschlands größten Entertainer gelesen hatte, nahm ich mir sofort vor, nie wieder eine Sendung zu verpassen und den lustigen, tiefsinnigen, ironischen und sowieso ganz formidablen Gottschalk zu loben und zu preisen, in guten wie in schlechten Zeiten. So sehr war er mir nahe gelegt worden, so sehr musste ich ihn bewundern.

Dann schüttelte ich den Kopf. Mir fiel wieder ein, warum “Wetten dass…?!” nichts weiter ist als Zumutung und Zeitverschwendung:

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medienlese – der Wochenrückblick

Flirtsprüche, Brummkreisel, Körpergerüche, Puff beim RBB.

“Ich trink Ouzo – was machst du so?” – Spiegel Online, das erfolgreichste Medienportal Deutschlands, glänzte mit den “Top Ten der schlechtesten Flirtsprüche“. Zwei Tage später auf 20 Minuten, dem erfolgreichsten Medienportal der Schweiz: “Die acht schlechtesten Anmachsprüche“. Urheber: “Eine Umfrage unter 4500 Usern des Onlinedienstes spin.de”.

Korrespondenten des ZDF kritisierten ihren Sender. Frankreich-Korrespondent Alexander Sobeck: “Seit sich der Präsident benimmt wie ein rasender Brummkreisel, bin ich froh, wenn ich in einem Beitrag über sein Privatleben fünf Halbsätze Politik unterbringe”. Balkan-Korrespondent Klaus Prömpers hingegen, der sich mal bei der F.A.Z. des Fernsehens wähnte, fühlt sich nun immer mehr wie bei der Bild-Zeitung. Als Beispiel führt er diesen Arbeitsvorschlag an: “Mach mal was über die Wahl in Bulgarien – aber ohne die Politiker. Die kennt ja sowieso kein Mensch.”
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