Wuala:
Datei-Hosting auf den Festplatten anderer User

WualaMehr als einmal stieß ich in den vergangenen Tagen in internationalen Blogs auf Artikel über Wuala (zuerst bei blognation USA). Wuala ist ein neuartiger Dienst zum online Speichern und Teilen von (vorrangig großen) Dateien. Nachdem ich am Samstag bei CenterNetworks ein Interview mit Dominik Grolimund las, einem der beiden Gründer von Wuala, war mir klar: Wuala ist anders und aus drei Gründen ein Posting bei zweinull.cc wert: 1. Die Idee von Wuala ist verrückt (im positiven Sinne) und ziemlich smart. 2. Der Dienst kommt aus dem deutschsprachigen Raum (Zürich), zielt aber von Beginn an auf eine internationale Nutzerschaft 3. Wuala ist eigenfinanziert und möchte das auch bleiben. » weiterlesen

medienlese – der Wochenrückblick

Wahltag, Börsencrash, Kekse.

Die Woche vor den heutigen Parlamentswahlen in der Schweiz brachte nochmals Aufruhr über die Berichterstattung der ausländischen Medien in der Schweiz. 20min.ch scannte eine in der New York Times International Weekly erschienen Karikatur und schrieb am 16.10.2007: “Das Image der Schweiz im Ausland ist schwer angeschlagen.” Und am 19.10.2007: “Ein Sturm im Wasserglas – Der Schweizer Wahlkampf wirft in den USA trotz kritischen Medienberichten keine grossen Wellen. Auch gibt es kaum handfeste Beweise dafür, dass das Image der Schweiz in den USA gelitten hätte.”

Im Spiegel erklärte Mathieu von Rohr die Konkordanz in der Schweiz für tot. Er schrieb: “Seit 1959 hatten die vier grössten Parteien des Landes die Macht nach der sogenannten Zauberformel untereinander aufgeteilt: (…) bildeten die Regierung. Dieses geheiligte Prinzip hiess ‘Konkordanz’, es führte dazu, dass das Land eher verwaltet als regiert wurde. Die sieben Bundesräte fällten ihre Entscheide in geheimer Abstimmung und vertraten sie gemeinsam nach aussen. Der Aufstieg Blochers und seiner SVP sprengte dieses System. Am Ende überflügelte seine Partei alle anderen so weit, dass sie ihn in die Regierung wählen mussten. (…)”. Nicht nur ich, auch die Süddeutsche Zeitung wusste noch nichts davon. Sie schrieb einen Artikel mit dem Titel “Krach in der Konkordanzdemokratie“. Klaus J. Stöhlker enthüllte die Parteiprofile. Die Quelle der Daten seien, so ergab eine E-Mail-Anfrage, Tabellen in der Tageszeitung Le Temps.

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Jetzt mal wissenschaftlich:
Verdrängt Online die gedruckte Zeitung?

In der Zeitungsbranche werden schon seit Jahren zwei Fragen heiss diskutiert: Sind die Online-Ausgaben einer Zeitung eine Ergänzung zum gedruckten Blatt, oder kannibalisiert Online die Print-Ausgabe einfach? Und sollten Verlage Geld verlangen für ihre Online-Ausgaben oder lieber alles gratis weggeben und an den Werbeeinnahmen verdienen?

Eine neue Studie der Graduate School of Business der University of Chicago beleuchtet diese Fragestellungen aus einer empirischen Perspektive und zeigt dabei einige interessante Mechanismen auf. Der Autor, Matthew Gentzkow, untersuchte Leserdaten der Washington Post. Diese Zeitung ist sowohl in Print wie auch Online (<a href="http://www. » weiterlesen

Auf Augenhöhe?

Trouvaillen sind kleine Dinge, auf die man stößt, ohne sie gesucht zu haben. Das gilt zum Beispiel für das folgende Zitat:

“Der Leser ist nicht ein Idiot, der es Grunde gar nicht wert ist, von so auserwählten Hohepriestern wie unseren Redakteuren angesprochen zu werden, sondern er ist ein normaler Mensch mit Zweifeln, einer gewissen Wißbegierde und einem dringenden Bedürfnis zu lachen oder wenigstens sich nicht zu langweilen. Und die Leute, die man angreift, sind nie dumm, erbärmlich und verächtlich, sondern einfach anders, aber meist ebenbürtig. Es kommt letzten Endes darauf hinaus, daß man sich in einer Zeitung nicht anders benimmt als den Leuten gegenüber, mit denen man zusammen an einem Tisch sitzt”.

Kundige haben es erraten, das Zitat ist von Marion Gräfin Dönhoff, es stammt aus ihrem Briefwechsel mit Gerd Bucerius (Siedler Verlag, 2003, S. 27).

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Exklusiv:
Demographie der deutschen Facebook-Nutzer

facebook_logo.gifDer englischsprachige Blog AllFacebook.com hat auf eine Möglichkeit hingewiesen, mit der sich bisher nicht veröffentlichte demographische Daten über Facebook-Nutzer aus einem bestimmten Land gewinnen lassen. Dazu wird die Funktion “Flyers Pro” genutzt, mit der man innerhalb der Plattform Anzeigen auf Klickpreisbasis schalten kann. Teil der Anzeigenbuchung ist die genaue Festlegung der Zielgruppe, die später die Werbemaßnahme sehen soll. Zahlreiche Filtermöglichkeiten existieren, die jeweils die maximal erreichbare Nutzerzahl innerhalb eines Landes anzeigen. Die zugrunde liegenden Daten basieren auf den Informationen, die User in ihrem Profil angegeben haben.

Ich habe ein wenig mit den Filterfunktionen herumgespielt und folgende, bisher unveröffentlichte Angaben zur Demographie der deutschen Facebook-Nutzer mit Stand 20. Oktober 2007 14:00 Uhr protokolliert: » weiterlesen

weblins Avatare werden zu Social-Network-Botschaftern

weblinAuf eine interessante Neuerung verweist die Avatar-Community weblin heute in einer Pressemitteilung. Weblin ist eine kostenlose Software, die User beim Surfen im Netz als kleine Avatare im Browser darstellt. Weblin-Anwender, die sich gleichzeitig auf der selben Website befinden, können so miteinander kommunizieren. Der von der Hamburger zweitgeist GmbH entwickelte Dienst hat sich in den letzten Monaten zu einem der heißesten deutschen Web-Startups entwickelt und bereits einige internationale Auszeichnungen und Nominierungen erhalten. » weiterlesen

Presserat will auch online rügen

Der Deutsche Presserat hat sich im vergangenen Jahr mit 945 Beschwerden beschäftigt, aus denen 36 öffentliche und sechs nicht-öffentliche Rügen hervorgegangen sind. Das meldete das Gremium zur freiwilligen Selbstkontrolle der gedruckten Medien am Mittwoch in Berlin.

Auf der Jahrespressekonferenz wandte sich Geschäftsführer Lutz Tillmanns gegen den Gesetzentwurf zur Online-Durchsuchung und zur Vorratsdatenspeicherung. Durch die Aushöhlung des Informantenschutzes sei die Pressefreiheit gefährdet.

In Zukunft wolle man sich auch mit auch Online-Medien beschäftigen, sagte Fried von Bismarck, Sprecher des Presserats und Verlagsleiter des Spiegel-Verlags, dem Berliner Tagesspiegel. Großes Thema des vergangenen Jahres sei Schleichwerbung gewesen, hier herrsche eine große Unsicherheit in den Redaktionen. Der Presserat plane eine “praktische Handreichung” zum Thema, sagte Bismarck.

Presserat: Erteilte Rügen

Grafik von medienlese.com mit Daten von Wikipedia und dem Deutschen Presserat

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Das grosse Schulterklopfen

Im Springer-Verlag waren sie noch vor kurzem Chefredakteure der Welt und von Bild, Roger Köppel und Kai Diekmann. Während Köppel die Weltwoche gekauft hat, ist Diekmann noch immer Herr über die Inhalte der grössten Boulevardzeitung Deutschlands. Sein Buch “Der grosse Selbstbetrug” war Anlass für ein Gespräch der beiden an der Frankfurter Buchmesse.

Was man der Weltwoche anrechnen muss, ist, dass heute auf Seite 14 im eigenen Blatt dieser Lead steht:

Die Weltwoche ist eine konsequente Blocher-Plattform. Weil bei der Konkurrenz niemand aus dem Mittelmass herausragt, kann Roger Köppel die Themen setzen.

Geschrieben hat den Text mit dem Titel “Monotonie des Chorgesangs” Ex-Sat.1-Boss Roger Schawinski. Er meint auch, auf das Erfolgsrezept dieses Blatts gekommen zu sein:

(…) findet sich in der Weltwoche für jede Mainstream-These eine Gegenthese, die von einem irgendwo aufgestöberten Wissenschaftler vorgetragen wird.

In der Kritik eingebaut ist aber gleichzeitig auch das Lob für Besitzer und Chefredaktor Roger Köppel, den er den “leidenschaftlichsten, unerschrockensten, fleissigsten Journalisten des Landes” nennt, “mit einer fulminanten Schreibe” und einem “beachtlichen, breitgefächerten thematischen Background”. So liest sich der Text des sporadischen Weltwoche-Mitarbeiters schon etwas anders.

Dieser Köppel also redet mit Diekmann. Entstanden ist ein frisches Gespräch («Linke Verständnisfolklore»), dem man sofort abnimmt, dass es genauso geführt wurde.

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Was macht eigentlich… Last.fm?

Last.fmDie Konkurrenz im Web 2.0 ist groß. Es gibt kaum einen Bereich, in dem nicht mehrere ähnliche Anbieter um die Aufmerksamkeit und Zeit der Nutzer kämpfen. Es sollte daher für jeden auf eine große Nutzerschaft ausgerichteten Dienst oberste Priorität sein, seinen Namen und sein Produkt bekannt zu machen und es möglichst dauerhaft im Gespräch zu halten. Last.fm, das weltweit größte Social Music Network, macht dies nicht. Nachdem der Dienst mit Sitz in London Ende Mai diesen Jahres für 280 Millionen Dollar vom US-Medienkonzern CBS übernommen wurde, hat man nicht mehr viel von ihm gehört. » weiterlesen

Was das Suchverhalten über Länder und ihre Bewohner verrät

Suchmaschinennutzer in verschiedenen Ländern haben bei ihrer Suche unterschiedliche Präferenzen. Dass in Deutschland abgesehen von der Sprache andere Begriffe besonders häufig recherchiert werden als in Mexiko oder Pakistan, leuchtet ein. Yahoo! News hat mit Hilfe von Google Trends die Popularität ausgewählter Suchbegriffe in unterschiedlichen Ländern untersucht. Hier das Ergebnis, dass einige Klischees bestätigt, aber auch ein paar Überraschungen beinhaltet. Interpretieren sollte die Resultate jeder selbst. » weiterlesen

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