Im Test:
WWE-Magazin

Nachdem sich die Bravo eher als Mädchenzeitschrift herausgestellt hat, nehmen wir uns ein echtes Jungsheft vor. Es geht um Schlägereien und Muskeln, Kampf und Show, aber auch um Klatsch und Lebenshilfe: Das Wrestling-Magazin WWE Magazin.

WWE-MagazinIm Test: Ausgabe 3/2008, März 2008.

Allgemeiner Eindruck

Vermutlich liegt es an meinem einfachen Gemüt, aber ich kann mich nicht erinnern, wann ich beim erstmaligen Durchblättern einer Zeitschrift so oft gelacht habe. Handelt es sich bei Wrestling schon um eine absurde Sportart, so ist eine Zeitschrift darüber noch einen Tick absurder. Das Heft ist zu einem grossen Teil eine Übersetzung des US-Originals WWE Magazine USA, das von dem börsenkotierten Medienunternehmen WWE – World Wrestling Entertainment herausgegeben wird (Umsatz 2007: 485.7 Millionen US-Dollar). WWE lief übrigens gemäss Wikipedia bis 2002 unter dem Namen World Wrestling Federation (WWF), musste sich dann aber dem unter dem Kürzel WWF bekannteren World Wide Fund For Nature beugen.

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MusicMakesFriends:
neuer Musikdienst mit Major-Label-Unterstützung

MusicMakesFriendsFast heimlich ist vor kurzem mit MusicMakesFriends ein neuer europäischer Musikdienst online gegangen, dessen Start eine womöglich größerer Tragweite hat, als es auf den ersten Blick scheint. MusikMakesFriends (MMF) kann als eine Mischung aus Social Music Networks à la Last.fm oder IMEEM und Anbietern zum Speichern und Teilen der eigenen Musiksammlung (z.B. simfy, MediaMaster) bezeichnet werden. Das in Luxemburg ansässige Startup versucht, die Vorteile der beiden Konzepte miteinander zu vereinen: Nutzer können kostenlos Musik hochladen, die Titel aller Mitglieder anhören, Playlisten erstellen und über die gehörten Songs ihre musikalische “Nachbarn” finden. Das Besondere: MMF hat mit Universal Music, Sony BMG und EMI drei der vier großen Major Labels mit im Boot. Deren komplette digitale Musikkataloge können auf der Seite abgerufen werden. Der “Haken”: Wer unbegrenzten On-Demand-Streaming-Zugriff auf die 1,5 Millionen Titel der drei Plattenfirmen samt zahlreicher Independent-Labels erhalten möchte, muss dafür monatlich 8,99 Euro zahlen. » weiterlesen

Lieber für Windows zahlen als Linux gratis?

Dass viele Konsumenten so denken, könnte man zumindest meinen, wenn man diese Meldung aus den USA hört: Der Einzelhandelsriese Wal-Mart nimmt den “Green gPC”, seinen Linux-basierten Billigst-PC, aus dem Sortiment seiner Filialen. Dieses System, hergestellt von Everex, verwendete die auf Ubuntu basierende Linux-Variante “gOS” (hier bei neuerdings.com getestet) und bot einen konkurrenzlos niedrigen Preis von nur 200 Dollar für einen kompletten PC ohne Monitor. Online wird der gPC vorerst weiter verkauft, aber bei den Mainstream-Konsumenten in der Filiale ist der Linux-PC offenbar nicht angekommen.

Nun könnte man einwenden, dass die Leute halt keine Billigst-PCs in Wal-Markt-Läden kaufen wollen, aber Wal-Mart verkauft das hardwaremässig praktisch identische Gerät mit Windows Vista weiterhin. Das kostet zwar 79 Dollar Aufpreis, aber die Leute waren offenbar bereit, diesen Betrag für ein vertrautes Betriebssystem zu zahlen.

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Perlentaucher vs. n-ost:
Unglücklicher Zufall

Der Perlentaucher verliert einen wichtigen Auftrag aus öffentlicher Hand – die Bundeszentrale für politische Bildung hat den Auftrag für ?Eurotopics? neu ausgeschrieben. Das Rennen macht wohl ein Netzwerk mit engen Banden zum Perlentaucher-Intimfeind FAZ.

Der Perlentaucher bekommt von der Bundeszentrale für politische Bildung über eine halbe Millionen Euro, um gemeinsam mit Courrier International die tägliche internationale Presseschau ?Eurotopics? zu erstellen. Das Portal soll helfen, eine europäischen Öffentlichkeit herzustellen – auf Englisch, Deutsch und Französisch. Im Oktober wurde der Vertrag des Perlentauchers nicht verlängert und der Auftrag neu ausgeschrieben.
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Cécilia Ciganer-Albeniz:
Keine SMS von Sarkozy erhalten

Si tu reviens, j’annule tout” soll der französische Präsident Nicolas Sarkozy seiner Ex-Frau kurz vor seiner Hochzeit mit Carla Bruni geschrieben haben. Diese gibt nun bei einem polizeilichen Verhör an, keine SMS solcher Art erhalten zu haben.

Sarkozy (Bild Keystone)
Sarkozy: Sie haben keine neuen Nachrichten (Bild Keystone)

Erinnern Sie sich an die “unglaubliche SMS” (spiegel.de) mit dem angeblichen Inhalt “Cecilia, komm zurück und ich annulliere mein Hochzeit” (spiegel.de)? Oder mit dem angeblichen Inhalt “Wenn du zurückkommst, sage ich alles ab” (spiegel.de)?

Geschrieben haben soll sie der französische Präsident, Nicolas Sarkozy, seiner Ex-Frau, Cécilia Ciganer-Albeniz. Doch die sagte nun bei einer Befragung der französischen Polizei, sie habe kein solches SMS erhalten. Vielleicht weil die Frau, die vergeblich ein Buch verhindern wollte, in dem sie zitiert wird, ihr Ex-Ehemann sei ein “lächerlicher Geizkragen” (spiegel.de), von der Staatsmacht beim Verhör unter Druck gesetzt wurde? Kann gut sein.
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Zwölf Dienste, die Internetnutzer produktiver und effizienter machen

ToolboxIn den vergangenen zwölf Monaten haben wir eine ganz Reihe von nützlichen Webanwendungen vorgestellt, die einen produktiver und effizienter machen. Viele von euch mögen handliche Listen, deshalb habe ich ausgewählte Tools auf einen Blick zusammengestellt. Alle genannten Dienste erfüllen ihre jeweiligen Leistungsversprechen und helfen dabei, Tätigkeiten schnell und erfolgreich online zu erledigen und damit Zeit und Ressourcen zu sparen. Habt ihr passende Ergänzungen, hinterlasst gerne einen Kommentar. » weiterlesen

Burda Yukom:
Corporate Publishing – mehr Journalismus als PR?

Corporate Publishing, das ist das Erstellen von Firmen- und Mitarbeiterzeitschriften durch spezielle Dienstleister, durch eigene damit beauftragte Verlage. medienlese.com war bei Burda Yukom zu Gast.

Burda Yukom Tisch

Burda Yukom Tisch


Ein ganzer Tisch voller bunter Zeitschriften – und alle im Auftrag von Unternehmen konzipiert, erstellt und gedruckt: Das ist das Werk eines Corporate Publishers. (Bild: W.D.Roth)

Iiih, eine Firmenzeitschrift machen? Ich doch nicht! Ich bin ein richtiger, unabhängiger Journalist, ich mache doch nicht eine solche Drecksarbeit!

Das ist die spontane Reaktion vieler Journalisten auf das Thema Corporate Publishing. Dabei sind sie auf dem Holzweg: Dadurch, daß bei einer Firmenzeitschrift der Auftraggeber klar ist, ist eigentlich viel transparenter, welche Themen möglich sind: Eigentlich fast alle, von massiver Verunglimpfung des Auftraggebers oder Jubelartikeln über diesen einmal abgesehen.

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Zattoo-Konkurrent Livestation:
erster Eindruck und Beta-Einladungen

LivestationWir haben bereits häufiger über Zattoo berichtet, den Internet-TV-Anbieter mit Sitz in den USA und der Schweiz, der herkömmliche Fernsehsender über das Web auf den Desktop bringt. Zattoo ist jedoch nicht der einzige Anbieter, der lineares TV-Programm auf diesem Weg Menschen zugänglichen machen möchte, die ihren heimischen Fernseher aus unterschiedlichen Gründen nur noch selten anschalten. Aus Großbritannien kommt mit Livestation ein weiterer Dienst, der mit seinem Service diese stetig wachsende Gruppe von Menschen ansprechen will. Vom Grundkonzept sind sich beide Projekte sehr ähnlich: Sowohl Zattoo als auch Livestation setzen auf einen Desktop-Client sowie P2P-Technik und schließen Verträge mit TV-Anbietern, um Sender aus den nationalen Kabelnetzen legal und werbefinanziert über das Internet streamen zu können. » weiterlesen

medienlese – der Wochenrückblick

Lieblingsfeind Springer, falsche Lottozahlen, Schweizer Wochen.

Basha Mika, Chefredakteurin der taz, stand in Berlin auf dem Dach eines hohen Hauses und zeigte mit dem Finger auf ein anderes hohes Haus. Sie sagte: “Da zum Beispiel haben wir unseren Lieblingsfeind deutlich zu erkennen und wir haben ihn immer im Blick – Springer”. Sie freute sich über den “Treppenwitz der Geschichte”, dass nach der Umbenennung der Kochstrasse in die Rudi-Dutschke-Strasse die kleine Axel-Springer-Strasse auf die grosse Rudi-Dutschke-Strasse führen wird.

Der Tages-Anzeiger druckte die Lottozahlen von der Vorwoche ab und stürzte damit eine Zürcher Wirtin zuerst ins Glück, dann ins Unglück.

Rainald Goetz verweigerte der langjährigen Freundin der langjährigen Freundin eines langjährigen Freundes von Johnny Häusler ein Pfefferminzbonbon.
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Extra-Seite, Extra-Seite!

Online-Offensive: Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und FAZ.net präsentieren ein Städteranking. Die lebendigste Stadt ist demnach München, gefolgt von Stuttgart und Hamburg. Im Internet wird das Ranking auf einer Extra-Seite präsentiert – und die User sollen mitmachen.

FAS-StädterankingDer Online-Ausbau bei FAZ.net geht weiter. Während die gedruckten Sonntagszeitung heute ein Städteranking mit Südgefälle präsentiert, startete eine neue Unterseite zum Ranking auf FAZ.net mit Mitmach-Funktionen. Nachdem im Februar die Diskussionsplattform “Reading Room” gestartet wurde, geht es nun richtig los mit User Generated Content.

Denn Rankings, das weiß nicht nur Helmut Markwort, ziehen immer. User dürfen aber nicht nur abstimmen – was hier bei den sonst so konservativen Gralshütern der deutschen Sprache neudeutsch “voten” heißt – sondern auch gleich mit eigenen Videos die Attraktivität und kreative Klasse ihrer Stadt beweisen.

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