Barcamp Berlin 2007:
11 Fragen an Thomas Gigold

Thomas Gigold, 26, gigold.de, medienrauschen.de
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Barcamp Berlin 2007:
11 Fragen an Andreas Dittes

Andreas Dittes, 23, dittes.info
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Falsche Blogs (flogs)
EU will nur noch Lauterkeit

Flogs und von Firmen unter falschen Angaben geschriebene Kommentare und Rezensionen im Web sollen rechtswidrig erklärt werden. Die EU verschärft die Direktive gegen unlauteren Wettbewerb.

Immer dann, wenn es um kalte, harte Münze geht, kriegt die Wahrheit ein Gewicht. Im Web 2.0 kann jedermann (fast) alles veröffentlichen, was er will – ob wahr oder unwahr – wo kein Kläger ist, ist kein Gericht. Reputation ist alles im neuen Netz, und namentlich im gigantischen Binnenmarkt USA setzen zwielichtige Händler deshalb unzählige Webshops auf und erteilen sich kreuz und quer hervorragende Noten.

Oder sie bezahlen ein PR-Pärchen, das quer durch die USA trampt, auf den Parkplätzen eines Grossverteilers übernachtet und dabei bloggt, was das Zeug hält, immer wieder die Freundlichkeit Supermarktkette und ihrer Angestellten lobend, bis jemand nachweist, dass die beiden genau dafür bezahlt werden.

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Ein Blick auf die technischen Spezifikationen von OpenSocial

Gestern war die URL http://code.google.com/apis/opensocial/ wohl diejenige 404 (Seite nicht gefunden)-Meldung im Netz, die am häufigsten willentlich aufgerufen wurde. Nach dem Durchsickern auf Techcrunch erschütterte die Meldung am Dienstag nämlich wie eine Bombe die gesamte Web-2.0-Szene. Die Facebook-Dominanz schien plötzlich doch nicht mehr so dauerhaft zu sein wie angenommen, besonders als bekannt wurde, dass eine Reihe namhafter Seiten wie MySpace, Orkut oder XING bei OpenSocial dabei sein werden.

Seit heute morgen präsentiert Google nun statt besagter 404-Meldung eine umfangreiche Dokumentation zu seinem neuestem Wurf, samt nützlicher Hintergrundinfos und anschaulicher Beispiele. Hier eine kurze Zusammenfassung. » weiterlesen

OpenSocial offiziell gestartet – mit MySpace! Aber worum geht es Google eigentlich?

AKTUALISIERT

OpenSocial, Googles Initiative zur Bereitstellung verschiedener Schnittstellen, die die Entwicklung externer Applikationen für eine große Zahl sozialer Netzwerke und Web-2.0-Dienste ermöglicht, ist jetzt offiziell gestartet. Überraschenderweise gehören auch das weltweit nutzerstärkste Social Network MySpace sowie das besonders in Großbritannien angesagte Bebo zum Kreis der OpenSocial-Partner. Damit erscheint das Vorhaben, welches am Mittwoch ohne die Teilnahme von MySpace und Bebo bekannt wurde, noch bedeutsamer, als dies vor zwei Tagen der Fall war. Laut Google hat man ein Jahr lang hinter verschlossenen Türen an OpenSocial gearbeitet. Auch die Partizipation von Xing steht mittlerweile fest. Xings CEO Lars Hinrichs meldete sich bereits gestern im openBLOG mit der Bestätigung zu Wort. » weiterlesen

Drogeninformation 20minuten.ch

Prominente Brüste ziehen bei den Klicks – das weiss das noch grösste Schweizer Online-Portal blick.ch. Drogengeschichten aber offenbar auch – das weiss das zweitgrösste Schweizer Online-Portal 20minuten.ch.

Wir machen zum Gedenken an die tatsächlich oder vielleicht drogenkonsumierenden “Stars” eine stille Bildergalerie. Alles, was hier präsentiert wird, war heute, um 18:30 Uhr, so auf 20min.ch zu sehen. Nicht irgendwo, es sind alles Screenshots von der Hauptseite:

Kokain 1 20min

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Trend:
deutsche Tech-Blogs werden professionell

Während im englischsprachigen Internet professionelles, hauptberufliches Bloggen schon seit einiger Zeit nichts Ungewöhnliches mehr ist und sich damit sogar richtig Geld verdienen lässt, werden im deutschsprachigen Raum nach wie vor die meisten Tech-Blogs (und natürlich auch alle anderen) als Hobby neben dem eigentlichen Beruf betrieben. Das hat den Vorteil einer völligen Unabhängigkeit und den Nachteil, dass nur stark begrenzte Zeit zum Bloggen (inklusive Newsbeschaffung) zur Verfügung steht. Der hiesige Internetmarkt ist bedeutend kleiner als der englisch-nordamerikanische, was Werbe- und Sponsoringumsätze deutscher, österreichischer oder schweizerischer Blogs niemals in die Dimensionen von TechCrunch & Co bringen wird. Das es aber auch hier Potential für hintergründige, analytische und investigative Profi-Tech-Blogs gibt, daran braucht nicht gezweifelt werden. Klassische Onlinemagazine und -zeitungen lassen hier mit wenigen Ausnahmen thematisch eine große Lücke. » weiterlesen

Last.fm scrobbelt Radiosender der BBC

Last.fmSchön zu sehen, dass sich bei Last.fm doch noch etwas bewegt. Eine Kooperation des Social Music Networks mit der BBC macht es möglich, dass ab sofort verschiedene Radiosender des öffentlich-rechtlichen Medienanbieters über Last.fm “gescrobbelt” werden (Last.fm-Slang für das Protokollieren von User-Playlisten). Wie auf den Profilseiten eines jeden Last.fm-Nutzers kann man verfolgen, welche Titel zuletzt im BBC-Radio gespielt wurden und welche Songs und Interpreten über einen längeren Zeitraum hinweg besonders populär waren. Die protokollierten Daten der beteiligten BBC-Stationen reichen bis zum Frühjahr diesen Jahres. Die Top-3-Bands auf BBC Radio 1 seitdem: The Killers mit 556 gespielten Titeln, Razorlight mit 539 und Arctic Monkeys mit 530. » weiterlesen

“OpenSocial”:
Jetzt geht der Networking-Spass erst richtig los

Es lag schon länger in der Luft, aber der Zeitpunkt und der Umfang der Ankündigung überrascht doch: Google will unter dem Projektnamen “OpenSocial” eine offene Programmierschnittstelle (API) für Social Networks vorstellen. Über das standardisierte API sollen Profilinformationen, Kontaktnetze und Aktivitätsströme für externe Applikationen zugänglich werden.

Mit anderen Worten: Damit werden kleine Zusatzapplikationen, wie sie auf Facebook und MySpace so populär sind, plötzlich standardisiert für alle möglichen Social-Network-Sites nutzbar. Ausserdem verspricht das Konzept, den Austausch von Kontaktinfos zwischen verschiedenen Netzwerken erheblich zu erleichtern.

Erstaunlich ist die umfangreiche Riege der Partner, die Google für dieses Vorhaben bereits gewinnen konnte: Mit Xing, LinkedIn, Friendster, Hi5, Plaxo, Ning und natürlich Orkut sind praktisch alle namhaften internationalen Netzwerke ausser den Marktführern Facebook, MySpace und Bebo mit dabei. Auf der Seite der Applikations- und Widgetentwickler sind die Grossen wie RockYou, Slide und iLike mit im Boot. Interessant sind auch die Enterprise-Partner Salesforce.com und Oracle.

Lustig ist auch der Zeitpunkt der Ankündigung: Google beeilte sich offenbar mit seinem Announcement sehr, obwohl OpenSocial scheinbar noch nicht so richtig fertig ist. Facebook will nächste Woche nämlich seine Social-Network-Werbeplattform vorstellen, die sich jetzt plötzlich erheblich weniger beeindruckend anhört. Was für ein Zufall. Wie war das noch mit “Don’t be evil”?

Ohne Zweifel wird dieser neue Standard, so er sich denn durchsetzen kann, ziemlich massive Auswirkungen auf die Social-Network-Szene haben:

- Für MySpace und Facebook steigt der Druck extrem, sich auch für den Standard zu öffnen. Die Situation ist eine ähnliche wie für AOL und Compuserve damals beim Aufkommen des Web. Gegen ein völlig offenes Netz sieht jede noch so gute geschlossene Plattform ziemlich alt aus, und die User merken das auch schnell.
Eine solche allgemeine Öffnung hat aber fast immer die Konsequenz, dass die führenden Plattformen an Bedeutung verlieren. Siehe wiederum Compuserve (tot) und AOL (auf dem steil absteigenden Ast).

- Die grossen Widget-Anbieter wie Slide und RockYou profitieren kurzfristig durch die zusätzliche Reichweite, aber erhalten mittelfristig enorm viel neue Konkurrenz. Schon für die relativ geschlossene Facebook-Plattform gibt es inzwischen zehntausende von Anwendungen. Wie wird die Entwickleraktivität erst aussehen für eine viel offenere Welt?
Bisher hatten die grossen Anbieter den Vorteil, dass sie sich auskannten mit den verschiedenen APIs und die nötige Infrastruktur bereitstellen konnten. Aber dieser Vorsprung wird durch ein standardisiertes API sehr viel weniger relevant.

- Microsoft hat sich mit seinem Facebook-Investment wieder mal hinter den fahrenden Zug geworfen. Ich erinnere mich noch gern zurück an Microsofts Präsentation am World Wide Web Forum anno 1995, als der Produktmanager des originalen (total geschlossenen) Microsoft Network den Anwesenden erklärte, dass MSN zweifelsfrei bald wichtiger sein werde als das Web. Zum Glück kam es anders. Hier ist es wieder so: Microsoft hat gerade wieder viel in ein geschlossenes Netz investiert, nämlich in Facebook, statt sich für Offenheit einzusetzen. Warum kommen solche offenen Standards eigentlich nie aus Redmond?

- Der Fokus des Wettbewerbs verschiebt sich vom Plattform-Betrieb zur Konsolidierung. Kontext ist King, nicht mehr Content. Wiederum die Analogie zum Aufkommen des Webs: Gewonnen haben der offenen Welt des Webs die “Wegweiser” Google und Yahoo, nicht die Content-Anbieter. Und natürlich fühlt sich Google berufen, auch bei den Social Networks zu grossen Konsolidator zu werden. Mit diesem Schachzug stehen die Chancen nicht mal schlecht, dass dem Suchmaschinenriesen das gelingen wird, nachdem er im Aufbau eines eigenen Social Networks ziemlich unerfolgreich war.

UPDATE: Googles Börsenkurs hat heute, wohl nicht zuletzt wegen dieser Ankündigung, erstmals die Grenze von 700 Dollar überschritten. Damit ist Google jetzt die fünftwertvollste Firma in den USA hinter Exxon, GE, Microsoft, AT&T, aber noch vor Procter & Gamble, Bank of America und Citigroup. Procter & Gamble macht übrigens etwa gleich viel Reingewinn wie Google Umsatz macht. Bubble, anyone?

UPDATE 2: Jetzt wird’s aber wirklich eng für Facebook: Mit MySpace, Bebo und Six Apart treten jetzt der allergrösste und zwei relevante weitere Top-Player der Open-Social-Allianz bei. Angeblich hat Google schon länger mit MySpace an diesem Thema gearbeitet.

OpenSocial:
Google verbündet internationale Social Networks – auch Xing

Die Frequenz der Ankündigungen großer Social Networks (inklusive Google) zur Öffnung ihrer jeweiligen Plattform für externe Applikationen hat in den letzten Tagen und Wochen stetig zugenommen. Wer regelmäßig englischsprachige Tech-Blogs verfolgt, liest derzeit fast täglich von neuen Ideen und Vorhaben, mit denen einzelne Anbieter ihre Dienste öffnen (und damit eine Konkurrenz zu Facebooks Entwickerlplattform auf die Beine stellen) möchten. Vorreiter dieses Vorhabens ist – wen wundert’s – Google. Nachdem bisher hauptsächlich leere Ankündigungen und Gerüchte die Runde machten, werden Googles Pläne nun offensichtlich konkreter – zumindest wenn man TechCrunchs neuestem “Scoop” glauben darf. » weiterlesen

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