Live von der ad:tech in New York

Die Messe ad:tech, die diese Woche in New York stattfindet, ist möglicherweise die wichtigste Veranstaltung für Online-Marketing auf der Welt. Mitten in Manhattan findet sich alles zusammen, was im Online-Marketing Rang und Namen hat. Oder gern hätte.

Ein paar Impressionen.

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Das fängt ja gut an: Schon bei der Registration gibt’s einen Syntax Error. Aber es geht hier ja auch um Marketing und nicht um Technik.
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Auch Big G ist natürlich hier. Aber der Stand ist deutlich kleiner als der Marktanteil der Firma. Gut, wenn man so bescheiden ist.

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Klauen gehört zum Geschäft: Bei welcher bekannten Werbekampagne hat sich der Designer dieses Plakats wohl inspirieren lassen?

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Blogs gehören jetzt ganz offiziell zur grossen, glücklichen Online-Marketing-Familie.

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Beim Marketing geht’s ja um Kreativität. Und darum überbieten sich die Aussteller gegenseitig mit totaaaaal originellen Verlosungs-Preisen. Das hier sind nur vier Beispiele von schätzungsweise etwa 250 identischen Verlosungen. Zunes oder Treos verschenkt hingegen keiner.

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“Booth Babes” in allerlei mehr oder minder originellen Verkleidungen gehören natürlich auch dazu. Hier wird man per Fake-Strafzettel zu einer der unzähligen Parties eingeladen.

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Social Networking ist ja sehr in. Darum ist auch das beinahe schon vergessene Ur-Netzwerk Friendster mit einem Stand präsent und behauptet, immer noch 50 Millionen Mitglieder zu haben (die sich daran grösstenteils aber vermutlich nicht mehr erinnern können). Die Frage “Macht Ihr so was ähnliches wie Facebook?” fand das Standpersonal nicht so lustig.

Erster Eindruck ansonsten: Online-Marketing ist zum für Laien beinahe undurchdringlichen Gewirr ähnlich klingender Buzzwords geworden. Der eine Stand bietet “Performance-based Pay-per-Transaction Affiliate Marketing” an, während der Nachbar auf “Unified Real-Time Targeted Performance Advertising” (oder so ähnlich) setzt. Was sich dann bei genauerem Hinsehen als identisches Angebot herausstellt. Viele Firmen sind nicht etwa nur Mittler zwischen Websites und Werbetreibenden, sondern oft Mittler von Mittlern von Mittlern.

Aber mal abwarten. Die eigentliche Konferenz fängt erst morgen an, und da werden die zahlreichen Ankündigungen der letzten Tage (Ad-Networks von Facebook und MySpace, Open Social, Google Phone-Plattform) sicher noch viel zu reden geben.

Barcamp Berlin 2007:
11 Fragen an Jörn Sieveneck

Jörn Sieveneck, 28, nerotunes.de

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studiVZ beschützt seine Mitglieder nun vor peinlichen Momenten

studiVZstudiVZ hat heute ein lange überfälliges Feature eingeführt, mit dem man eine E-Mail-Benachrichtigung erhält, wenn man von einem anderen studiVZ-Nutzer auf einem Bild verlinkt wird. Dadurch erhalten Benutzer die Möglichkeit, sich zeitnah von potentiell peinlichen oder gar rufschädigende Bildern distanzieren zu können, ohne regelmäßig im eigenen Profil nachschauen zu müssen, ob eine neue Verlinkung hinzugekommen ist. Die Funktion ist für alle Mitglieder aktiviert und kann im Bereich “Mein Account” abgeschaltet werden. Damit erreicht der Umfang einstellbarer Benachrichtungen von studiVZ rund fünf Prozent dessen von Facebook – aber dieser Minimalismus hat sich bei studiVZ ja mittlerweile zu einer Tugend entwickelt.

Übrigens wurde mir auf Anfrage mitgeteilt, dass es bei studiVZ derzeit keine Pläne gibt, sich an Googles OpenSocial-Initiative zu beteiligen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Web 2.0 Expo Berlin LIVE:
Creating Passionate Users

Liveblogging von der Web 2.0 Expo Berlin mit Kathy Sierra (Weblog). Ihr Vortrag lautet: “Creating Passionate Users”.

13:34: Kathy Sierra wird über echte Leidenschaft reden, nicht nur über die irrationale Anziehung, die zum Beispiel iPod-User empfinden. Es geht um die Leidenschaft, die Gitarristen oder Fotografen empfinden. Sie bittet uns, über diese Art von “Passion” nachzudenken. “You want to keep getting better”

13:36: Das Publikum wird gebeten, seinen Nachbarn seine Leidenschaften zu erzählen. Mein Nachbar erzählt mir, dass er Golf spielt.

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Medienblogcharts 10/07:
medienlese.com in den Top-Ten

Die meisten Top-Medienblogs haben auch im Oktober Verlinkungen eingebüsst. Die Ausnahmen unter den ersten 20 sind Niggemeier, medienlese.com (neu in den top-ten), Wortgefecht, Swiss Metablog und Beobachtungen zur Medienkonvergenz.

Verliert der “Monopolzähldienst” Technorati an Bedeutung – oder die deutsche Blogosphäre an Schwung? Auch wenn Zahlenspiele wie unsere Medienblogcharts – wir haben das nie bestritten und tun es auch heute nicht – immer fragwürdig sind: Grobe, unwissenschaftliche Trendaussagen erlauben sie allemal. Und seit zwei Monaten zeigt der Trend in Sachen Verlinkungen durch andere Blogs (wir zählen die verlinkenden Blogs, nicht die Links selber) insgesamt nach unten.

Ein etwas längerfristiger Blick – ein Vergleich der Woche 17, in der wir die Charts begonnen haben, mit den Zahlen der Woche 44 – zeigt, dass das Link- und wohl auch das Blogwachstum insgesamt positiv war, was theoretisch aber auch einem “Hype” zu Jahresbeginn zugeschriebene werden könnte:

Linkbilanz (seit Woche 17) Blogname Rang (aktuell, Woche 44)
+721 Stefan Niggemeier 2
+218 Wort|ge|fecht, das 14
+196 medienlese 8
+190 off the record 7
+113 Indiskretion Ehrensache 3
+99 Swiss Metablog 17
+77 Telagon Sichelputzer 9
+70 turi2 6
+66 BILDblog 1
+48 Elektrischer Reporter 5
+45 Digitaler Film 18
+31 blog.tagesschau.de 12
+27 Medienkonvergenz 20
+24 medienpiraten.tv 19
+11 onlinejournalismus.de 16
-60 Blogpiloten 15
-66 SIXTUS.NET 11
-71 Wortfeld 13
-201 Medienrauschen 10
-409 Blogbar 4

Ausserdem beweisen die Ausnahmen, darunter unsere beiden Blogs “medienlese.com” und Andreas Göldis Beobachtungen zur Medienkonvergenz”, aber auch Michael Gisigers “Wortgefecht”, vor allem aber Stefan Niggemeier, dessen Blog selbst auf einem sehr hohen “Linkniveau” aktuell weiter zulegt – dass man noch von neuen Bloggern verlinkt werden kann.

Die aktuellen Charts:

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Barcamp Berlin 2007:
11 Fragen an Marcel Weiss

Netvouz:
Social Bookmarking so, wie es sein soll

NetvouzLetztens schrieb ich darüber, welchen hohen Stellenwert Effizienz und Produktivität in meinem täglichen Internetalltag haben. Gerade als Blogger ist es wichtig, nicht nur den Zeitaufwand für den täglichen Überblick über die nationale und internationale Web-2.0-Newslage so gering wie möglich zu halten, sondern auch beim Bloggen selbst schnell auf geeignete Quellen (externe Blogpostings, Medienberichte etc.) zurückgreifen zu können und nicht lange suchen zu müssen. Ein Weg ist es, sich Links samt Überschriften gelesener, eventuell in Zukunft benötigter Artikeln manuell in einer Textdatei zu speichern. Dies ist nicht besonders effizient, speziell wenn die Anzahl der “gespeicherten” Quellen stetig steigt. Eine andere, zeitgemäßere Vorgehensweise bei der Quellenverwaltung ist die Verwendung eines Social-Bookmarking-Dienstes. Doch obwohl es davon unzählige im Netz gibt – kleine wie große, erfolgreiche wie wenig erfolgreiche – konnte mich bis vor kurzem keiner richtig überzeugen; mich wirklich dazu bewegen, alle meine Bookmarks dorthin zu verlegen und interessante bzw. informative Artikel für die Verwendung bei zweinull.cc fortan dort zu bookmarken. » weiterlesen

medienlese – der Wochenrückblick

Wehrmut, Bloggen als Beicht-Instrument, Alien-Geschöpfe.

Das Schweizer Portal persoenlich.com jubelte über eine Studie, in der 75 Prozent von 1367 Befragten aus Deutschland angaben, dass sie die gedruckte Tageszeitung auch in Zukunft für unverzichtbar halten. In einer ersten Fassung hiess der Untertitel: “Trend geht zu Printmedien zurück“. Wohl etwas gar mutig, denn in der zweiten Fassung heisst es jetzt: “Tageszeitungen bleiben unverzichtbar”. Dafür musste Uli Rubner, wohl unfreiwillig, lesen, die “Eintstellung” von “Facts” bleibe ein “Wehrmutstropfen“. Wir, auch nicht fehlerlos, verweisen auf die Unterkategorie “Beliebte Fehler” von korrekturen.de.

Wie sagte ein Springer-Manager, hinter vorgehaltener Hand aber im vollen Ernst, vor 3 Jahren, dem facts.ch-Macher Christoph Lüscher? “Dieses Internet wird irgendwann wieder verschwinden, hoffe ich manchmal, wenn ich Abends nach Hause gehe”.

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Barcamp Berlin 2007:
11 Fragen an Oliver Gassner

Vor YouTubes Deutschland-Start:
Wie steht es um Deutschlands führende Videoportale?

Wie steht es um Deutschlands Videoportale?

Eigentlich hätten die Voraussetzungen für die drei etablierten deutschen Videoportale MyVideo, Sevenload und Clipfish in den letzten Monaten gar nicht besser sein können: Videos im Web sind nach wie vor für viele Menschen ein beliebter Zeitvertreib, YouTube lässt mit seiner angekündigten deutschsprachigen Version noch immer auf sich warten und alle drei Videodienste sind komplett oder teilweise im Besitz von Medienkonzernen bzw. Inhalteanbietern, was die Abhängigkeit von User Generated Content verringt und ideale Möglichkeiten zur Bewerbung des jeweiligen Videoportals über die hauseigenen Medienkanäle bietet. » weiterlesen

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