Live von der TED (Teil 2):
Grosse Frage, grossartige “Antworten”

Stephan Hawking und der “PC Guy”, Narben und echte Gehirne: Der erste Tag der TED-Konferenz aus Sicht von unserem Gastblogger Reto Schnyder.

Ted 0:05
30 Sekunden Zeit: “How’d you get that scar”

?I am blown away”, anders kann ich es einfach nicht sagen… so dass ich ganz vergessen habe Fotos von heute zu machen (darum klaue ich etwas von TED@Flickr und vom offiziellen TEDBlog für den Beitrag von heute), geschweige denn Notizen für einen ordentlichen Blog zu machen. Hier darum etwas chaotisch mein persönlicher und spontaner Rückblick:

» weiterlesen

Die Zeitung der Zukunft:
Fünf Thesen zu «Crossmedia»

Was steckt hinter dem Buzzword «Crossmedia»? Fünf Thesen von unserem Gastautor Steffen Büffel zur crossmedialen Zukunft des Qualitätsjournalismus.

Crossmedia (©iStockphoto.com/Alex Bond)
Wer ergänzt hier eigentlich wen? (©iStockphoto.com/Alex Bond)

«Crossmedia» avanciert nach «Multimedia» und «Online-Community» zum neuen Zauberwort in der Verlagsbranche. Dabei wird aber bisweilen kaum hinterfragt, was Crossmedia im Zusammenhang mit der Zukunft der Zeitung eigentlich heißen soll. Stattdessen wird es der Einfachheit halber im Stile der Floskel «Wie wir ja alle wissen» als Binsenweisheit dargestellt, dass die Zukunft des Journalismus crossmedial sei. Deswegen fünf Thesen mit Substanz:

» weiterlesen

Die Börse liebt Google nicht mehr

Gestern sind die Aktien von Google um fast 5% an einem einzigen Tag gefallen. Seit Beginn des Jahres haben sie 32% verloren, seit ihrem Höchststand im November gar 36% — fast 85 Milliarden Dollar Marktwert. Google, gerade noch eins der fünf wertvollsten Unternehmen der USA, ist damit jetzt wieder deutlich weniger wert als zum Beispiel Nokia oder IBM.

Der Grund für den gestrigen Kurssturz war scheinbar nebensächlich: Die Marktforschungsfirma Comscore hatte bekanntgegeben, dass ihren Messungen zufolge die Zahl der Klicks auf Google-Werbelinks im Januar gegenüber dem Vorjahr stagniert hatte, zumindest in den USA. Das erscheint wie ein bemerkenswerter Einbruch bei einer Suchmaschine, von der man sich konsistent zweistellige Wachstumsraten gewohnt ist, muss aber nicht unbedingt viel heissen. Comscores Daten sind nicht immer zuverlässig, und ein geringes Wachstum bei den Klicks heisst noch lange nicht, dass deswegen Googles Umsätze auch stagnieren.

» weiterlesen

Morgen startet meinVZ – erste Screenshots

Am morgigen Donnerstag geht mit meinVZ der angekündigte, jüngste Spross der studiVZ-Familie online. Damit bestätigt sich der im Magix Blog und hier bereits vermutete Name. Die neue Plattform wurde maßgeblich vom studiVZ-CTO und -Gründer Dennis Bemmann konzipiert und setzt – wenig überraschend – wie studiVZ und schülerVZ auf eine sehr einfache Benutzeroberfläche, die mit der von studiVZ abgesehen von der Farbe identisch ist. meinVZ richtet sich an ehemalige Studienkollegen, Kollegen, Nachbarn, verlorene Klassenkameraden – also im Prinzip an jeden, und wird auf Deutsch und Englisch verfügbar sein (sich aber primär an deutschsprachige Nutzer richten). Das neue Portal wird eng an studiVZ gebunden, Mitglieder beider Netzwerke können sich untereinander Nachrichten schicken. Wie das dann im Detail abläuft, muss man sich morgen anschauen. » weiterlesen

Frrvrr – das kann nicht ernst gemeint sein, oder?

FrrvrrWer dachte, die Zeit der Verwendung übermäßig web-2.0-typischer (= schwer aussprechbarer) Namen sei mittlerweile vorüber, wird nun eines Besseren belehrt: Frrvrr heißt ein neuer Dienst, auf den gestern bei MoMB hingewiesen wurde. Dieser Name zergeht sprichwörtlich auf der Zunge! Frrvrr kommt aus New York, befindet sich zur Zeit in der geschlossenen Beta-Phase und kündigt nichts Geringeres an, als ein “revolutionäres Tool, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu bleiben und kommunizieren zu können”. Wow. Wer nun bereits an einen Scherz glaubt, würde vorschnell handeln – extreme, jede Norm und Empfehlung ignorierende Namen und angeblich sensationelle Konzepte hat jeder Web-Interessierte in den letzten Jahren massenhaft zu Gesicht bekommen. » weiterlesen

Live von der TED (Teil 1):
TED unter Wasser

Mächtige Ideen: Auf der TED treffen Entscheider, Entwickler und Künstler aufeinander, um sich über Technology, Entertainment, Design auszutauschen. Für uns berichtet Reto Schnyder aus Aspen von der Konferenz, die Burdas Digital, Life, Design als Vorbild dient.

TED Gift bag
Geschenke für die Konferenz-Teilnehmer (Bilder Reto)

Morgen startet die wohl heisseste Konferenz auf diesem Planeten. Nein, keine Erotik-Messe, sondern viel mehr die TED. Noch nie etwas von TED gehört? Steven D. Livitt hat gebloggt “If you follow only one link from this blog in your life … this is the one to choose.” – recht hat er. Hier der Link. Auf medienlese.com werde ich ab morgen jeweils einen kurzen persönlichen Tagesrückblick von der TED2008 posten.

» weiterlesen

Schweizer Verlage:
Im Schlafwagen ins Internet

Das neue Newsportal von Tamedia & Co. wird wegen einer Kreativpause eines Mitarbeiters verschoben, die Behausung der Web-2.0-Gemeinde von Ringier wird bei Ebay versteigert und vom angekündigten Schweizer Google News ist überhaupt nichts mehr zu hören. Verschlafen die Schweizer Verlage das Internet komplett?

Nickerchen auf einer Bergwiese
«Herrlich, diese Ruhe» (Bild Keystone)

Über diese Meldung im Kleinreport (Start des Tamedia-Newsnetzwerk-Systems verzögert sich) haben wir in unserem internen Firmen-Wiki alle herzlich gelacht. Der zweitgrösste Verlag der Schweiz, Tamedia, soll sein schon lange angekündigtes Newsportal nicht im Frühling, sondern erst im Herbst 2008 liefern. Grund: Der neue Chef des Projekts, Peter Wälty, macht eine mehrmonatige Kreativpause. Dazu ist von der Entscheidung zu lesen, “dass das Projekt nicht direkt unter einer eigenen Domain im Internet zugänglich sein werde”.

Während in Deutschland alle dem Erfolg von Spiegel Online nachrennen, ein von Aufmerksamkeit überhäuftes Newsportal, das wahrscheinlich schon gar nicht mehr weiss, wohin mit all den Werbeaufträgen, den neuen Mitarbeitern und den Preisen, kümmert man sich in der Schweiz darum, wie man am Besten die Meldungen der Nachrichtenagenturen ausdruckt und gratis verteilt.

» weiterlesen

Die mobile Applikation ist tot, es lebe das mobile Web

Kein Zweifel: Es bewegt sich was im Markt für Mobiltelefone. Die Verkäufe von leistungsfähigen Smartphones steigen weiter massiv an, mit Wachstumsraten von 50-60% pro Jahr. Die Tarife für Datenübertragung werden laufend attraktiver. Und hinzu kommt die Aussicht auf viel neue Funktionalität: Googles neue Android-Plattform steht kurz vor dem Markteintritt, und bald soll ein Entwicklungstoolkit für Apples iPhone rauskommen.

Eigentlich müsste man meinen, dass sich Entwickler von mobilen Applikationen über diesen Trend nur freuen können. Aber da würde man sich vermutlich täuschen. Einige Artikel aus dieser Community zeichnen ein düsteres Bild und stellen fest: Das Zeitalter der lokal auf Mobilgeräten installierten Applikationen neigt sich möglicherweise seinem vorzeitigen Ende zu.

» weiterlesen

Wir linken Love

Das ist Service: Courtney Love rotzt ein Tagebuch ins Internet und Vanity Fair übersetzt es auf der eigenen Webseite ins Deutsche. Nur den Link haben sie vergessen…

Courtney Love
Courtney Love (Bild Keystone)

Courtney Love, die “raue Künstlerin” (Spiegel) schreibt Tagebuch auf MySpace – und die deutsche Vanity Fair übersetzt das dort Geschriebene und veröffentlicht es auf der Webseite als eigenen Artikel. Einfach eine Überschrift und einen knackigen Einstieg drüber geschrieben (“durchgeknallt”, “irre”, “Viel Spaß!”) und fertig ist der schicke Online-Content, der mit viel Wohlwollen noch als Zitat durchgehen könnte.

Was im Internet allgemein üblich ist, nämlich das Verlinken der Quelle, gilt anscheinend nicht für Vanity Fair. Der erwartungsfrohe Leser, der auf das gülden schimmernde “Courtney Love” im Text klickt und dahinter das Original-Blog erwartet, landet doch nur auf Loves Eintrag bei “Vanity Faces”.

» weiterlesen

48 Alternativen zu YouTube (und Stage6) – Neuauflage

Am 22. Juni letzten Jahres veröffentlichten wir eine Liste mit 50 Alternativen zu YouTube. Zu diesem Zeitpunkt war die Gründungswelle im Bereich der Videoportale auf ihrem Höhepunkt. Im Wochentakt tauchten neue Portale auf, die es mit YouTube und anderen Branchengrößen wie Dailymotion oder Yahoo Video aufnehmen wollten. Auch der Videospezialist DivX versuchte es mit einer eigenen Videoplattform. Stage6 hob sich von der Konkurrenz ab, indem es, statt auf den üblichen Flashplayer zu setzen, den hauseigenen DivX-Player verwendete und damit die Clips in deutlich besserer Qualität darstellen konnte als die meisten Wettbewerber. Wie DivX gestern bekannt gab, wird Stage6 noch in dieser Woche vom Netz genommen. Bereits im Juli 2007 gab es Hinweise darauf, dass die operativen Kosten die ursprünglich prognostizierten Aufwendungen für den Serverbetrieb und den anfallenden Datenverkehr weit überstiegen. Nun zieht DivX die Notbremse und will sich fortan seinem Kerngeschäft mit DivX-Lizenzen für Unterhaltungselektronik widmen. » weiterlesen

  • Sponsoren