Im Test (Teil 1):
Blick

Seit rund einem Monat erscheint die stärkste Boulevardzeitung der Schweiz, der Blick, rundum erneuert. Wir schauen genauer hin – und nehmen für unseren Test gleich mehrere Ausgaben unter die Lupe.

Blick

Blick

In unserem ersten Teil geht’s um die Seiten, die früher mal den ersten Bund des Blick ausgemacht haben.

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Mobiles Livestreaming mit Bambuser – vielleicht bald mehr als eine Spielerei

BambuserHier in Schweden lässt sich ein interessantes Phänomen beobachten: Obwohl es wirklich nicht an innovativen nordeuropäischen Webangeboten mangelt, taucht immer mal wieder ein Startup auf, von dem ohne nennenswerte Marketingbemühungen plötzlich jeder spricht. Der Hype beschränkt sich dabei nicht auf die nationale Web-Szene, sondern erfasst schnell auch viele Menschen, die man eigentlich nicht als extrem internetaffin bezeichnen würde. Vor einem Jahr war Jaiku aus Finnland der große Hit, danach folgte die Spotify-Welle (die noch immer anhält) und in diesen Tagen ist es nun der Handy-Streaming-Dienst Bambuser, der schlagartig in aller Munde ist. » weiterlesen

zweinull.cc entert die Website-Charts von Mister Wong

Gestern wurden die neuen Website-Charts des Social Bookmarking Portals Mister Wong veröffentlicht. Wir waren ordentlich überrascht, zweinull.cc auf dem zehnten Platz vorzufinden! Vor uns befinden sich Spiegel Online, Wikipedia, heise online, Smashing Magazine, YouTube, Zeit Online, FAZ.NET, Google und das Dr. Web Magazin. Die einmal im Monat veröffentlichte Hitliste basiert auf der Anzahl der innerhalb eines bestimmten Zeitraumes eingetragenen Bookmarks. Mister Wong ist das größte Social-Bookmarking-Portal im deutschsprachigen Raum mit laut AGOF durchschnittlich 1,64 Millionen einzelnen Besuchern im Monat. Ein Dank an alle User von Mister Wong, die zweinull.cc in ihre Favoriten aufgenommen haben!

Disclaimer: Mein Blogkollege Michael arbeitet als Entwickler für construktiv, das Unternehmen hinter Mister Wong. Einfluss auf die Charts hat er nicht.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Reporter über Reportagen

Jetzt anmelden: Das Reporter-Forum lädt zu einem Workshop nach Hamburg ein. Journalisten vom Spiegel, der Zeit, Geo, brand eins, Stuttgarter Zeitung und der Agentur Zeitenspiegel geben ihr Wissen weiter.

Journalistin

Journalistin


Schließlich schreiben (Bild Bombardier)

Der Fahrstuhl fährt nur bis in den elften Stock, danach geht es über eine kleine Treppe weiter, vorbei an einem Bild Rudolf Augsteins. Hamburg, Spiegel-Hochhaus, 12. Stock. Der Große Konferenzsaal. Hier soll am 23. Mai stilvoll der zweite Workshop des Reporter-Forums beginnen. Am Freitag und Sonneband gibt es in 18 Workshops Tipps für die Reporter-Praxis und gute Reportagen. Moderiert und geleitet werden die Workshops von bekannten Journalisten. Die Teilnehmer sind ausdrücklich eingeladen, ihre eigenen Reportagen mitzubringen – gerade auch, wenn sie noch nicht ausgefeilt und fertig zum Druck sind. Seit heute 10 Uhr kann man sich für die Veranstaltung anmelden.

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Das Web liebt seine Aprilscherze

Als ich heute früh meinen Feedreader öffnete, war mir bewusst, dass man Meldungen am heutigen Tag mit etwas mehr Skepsis lesen musste als üblich. Es scheint fast so, als erlebe der Aprilscherz im Web ein echtes Comeback. Bevor ihr euren Kollegen, Bekannten und Freunden also voller Eifer von der geplanten Investorenfusion zwischen dem European Founders Fund, Burda Digital und Holtzbrinck Ventures, von Pirate Bays Umzug in die Wüste Sinai, von den Plänen, die beliebte Blogsoftware WordPress kostenpflichtig zu machen oder vom neuen Google Mail-Feature berichtet, Mails rückwirkend zu versenden, denkt lieber noch einmal genau über den Wahrheitsgehalt dieser Meldungen nach.

Hoffentlich kein Aprilscherz ist die Ankündigung von Zattoo, ab sofort ARD, ZDF und alle anderen dritten Programme in das Senderportfolio aufzunehmen. Die Zahl in Deutschland mit der kostenlosen Desktop-Software empfangbarer Kanäle steigt damit von bisher 22 auf 46.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Wolfgang Münchau:
Nebeneinander geht’s durcheinander

Mehr Markt und weniger Staat – oder angesichts von Finanzkrisen plötzlich doch lieber andersherum? Keine einfache Frage für Finanz-Kolumnisten.

Wall Street (Bild Keystone)
Stürzen die Kurse, freut sich der Fotograf: Fünf Krisenbilder (Bilder Keystone)

Das ‘Adenauer-Syndrom’ grassiert. Schon der erste Bundeskanzler soll verkündet haben: ‘Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“. Viele Wirtschaftskolumnisten, welche die Finanzkrise aus der Bahn des gewinngewohnten Künders ewigen Wachstums warf, müssen nolens volens jetzt leicht errötend auf Adenauers Spuren wandeln.

Ein erzwungener Schwenk, der besonders komisch wirkt, wenn seit dem dicken Wälzer, der kategorisch eine unregulierte Marktwirtschaft sans phrase forderte, und den jetzigen neo-ökonomischen Unkereien über plötzlich doch notwendigen Staatsinterventionismus nur einige Monate liegen. Erblickt man solche Texte plötzlich nebeneinander, wird’s eben widersprüchlich. Wie im Falle von Wolfgang Münchau, des Associate Editor der Financial Times und des langjährigen Chefredakteurs der Financial Times Deutschland.

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Auflagen in Österreich:
Viele Gewinner, alle verlieren

Österreichs Zeitungen und Zeitschriften haben im Jahr 2007 viele Leser verloren. Einige Medien mussten deutliche Verluste einstecken. Vor allem junge Österreicher holen sich ihre Informationen lieber im Internet. Und das tun sie so intensiv wie nie zuvor.

Zeitung (cc:Moe_)
Keine Krise? (Bild cc:Moe_)

Wenn die Leserzahlen für die österreichischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht werden, findet jedes Medium eine Kategorie, in der es besser als alle anderen war oder zumindest gut abgeschnitten hat. Diesmal allerdings wird es wohl für alle schwer, sich als Gewinner darzustellen: Sieger gab es 2006 so gut wie gar nicht. Verlierer dagegen zuhauf. Das zeigen die Daten der Media-Analyse für das Vorjahr. In rund 15.000 persönlichen Interviews ermitteln Meinungsforschungsinstitute jährlich, wie viele Österreicher ein Blatt tatsächlich lesen.

Viele Zeitungen mussten signifikante Verluste einstecken. Die am meisten gelesene Zeitung Österreichs, die Kronen-Zeitung, führt mit fast 3 Millionen Lesern noch immer weit vor der Kleinen Zeitung, die über 800.000 Leser hat. Die Krone hat 85.000 Leser verloren, die Leserzahlen der Kleinen blieben stabil. Besonders schmerzhaft ist der Leserschwund für den Kurier und die Presse. Der Kurier verliert 44.000 Leser, die Presse 33.000. Damit liegt der Kurier bei knapp über 620.000 Lesern, die Presse hat nur mehr 267.000 Leser.

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Zehn Thesen zur digitalen Zukunft

glaskugel.jpgImmer wieder taucht in Gesprächen die Frage auf, wie das Web in drei, fünf oder zehn Jahren aussehen wird. Ich muss dabei regelmäßig kapitulieren. Die Komplexität des Themas, die Geschwindigkeit der technischen Entwicklung sowie der Grad der Verschmelzung mit anderen Technologien haben in letzter Zeit so stark zugenommen, dass mir eine detaillierte Prognose und vor allem ein zeitlicher Ausblick schwer fällt. Statt ein Bild davon zu zeichnen, wie wir das Netz im Jahr 20xx nutzen werden, ziehe ich es vor, für einzelne Bereiche des Webs und seiner Peripherie anhand des bisher Geschehenen Thesen aufzustellen, wohin es zukünftig für die digitale Gesellschaft gehen könnte.

Ich habe den Sonntag dafür genutzt, mir zehn solcher Thesen einfallen zu lassen, die nach meiner heutigen Auffassung für die weitere Entwicklung des Internets Gültigkeit haben werden. Die einzelnen Punkte sollen zur Diskussion anregen und auch dazu einladen, sie mit schlagfertigen und überzeugenden Argumenten zu widerlegen. Jeder Ausblick in die Zukunft birgt Risiken und kann sich am Ende komplett oder in Details als falsch herausstellen. Es deshalb aber gar nicht erst zu versuchen, wäre dann doch schade. » weiterlesen

Chefredakteur ade — News werden sozial

“If the news is that important, it will find me.”

Diesen Satz formulierte laut New York Times ein amerikanischer College Student anlässlich einer Studie über das Medienverhalten junger Leute. Wahrscheinlich gibt dieser Satz verblüffend perfekt wieder, wie die neue Medienwelt funktionieren wird — und heute schon funktioniert.

Was ist damit gemeint? Im Prinzip sagt dieser Satz aus, dass Nachrichten immer mehr vom Pull- zum sozialen Push-Medium werden. Wir gehen als Medienkonsumenten nicht mehr rituell in regelmässigen Abständen zur Newsquelle — so, wie man früher morgens die Zeitung gelesen oder brav zu einer festgelegten Zeit die Tageschau geguckt hat –, sondern wir warten ab, welche Nachrichten sich als relevant genug herausstellen, dass sie uns von anderen empfohlen werden.

Immer weniger bestimmen professionelle Medienschaffende, welche News wir als wichtig empfinden. News werden sozial. Empfehlungen anderer Leute — Freunde, Arbeitskollegen, Geschäftspartner, Gleichgesinnte — werden wichtiger als das, was Redaktionen als berichtenswert empfinden.

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medienlese – der Wochenrückblick

Gesamtkunstwerk Bild, Wikipedia-Promis, Premium-Zeitschriften.

Schweini: Ich steht zu Poldi” lautete diese Woche eine Schlagzeile der Bild-Zeitung über “Prinz Peng”. Wer das jetzt nicht verstanden hat, muss das auch gar nicht, wenn es nach Medienwissenschaftler Norbert Bolz geht. Er sagte: “‘Bild’ ist ein Gesamtkunstwerk und hat einen unglaublichen Einfluss auf die Politik”. Die Belegschaft der Zeitung zog von Hamburg nach Berlin und stellte gleich mal einen Werbewagen auf, um bei der Nachbarredaktion der taz auf sich aufmerksam zu machen. Wie dieses Bild zeigt, wurde die Zeitung von der Stadt Berlin in ihrer gewohnt herzlichen Art, ja man möchte fast schon sagen, überschwänglich empfangen.
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