Musik, Medien, Minuten

Wir haben wieder Videoformate im Netz gefunden, die wir Euch gerne vorstellen möchten.

Schatten

Schatten auf Berlin: Die dreckigen, unangenehmen Seiten der Großstadt zeigen 20 Studenten der Fachhochschule Salzburg in kurzen Videoclips. Der dreckige Gegenentwurf zur aktuellen Berlinkampagne in durchgestylten Bildern. Nicht immer ganz unverkrampft und nicht immer ganz klischeefrei – dafür sieht’s meist gut aus und ist mutig. Das Material ist unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht und darf kopiert und verändert werden.

Neben kurzen, inszenierten Filmen gibt es längere Reportagen. Zum Beispiel über ein leerstehendes Parkhaus im Problemkiez, in dem lauter kleine Projekte existieren. Gärten, Grills und Nachbarschaftsfeste, ohne großartige Unterstützung der Stadt. Zitat aus dem Film: “Wer tut was für die Armen? Ich finde die Situation ziemlich schlimm für eine Großstadt, hallo?!”

Tipp: “Saufende Jugend”

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medienlese – der Wochenrückblick

KleinBloggersdorfer, Patenkind Nirmala, Facebook-Sperre bei CS.

Teile der deutschsprachigen Bloggerszene hegten publizistische Gedanken, die über das Schreiben eines privaten Blogs hinausgingen. Jochen Hoff, am 12.03.2008: “Virtuell und als Wochenzeitung im Print. Dienstag ist der Tag der ‘Virtuell Times’ oder meinetwegen auch jeder andere Wochentag. Das Biest kann meinetwegen auch KleinBloggerdorfer Anzeiger heißen. Aber anfangen sollten wir. Mit dem Denken zuerst und dem sammeln von Menschen. Im Herbst sollte die Idee rund sein, im Winter die Technik rund gemacht werden und dann den ersten Januar als Starttag. Das wäre machbar.” Und Don Alphonso, am 07.03.2008: “Wisst ihr, Freunde der Blasmusik, ich trage mich ja selber ab und an mit dem Gedanken, was aufzuziehen. Ich hätte das Medium, die Zielgruppe, den Markt und die Region. Und ich denke mir immer: Ach ne, warum, muss eigentlich nicht sein, ich kann auch anders. Obwohl mir viele Leute in den Ohren liegen, es zu probieren. (…)”
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Das Twitter-Phänomen wird zum FriendFeed-Phänomen

FriendFeedWas haben der Microbloggingdienst Twitter und der Lifestream-Aggregator FriendFeed gemeinsam? Beide Services waren jeweils einige Wochen online und erlebten dann schlagartig einen enormen Hype in der internationalen Blogosphäre. In beiden Fällen geschah dies während des jährlich stattfindenden “SXSW Festivals & Conference” in Austin (Texas), einem Zusammentreffen von Musikindustrie und Web-2.0-Szene. Im vergangenen Jahr war Twitter der Star des Events und fungiert seitdem als beliebtes und viel diskutiertes Kommunikationstool in Blogger- und Startup-Kreisen. Auch bei der diesjährigen SXSW-Ausgabe, die vor einigen Tagen ihren Abschluss fand, erfreute sich Twitter großer Beliebtheit. Zeitgleich wurde mit FriendFeed ein neues, von Ex-Google-Angestellten entwickeltes Webangebot in den “Geek-Olymp” gehoben und ist seitdem Gegendstand zahlreicher Lobpreisungsartikel und Analysen in den Tech-Blogs dieser Welt. » weiterlesen

Im Westen was Neues

Der Westen, das Internetportal der WAZ, will künftig Inhalte des WDR anbieten. Private Rundfunk- und Fernsehbetreiber laufen Sturm: RTL will sich sogar an Brüssel wenden.

WAZ-Gruppe (Bild Keystone)
Regionalriese WAZ (Bild Keystone)

Der WDR, größte ARD-Anstalt und die WAZ-Mediengruppe werden zusammenarbeiten. Dabei geht es um das Internet-Portal Der Westen. Das regional aufgestellte Nachrichtenportal soll nun auch regionale Radio- und Fernsehbeiträge des WDR übernehmen. Die beide Medienhäuser gaben ihre Zusammenarbeit, die vorerst für ein Jahr gilt, am Dienstag in Düsseldorf bekannt. Bisher haben noch nie ein öffentlich-rechtlicher Sender und ein Verlagshauses in Deutschland in dieser Form kooperiert.

Der WDR wolle mit dem Angebot ein neues Publikum erreichen, das bisher noch nicht die Regionalprogramme schaue, sagte WDR-Intendantin Monika Piel. Auch die WAZ will aus der Zusammenarbeit einen Nutzen ziehen: Mit der WDR-Kooperation wolle die WAZ die Qualität ihres Online-Angebotes steigern, sagte Geschäftsführer Bodo Hombach.

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zweinull.cc hat Geburtstag und wird ein Jahr alt

zweinull.ccHeute feiert zweinull.cc seinen einjährigen Geburtstag. Am 15. März 2007 veröffentlichte mein Blogkollege Michael den ersten Beitrag. Eine gute Gelegenheit, sich bei all denen zu bedanken, die ihren Teil zu der positiven Entwicklung dieses Blogs beigetragen haben: alle treuen Leser, die regelmäßig oder gelegentlich hier vorbeischauen; alle, die Kommentare hinterlassen und sich an den vielen, lebhaften Diskussionen beteiligen; alle Blogger, Webseitenbetreiber und Journalisten, die auf zweinull.cc verlinken und uns zitieren; alle, die uns mit Neuigkeiten über ihre Webangebote oder mit Newstipps und allgemeinen Anregungen versorgen. » weiterlesen

Wer plagiiert, ist doch nur doof

Zitat oder Plagiat: Mit wenig Aufwand wird aus dem geborgten Satz ein eigenes Werk. In der Wissenschaft wird das geahndet – und im Journalismus?

Quotes
Zitat pfui, Plagiat hui

Ein Ende des BVG-Streiks ist nicht in Sicht, nun droht Berlin auch noch ein Ausstand im öffentlichen Dienst. – Geben Sie’s ruhig zu: Das haben Sie gleich gewusst, dass ich ein ganz übler Plagiator bin. Ich mieser Abschreiberling habe diesen hochbedeutenden ersten Satz aus einem Artikel der Berliner Zeitung vom 14.3.2007 schlicht geklaut. Dieser, mein erster Satz war nichts als ein übles Plagiat.

Hätte ich ihn allerdings wie folgt geschrieben, dann wäre er kein Plagiat mehr gewesen: “Ein Ende des BVG-Streiks ist nicht in Sicht, nun droht Berlin auch noch ein Ausstand im öffentlichen Dienst (BZ)”. Joho, was so ein paar Anführungsstriche mit Quellenangabe doch ausmachen! Das war jetzt nur noch ein Zitat. Was wiederum nicht nur erlaubt ist, was sogar als ein Beitrag zur Kultur gilt:

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Skype + Video = Killerapplikation?

SkypeAus Produktsicht ist Skype eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Mehr als 200 Millionen Menschen weltweit nutzen die beliebte Software, um mit Familie, Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern in Kontakt zu bleiben. Unter den Lesern von zweinull.cc gibt es wahrscheinlich nur wenige, die Skype nicht auf ihrem Rechner installiert haben. Mittlerweile kann man mit dem Programm nicht mehr nur chatten und andere Skype-Nutzer sowie Festnetz- und Handynummern anrufen, sondern auch Videotelefonate führen. Über deren Nutzen darf man sich zwar streiten, doch was zählt, ist die erfolgreiche Integration von Videostreaming in den Skype-Client. Diese eröffnet nämlich ungeahnte Möglichkeiten für User und die Skype-Mutter eBay, die sich bisher schwer damit tut, von Skype wirtschaftlich zu profitieren. » weiterlesen

Wieder 1968

Zeitmaschine: Die Frankfurter Rundschau stellt täglich die Zeitung von vor vierzig Jahren ins Netz.

Seit dem zweiten Januar gibt es jeden Tag die Frankfurter Rundschau von 1968, Seite für Seite, als PDF. Die Qualität der Scans ist okay, außerdem wurde der Text zusätzlich automatisch digitalisiert – und nicht bloß ein Bild ins PDF gepackt. Das Ergebnis ist nicht immer fehlerfrei, dafür lassen sich die alten Ausgaben einfach durchsuchen. Auch die Werbung ist digitalisiert, zum Beispiel Mantel-Reklame von Hertie, nur aus Buchstaben.

(via Wortfeld)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Wie Weihnachten im März:
weitere 25 Einladungen zu Xobni

XobniZweimal hatten wir bereits Einladungen für die stark begrenzte Beta-Version des beeindruckenden Outlook-Plugins Xobni, mit dem sich die Handhabung von Mails und Kontakten in Microsoft Outlook stark vereinfachen und erheblich effizienter machen lässt. Beide Male gingen die Invites weg wie warme Semmeln. In letzter Zeit kamen viele Anfragen von Lesern, ob wir nicht noch einige Einladungen übrig haben. Das Xobni-Team war daher so freundlich und hat zweinull.cc noch einmal 25 Invitations zur Xobni-Beta zur Verfügung gestellt. Wer bisher zu kurz kam und sich endlich wieder in seinem Mail-Chaos zurecht finden möchte, hat diesmal vielleicht mehr Glück. Das obligatorische Hinterlassen eines Kommentars sparen wir uns heute – folgt einfach diesem Link und gebt eure E-Mail-Adresse sowie den Einladungscode “zweinull” ein (nur für Nutzer von Windows XP/Vista mit Outlook 2003/2007). Viel Spaß! » weiterlesen

Messen mit zweierlei Mass:
Warum sind Werbetreibende so irrational und verschmähen neue Medien?

Wieder mal eine dieser Meldungen, über die man sich irgendwie nur wundern kann: Werbung auf dem Mobiltelefon hebt nur sehr langsam ab. Obwohl laut der Marktforschungfirma Nielsen in den USA schon 58% der Leute schon mal Werbung auf ihrem Handy gesehen haben (und in Europa vermutlich deutlich mehr), sind die Werbetreibenden immer noch sehr zurückhaltend mit dieser neuen Werbeform.

Warum? Laut Nielsen sind die Werbekunden verwirrt, weil zu wenig bekannt ist, wie die Kunden wirklich auf mobile Werbung reagieren. Und die Zahlen über die Nutzung und die Reichweite von Handy-Werbung sind immer noch ungenau und kompliziert.

Das muss man sich mal vorstellen:

Da sollen die Werbekunden in ein Medium investieren, bei dem nicht genau gemessen werden kann, wie viele Leute eine Werbeeinblendung wirklich sehen. Die verfügbaren Zahlen basieren nicht auf exakten Messungen, sondern auf Stichproben und Umfragen. Noch schlimmer:

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