Burda Yukom:
Corporate Publishing – mehr Journalismus als PR?

Corporate Publishing, das ist das Erstellen von Firmen- und Mitarbeiterzeitschriften durch spezielle Dienstleister, durch eigene damit beauftragte Verlage. medienlese.com war bei Burda Yukom zu Gast.

Burda Yukom Tisch

Burda Yukom Tisch


Ein ganzer Tisch voller bunter Zeitschriften – und alle im Auftrag von Unternehmen konzipiert, erstellt und gedruckt: Das ist das Werk eines Corporate Publishers. (Bild: W.D.Roth)

Iiih, eine Firmenzeitschrift machen? Ich doch nicht! Ich bin ein richtiger, unabhängiger Journalist, ich mache doch nicht eine solche Drecksarbeit!

Das ist die spontane Reaktion vieler Journalisten auf das Thema Corporate Publishing. Dabei sind sie auf dem Holzweg: Dadurch, daß bei einer Firmenzeitschrift der Auftraggeber klar ist, ist eigentlich viel transparenter, welche Themen möglich sind: Eigentlich fast alle, von massiver Verunglimpfung des Auftraggebers oder Jubelartikeln über diesen einmal abgesehen.

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Zattoo-Konkurrent Livestation:
erster Eindruck und Beta-Einladungen

LivestationWir haben bereits häufiger über Zattoo berichtet, den Internet-TV-Anbieter mit Sitz in den USA und der Schweiz, der herkömmliche Fernsehsender über das Web auf den Desktop bringt. Zattoo ist jedoch nicht der einzige Anbieter, der lineares TV-Programm auf diesem Weg Menschen zugänglichen machen möchte, die ihren heimischen Fernseher aus unterschiedlichen Gründen nur noch selten anschalten. Aus Großbritannien kommt mit Livestation ein weiterer Dienst, der mit seinem Service diese stetig wachsende Gruppe von Menschen ansprechen will. Vom Grundkonzept sind sich beide Projekte sehr ähnlich: Sowohl Zattoo als auch Livestation setzen auf einen Desktop-Client sowie P2P-Technik und schließen Verträge mit TV-Anbietern, um Sender aus den nationalen Kabelnetzen legal und werbefinanziert über das Internet streamen zu können. » weiterlesen

medienlese – der Wochenrückblick

Lieblingsfeind Springer, falsche Lottozahlen, Schweizer Wochen.

Basha Mika, Chefredakteurin der taz, stand in Berlin auf dem Dach eines hohen Hauses und zeigte mit dem Finger auf ein anderes hohes Haus. Sie sagte: “Da zum Beispiel haben wir unseren Lieblingsfeind deutlich zu erkennen und wir haben ihn immer im Blick – Springer”. Sie freute sich über den “Treppenwitz der Geschichte”, dass nach der Umbenennung der Kochstrasse in die Rudi-Dutschke-Strasse die kleine Axel-Springer-Strasse auf die grosse Rudi-Dutschke-Strasse führen wird.

Der Tages-Anzeiger druckte die Lottozahlen von der Vorwoche ab und stürzte damit eine Zürcher Wirtin zuerst ins Glück, dann ins Unglück.

Rainald Goetz verweigerte der langjährigen Freundin der langjährigen Freundin eines langjährigen Freundes von Johnny Häusler ein Pfefferminzbonbon.
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Extra-Seite, Extra-Seite!

Online-Offensive: Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und FAZ.net präsentieren ein Städteranking. Die lebendigste Stadt ist demnach München, gefolgt von Stuttgart und Hamburg. Im Internet wird das Ranking auf einer Extra-Seite präsentiert – und die User sollen mitmachen.

FAS-StädterankingDer Online-Ausbau bei FAZ.net geht weiter. Während die gedruckten Sonntagszeitung heute ein Städteranking mit Südgefälle präsentiert, startete eine neue Unterseite zum Ranking auf FAZ.net mit Mitmach-Funktionen. Nachdem im Februar die Diskussionsplattform “Reading Room” gestartet wurde, geht es nun richtig los mit User Generated Content.

Denn Rankings, das weiß nicht nur Helmut Markwort, ziehen immer. User dürfen aber nicht nur abstimmen – was hier bei den sonst so konservativen Gralshütern der deutschen Sprache neudeutsch “voten” heißt – sondern auch gleich mit eigenen Videos die Attraktivität und kreative Klasse ihrer Stadt beweisen.

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Social Networks:
Der Long Tail wedelt

Die Marktforschungsfirma Compete hat neue Zahlen zu Social Networks im amerikanischen Markt veröffentlicht, die ein paar interessante Muster zeigen. Aus den Traffic-Zahlen für Februar erkennt man recht deutlich die Anatomie des Social-Networking-Marktes heute und ein paar Trends, die die zukünftige Entwicklung prägen könnten. Ähnliche Studien sind mir für das europäische Umfeld leider nicht bekannt, wären aber mal interessant zu sehen. Ich vermute, dass die Muster ähnlich wären, aber mit anderen Playern pro Land.

Eine erste Beobachtung ist, dass die Zahl der Visitors eine fast perfekte “Long Tail”-Kurve ergibt, wenn man die mal aufmalt:

200803081203
Myspace ist weiterhin klarer Marktführer, gefolgt natürlich von Facebook. Danach flachen die Zahlen schnell ab. Die Nr.

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Ein früher Auslandskorrespondent

Wenn ich behaupte, dass ein Blick in die Geschichte erhellend sein kann, schaut mich eine aufs Hier und Heute gepolte Zeitgenossenschaft zumeist an, als wäre ich der Flatulenz verdächtig. Mancher vermutet sogar einen Guido-Knopp-Komplex bei mir. Dabei liegt es mir fern, in den Farbfilmen des Führers zu wühlen oder Bomberstaffeln hintereinander zu montieren. Ich will an dieser Stelle auch weiter zurück als der Guido, bis zum Sommer 1789, zur großen Französischen Revolution.

Damals reiste einer der ersten deutschen Auslandskorrespondenten, Johann Heinrich Campe, zusammen mit Wilhelm Humboldt ins revolutionäre Paris, wo beide am 4. August 1789 eintrafen, also knapp drei Wochen nach dem Sturm auf die Bastille. Campes ‘Briefe aus Paris’, deren erste Nummern noch im gleichen Jahr im ‘Braunschweigischen Journal’ erschienen, prägten das Bild, das sich die Deutschen von den umstürzlerischen Vorgängen in der Kulturhauptstadt Europas machten, wie keine andere publizistische Quelle; zugleich begründeten seine Texte ein neues Genre: Heine, Börne, Gutzkow, Laube … viele Schriftsteller werden sich in der Folge an ‘Briefen aus Paris’ versuchen, auch um Campes Erfolg zu wiederholen. Der ‘Auslandskorrespondent’ war geboren, auch wenn er damals noch Reiseschriftsteller hieß.

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BetaBuzz:
Deutsche Telekom greift Startups unter die Arme

BetaBuzzDie Deutsche Telekom positioniert sich verstärkt als Unterstützer innovativer Webanbieter. Nach der Integration von fünf bekannten Web-2.0-Diensten in das Angebot von T-Online im August vergangen Jahres und der gestrigen Ankündigung einer engen Kooperation zwischen T-Online und dem Videoportal sevenload möchte man nun jungen Startups eine Möglichkeiten geben, ihre in der Beta-Phase befindlichen Services von den Nutzern ausprobieren zu lassen. Zu diesem Zweck wurde vor wenigen Tagen BetaBuzz gestartet, laut Eigenbeschreibung “das Testportal der Deutschen Telekom für neue Web 2.0-Dienste”. » weiterlesen

Hat das iPhone jetzt gerade den UMPC (und vielleicht den Asus EEE) gekillt?

Zwei Jahre ist es her: Zur CeBIT 2006 (übrigens der Geburtstunde von Blogwerks erstem Blog neuerdings.com) gab es grosse Aufregung in Gadgetkreisen, weil Microsoft und Intel mit viel Getöse den Ultra-Mobile PC (UMPC) vorstellten. Diese neue Plattform, im Prinzip ein geschrumpfter, aber vollwertiger PC, sollte das mobile Leben revolutionieren. Mit einem besonders kleinen Formfaktor und einer intuitiven, stiftbasierten Bedienung sollte der UMPC nie dagewesene Unterhaltungs- und Arbeitsmöglichkeiten für unterwegs bieten.

Wie wir alle wissen, ist das nicht passiert. Der UMPC hat sich trotz Unterstützung sowohl grosser Hersteller wie auch kreativer Startups miserabel verkauft. Microsoft hat zwar noch mit Vista versucht, der Plattform neues Leben einzuhauchen, aber auch das ist gescheitert. » weiterlesen

Suite 101:
Friedhof für Freie

Themen finden, Themen verkaufen, das passende Medium finden: Als freier Journalist hat man`s nicht immer leicht. Hier setzt Suite 101 an, der deutsche Ableger des kanadischen Online-Magazins. Geld gibt es auch – nur nicht pro Text, sondern pro Klick.

Im Gegensatz zu aktuellen News-Portalen setzt Suite 101 auf zeitlose Hintergrundberichte. Bilderstrecken oder Bewegtbild sucht man vergeblich. Suite101.com-Media-Präsident Peter Berger sieht das Magazin in der Nische zwischen den rein redaktionell getriebenen Nachrichtenportalen und Blogs. Suite 101 bietet Artikel zu Sachthemen, die von Journalisten oder anderen Experten verfasst werden. Aktuell schreiben rund 140 Freie für Suite 101.

Das Unternehmen war bisher in den USA und Kanada aktiv. Dort erreicht die Seite laut Eigenangaben monatlich 4,5 Millionen Klicks. Wirtschaftlich erfolgreich war das Projekt anfangs wohl weniger. In der Zeit der ersten Dot.com-Blase war es an der Börse notiert, später wurde es von Finanzinvestoren übernommen.
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Gastbeitrag:
Größtes Social Network Japans macht sich unbeliebt

Es folgt ein Gastbeitrag von Serkan Toto aus Tokyo. Mehr zu seiner Person am Ende des Beitrags.

Mixi LogoIn Japan spielen ausländische Social Networks wie Facebook oder MySpace (trotz einer übersetzten MySpace-Version) keine Rolle. Schätzungen zufolge sind über zwölf Millionen Menschen beim einheimischen Dienst Mixi registriert, womit die gleichnamige Firma als Quasi-Monopolist in ihrem Bereich gilt.

Das scheint auch ein Grund zu sein, wieso Mixi den Mut zu einem Schritt hat, der die jüngsten Eingriffe von Facebook und StudiVZ in die Privatsphäre fast harmlos erscheinen läßt. Die Firma beabsichtigt nichts anderes, als ab dem 1. April sämtliche von seinen Usern erstellte Inhalte auf der Website als Eigentum zu reklamieren. Dieses soll durch eine Änderung der Nutzungsbedingungen geschehen. » weiterlesen

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