Medienfetzen

Caroline Beil, Kurt Beck, Geert Wilders (Bild Keystone)

Caroline Beil, Kurt Beck, Geert Wilders (Bild Keystone)


Die Frisuren der Woche: Beil, Beck, Wilders (Bilder Keystone)

Die Woche ist fast vorüber – und Kurt Beck ist immer noch SPD-Chef. In der Spiegel-Redaktion schleicht ein Gespenst herum: die Relevanzfrage. Die Mitarbeiterkantine serviert verlorene Eier, ein ehrgeiziger Journalist hat schon entnervt gekündigt: Er ginge zur Gala, weil zumindest er im Leben noch etwas bewegen wolle, sagte er …

Zum nächsten Karneval lasse ich mir jetzt einen langen Bart wachsen und binde mir ein schwarzbordiertes Selbstmordgürtelimitat als Korsett um den Bauch. Damit werde ich dann genau so berühmt wie dieser Geert Wilders mit seiner rattenscharfen Perücke.

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Gemeinsam vertikale Suchmaschinen bauen – mit Topicle

TopicleIch schreibe selten bis gar nicht über alternative Suchmaschinen, die den Kampf mit Google aufnehmen wollen. Die Zahl derer ist groß, ihre Erfolgschancen das Gegenteil. Während Googles Übermacht im Suchbereich und die Abhängigkeit vieler Webangebote von einer guten Google-Positionierung durchaus kritikwürdig sind, gibt es an der eigentlichen Suchefunktion nichts auszusetzen. Im Gegenteil, die Qualität der Ergebnislisten ist meist ausgezeichnet und (fast) immer besser als bei beliebigen Konkurrenten. Ich bemühe Google mindestens 20 Mal am Tag und benötige selten mehr als wenige Sekunden, um eine zu meiner Anfrage passende Seite zu finden. Während die unvorstellbare Menge an indizierten Quellen sich meist als Vorteil erweist und dadurch selbst bei exotischen Suchbegriffen zahlreiche relevante Resultate zu Tage gefördert werden, kommt es gelegentlich vor, dass ich nur innerhalb einer Auswahl mir bekannter Seiten recherchieren möchte. Wem es ähnlich geht und wer wie ich keine Lust hat, dafür Googles kryptische Such-Syntax zu verwenden, sollte einen Blick auf Topicle werfen. » weiterlesen

Sechsmal um den Blog:
Interessant, skurril, bekloppt

medienlese.com unterwegs in der Blogosphäre. Weg vom Boulevard der Massen, hin zu den Mikromedien.

Ich weiß, ich weiß – es heißt ‘das Blog’. Dann aber käme das mit meiner Headline nicht mehr hin. Sei’s also drum!

Angeregt wurde ich zu diesem Text durch Don Dahlmanns Bemerkungen über die Sperrigkeit und Unzugänglichkeit der Blogosphäre. Weshalb wiederum viele Besucher die immer gleichen Blogs besuchen würden, woraufhin ihr Horizont regelmäßig bei Rivva in der stupidesten Selbstreferentialität ende, weil sie einfach nicht wüssten, wie sie die Mauer zum bunten Rummelplatz der wirklichen Mikromedien durchbrechen sollen.

Ich habe mir daher gedacht, ich stelle einfach mal einige interessante, skurrile oder besonders bekloppte Blogs hier im Turnus vor, um die Perspektive zu weiten und um die Aufmerksamkeit hinwiederum auf deren Blogroll zwecks Selbsterfahrung zu lenken. Los geht’s:

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Re:publica LIVE! Geld verdienen mit Blogs – reloaded

Geld verdienen mit Blogs – neben der Abgrenzung vom Journalismus ist das das andere grosse Thema, das Blogger immer wieder beschäftigt. Und wie beim gestrigen Panel zum Thema “Journalismus vs Blogs” ist auch hier noch nicht so ganz klar, worauf es hinauslaufen soll.

Die Grundsatzdebatte wolle man nicht führen, schrieb Johnny Häusler im re:publica-Blog, aber nur Erfahrungsberichte sollen es auch nicht sein, meinte Markus Beckedahl an derselben Stelle.

Anwesend auf dem Podium diesmal:

- Als Moderator Thomas Knüwer (tk) – Journalist und Blogger beim Handelsblatt (“Am Bahnhofskiosk gibt es auch viel Schund”)
- Sascha Lobo (sl) – Werber, Autor und Twitter-Follower-Partyveranstalter
- Remo Uherek (ru) – CEO von Trigami (“innovatives Marketing im Internet, indem Blogs als Marketing- und Marktforschungskanal genutzt werden”)
- Robert Basic (rb) – selbständiger Blogger und No.1 der deutschen Blogcharts.
- Don Dahlmann (dd) – Freier Journalist und Blogger

11:55 Uhr: sl, dessen Iro nach der gestrigen “Followerparty” heute wohl etwas mehr Zeit braucht, ist nun auch eingetroffen. Vorstellungsrunde: dd vertritt auf dem Podium das “indirekte” Geldverdienen mit Blogs. Sein eigenes Blog ist zwar Teil des Adical-Netzwerks, wichtiger waren aber offenbar Aufträge, die er wegen des Bloggens bekommen hat.

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Twingly will Technorati in Europa angreifen

twingly.gifNicht nur der mobile Streamingdienst Bambuser, über den ich am Dienstag berichtete, kommt aus Schweden und erfreut sich momentan zunehmender Beliebtheit. Auch die neue europäische Blogsuchmaschine Twingly hat ihren Sitz im hohen Norden und erhielt zum gestrigen Start der geschlossenen Beta-Phase gleich prominente Presseaufmerksamkeit. Twingly betritt einen schwierigen und umkämpften Markt, der noch immer vom Original der Blogsuchmaschinen, Technorati, dominiert wird. Dort hat man allerdings seit vielen Monaten Probleme damit, das Portal der sich verändernden und international wachsenden Blogosphäre anzupassen und mit der steigenden Zahl von Spamblogs fertig zu werden. Genau hier will Twingly ansetzen: Während über die herkömmliche Suche der gesamte Fundus europäischer Blogs durchsucht wird, berücksichtigt die “Spam-free search” nur solche, die sich bei Twingly eingetragen und mit hauseigenen, angeblich besonders tauglichen Algorithmen geprüft wurden. » weiterlesen

Re:publica LIVE! Die Qualitätsdebatte:
Blogs vs. Journalismus?

“Die Qualitätsdebatte”, so ist die erste Podiumsdiskussion der re:publica betitelt, von der wir livebloggen wollen. Obwohl die Teilnehmer selbst bereits geschrieben haben, dass sich das Thema mit der Absage von mehreren Journalisten (die den Gegenpart stellen sollten) wohl ändern wird, heisst es bisher unverändert “Blogs vs. Journalismus”.

Vielleicht geht es heute auch um Kommentarkultur oder was ganz anderes. Das offizielle Programm hilft da vorerst nicht weiter, für eine Beschreibung des Panels fehlte offenbar die Zeit. Ziemlich sicher aber geht es um 14:30 Uhr los.

Wer vergleichen will, wie sehr die Diskussion von der letztjährigen abweicht – oder eben auch nicht -, kann im Beitrag von 2007 nachsehen: “Die Medien(r)evolution – re-live von der re:publica“.

14.28: Auf dem Podium eingetroffen sind:

Mercedes Bunz (mb)
Stefan Niggemeier (sn)
Thomas Knüwer (tk)
Johnny Häusler (jh)

Wird wohl bald losgehen.

14:30: Geht los: tk legt Wert darauf, Printjournalist zu sein.
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Blogwerker auf der re:publica

Noch bis zum 4. April treffen sich rund 900 Teilnehmer auf der re:publica in Berlin. Wir sind vor Ort und berichten live von der Veranstaltung.

Strom und Drang: Auf der Messe zur kritischen Masse (das diesjährige Motto der re:publica) informieren sich hunderte netzaffine Menschen über “Kultur, Medien, Politik und alltäglich genutzter Technik”. Auch Blogwerk ist vor Ort und wird live berichten. Falls Ihr Euch schon immer gefragt habt, wie wir denn so in Wirklichkeit sind: Schreibt uns eine Mail! Trefft uns! Diskutiert mit uns!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Verdacht:
Facebook startet Kampagne, um studiVZ-Mitglieder abzuwerben

facebook_logo.gifEinen Monat nach dem Start der deutschsprachigen Version von Facebook scheint das populäre Social Network jetzt die aktive Kommunikationsphase einzuleiten, um die bisher geringe Zahl deutscher Mitglieder schnell zu vermehren. Offenbar hat man auch bei Facebook seinen deutschen Konkurrenten studiVZ als das größte “Problem” ausgemacht und setzt dort mit einer ersten Marketingmaßnahme an: Seit kurzem existiert eine Facebook-Page mit dem Titel “Deutsche verlassen studiVZ für Facebook“. Jedes Facebook-Mitglied kann kostenlos eine Fanpage anlegen (zweinull.cc hat auch eine). Auf der erwähnten Seite stellt sich der Gründer der Initiative als ehemaliges studiVZ-Mitglied namens Hans vor, das eine “deutsche Revolution auf Facebook” starten möchte. Hans ruft mit der Seite andere Nutzer dazu auf, bei studiVZ registrierten Freunden und Bekannten einen Wechsel zu Facebook nahe zu legen. » weiterlesen

Im Test (Teil 1):
Blick

Seit rund einem Monat erscheint die stärkste Boulevardzeitung der Schweiz, der Blick, rundum erneuert. Wir schauen genauer hin – und nehmen für unseren Test gleich mehrere Ausgaben unter die Lupe.

Blick

Blick

In unserem ersten Teil geht’s um die Seiten, die früher mal den ersten Bund des Blick ausgemacht haben.

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Mobiles Livestreaming mit Bambuser – vielleicht bald mehr als eine Spielerei

BambuserHier in Schweden lässt sich ein interessantes Phänomen beobachten: Obwohl es wirklich nicht an innovativen nordeuropäischen Webangeboten mangelt, taucht immer mal wieder ein Startup auf, von dem ohne nennenswerte Marketingbemühungen plötzlich jeder spricht. Der Hype beschränkt sich dabei nicht auf die nationale Web-Szene, sondern erfasst schnell auch viele Menschen, die man eigentlich nicht als extrem internetaffin bezeichnen würde. Vor einem Jahr war Jaiku aus Finnland der große Hit, danach folgte die Spotify-Welle (die noch immer anhält) und in diesen Tagen ist es nun der Handy-Streaming-Dienst Bambuser, der schlagartig in aller Munde ist. » weiterlesen

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