Drei Jahre «Medienkonvergenz»:
Zeit für einen Neubeginn

Wer kommenden Montag, dem 21. April, diese Seite besucht, könnte überrascht sein: «Beobachtungen zur Medienkonvergenz» wird sich dann nämlich unter einem neuen Label melden.

Dieses neue Blog wird ein vollwertiges Themenblog der Blogwerk AG (Disclosure: Ich bin Aktionär und Verwaltungsrat der Blogwerk AG). «medienkonvergenz.com» geht auf in diesem deutlich breiter ausgerichteten Gefäss mit mehreren starken Autoren. Was steckt hinter der Neuausrichtung?

Seit gut drei Jahren schreibe ich jetzt dieses Medienkonvergenz-Blog. In dieser Zeit ist in den hier beobachteten Märkten der IT, Telekommunikation und Medien enorm viel passiert. Morgen, am Samstag, werde ich auch nochmal versuchen, die wichtigsten Ereignisse dieser Phase zusammenzufassen.
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We heart it:
Social Bookmarking für Bilder

Wie oft passiert es euch, dass ihr auf einen neuen Webservice stoßt und innerhalb weniger Sekunden wisst, dass ihr diesen fortan regelmäßig verwenden werdet? Mir geht es nicht häufig so. Gestern hatte ich aber ein solches Erlebnis: ReadWriteWeb schrieb über We heart It, einen Social-Bookmarking-Dienst für Bilder. Während ich den Artikel las, formte sich bei mir gedanklich die Frage, warum ich eigentlich noch nie bewusst über die Notwendigkeit einer solchen Anwendung nachgedacht haben. Sei es für Diagramme und Statistiken, die mir irgendwann für das Bloggen nützlich sein könnten, oder aber ganz einfach für all die lustigen, verrückten und seltsamen Bilder und Fotos, die man im Netz so findet – es gibt keinen Grund, warum ich Links online bei Netvouz speichere, Grafiken und Bilder aber noch immer lokal auf meiner Festplatte. Doch damit ist jetzt Schluss. » weiterlesen

Alte Biografie neu online:
Schawinski gegen Alle

Was den Rundfunk-Pionier Roger Schawinski vor seiner Zeit bei Sat.1 alles umgetrieben hat, lässt sich in der Biografie von Roy Spring nachlesen. Die ist zwar schon neun Jahre alt – dafür nun kostenlos im Netz.

Roger Schawinski
Schawinski 1997: Mit Tele Züri gut Lachen (Bild Keystone)

Der Wahlspruch der Schweiz, “Unus pro omnibus, omnes pro uno“, also “Einer für alle, alle für einen”, gilt für den Medienpionier Roger Schawinski nur bedingt. Die 1999 von Roy Spring verfasste Biografie heisst darum auch “Einer gegen Alle”.

Da sie angeblich vergriffen ist (auch wenn ich sie bei Amazon in den Warenkorb legen kann), ist sie nun, wie das schawinskinahe Kommunikationsportal persoenlich.com meldet, online vollumfänglich verfügbar, und zwar bei schawinski.jimdo.com.

In einem Interview mit der Schweizer Familie sagte er kürzlich: “Internet machen alle. Das interessiert mich nicht. Ich mache das, was niemand macht. Das war immer so.” Was natürlich stimmt: Niemand anders macht zurzeit ein Radio 1 in der Schweiz. Aber auch wenn er kein Internet macht, so heisst das nicht, dass er keine Ahnung davon hätte, wie man darin kommuniziert. Schreibt Stefan Niggemeier über ihn und sein neues Radio, so äussert er sich dazu. Und wer auch immer die Idee hatte diese Biografie bei jimdo hochzuladen – es ist eine gute Idee, Inhalte der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Einige Auszüge aus dem mutmasslich höchst unterhaltsamen Werk:

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Im Test (Teil 2):
Blick Sport

Im zweiten Teil unseres Blick-Tests behandeln wir den Sportteil, der ja seit der Überarbeitung nicht mehr in einem eigenen Bund ist, sondern auf der letzten Seite kopfüber beginnt.

Blick Sport

Blick Sport

Titelseite

Hinten wie vorne: langweilig. “Nase vorne!” in grossen gelben Buchstaben und dazu die Front eines Formel-1-Fahrzeugs? So aufregend ist der Titel vom 07.04.2008. Am 31.03.2008 sind zwei jubelnde Spieler der Fussballmannschaft Young Boys Bern auf dem Cover, dazu der Titel “Leader!” (“YB-Gala gegen Thun – jetzt träumt ganz Bern vom Meistertitel”). Nur drei Tage später, am 03.04.2008, sind drei enttäuschte Spieler des FC Basel zu sehen. Der einfallsreiche Titel dazu: “Frustleader” (“FCB bekam Tor geschenkt – und verlor zwei Punkte”).

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CEO, Consulting, Consumer:
Die moderne Gaunersprache

Was reden die denn da? Hinweise zur Entschlüsselung der Geheimsprache Neo-Rotwelsch.

Gaunersprache

Dem zeitgemäßen Neo-Rotwelsch hat noch niemand eine eigene Veröffentlichung gewidmet. Zwar ist uns unser ‘Gaunertum’ im Kern erhalten geblieben, nach wie vor geht es ihm vor allem um gelungene Eigentumsdelikte, also darum, sich möglichst straffrei an dem Vermögen anderer zu bereichern, die Sprache aber ist internationaler geworden, sie ist ‘globalisiert’ und ‘anglizistisch’, um gleich mal zwei Begriffe aus dem modernen Rotwelsch zu zitieren. Wo also einst die ‘Dirnen’, ‘Händler’ und ‘Hausierer’ noch ‘Armbänder’ fürchteten, da heißt die Gefahr heute ‘Steuerfahndung’, und die verbündete ‘Magd’ oder ‘Halbschickse’ lockt den ‘Freier’ oder ‘Kunden’ als ‘PR-Beauftragte’ mit zeitgemäß aufgebrezelten Reizen.

Zu Nutz und Frommen der ehrlichen Welt und um die verdienstvolle Arbeit des Avé-Lallemant (‘Das deutsche Gaunertum’), des Herrn Günther (‘Die deutsche Gaunersprache’) und des Herrn von Train (‘Wörterbuch der Gauner- und Diebessprache‘) bis in die Gegenwart fortzuführen, soll diese erste Handreichung dienen.

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Twitter verdient zwar kein Geld, aber viel Respekt

twitter.gifEs ist nur wenige Wochen her, da wollte ich einen Beitrag darüber schreiben, dass Twitter meiner Ansicht nach niemals den Mainstream erreichen wird. Gut, dass ich es dann doch gelassen habe. Bei den Durchschnittsusern ist der in Web-2.0-Kreisen weltweit beliebte Microbloggingdienst zwar noch immer nicht angekommen, aber es ist unverkennbar, dass Twitter gerade seinen zweiten Frühling erlebt (nicht nur jahreszeitlich gesehen) und dabei ist, in massentauglichere Gefilde vorzustoßen. Denn nicht nur in der internationalen und nationalen Blogosphäre scheint das auf 140 Zeichen pro Mitteilung begrenzte Gezwitscher in den letzten Wochen noch intensiver geworden zu sein. Auch die eigentlich nicht für ihre Neugier bezüglich frischer Webtrends bekannten Massenmedien in Deutschland werden langsam auf das in “Geek-Kreisen” omnipräsente Startup aus San Francisco aufmerksam. Während die Redaktion der Welt Kompakt, zugegebenermaßen eine der experimentierfreudigsten hierzulande, seit kurzem begeistert und am laufenden Band twittert (siehe auch ethoritys Liste über twitterende Redaktionen), stellte die Deutsche Welle auf ihrer Website am Freitag die Frage, ob Twitter bald wichtiger sei als E-Mail. » weiterlesen

Facebook macht ersten Schritt zum Lifestreaming

facebook_logo.gifWas im Februar als Gerücht kursierte, hat sich nun bewahrheitet: Facebook öffnet seinen Newsfeed für Aktionen, die Mitglieder außerhalb des Social Networks durchführen. Laut Facebook Blog können User ab sofort ihre Aktivitiäten bei Flickr, Yelp, Picasa und del.icio.us im eigenen Mini- und Newsfeed von Facebook anzeigen lassen. Dazu müssen sie auf den Import-Link oberhalb des Minifeeds klicken und anschließend ihren Benutzername zum jeweiligen Dienst angeben. Eine Unterstützung von Digg und weiteren Services folgt in Kürze. » weiterlesen

Im moralischen Dilemma

Kurz vor den olympischen Spielen wird China zur Tabuzone für informierte Reisende. Denn ein Artikel steckt China-Urlauber in ein moralisches Dilemma, als Alternative zum Reiserücktritt bleibt nur: Missionieren.

“Die Axt im Haus erspart den Zimmermann” hiess es früher. Heute heisst es: “Die Zeitung im Haus erspart den Pfarrer”. Am Frühstückstisch erfuhr ich per Zufall aus dem Tagesspiegel am Sonntag, dass ich in einem moralischen Dilemma stecke; es geht um eine Reise nach China, die ich bereits gebucht habe. In der Zeitung stand:

Wer eine Chinareise gebucht hat, steckt in einem moralischen Dilemma.

So richtig dramatisch ist mein Dilemma aber nicht, wenn ich das richtig verstanden habe. Dr. Christian Thies, stellvertretender Direktor am Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover, sagt:
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Verschlüsselung bei Premiere:
Doppelt gemoppelt hackt sich besser

Premiere macht nun doch ernst: Das Verschlüsselungssystem NDS Videoguard von Murdoch wird für Satellitenausstrahlungen eingeführt. Aber nur zusätzlich, für neue Receiver.

PremiereUnter dem Titel “Kriminelle Hacker sehen schwarz” (ach nee, auf den Gedanken wär ich ja jetzt von alleine nie gekommen!) verkündet Premiere, im 2. Quartal 2008 nun doch das Verschlüsselungsverfahren NDS Videoguard der News Corporation von Rupert Murdoch für Satellitenabstrahlungen einzuführen. Allerdings nur zusätzlich:

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Aktuelles Ranking:
149 Social Networks aus Deutschland

Vor genau einem halben Jahr veröffentliche ich bei zweinull.cc eine Liste mit über 100 Social Networks aus Deutschland. Nach mehreren Aktualisierungen stieg die Gesamtzahl gelisteter sozialer Netzwerke schließlich auf 153. Nun, sechs Monate nach der Publizierung des Originalbeitrags, habe ich jeden verlinkten Anbieter auf sein Fortbestehen überprüft. Das Ergebnis war überraschend: Gerade einmal vier Social Networks existieren nicht mehr: Buddybook (Fehlermeldung), T-Community & MyVitaminB (geschlossen) und paulsmama.de (“Denkpause”). Mit einer derartigen Beständigkeit der untereinander um die User kämpfenden Communities hätte ich nicht gerechnet. Das Ergebnis macht deutlich: Die erwartete Konsolidierung im Social-Networking-Markt hat noch nicht begonnen. Zur aktualisierten, nach Kategorien geordneten Liste von 149 sozialen Netzwerken aus Deutschland geht es hier. » weiterlesen

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