Rise of the Machines – der zunehmende Einfluss der Technologie

Rise of the MachinesAls das Marktforschungsunternehmen Millward Brown gestern seine Liste der wertvollsten Marken der Welt veröffentlichte, bezeichnete die Financial Times dies laut heise online als “Rise of the Machines” – der Aufstieg der Maschinen. Das Blatt bezog sich dabei auf das ausgezeichnete bis gute Abschneiden zahlreicher Technologie-Firmen im dem einmal jährlich zusammengestellten Ranking. Neben Google, mit 86 Milliarden Dollar die teuerste Marke der Welt, versammeln sich IT- und Technologiemarken wie Microsoft, IBM, Apple, Nokia, HP, Cisco, Intel, Blackberry, Amazon, AT&T, Yahoo sowie eBay in der Hitliste. Die meisten konnten ordentlich an Wert zulegen. Tech-Firmen profitieren wie nie zuvor von der weltweit zunehmenden Nutzung und Bedeutung des Internets, von dadurch neu entstehenden, globalen Märkten und von der Verschmelzung der Informationstechnologie mit Medien und Telekommunikation. » weiterlesen

Google lanciert bald Open Social Gadgets

Google hat die meisten Entwicklungen im sozialen Web lange Zeit verschlafen. Nicht zuletzt mit der nun kommenden Sozialisierung von iGoogle-Widgets mit dem Support der OpenSocial-API kann Google Terrain gegenüber Facebook und Co. zurückgewinnen.

Wenn man die Entwicklung von Google – das Produktportfolio, die Akquisitionen und was sie daraus gemacht haben, usw. – betrachtet, wird deutlich, dass Google in Belangen rund um das soziale Web öfter kein besonders gutes Händchen bewiesen hat.

Zwar hat der eigentliche Gründungsakt von Google, die Einführung von PageRank, eine gewisse soziale Komponente (vergesst von Redakteuren qualitätskontrollierte Verzeichnisse, vergesst immer verfeinertere Verfahren zur Textanalyse, um zu besseren Suchergebnissen zu kommen, wichtiger ist zu berücksichtigen, wie viele andere Seiten verlinken und wie viele andere Seiten auf die verlinkenden Seiten verweisen), aber ansonsten blieb Google allen sozialen Entwicklungen gegenüber lange Zeit eher indifferent, und verhielt sich durchaus tölpelhaft, wenn sie denn aktiv wurden.

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Männer und ihre Messer

Wer braucht schon Style, wenn er ein Messer hat? Das neue Magazin Gear pflegt ein rustikales Männerbild und feiert die passenden Ausrüstungsgegenstände.

Gear-Cover

Gear-Cover

Lifestyle-Magazine tun sich derzeit schwer am Kiosk. Was liegt also näher, als etwas ohne Style zu machen? Ohne trendigen Zeitgeist, ohne Bioheme und Lohas? Ohne die allgegenwärtige Ironie?

Gear ist die erste Männerzeitschrift jenseits von Sex, Muskeln, Mode und Lifestyle. Wir beschäftigen uns stattdessen mit den Dingen, die uns Männern wirklich wichtig sind: Dingen, die wir gerne mit uns und an uns herumtragen.

Es wäre sehr einfach, an diesem Magazin herumzumäkeln. Wegen der Fotos, die entweder PR-Material sind oder wie Schnapschüsse aus dem Urlaub aussehen. Oder weil jeder zweite Text um Messer, Multitools und Taschenlampen geht und damit der thematische Aktionsradius etwas, nun ja, dünn abgesteckt ist.

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Werbung auf Social Networks:Sand im Getriebe?

Social Networks wie MySpace, Facebook und StudiVZ sind das Werbemedium der Zukunft — wenn man den Betreibern und Investoren dieser Dienste glauben darf. In der Realität lässt der Erfolg aber noch sehr zu wünschen übrig.

Eigentlich müssten Social Networks ja wirklich ein prima Werbemedium abgeben. Kaum eine andere Art von Website weiss so viel über ihre Benutzer und — praktisch per Definition — so viel über die sozialen Kontakte dieser User. Das müsste eigentlich der Traum jedes Werbers sein, denn dank solcher Information kann man Werbung kaum perfekter auf die richtigen Zielgruppen zuschneiden.

Doch die Realität sieht bisher ziemlich enttäuschend aus. Nachdem Facebooks vielgehypte Werbestrategie sich schon Ende letzten Jahres als Rohrkrepierer herausstellte, folgte auch bei Noch-Marktführer MySpace schon bald die wirtschaftliche Ernüchterung: Das Network verfehlte seine Umsatzziele offenbar kürzlich deutlich, und der Verkaufschef von MySpace musst gehen. Google, das noch im Jahr zuvor einen teuren Werbedeal mit MySpace gemacht hatte, beklagte sich öffentlich über die Probleme mit der Monetarisierung. Heute bekam MySpace einen neuen Verkaufschef, der die Sache endlich drehen soll. » weiterlesen

Florian Rötzer:
Mein Alpha Romeo!

Der Deutsche Online-Journalismus wäre ohne Telepolis kaum denkbar. Nur leider verliert sich auch Chef Rötzer, der Alphajournalist des New-Media-Zeitalters, bisweilen im Zahlen- und Faktenwirrwarr.

Mir ist es verhältnismäßig egal, ob jemand meine politische Positionen teilt. Davon hängt Sympathie nicht ab. So gingen mir die steilen Thesen eines Matthias Bröckers zu Nine-Eleven am Mors vorbei, unterhaltsam waren seine Telepolis-Artikel allemal. So wie ein dicker Abenteuerroman von Sir John Retcliffe, der wiederum ein ultrakonservativer Kotzbrocken aus dem 19. Jahrhundert war, aber ganz ähnlich wie Bröckers vollgestopft mit hanebüchener Weltverschwörung. Was in meinen Augen bei beiden verzeihlich ist, denn sie können schreiben: der rechte Retcliffe wie auch der linke Matthias Bröckers. Und darum geht es letztlich im Buchstabengewerbe.

Bekanntlich ist das Portal Telepolis aus dem Heise-Verlag das Flaggschiff des deutschen Online-Journalismus. Als virtuelle Artikelabwurfstelle für schreibende Nerds und andere Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine vertritt Telepolis eine geopolitisch antihegemoniale und innenpolitisch eine dezidiert altliberale Position, so in etwa, als wäre ein Gerhart Baum noch immer für Datenschutzfragen zuständig. Politisch ist Telepolis mir daher recht sympathisch.

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Linkwertig:
Notwendigkeit und Möglichkeiten eines funktionierenden Lifestreamfilters

Lifestreamingdienste gibt es schon eine ganze Weile. Den großen Durchbruch in der Techwelt hatte dieses Jahr Friendfeed und machte Lifestreaming damit zum großen Thema. Einer der Gründe für den Erfolg von Friendfeed ist die Möglichkeit, Einträge der Art nach auszufiltern und gegebenenfalls bei positiven Bewertungen oder Friendfeed-Kommentaren doch anzuzeigen:

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“Wir wollen nur veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es publiziert wird”

Michael Arrington ist nicht nur bekannt für seine dunklen Augenringe, sondern auch für das von ihm im Jahr 2005 gegründete Blog TechCrunch (mutmaßlich die Ursache für den erstgenannten Punkt). TechCrunch ist der Inbegriff für aktuelle Insidergeschichten aus der Welt von Tech-Startups und Web-Diensten. Jeder neue Onlineservice will beim weltgrößten Web-2.0-Blog vorgestellt werden. Diejenigen, die das Glück haben (wie popula.de), können sich in der Regel über einen ordentlichen Besucherandrang und zahlreiche Folgebeiträge in der Blogosphäre freuen.

Vor drei Tagen war Arrington, ein Meister im Anheizen von Diskussionen, beim Startup School-Event an der Stanford Universität zugegen und verriet den Zuhörern, wie Gründer und Webunternehmer ihre Chancen, einen Platz in der TechCrunch-Berichterstattung zu erhalten, maximieren können. Seine äußerst interessante und unterhaltsame Präsentation (26 Minuten lang) könnt ihr euch im Folgenden anschauen. Sehr empfehlenswert! » weiterlesen

Seitwert motzt Ranking deutscher Social Networks auf

SeitwertDas am vergangenen Dienstag veröffentlichte Ranking von 149 deutschen Social Networks sorgte erwartungsgemäß für zahlreiche und vielschichtige Reaktionen. Zu Recht wurde von den Kommentatoren angemerkt, dass der herangezogene Seitwert-Qualitätsindex Webangebote mit guter Suchmaschinen- und Quelltextoptimierung bevorzugt, was nicht viel über die Relevanz eines Social Networks aussagt. Meiner Ansicht nach ist die Seitwert-Prüfung ein guter Ansatz für weitere Analysen und aus Mangel des Vorliegens aussagekräftiger Nutzungsdaten der einzelnen Netzwerke eine geeignete Alternative. Markus von Zimmerschau brachte es in seinem Kommentar treffend auf den Punkt: Lieber eine schlechte Krücke als gar kein Hilfsmittel. » weiterlesen

Die Exit-Krise:
Schluss mit dem Startup-Geldsegen?

Startups bringen Innovationen in die Welt und schaffen Arbeitsplätze. Aber Investoren sind primär an einer guten Rendite interessiert, wenn sie ihr Geld in junge Firmen stecken. Einige der klassischen Methoden, mit denen der Startup-Erfolg zu Geld gemacht werden kann, sind allerdings derzeit unter massivem Druck. Droht deswegen der Jungunternehmerszene bald eine gefährliche Geldknappheit?

Exit — ein eigentlich hässliches Wort, das aber in der Startup-Szene einen geradezu magischen Klang hat. Denn als Exit wird es bezeichnet, wenn eine Firma (oder Teile davon) verkauft wird und die Gründer und Investoren damit endlich zum lang erhofften Geldsegen kommen. Während bei den meisten Unternehmensgründern der Exit kaum die einzige Motivation zum Unternehmertum sein dürfte, ist das bei Investoren anders: Besonders Venture Capitalists leben für und von lukrativen Exits. Und in der Dot-Com-Bubble zur Jahrtausendwende, von der immer noch alle VCs schwärmen, waren die Exits spektakulär. Jedes noch so windige Startup kriegte schnell Venture Capital, ging bald an die Börse, war schon nach Tagen das Dreifache wert und brachte den ursprünglichen Investoren (nicht hingegen natürlich den Kleinaktionären, die sich die überteuerten Aktien andrehen liessen) satte Gewinne.

Doch über dem noch vor wenigen Jahren so sonnigen Exit-Himmel brauen sich schon länger dunkle Wolken zusammen, obwohl die Dot-Com-Krise ja schon lange als überstanden gilt. Schon seit einiger Zeit ist besonders in der VC-Szene die Stimmung hinsichtlich der heutigen Exit-Chancen nicht sehr gut, und letzte Woche hat erstmals der prominente VC Fred Wilson (Twitter, del.icio.us, FeedBurner) dem ganzen Thema Ausdruck verliehen.

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In eigener Sache:
Neues Schwesterblog

Das Logo von netzwertig.comHeute sei uns ein wenig Werbung in eigener Sache gestattet: Mit netzwertig.com ist vor gut zwei Stunden ein neues Blogwerk-Blog gestartet, das sich mit Themen rund um Web, Internetökonomie und Technologie beschäftigen wird.

Ein “Web/Techblog” nennt es zutreffend Jochen Krisch in seinem Blog. Wert wird nicht auf Vollständigkeit, sondern auf Relevanz gelegt: Nur die wesentlichen und tatsächlich folgenreichen Entwicklungen, Webangebote und Startups sollen behandelt werden. Damit knüpft netzwertig.com an seinen Vorgänger an, das Blog «Beobachtungen zur Medienkonvergenz», das Andreas Göldi drei Jahre lang geführt hat, und das nun mit neuem Namen, breiterer Ausrichtung und größerem Team ausgebaut wird. Neben Andreas Göldi schreiben noch Marcel Weiß (neunetz.com, imgriff.com) als Redakteur und Markus Spath (Museum of Modern Betas, hackr.de) als Autor bei netzwertig.com.

Zum Neustart außerdem noch eine spezielle Lektüreempfehlung: Am Wochenende hat Andreas Göldi nochmal einen kleinen Rückblick auf die wichtigsten Themen der vergangenen drei Jahre zusammengestellt. Daraus ist eine Art Best of der Medienkonvergenz-Artikel geworden – jeder einzelne lohnt sich:

» Rückblick auf drei Jahre «Beobachtungen zur Medienkonvergenz»
» Artikel zum Start von netzwertig.com
» Reaktionen der Blogosphäre auf den netzwertig.com-Start

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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