Sind Micropayments der Segen für das Web 2.0?

micropaymentsMein Beitrag zum Problem mit der Gratiskultur im Web hat eine interessante Diskussion nach sich gezogen. Eine Schlussfolgerung, bei der sich die Kommentatoren weitgehend einig waren: Die Existenz einer tauglichen und wirtschaftlich tragfähigen Micropayment-Lösung könnte dem Internetgeschäft dabei helfen, sich von der Festklammerung an der mit Risiken behafteten Werbefinanzierung zu verabschieden. Diesen Aspekt möchte ich noch ein wenig näher beleuchten. Als Micropayment bezeichnet man die Bezahlung von Kleinstbeträgen. Bis heute besteht das Problem, dass sich für Onlineanbieter die einzelne Abrechnung einer Summe im Centbereich wirtschaftlich nicht lohnt. Egal ob man Nutzer über die Kreditkarte, Handyrechnung oder über alternative Zahlungsanbieter wie PayPal bezahlen lässt: In der Regel übersteigen die vom jeweiligen Dienstleister geforderten Gebühren für die Transaktion die vom User zu zahlende Summe. » weiterlesen

medienlese – der Wochenrückblick

Ugugu, Unreife, unveränderte Gewohnheiten.

Endlich mal erschien ein deutschsprachiger Zeitungsartikel über Weblogs, der nicht in Grund und Boden verdammt werden musste (sogar Thomas Knüwer war davon angetan). Thomas Thiel beschritt in der Frankfurter Allgemeinen eine Reise durch die Blogosphäre, die ihn zu obskuren Orten wie Ingolstadt oder Usingen führte. Wissen würde ich aber gerne, wer dieser Blogger ist, der seine Meinungsbekundungen (vorgetragen “im Dünkel argumentativer Überlegenheit und im Bewusstsein der durch die Anonymität geminderten Rechenschaftspflicht”) standardisiert mit “Ugugu” beginnt.
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fonie.de startet browserbasierte No-Frills-Videotelefonie

fonie.deVom zweinull.cc-Leser Sascha erhielt ich heute den Link zu einem neuen Dienst, der Internet-(Video)telefonie in eine völlig neue Dimension der Einfachheit vorstoßen lässt. fonie.de nennt sich der Spaß, und den wenigen Informationen auf der Website nach zu urteilen handelt es sich dabei eher um ein Privatprojekt als um ein echtes Startup. fonie.de ging vor vier Tagen online und erlaubt browserbasierte Videotelefonate zwischen zwei Personen. Dafür ist weder der Download einer Software noch eine Anmeldung notwendig. Lediglich ein Flash-Plugin wird benötigt. » weiterlesen

Hörbuch-Umsätze im Sinkflug

Hörbücher werden weiterhin gerne gekauft. Die zweistelligen Zuwachsraten der vergangenen Jahre scheinen jedoch Geschichte. Dafür boomen Downloads aus dem Internet: ohne Kopierschutz und in hoher Qualität. Sind Hörbuchverlage ein gutes Vorbild für die Musikindustrie?


Hörbücher: Literatur für überall (Bild cc:BrainsonicAustria)

Auf der Frankfurter Buchmesse wurde das Jahr 2007 noch euphorisch als ?Jahr des Hörbuchs? bezeichnet. Noch nie zuvor hatten so viele Verlage eine so große Anzahl an Neuerscheinungen auf den deutschsprachigen Markt gebracht. Als die Umsatz- und Verkaufszahlen des “Hörbuchjahres 2007″ vorlagen, war nur mehr wenig Begeisterung zu spüren.

Obwohl der Hörbuchmarkt im Vorjahr auf Erfolgskurs lag, blieb der Umsatz mit einem Plus von 2,6% weit unter den Erwartungen – und entwickelte sich schlechter als der gesamte Buchmarkt. Dabei hatte die Hörbuch-Branche im ersten Halbjahr noch jeden Grund zur Freude: der Umsatz steigerte sich um etwa 8% auf 72,3 Millionen Euro. Claudia Paul, Sprecherin des Börsenvereins, zeigte sich schon damals resigniert:

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Dr. Who auf Pro Sieben:
Zurück aus der Zukunft

Die Neuauflage der britischen Fernsehserie Dr. Who wurde von Pro Sieben nach nur drei Ausstrahlungen mit je einer Doppelfolge sowie dem Piloten schnöde abgesetzt. Die Fans der skurrilen Kult-Serie waren empört, die Sendezeit suboptimal. Nun gibt Pro Sieben dem Doktor mit dem Telefonzellen-Raumschiff eine zweite Chance.

Dr. Who ist zurück auf Pro 7

Dr. Who ist zurück auf Pro 7


Dr. Who ist ist zurück auf Pro Sieben: Nun sonntags statt samstags, Beginn: Heute! (Bild: Pro Sieben)

Pro Sieben macht sich zur Zeit bei den Science-Fiction-Fans nicht gerade beliebt: Die HD-Sender sind abgeschaltet, die “Geektown”-Serie “Eureka” wird nur in SD ausgestrahlt, aber immerhin mit allen 12 angesetzten Folgen. Der anderen Kult-SF-Serie “Dr. Who” hatte dieses Glück im Februar nicht: Nach nur drei Sendeterminen am 26. Januar und 2. Februar sowie dem Pilotflm eine Woche davor erhielt der charmante Doktor mit seinem Raumschiff mit Optik-Fehler bei Pro Sieben vorzeitiges Landeverbot!

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Die Zukunft der Musik:
Music 2.0

Ich habe schon oft Musikdienste vorgestellt, die Elemente des Web 2.0 mit der Distribution von Musik verbinden. Gerd Leonhard, “Media Futurist“, Autor und Unternehmer aus Basel, nennt diese Verschmelzung des sozialen Netzes mit der Musikindustrie “Music 2.0″ (wie sonst!). In seinem gleichnamigen Buch geht er auf 228 Seiten ausführlich auf die Thematik ein. Das Werk ist ganz im Radiohead-Stil als käufliche Printversion oder als kostenloser PDF-Download erhältlich. Über ReadWriteWeb bin ich auf ein Video gestoßen, in dem Leonhard die Funktionsweise und das Modell von Music 2.0 in rund 16 Minuten erklärt und zusammenfasst. Einige seiner Kernthesen: » weiterlesen

Im Test:
hörbücher

Hörbücher sind weiterhin populär und beliebt, ein Hoffnungsmarkt mit zweistelligem Wachstum für die Verlage. Orientierung will das Magazin hörbücher liefern – und seit der Einführung vor einem knappen Jahr macht es das fast perfekt.

hörbücher

hörbücher

Im Test: Ausgabe 3/2008 vom April

Allgemeiner Eindruck

hörbücher überzeugt auf allen Ebenen: ein breites Themenspektrum, gut aufbereitete Geschichten und Interviews, kompetente Orientierungs- und Kaufhilfe. Eine fast perfekte Zeitschrift, für die auch nach längerem Überlegen wenig Notwendigkeit zur Verbesserung besteht. Hörbuch-Fans können nichts Besseres finden. Nur bei der Website gibt es noch viel zu tun.

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Frank A. Meyer:
Lilliput putt …

Wunschwelt-Blasen eines Linkspopulisten: Unser loser Streifzug durch die Welt der Alphajournalisten führt uns diesmal zu Frank A. Meyer, Chefpublizist bei Ringier.

Frank A. Meyer (Bild Keystone)

Frank A. Meyer (Bild Keystone)


Für ein paar Minuten stand hier ein falsches Foto. Jetzt aber: Blochers Gegenspieler, Frank A. Meyer (Bild [M] Keystone)

Wer als Deutscher über die Schweiz schreibt, der kann eigentlich nur Verkehrtes sagen. Schließlich lässt sich auch die Geschichte des Denver-Clans nur aus der Binnenperspektive fehlerfrei aufdröseln. Ein seltsam verworrenes Land voller Ricola-Kräuterbonbons und granitener Bankfestungen, so erscheint es uns, wo inzwischen fast alle Bewohner für einen Milliardär schwärmen, der ihr Land ausländerfrei machen und in ein zweites Liechtenstein verwandeln möchte, in eine Insel mit drei Bergen (oder so), fern, möglichst fern von Europa –

Aber sind es denn wirklich alle Bewohner, die für diese Schlümpfe schwärmen? Nein, es sind dort vor allem jene Regionen, wo noch die Kuhglocken bimmeln und allnächtlich die Muren zu Tale rauschen, wo die Menschen allem Urbanen Valet sagen möchten, aber trotzdem twittern wollen. Ein einziger Held aber, ein republikanischer Winkelried, der stemmt sich wie der Berner Bär gegen die fortschreitende Provinzialisierung und die große SVP-Dampfwalze des Herrn Blocher. Das ist Frank A. Meyer, die graue Eminenz des Ringier-Presseimperiums. Ein leibhaftiger Linkspopulist!

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Noch ein Versuch für Ivy:
Was sagt eigentlich Chuck Norris dazu?

Fantastische 21 Millionen Deutsche sollen “Lohas” sein, nachhaltig- und gesundheitsbewusste Konsumenten. Trotzdem tut sich Burda mit Ivy, der Zeitschrift zum grünen Lifestyle, bisher schwer.

Cover der zweiten Ivy

Cover der zweiten Ivy


Wer ist eigentlich Jack Johnson?

“Crazy! Sexy ist das neue cool” – oder so ähnlich rief es Ivy auf der Probenummer aus, die wir Anfang Dezember auf medienlese.com vorgestellt haben. Jetzt ist Ivy zurück, eine zweite Ausgabe liegt testweise an Kiosken in München und im Rheinland. Thema diesmal: “Das gute Leben.” Auf der Webseite bittet die Redaktion: “Kaufen Sie’s einfach (es kostet 2,50 Euro), erzählen Sie anderen davon”, denn noch immer ist nicht klar, ob Ivy nun regelmäßig erscheint oder nicht. “Wir testen erst, ob es in Deutschland genügend Menschen gibt, die so denken wie wir …” Prominente Unterstützung für die zweite Ausgabe liefert Richard Dean Anderson, besser bekannt als MacGyver. Immer wieder taucht er im Heft auf und redet vom guten Leben, das er führt. Was für eine hervorragende Idee – weshalb wir uns auch für unsere kleine Rezension Unterstützung geholt haben: Chuck Norris.

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freitimer:
vom Web und mobil mit Freunden verabreden

freitimerIn letzter Zeit hat die Anzahl der Mails von Gründern, die ihr Startup vorstellen möchten, merklich abgenommen. Umso erfreulicher, wenn dann einer der seltener gewordenen “Pitches” von einem Anbieter kommt, der wirklich etwas Nützliches und Innovatives an den Start gebracht hat. Richtig spannend wird es, wenn das Unternehmen sich zwar im Bereich des Social Web ansiedelt, aber mit einem herkömmlichen Social Network nichts gemein hat und seinen Mitgliedern nicht einmal eigene Profilseiten bietet. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen waschechten sozialen Web-2.0-Dienst ausprobiert habe, bei dem es keine Profile der Nutzer gab. freitimer gelingt dieses “Kunststück”, und allein deshalb wäre das von drei Studierenden der Wirtschaftsgeographie an der Universität Regensburg gegründete Startup fast einen Beitrag wert. Glücklicherweise gibt es aber auch noch einiges mehr über freitimer zu berichten. » weiterlesen

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