Jimdos Erfolg in Japan:
“Wegen eines Website-Baukastens Autogramme zu geben, ist irgendwie verrückt”

Vor fünf Jahren ließen sich die Macher des deutschen Website-Baukastens Jimdo auf ein Experiment ein: Sie schufen mit lokaler Unterstützung einen Ableger in Japan. Dieser entwickelte sich zu einem echten Hit, mit verrückten Nebeneffekten.

Jimdo-Mitgründer Fridtjof Detzner vor Hunderten japanischen Jimdo-Nutzern

Vor einigen Wochen präsentierte mir mein Facebook-Newsfeed ein seltsames Foto: Es zeigte Fridtjof Detzner, einer der drei Gründer des Hamburger Websitebaukasten-Anbieters Jimdo, enthusiastisch vor einigen Hundert in einem großen Saal sitzenden Japanern, die mit strahlenden Gesichtern die Hände in die Höhe streckten. Was war da los?

Bei genauerem Hinschauen erfuhr ich: Das Foto stammte von den Feierlichkeiten des fünfjährigen Bestehens von Jimdo Japan. 2009 gründeten die Norddeutschen in Kooperation mt dem japanischen Telekommunikationsanbieter KDDI einen Ableger im Land der aufgehenden Sonne (unser damaliger Bericht). Das auf dem Foto festgehaltene Ausmaß des jüngsten Jubiläums-Events in Tokio verdeutlicht mehr als Worte, wie erfolgreich sich das Projekt entwickelt hat. » weiterlesen

Ein Plädoyer an Inbox-Verschönerer:
Gebt jetzt nicht auf, ihr seid auf dem richtigen Weg!

Nach dem vereitelten Masterplan zur Abschaffung der E-Mail gab es zuletzt gleich mehrere Versuche, das alte aber notwendige Medium zu verschönern. Trotz kaum restlos überzeugender Ansätze zeigt es sich hier, dass die Entwickler im Prinzip auf dem richtigen Weg sind.

Neuer E-Mail-Ansatz IBM Verse auf einem iPad. Bild: IBM.

Neuer E-Mail-Ansatz IBM Verse auf einem iPad. Bild: IBM.

Thierry Breton, Chef des französischen IT-Systemhauses Atos Origin, sorgte Anfang 2011 für Aufsehen mit dem Wunsch, die E-Mail aus seinem Unternehmen zu verbannen. Möglichst binnen drei Jahren. Ein Jahr später die Bestätigung der Bekräftigung: “Ja, wir schaffen das!”. Mittlerweile sind fast vier Jahre seit Bretons Schlachtruf vergangen und die E-Mail erfreut sich weiterhin hoher (Un)Beliebtheit. Vom deutschen Atos-Sprecher Stefan Pieper las man im September diesen Jahres noch einmal die Parole: “Schafft die E-Mail ab!”. Geschafft habe man das auch unternehmensintern bisher nicht, gibt Pieper in seinem Plädoyer zu, aber man habe die Kommunikation an sich reduziert oder von der E-Mail auf andere Kanäle verlegt.

Während Atos also weiterhin daran festhält, die Kommunikation auf Teufelkommraus von der E-Mail anderswohin zu verlagern, scheint anderenorts ein Umdenken eingesetzt zu haben: An Stelle der Abschaffung der E-Mail steht nun das weitaus moderatere Ziel, die Kommunikation mit der E-Mail zu verbessern. Jüngste Ansätze sind die attraktive E-Mail-App Mailbox, Googles GMail-Ableger Inbox, Microsofts Postfachstaubsauger Clutter und IBMs Mischung aus Mailpostfach und Social Network, Verse. Sie alle haben eins gemeinsam: Sie schlagen die richtige Richtung ein, doch die endgültige Lösung sind sie nicht. » weiterlesen

Linkwertig:
Twitter, Zukunft, Firefox, Uber

Twitter
Praktisch für kleine Zeitreisen: Nur 8 Jahre nach dem Start hat es Twitter geschafft, in der Suche alle, also auch allen frühen, Tweets zu erfassen.

» Building a complete Tweet index

 

Frauen
Edition F hat 25 Frauen gekürt, die unsere digitale Zukunft prägen könnten.

Diese Frauen bewegen unsere Gesellschaft. Mit ihren Ideen, ihrem Handeln und ihrem Engagement.

» Die 25 Frauen für die digitale Zukunft

 

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Apple Pay:
In Deutschland keine Chance

Die Voraussetzungen für einen Erfolg von Apples neuem Bezahldienst in Deutschland sind sehr schlecht. Wahrscheinlich werden sich die wenigen Interessierten noch einige Jahre gedulden müssen.

Weiterhin sehr wichtig im deutschen Einzelhandel: die Bargeldkasse.

Angesichts der im internationalen Vergleich der Industrieländer ungewöhnlich hohen Bargeldaffinität der Deutschen war von Beginn an klar, dass der hiesige Markt für Apple Pay eine Herausforderung werden würde. Diverse Studien der letzten Zeit legen den Schluss nahe, dass der Bezahldienst es hierzulande tatsächlich extrem schwer haben dürfte.

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Linkwertig:
Uber, Klima, Twitter, N1

Uber
Uber bleibt innovativ: Ein CEO hat sich etwa überlegt, ob es nicht nützlich wäre, die privaten Machenschaften kritischer Journalisten zu erforschen, um sie ggf. dann gegen sie verwenden zu können.

» Uber Executive Suggests Digging Up Dirt On Journalists

 

Klima
Wer hätte das gedacht? Das Weiße Haus setzt bei einer neuen Klima-Initiative auf eine Technologie aus Österreich.

Die erfassten Inhalte werden automatisch beschlagwortet und mit Metadaten angereichert. Dazu zählen Bewertungen der Stimmungstendenz eines Dokuments ebenso wie die Klassifikation von Inhalten oder die Bestimmung des geographischen Bezugs.

» Weißes Haus setzt bei neuer Klima-Initiative auf österreichische Web Intelligence

 

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Wegweisender Schritt:
Was die neue WhatsApp-Verschlüsselung bedeutet

Die gestern verkündete Einführung einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp ist ein Meilenstein. Der unerwartete Vorstoß hat einige wichtige Implikationen.

Es ist eine große Überraschung: WhatsApp liefert in seiner neuesten Android-Version eine eingebaute, ab Werk aktivierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit. Der zu Facebook gehörende Chat-Dienst nutzt dazu die Open-Source-Technologie von Open Whisper Systems. Laut Golem gilt diese als “besonders sicher”. In letzter Zeit gab es zwar einen gewissen Trend hin zu Messaging-Apps für Smartphones, bei denen durch die Integration einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur Absender und Empfänger auf eine Nachricht Zugriff haben – nicht Dienstebetreiber oder Dritte. Allerdings weigerten sich die viele hundert Millionen Anwender bei sich versammelnden Marktführer in dem Bereich bisher, entsprechende Features zu aktivieren. Umso bemerkenswerter ist, dass der mit über 600 Millionen aktiven Usern weltweit erfolgreichste Messenger, WhatsApp, nun einen derartigen Schritt wagt.

Im Folgenden beleuchten wir einige der Implikationen und Facetten des Vorstoßes:

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Journalismus und Virtual Reality:
Wenn die Realität wirklich wird

Wenn journalistische Produktionen vom Absender an die Empfänger übermittelt werden, geht immer Kontext verloren. Mit dem Einzug von Virtual Reality in die Medienwelt kann sich das ändern. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.

Sieht seltsam aus, fühlt sich aber gut an: VR-Headset

Mit der Entstehung der Massenmedien erhielten Menschen erstmals die Möglichkeit, sich relativ unkompliziert und in großer Zahl über das Geschehen außerhalb ihres unmittelbaren Wohnortes zu informieren. Doch die journalistische Berichterstattung über Ereignisse in einer einige hundert Kilometer entfernten Stadt, im Nachbarland oder auf der anderen Seite der Erde leidet bis heute darunter, dass sich bestimmte Vorgänge, Zusammenhänge und Stimmungslagen über die existierenden Medientypen nur unzureichend vermitteln lassen. Lesern, Zuschauern oder Zuhörern werden zwar hinreichend Fakten vermittelt – die tatsächliche Tragweite bleibt aber häufig im Dunkeln. Zu schwer ist das Hineinversetzen in die Protagonisten, in die Kultur, in die Sachverhalte, wenn sich die Begebenheiten außerhalb des eigenen Alltags- und Wahrnehmungsbereichs abspielen. » weiterlesen

„Wi-Fi-Hauptstadt Hamburg“:
Der verfrühte Jubel über kostenloses WLAN

Hamburg will in die WLAN-Offensive gehen und gemeinsam mit Unternehmen an vielen Stellen der Stadt kostenlosen Internetzugang ermöglichen. Ähnliche Pläne gibt es auch in New York, allerdings haben die Amerikaner an vielen Stellen weiter gedacht als die Hanseaten.

Beispiel für einen „LinkNYC“ Hotspot inklusive LCD für Werbung.

Beispiel für einen „LinkNYC“ Hotspot inklusive LCD für Werbung.

Wenn eine Stadt dafür sorgen will, dass auf ihrem Gebiet kostenloses WLAN zur Verfügung steht, klingt das erst einmal nach einer guten Idee. Wie „Die Welt“ berichtet, ist das genau, was Hamburg vorhat. Die Hansestadt wird hier gar schon zur „Hotspot-Hauptstadt“ gekürt. Der Hamburgische Senat will dazu mit Unternehmen zusammenarbeiten. Diese Offensive ergänzt andere, bereits laufende Bemühungen. Die Deutsche Telekom ist mit 700 Hotspots an der Elbe vertreten, das Unternehmen willy.tel will bis 2020 gar 7.000 Zugangspunkte im Stadtgebiet einrichten.

Interessant sind solche Angebote vor allem für Touristen aus dem Ausland, die auf diese Weise ohne teures Roaming auf das mobile Web zugreifen können. Sicherlich wird sich außerdem der eine oder andere Bürger der Stadt freuen, der nur über einen kleinen Datentarif verfügt. Zudem könnte es die bisweilen überforderten Mobilfunknetze entlasten. » weiterlesen

Werbung Freelancer im Consulting:
Der Super-GAU lauert überall

HiscoxDer Schritt in die Selbständigkeit ist immer ein Wagnis. Doch bei freien Consultants ist der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg noch deutlich gravierender als in anderen Branchen – und das, obwohl oft nur eine kleine Unachtsamkeit diesen Unterschied ausmacht.

Die hohen Verdienste im Consulting sind ebenso berühmt-berüchtigt wie das hohe Arbeitspensum in der Branche. Durchschnittlich 60 Arbeitsstunden pro Woche und Wochenendarbeit lassen jedoch auch nur wenig Zeit, den erarbeiteten Lebensstandard auszukosten. Als Freelancer sehen viele Berater die Chance, wieder ein bisschen mehr Lebensqualität zu genießen, ohne deswegen finanzielle Abstriche machen zu müssen. Insbesondere im Consulting birgt der Schritt in die Selbständigkeit allerdings auch viele Gefahren und will daher wohlüberlegt sein. » weiterlesen

Linkwertig:
Ideen, LSR, Facebook, Uber

Interwebs
Deutsche Spitzenpolitiker faxen der EU ihre Ideen zur Digitalisierung.

Die Digitalisierung bietet enorme Chancen für uns alle

» Merkels Internetminister faxen ihren Wunschzettel nach Brüssel

 

LSR
Das Patent- und Markenamt prüft nun, ob die Bevorzugung von Google durch die VG Media nicht eine mögliche Benachteiligung aller anderen Suchmaschinen bedeutet.

Keese deutete in seinem Beitrag zudem an, dass auch Überschriften von Artikeln unter das Leistungsschutzrecht fallen könnten.

» Patentamt prüft Benachteiligung der Google-Konkurrenz

 

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