Monetarisierung von Amateur- und Hobby-Fotos:
Wie EyeEm zum Bildanbieter des 21. Jahrhunderts werden will

Für EyeEm hat sich 2014 zu einem Schüsseljahr entwickelt. Mit dem Launch des Bildrechte-Marktplatzes und einer Distributions-Partnerschaft mit Getty Images können die Hauptstädter deutlich besser als bisher die Ziele des Startups vermitteln. Hobby- und Amateur-Fotografen sollen mit dem Dienst endlich ihre kreativen Schnappschüsse zu Geld machen können.

EyeEm

Als Berlin ab ungefähr 2009 zum internationalen Anziehungspunkt und zu Deutschlands Internet- und Gründer-Hauptstadt aufstieg, entstanden unzählige experimentelle Startups im Web- und später im Mobile-Bereich. Die wenigstens davon existieren heute noch. Doch während in der Hauptstadt mittlerweile die mit besseren Voraussetzungen ausgestattete “dritte Gründerwelle” läuft, entwickelt sich EyeEm, einer der wenigen “Überlebenden” der abenteuerlichen Anfangszeit des “neuen Berlins”, immer besser.

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Webdesign aus dem Automaten:
The Grid verspricht Homepage-Baukasten mit „künstlicher Intelligenz“

Das US-Startup „The Grid“ arbeitet an einem Homepage-Baukasten, der dank „künstlicher Intelligenz“ wie ein Webdesigner agieren soll. Man wirft ihm Texte, Bilder, Videos und mehr zu – schon zaubert er die perfekte Website. Man sollte diese Versprechen sicherlich nicht zu ernst nehmen. Die Technik unter der Haube ist aber dennoch interessant.

Wirft man einen Blick auf die Website von The Grid, könnte man meinen, Webdesigner sollten sich schleunigst nach einem neuen Job umsehen. Denn wenn das Projekt des Startups im Frühjahr 2015 livegeschaltet wird, soll es sehr viel mehr als ein klassischer Homepage-Baukasten sein. Wichtigstes Feature: Das System arbeitet nicht mit feststehenden Vorlagen, die man dann mit passenden Inhalten füllt. Stattdessen richtet sich das Design nach den Inhalten. Bilder sollen dabei sogar automatisch beschnitten werden. Farben werden den Bildern angepasst. Und fügt man neue Elemente hinzu, reagiert The Grid darauf ebenfalls.

Im Erklär-Werbevideo sieht das dann so aus: » weiterlesen

Linkwertig:
Springer, Google, PR, Omidyar

Springer
Springer beweist mit einer eigenen Studie, wie viel Wert für sie der plumpe Marktmissbrauch von Google erzeugt. Auch die vier verbleibenden Titel werden wieder dem Snippets-saugenden Vampir überlassen, der ihnen im Jahr einen siebenstelligen Bereich pro Marke generiert.

Das ist vielleicht der erfolgreichste Misserfolg, den wir je hatten

» Gravierender Schaden durch verschlechterte Suchanzeigen bei Google

 

Google
Laut Stefan Niggemeier hat Springer jedoch keine Pläne, weniger lukrative Ausnahmen vom LSR etwa für kleinere deutsche Startups oder alle anderen zu machen.

„Aufgrund des geringen Marktanteils anderer sind wir nicht gezwungen, auch dort so vorzugehen.“

» Google bekommt Vorzugsbehandlung von Axel Springer

 

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Aus den Augen, aus dem Sinn:
Die heimliche Killerfunktion von Google Inbox und Dropbox Mailbox

Eine kaum beworbene Funktion des E-Mail-Clients Mailbox erweist sich auch in Google Inbox schon nach wenigen Tagen im Test als ungemein nützlich: Mails können mit einem Klick abgehakt werden. Ein Gefühl der Befreiung.

Das Original: Mails abhaken und damit verschwinden lassen auf der Mailbox-App für das iPhone. Grafik: Dropbox

Das Original: Mails abhaken und damit verschwinden lassen auf der Mailbox-App für das iPhone. Grafik: Dropbox

Beim Thema E-Mail wird uns derzeit viel als das Allerbeste verkauft. Sei es die Gruppierung von Mails wie in GMail und dessen neuem kleinen Bruder Inbox, sei es das automatische Aussortieren von Werbung in Outlook.com oder der vermeintliche Vorteil, dass Mails nur in Deutschland gehostet werden, wie bei der Telekom, GMX und Web.de.

Neuester Mitspieler auf dem Markt ist eben jene GMail-Weiterentwicklung Inbox. Google brachte sie vorvergangene Woche als besseren Ansatz für E-Mails auf den Markt, doch bisher hat mich das neue Konzept kaum überzeugt. Bis auf eine erstaunlich einfache Funktion, die auch Dropbox Mailbox verwendet und die es in ähnlicher Form bei Outlook gibt: Das simple Abhaken von Mails. » weiterlesen

Verwalter ohne Visionen:
Warum ich politikverdrossen bin

Gesellschaften und Volkswirtschaften stehen im Computer- und Internetzeitalter vor Herausforderungen und Chancen von enormer Tragweite. Leider mangelt es der Politik an Visionären, um die entscheidenden Weichen zu stellen. Das macht politikverdrossen.

politiker150Vor 22 Jahren wurde “Politikverdrossenheit” zum Wort des Jahres gewählt. Seitdem ist das in breiten Teilen der Gesellschaft vorhandene Desinteresse an und fehlende Vertrauen in Politik und ihre Akteure ein Dauerthema. Besonders der Jugend wird mangelnde Begeisterungsfähigkeit für traditionelle Parteipolitik nachgesagt. Das gilt für Deutschland ebenso wie für die Schweiz oder die USA.

Auch ich würde mich heute als politikverdrossen bezeichnen. Je länger ich mich mit den auf uns zukommenden, durch die globale Computerisierung ausgelösten Veränderungen beschäftige, desto deutlicher wird für mich, dass die Politik in weiten Teilen unfähig ist, auf diese Revolution – ich finde den Begriff hier durchaus angemessen – zu reagieren.  » weiterlesen

Linkwertig:
Nexus 9, Spiegel, Dropbox, Band

Nexus 9
iFixit hat endlich auch das Nexus 9 zerlegt.

» Nexus 9 Teardown

 

Spiegel
Peter Glaser sinniert anlässlich des 20. Geburtstags des Spiegels im Web über den Onlinejournalismus als Ganzes.

Mit dem Internet hat heute jeder von uns eine Nachrichtenlage, wie sie noch vor ein paar Jahren nur Regierungen, Wirtschaftsführern und Redaktionen mit teuren Agenturtickern zur Verfügung stand

» Konfetti für den Weilchenbeschleuniger

 

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Irreführende Presseberichte:
Was die Nutzerzahlen von SoundCloud wirklich bedeuten

Die Presse berichtet über die Einigung zwischen SoundCloud und Warner Music. Bei der Angabe der aktuellen Nutzerzahlen des Berliner Musikdienstes verzichten selbst namhafte Angebote wie das Wall Street Journal auf die gebotene Sorgfalt.

SoundCloud

Nachdem jüngste Meldungen rund um die Berliner Audioplattform SoundCloud wenig optimistisch klangen – neben weiteren Verlusten war gar die Rede von einem Abbruch der Verhandlungen zwischen dem Startup und den Musiklabels – scheint man in den Büros des Unternehmens aufatmen zu können: Laut einem Bericht des Wall Street Journal hat sich die sieben Jahre alte Firma aus der deutschen Hauptstadt mit Warner Music und damit mit einem der drei Major Labels einigen können. Entsprechende Verträge wurden notwendig, da der Dienst sich endlich ans Geldverdienen machen möchte, was ihn zum Verlassen des bisherigen rechtlichen Graubereichs zwingt.

Auffällig ist, dass im Zuge der Berichterstattung des Wall Street Journal sowie diverser anderer namhafter Tech-Publikationen, die die Nachricht aufgreifen, sehr ungenau mit Angaben zu SoundCloud-Nutzerzahlen umgegangen wird, was sachlich falsche Vergleiche mit Konkurrenzangeboten nach sich zieht.

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anythinx:
Ludwigsburger Jungfirma startet Nachrichten-Aggregator für Dinge

Ein junges Unternehmen aus Süddeutschland hat mit anythinx einen Aggregator gestartet, bei dem Nutzer sich einen individuellen Stream aus Nachrichten rund um spezifische Gadgets und Technologie-Produkte zusammenstellen können.

Anythinx

Die Konsummuster der jungen Generationen mögen sich verändern, wie es manche Studien feststellen – dennoch (oder gerade deshalb) fühlen sich Millionen Verbraucher aller Altersgruppen eng zu einigen ausgewählten Gadgets hingezogen. Das trifft ganz besonders auf das Smartphone zu – der ständige Begleiter fast aller im Netz aktiver Menschen -, aber auch auf Computer, Kamera und das Automobil. Spätestens die manchmal unerträglichen, gleichzeitig aber Kultstatus geniessenden Debatten Mac vs Windows, iOS vs Android oder auch Xbox vs Playstation führen vor Augen, mit wieviel Herzblut und Leidenschaft sich manche Technik-Freunde vor ihre Lieblings-Hardware stellen.

Am ungezügelten Gadget-Wahn lässt sich zwar durchaus einiges kritisieren, und der damit zusammenhängende Gerüchte-Journalismus kann mitunter auf den Magen schlagen. Die manchmal gar religiöse Verehrung einzelner Produkte oder Marken bringt aber in jedem Fall ein besonderes Interesse an kontinuierlichen Informationen rund um einzelne Anbieter und Geräte mit sich – worauf die Medien- und Pressewelt mit einem massiven quantitativen Ausbau der Technologie-Berichterstattung reagiert hat. Das Ludwigsburger Startup anythinx bietet nun Personen mit einem ausgeprägten produktspezifischen Informationsbedürfnis eine besondere Anlaufstelle, um sich die tägliche Dosis Gadget-Gossip (oder nützliche Produktmeldungen) abzuholen. » weiterlesen

Beim Geld hört der Spaß auf:
Netzaktivismus, den Bürger verstehen

Die Öffentlichkeit Ungarns hat mit Protest-Aktionen erfolgreich die umstrittene Internet-Steuer gekippt. Wie schon 2013, als die Deutsche Telekom die Netzneutralität mit einer selektiven Breitband-Drosselung aushebeln wollte und damit einen Sturm der Entrüstung auslöste, zeigt sich erneut: Mobilisierung ist dann am einfachsten, wenn es direkt oder indirekt ums Geld der Bürger geht. Netzaktivisten sollten dies besser nutzen.

purse

In der vergangenen Woche geschah in Ungarn etwas Beachtliches: Der absurde Plan von Minsterpräsident Viktor Orban und seiner Partei Fidesz, Internet-Traffic mit einer auf Gigabyte-Basis berechneten Steuer zu belegen, sorgte für weitreichende Proteste sowohl im europäischen Ausland wie auch bei den Bürgern des osteuropäischen Landes. Nachdem es zu spontanen Protestdemonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmern kam und eine Facebook-Gruppe schnell Hunderttausende Kritiker des Vorhabens zusammenbrachte, sah sich Orban gezwungen, das unpopulare Projekt erst einmal auf Eis zu legen.

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Linkwertig:
ISO 27018, Pioneers, BBC, Arcade

ISO 27018
Endlich gibt es eine Norm für Cloud-Dienste.

Die ISO 27018 ist im Gegensatz zu anderen Normen mehr als nur ein technischer Standard im Sinne von Compliance-Anforderungen, die von Unternehmen zu beachten sind.

» Die neue ISO/IEC 27018 im Überblick

 

Pioneers Festival
Kleiner Eindruck vom Pioneers Festival, das in diesem Jahr gleich 3.000 Startupper und Investoren in Wien versammelt hat.

Das Pioneers Festival ist keine Startup-Party mehr, sondern eine ernstzunehmende Konferenz, bei der immer mehr große Unternehmen und Investoren im Publikum sitzen.

» Von fliegenden Autos und filmenden Drohnen

 

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