Samstag App Fieber:
WerStreamt.es, Austrittsgenerator, Grumpy lucky cat

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: WerStreamt.es? – Serien finden; Piratenpartei Austrittsgenerator; und Grumpy lucky cat – Grumpy cat als Winkekatze.

 

WerStreamt.es? beantwortet die oft existenzielle Frage, welcher Video-On-Demand-Anbieter einen Film oder eine Serie aktuell offeriert. Soweit ich sehe wurden dabei durchaus auch weniger bekannte Serien und Geheimtipps integriert. Gesucht wird derzeit in Watchever, MyVideo, Videoload, Netzkino, Snap, iTunes, Maxdome, Amazon und natürlich Netflix. Nachdem man den Namen im Suchfeld ausgewählt hat, läuft WerStreamt.es los und zeigt die Verfügbarkeit auf den jeweiligen Plattformen an. Alternativ kann auch den gesamten Katalog nach verschiedenen Kriterien filtern und sich inspirieren lassen.

 

 

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Linkwertig:
3Vs, Programmieren, Steam, Bitcoin

Überwachung
Sascha Lobo mit einer durchaus treffenden Beschreibung der Reaktionen der Regierung auf die Überwachung.

Im Umgang mit der Totalüberwachung lässt die Bundesregierung deshalb eine Strategie der Vernebelung erkennen, bestehend aus den Elementen Verharmlosung, Verschleierung und Verhinderung.

» Der Dreisprung der Abwiegler

 

Programmieren
Dafür pflückt jetzt auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit der Forderung nach Pragrammieren als zu erlerndende Fremdsprache die am tiefsten hängende Frucht.

Programmiersprachen gehören zu den Sprachen des 21. Jahrhunderts

» Wirtschaftsminister will Programmieren als Fremdsprache

 

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Da braut sich was zusammen:
Die gesamte US-Techbranche spricht über Ello

Im Sommer wurde der Microblogging-Dienst Ello zum Gesprächsthema innerhalb der deutschsprachigen Geek-Szene. Seit einem Tag kennt plötzlich die englischsprachige Branchenpresse kaum noch ein anderes Thema. Auch wenn die Aussichten auf den großen Erfolg aufgrund üblicher Mechanismen des Social Web nicht groß sind, wird es ab jetzt spannend.

Ich muss gestehen: Seit meinem Artikel vom 9. September über Ello habe ich mich nicht mehr bei dem werbefreien Microbloggingdienst, der in den Sommermonaten im deutschsprachigen Raum und in bestimmten Kreisen der Designer-Community einiges an Aufmerksamkeit erhielt, blicken lassen. Denn trotz des interessanten Idee und der guten Intentionen der Macher bietet der Service erst einmal nichts, was ich nicht woanders auch bekommen kann. Zudem sagt ein kleiner geografisch-begrenzter Hype sehr wenig darüber aus, ob ein Social-Web-Angebot auf breiter Front Netzwerkeffekte erzielen und damit für User tatsächlichen Mehrwert bieten kann.

Doch heute darf ich konstatieren, dass Ello offiziell die Aufmerksamkeitsschwelle in der englischsprachigen Tech-Szene durchbrochen hat: Beim morgendlichen Blick in meinen Feedreader und meine Twitter-Timeline war Ello plötzlich Topthema von amerikanischen Bloggern, Journalisten und Branchenvertretern. » weiterlesen

CouchCommerce-Gründer zum Strategiewechsel:
“Ich schlafe jetzt besser”

CouchCommerce will das mobile Einkaufserlebnis im Web verbessern. Nach einem Strategiewechsel richtet sich das Startup aus Hannover mit seiner SaaS-Technologie nur noch an große Enterprise-Kunden. Für Entwickler wird die Software parallel kostenfrei als Open-Source-Lösung angeboten. Der Pivot hat sich für das Unternehmen bereits ausgezahlt.

CouchCommerceImmer mehr Menschen wollen beim Onlineshopping nicht an Desktop oder Notebook gefesselt sein sondern lieber bequem mit ihren Smartphones und Tablets einkaufen – mit dieser Erkenntnis gründeten Alexander Ringsdorff, Nadine Schmitt und Kai-Thomas Krause im Jahr 2012 in Hannover das Startup CouchCommerce. Ihr Produkt: eine für mobile Geräte optimierte cloudbasierte Shopoberfläche, mit der kleine und mittelgroße E-Commerce-Anbieter ihre Angebote mit minimalem Aufwand für das mobile Zeitalter fit machen konnten.

Heute, zwei Jahre später, haben die Niedersachsen ihre Vision nicht aufgegeben. Allerdings führten Einsichten aus der Anfangszeit zu einem Strategiewechsel, der vor wenigen Wochen in Form eines kompletten Relaunches seine offizielle Verwirklichung erfuhr. Größte Änderung: Die SaaS-Lösung richtet sich nur noch an größere Shops, bietet jetzt einen weitaus umfangreicheren Funktions- und Serviceumfang und kostet deutlich mehr als die bisherigen Pakete.  » weiterlesen

Experimente von BBC und SRF:
Medienanbieter verwandeln WhatsApp in einen Quasi-RSS-Reader

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und andere testen die Eignung von WhatsApp als Distributionskanal für Nachrichten. Damit greifen sie den Grundgedanken des von der Masse der User verschmähten RSS-Formats auf.

RSS ist ein unglaublich tolles Format, um Online-Inhalte in einer hocheffizienten Form zu abonnieren. Doch obwohl es mindestens ein paar Millionen Nutzer mit besonderen Informationsbedürfnissen gibt, die seit jeher die Vorteile des Konsums von RSS-Feeds schätzen, hat sich das Format bei Endanwendern nie auf breiter Front durchsetzen können. Diese Tatsache bewog im vergangenen Jahr schließlich Google dazu, seinen legendären RSS-Reader abzuschalten.

Die Möglichkeiten für User, die von nahezu sämtlichen Nachrichtenportalen und Blogs bereitgestellten RSS-Feeds zu abonnieren, waren damit zwar nicht verschwunden – im Gegenteil führte das Ende des Google Reader dazu, dass diverse andere ähnliche Tools ihre Chance sahen, eine Lücke zu füllen. Doch wirklich von der Stelle bewegt hat sich das Format auch nicht. Unterdessen gehen immer mehr Sites dazu über, ihre vormals in voller Länge ausgelieferten RSS-Feeds zu kürzen» weiterlesen

Linkwertig:
iPhone, BlackBerry, RI, TV

iPhone 6
Unbox Therapy hat in einem Video (und viralen Hit) dokumentiert, wie leicht sich die neuen iPhones curven lassen:

» iPhone 6 Plus Bend Test

 

BlackBerry
BlackBerry andererseits versucht mit einer Annäherung an den Reisepass zu punkten.

Die Hardware-Tastatur unterhalb des Bildschirms schrumpft auf nur drei Zeilen, um den Passport nicht zu groß werden zu lassen.

» BlackBerry Passport im Format eines Reisepasses

 

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Plattformen und die “Sharing Economy”:
Warum die Vermittlungsgebühren sinken müssen

Das Geschäftsmodell einschlägiger Dienstleistungs-und On-Demand-Service-Plattformen basiert darauf, Auftragsarbeiter flexibel und bedarfsorientiert einzusetzen und zehn bis 20 Prozent der Umsätze als Vermittlungsgebühr einzubehalten. Zunehmende Konflikte rund um dieses Konzept illustrieren jedoch, dass eine derartige Provisionshöhe auf Dauer viel zu hoch ist.

ProvisionenDie Online- und Offline-Welt wachsen zusammen, immer mehr Firmen und Startups agieren in beiden Sphären parallel. Oft kombinieren sie digitale Marktplatz- und Plattformaspekte mit im “realen” Leben ausgeführten Dienstleistungen wie etwa Lieferservices, Putzdienste, Beförderungsvorgänge oder die temporäre Bereitstellung von Unterkünften.

Während derartige Ansätze für Konsumenten und Menschen auf der Suche nach Nebeneinkommen eine Reihe von Vorteilen mitbringen, besitzen sie eine Schattenseite, die in jüngster Zeit verstärkt in den Fokus der öffentliche Debatte gerät: Viele der physischen Services, die von derartigen Onlineangeboten vermittelt werden, setzen nicht auf festangestellte Arbeitskräfte sondern beschäftigen Personen, die quasi-selbstständig tätig sind. Das Resultat sind Beschäftigungsverhältnisse ohne die bei Festanstellungen gesetzlich geregelten Sozial-, Urlaubs- und Sicherheitsleistungen. Kritiker und Betroffene sehe darin eine Rückkehr zu den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen des frühen Industriezeitalters. Sascha Lobo bezeichnete das Phänomen jüngst kritisch als “Plattform-Kapitalismus”. » weiterlesen

Visitenkarten:
Eine “Erfolgsgeschichte” des Widerstands gegen Technologie

In einer Zeit, in der jeder Mensch ein Smartphone mit sich herumträgt, erscheinen Visitenkarten wie ein Relikt aus der Vergangenheit. Doch an ihrer Popularität und Akzeptanz als Standard des Kontaktaustauschs hat sich bis heute trotz zahlreicher Startup-Vorstöße wenig geändert.

VisitenkarteDie derzeit sehr in den Medien präsente Taxibranche gehört zu den Bereichen des analogen Lebens, deren Vertreter den bisher intensivsten Widerstand gegen “Eindringlinge” aus dem Internetsektor leisten. Um die bisherigen Konventionen und Strukturen dieses Gewerbes aufzubrechen, müssen die neuen Akteure selbst auf faule Tricks und aggressivstes Geschäftsgebaren setzen.

Die Frage, ob es überhaupt einen anderen Alltagsbereich gibt, in dem Jungfirmen aus dem Netz auf so massive Herausforderungen treffen wie im Individualbeförderungs-Segment, könnte man fast mit “nein” beantworten. Doch in mindestens einer anderen Sparte tun sich Protagonisten aus dem Web noch schwerer – und das ohne ein über Jahrzehnte entstandenes Kartell, das sich ihnen mit aller Kraft in den Weg stellt: Ich spreche von Anbietern, die versuchen, die Visitenkarte zu ersetzen. Seit einer gefühlten Ewigkeit kann man Startups zu diesem Thema kommen und gehen sehen – doch auch 2014 ist die Visitenkarten-Übergabe ein elementarer Bestandteil von Besprechungen, Veranstaltungen und geschäftlichen Zusammentreffen. » weiterlesen

Linkwertig:
Internet, Bahn, Google, iOS

Internet
Arte hat den letzten Teil der Spurensuche nach der Materialität des Internets veröffentlicht.

Wie sehen die Orte aus, an denen unsere Daten lagern?

» Wo das Internet lebt
» Wo das Internet noch alles lebt

 

Bahn
Dazu passend soll die Bahn irgendwann kostenloses Internet offerieren.

“Ich möchte nichts versprechen, was wir nachher nicht einhalten können”

» Bund will kostenloses Internet in Zug und Bahnhof

 

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Ice Bucket Challenge:
So schnell vorbei wie Kony und Harlem Shake – aber mehr bewegt

Noch vor wenigen Wochen kam kein Mensch an der Ice Bucket Challenge vorbei. Mittlerweile spricht niemand mehr darüber. Vergangene Internetmems hatten eine ähnlich kurze Haltbarkeitsdauer. Dieses Mal allerdings bleibt etwas Substanzielles übrig: über 100 Millionen Dollar an Spendengeldern für den Kampf gegen eine Krankheit, die zuvor kaum jemand kannte.

Ice Bucket ChallengeErinnert sich noch jemand an die Ice Bucket Challenge? Ja, blöde Frage. Andererseits auch nicht so unberechtigt: Denn obwohl es wahrscheinlich kaum jemandem aufgefallen ist, so hat sich das Viralmem des Monats August genauso schnell in Luft aufgelöst, wie es gekommen ist.

Ohne Twitter-Nutzer Gerald Hensel wäre mir diese Tatsache zugegebenermaßen auch entgangen. Hensel aber veröffentlichte gestern in einem Tweet einen Screenshot des Google Trends-Graphen, der das Suchvolumen nach dem Begriff “ice bucket challenge” zeigt. » weiterlesen

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