Nichts für narzisstisch Veranlagte:
Neue iPhone-App Sup schwimmt gegen den Strom

Die aus den USA stammende iPhone-App Sup bricht mit einer Konvention vieler Social-Sharing-Apps: Wer am Leben von Kontakten teilhaben möchte, muss dazu selbst aktiv werden. Ungefragt teilen User bei Sup nichts.

Die meisten Social-Sharing-Apps, mit denen sich hunderte Millionen Menschen rund um den Globus die Zeit vertreiben, haben eines gemeinsam: Sie sprechen die narzisstische Seite ihrer Anwender an. Egal ob Facebook, Instagram, SnapChat, EyeEm oder Taptalk: Überall publizieren Nutzer ihre Schnappschüsse in der Hoffnung, dass ihre Kontakte beziehungsweise Follower an diesen Interesse zeigen und sie mit Likes und Kommentaren belohnen. Zumindest bei Selfies ist ein besonderer Drang zur externen Bestätigung des eigenen äußeren Erscheinungsbildes ein treibendes Motiv. Psychologen sehen eine klare Verbindung zwischen der Anfertigung regelmäßiger Selbstporträts und einem Hang zum Narzissmus. » weiterlesen

Vom MP3-Sammler zum Streamer:
Wie sich mein digitaler Musikkonsum in acht Jahren komplett gewandelt hat

Wie Millionen andere war ich einst verrückt danach, MP3s herunterzuladen und meine digitalen Musiksammlung zu erweitern. Doch dann kam das Streaming und veränderte alles.

MusikIn den Jahren rund um den Milleniumwechsel hatte ich ein großes Hobby: MP3s herunterladen. In der Wohnung der Eltern gab es plötzlich eine DSL-Flatrate (mit einer nur manchmal erreichten Spitzengeschwindigkeit von 1 Mbit/s im Downstream). Tauschbörsen wie Napster und Soulseek machten den Bezug der Titel so einfach wie nie. Software-Player wie Winamp und tragbare MP3-Abspielgeräte lösten Walkman und CD-Player ab. Mein thematischer Fokus lag vor allem auf seltenen Vinyl-”Rips” aus dem Bereich der elektronischen Musik. Das hieß, dass ich schon manchmal viele Stunden mehr oder wenig geduldig darauf wartete, bis der einzige User mit dem entsprechenden Stück mal wieder online war. Unglaublich langsame Uploadgeschwindigkeiten sorgten für zusätzliche Verzögerungen. Dennoch wuchs meine MP3-Sammlung zu Beginn des neuen Jahrtausends schnell an, angetrieben auch vom Tauschen ganzer Festplatten mit Freunden sowie dem gelegentlichen Kauf von MP3s (in meinem Fall bei Beatport).
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Linkwertig:
Angst, Blogs, Buzzfeed, Yo

Tipps
deutsche-startups hat Gründer gefragt, welche Tipps sie anderen Gründern geben würden. Vor allem Angst wird kaum empfohlen.

Habt keine Angst!

» Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?

 

Blogs
Blogs sind tot: Robert Scoble – die wohl paradigmatische Spürnase für opportunistische Trends – gibt sein Blog auf und wechselt zu Facebook und Twitter.

» I’ve completely moved to social media

 

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Windows Phone:
Nummer Drei rockt die Nische und keiner kriegt es mit

Windows Phone ist mittlerweile die unumstrittene Nummer drei unter den Smartphone-Betriebssystemen. Was Funktionsumfang und App-Auswahl angeht, hat es mächtig aufgeholt. Dass Microsofts System dennoch aus seiner Nische nicht mehr herauszukommen scheint, könnte einen ganz banalen Grund haben: Es braucht einfach niemand.

Vor einigen Jahren begann ich, mit alternativen Betriebssystemen zu experimentieren und nach einigen soliden Vorstößen von Nokia war ein Windows Phone eine Zeit lang sogar mein Haupttelefon. Als Google dann das Nexus 4 auf den Markt brachte, fiel mir der Umstieg zurück zu Android allerdings sehr leicht: Das Bedienkonzept, die App-Auswahl sind bei Android für meinen Geschmack noch einen Tacken besser.

Aber Windows Phone hat weiter aufgeholt. Grund genug, dem System einen erneuten Besuch abzustatten und die Faszination zu ergründen, die zumindest einige treure Fans mittlerweile mit der Nummer drei verbinden. Und um herauszufinden, warum der Marktanteil jüngst gar noch weiter gefallen ist – unter 3 Prozent.

Weiterlesen bei neuerdings.com

Zukünftige Alternative zu Instapaper und Pocket:
narando vertont Online- und Print-Inhalte

narando richtet sich an Menschen, die Online- und Print-Inhalte lieber anhören als lesen. In Kürze wird das Startup aus Aachen eine iOS-App veröffentlichen. Android soll folgen.

narandoPersonen, die leidenschaftlich und regelmäßig Online-Inhalte lesen, erkennen meist irgendwann den hohen Nutzwert von Später-Lesen-Diensten wie Instapaper und Pocket. Doch nicht alle Menschen lesen gerne, zudem ist nicht jede Alltagssituation zum Schmökern geeignet, etwa wenn man Auto fährt oder einen Spaziergang unternimmt. In diesen Momenten böte es sich an, auf Audioversionen der sich auf der Leseliste befindlichen Texte zugreifen zu können. Das Aachener Startup narando sieht hier seine Chance: Es bietet eine Instapaper-Alternative für Personen, die das Hörformat dem geschriebenen Wort vorziehen. » weiterlesen

Linkwertig:
Amazon, Offenlegung, Medienwandel, Netzpolitik

Amazon
Amazon hat sich die Domain readersunited.com gesichert, um die Leser über den eigenen Altruismus beim Wunsch nach niedrigeren Preisen für E-Books zu informieren.

» Readers United

 

Post-Geheimnis
Keine schlechte Idee (wenn da das Wörtchen geheim nicht wäre): Die Bundesregierung erwartet die Offenlegung aller Agenten der Geheimdienste.

Berlin drängt mit dem ungewöhnlichen Schritt auf mehr Transparenz für die in Deutschland tätigen ausländischen Geheimdienste.

» Regierung verlangt Aufdeckung aller Agenten in Deutschland

 

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Samstag App Fieber:
Berlin besetzt, Fluchtplan ins Grüne, 22Places

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal ein Location-Special mit: Berlin besetzt – Besetzungen in Berlin; Fluchtplan ins Grüne; und 22Places – Plätze für Fotografen.

 

Berlin besetzt ist ein kleines Mashup, das die Geschichte von Haus- und anderen Besetzungen in Berlin visualisiert. Die verschiedenen Arten an Besetzungen (etwa Hausbesetzung, Demo, Wagenburg, Krawall, usw.) werden optisch intuitiv unterschieden und jede Dekade wird farblich differenziert, mit einem Slider kann man zusätzlich eine kleine Zeitreise durch den historischen Verlauf simulieren. Eine recht umfangreiche Sammlung an Dokumenten wie Fotos, Plakate oder Flugblätter rundet das Projekt ab und erlaubt doch einen schönen Eindruck der jeweiligen Stimmung und Ereignisse.

 

 

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Shortwhale:
Wuala-Gründer Dominik Grolimund will zu mehr E-Mail-Disziplin anregen

Es klingt trivial, scheint aber zu funktionieren: Mit einer Profil-Seite, die über persönliche E-Mail-Regeln aufklärt und ein strukturiertes Kontaktformular beinhaltet, wollen Wuala-Gründer Dominik Grolimund und der Verhaltensforscher Dan Ariely Nutzer von der E-Mail-Flut befreien.

ShortwhaleZahlreiche vielbeschäftigte Menschen klagen über zu viele, zu lange und zu unkonkrete E-Mails. Auch Dan Ariely, bekannter Professor für Psychologie und Verhaltensökonomik an der US-amerikanischen Duke University, litt unter der Überlastung durch E-Mails. Auf dieses Thema kam er zu sprechen, als er sich mit Dominik Grolimund, einst Gründer des Speicherdienstes Wuala sowie der Social-Recruiting-Plattform Silp, zum Frühstück traf. Beide ließ die Frage, wie man E-Mail besser machen kann, nicht mehr los. Das Endresultat dieses spontanen Brainstormings heißt Shortwhale. » weiterlesen

Linkwertig:
Weltkatzentag, Twitch, Stummheit, LSR

Weltkatzentag
Das Internet feiert heute den Weltkatzentag.

Flickr widmet sich an diesem Tag ganz den flauschigen Vierbeinern

» Flickr feiert den Weltkatzentag mit Fototipps und Expertenwissen

 

Edward Snowden
Edward Snowden darf zumindest drei weitere Jahre in Russland bleiben.

Snowden hatte in zahlreichen anderen Ländern Asyl beantragt, bisher jedoch ohne Erfolg.

» Russland gewährt Snowden drei Jahre Aufenthalt

 

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Experimente mit neuartigen Gesellschaftsformen:
Wenn morgen ein neues Land gegründet wird…

Neue Stadtstaaten, die in internationalen Gewässern errichtet werden, böten Raum für Experimente mit aus heutiger Sicht radikalen Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen. Der Gedanke regt die Fantasie an.

Stadt auf dem WasserAls ich Anfang der Woche diesen Artikel zur Vision von schwimmenden Städten zu lesen begann, war mein erster Gedanke: “Wer braucht denn sowas?!”. Doch als es anschließend im Text darum ging, dass eine sich neu konstituierende Nation auf dem Wasser ein Platz wäre, an dem Experimente mit neuen Gesellschaftsformen durchgeführt werden könnten, wurde ich hellhörig. Denn in der Tat gibt es einige interessante Ansätze zur Neuordnung von Gesellschaft und Wirtschaft, die sich unter den heutigen Rahmenbedingungen nur schwer umsetzen und ausprobieren lassen. Geschichte, Mentalität, Gewohnheiten und das existierende strukturelle Korsett stehen experimentellen Vorstößen im Weg. Ein neues Land, möglicherweise in Form eines Stadtstaats auf dem Wasser, wäre dagegen der ideale Ort, um einfach mal radikal neu zu denken.

Doch was würde in diesem neuen Land anders laufen? Schnell hatte ich für mich eine Reihe von Merkmalen und Kriterien identifiziert. So sollte ein experimentelles Land meiner Ansicht nach aussehen: » weiterlesen

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