In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal mit: DNA print – DNA als Kunst; Squaredo – Zitate an der Wand; und UnlockYourBrain – ein Lockscreen mit Gehirnjogging.
DNA print ist – der Name deutet es bereits an – ein kleiner Webdienst, mit dem man seine eigene DNA ausdrucken und in Kunst verwandeln kann. Vom quanitifizierten zum genetisch visualisierten Selbst sozusagen. Auf Basis einer Speichelprobe wird der eigene genetische Fingerabdruck ermittelt, der die Daten für den Transformationsprozess liefert. Der Prozess läuft weitestgehend anonymisiert ab, wer datenschutzrechtliche Bedenken hat, sollte davor sicherlich das Kleingedruckte lesen. Mit einem Konfigurator können verschiedenste Paramter – das Theme, Format, Material, ob es für eine einzelne Person oder ein Gruppenbild ist, usw. – bestimmt werden, die das Kunstwerk noch individueller gestalten.
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Vier Jahre lang hat der Gründer des Berliner Startups motain seine überaus erfolgreiche Fußball-App iLiga aus eigenen Mitteln aufgebaut. Mit zehn Millionen Euro Venture Capital soll nun die größte Fußball-Community im digitalen Raum entstehen.
Ich bin kein besonders leidenschaftlicher Fußballfan. Zumindest verspüre ich kein Bedürfnis, mich regelmäßig über die neuesten Ergebnisse und Tabellen zu informieren. Wäre dies anders, hätte es bei netzwertig.com sicher schon früher einen Bericht über iLiga sowie das dahinterstehende Berlliner Startup motain gegeben. Dieses gelang es relativ unbemerkt von allen weniger fußballbegeisterten Beobachtern, einen der größten App-Erfolge der Hauptstadt hinzulegen.
Die von motain entwickelte, im deutschsprachigen Markt iLiga und in anderen Ländern “The Football App” genannte Anwendung bietet kostenlos und in 40 Sprachen Live-Informationen zu über 100 internationalen Fußball-Ligen und Wettbewerben. Dazu gehörigen Liveticker und -ergebnisse, Nachrichten, Videos und allerlei Statistiken. Mehr als zwölf Millionen Mal wurden die für iOS, Android, Windows Phone, Blackberry und Samsung Smartfernseher angebotene Applikation sowie gelegentlich veröffentlichten themenspezifischen Schwester-Apps mittlerweile heruntergeladen. Die Anwendungen der Berliner zählen damit zu den populärsten Fußball-Apps überhaupt. Statistiken von AppAnnie zeigen, dass The Football App beziehungsweise iLiga in den meisten größeren Ländern Europas die Spitzenplätze in der Sport-Sektion von App Store und Play Store belegt. » weiterlesen
Über eine Breitband-Drosselung mit Ausnahmen möchte die Telekom die Netzneutralität begraben. So skandalös das Verhalten ist: Es wird Zeit, dass der sich lange abzeichnende Konflikt endlich offen ausgetragen wird.
Eigentlich dachte ich, frecher und ignoranter, als die Presseverlage es beim Leistungsschutzrecht getan haben, könnte man gar nicht gegen die Einzigartigkeit des Internets vorgehen. Doch die Deutsche Telekom beweist, dass es doch geht. Der Telekommunikationskonzern tut einfach so, als könnte er ungehindert die Netzneutralität abschaffen, und strengt sich nicht einmal an, dieses Bestreben in irgendeiner Form zu verbergen. Stattdessen gab Deutschlandchef Niek Jan van Damme kürzlich in einem vielzitierten Interview mit der Welt unverblühmt zu verstehen, dass sich Webdienste durch “Kooperationsmodelle” von der geplanten, ab einem bestimmten monatlichen Datenvolumen greifenden Geschwindigkeitsdrosselung freikaufen können. Genau hiermit verstößt die Telekom gegen das Grundprinzip der Netzneutralität, nach dem Daten grundsätzlich gleichberechtigt übertragen werden. » weiterlesen
Rivva
Die Süddeutsche Zeitung wird neuer Partner von Rivva.
Der unabhängige Fortbestand von Rivva ist damit gesichert. Mein Dank geht an Stefan Plöchinger und das Team von Süddeutsche.de.
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Matrix
Carsten Pötter hat eine Matrix erstellt, auf dem potentielle Nachfolger für den Google Reader anhand einiger nützlicher Kriterien verglichen werden.
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Innerhalb von acht Monaten haben 200 Medienwebsites aus dem Buzzfeed-Werbenetzwerk 30 Prozent ihres Google-Traffics verloren. Parallel nahm die Zahl der Besucher, die über soziale Netzwerke kamen, deutlich zu.
Über die Frage, ob Google mit der Entwicklung von Google+ die richtige strategische Entscheidung für den Vorstoß in das soziale Web getroffen hat, gibt es unterschiedliche Ansichten. Immerhin verfügt der Internetgigant mit YouTube über eine bereits lebhafte Community, die sich prima zu einem sozialen Netzwerk hätte ausbauen lassen. Und auch bald zwei Jahre nach dem Launch fristet Google+ in Anbetracht der hohen internen Priorität und der in das Projekt investierten Ressourcen relativ gesehen ein Schattendasein.
Doch dass der Konzern den Aufstieg von Facebook, Twitter und anderen Social-Web-Plattformen als Bedrohung empfand und den Entschluss fasste, darauf reagieren zu müssen, daran lässt sich aus heutiger Sicht nichts mehr kritisieren. Eine Statistik von Buzzfeed zeigt, wie Social Networks immer stärker zu Trafficquellen für Websites werden und damit die Hoheit von Google als Besucherlieferant in Frage stellen. » weiterlesen
2012 wurden erstmals mehr IP-basierte Nachrichten verschickt als SMS. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die SMS in den entwickelten Märkten innerhalb weniger Jahre komplett verschwindet.
Prognosen über den bevorstehenden Tod der SMS gibt es schon seit Jahren. Doch bisher handelte es sich eben nur um Vorhersagen. Nicht mehr länger. Zahlreiche aktuelle Ereignisse belegen, dass die 160-Zeichen-Nachricht gut 20 Jahre nach ihrem offiziellen Debüt endgültig vor der Ablösung durch IP-basierte Kommunikationsformen steht. In wenigen Jahren dürfte sie zumindest in den Industrienationen vollständig aus der Mobilfunklandschaft verschwunden sein.
Das deutlichstes Indiz für eine derartige Entwicklung liefert eine Untersuchung des britischen Marktforschungsunternehmens Informa. Laut dieser wurden 2012 weltweit erstmals mehr Nachrichten über IP-basierte Chatmessenger verschickt als mittels der klassischen SMS. 19,1 Milliarden “Over-The-Top” Messages (OTT) täglich standen 17,6 Milliarden SMS gegenüber. Für Ende 2013 rechnet Informa mit 41 Milliarden OTT-Nachrichten pro Tag und 19,5 Milliarden versendeten SMS täglich. Das Unternehmen geht demnach zwar noch von einem leichten Anstieg des SMS-Volumens aus, vorrangig getrieben von der zunehmenden Handyverbreitung in Entwicklungsländern, sieht das entscheidende Wachstumspotenzial aber im OTT-Segment, also bei IP-basierten Kurznachrichten. » weiterlesen
World Wide Web
Vor 20 Jahren hat das CERN das World Wide Web der Public Domain übergeben und das Web wie wir es kennen dadurch möglich gemacht. Zur Feier haben sie auch die allererste Webseite reanimiert:
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Abmahnindustrie
Der Verein Digitale Gesellschaft hat der EU-Kommission einen Brief über die Aktivitäten der deutschen Abmahner geschrieben.
Diese Vorgehensweise ist mit Art. 8 der Richtlinie 2004/48/EG zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums unvereinbar, denn bei nun mehr als 4,3 Millionen abgemahnten Bundesbürgern lässt sich nicht mehr von Verhältnismäßigkeit sprechen.
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Die App nextr greift auf die Datenbank der Deutschen Bahn zu und vereinfacht die Reiseplanung von Haustür zu Haustür. Überraschenderweise will die Bahn dem Projekt keine Steine in den Weg legen.
Es gibt in Deutschland für überregionalen Nahverkehr keinen besseren Datenbestand als den der Deutschen Bahn, der sowohl eigene Verbindungen als auch die der Verkehrsverbünde und privaten Betreiber erfasst. Eine Fahrt etwa mit dem Bus von der Haltestelle eines Verkehrsverbunds in den nächsten lässt sich am besten damit planen. Für die Pünktlichkeit der Züge enthält die Datenbank außerdem Echtzeitinformationen. Es ist der Verkehrsmittelmix, der diesen Datenbestand unverzichtbar macht: Züge, Busse, Fähren, U- und S-Bahn. Die Bahn-Datenbank verfügt über all diese Informationen.
Die mobile Reiseplanung der Bahn, DB Navigator, greift auf diesen Bestand zu. Ihre Bedienung allerdings ist etwas umständlich – dachte sich Martin Oberhäuser, als er die Pläne zur App nextr schmiedete. Diese greift ebenfalls auf den Datenbestand der Bahn zu und vereinfacht die Reiseplanung mithilfe cleverer Funktionen. Nextr liefert etwa die Übersicht über Haltestellen in der unmittelbaren Umgebung. Ein kleines Pop-up zeigt an, welcher Bus oder welche Bahn wann als nächstes eintrifft. Nextr bohrt die manchmal etwas starre Bedienung von DB Navigator damit auf. » weiterlesen