Rocket Internet:
Mit der Bestätigung deutscher Klischees zu internationaler Anerkennung

Wurde es anfänglich maximal belächelt, hat sich Rocket Internet mittlerweile auch international Anerkennung und Respekt erarbeitet. Das Unternehmen wird durch seinen medial intensiv bewachten Aufstieg zum Botschafter der hiesigen Webwirtschaft – und erfüllt dabei auf fast schon komische Weise die Klischees, die man sich so in der Welt über Deutsche erzählt.

Im Zuge seines Börsengangs sowie des IPO seines Flaggsschiff-Projekts Zalando hat die Berliner Startup-Fabrik Rocket Internet kürzlich ein Promotion-Video veröffentlicht (auch eingebettet am Ende dieses Artikels). In gut sieben Minuten erklärt die Firma darin ihre Strategie, systematisch und mit berauschender Geschwindigkeit und ausgeklügelter Planbarkeit rund um den Globus bewährte Onlinekonzepte hochzuziehen.

Besonders an dem Imagefilm ist, wie er die deutsche Herkunft und alle damit verbundenen kulturellen Assoziationen auf eine subtile Weise in den Mittelpunkt stellt und bei Zuschauern in der Wahrnehmung verankert: Viele der Protagonisten, die in dem englischsprachigen Video zu Wort kommen, fallen durch ihre heftigen deutschen Akzente auf. Allen voran natürlich Rocket Internets geistiger Vater und primärer Antreiber, Oliver Samwer, der für seine harte deutsche Aussprache und sein “holpriges Englisch” bekannt ist. Neben Samwer äußern sich diverse weitere Führungskräfte aus der Rocket-Riege. Bei manchen von ihnen reicht eine Sekunde, um ihre Herkunft aus Deutschland zu “erraten”.  » weiterlesen

Linkwertig:
LSR, Twitter, Zalando, Uber

LSR
Google hat von den Interventionen der VG Media langsam genug und wird von den verklagenden Verlagen nur noch die Überschriften anzeigen.

Jeden Monat leiten wir über eine halbe Milliarde Klicks zu deutschen Nachrichtenseiten. Jeder dieser Klicks ist für Verlage Schätzungen des amerikanischen Zeitungsverbandes zufolge zwischen 12 und 16 Cent wert.

» News zu News bei Google

 

Twitter
Twitter wiederum möchte das Ökosystem an Entwicklern anscheinend wieder aktivieren, das sie in den letzten Jahren gründlich zertrampelt haben. Laut Twitter wird diesmal alles besser.

» Twitter to developers: Seriously, this time you can totally trust us not to ambush you

 

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Schweizer Musik-TV-Startup Rayneer ist pleite:
“Wir hatten zu hohe Kosten für die Lizenzrechte”

Das personalisierte Musikfernsehen Rayneer gehörte zu den Highflyers der Schweizer Startup-Szene – vor rund einem Jahr erhielt das Zürcher Unternehmen in einer Finanzierungsrunde zwei Millionen Franken, unter den Investoren die ZKB und Wilmaa. Diverse Medien berichteten damals über das Konzept von Rayneer. Nun muss das Unternehmen Konkurs anmelden. CEO und Gründer Oliver Flückiger erklärt die Gründe im Interview.

RayneerRayneerLieber Oliver, du hast uns kontaktiert, weil du uns News über Ryaneer mitteilen wolltest. Was sind die News?
Ryaneer ist Konkurs. Es geht leider nicht weiter mit unserem Unternehmen.

Rayneer war eines der finanziell am stärksten unterstützten Startups der letzten Jahre in der Schweiz. Nun muss euer Startup Konkurs anmelden. Weshalb die überraschenden News?
Wir haben Ende August ein Darlehen von einem unserer Investoren nicht erhalten, mit dem wir fest gerechnet haben. Dadurch war die Liquidität des Unternehmens nicht mehr gesichert, wir konnten unseren Mitarbeitern kurzfristig keine Löhne mehr bezahlen.

Weiterlesen bei startwerk.ch

Internetwirtschaft:
Deutschland braucht Megafunds mit rein deutschem Fokus

Die Internetwirtschaft Deutschlands und Europas muss sich gegen die kraftvollen, milliardenschweren Akteure des Silicon Valley sowie gegen die wachsenden Giganten aus Fernost behaupten. Ohne umfangreiche VC-Funds, die sich ausschließlich auf den hiesigen Markt konzentrieren, wird dies schwer.

Thomas Grota ist Investment Director bei T-Venture, dem Venture Capital Arm der Deutschen Telekom AG. Mehr zum Autor am Ende des Artikels.

In den letzten Wochen haben mich verschiedene Journalisten, Gründer und Investoren gefragt, welcher eine Aspekt sich meiner Meinung nach ändern müsste, damit es in der deutschen Internetwirtschaft mehr Gewinner geben könnte als heute.

Meine Antwort war zwar simpel, jedoch hat sie bei manchen für Verwunderung gesorgt: Deutschland braucht Megafunds, die einen reinen Fokus auf Deutschland haben.

Der Investmentschwerpunkt könnte auch auf weiteren europäischen Ländern liegen, jedoch müssten dann noch viel größere Kapitalmengen für diese Gesamtzahl an Ländern zur Verfügung stehen. Das Modell lässt sich entsprechend mit genügend Kapital auf ganz Europa ausweiten. Was in einem Land funktioniert, wird auch für ganz Europa gelten. Es liegt also kein nationaler Hintergedanke in dieser Schlussfolgerung. Dekliniert man dieses Modell erst einmal für die stärkste Wirtschaftsnation in Europa durch, kann man es im Anschluss auf die anderen Ländern ausdehnen. Der einzige limitierende Faktor bleibt die verfügbare Kapitalmenge.  » weiterlesen

Linkwertig:
Paypal, Windows 10, Komoot, Orkut

Ebay, Paypal
Ebay und Paypal werden sich trennen.

Während man sich um Paypal mit seinen mobilen Ambitionen wenig Sorgen machen muss (ein neuer Chef ist inzwischen gefunden), dürfte es für Ebay schwierig werden.

» Zerschlagung: Ebay trennt sich von Paypal
» Ebay veröffentlicht die Details zur angekündigten Zerschlagung

 

Windows 10
The Verge hat den gestrigen Windows 10 Event in der üblichen Vollständigkeit protokolliert.

» Live from Microsoft’s Windows 10 event

 

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Das Beste:
netzwertig.com im September 2014

Heute stellen wir einige der besten und populärsten Beiträge aus dem vergangenen Monat zusammen. Das Beste aus dem September 2014.

Analysen

Reviews & neue Startups

Samstag App Fieber

Außerdem

MoviePass:
Startup bietet Flatrate für 93 Prozent aller US-Kinos

Abomodelle, die unbegrenzten Zugang zu Medieninhalten bieten, sind gerade sehr in Mode. Das US-Startup MoviePass überträgt die Idee auf Kinobesuche. Bisher mit Erfolg.

Wie gestern erläutert, zeigen die ökonomischen Rahmenbedingungen des Musikstreamings, dass bei einer hinreichend breiten Akzeptanz des All-You-Can-Eat Modells der Gesamtmarkt wachsen kann, selbst wenn die Gruppe der ehemaligen Top-Umsatzgaranten mitunter nun weniger Geld für den Konsum von Musikproduktionen ausgibt als zuvor.

Das US-Startup MoviePass hat das sich daraus ergebende Potenzial erkannt und versucht, das Flatrate-Modell auf den Kinobesuch zu übertragen. Die Idee des Unternehmens ist ziemlich bestechend: Für 30 Dollar pro Monat können Filmfreunde 30 Tage lang jeweils einen beliebigen Streifen täglich in einem Kino ihrer Wahl genießen. Voraussetzung ist, dass das Kino sich an dem Angebot von MoviePass beteiligt. Nach Aussage der Macher sind mittlerweile 93 Prozent aller Filmhäuser in den Vereinigten Staaten an das System angeschlossen.  » weiterlesen

Crowdfunding:
Die Plattformen müssen ihre Nutzer besser schützen

Kickstarter, Indiegogo und andere bieten faszinierende Chancen für Gründer, sind aber ebenso Bühne für Betrug und Selbstüberschätzung. Die Plattformen tun bislang zu wenig, um ihre Nutzer zu schützen.

Startseite von Indiegogo

Startseite von Indiegogo

 

Indiegogo und Kickstarter haben das Prinzip Crowdfunding groß gemacht: Es sind Plattformen, bei denen Erfinder und Gründungswillige auf Unterstützer, Geldgeber und potenzielle Kunden treffen. Das Prinzip: Die Macher stellen ihre Projektidee vor und bitten bei den Nutzern um Geld. Diese bekommen im Gegenzug eine Belohnung, bei Hardware-Projekten wird oftmals das fertige Gerät zu einem Sonderpreis und vor dem offiziellen Marktstart versprochen.

Es gibt in diesem Bereich Erfolge wie die Pebble Smartwatch, aber auch etliche Projekte, die niemals ihre Versprechen erfüllen konnten. Manchmal hatten die Gründer den Mund zu voll genommen, manchmal haben sie sich verkalkuliert, manchmal spielte ihnen ein unvorhergesehenes technisches Problem einen Streich und manchmal hatten sie vielleicht niemals vor, wirklich ein Produkt auszuliefern. » weiterlesen

Linkwertig:
Facebook, Uber, Startups, Vergessen

Facebook
Facebook will endlich auch Benutzerdaten für Ads ausserhalb von Facebook verwenden.

» Facebook Will Use Facebook Data to Sell Ads on Sites That Aren’t Facebook

 

Uber
Wenn sich die Taxiverbände gegen uns stellen, dann inkorporieren wir eben auch die Taxis, scheint die neue Strategie von Uber zu sein:

In Berlin und Hamburg können sich nun auch Taxifahrer und Unternehmer bei Uber anmelden

» Uber öffnet sich für Taxis

 

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Die ökonomischen Effekte von Streaming:
Die Musikwirtschaft hat Grund zu Optimismus

In der öffentliche Debatte wird Musikstreaming meist als ökonomisch unattraktiv charakterisiert. Doch befreit man sich von gewissen Vorstellungen darüber, wie die Wertschöpfung mit Musik ablaufen muss, dann besteht Grund zu viel Optimismus.

Die jüngsten Äußerungen von Herbert Grönemeyer zum Thema Musikstreaming sowie einige Kommentare zu unserem Artikel zeigen nicht nur, dass nach wie vor Uneinigkeit darüber besteht, ob Streaming aus Sicht der Künstler und Branchenvertreter primär eine Marketing- oder eine Umsatzfunktion zukommt. Es wird in der Debatte auch noch ein anderer Konflikt deutlich, der auf eine aus dem analogen Zeitalter stammende Denkweise zurückzuführen ist: Anstatt dass der Gesamtumsatz oder der durchschnittliche Pro-Kopf-Umsatz einer sich wandelnden Branche als vorrangige Erfolgsindikatoren herangezogen werden, versteifen sich Kritiker des aktuellen Wandels auf schiefe Vergleiche zwischen einstigen Power-Käufer-Erlösen und heutigen, scheinbar bescheidenen Umsätzen aus Streaming.  » weiterlesen

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