Apple Watch:
Ein ungewöhnlich improvisiert wirkender Launch-Zeitplan

Anders als bei früheren Produktlaunches verzichtet Apple bei seiner Smartwatch auf die Angabe eines konkreten Termins für den Marktstart. Anvisiert ist ein Zeitraum ausgerechnet nach dem wichtigen Weihnachtsgeschäft. Das wirft Fragen auf.

Apple Watch

Apple hat zwar in dieser Woche seine Apple Watch angekündigt. Wer sich das gute Stück zu einem Anschaffungspreis ab 349 Dollar zulegen möchte, muss aber noch ein wenig warten: Der Verkaufsstart wird von dem Unternehmen mit “Anfang 2015” angegeben. Mich verwundert diese lange Pause zwischen Präsentation und Debüt bei einer schwierigen Produktkategorie wie den Smartwatches (die Apple nicht so nennen möchte). » weiterlesen

Linkwertig:
Datenproletariat, EU, Guardian, Swift

Datenproletariat
Günter Hack versucht sich an einer historisch materialistischen Beschreibung des Internets.

Den lähmenden Proletarisierungsprozessen lässt sich wohl nur durch eine Art gesellschaftlicher Feldenkraisübungen entgegenwirken.

» Der Aufstieg des Datenproletariats

 

EU
Energiekommissar Oettinger wird neuer Internetkommissar der EU.

Oettinger gab nach seiner Nominierung erste Statements zur Digitalwirtschaft ab.

» Oettinger wird neuer EU-Internetkommissar

 

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Apple Pay:
Der Bezahldienst, der alles verändern könnte – aber eine große Schwäche besitzt

Apples gestern vorgestellter mobiler Bezahldienst macht auf den ersten Blick einen sehr soliden Eindruck. Wir beleuchten das Angebot aus sechs verschiedenen Perspektiven.

Apple PayDie Spannung war groß, und tatsächlich hat Apple auf seinem gestrigen Event neben dem iPhone 6 und der Apple Watch einen mobilen Bezahldienst vorgestellt. Apple Pay fällt in seiner Konzeption recht erwartungsgemäß aus, baut auf im iTunes-Konto oder per Kamera-Scan in der Passbook-App abgelegten Debit-/Kreditkarten auf, wird zum Start nur in den USA verfügbar sein und soll dort anfänglich an 220.000 “Bezahlstationen” zahlreicher bekannter Ketten zum Einsatz kommen können.

Im Folgenden beleuchten wir einige Schlüsselaspekte, Implikationen und entscheidende Fragen zu Apple Pay.

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Linkwertig:
iPhone 6, Apple Watch, Apple Pay, MyTaxi

Apple
Apple hat gestern wie erwartet neue (und nicht gerade kleine) iPhones und eine (durchaus schicke) Uhr vorgestellt. The Verge hat die Ereignisse wie immer akribisch dokumentiert:

» Live from Apple’s iPhone 6 and iWatch event

 

Apple Pay
Und mit Apple Pay kann bald mit dem Handy oder der Uhr bargeldlos bezahlt werden.

Teilnehmer können ihre Kreditkarte wahlweise aus dem iTunes-Store hinzufügen oder mit der iSight-Kamera abfotografieren.

» Apple Pay: Mobil bezahlen mit iPhone

 

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Milliardenübernahme in Europa:
Microsoft will sich Minecraft schnappen, das Lego des digitalen Zeitalters

Über 50 Millionen Mal wurde das Kultspiel Minecraft bisher heruntergeladen. Jetzt soll Microsoft das in Schweden ansässige Betreiberunternehmen für rund zwei Milliarden Dollar übernehmen wollen. Ein derartiger Deal müsste auch im Lichte von Facebooks jüngster Akquisition von Oculus VR betrachtet werden.

Minecraft

2014 entwickelt sich immer mehr zum Jahr der überraschenden Mega-Übernahmen im Technologiesektor. Nach Nest, WhatsApp, Oculus VR und Twitch steht jetzt der nächste bisher nicht als akutes Akqusitionsobjektet gehandelte Anbieter vor einem Milliarden-Deal. Gemäß Wall Street Journal (via) führt Microsoft ernsthafte Übernahmeverhandlungen mit den Machern des Onlinespiels Minecraft. Im Raum stehe eine Summe in Höhe von rund zwei Milliarden Dollar. Der Abschluss der Akquisition könne noch in dieser Woche verkündet werden. » weiterlesen

Einstiges Trend-Thema floppt:
Social Gifting-Pionier Wrapp gibt bisheriges Modell auf

Social Gifting war einst ein Thema, in das Startups und Netzgiganten wie Facebook ihre Hoffnungen steckten. Doch die Rechnung ging nicht auf. Nach Facebook gibt nun auch der Pionier in dem Segment, Wrapp, sein bisheriges Modell auf.

WrappVor zweieinhalb Jahren waren über soziale Netzwerke verbreitete Geschenkgutscheine kurzzeitig ein Thema, welches die Webbranche bewegte. Nachdem das schwedische Startup Wrapp eine Finanzierung von den Gründern von Skype und LinkedIn erhalten hatte, machte sich Rocket Internet mit DropGifts umgehend auf, das Konzept des Mixes aus kostenpflichtigen und kostenfreien, an Kontakte im Social Web zu verteilenden Gutscheinen nachzubauen. Quasi zeitgleich lancierte Facebook seinen Dienst “Gifts”, der in eine ähnliche Richtung ging.

Doch das Geschäftsmodell digitaler Geschenkgutscheine erwies sich als weitaus weniger lukrativ als erwartet. Im Sommer dieses Jahres legte Facebook sein Angebot auf Eis. Bei Dropgifts gab es zwar Mitte 2012 noch eine größere Finanzierungsrunde und im Frühjahr 2013 expandierte der Service sogar in die USA. Seitdem hat man jedoch nichts mehr von dem Projekt gehört. Den letzten Tweet gab es ebenfalls im März 2013. Die Facebook-Page existiert gar nicht mehr. Üblicherweise ein schlechtes Zeichen. » weiterlesen

Microblogging:
Ello, App.net und die Frustration über Twitter

Wie einst das gescheiterte App.net startet der Microbloggingdienst Ello zu einem Zeitpunkt, an dem sich eingefleischte Twitter-Nutzer über die Zukunftspläne des Zwitscherdienstes Sorgen machen. Trotz des guten Timings gibt es somit keinen Grund für Überschwänglichkeit, was Ello angeht. Dennoch lohnt es sich, den Dienst im Auge zu behalten. Schon wegen seines unkonventionellen Geschäftsmodells.

ElloEigentlich gibt es abseits von einer prinzipiellen Neugier für frisch gestartete Services wenig Gründe, sich intensiver mit dem gerade vermehrt in der deutschen Webszene seine Kreise ziehenden, von uns kürzlich kompakt vorgestellten Microblogging-Dienst Ello auseinanderzusetzen. Wäre da nicht das geniale Timing. » weiterlesen

Linkwertig:
Twitter, Box, iCloud, Moto X

Twitter
Ausgewählte Benutzer können nun auch Tweets mit einem eingebetteten Buy-Button vorgesetzt bekommen.

» Testing a way for you to make purchases on Twitter

 

Box
Der Cloud-Storage Anbieter Box scheint die eigene Zukunft primär in Branchenlösungen für Unternehmen und Organisationen zu sehen.

Die maßgeschneiderten Lösungen für den Industriebedarf werden von Box Workflow, einem neuen Produkt für verbesserte Businessprozesse in der Cloud, unterstützt.

» Box’s Next Act: Box for Industries

 

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Alibaba & Co:
China stellt die amerikanische Hegemonie im Internet in Frage

Der geplante Mega-Börsengang des chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba in New York markiert eine Zeitwende. Die bislang geltende strikte Trennung zwischen dem westlichen und dem chinesischen Internetmarkt erodiert.

ChinaIn meinen Gesprächen mit Akteuren der Hongkonger Startup-Branche gab es ein immer wiederkehrendes Thema: China. Die Internetbranche in der Volksrepublik boome und besonders in Peking steppe der Bär.

Bislang blieb uns im Westen diese Entwicklung weitgehend verborgen. Zu weit weg erschien das Land, zu fremd die Kultur und Sprache, und auch die fehlenden demokratischen Rahmenbedingungen erhöhten nicht gerade die Bereitschaft der meisten Menschen, sich intensiv mit China auseinanderzusetzen.

Doch jetzt bleibt Beobachtern der amerikanischen und europäischen Netzbranche nichts anders mehr übrig, als die neue Internetmacht China anzuerkennen. Denn mit dem bevorstehenden Rekord-Börsengang des E-Commerce-Giganten Alibaba an der New Yorker Technologiebörse NASDAQ verschwimmen die Grenzen, die bisher das 1,35 Milliarden Menschen zählende Land im Osten aus unserer Wahrnehmung fernhielten.  » weiterlesen

Aggressives Uber gegen behäbige Taxibranche:
Die ideale Lösung liegt in der Mitte

Die Taxibranche und Uber sind zwei Extreme, die aus unterschiedlichen Gründen nicht den Wunschzustand darstellen. Dennoch ist Uber essentiell, um die Rahmenbedingungen für Individualbeförderung neu zu gestalten.

angrytaxidriver_smallMeine ersten zwei Artikel, die ich zum umstrittenen Beförderungs-Dienst Uber verfasste, besaßen einen tendenziell kritischen Grundton. Ich fand es befremdlich, dass ausgerechnet der Anbieter einer Luxusdienstleistung zum Aushängeschild des Technologie-Sektors avancierte. Damals beschränkte sich Uber zwar noch auf das Limousinen-Segment. Doch selbst die später gestartete P2P-Kategorie UberPop, bei der Privatmenschen mit ihren eigenen Autos als Fahrer auftreten, ist nach meiner Definition ein Teil der Individualbeförderung und im Gegensatz zum öffentlichen Personennahverkehr nicht essentiell, ergo ein Luxusprodukt.

Doch aufgrund der hysterischen, aggressiven und kundenfeindlichen Reaktionen des Taxigewerbes veränderte sich meine Haltung zu Uber im Laufe der Zeit. Obwohl ich den Service selbst so gut wie nie verwende und meine Skepsis nicht abgelegt hatte, war es schwierig, Uber nicht moralisch gegenüber dem alle Register ziehenden Taxigewerbe zu verteidigen. » weiterlesen

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