Kommunizieren über Fotos und Videos:
Ashton Kutcher erwärmt sich für Berliner Geek-App Taptalk

Hollywood-Schauspieler Ashton Kutcher empfiehlt in einem Tweet die Berliner Foto- und Video-App Taptalk. Ob ehrlich und spontan oder mit Hintergedanken – dem Dienst mit seiner bislang eher homogen wirkenden Nutzerschaft kann das nur gut tun.

Kinder haben Lego. Erwachsene Protagonisten der Internet- und Startup-Szene haben mobile Apps. Sie sind ihr Spielzeug, dem sie sich neugierig wimen und von dem sie hoffen, dass viele andere Ihresgleichen ebenso an ihm Gefallen finden. So fing Twitter an, so fing Foursquare an. In Kreisen hiesiger Netzmenschen besitzt derzeit Taptalk den Status des neuesten Spielzeugs. Eine private, “selbstzerstörerische” Foto- und Video-App nicht unähnlich dem US-Teenie-Hit Snapchat. Parallelen zwischen Taptalk und Facebooks Snapchat-Klon Slingshot existieren ebenso, allerdings nicht in dem Maße, wie es ursprünglich berichtet wurde.

Wozu man Taptalk in Anbetracht der Vielzahl von Sharing- und Kommunikations-Apps mittelfristig einsetzen sollte, darauf gibt es noch keine überzeugende Antwort. Momentan scheint es primär darum zu gehen, anderen Szene-Köpfen zu signalisieren, dass man ebenfalls Taptalk ausprobiert. In meiner Taptalk-Kontaktliste befinden sich ausschließlich Personen, die ich aus der Webbranche kenne. Von meinen “privaten” Bekannten hat noch niemand die App des Berliner Startups für sich entdeckt. » weiterlesen

Samstag App Fieber:
Plan3t, Andanzamag, Yogatrail

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Plan3t Biblioblog – ein Planet; Andanzamag – ein Magazin; und Yogatrail – ein Verzeichnis.

 

Planeten – die vor zehn Jahren durchaus populären kuratierten Aggregatoren von Blogs zu bestimmten Themen – sieht man ja in letzter Zeit leider immer seltener. In diesem Sinne ist es durchaus erfreulich, dass sich ausgerechnet deutschsprachige bibliothekarische Weblogs mit Plan3t Biblioblog zusammenfinden. Interessant dabei ist, dass sowohl die Anzahl an teilnehmenden Blogs als auch der tägliche Output durchaus schlüssig resp. infoökonomisch prozessierbar sind.

 

 

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Alltagserledigungen:
Ich freue mich auf die Automatisierung

Alltägliche Erledigungen erfordern eine Vielzahl Interaktionen mit anderen Menschen. Manche davon sind kaum notwendig. Zeit, dass Technologie übernimmt.

Mit anderen Menschen zu kommunizieren, kann bereichernd sein und viel Freude bereiten – sofern man dies freiwillig gewählt und sich die Personen selbst ausgesucht hat. Viele Male pro Tag sind wir jedoch zu Interaktionen mit anderen Menschen gezwungen, ohne dass ein Interesse aneinander besteht. Diese Vorgänge bieten keinerlei der Vorteile des sozialen Austauschs, dafür aber viele Nachteile. Meist sind sie zudem hochineffizient und rauben Zeit. Früher oder später wird Technologie diese Aufgaben übernehmen. Ich freue mich darauf. Hier sind vier Beispiele: » weiterlesen

Linkwertig:
Google Ventures, Yahoo, AWS, Poken

Google Ventures
Google Ventures will nun auch verstärkt – zunächst einmal 100 Mio. Dollar – in Europa investieren.

» Google Ventures invests in Europe

 

Algorithmen
Algorithmen sind nicht nur fast an allem schuld, sie suchen vielleicht auch bald nicht die schnellsten, sondern die schönsten Routen:

» New Algorithm Finds the Most Beautiful

 

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Aufgabenmanager:
Wunderlist wird schneller, schöner – und bleibt sonst fast wie es ist

Das Berliner Produktivitäts-Startup 6Wunderkinder wird in wenigen Wochen die neue Version seines von sechs Millionen Menschen genutzten Aufgabenmanagers Wunderlist veröffentlichen. Gut so, denn die bisherige App wirkt nicht mehr ganz frisch.

Ich bin ein täglicher Nutzer der Aufgabenverwaltung Wunderlist. Als solcher hatte man es in den vergangene Wochen gar nicht so leicht: Immer mal wieder gab es kleinere Probleme beim Synchronisieren, und generell entstand ein wenig der Eindruck, dass die existierenden Apps von dem Startup aus Berlin nicht mehr das wünschenswerte Maß an Liebe erhielten. Der Grund hierfür war zwar nicht schwer zu erraten: Schon seit längerem ist bekannt, dass die Hauptstädter an einer neuen Version ihrer App arbeiten. Dennoch wurde ich langsam ungehalten.

Erfreulicherweise muss meine Geduld nicht mehr viel länger auf die Probe gestellt werden: Heute informierte Wunderlist-Macherin 6Wunderkinder über das bevorstehende Release 3.0 und startete offiziell die Pre-Launch-Phase. Alle Details zu Wunderlist 3.0 können auf wunderlist.com nachgelesen oder im Präsentations-Video (am Artikel-Ende) betrachtet werden. » weiterlesen

Mensch-Maschine-Kommunikation:
Die SMS erhält eine neue Berufung

Als Kommunikationskanal zwischen Menschen hat die SMS ausgedient. Als Mittel zur Übermittlung strukturierter und automatisierter Informationen aber erlebt sie einen zweiten Frühling.

SMSDer Aufstieg von WhatsApp und anderen Smartphone-Messengern, ist gleichzeitig der Niedergang der klassischen SMS. Das Ende der 160-Zeichen-Nachricht  deutet sich schon länger an. Im vergangenen Jahr wurden auch erstmals weniger Handy-Kurzmitteilungen verschickt als im Vorjahr. Und das, obwohl bei vielen Tarifen mittlerweile SMS-Kontingente oder -Flatrates inbegriffen sind. Doch letztlich sind OTT-Services à la WhatsApp und iMessage mit ihren nicht vorhandenen Zeichenbegrenzungen, ihrer Multimedia- und Gruppenfähigkeit sowie dem allgemein höheren Anwenderkomfort einfach attraktiver. Auch der gefloppte SMS-Nachfolger Joyn konnte die Entwicklung nicht abbremsen.

Doch während die SMS als Mittel zur Durchführung von textbasierten Konversationen zwischen Menschen demnächst ins Antiquariat uralter Kommunikationsverfahren gehört, sieht es danach aus, als bleibt sie uns als zuverlässiger, plattformübergreifender, standardisierter Kanal für den Maschine-Mensch-Austausch erhalten. » weiterlesen

Linkwertig:
BRAGER, Kultur, Spione, Swarm

7:1
Twitter hat nach dem 5:0 des vorgestrigen Spiels Brasilien – Deutschland mit mehr als 580 Tausend Tweets pro Minute einen neuen Rekord aufgestellt.

» 580,166 TPM

 

Coding da Vinci
Die Deutsche Bibliothek berichtet über die Ergebnisse vom Kultur-Hackathon.

16 Kultur-institutionen hatten ihre Daten für Programmierer, Designer und Gamer unter offenen Lizenzen zur Verfügung gestellt, die zehn Wochen gearbeitet haben und jetzt ihre Ideen und Anwendungen zur Preisverleihung in Berlin vorstellten.

» Kultur-Hackathon

 

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Zielgruppe Endanwender:
SAP startet Mitfahr-App TwoGo

Der Trend, Fahrzeuge gemeinsam zu nutzen und damit die Umwelt und den Gelbeutel zu schonen, weitet sich aus. Selbst Europas führender Softwarehersteller SAP will in dem Markt mitmischen – und gibt sich mit dem gerade gestarteten Dienst TwoGo ganz im Stile eines Startups.

TwoGoWährend die USA eine bemerkenswerte Zahl an wegweisenden IT- und Internetfirmen mit internationaler Bedeutung hervorgebracht haben, kann Deutschland nur ein einziges echten Riesen vorweisen: SAP, milliardenschwerer Softwarehersteller aus dem baden-württembergischen Walldorf. Auch wenn der Konzern als nach Umsatz größter europäischer IT-Anbieter wahrlich kein kleines Licht in der Technologielandschaft darstellt, so gilt das 1972 gegründete Unternehmen heute nicht gerade als Quelle aufregender, einfallsreicher Dienste und Produkte. Kein Wunder, fokussiert es sich zumeist auf dröge betriebswirtschaftliche Software, die zwar eine wichtige Rolle für den reibungslosen Ablauf alltäglicher Prozesse spielt, aber in puncto Medienwirkung, Stammtischtauglichkeit und Weltveränderungspotenzial gegen Google, Facebook und Apple blass aussieht.

Umso interessanter ist die gerade erfolgte Lancierung eines mobilen Ridesharing-Dienstes namens TwoGo. Die Website und dazugehörigen Apps für iPhone und Android präsentiert der IT-Gigant in Sachen Gestaltung und Sprache ganz im Stile typischer, jung-dynamischer Startups. Das ist kein Zufall: TwoGo konkurriert als mobiler Mitfahrdienst mit hiesigen Jungunternehmen wie Flinc und Wundercar (seit dessen Neupositionierung), sowie mit etablierten Mitfahrgelegenheits-Portalen wie Mitfahrgelegenheit.de. » weiterlesen

Über ein Dutzend smarte Geräte steuern:
IFTTT wird zur Schaltzentrale für das Internet der Dinge

2011 ging IFTTT als Dienst an den Start, um verschiedene Online-Apps miteinander interagieren zu lassen. Heute unterstützt der Service eine schnell steigende Zahl an smarten, internetfähigen Geräten. IFTTT wird zur zentralen Plattform für das Internet der Dinge.

IFTTT

Außenstehenden prägnant zu erklären, was genau IFTTT macht, ist nicht leicht. Ich benutze in Artikeln zu dem US-Dienst gerne die Analogie des “digitalen Klebebands”. Dass jemand ohne Vorwissen anhand dessen aber versteht, was man mit IFTTT anstellen kann, erwarte ich natürlich nicht. Womöglich erübrigt sich das Thema jedoch bald. Denn immer deutlicher wird, in welche Richtung sich das Angebot entwickelt: zum Steuerungsorgan aller mit dem Internet verbundenen Geräte; zur zentralen Plattform für das Internet der Dinge (IdD).

Im Laufe der letzten Monate hat das Unternehmen die Zahl der mit dem persönlichen IFTTT-Konto verknüpfbaren Smart Devices und IdD-Produkte kontinuierlich erhöht. Weiterhin lässt sich der Service natürlich auch dafür nutzen, um reine Web- und Smartphone-Apps zusammenzuschalten und automatisiert miteinander interagieren zu lassen. Doch je vielfältiger das in unserem Alltag vorkommende Spektrum an digitalen, mit dem Internet verbundenen Geräten ist, desto stärker rücken bei IFTTT Einsatzszenarien in den Vordergrund, bei denen ausgelöste Aktionen nicht allein die konventionelle Nutzung von PCs, Smartphones oder Tablets betreffen.

Die folgende Zusammenstellung von mit IFTTT steuerbaren und zusammenschließbaren IdD-Produkten verdeutlicht, wie weit die Metamorphose von IFTTT zur Schaltzentrale für das Internet der Dinge bereits vorangeschritten ist.  » weiterlesen

Linkwertig:
Pew, Inbox, Minority Report, Kartoffelsalat

Slow Media
Netzpolitik fasst eine Studie vom Pew Research Institute zusammen.

Der allgemeine Trend jedoch lautet: Wenn jetzt nicht gegen Netzneutralitätsverstöße, Totalüberwachung, unpassendes Urheberrecht und marktbeherrschende Internetfirmen vorgegangen wird, mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen, politischen und technologischen Mitteln, dann wird es ein freies Netz bis 2025 sicher nicht (mehr) geben.

» Die Zukunft des Internets

 

Inbox
Mit Inbox gibt es endlich wieder einmal die Zukunft von E-Mail.

Statt sich mit antiquierten Dingen wie in MIME kodierten Dateianhängen herumzuschlagen … soll die E-Mail der Zukunft nur noch vom Sender zum Empfänger gelangen.

» Inbox statt E-Mail mit IMAP und MIME

 

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