Der E-Mail wird immer häufiger das baldige Ende prognostiziert. Doch in Extremsituationen zeigt sich, dass sie ihren Social-Media-Alternativen noch immer überlegen ist.
E-Mail
steht vor der Ablösung. Social Networks und mobile Chatdienste
laufen der E-Mail den Rang ab. Firmen wollen die Mail als internes Kommunikationsmittel
abschaffen… egal wohin man schaut – überall wird der guten alten E-Mail das Ende prognostiziert. Und wahrscheinlich ist es Realität, dass durch die veränderten Nutzungsmuster junger Generationen die Mail als privates Kommunikationsmittel sukzessive an Bedeutung verliert.
Dennoch gibt es einen Vorzug des E-Mail-Protokolls, der gerne ignoriert wird, aber so lange Wertschätzung verdient, bis rund um den Globus in sowohl städtischen als auch ländlichen Regionen blitzschnelle, omnipräsente mobile Breitbandverbindungen existieren. Und bis dahin dürften noch einige Jährchen vergehen: E-Mail funktioniert als eines der wenigen datenbasierten Kommunikationstools auch dann noch zuverlässig, wenn eine Überlastung des Netzes oder eine schlechte mobile Abdeckung alle anderen Arten des digitalen Austausch unmöglich macht.
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Am heutigen Freitag wird Facebooks Aktie erstmalig an der US-Technologiebörse NASDAQ gehandelt. Es ist das größte Ereignis der Internetwirtschaft bisher.
Heute geht Facebook an die Börse. Es ist ein einzigartiger IPO, der gleich mehrfach Rekorde bricht. Mit der Facebook-Aktie wagt erstmals ein auf die breite Masse ausgerichtetes soziales Netzwerk ohne Special-Interest-Schwerpunkt den Gang aufs Parkett. Gleichzeitig handelt es sich um das größte Börsendebüt eines Technologieunternehmens jemals. Bisher wurde Google diese Ehre zuteil. Doch die
zur IPO des Such- und Werbegiganten im Jahr 2004 erlösten 1,67 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von rund 23 Milliarden Dollar verblassen im Vergleich zu den 16 Milliarden Dollar, die das soziale Netzwerk
jetzt eingenommen hat. Der Börsenwert liegt damit bei rund 104 Milliarden Dollar. Heute wird die Facebook-Aktie erstmals an der amerikanischen Technologiebörse NASDAQ gehandelt.
VentureBeat zählt einige weitere Besonderheiten auf, die den Börsenstart zu einem historischen Ereignis machen: So handelt es sich um den größten mit Hilfe von Venturekapital aufgebauten IPO überhaupt: 2,2 Milliarden Dollar Risikokapital sind seit dem Launch von Facebook im Jahr 2004 in das Unternehmen geflossen. Zudem habe noch kein anderer Börsenneuling zuvor so viele Firmen aufgekauft wie das kalifornische Social Network (wobei die angeführte Zahl von 13 Übernahmen nicht zu stimmen scheint – eigentlich waren es deutlich mehr).
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Pinterest
Pinterest hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 1,5 Milliarden abgeschlossen:
» Exclusive: Japan’s Rakuten Wins the Heart of Pinterest in $100M Funding Race With $1.5B Valuation
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Urheberrecht
Der Perlentaucher unterstreicht einen in der Urheberrechtsdiskussion meistens etwas übersehenen Aspekt: wer ist das eigentlich, der da spricht und Petitionen unterzeichnet?
Die wenigsten Autoren, die den Aufruf unterzeichnet haben, sind bisher dadurch aufgefallen, dass sie sich mit dem Internet auseinandergesetzt haben. In dem Aufruf dominieren die Autoren, die Jahr für Jahr oder alle zwei Jahre ihr neues Buch bringen.
» Die schöne Seite der Kostenlosmentalität
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Unter dem Namen “Knowledge Graph” hat Google ein Feature vorgestellt, das die Suche auf ein neues Niveau hebt: Begriffe sind nicht mehr nur Zeichenfolgen, sondern haben eine Bedeutung und einen Zusammenhang. Waren die Suchergebnisse für die Nutzer früher vor allem eine Zwischenstation, werden sie immer mehr zum eigentlichen Ziel.
Für klassische Suchmaschinen ist die Suchanfrage eines Nutzers im Wesentlichen eine Abfolge von Zeichen. Für sie wird nach verschiedenen Kriterien die beste Entsprechung in Form einer Website im Netz gesucht. Mit dem jetzt vorgestellten
Knowledge Graph will Google einen Schritt weiter gehen: Künftig werden Orte, Personen, Gegenstände und mehr in diesen Suchanfragen erkannt und in einen Zusammenhang gestellt. „Things, not strings“, sagt Google dazu im
offiziellen Blogpost: Dinge, nicht Zeichenfolgen. Das Feature steht zunächst englischsprachigen Nutzern in den USA zur Verfügung.
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In der Debatte über Google+ werden immer wieder zwei gängige Irrtümer sichtbar. Zeit, mit ihnen aufzuräumen.
Als Verfasser eines recht intensiv diskutierten Beitrags, indem ich das Scheitern von Google+ prognostizierte, musste ich mich in Gesprächen in den letzten Wochen mehrmals Fragen rund um die soziale Google-Plattform sowie meine Haltung zu dem Dienst stellen. Während ich die Diskussion über die Zukunft des ambitionierten Projekts an diesem Punkt nicht nochmals aufrollen möchte – auch weil es nicht wirklich neue Erkenntnisse gibt – halte ich es für wichtig, zwei gängige Irrtümer rund um Google+ zu thematisieren, die auch mir im Austausch über das Google-Netzwerk häufiger begegnen. Beide beeinflussen die Sichtweise auf das Angebot. » weiterlesen
Auf den Hype folgte die Ernüchterung – da war auch die Frage-Antwort- und Wissensplattform Quora keine Ausnahme. Doch die Besucherzahlen steigen wieder. Und frisches Kapital soll die langfristige Orientierung der Kalifornier manifestieren.
Manche Startups sind gut damit beraten, bei ausbleibendem exponentiellen Wachstum grundsätzliche Schwächen an ihrer Produktidee zu identifizieren und mit einem abgewandelten Konzept frühzeitig einen Neustart zu wagen (der berühmte “Pivot”). Andere wiederum tun gut darin, den bestehenden Ansatz kontinuierlich zu verfeinern und geduldig auf das Eintreten des Tipping Points zu warten. Pinterest benötigte beispielsweise mehr als ein Jahr, bevor die Nutzerzahlen plötzlich explosionsartig anstiegen. Die Schwierigkeit für Gründer liegt darin, zu erkennen, in welche der zwei Kategorien ihr Angebot fällt. Ich persönliche glaube, dass Quora, die Frage-Antwort-Plattform aus Palo Alto, die richtige Entscheidung getroffen hat, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und sich nicht von einer nachlassenden Aufmerksamkeit in Branchenkreisen beirren zu lassen. » weiterlesen
Smazaar
Mit Stuffle haben wir am Freitag einen Flohmarkt in der Hosentasche vorgestellt. Smazaar bringt die Idee zu Android.
» Knipsen, hochladen, verkaufen
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Twitter
Twitter macht den Memetrackern Konkurrenz und verschickt fortan – wenn man will – eine personalisierte wöchentliche Zusammenfassung der wichtigsten Tweets.
» The best of Twitter in your inbox
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Für immer mehr junge Internetfirmen in Deutschland bietet sich Crowdfunding als probates Mittel an, um unkompliziert an Startkapital zu gelangen. Die neue Plattform Bergfürst will diesen Weg der Finanzierung durch die Masse auch Startups in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium anbieten.
Crowdfunding erfreut sich immer größerer Beliebtheit als Weg, um Gründer mit einer guten Idee Startkapital zu verschaffen. Bei Plattformen wie Seedmatch, Innovestment oder dem Schweizer Anbieter C-Crowd investieren Privatpersonen Kleinstbeträge in Jungfirmen und erwerben so stille Beteiligungen mit der Aussicht auf eine spätere Rendite. Bislang können Gründer zumindest in Deutschland auf diese Weise lediglich maximal 100.000 Euro einsammeln – was besonders für technologielastige Startups zu wenig Kapital darstellen könnte, um die notwendigen Ausgaben für einen erfolgreichen Launch zu decken.
In einem offenen Brief (Neudeutsch für “ein öffentlich zugänglicher Text im Netz”) kritisierte Seedmatch-Geschäftsführer Jens-Uwe Sauer unlängst diese durch das Verkaufsprospektgesetz auferlegte Einschränkung für Crowdfundingplattformen in Deutschland. Das Gesetz sieht vor, dass Firmen ein Verkaufsprospekt veröffentlichen müssen, wenn von der selben Vermögensanlage im Zeitraum von zwölf Monaten Anteile im Wert von über 100.000 Euro verkauft werden (und einige andere Kriterien erfüllt sind). Die Erstellung eines Verkaufsprospekts kosten laut Sauer mindestens 12.000 Euro, häufig deutlich mehr, und kann sich über Monate hinziehen. Gerade Crowd-Finanzierungen zwischen 100.000 Euro und 200.000 Euro sind deshalb aufgrund des unverhältnismäßig hohen Aufwands im Prinzip nicht möglich, so der Seedmatch-Chef.
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Zum zweiten Mal steigt in diesem Jahr in Köln der European Pirate Summit, eine exklusive Startup-Konferenz für technologieaffine, risikofreudige Entrepreneure. netzwertig.com unterstützt die Veranstaltung als Medienpartner.
Aus zwei Gründen sind wir äußerst wählerisch, was Medienpartnerschaften mit Branchenveranstaltungen und Internetkonferenzen betrifft: Zum einen halten wir derartige Kooperationen nur für sinnvoll, wenn wir selbst vor Ort sein können – und dafür fehlt uns oft einfach die Zeit. Zum anderen glauben wir, dass zu viele “In eigener Sache”-Ankündigungen für die Mehrheit der Leser störend sind und das Rauschen in unserem Artikelstream erhöhen. Zumal nur wenige Events so gut sind, dass man sie wirklich nicht verpassen darf.
Trotzdem entschlossen wir uns im vergangenen Jahr zu einer Medienpartnerschaft mit dem European Pirate Summit – einer Startup-Konferenz, die 2011 zum ersten Mal stattfand. Insofern bestand durchaus ein Risiko, dass wir Leserinnen und Leser mit einer Reihe von Beiträgen über ein Event behelligen würden, welches sich im Nachhinein als Schuss in den Offen erweisen könnte. Glücklicherweise kam es anders: Die eintägige Veranstaltung war ein voller Erfolg und brachte 200 handselektierte Gründer, Investoren und Innovatoren in Kölns skurrilster Location, dem Odonien, zum Austausch und gegenseitigen Inspirieren zusammen. Vereinen sollte alle Besucher eine gewisse Risikoaffinität und Kreativität – wie man sie auch von einstigen Seeräubern her kennt (mehr zur Namenswahl hier). Und dieses Versprechen lösten die vier Initiatoren Fabian Muecke, Waldemar Hein, Till Ohrmann und Maurice Kock auch vollständig ein. Bei den Kollegen von deutsche-startups.de wurde das Event deshalb wenig verwunderlich zur Veranstaltung des Jahres gekürt.
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Digitale Technologien ermöglichen einen neuen, befreiten Lebensstil, bei dem die Bedeutung von physischem Besitz in den Hintergrund tritt.
Foto: Flickr/Johan Brook, CC BY-SA 2.0
Mittlerweile bin ich nach zwei intensiven, aber inspirierenden Konferenzwochen (re:publica, Next) in Berlin wieder an meinem Wohnort in Stockholm. Doch nachdem ich den Großteil meines Hauptstadt-Aufenthalts in einer über Airbnb gemieteten Unterkunft verbrachte, kehrte ich in meiner (Wahl-)Heimat nicht in meine eigene Wohnung zurück – denn die habe ich bis Ende Juni untervermietet. Stattdessen lebe ich die kommenden zwei Wochen im Apartment meiner Freundin und werde weite Teile des Junis voraussichtlich in einer anderen europäischen Metropole verbringen. Sonderlich kostspielig ist das dank der Vermietung meiner Behausung nicht. Die größere Herausforderung für einen derartig ortsungebundenen Lebensstil sind persönliche Besitztümer und administrative Verpflichtungen, welche die eigene Flexiblität und Beweglichkeit einschränken. Doch als Anhänger des digitalen Minimalismus (“Cult of Less”) habe ich diese Barrieren weitestgehend minimiert.
Erfunden wurde der Cult of Less von dem Softwareprogrammierer und Entepreneur Michael Kelly Sutton. 2010 begann er damit, auf seiner Website CultOfLess.com seine Habseligkeiten aufzulisten. Er war dabei bestrebt, mit so wenig physischem Eigentüm wie möglich auszukommen. Ein Laptop, ein iPad, ein Kindle, zwei externe Festplatten und ein paar Klamotten – damit war sein physischer Besitzstand weitestgehend abgedeckt. Digitale Technologien und Internetdienste legen die Basis für diese neue Form des Minimalismus, die eine bisher sonst nur von Aussteigern genossene Freiheit ermöglicht – sofern es das Arbeitsverhältnis zulässt, versteht sich.
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