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Datenhandel, Spezialdienste, Hashtag, Yotaphone

Datenhandel
Die Krautreporter erinnern uns wieder einmal daran, wie die Verlage mit den Daten ihrer Leser handeln.

Wie wertvoll die Leser der „Zeit“ sind, das lässt sich nun also quantifizieren: Derzeit kosten ihre Daten 16 Cent pro Kopf.

» Ein Ausflug in die Datenminen

 

Spezialdienste
Das schöne Wort Spezialdienste in den Ohren der Kanzlerin macht vielleicht jahrelange Bemühungen von Netzaktivisten irrelevant.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine bevorzugte Behandlung bestimmter Angebote im Internet ausgesprochen.

» Merkel plädiert für Spezialdienste im Internet

 

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Bundesregierung will “Spezialdienste”:
Wieso alle Argumente pro Netzneutralität keine Rolle spielen

Die Bundesregierung und Kanzlerin Merkel befürworten die Einführung einer Internet-Überholspur – und das obwohl so viel dagegen spricht. Leider finden die Argumente für Netzneutralität ohne Kompromisse kein Gehör. Die Lobbyisten der Telekommunikationsbranche sind stärker.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will Zwei-Klassen-Internet


Das gestern durchgesickerte Konzept der Bundesregierung, die Netzneutralität durch die Einführung einer “Überholspur” für “Spezialdienste” aufzuweichen, bereitet mir große Sorge. Zwar wird der Plan laut FAZ als ein “Erhalt des offenen Internets” verkauft. Aber das sind leere Worthülsen. Sobald man offiziell eine Regelung einführt, nach der gewisse Daten mit höherer Priorität behandelt werden dürfen als andere, verabschiedet man sich von dem Prinzip, dass alle Daten gleichberechtigt sind. Ein Zurück wird es dann nicht mehr geben.

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Monitoring-Service für Unterkünfte:
Hotel WiFi Test intensiviert den Kampf für besseres Hotel-Internet

Das Crowdsourcing-Portal für Hotel-WLAN-Messungen, Hotel WiFI Test, will die Qualität seiner Daten verbessern: Es startet dazu ein Zertifizierungs- und Monitoring-Programm, in dessen Rahmen es Messgeräte bei partizipierenden Hotels platziert.

Hotel WiFi TestIm Sommer machte das 2013 lancierte, aber bis dato unbekannte anwendergenerierte Datenbankportal Hotel WiFi Test eine plötzliche Medienkarriere: Ein Eintrag bei dem Early-Adopter-Portal Product Hunt sorgte für eine Kettenreaktion aus Presseberichten. Dass sich die Kunde von dem Dienst schnell herumsprach, hatte freilich auch damit zu tun, dass er einen glasklaren Mehrwert bietet:

Bei der Site können Nutzer vor einer Hotelbuchung nachprüfen, inwieweit ihre geplante Unterkunft eine stabile Internetverbindung anbietet, oder anhand der Suchefunktion nach Hotels mit schnellem WLAN recherchieren. Die Daten zur Leistungsfähigkeit des Hotel-Internets werden per Crowdsourcing von Usern erhoben, die vor Ort einen kurzen Geschwindigkeitstest im Browser durchführen. » weiterlesen

BitTorrent:
Weg mit dem Piraten-Image, her mit dem Business-Anzug

BitTorrent steht für viele synonym mit „Online-Piraterie“. Aber aus dieser Ecke will das Unternehmen heraus. Dazu wird es 2015 kostenpflichtige Services geben, die vor allem auf Business-Kunden zielen. Zugleich nimmt man sich an den Kollegen von Netflix ein Vorbild und kündigt eine eigene Serie an.

Eines der kommenden Angebote ist ein Dateien-Sync für Smartphones und Tablets. (Bild: BitTorrent)

Eines der kommenden Angebote ist ein Dateien-Sync für Smartphones und Tablets. (Bild: BitTorrent)

Napster und BitTorrent sind zwei Namen, die für den Konflikt zwischen den klassischen Verwertungsketten einerseits und den neuen technischen Möglichkeiten der Digitalisierung andererseits stehen. Was mit dem illegalen Tausch von Musikdateien begann, hat sich längst auf alle Medienformen ausgeweitet. Während aus der Marke „Napster“ inzwischen ein legales Angebot wurde, versucht BitTorrent verstärkt, neue Gebiete jenseits der „Piratenbucht“ zu erobern. Denn was so manchem nicht bewusst ist: Hinter der bekannt-berüchtigten Technik steckt eine Firma mit Sitz in San Francisco.

Das grundlegende Missverständnis mit BitTorrent ist dabei, dass sich diese Technik zwar prima eignet, um Dateien unrechtmäßig zu verteilen. Aber sie lässt sich ebenso für ganz andere, legale Zwecke nutzen. Und das möchte die BitTorrent Inc. nicht nur bekannter machen, sondern darüber nun am liebsten auch noch Geld verdienen. » weiterlesen

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LSR, TV, 32-Bit, Cats

LSR
Sogar Professoren und sogenannte Experten kritisieren mittlerweile das Leistungsschutzrecht.

Es gebe eine Hypertrophie bei den Leistungsschutzberechtigten, […] Diese seien früher “Hilfspersonal, Parias, Menschen zweiter Klasse” gewesen

» Experten zerpflücken das Leistungsschutzrecht

 

Goodbye Löwen
Nach dem Erfolg der Höhle der Löwen wird gerade an einem neuen TV-Format für Gründer getüftelt.

Gesucht werden dabei Erfinder und Gründer mit Pioniergeist, die im Ausland durchstarten wollen.

» Goodbye Deutschland trifft Die Höhle der Löwen

 

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Erfolg in der Nische:
Ello ist dabei, ein neues Google+ zu werden – und das ist keine Beleidigung

Der Erfolg von Google+ ist ausgeblieben – gemessen an den Maßstäben von Google. Für ein eigenständiges soziales Netzwerk wäre das Erreichte durchaus beachtlich. Ello scheint nun genau diesen Pfad einzuschlagen.

Die Debatte um das soziale Netzwerk Ello hat sich nach dem furiosen Aufstieg zum Medienstar des Monats September genau so entwickelt, wie man dies unzählige Male zuvor bei anderen Anbietern beobachten konnte: Sobald die initiale Aufmerksamkeit für ein neues Projekt abgeebt ist, spricht kaum noch jemand darüber. Im Gegensatz zu etablierten Diensten haben Anwender bei neuen, Engagement und Zeitinvestment erfordernden Social-Web-Services in der ersten Phase nach der Registrierung keine digitalen Routinen entwickeln können, die sie automatisch aktiv werden lassen. Ohne die ständige Erinnerung durch Presse und Gespräche gerät ein Service wie Ello deshalb leicht wieder in Vergessenheit.

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Überwachung, Gründen, Nest, Dotcom

Verbrechen und Strafe
Vielleicht bekommt auch Berlin Predictive-Policing.

Die Software stützt sich auf eine Datenbank, in der nicht nur Informationen über frühere Einbrüche, sondern auch Informationen aus “frei zugänglichen Datenquellen” […] zu finden sind.

» Berlin will mit Software Einbrüche vorhersagen

 

Gründen
Laut den Netzpiloten ist das Leben als Gründer härter als es wirkt.

100 prozentige Erfolgsgarantien gibt es in der Gründerszene nicht. Unsicherheit ist der ständige Begleiter eines Entrepreneurs.

» Wie ist eigentlich das Leben als Gründer?

 

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Publikationsplattform für Meinungsmacher:
Medium gefährdet die Contentpläne von LinkedIn

Die aufstrebende amerikanische Publikationsplattform Medium wird zum zentralen Ort, an dem Meinungsmacher und Erfolgspersonen ihre Lebensweisheiten und Ideen verbreiten. Schon 2012 startete LinkedIn ein ähnliches Vorhaben. Die zwei Dienste haben eine große Schnittmenge.

Startseite von Medium

Im Oktober berichtete Jan Tißler über den Stand der Dinge bei der sehr angesagten Publikationsplattform Medium. Er beleuchtete die Entwicklung des von den Twitter-Gründern Evan Williams und Biz Stone etablierten Dienstes aus Sicht eines aktiven Nutzers, der gezielt Mediums Website ansteuert oder die App öffnet, um in dem immer vielfältigeren Inhalteangebot zu stöbern.

Um mit Medium in Kontakt zu kommen, muss man jedoch heutzutage gar nicht unbedingt bewusst etwas dafür tun  – es genügt, einige Zeit im Netz und in sozialen Medien zu verbringen. Bei Medium publizierte Artikel, die sich viral verbreiten, sind mittlerweile eher die Regel denn die Ausnahme. Die gestern in Linkwertig erwähnte Analyse von Chris Messina zum Scheitern von Google+, eine interessante Betrachtung des neuesten Narzissmus-Trends – dem Reisen -, eine ausführliche und treffgenaue Analyse von Gründen für das schlechte öffentliche Ansehen von Uber, eine kritische Auswertung des mittlerweile berühmten “Walking 10 hours through New York”-Videos sowie die informative Aufschlüsselung von Tourkosten und -einnahmen einer Band sind einige der Medium-Texte, die in jüngster Zeit meine Aufmerksamkeit erhielten – und immer durch Empfehlungen anderer User zu mir kamen. » weiterlesen

Linkwertig:
Fortschritt, Twitter, Vergessen, Uber

Fortschritts-Hype
Weil Gesundheitsbedenken bei gehypten Technologien wie WLAN nicht ernst genug genommen werden können, wird in Hamburg ein Schulprojekt mit WLAN (update: doch nicht) gestoppt.

Daneben könne die Belastung nachweislich auch zu Spermienschädigungen und sogar DNA-Strangbrüchen führen, also das Erbgut verändern.

» Hamburg stoppt W-Lan an Schulen

» Update: WLAN-Pilotprojekt an Hamburger Schulen startet doch

 

Twitter
Und weil nichts Einsteigern eine bessere Erfahrung bietet, als der Strom von unbekannten Leuten, nötigt Twitter neue Benutzer quasi dazu 40 beim Anlegen ihres Accounts zu folgen.

Einen Button um die Auswahl zu überspringen gibt es nicht. Man muss jeden einzeln abwählen. 40 Stück!

» Neue Twitter User werden zum folgen gezwungen

 

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Das Beste:
netzwertig.com im November 2014

Heute stellen wir einige der besten und populärsten Beiträge aus dem vergangenen Monat zusammen. Das Beste aus dem November 2014.

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