Linkwertig:
Microsoft, Youtube, Twitter, Startups

.NET
Microsoft stellt das .NET Framework unter die offene MIT-Lizenz.

Microsoft macht damit einen weiteren Schritt, eine Open-Source-Firma zu werden.

» Microsoft: .NET wird komplett Open Source

 

Youtube
Youtube hat sich nicht nur mit den Indies geeinigt, sie haben auch im gleichen Zuge ihren Abodienst für Musik konkretisiert.

Bei dem Angebot sollen Nutzer ohne Werbeunterbrechungen Musik hören und Videoclips ansehen können.

» Youtube einigt sich mit Independent-Labels
» YouTube announces plans for a subscription music service

 

» weiterlesen

Regulierung von Crowdinvesting:
Die Bundesregierung macht es kompliziert

Eigentlich hat sich die Bundesregierung ja auf die Fahne geschrieben, Startups stärker zu fördern. Doch wenn es darauf ankommt, dann wird unnötig verkompliziert. Wie bei der geplanten Regulierung von Crowdinvesting.

CrowdinvestingDie Bundesregierung will die deutsche Internetwirtschaft unterstützen und die Gründung von Startups fördern. Das ist seit einiger Zeit erklärtes Ziel und wurde vor wenigen Tagen auch nochmal von Bundeskanzlerin Angela Merkel höchstpersönlich beim netzpolitischen Abend der CDU, unter anderem im Austausch mit Oliver Samwer, beteuert (siehe Video). Doch auf Worte müssen Taten folgen. Eine aktuell anstehende “Tat” allerdings zeigt, dass bei der Regierung weiterhin der angeratene Pragmatismus zu fehlen scheint, um wirklich Weichen zu stellen.  » weiterlesen

Schmutzige Cloud:
Greenpeace prangert Amazon Web Services an

Während Apple, Facebook und Google inzwischen auf erneuerbare Energien für ihre Rechenzentren setzen, hinkt ausgerechnet Amazon mit seinen vielgenutzten Web Services noch hinterher. Greenpeace erhöht nun den Druck auf den Webgiganten. Zugleich schafft die Organisation zugleich Öffentlichkeit für eine wichtige Frage: Wie umweltfreundlich ist das Internet?

Greenpeace macht mit Flyern wie diesen gegen Amazon mobil. (Bild: Jan Tißler)

Greenpeace macht mit Flyern wie diesen gegen Amazon mobil. (Bild: Jan Tißler)

Viele Menschen achten inzwischen nicht mehr nur auf ihren Stromverbrauch, sondern auch darauf, woraus ihr Anbieter den Strom produziert. Aber wenn es uns damit ernst ist, müssen wir auch an anderer Stelle genau hinschauen. Und dazu gehört: Woher bekommen eigentlich all jene Webdienste ihren Strom, die wir tagein, tagaus nutzen? Schließlich verbraucht das Internet erstaunliche Mengen Energie: Im Jahr 2011 hat „die Cloud“ weltweit bereits mehr Strom verbraucht als ganz Deutschland zusammengenommen. Und der Bedarf steigt.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace schaut schon seit etlichen Jahren gerade auch Tech-Unternehmen über die Schulter und macht öffentlich Stimmung, wenn die sich nicht umweltgerecht genug verhalten. Apple beispielsweise verweist inzwischen in jeder Produktpräsentation darauf, wie umweltfreundlich ihre Geräte sind. Und auch bei seinen Rechenzentren setzt das Unternehmen inzwischen zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien. Ähnlich vorbildlich sind laut Greenpeace außerdem Box, Facebook, Google, Rackspace und Salesforce. Das geht aus einem Report hervor, den Greenpeace im Frühjahr veröffentlicht hatte. » weiterlesen

Alle sind willkommen:
Estland erfindet die virtuelle Staatsbürgerschaft

In den vergangenen fast fünfzehn Jahren hat Estland eine einzigartige Infrastruktur für die elektronische Kommunikation zwischen Behörden, Bürgern und Unternehmen aufgebaut. Jetzt wird diese international geöffnet: Im Dezember führt das baltische Land die weltweit erste virtuelle Staatsbürgerschaft ein.

Für Industrie- und Exportnationen wie Deutschland oder die Schweiz ist die Frage, wie man für Wohlstand sorgt und sich im internationalen Wettbewerb um Geldgeber, Firmen und Fachkräfte durchsetzt, recht einfach beantwortet: Man schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Nachfrage nach den hergestellten Gütern weiter steigt, und dass diese Güter ihren guten Ruf behalten. Kleine Nationen aber, denen es an historisch gewachsenen Leuchtturm-Sektoren des herstellenden Gewerbes oder der Dienstleistungsbranche mit Renommee über die Landesgrenzen hinaus mangelt, müssen weitaus kreativer sein, um sich ihren erfolgreichen Platz in der Welt zu sichern. Estland, der kleine baltische Staat an der Grenze zu Russland, läuft bei diesem Bestreben zur Hochform auf. Denn die nur 1,3 Millionen Einwohner zählende Nation, die sich vom wirtschaftlichen und politischen Selbstverständnis her eng mit den nordischen Ländern verbunden sieht, verwandelt gerade die digitalen Privilegien ihrer Staatsbürgerschaft in ein Exportgut.

» weiterlesen

Linkwertig:
Rosetta, Taiwan, Swift, Phantom

Rosetta
Heute abend will eine europäische Raumsonde das erste Mal auf einem Kometen landen. Einen Livestream gibt es auch.

Mit der Geschwindigkeit eines Fußgängers, werde das kühlschrankgroße Gefährt diesen Weg zurücklegen

» ESA-Raumsonde Rosetta: Europa will auf einem Kometen landen
» CometLanding

 

Taiwan
Taiwan macht vor, wie Open-Source und netzpolitischer Diskurs auch reale soziale Änderungen bewirken können.

» Taiwan’s g0v

 

» weiterlesen

Massenphänomen Smartphone-Messaging:
In der Kontaktliste fehlen Unternehmen – aber nicht mehr lange

Chat-Apps wie Path Talk und Kik sowie asiatische Anbieter haben erkannt, dass sich das “WhatsApp”-Prinzip auch für den Dialog zwischen Konsumenten und Unternehmen beziehungsweise Händlern einsetzen lässt. Die Vorteile für Nutzer sind groß, das Potenzial für Marketing und besseren Kundenservice ist riesig.

Ende September veröffentlichte das Unternehmen hinter dem weitgehend gescheiterten mobilen sozialen Netzwerk Path eine neue App. Es war eine Überraschung. Nicht nur, weil das Startup aus San Francisco in seiner schieren Unsterblichkeit damit den angeblich über sieben Leben verfügenden Katzen Konkurrenz macht, sondern auch, weil das neue Produkt – eine Messaging-App namens Path Talk – auf einer ziemlich bestechenden Idee basiert:

Mit ihr kann man Geschäfte und Restaurants per Chatnachricht kontaktieren und zum Beispiel nach Preisen oder Öffnungszeiten fragen oder einen Tisch reservieren. Path nennt dies “Place Messaging” und verspricht eine Antwort in etwa fünf Minuten. Das Benutzererlebnis ähnelt dabei dem, das User von klassischen Chatservices wie WhatsApp oder Facebook Messenger her kennen. Nur dass sie nicht Freunde oder Bekannte kontaktieren, sondern Gewerbetreibende.  » weiterlesen

Newsfeed:
Facebook, bitte beerdige deinen Algorithmus

Zum wiederholten Male versucht Facebook dieser Tage, den Newsfeed und damit das enorm wichtige Eingangstor seiner Seite zu verbessern. Dabei setzt es weiterhin auf einen Algorithmus, anstatt es den Nutzern zu überlassen, was sie auf ihrer Startseite sehen. Es wird Zeit, das Scheitern dieser Idee einzugestehen.

Mark Zuckerberg im Oktober 2008 in Berlin. (Bild: Jan Tißler)

Mark Zuckerberg im Oktober 2008 in Berlin. (Bild: Jan Tißler)

„Wir haben es verpatzt. Als wir den Newsfeed und den Mini-Feed gestartet haben, wollten wir dich mit einem Informationsstrom über deine soziale Welt versorgen. Stattdessen haben wir diese neuen Funktionen schlecht erklärt und haben dir vor allem zu wenige Kontrollmöglichkeiten gegeben. Ich möchte nun versuchen, diese Fehler zu korrigieren.“

Schon der Start des Newsfeed war holprig. Das Zitat oben stammt aus einem offenen Brief von Mark Zuckerberg, mit dem er sich bei seinen Nutzern entschuldigte. Datum: 8. September 2006. Einige Tage zuvor hatte Facebook die neue Startseite eingeführt: Mit einem Mal konnten die Nutzer sehen, was ihre Freunde so auf Facebook trieben – fein säuberlich aufgelistet auf der Homepage. Vor acht Jahren war dieses Feature so überraschend wie umstritten. Heute kann man sich die Facebook-Startseite ohne irgendeine Form eines Newsfeeds gar nicht mehr vorstellen.

Seitdem versucht Facebook laufend, den Newsfeed zu verbessern oder gar neu zu erfinden. „Frictionless Sharing“ war beispielsweise eine Weile angesagt: Das erweiterte den Newsfeed um allerlei automatisch gepostete Aktivitäten außerhalb von Facebook und führte vor allem zu jeder Menge Rauschen im Stream. Inzwischen hat Facebook es wieder zurückgedreht. Groß angekündigt und von viel Pressewirbel begleitet war auch das komplette Redesign der Startseite, das letztlich aber bei den Nutzern durchfiel. Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Neuestes Beispiel: Wie Wired berichtet, soll es neue Optionen und überarbeitete Einstellungen für die Nutzer geben. Konnte man beispielsweise bisher schon Posts einer bestimmten Person oder Seite komplett ausblenden, kann man künftig ebenfalls auswählen, dass man lediglich „weniger“ davon auf seiner Startseite haben will. » weiterlesen

Linkwertig:
Netzneutralität, Firefox, Facebook, Fitbit

Net Neutrality
Barack Obama stellt Pläne zur Netzneutralität vor.

» President Obama’s Plan for a Free and Open Internet

 

Firefox Developer Edition
Mozilla hat 10 Jahre nach dem offiziellen Start vom Firefox nun auch eine Version für Entwickler lanciert.

» Mozilla launches Firefox Developer Edition with built-in tools for debugging apps and mobile browsers

 

» weiterlesen

D21-Digital-Index:
Pikante Details und erhellende Einsichten aus Internet-Deutschland

33.000 Menschen in Deutschland wurden für den D21-Digital-Index zu ihrem Internetverhalten befragt. Der Ergebnisbericht liefert abgesehen von einigen erwartungsgemäßen Resultaten auch überraschende Erkenntnisse und – für manche – unangenehme Wahrheiten.

In der vergangenen Woche veröffentlichte die Initiative D21, ein Zusammenschluss von laut eigenen Angaben annähernd 200 Mitgliedsunternehmen und -organisationen aller Branchen sowie politischen Partnern von Bund und Ländern, die Studie “Digital-Index 2014″. Rund 33.000 Menschen in Deutschland wurden dafür zu ihrem Internetnutzungsverhalten befragt. Neben den Einzelergebnissen steht bei dem Bericht ein Indexwert im Vordergrund, der den Digitalisierungsgrad einzelner Gruppen wiedergibt und sich aus den vier Kriterien Offenheit (Gewichtung 20 Prozent), Kompetenz (40 Prozent), Zugang (30 Prozent) und Nutzungsvielfalt (10 Prozent) zusammensetzt.

Ein Blick auf derartige Studien ist ein wenig wie der Gang zu einem opulenten Frühstücksbuffet: Nimmt man sich nicht etwas Zeit und ist sehr hungrig, dann schafft man es kaum, einen vollständigen Überblick zu erhalten und die wirklichen Höhepunkte zu identifizieren. Aus diesem Grund habe ich mir am Wochenende die Ergebnisse des Digital-Index 2014 mit dem richtigen Appetit und ohne Hektik genauer angesehen. Und siehe da: Abgesehen von den offensichtlichen und leider erwartungsgemäßen Resultaten (“Deutschland ist Land des digitalen Stillstands“, FAZ), die sich den Presseberichten entnehmen ließen, fanden sich in der Auswertung auch einige erleuchtende und unerwartete Einsichten. Im Folgenden hebe ich die meines Erachtens nach besonders interessanten Punkte hervor. Den vollständigen Bericht als PDF gibt es hier.

» weiterlesen

Einkaufsparadies in Watte gepackt:
Die Psychologie hinter Amazons schrecklich-schönem Fire TV

Während viele TV-Streaming-Lösungen in erster Linie mit sich selbst beschäftigt sind, hat Amazon beim Fire TV den Fokus auf eine besonders angenehme Bedienung gelegt. Das Einkaufen dort soll uns Spaß machen – was Amazon gleichermaßen zu Gute kommt. Ein Erfahrungsbericht nach drei Wochen mit dem Gerät.

Amazon Fire TV

Amazon Fire TV

Für drei Wochen hatte ich kürzlich das Amazon Fire TV im Test – und war am Ende der Testdauer so traurig wie ein Kleinkind, dem man sein Schaukelpferd weggenommen hat. Was war denn da nur los? Sonstige Lösungen, um Content aus dem Netz auf den Fernseher zu holen, hatten mich bisher eher weniger begeistert.

Inzwischen weiß ich: Amazon Fire TV ist das Schaukelpferd für Erwachsene. Der Online-Retailer hat für seine TV-Box ein Shopping-Paradies geschaffen, in dem man unter bunten Regenbogen zu den Einhörnern geführt wird. Dass man gutes Geld dafür bezahlt, fällt dabei kaum auf. Ich wollte herausfinden, welche Tricks Amazon dabei angewendet hat und welche Shopping-Tricks wahrscheinlich bald die Runde machen.
» weiterlesen

  • Sponsoren