Zusammenprall:
Das Netz trifft auf eine Welt voller Quatsch und Illusionen

Viele alltägliche Grundannahmen, Geschäftspraktiken und Bräuche entpuppen sich bei genauerem Hinschauen als Quatsch, historische Unfälle oder pure Illusion. Im Netzzeitalter werden mehr Menschen mit dieser Realität konfrontiert.

Diamant

Das Internet verändert die Welt und das Leben ihrer Bewohner auf vielfältige Weise. Ein ganz besonders bemerkenswerter Effekt ist, wie die digitale Vernetzung Normen, Konventionen und Traditionen in Frage stellt. Die Art, wie Wirtschaftssysteme, Wertschöpfungsketten und Gesellschaften in der analogen Ära funktionierten, erscheint plötzlich nicht mehr alternativlos. Vorgänge und Annahmen, die bislang als das “Normale” galten, zeigen Anzeichen historischer Unfälle.

Was mindestens seit dem Beginn des Industriezeitalters eine Selbstverständlichkeit war, wirkt heute dank des wissenschaftlichen, technischen und intellektuellen Fortschritts überholt und ineffektiv. Doch regelmäßig wird deutlich: Der Mensch tut sich extrem schwer damit, die existierenden Strukturen und die das Zusammenleben und Wirtschaften regelnden Übereinkünfte an die neue Realität anzupassen. Anders ausgedrückt: Die Technologie prescht voran und die Gesellschaft hinkt mit halbem Tempo hinterher, zerrissen zwischen dem Wunsch nach Optimierung sowie Behebung von Missständen und dem nach Erhalt des zwar nicht perfekten, aber wenigstens vertrauten und für alte Gatekeeper lukrativen Status Quo.

Aaron Swartz, Programmierer-Talent, Mitgründer von Reddit und politischer Aktivist, gehörte zu den Menschen, die frühzeitig erkannten, wie das Internet die bestehende Ordnung in Frage stellt. Sein Leben, das mit einem tragischen Suizid im Alter von 26 Jahren endete, wurde gerade in einer sehenswerten Dokumentation verfilmt (YouTube-Link). » weiterlesen

Linkwertig:
Netzpolitik, Kunst, DRM, Dropbox

Netzpolitik
Das Handelsblatt versucht sich an einer Bilanz der Netzpolitik der Regierung.

Ihre „Digitale Agenda“ füllt viele Seiten des Koalitionsvertrags und listet etliche Vorhaben zur Netzpolitik der kommenden vier Jahre auf. Doch davon ist kaum etwas umgesetzt.

» Die Regierung taumelt orientierungslos durchs Neuland

 

Kunst
Golem fragt sich mit Googles DevArt, ob Code auch Kunst sein kann.

Aber was soll DevArt konkret sein? Und sind die Künstler Informatiker auf neuen Wegen oder fachfremde Menschen, die ein bisschen coden gelernt haben?

» Ist das Kunst?

 

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Samstag App Fieber:
DBook, Smallpdf, Walls.io

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: DBook – ein Editor für komplexere Texte; Smallpdf – PDFs konvertieren und modifizieren; und Walls.io – eine Twitterwall.

 

DBook ist ein webbasierter Editor, der vor allem das Erstellen von strukturierten, längeren und ggf. kollaborativ erstellten Texten vereinfachen und verbessern will. Die primäre Idee dabei ist, dass lange Texte in kleinere Stücke zerteilt werden, die dadurch leichter zu schreiben und zu verwalten sind (wer z.B. Scrivener kennt weiß, wie nützlich das sein kann). Sämtliche Textblöcke können in der Folge nicht nur gemeinsam geschrieben, sondern etwa auch gegengelesen oder freigegeben werden, auch eine Versionskontrolle der Texte ist möglich. Das Einführungsvideo zeigt sehr schön, was man zu erwarten hat.

 

 

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Smarte Chat-Anwendung:
ChatGrape will Unternehmen dazu bringen, die E-Mail abzuschaffen

Bei den meisten Unternehmen dominiert die E-Mail die interne Kommunikation – trotz zahlreicher Nachteile. Das aus Wien stammende Startup ChatGrape will das mit einer sehr einfach zu bedienenden, intelligenten Chat-Anwendung ändern.

ChatGrapeÜber Enterprise-Software zu berichten, ist aus Autorensicht üblicherweise nicht gerade das spannendste Thema – auch dann nicht, wenn sie in der Cloud abläuft. Das hat einerseits damit zu tun, dass entsprechende Services dazu dienen, interne Unternehmensprozesse zu optimieren – nichts, was Menschen emotional sonderlich berührt. Zum anderen präsentieren sich Geschäftsanwendungen oft recht dröge und übermäßig komplex. Doch all das gilt es zu vergessen, blickt man ChatGrape, eine neue cloudbasierte Kommunikationslösung aus Wien, die gerade den Startschuss für die kostenfreie Beta-Phase gegeben hat. » weiterlesen

Linwertig:
Garage, Oracle, Yahoo, Google

Recht aufs Vergessen
Nachdem das Recht aufs Vergessen den Präzedenzfall für aufgeräumte Suchergebnisseiten etabliert hat, wird es nun schon gefährlich, wenn man sich mit kritischen Artikeln auf den ersten Seiten wiederfindet.

Ein Gericht in Frankreich hat eine Bloggerin zu einer Geldstrafe verurteilt, weil eine von ihr veröffentlichte negative Restaurantkritik bei Google weit vorne in den Suchergebnissen platziert war.

» Frankreich: Bloggerin für Google-Ranking bestraft

 

Gründer Garage
Google und ein paar andere haben eine sogenannte Gründer Garage gestartet.

“Das Internet bietet für junge, kreative Gründer völlig neue Möglichkeiten, um mit guten Ideen und relativ wenig Geld schnell erfolgreich zu werden”

» Neue Gründer braucht das Land

 

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Digitales Zeitalter:
Wie das Internet unsere Identität beeinflusst und verändert

Die Gegner des ausgeprägten Trends zum Leben und Arbeiten im Internet wettern schon seit Jahren: Das Internet lenkt ab, verschlechtert unsere Konzentrationsfähigkeit, lässt unsere reale Identität verschwimmen, wenn nicht sogar verschwinden. Auf der anderen Seite stehen die Befürworter des technologischen Fortschritts und der globalen Vernetzung. Für viele Menschen sind beide Positionen fühlbar.

InternetDas Internet verändert unsere Identität und Realität und konstruiert diese gleichzeitig neu, denn ohne dieses Medium gäbe es viele alltägliche Dinge und Möglichkeiten gar nicht. Stundenlanges kostenfreies Skypen mit der besten Freundin in Neuseeland, über die Live-Cam das Wetter in Tokyo checken oder unzählige Online-Kurse besuchen, um einen Abschluss zu erlangen, ohne jemals ein Hochschulgebäude von innen gesehen zu haben (so genannte Massive Open Online Courses – MOOC). Durchschnittlich verbringen die Deutschen außerhalb ihrer Arbeitszeit 169 Minuten pro Woche im Netz72 Prozent der Befragten geben an, dass sie „zielgerichtet bestimmte Angebote/ Informationen suchen“ und 44 Prozent, dass sie vor allem „einfach so im Internet surfen“. » weiterlesen

Till Ohrmann vom European Pirate Summit:
“Startups, die nicht gut präsentieren können, gehören nicht auf die Bühne”

Zum vierten Mal findet Anfang September in Köln die Startup-Konferenz European Pirate Summit statt. Das Event ist seit 2011 von einem Hobby der Macher zu einem Startup geworden. Till Ohrmann, Co-Founder und CEO, plaudert aus dem Nähkästchen.

Pirate SummitSeit 2011 versammeln sich jedes Jahr im Spätsommer/Frühherbst bis zu einige Tausend Vertreter der Internetwirtschaft in Köln bei einer der interessantesten Branchenveranstaltung überhaupt: dem European Pirate Summit. Das diesjährige Event, das vom 1. bis zum 5. September stattfindet, wird wieder viel von der typisch intimen, entspannten Atmosphäre der vorherigen Auflagen mitbringen. Dennoch hat sie dich Konferenz mit ihren paneuropäischen Satelliten-Events innerhalb von drei Jahren von einem Hobby-Projekt der Gründer zu einem waschechten Startup entwickelt. Wir sprachen mit Co-Founder und CEO des Pirate Summit, Till Ohrmann, über das, was zwischen 2011 und 2014 passiert ist.  » weiterlesen

Linkwertig:
Kindle, IBM, Data, Bayern

Kindle Unlimited
Amazon testet eine Art Flatrate für den Kindle. Für 10 Dollar pro Monat kann man in 600.000 Bücher stöbern.

» Amazon is testing Kindle Unlimited

 

Apple und IBM
Apple und IBM tun sich zumindest im Bereich mobile Unternehmensanwendungen zusammen.

Durch die schwindende Bedeutung des ehemaligen Platzhirschen Blackberry tut sich nämlich im Bereich der sogenannten “Enterprise Mobility” eine Möglichkeit auf, viel Geld zu verdienen.

» Apple macht IBM unabhängig von Microsoft

 

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Für Viel- und Gelegenheitsreisende:
5 neue Wege, um Unterkünfte zu buchen

Trotz oder gerade aufgrund einiger mächtiger Marktführer entstehen derzeit im Segment der Hotel- und Unterkunftsvermittlung eine Vielzahl neuer Konzepte und Ansätze. Wir stellen fünf Vorhaben vor.

HotelAls Vielreisender und aus unerklärlichen Gründen unglaublich geduldiger Hotel-/Unterkunfts-Schnäppchenjäger habe ich stets ein Auge auf den Markt der Hotelbuchungsportale. Selbst wenn sich über die Jahre diverse mächtige Anbieter entwickelt haben, entstehen in dem Segment aktuell unzählige neue Ansätze und Konzepte. Startups sowie bestehende Portale loten aus, inwieweit Produktdifferenzierungen oder erweiterte Kundendienstleistungen die Chance eröffnen, sich abseits der eingetretenen Pfade eine lukrative Nische zu erarbeiten. Hier sind fünf junge Vorhaben, die sich (auch) an Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz richten. » weiterlesen

Linkwertig:
Manipulation, Project Zero, Thread, Ingress

Geheimdienste
Neben der Überwachung tüfteln Geheimdienste auch an Systemen zur Manipulation von Dokumenten im Web:

So besitze [der GCHQ] etwa die Fähigkeiten, Online-Abstimmungen und Klickzahlen zu manipulieren, das Netz mit Propaganda zu fluten sowie Inhalte auf Videoplattformen zu zensieren.

» GCHQ has tools to manipulate online information, leaked documents show
» Britischer Geheimdienst manipuliert Online-Abstimmungen und Klickzahlen

 

Umfrage
Laut einer internationalen Umfrage kommt die Überwachung bei den meisten Menschen (außer in Nigeria, Indien und den Philippinen) nicht besonders gut an:

» Global Opinions of U.S. Surveillance

 

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