Linkwertig:
EU, QS, FAZ, MOOC

Last Exit Europe
tech.eu hat die europäischen Tech-Exits im ersten Quartal analysiert und aufbereitet:

» Everything you’ve always wanted to know about tech exits in Europe

 

Quantified Self
Nike tötet das FuelBand und hofft, sich eher als Plattform fürs ‘Quantified Self’ zu etablieren.

» Nike fires majority of FuelBand team

 

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Uber und die Taxibranche:
Wie myTaxi unfreiwillig zum Verteidiger des Establishments wird

Ungewohnte Situation für myTaxi aus Hamburg: Weil die Taxibranche mit Uber ein neues Feindbild hat, wird der innovative Dienst der Norddeutschen plötzlich zum Vertreter und Verteidiger des Establishments.

myTaxiDas US-Beförderungsstartup Uber hat mit der im vergangenen Jahr eingeleiteten Expansion nach Berlin in ein Wespennest gestochen. Lokale Taxiunternehmer beobachten den Neuling argwöhnisch, weil dieser “taxiähnliche” Dienstleistungen anbietet, ohne die dafür gemäß Personenbeförderungsgesetz notwendige Erlaubnis vorweisen zu können. Mit einer kürzlich vom Taxiunternehmer Richard Leipold erwirkten einstweiligen Verfügung droht den Kaliforniern, die mittlerweile in Metropolen von 35 Ländern die spontane Bestellung von Limousinen und kleineren Fahrzeugen inklusive Chauffeur anbieten, ein vorläufiger Stopp der Berlin-Aktivitäten – auch wenn Uber in der Spreestadt erst einmal weitermachen und “alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen” will, um die Verfügung anzufechten. » weiterlesen

Exklusiv:
Dropbox kauft deutsch-amerikanisches Foto-Startup Loom

Das von drei Deutschen in San Francisco gegründete Startup Loom veröffentlichte im vergangenen Jahr eine Art Dropbox für Fotos. Jetzt hat Dropbox ihr Unternehmen gekauft – um darauf aufbauend die in der vergangenen Woche vorgestellte App Carousel weiterzuentwickeln.

LoomSummary in English at the end of the article.

Als Dropbox in der vergangenen Woche die Foto- und Video-Galerie-App Carousel veröffentlichte, wird manchen die funktionelle und visuelle Parallele zu einem existierenden Dienst namens Loom aufgefallen sein. Die Ähnlichkeit ist kein Zufall: Der Cloudspezialist aus San Francisco hat das deutsch-amerikanische Startup Loom vor zwei Monaten heimlich übernommen.

Im Sommer vergangenen Jahres, als die drei deutschen Loom-Gründer Jan Senderek, Philipp Wein und Daniel Wagner mit ihrer Anwendung für den cloudbasierten Abgleich von Fotos zwischen iOS- und Mac-Geräten ins Netz gingen, war ihr Dienst laut Mitgründer und CEO Senderek die einzige Lösung überhaupt, die Synchronisation und Galerie-Funktion vereinte. Schnell erkannte das Trio, dass es mit Loom ein Produkt entwickelt hatte, das auf eine erhebliche Nachfrage stieß. Nicht nur das Nutzerfeedback zeigte dies, sondern auch das sofort vorhandene Interesse von Investoren. Schon mit zwei anderen vorherigen Startups, Eeve und Popset, hatten sich die Loom-Macher dem Thema Smartphone-Fotos gewidmet, dabei jedoch nicht den erhofften Erfolg erzielt. » weiterlesen

Rehype:
Marktplatz für gescheiterte Startups

Viele neue Startups werden gegründet – doch nicht alle überleben. Was passiert aber mit all den “toten” Startups? Das Konstanzer Startup Rehype bietet einen Online-Marktplatz für gescheiterte Internetprojekte und Applikationen an.

RehypeWir lieben die Gründung von Startups, Innovation und neue Ideen. Erfolgsgeschichten werden gerne erzählt, Scheitern eher nicht. Doch trotzdem scheitern Startups täglich oder werden insolvent. Was tut ein Entwickler, der ein Internetprojekt aufgebaut hat, aber keine Zeit mehr dafür hat? Wo bleiben Brands, Domains, Quellcodes eines Unternehmens, das keine Anschlussfinanzierung bekommt? Wo gehen wertvolle Informationen über Märkte hin? Das Startup mit dem wohlklingenden Namen Rehype möchte mit einem Online-Marktplatz für Internetprojekte und Applikationen eine Antwort darauf geben. » weiterlesen

On-Demand-Kultur:
Breather vermittelt Rückzugsorte auf Stundenbasis

Das kanadisch-amerikanische Startup Breather vermittelt Büros, die kurzfristig und auf Stundenbasis per Smartphone gebucht werden können. Derzeit funktioniert das in New York und Montreal, weitere Städte sollen folgen.

BreatherGründer und Investoren, Geschäftsreisende, digitale Nomaden und Freelancer kennen folgende Situation: Bis zum nächsten Termin oder der geplanten Abreise sind es noch einige Stunden, aus der Unterkunft hat man bereits ausgecheckt, oder man ist nur für den Tag da. Es stellt sich die Frage, wie man sich am sinnvollsten die Zeit vertreibt oder ungestört ein wenig Arbeit erledigen kann. Cafés, Parks, Flughäfen-Lounges oder Bahnhöfe kommen als Optionen in Frage, haben aber alle gewisse Nachteile. Der Idealfall wäre etwas anderes: eine Art Kurzzeit-Büro inklusive Sofa, nahegelegenem WC und schnellem WLAN, um entweder in Ruhe produktiv sein zu können oder mit einem Nickerchen frische Energie zu tanken. Breather, ein seit Anfang des Jahres existierender, bislang in Montreal und New York präsenter Dienst, bietet dies. » weiterlesen

Linkwertig:
AIM, Open Data, Datenkultur, Dürer

AOL
Mashable über den Aufstieg und Fall vom AIM.

» The Rise and Fall of AIM, the Breakthrough AOL Never Wanted

 

Open Data
Der Schweizer Bundesrat hat eine Open Government Data Strategie beschlossen.

“Der Bundesrat hat die Zeichen der Zeit erkannt und eine mutige, zukunftsweisende Strategie vorgelegt.”

» Bundesrat beschliesst Open Government Data Strategie

 

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Fernsehstreaming:
Live TV will den Etablierten einheizen

Der Markt für legale Dienste, die TV-Sender über das Web auf mobile Geräte streamen, kommt endlich auch in Deutschland in Bewegung. Mit dem Münchner Startup Live TV will noch ein Neuling mitmischen. Sein Alleinstellungsmerkmal ist die Aufbereitung basierend auf Echtzeit-Quoten.

Live TVAuch wenn sich über die Zukunft des linearen Fernsehens streiten lässt – derzeit blüht das Ökosystem digitaler Dienste, die Fernsehsender legal ins Netz übertragen, in Deutschland auf. Zattoo hat nun endlich auch von ProSiebenSat.1 grünes Licht für das Streaming des Programms erhalten und bietet damit im (ab jetzt teureren) Premium-Angebot alle wichtigen Sender an. Mit Magine betritt gerade ein gut finanzierter Dienst aus Nordeuropa den hiesigen Markt und kann ebenfalls ein recht vollständiges Angebot vorweisen. Kürzlich kündigte außerdem der Dresdner Social-TV-Service Couchfunk einen Einstieg in den Live-Streaming-Sektor an. Doch dabei soll es nicht bleiben: Mit der für iOS, Android, Mac und Kindle Fire verfügbaren App Live TV will ein weiterer Anbieter in dem aufstrebenden Segment mitmischen. » weiterlesen

Offener Brief an Eric Schmidt:
Die Ängste von Springer-Chef Mathias Döpfner

In einem offenen Brief in der FAZ schildert Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner seine Befürchtungen im Bezug auf die Macht und Abhängigkeit von Google. Er spricht einige wichtige Dinge an – und ruft in Erinnerung, warum neben der Sorge über Google auch die über den Verlagslobbyismus angebracht ist.

Mathias Döpfner

Es gibt vieles, was man an Google kritisieren kann. Die (verdiente, aber dennoch problematische) unglaubliche Dominanz in einigen Märkten, die daraus resultierende subtile Meinungsmacht (Stichwort Personalisierung und Filterblase), die äußerst progressive Haltung zum Thema Datenschutz, die fehlende Empathie des Managements, das jedem User aufgezwungene Google+ oder die schleichende Abkehr von offenen Standards wären einige Beispiele. Googles Erfolg ist erstklassigen Produkten und der Befriedigung von Userbedürfnissen geschuldet, wirft aber dennoch die Frage auf, ob dem ungebrochenen Aufstieg des Konzerns überhaupt noch irgendetwas entgegengesetzt werden kann. Und was passiert, wenn die Antwort darauf “nein” lautet. Vor einem Jahr hatte ich das ungewöhnliche Dilemma mit der Aussage zusammengefasst, dass Google zu gut für diese Welt sei. » weiterlesen

Linkwertig:
Pulitzer, Drohnen, Gnip, TED

Pulitzer-Preis
Der Guardian und die Washington Post haben für ihre Berichterstattung der Dokumente von Edward Snowden den Pulitzer-Preis erhalten.

» Guardian, Washington Post win Pulitzer Prizes for Coverage of Edward Snowden’s NSA leaks

 

Drohnen
Statt Facebook hat nun Google Titan Aerospace – einen Hersteller von Solardrohnen – übernommen.

Google nannte keinen Übernahmepreise für Titan, dessen solarbetriebene Drohnen darauf ausgelegt sind, Jahre in der Luft zu verbringen.

» Google kauft Solardrohnenbauer Titan Aerospace

 

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Alte Strukturen kollidieren mit neuen Technologien:
6 Thesen für eine moderne Dienstleistungsgesellschaft

Viele Prozesse zur Buchung und Inanspruchnahme von Dienstleistungen hinken dem theoretisch technisch Möglichen noch weit hinterher – auch weil sich die Vertreter bisheriger Strukturen gegen einen Wandel stemmen. Es wäre besser, sich der Modernisierung zu öffnen. Konsumenten haben dies verdient.

DienstleistungenWenn man ein wenig durch die Welt reist und dabei die Augen offen hält, fällt einem eines auf: Gelegentlich stößt man auf Prozesse, die an einem Ort besonders gut und zeitgemäß gelöst sind, oft aber auf solche, die ausgesprochen umständlich ablaufen. Deutschland bildet hier keine Ausnahme. Veraltete Gesetze, fehlende technische Infrastruktur sowie aus Zeiten der Industriegesellschaft übernommene Normen und Konventionen verhindern allzuoft die für Beteiligte optimalsten Abläufe. An dieser Stelle möchte ich mich auf einige Erkenntnisse konzentrieren, die daraus im Laufe der Zeit erwachsen sind: Thesen für die Dienstleistungsgesellschaft der Zukunft.

1. Die einfachste und effizienteste Lösung für ein Problem ist in der Regel die beste, schnellste, und sie gehört meist zu den kostengünstigsten Optionen. Eine simple Dienstleistung mit wenigen Handgriffen per Smartphone zu buchen/zu veranlassen, ist einer langwierigen Abwicklung per Telefon oder Fax mit darauffolgender manueller Weiterbearbeitung grundsätzlich überlegen.

2. Veraltetete Gesetze, die der Umsetzung der besten Lösung im Wege stehen, müssen auf die höhe der Zeit geholt werden. Ein Bespiel: Für Fahrzeuge mit Chauffeur werden gemäß aktueller Regelung auf der rechten Seite mindestens zwei Türen vorausgesetzt, wodurch der Einsatz von Smarts in diesem Segment erschwert wird. Dabei würde die Allgemeinheit klar davon profitieren, wenn sich Passagiere mit spritsparenden Minifahrzeugen statt großer Limousinen durch die Gegend fahren ließen.

3. Arbeitsplatzerhalt ist kein geeignetes Argument für den Beibehalt von suboptimalen Vorgängen. Verbraucher verdienen bestmögliche, zeitsparende und korrekte Leistungen, nicht mangelhafte Abläufe, die sie Geld, Zeit und Nerven kosten, und die nur deshalb nicht überarbeitet werden, weil eine Lobby sich unter Zuhilfenahme einer eingestaubten Rechtslage dagegen versperrt. In den unterschiedlichen Phasen der Wirtschaftsgeschichte gingen immer Arbeitsplätze verloren, und es entstanden parallel immer wieder neue. Dieser natürliche Prozess mag kurzzeitig schmerzhaft sein, führte aber im Endeffekt stets zu einer Verbesserung der Zustände.

4. Staatlicher Protektionismus für alte, ineffiziente Strukturen sollte maximal als Übergangslösung eingesetzt werden, um den Veränderungsprozess einer Branche verträglicher zu gestalten. Dabei dürfen die Bedürfnisse der Kunden nie aus dem Blick verloren werden. Ihnen künstlich, etwa durch destruktive gesetzliche Intervenierung, Steine in den Weg zu legen, nur um das eigene Geschäftsmodell zu retten, ist falsch.

5. Jede Verzögerung der Entwicklung, jede gesetzlich zementierte Beibehaltung des Status Quo und jede protektionistische Maßnahme wird den Wandel nur bremsen, aber nicht dauerhaft aufhalten.

6. Die zu beobachtenden Veränderungen bei Anstellungsverhältnissen und sozialen Sicherungsnetzen im Dienstleistungsbereich sowie die Effekte der das Dienstleistungsgewerbe verändernden Sharing Economy und der daraus resultierenden Neudefinition von “Arbeit” erfordern konstruktives, lösungsorientiertes politisches Handeln. Alternative Absicherungsmodelle wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen mögen sich als nicht praktikabel herausstellen. Dazu müssten sie jedoch erst einmal ernsthaft auf hoher politischer Ebene evaluiert und im besten Fall in einem begrenzten Szenario getestet werden. /mw

(Grafik: bureaucrat – cartoon, Shutterstock)

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