Linkwertig:
Pinterest, Chrome, Amazon, Microsoft

Abmahnwirtschaft
Mit Pinterest wurde wieder einmal ein Thema aktuell: der Anachronismus von unserem Urheberrecht.

Schon ein Link auf Facebook oder ein Bild bei Pinterest zu posten, kann schnell richtig teuer werden. Das muss sich endlich ändern.

» Ein Klick – zack, Hunderte Euro weg

 

Android
Google bringt Chrome auf Android (ab 4.0) und ergänzt damit den etwas rudimentären Browser.

Wie bei der Desktopversion stehen auch bei der Betaversion
von Chrome für Android Schnelligkeit und Einfachheit im Vordergrund.

» Introducing Chrome for Android

 

» weiterlesen

MoID:
Die Visitenkarte wird einfach
nicht in Ruhe gelassen

Zahlreiche Apps haben bisher vergeblich versucht, die Visitenkarte zu verdrängen. Das Münchner Startup MoID hindert dies jedoch nicht daran, es trotzdem zu versuchen.

Die Visitenkarten gehört zu den Relikten aus einer vergangenen Zeit, die mangels hinreichend leistungsfähiger und omnipräsenter Alternativen auch im Jahr 2012 noch die dominante Form des Kontaktaustausches zwischen Geschäftsleuten darstellt. Was eine Reihe von Anbietern mobiler Apps bisher nicht gelungen ist (u.a. Bump, Cardcloud, Hashable, Xing, LinkedIn), möchte das Münchner Startup MoID nun endlich erledigen: der Visitenkarte den Gar ausmachen.

So ambitioniert und im ersten Moment vielleicht unwahrscheinlich dieses Vorhaben angesichts der bisherigen Überlebensfähigkeit der kleinen Papierkarten auch klingen mag: Die MoID-Gründer Damir Ismailovic, Dennis Pagano und Phillip Bellé haben sich in jedem Fall kluge Gedanken darüber gemacht, wieso existierende Apps für den Kontaktaustausch nicht ihren Weg auf alle Smartphones dieser Welt gefunden haben:

Bei Card-Reader-Apps ist die Eingabe der Daten aufwändig, außerdem werden die Kontakte anschließend nicht aktuell gehalten, so MoID-Mitgründer Phillip Bellé. Apps, die im Stile von Bump, Xing oder LinkedIn das aktive Austauschen einzelner Kontaktdaten erfordern, bringen nach Ansicht der Münchner eine enorme Hemmschwelle mit: “Gruppen von Geschäftsleuten, die in Zweierpärchen Ihre Smartphones aneinander stoßen, halten wir für unrealistisch”, beschreibt Bellé das Manko.

» weiterlesen

Last-Minute-Hotelbuchungen:
HRS stört sich an JustBook

Die iPhone-App des Berliner Startups JustBook bietet tagesaktuelle Last-Minute-Hoteldeals in deutschen Großstädten. Dem marktführenden Buchungsportal HRS schmeckt dies gar nicht.

Wenn Startups bei alteingesessenen Unternehmen anecken, dann zumeist, weil ihr sich die Stärken des Webs zunutze machender Ansatz bisherige Geschäftsmodelle schwächt oder gar überflüßig macht. Meist sind es daher Firmen mit geringem oder nicht existentem Onlinefokus, die sich den Eindringlingen mit mehr oder weniger fairen Mitteln in den Weg stellen – myTaxi kann davon ein Lied singen.

Alexander Hüsing berichtet nun bei deutsche-startups.de über einen Fall, in dem ein Anbieter sich gegen neue Konkurrenz aus dem Internet stemmt, der selbst schon seit einer gefühlten Ewigkeit aktiv im Netz präsent ist:

HRS, Kölner Marktführer im deutschen Hotelbuchungsmarkt, stört sich an der vor einigen Wochen lancierten Last-Minute-Buchungs-App JustBook. Das mit Seed-Kapital von einer Reihe namhafter deutscher Investoren ausgestattete Berliner Jungunternehmen um die Gründer Stefan Menden, Florian Waldmann, Ogi Zeric and Sebastian Fallert bietet über seine iPhone-App täglich zwischen 12 Uhr mittags und 2 Uhr nachts stark im Preis gesenkte Hotelzimmer in einer Reihe deutsche Großstädte an – jeweils für die aktuelle Nacht.

» weiterlesen

Linkwertig:
Superbowl, Tumblr, Google X, Hollywood

Superbowl
Der Superbowl ist ja immer so eine Art Stresstest für das soziale Web; AllThingsD fasst die Zahlen zusammen.

» A Super Social Bowl

 

Netzlosgemeinde
Während niemand auf die Idee käme, die gesamte Netzlosgemeinde der Anstandslosigkeit zu bezichtigen, weil irgendein Netzloser irgendwas Blödes gemacht hat, fängt sich die Netzgemeinde von Bundesinnenminister Friedrich einen Rüffel ein:

Wir kennen Spielregeln im Straßenverkehr oder aus dem Strafrecht. Darüber darf sich auch die Internetgemeinde nicht hinwegsetzen.

» Netzgemeinde ohne Demokratie und Anstand

 

Piratenlosnetze
Eine einzige kleine Grafik skizziert sehr schön, wie Hollywood die Piraten jagen könnte.

» Hollywood Wants To Kill Piracy? No Problem: Just Offer Something Better

 

Tumblr
Interessantes Monetarisierungsmodell: Tumblr ermöglicht fortan das zarte Hervorheben eigener Posts im Dashboard der eigenen Verfolger für einen Dollar.

» Introducing: Highlighted Posts

 

Akte X
Mit Solve for X kündigt Google eine Plattform an, auf der radikale wisschenschaftliche Fortschritte ermöglicht und dokumentiert werden sollen.

Es geht um Lösungen, die so radikal sind, dass sie eher klingen wie Science-Fiction, aber auf technologischen Entwicklungen basieren, so dass ihre reale Umsetzung dennoch möglich zu sein scheint.

» Solve for X
» Google sucht Ideen, die wie Science-Fiction klingen

 

Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen Entwicklungen. Hinweise auf Texte gern an desk.netzwertig at blogwerk.com

PR-Manager für DACH:
Spotify bereitet sich auf Deutschlandstart vor

Ein Start von Spotify in Deutschland ist nur noch eine Zeitfrage. Die Anstellung eines in Berlin ansässigen PR-Managers für den deutschsprachigen Markt signalisiert, dass es nicht mehr lange dauern kann.

Es gibt nicht viele Onlinedienste, auf die Internetnutzer in Deutschland so sehnlich waren wie auf Spotify. Zwar mangelt es hierzulande mittlerweile nicht mehr an On-Demand-Musikangeboten, doch bis auf simfy verzichten alle auf einen kostenfreien Service und sind sich im Funktionsumfang weitgehend ähnlich. Ob einem Spotify besser gefällt als die Konkurrenz, hängt von den persönlichen Präferenzen ab. Aber dem typischen menschlichen Verhaltensmuster folgend, Dinge zu begehren, die man nicht haben kann, dürften sich bei einem Spotify-Launch hierzulande viele User auf den schwedischen, mittlerweile in zwölf Ländern verfügbaren Dienst stürzen – erst recht, sofern es zwischen Spotify und der GEMA zu einer Einigung hinsichtlich eines Gratis-Angebots kommen sollte.

» weiterlesen

Geschlossene Ökosysteme:
Abschied vom Netz, wie wir es kennen

Das Internet in seiner bisherigen Form wird nicht nur durch Regierungen und fortschrittsfeindliche Unternehmen bedroht. Die Demontage eines offenen Netzes findet auch von “innen” statt.

Foto: Flickr/ButterflySha, CC BY 2.0
Foto: Flickr/ButterflySha, CC BY 2.0

Der Druck auf das Internet, den etablierten Strukturen und Konventionen der “alten Welt” Folge zu leisten, nimmt unaufhörlich zu. Regierungen und Ermittlungsbehörden sorgen sich um revolutionäres Potenzial und “Cyberkriminalität”, die Unterhaltungsindustrie sieht ihre Umsätze wegbröckeln, und die Zugangsanbieter verzweifeln an der für sie nur schwer monetarisierbaren Traffic-Explosion. Vorratsdatenspeicherung, Gesetzesentwürfe und Handelsabkommen à la SOPA, PIPA und ACTA sowie die Sabotage der Netzneutralität sind einige der unmittelbaren Folgen. Kurzum: Externe Kräfte stellen dem Web zunehmend die Existenzfrage.

Doch als wäre all dies nicht genug, droht dem Web, wie Menschen es in den vergangenen 15 Jahren kennen und schätzen gelernt haben, auch aus den eigenen Kreisen die Demontage. Denn die gewachsenen Internetkonzerne, über die wir bei netzwertig.com aufgrund ihrer Disruptions- und Innovationsfähigkeit regelmäßig und gerne berichten, verabschieden sich vom ursprünglichen Gedanken eines offenen Internets ohne kontrollierende Eingriffe durch Gatekeeper. Nicht, weil sie böse sind und Anwender ins Verderben schicken wollen, sondern weil die zugrunde liegenden Dynamiken, die kommerziellen Interessen und auch die Bedürfnisse der Nutzer dies erzwingen – eine Entwicklung, die US-Blogger und -Autor John John Battelle mit dem ebenfalls vom Menschen unbeabsichtigt verursachten Abschmelzen der Polarkappen vergleicht.

» weiterlesen

Linkwertig:
FriendCaller, FriendFahrer, Living Social, Diaspora

FriendCaller
FriendCaller – das deutsche Skype – hat nun auch Videochat für Gruppen für iOS vorgestellt.

» Introducing First Ever Free Video Conferencing in Real Time for iOS

 

Organisiertes Verbrechen
Auch das noch: Banden von Schwarzfahrern organisieren sich via Facebook.

Die Abschreckung müsse durch eine höhere Zahlung erhöht werden, dabei gehe es aber nicht darum, die Facebook-Gruppen zu verbieten.

» Schwarzfahrer sollen wegen Facebook-Apps mehr zahlen

 

» weiterlesen

Samstag App Fieber:
Search by Drawing, Vermisst, Mahlzeit.tv

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Image Search by Drawing – nach Zeichnungen suchen; Vermisst Add-on – nach Vermissten suchen; und mahlzeit.tv – nach Rezepten suchen.

 

Die Image Search by Drawing ist ein kleines aber nettes und durchaus nützliches Mashup von Franz Enzenhofer, das – der Name deutet es an – das Suchen von Bildern auf Basis eigener Zeichnungen ermöglicht. Nachdem man Meisterwerk im dafür vorgesehenen Bereich gezeichnet hat, generiert das Tool daraus ein PNG-Dokument und schickt es entsprechend angepasst an die Bildsuche von Google, die den Rest erledigt und ähnliche Bilder anzeigt. Ein Wochenende voller Spaß ist garantiert.

 

 

» weiterlesen

Facebooks Börsengang:
Die Internetwirtschaft frohlockt

Facebooks Börsengang wird bis zu 1000 Angestellte des Unternehmens zu Millionären machen. Die gesamte Internetwirtschaft profitiert davon.

Die Perspektiven, aus denen man Facebooks angestrebten Börsengang beleuchten kann, sind extrem vielseitig. Nachdem ich gestern einen sich abzeichnenden Interessenkonflikt bei Facebook-Aktien erwerbenden Tech-Bloggern und -Journalisten beschrieb, möchte ich an dieser Stelle noch einen anderen, äußerst spannenden Aspekt des IPO erwähnen: die Auswirkungen auf die Technologie- und Internetwirtschaft.

Rund fünf Milliarden Dollar möchte Facebook am Aktienmarkt erlösen – und wird auf diese Weise nach Expertenschätzungen mindestens 1000 neue Dollar-Millionäre schaffen. Neben Firmenchef Mark Zuckerberg, seinem Führungsteam und Investoren gehören hauptsächlich frühe Facebook-Angestellte zu den Profiteuren. Diese wurden nämlich bei ihrer Rekrutierung mit Aktienoptionen ausgestattet.

» weiterlesen

Quote.fm:
“RSS ist nicht tot”

Quote.fm spendiert seinen Nutzerprofilen RSS-Feeds und bietet damit einen ausgezeichneten Weg, um die zitatbasierten Artikelempfehlungen anderer Anwender direkt im RSS-Reader zu beziehen.

Eigentlich ist es traurig, dass im Jahr 2012 die Integration von RSS in einen auf Onlinetexte spezialisierten Webdienst Neuigkeitswert hat. Aber angesichts der regelmäßig wiederkehrenden “RSS ist tot”-Schlachtrufe sowie der Tatsache, dass führende Anbieter wie Facebook und Twitter RSS-Feeds den Rücken gekehrt oder diese gut versteckt haben, spüre ich als Anhänger dieses bequemen und effizienten Informationskonsums eine seltsam große Freude, wenn ein junges Startup gegen diesen Trend arbeitet.

So geschehen bei Quote.fm, dem Dienst aus Hamburg, bei dem Nutzer einander lesenswerte Artikel über smarte, pointierte Zitate und Textabschnitte empfehlen. Das von Marcel Wichmann, Philipp Waldhauer und Martin Wolf gegründete Startup ist einer der überraschenden Newcomer des vergangenen Jahres.

» weiterlesen