Journalismus und Virtual Reality:
Wenn die Realität wirklich wird

Wenn journalistische Produktionen vom Absender an die Empfänger übermittelt werden, geht immer Kontext verloren. Mit dem Einzug von Virtual Reality in die Medienwelt kann sich das ändern. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.

Sieht seltsam aus, fühlt sich aber gut an: VR-Headset

Mit der Entstehung der Massenmedien erhielten Menschen erstmals die Möglichkeit, sich relativ unkompliziert und in großer Zahl über das Geschehen außerhalb ihres unmittelbaren Wohnortes zu informieren. Doch die journalistische Berichterstattung über Ereignisse in einer einige hundert Kilometer entfernten Stadt, im Nachbarland oder auf der anderen Seite der Erde leidet bis heute darunter, dass sich bestimmte Vorgänge, Zusammenhänge und Stimmungslagen über die existierenden Medientypen nur unzureichend vermitteln lassen. Lesern, Zuschauern oder Zuhörern werden zwar hinreichend Fakten vermittelt – die tatsächliche Tragweite bleibt aber häufig im Dunkeln. Zu schwer ist das Hineinversetzen in die Protagonisten, in die Kultur, in die Sachverhalte, wenn sich die Begebenheiten außerhalb des eigenen Alltags- und Wahrnehmungsbereichs abspielen. » weiterlesen

„Wi-Fi-Hauptstadt Hamburg“:
Der verfrühte Jubel über kostenloses WLAN

Hamburg will in die WLAN-Offensive gehen und gemeinsam mit Unternehmen an vielen Stellen der Stadt kostenlosen Internetzugang ermöglichen. Ähnliche Pläne gibt es auch in New York, allerdings haben die Amerikaner an vielen Stellen weiter gedacht als die Hanseaten.

Beispiel für einen „LinkNYC“ Hotspot inklusive LCD für Werbung.

Beispiel für einen „LinkNYC“ Hotspot inklusive LCD für Werbung.

Wenn eine Stadt dafür sorgen will, dass auf ihrem Gebiet kostenloses WLAN zur Verfügung steht, klingt das erst einmal nach einer guten Idee. Wie „Die Welt“ berichtet, ist das genau, was Hamburg vorhat. Die Hansestadt wird hier gar schon zur „Hotspot-Hauptstadt“ gekürt. Der Hamburgische Senat will dazu mit Unternehmen zusammenarbeiten. Diese Offensive ergänzt andere, bereits laufende Bemühungen. Die Deutsche Telekom ist mit 700 Hotspots an der Elbe vertreten, das Unternehmen willy.tel will bis 2020 gar 7.000 Zugangspunkte im Stadtgebiet einrichten.

Interessant sind solche Angebote vor allem für Touristen aus dem Ausland, die auf diese Weise ohne teures Roaming auf das mobile Web zugreifen können. Sicherlich wird sich außerdem der eine oder andere Bürger der Stadt freuen, der nur über einen kleinen Datentarif verfügt. Zudem könnte es die bisweilen überforderten Mobilfunknetze entlasten. » weiterlesen

Werbung Freelancer im Consulting:
Der Super-GAU lauert überall

HiscoxDer Schritt in die Selbständigkeit ist immer ein Wagnis. Doch bei freien Consultants ist der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg noch deutlich gravierender als in anderen Branchen – und das, obwohl oft nur eine kleine Unachtsamkeit diesen Unterschied ausmacht.

Die hohen Verdienste im Consulting sind ebenso berühmt-berüchtigt wie das hohe Arbeitspensum in der Branche. Durchschnittlich 60 Arbeitsstunden pro Woche und Wochenendarbeit lassen jedoch auch nur wenig Zeit, den erarbeiteten Lebensstandard auszukosten. Als Freelancer sehen viele Berater die Chance, wieder ein bisschen mehr Lebensqualität zu genießen, ohne deswegen finanzielle Abstriche machen zu müssen. Insbesondere im Consulting birgt der Schritt in die Selbständigkeit allerdings auch viele Gefahren und will daher wohlüberlegt sein. » weiterlesen

Linkwertig:
Ideen, LSR, Facebook, Uber

Interwebs
Deutsche Spitzenpolitiker faxen der EU ihre Ideen zur Digitalisierung.

Die Digitalisierung bietet enorme Chancen für uns alle

» Merkels Internetminister faxen ihren Wunschzettel nach Brüssel

 

LSR
Das Patent- und Markenamt prüft nun, ob die Bevorzugung von Google durch die VG Media nicht eine mögliche Benachteiligung aller anderen Suchmaschinen bedeutet.

Keese deutete in seinem Beitrag zudem an, dass auch Überschriften von Artikeln unter das Leistungsschutzrecht fallen könnten.

» Patentamt prüft Benachteiligung der Google-Konkurrenz

 

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Neudefinition des Webs:
Karten sollen Apps und Websites ablösen

Websites, Streams und Apps sind tot, behaupten immer mehr Designer und die Erfinder des mobilen Browsers Wildcard. Karten sollen sich besser für das mobile Zeitalter eignen, egal ob auf Smartphones, Tablets oder Smartwatches. Doch nicht für alles sind Karten die Lösung.

WildCard-Browser: Inhalte als interaktive Karten

WildCard-Browser: Inhalte als interaktive Karten

Vielleicht war es einfach an der Zeit. Wer die neueste Generation von Apples iOS benutzt oder schon in den Genuss eines Updates auf Android 5.0 gekommen ist, dem wird nicht entgangen sein, dass die Designer der Benutzeroberflächen an vielen Stellen eine alte Idee neu belebt haben. Statt durch unförmige Websites oder kilometerlange Streams zu scrollen, sollen uns Karten mundgerechte Portionen für alle gängigen Mobilgeräte servieren.

Dabei geht es nicht nur um Konsum, sondern auch Interaktion. Und Beobachter fragen sich bereits, ob die mittlerweile gute alte App bereits ausgedient hat. Wo bleiben Inhalteanbieter dabei, wenn wir den karten-zentrierten Homescreen oder Sperrbildschirm gar nicht mehr verlassen? Ist das wirklich mehr als nur ein Trend und das Nonplusultra des mobilen Webdesigns? » weiterlesen

Evernote:
Ungewohnte Herausforderungen

Evernote war stets ein Ausnahmeunternehmen unter den kalifornischen Internet-Startups. Doch eigene Versäumnisse, ein sich wandelndes Marktumfeld und die bevorstehenden Börsenpläne zwingen die Firma dazu, sich zu wandeln.

EvernoteLange Zeit galt der kalifornische Notizdienst Evernote aufgrund seiner auf Langfristigkeit ausgelegten “Slow Growth”-Strategie, seines geradlinigen Gründers sowie seiner äußert loyalen und passionierten Kern-Anwenderschaft als Ausnahmeunternehmen im schnelllebigen Startup-Zirkus. Und lange sah es auch so aus, als könnte der Firma aus Mountain View beim Verwirklichen der Pläne des Aufbaus eines “100-jährigen Unternehmens” niemand in die Quere kommen. » weiterlesen

Linkwertig:
E-Commerce, Fünfjahresplan, E-Books, Cola

E-Commerce
Exciting Commerce fasst die Börsengänge des Jahres im E-Commerce zusammen.

Das Spektrum reichte von Alibaba bis Zulily und von AO.com bis zu Zalando.

» Das Jahr der Börsengänge

 

Fünfjahresplan
Laut Sascha Lobo gibt es alle fünf Jahre einen neuen menschlichen Meilenstein.

Doch was ist die nächste Entwicklungsstufe des Internets? Fest steht: Es geht um unsere Daten.

» Sensorenflut und Datenstrom

 

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Samstag App Fieber:
Matrify, Tersee, Dbate

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Matrify – eine webbasierte Datenbank; Tersee – eine Suchmaschine; und dbate – visuelle Nachrichten.

 

Matrify ist eine kleine Anwendung, mit der man seine Daten in einer Art Datenbank im Web organisieren kann. Man kann verschiedene Tabellen anlegen, in den Tabellen verschiedene Spalten mit verschiedenen Spaltentypen definieren und dann die eingegebenen Daten filtern oder durchsuchen. Daten können auch importiert bzw. exportiert werden. Warum nicht, aber die Preisgestaltung ist vielleicht etwas optimistisch: 1000 Reihen kosten etwa 5 Euro im Monat.

 

 

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Interessenvertretung für ein freies Internet:
Warum ich Chrome gelöscht habe und wieder Firefox nutze

Googles Chrome-Browser gewinnt kontinuierlich an Marktanteilen, während Firefox Nutzer verliert. Doch wer an einem freien Internet interessiert ist, das nicht durch kommerzielle Interessen sabotiert wird, müsste sich eigentlich gegen diesen Trend stemmen.

Firefox und ChromeIch habe gestern Google Chrome von meinem Rechner gelöscht und bin nach vielen Jahren zu Firefox zurückgekehrt. Dabei war ich mit Chrome eigentlich rundum zufrieden. Doch ich empfinde es als meine Pflicht, mit meinem Handeln für Vielfalt im Internet sowie gegen eine Einseitigkeit bei den vorherrschenden Interessen einzutreten. Aus diesem Grund war es für mich nicht mehr zu rechtfertigen, trotz adäquater Alternativen auf den Browser des Unternehmens zu setzen, das in der digitalen Welt nahezu überall seine Finger im Spiel hat.

Man muss nicht Julian Assanges Erkenntnisse über die enge Zusammenarbeit von Google und der US-Regierung gelesen oder sich sich den Bericht der Nonprofit-Organisation Public Citizen über Googles unermessliche Datensammelei und parallele politische Einflussnahme (PDF) zu Gemüte geführt haben, um zu verstehen, dass die Schaffung eines allwissenden, allmächtigen Weltkonzerns auf Dauer nicht im Interesse der Allgemeinheit sein kann. » weiterlesen

Linkwertig:
Post-Privacy, Springer, Hachette, Lambda

Post-Privacy
Die Zeit hat sich angeschaut, was der BND mit den 300 Millionen Euro machen will.

Es scheint derzeit vor allem darum zu gehen, für all die Wünsche eine Rechtsgrundlage zu schaffen, also die Gesetze zu verändern, um die Technik möglich zu machen.

» Die geheime Überwachungswunschliste des BND

 

Springer Ideas
Bei den deutschen Inkubatoren gibt es ein reges Kommen und Gehen – auch Springer schließt ihre Ideen wieder.

Die Bilanz dieser ganzen Aktivitäten: PrepaidBild gibt es nicht mehr. LastMinute Local.de wurde ebenfalls abgeschaltet. Das Second-Screen-Start-up TunedIn schlitterte zudem in die Insolvenz.

» Springer schließt seinen internen Inkubator schon wieder

 

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