189 Artikel in der Kategorie Specials auf netzwertig.com.

Der digitale Aspekt der türkischen Proteste:
Eindrücke aus Istanbul

Die derzeitigen Geschehnisse in der Türkei werden wie schon ähnliche Ereignisse in anderen Ländern stark durch das Internet beeinflusst. Einige diesbezüglich relevante Eindrücke aus Istanbul.

IstanbulWie der Zufall es will, befinde ich mich gerade in Istanbul. Da meine Unterkunft nur wenige Minuten vom Taksim-Platz und Gezi Park entfernt liegt, ist es unmöglich, von den Protesten und den Maßnahmen der Polizei nichts mitzubekommen. Aber zugegebenermaßen finde ich es auch ziemlich spannend, nahe am Geschehen zu sein. Ich spare mir an dieser Stelle allgemeine Lageberichte oder eine Beurteilung der politischen Situation. Dies überlasse ich den Nachrichtenmedien und denen, die sich intensiver mit der Situation der türkischen Nation befassen. Aktuelle Berichte der deutschen Presse, etwa bei Zeit Online und Spiegel Online, liefern einen meines Erachtens nach treffenden Überblick.

Stattdessen möchte ich einige Punkte ansprechen, welche aus internettechnischer Perspektive interessant sind. Bekanntlich sorgt die allgemeine Selbstzensur vieler türkischer Mainstreammedien dafür, dass die detaillierte Kunde über aktuelle Geschehnisse vom Platz und dem angrenzenden Park vorrangig über das Internet an die Öffentlichkeit gerät. Was den türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan zu dem jetzt schon legendären Kommentar bewegte, Twitter sei eine Plage. » weiterlesen

Traffic- und Aufmerksamkeitsmaschine:
Wie Startups ins Fernsehen kommen

Wenn Startups im Fernsehen vorgestellt werden, bringt dies auf einen Schlag massive Aufmerksamkeit und viele neue Besucher. Mit bestimmten Maßnahmen können junge Unternehmen die Chancen auf TV-Berichte deutlich erhöhen.

FernsehenTilo Bonow ist Gründer von piâbo, einer PR-Agentur der digitalen Wirtschaft mit Sitz in Berlin. 

Der Fernsehbeitrag über ein Startup ist sicher die Champions League für jeden Gründer, der sein junges Unternehmen bekannter machen möchte. Viele unterschätzen jedoch den Aufwand, den die Produktion eines Fernsehbeitrags mit sich bringt. Schnell sind drei bis vier Mitarbeiter damit beschäftigt, an Texten zu feilen, Bildideen zu entwickeln oder Räume herzurichten. Am Drehtag bringt dann das Video-Team Unruhe ins Haus, weil der Kameramann alle Möbel umstellen möchte und der Tonassistent sich über die laute Lüftung der Rechner beschwert. Wenn es dann endlich losgeht, muss der gezeigte Unternehmer trotz des Gewusels seine Mimik, Gestik und Rhetorik im Griff haben.

Und wenn der Beitrag produziert und gesendet wurde, ist die Aufgabe für den Unternehmer nicht beendet: Er muss sein Startup für den zu erwartenden Kundenansturm fit machen. Dass die plötzliche massive, mediale Aufmerksamkeit auch zu Problemen führen kann, erleben junge Webfirmen immer wieder, zuletzt Workhub und Nachbarschaftsauto. Eher ein Luxusproblem werden sich die meisten Entrepreneure denken, vor allem, wenn sie selber noch nicht das Glück hatten, derart prominent mit ihrem Unternehmen im Fernsehen gezeigt zu werden.

Es folgt ein Überblick, wie man seine Chancen drastisch erhöht, ein Millionenpublikum zu erreichen. » weiterlesen

Samstag App Fieber:
5 Jahre Samstag App Fieber

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Das Samstag App Fieber wurde gestern fünf Jahre alt – ein guter Anlass nachzuschauen, was aus den vorgestellten Anwendungen und Startups aus der Vogelperspektive betrachtet geworden ist.

Insgesamt habe ich in den fünf Jahren 773 Seiten vorgestellt. 566 (73%) davon gibt es noch; 207 (27%) sind gestorben, sind im Dauerschlaf oder tun nichts mehr, was mit der ursprünglichen Idee noch ansatzweise zu tun hat.

Für die einzelnen Jahrgänge schaut der Status wie folgt aus:

 

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Lesetipp:
Das Buch, das Fred Wilson geprägt hat

Heute starten wir bei netzwertig.com eine neue, zweiwöchentliche Serie. Für diese befragen wir erfolgreiche Gründer, CEOs von bekannten Webunternehmen und renommierte Vordenker und Visionäre des internationalen und einheimischen Technologiesektors, welches Buch sie und ihr Handeln am meisten geprägt hat. Nicht zwei, nicht vier und nicht zehn Werke, sondern nur eines. DAS eine.

Heute: Fred Wilson, Managing Partner beim bekannten New Yorker VC Union Square Ventures und der wohl aktivste seit vielen Jahren bloggende Startup-Investor im Netz.

Weches Buch hat dich und dein Handeln bislang am stärksten geprägt?
Technological Revolutions and Financial Capital: The Dynamics of Bubbles and Golden Ages; Carlota Perez; Erstveröffentlichung 2002
Link zur Website des Buchs I Amazon I  Amazon (Affiliate-Link)

Warum?
“The book provides a framework for thinking about the first twenty years of the commercial Internet and also for where we are headed next.”

+++

Im nächsten Teil dieser Serie: Reid Hoffman, CEO von LinkedIn.

Falls ihr Vorschläge für erfahrene Personen aus der Tech-, Web- und IT-Welt habt, die wir für diese Serie befragen sollen, hinterlasst diese bitte in den Kommentaren.

Danke an @sachark für die Inspiration zu dieser Serie.

Lehren aus 2313 Blogbeiträgen:
Wie ich kreativ bleibe

Wer täglich Artikel schreibt oder anderweitig kreativ tätig ist, muss aktiv Maßnahmen treffen, um einfallsreich zu bleiben. Hier sind einige Beobachtungen aus und Ratschläge nach 2313 Blogbeiträgen.

KreativitätVor mehr als sechs Jahren schrieb ich meinen ersten Blogbeitrag. Dieser Text ist Artikel Nummer 2313. Von kurzen Phasen geringerer Aktivität und wenigen Urlaubswochen ausgenommen verging seit März 2007 kein Werktag, an dem ich nicht mindestens einen, zumeist aber zwei Beiträge verfasst habe. Zu Beginn für mein privates Blog, später dann für netzwertig.com. In dieser Zeit habe ich unheimlich viel gelernt. Vor allem, welche Maßnahmen ich ergreifen muss, um einen maximalen kreativen Output zu erreichen. Genau dieser ist essentiell, will man Tag für Tag lesenswerte, interessante, informative und inspirierende Texte publizieren. Dass einem gelegentlich die Ideen ausgehen, lässt sich freilich nicht vermeiden. Auch hilft eine gewisse analytische Veranlagung wahrscheinlich dabei, dass ich mich stets relativ schnell aus Phasen absoluter Einfallslosigkeit befreien kann. Doch davon abgesehen konnte ich dank meiner Erfahrungen der vergangenen sechs Jahre viel darüber herausfinden, welche Weichen ich stellen muss, um möglichst jederzeit einen effektiven Kreativitätsprozes zu aktivieren. Hier sind einige Empfehlungen und Ratschläge, mit denen sich die grauen Zellen dazu animieren lassen, Ideen für Texte und andere, Kreativität erfordernde Prozesse zu produzieren. » weiterlesen

Investor Hiro Maeda:
“In Japan erreichen Startups schnell die kritische Masse”

Open Network Lab ist der führende japanische Startup-Inkubator und der mit dem hochkarätigsten internationalen Netzwerk. Managing Partner Hiro Maeda erläutert im Interview, wieso er glaubt, dass junge Web- und Mobilefirmen mittelfristig die einstige Bedeutung von Sony & Co erreichen können.

Vor einigen Wochen beschrieb die Branchenjournalistin Yukari Mitsuhashi im Interview, wie sich die japanische Startup-Wirtschaft gerade erst in ihren ganz frühen Anfängen befindet. “Bis vor zwei Jahren wollten alle in einem großen Unternehmen arbeiten”, so ihre Feststellung. Einer der entscheidenden Gründe, warum sich dies gewandelt hat: Inkubatoren erschienen auf der Bildfläche und entfernten manche der Hürden, die junge Japaner bisher mit der Unternehmensgründung in Verbindung brachten.

Open Network Lab (Onlab) war der erste derartige Inkubator, eine Art Pendant zur legendären US-Startupschmiede Y Combinator, und gilt heute als der mit dem besten und hochkarätigsten internationalen Netzwerk. Ähnlich wie Startup-Reporterin Mitsuhashi hat auch Onlab-Gründer und Managing Partner Hiro Maeda einige Jahre in den USA gelebt und studiert. Englischsprachige Personen wie er sind rar in der noch kleinen Tokioter Szene – erst recht solche, die sich wie Maeda auch als Business Angel in Kalifornien betätigen. » weiterlesen

Startups in Japan:
“Bis vor zwei Jahren wollten alle in einem großen Unternehmen arbeiten”

Vor zwei bis drei Jahren existierte nahezu kein Startup-Ökosystem in Japan. Mittlerweile gibt es immer mehr Gründer, aber auch zahlreiche Herausforderungen, so die Branchenkennerin und Tech-Reporterin Yukari Mitsuhashi im Interview.

Seit gut sieben Wochen befinde ich mich in Tokio. Obwohl ich mittlerweile schon ein besseres Verständnis über die hiesige Startup-Wirtschaft und ihre Herausforderungen habe als zu Beginn, so verhindert die allseits präsente Sprachbarriere ein wirklich tiefes Eintauchen und eine wasserdichte Analyse des lokalen Ökosystems. Glücklicherweise gibt es Menschen wie Yukari Mitsuhashi. Die gebürtige Japanerin verbrachte während ihrer Jugend sieben Jahre in den USA und heuerte nach ihrem Studium in Tokio bei einer Onlinefirma an. Seit zwei Jahren beobachtet sie die Branche für das mittlerweile auch auf Englisch publizierende japanische Tech-Blog Startup-Dating und verschiedene japanischsprachige Publikationen. Sie kennt sich somit gut in der Szene aus und weiß dank ihrer ausgezeichneten Englischkenntnisse und regelmäßigen Reisen in die USA, wo sich Japans Startup-Wirtschaft heute im internationalen Vergleich befindet. Im Interview mit netzwertig.com gibt sie einen Ein- und Überblick. » weiterlesen

Zattoo-Manager Jörg Meyer:
“Von den Umsätzen der illegalen TV-Apps kriegt kein Sender etwas ab”

Der TV-Dienst Zattoo erlebt nach Aussage von Manager Jörg Meyer seinen zweiten Frühling. Speziell im deutschen Markt sieht das Zürcher Unternehmen noch großes Potenzial – trotz der komplexen Rechtslage.

2008 schrammte der Zürcher TV-Dienst Zattooknapp am Abgrund vorbei“, als eine geplante Finanzierungsrunde nicht abgeschlossen werden konnte. Entlassungen und ein Eindampfen von ambitionierten Expansionsplänen waren die Folge. Doch sukzessive rappelte sich das Schweizer Startup wieder auf, auch dank der Beteiligungen des Medienhauses Tamedia sowie der Schober-Gruppe. Nachdem 2012 der Break-Even erreicht wurde, rückt nun die Internationalisierung wieder verstärkt in den Fokus, erklärt Jörg Meyer, Vice President im Bereich Content and Consumer, im Interview mit netzwertig.com. In Deutschland sieht er noch viel Potenzial – auch wenn einige Hindernisse dem maximalen Erfolg im Wege stehen. » weiterlesen

Startup-Wettbewerb “SF Japan Night”:
Japanische Jungfirmen erweitern ihren Horizont

Auch wenn sprachliche und kulturelle Barrieren japanischen Startups die Internationalisierung erschweren: Einige von ihnen wollen ausländische Märkte erobern. 15 derartige Firmen präsentierten sich am Samstag in Tokio.

Wie beschrieben stellen Sprachbarrieren eine große Hürde für die japanische Internet-Wirtschaft dar, in ausländischen Märkten erfolgreich Fuß zu fassen. Entsprechend selten sind lokale Startup-Veranstaltungen, auf denen sich junge japanische Online- und Technologiefirmen vorstellen, die tatsächlich globale Ambitionen hegen und in englischer Sprache auftreten. Das kalifornisch-japanische Beratungsunternehmen btrax trommelt für seinen jährlichen Startup-Wettbewerb genau solche Unternehmen zusammen, die diesen im Land der aufgehenden Sonne noch immer unüblichen Pfad beschreiten wollen.

Im Rahmen der SF Japan Night präsentierten sich am Samstag in Tokio 15 japanische Startups und Dienste aus der Internet- und Technologiewelt vor einer zu geschätzten 99 Prozent des Japanischen mächtigen Zuhörerschaft – auf Englisch. In fünfminütigen Demos erläuterten sie ihre Konzepte und Geschäftsmodelle, stellten sich daraufhin den Fragen einer Jury und hofften anschließend darauf, als eines der sechs Startups ausgewählt zu werden, die im März in San Francisco im Finale des Wettbewerbs wieder aufeinandertreffen dürfen. Ich habe das Event besucht und stelle hier die interessanteren Projekte vor. » weiterlesen

Amen-Gründer Felix Petersen:
“Amen ist eben nicht Lieferheld”

Das einst bejubelte Berliner Startup Amen hat eine neue App namens “Thanks” herausgebracht. Mitgründer Felix Petersen sieht darin eine Ergänzung zu Facebooks Graph Search. Im Interview erklärt er, warum er neben Amen eine zweite App hochzieht und wieso er es für wichtig hält, ein Startup langsam aufzubauen.

Anderthalb Jahre nach dem großen Trubel um den Start von Amen brachte das gleichnamige Berliner Startup in dieser Woche eine zweite App heraus. Thanks durchsucht die Einträge, die Nutzer bei Amen hinterlassen haben, und findet dadurch die besten Filme, Bücher, Apps, Alben oder auch Restaurants und Bars in der Nähe.

Amen-Mitgründer Felix Petersen sieht in Thanks ein Gegenstück zu Facebooks neuer Graph Search, ergänzt um die Komponente Social Q&A. Im Interview erklärt er, warum seine Investoren wie der Hollywood-Star Ashton Kutcher einen langen Atem beweisen, wieso für ihn die Berliner Startup-Szene erst an ihrem Anfang steht und warum man ein kleines Startup wie Amen anders aufbauen muss als ein Unternehmen mit dem Schwerpunkt E-Commerce. » weiterlesen

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