155 Artikel in der Kategorie Specials auf netzwertig.com.

Ära des Post-PC:
Wie sich eine Notebook-Zwangspause auf die Produktivität auswirkt

Tablets sind eindeutig die besseren Geräte für den digitalen Medienkonsum. Doch ein erzwungener Selbstversuch zeigt: Wer häufig Texte im Netz veröffentlicht und viel recherchiert, für den ist der Verzicht auf einen vollwertigen Rechner noch nicht zu empfehlen.

Einen Monat ist es her, da beschrieb ich, wie Tablets sukzessive und schneller als man denkt, heimische Desktop-PCs und Notebooks ablösen werden. Derartige Geräte bezeichnete ich als neue Druckmaschine in Anlehnung an die Tatsache, dass unter den Heimanwendern nur noch leidenschaftliche und professionelle Contentproduzenten auf “vollwertige” Rechner angewiesen sind. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass ich einige Wochen später dazu gezwungen sein würde, genau für diese Art der Tätigkeit für einige Tage auf mein Ultrabook und damit mein primäres Arbeitsgerät für die Recherche- und Schreibarbeit verzichten zu müssen.

Denn nachdem ich in der vergangenen Woche das Blogwerk-Team in Zürich besuchte, schaffte ich es doch tatsächlich, ohne mein Netzteil wieder nach Hause zu fliegen. Ok, dachte ich mir, dann würde ich noch auf dem Heimweg einen Ersatz im Elektronikfachhandel erwerben. Denkste. Wie sich herausstellte, benötigt mein Asus Zenbook ein sehr spezielles Netzteil, das in meiner Wahlheimat Schweden nur einige ausgewählten Onlineshops führen – und dort wurde es bis gestern als “nicht im Lager” gekennzeichnet. Also blieb mir nichts anderes übrig, als meine Kollegen im Hauptquartier darum zu bitten, mir mein Netzteil hinterherzuschicken. Wie ich der Sendungsnummer entnehme, liegt es momentan beim Zoll und wird nicht vor dem morgigen Mittwoch bei mir eintreffen.

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Praxisbericht:
Erste Schritte mit einem 3D-Drucker

3D-Drucker sind derzeit ein heißes Thema unter Bastlern. Gastautor Nils Hitze berichtet vom Aufbau und ersten Test seines “Ultimaker”.

Der Ultimaker ist mein erster eigener 3D-Drucker. Aufgebaut wurde über mehrere Tage, meistens abends. Von der Auslieferung bis zum ersten Druck sind vier Tage vergangen. Generell bin ich mit dem Set zufrieden, wobei es einige kleine Fehler gab und die Dokumentation noch ziemlich große Mängel aufwies. Glücklicherweise hatte ich vorzüglichen Support von zwei Ultimaker-Besitzern aus Deutschland und der Schweiz, da dies aber nicht üblich ist, besteht hier noch viel Verbesserungspotential.

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simfy-CEO Gerrit Schumann:
“Wir bereiten uns auf
massives Wachstum vor”

Die simfy-Gründer Christoph Lange und Steffen Wicker verlassen den Kölner Streamingdienst für Musik. CEO Gerrit Schumann betont, dass dieser Schritt lange geplant war, und erklärt, dass sich der Service trotz einiger Herausforderungen auf massives Wachstum vorbereitet.

Wie am Samstag berichtet, verlassen die Gründer des deutschen On-Demand-Musikdienstes simfy das Kölner Unternehmen. Am Freitagnachmittag gaben Christoph Lange und Steffen Wicker dies in einer persönlichen Mail bekannt, ohne dass dazu von Seiten simfys bereits eine offizielle Stellungnahme existierte. Die Nachricht vom Weggang des Duos warf eine Reihe von Fragen auf, unter anderem, wie es überhaupt um simfy steht. Hohe Lizenzgebühren und ein harter Konkurrenzkampf setzen dem Startup seit längerem zu. Jetzt hat simfy-CEO Gerrit Schumann uns einige Fragen zur aktuellen Lage bei simfy beantwortet.

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Aufgabenverwaltung:
Mit dem arbeiten, was da ist

Tools zur Aufgabenverwaltung sind toll – können aber zum Zeitfresser werden: Zuviele Features, zu komplizierter Aufbau. Selbst ist die Frau: Karin Friedli hat sich ein System für die To Do’s gebaut – im E-Mail-Programm.

«Digitale Aufgabenverwaltungen haben einen Fehler – sie funktionieren nicht» stellte Thomas Mauch vor einiger Zeit an dieser Stelle fest. Und sprach mir damit aus der Seele. Wie ich endlich dauerhaft produktiv und organisiert wurde. Ich habe sie natürlich ausprobiert: Remember The MilkWorkflowyThingsThinking RockWunderlist,OrchestraTeuxdeux und wie sie alle heissen. Fein säuberlich dokumentierte ich jeweils den Status Quo meiner Aufgaben und fasste gute Vorsätze, auf dass alles gut werde und mir die Arbeit leichter und organisierter von der Hand gehe. Und ich mochte sie, fast alle. Thinking Rock ist super durchdacht, Wunderlist ist irrsinnig hübsch, Remember The Milk hat coole Features. Allein, geholfen hat das nie auf Dauer. Ungezählte Anläufe und einige Jahre später war ich irgendwann letztes Jahr genau so weit wie zuvor.

Geholfen hat am Ende nur eins: gnadenloser Pragmatismus. Was hilft mir wirklich, mein Zeug zu erledigen? Und wie mache ich mir das so einfach wie nur irgend möglich?

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(Foto: Flickr/MananasokoCC BY 2.0)

ShopLove, mySugr, pepperbill und mehr:
10 Startups, die beachtet werden

ShopLove, mySugr und pepperbill heißen die drei Startups aus dem deutschsprachigen Raum, deren Berichte bei uns in jüngster Zeit am häufigsten im Social Web empfohlen wurden. Aufmerksamkeit ist einer von vielen Faktoren für Erfolg.

Ab und an werfen wir einen Blick darauf, wie eifrig vergangene Artikel über neue Startups und Webdienste von Nutzern bei Facebook, Twitter und Google+ verbreitet wurden. Das Engagement der Anwender garantiert zwar nicht automatisch eine Erfolgsgeschichte für den jeweiligen Service, signalisiert aber ein grundsätzliches Interesse und die vorhandene Bereitschaft, sich mit der jeweiligen Thematik auseinanderzusetzen. Hier sind die zehn jungen Anbieter, deren ausführliche Vorstellungen auf netzwertig.com diesbezüglich punkten konnten.

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Was Telegrafie und Internet gemeinsam haben:
Von Weltfrieden und Informationsüberflutung

Vor 150 Jahren veränderte die Erfindung der Telegrafie die Welt und zog Menschen rund um den Globus in ihren Bann, begleitet von sowohl utopischen Hoffnungen als auch schwarzmalerischen Befürchtungen. Die vielen Parallelen zum Zeitalter des Internets sind erstaunlich.

In der Regel veröffentlichen wir keine Buchrezensionen. Aber wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel – heute mache ich eine. Denn im Blog von Autor und Journalist John Battelle stieß ich jüngst auf eine Buchempfehlung, die sich als hervorragender Tipp herausstellte und grundsätzlich für alle interessant sein dürfte, die sich aus Leidenschaft oder beruflich mit der Ausbreitung und den Auswirkungen des Internets befassen.

Im Jahr 1998 veröffentlichte der britische Journalist Tom Standage sein Werk “The Victorian Internet: The Remarkable Story of the Telegraph and the Nineteenth Century’s On-Line Pioneers”. Wie der Name erahnen lässt, beschäftigt sich Standage in dem nur auf Englisch herausgegebenen Buch mit der Erfindung und Verbreitung der Telegrafie im 19. Jahrhundert. Was Menschen mit einem Faible für geschichtliche Ereignisse, das viktorianisches Zeitalter sowie den Erfindergeist der frühen Phase der Industrialisierung bekannt sein wird, dürfte manch begeisterte Internetapologeten überraschen: Die Erfindung und Vermarktung des Telegrafen veränderte die Gesellschaften des 19. Jahrhunderts in einem ähnlichen Maße, wie dies heute im Zuge der Digitalisierung geschieht. Und nicht nur die hohen Erwartungen, die in diese damals revolutionäre neue Form der Kommunikation gesteckt wurden, weisen Parallelen zur Ära des Internets auf, sondern auch die allgemeinen Bedenken sowie die Konsequenzen, welche die explosionsartige Ausbreitung des internationalen Telegrafennetzes für Unternehmen und Medien mit sich führten.

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Logins in der Cloud:
Unser Experiment mit Onelogin

Mit Onelogin haben wir bei Blogwerk ein Single Sign On-System, mit dem wir Passwörter und Logins für alle Mitarbeiter verwalten können. Die Einführung und Nutzung eines solchen Tools ist aber nicht ganz trivial.

Wie die meisten wissen, arbeiten wir sehr eng mit diesem «Internet» zusammen. Da liegt es nahe, dass jeder für seine Arbeit den einen oder anderen Webdienst nutzt oder nutzen muss. Über die Jahre haben sich so rund achtzig Dienste und mehrere hundert Logins angesammelt. Je nach Beschaffenheit des Logins (Wichtigkeit, Typ) kamen verschiedene Passwörter zum Einsatz, die aus Sicherheitsgründen regelmässig geändert werden müssen. Und genau das machte uns immer mehr Probleme.

Je mehr Logins wir hatten, desto öfter hat man mal bei einem Account das Passwort oder sogar den Benutzernamen vergessen. Meist hilft auch der interne Chat nur bedingt und im Google Doc, welches zum letzten Mal vor drei Monaten bearbeitet wurde, ist der Account auch nicht eingetragen. Wenn wir alle unsere Passwörter ändern wollten, ging die Hälfte vergessen, mehrmals. Das Chaos war perfekt – Eine neue Lösung musste her.

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Journalismus im Netz:
10 Tech-Stories, die nerven

Manche Schlagzeilen und Stories rund um Internet- und Technologiethemen wiederholen sich ständig und können dadurch ziemlich nerven.

Auch Traumjobs haben ihre Schattenseiten. Für uns gehört dazu, bei der täglichen Intensivbewachung der Tech-Presse und Social-Media-Sphäre mit bestimmten, sehr repetitiven Stories konfrontiert zu werden. Hier sind zehn besonders hartnäckige Fälle:

1. Die Zahl der studiVZ-Besucher ist erneut um XY Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal geschrumpft
Und täglich grüßt das Murmeltier.

2. Google+ hat so und so viele Millionen Nutzer
Zu schwer ist angesichts der immer tiefer gehenden Integration von Google+ mit anderen Google-Diensten die Bewertung isolierter Angaben zur Nutzung von Google+. Das Unternehmen unterstreicht selbst, dass Google+ kein herkömmliches Social Network sondern eine soziale Ebene für die Google-Services darstellt.

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Entrepreneur und Investor Frank Thelen:
“Das Lean Startup ist tot”

Apps sind der in Zukunft bedeutendste Distributionskanal für Onlineinhalte und Dienste, ist sich Entrepreneur und Investor Frank Thelen sicher. Dadurch verändern sich die Spielregeln für Startups. Produkte müssen perfekt sein – vom ersten Tag an.

“Das Lean Startup ist tot” – mit dieser provokativen Aussage hinterließ Entrepreneur Frank Thelen auf dem European Pirate Summit bei mir einen bleibenden Eindruck. Als früherer Geschäftsführer diverser Firmen, jetziger Co-Founder des intelligenten Dokumentenverwaltungsdienstes doo sowie Managing Director bei der Beteiligungsgesellschaft E42 (u.a. 6Wunderkinder, myTaxi, kaufDa) dürfte er wissen, wovon er spricht. Grund genug, um in einem Interview nachzuhaken und in Erfahrung zu bringen, wieso er das Lean-Startup-Konzept für nicht mehr zeitgemäß hält und welche Konsequenzen er sieht.

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Kameras in der Hosentasche:
Welches Smartphone schießt die besten Bilder?

Das Smartphone ist längst ständiger Begleiter und somit auch immer griffbereit, wenn man Fotos machen will. Wir haben uns deshalb die aktuellen Smartphone-Modelle angesehen und verraten euch, welche Geräte sich für die schnelle Fotosession zwischendurch eignen.

Spätestens seit dem Nokia 808 PureView ist klar geworden, dass Smartphones durchaus brauchbare Fotos liefern können. Dabei ist die Qualität heutiger Smartphones so gut, dass die Klasse der Kompaktkameras um ihre Existenz fürchten muss, behaupten viele. Nicht immer liegt das an dem großen Sensor, wie im Falle des Nokia 808 PureView. Auch eine gute Linse von Carl Zeiss wie beim Lumia 900 trägt dazu bei. Die heutigen Kamerasmartphones zeichnen sich insbesondere durch sehr gute Entrauschungs- und Farbfilter aus. Unlängst begegnete mir ein amerikanisches Filmteam, das einen riesigen Kameraaufbau transportierte, dessen zentraler Mittelpunkt ein iPhone 4S war. „Die Qualität reicht für TV-Aufnahmen völlig aus” war deren verwunderliche Antwort. Auch einen Kollegen der c’t aus dem heise Verlag habe ich schon beim Filmen einer Pressekonferenz mit einem iPhone „ertappt” und vermehrt setzen Blogger auf das Samsung Galaxy S3, wenn sie unterwegs hochwertige Fotos machen möchten.

Es ist deshalb Zeit, sich die Smartphone-Kameras genauer anzusehen und diesem Gerücht, „Kompaktkameras haben ausgedient” auf den Grund zu gehen.

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