202 Artikel in der Kategorie Specials auf netzwertig.com.

Till Ohrmann vom European Pirate Summit:
“Startups, die nicht gut präsentieren können, gehören nicht auf die Bühne”

Zum vierten Mal findet Anfang September in Köln die Startup-Konferenz European Pirate Summit statt. Das Event ist seit 2011 von einem Hobby der Macher zu einem Startup geworden. Till Ohrmann, Co-Founder und CEO, plaudert aus dem Nähkästchen.

Pirate SummitSeit 2011 versammeln sich jedes Jahr im Spätsommer/Frühherbst bis zu einige Tausend Vertreter der Internetwirtschaft in Köln bei einer der interessantesten Branchenveranstaltung überhaupt: dem European Pirate Summit. Das diesjährige Event, das vom 1. bis zum 5. September stattfindet, wird wieder viel von der typisch intimen, entspannten Atmosphäre der vorherigen Auflagen mitbringen. Dennoch hat sie dich Konferenz mit ihren paneuropäischen Satelliten-Events innerhalb von drei Jahren von einem Hobby-Projekt der Gründer zu einem waschechten Startup entwickelt. Wir sprachen mit Co-Founder und CEO des Pirate Summit, Till Ohrmann, über das, was zwischen 2011 und 2014 passiert ist.  » weiterlesen

Für Viel- und Gelegenheitsreisende:
5 neue Wege, um Unterkünfte zu buchen

Trotz oder gerade aufgrund einiger mächtiger Marktführer entstehen derzeit im Segment der Hotel- und Unterkunftsvermittlung eine Vielzahl neuer Konzepte und Ansätze. Wir stellen fünf Vorhaben vor.

HotelAls Vielreisender und aus unerklärlichen Gründen unglaublich geduldiger Hotel-/Unterkunfts-Schnäppchenjäger habe ich stets ein Auge auf den Markt der Hotelbuchungsportale. Selbst wenn sich über die Jahre diverse mächtige Anbieter entwickelt haben, entstehen in dem Segment aktuell unzählige neue Ansätze und Konzepte. Startups sowie bestehende Portale loten aus, inwieweit Produktdifferenzierungen oder erweiterte Kundendienstleistungen die Chance eröffnen, sich abseits der eingetretenen Pfade eine lukrative Nische zu erarbeiten. Hier sind fünf junge Vorhaben, die sich (auch) an Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz richten. » weiterlesen

Alltagserledigungen:
Ich freue mich auf die Automatisierung

Alltägliche Erledigungen erfordern eine Vielzahl Interaktionen mit anderen Menschen. Manche davon sind kaum notwendig. Zeit, dass Technologie übernimmt.

Mit anderen Menschen zu kommunizieren, kann bereichernd sein und viel Freude bereiten – sofern man dies freiwillig gewählt und sich die Personen selbst ausgesucht hat. Viele Male pro Tag sind wir jedoch zu Interaktionen mit anderen Menschen gezwungen, ohne dass ein Interesse aneinander besteht. Diese Vorgänge bieten keinerlei der Vorteile des sozialen Austauschs, dafür aber viele Nachteile. Meist sind sie zudem hochineffizient und rauben Zeit. Früher oder später wird Technologie diese Aufgaben übernehmen. Ich freue mich darauf. Hier sind vier Beispiele: » weiterlesen

Über ein Dutzend smarte Geräte steuern:
IFTTT wird zur Schaltzentrale für das Internet der Dinge

2011 ging IFTTT als Dienst an den Start, um verschiedene Online-Apps miteinander interagieren zu lassen. Heute unterstützt der Service eine schnell steigende Zahl an smarten, internetfähigen Geräten. IFTTT wird zur zentralen Plattform für das Internet der Dinge.

IFTTT

Außenstehenden prägnant zu erklären, was genau IFTTT macht, ist nicht leicht. Ich benutze in Artikeln zu dem US-Dienst gerne die Analogie des “digitalen Klebebands”. Dass jemand ohne Vorwissen anhand dessen aber versteht, was man mit IFTTT anstellen kann, erwarte ich natürlich nicht. Womöglich erübrigt sich das Thema jedoch bald. Denn immer deutlicher wird, in welche Richtung sich das Angebot entwickelt: zum Steuerungsorgan aller mit dem Internet verbundenen Geräte; zur zentralen Plattform für das Internet der Dinge (IdD).

Im Laufe der letzten Monate hat das Unternehmen die Zahl der mit dem persönlichen IFTTT-Konto verknüpfbaren Smart Devices und IdD-Produkte kontinuierlich erhöht. Weiterhin lässt sich der Service natürlich auch dafür nutzen, um reine Web- und Smartphone-Apps zusammenzuschalten und automatisiert miteinander interagieren zu lassen. Doch je vielfältiger das in unserem Alltag vorkommende Spektrum an digitalen, mit dem Internet verbundenen Geräten ist, desto stärker rücken bei IFTTT Einsatzszenarien in den Vordergrund, bei denen ausgelöste Aktionen nicht allein die konventionelle Nutzung von PCs, Smartphones oder Tablets betreffen.

Die folgende Zusammenstellung von mit IFTTT steuerbaren und zusammenschließbaren IdD-Produkten verdeutlicht, wie weit die Metamorphose von IFTTT zur Schaltzentrale für das Internet der Dinge bereits vorangeschritten ist.  » weiterlesen

Von Yik Yak bis We Heart It:
Millionen Jugendliche erobern neue und alte Apps

Nicht immer sind Nutzungsmuster und App-Favoriten von Jugendlichen ein Indikator für den nächsten Reichweiten-Hit im Social Web. Dennoch sollte man einige der Anwendungen, die Teenager gerade erobern, im Auge behalten. Aus einzelnen könnte Großes werden.

Investoren, CEOs von etablierten Webfirmen und Analysten sind bestrebt, frühzeitig die Apps zu identifizieren, die sich bei Teenagern besonderer Beliebtheit erfreuen. Denn auf diese Weise stellen sie sicher, potenzielle Gefahren, Übernahmeziele oder Investitionsobjekte nicht zu verpassen. Wer heute bei den als besonders experimentier- und wechselfreudig geltenden jungen Menschen gut ankommt, entwickelt sich vielleicht morgen zum generationenübergreifenden Nutzermagneten – so die verbreitete Sichtweise. Nicht immer muss das stimmen. Dennoch wäre es dumm, die von Digital Natives mit Hingabe eingesetzten Kommunikations-Apps pauschal als Spielereien ohne Chancen bei anderen Altersgruppen abzutun.

Snapchats Popularität bei Teens ist hinlänglich bekannt. Die einfallsreiche und gelungene Weiterentwicklung lässt die intensiv von den Medien bewachte Ablehnung eines Drei-Milliarden-Angebots von Facebooks zum Jahresbeginn langsam aber sicher als kluge Wahl erscheinen. Doch noch einige weiterer Social-Media-Anbieter erfreuen sich gerade erheblicher Sympathien bei vor allem jugendlichen Usern. Dienste, die man deshalb auf dem Radar haben sollte. » weiterlesen

Audioinhalte:
Wie Podcasts Teil meines Medienmixes wurden, wieso ich aber trotzdem oft lieber lese

Podcasts sind eine geniale Ergänzung des Medienmixes. Allerdings besitzen sie wie alle Audioformate gewisse Usability-Nachteile. In vielen Situationen sind geschriebene Texte die sinnvollere Art der Informationsvermittlung und -aufnahme. Trotzdem boomen Podcasts in Kreisen der Gründer- und Webszene.

PodcastIch benötigte sehr lange, um ein Faible für Podcasts zu entwickeln. Erst vor anderthalb Jahren geschah es, dass ich eher durch Zufall Apples Podcast-App auf meinem iPhone installierte (übrigens laut einhelliger Meinung nicht die beste App – Empfehlungen für iOS hier und Android hier). Kurze Zeit später hatte ich eine Handvoll Audioquellen abonniert. Wieder kurz darauf waren Podcasts als fester Teil meines Medienmixes etabliert.

Mittlerweile merke ich jedoch, wie mich die schiere Masse an potenziell interessanten, kostenfrei abonnierbaren Audioinhalten vor ein Problem stellt: Mein für den Konsum von Podcasts zur Verfügung stehendes Zeitbudget ist extrem begrenzt. Es beschränkt sich vorrangig auf Perioden, in denen ich unterwegs bin und in denen mein Gehirn nicht für andere kognitive Aufgaben beansprucht wird. Maximal kann ich mich zwei bis drei Stunden pro Tag Audiomaterial widmen, oft weniger. » weiterlesen

Fußball-Weltmeisterschaft 2014:
Meine erste WM ohne TV-Anschluss

Die Zeiten, in denen man eine Fußball-Weltmeisterschaft nur mit einem Fernsehanschluss ernsthaft verfolgen konnte, sind vorbei: Schnelle Leitungen und leistungsfähige, legale Streamingdienste ermöglichen auch “Cord Cuttern” vollen Fußballgenuss. Mit einigen Einschränkungen.

FußballDie Fußballweltmeisterschaft 2014 steht vor der Tür. Für mich bedeutet sie dieses Mal ein Novum: Erstmals steht mir während der gesamten Laufzeit des Turniers kein linearer Fernsehanschluss zur Verfügung, um die Spiele anzuschauen. Vor zwölf Jahren wäre das einer kleinen Katastrophe gleichgekommen (sofern man es für angemessen hält, für die fehlende Möglichkeit zum Fußballgucken diesen drastischen Begriff zu verwenden). Glücklicherweise haben sich die Vorzeichen geändert und als ausschließlich über eine Internetverbindung verfügender Nutzer ist man nicht mehr darauf angewiesen, über schlechte Leitungen und obskure Peer-to-Peer-Dienste verpixelte Live-Streams chinesischer TV-Sender anzuschauen. » weiterlesen

Digitaler Reisebericht:
Zurück aus einer Diktatur

Wenn man in ein Land fährt, das gerne als “Europas letzte Diktatur” bezeichnet wird, sind die Erwartungen an den technischen Fortschritt und die Infrastruktur eher gering. So kann man sich irren. Ein Reisebericht.

U-Bahn-Station in Minsk

Die besten, erkenntnisreichsten Reisen sind die, bei denen die eigenen Vorurteile widerlegt werden. Ich bin gerade von einem mehrtägigen Trip aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk zurückgekehrt. Dort habe ich einen beruflich in der lokalen Internetbranche tätigen Freund besucht. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt – im positiven Sinne.

Ich hatte mich im Vorfeld hinsichtlich der Infrastruktur und technologischen Entwicklung auf eine abgemilderte, europäische Variante Nordkoreas eingestellt – natürlich nicht so verarmt wie das isolierte Land in Fernost, aber doch mit besonders deutlichen Defiziten. Das war vielleicht ignorant, aber was soll man auch erwarten, wenn man sich in “Europas letzte Diktatur” begibt. Wie sich herausstellte, lassen die Unzulänglichkeiten des Landes in Sachen politischer Partizipation, Meinungsfreiheit sowie Wahrung von Menschenrechten wenig Rückschluss auf die digitale Reife Weißrusslands und seiner Hauptstadt Minsk zu. In einigen Punkten wirkte die Stadt moderner als so manche westlich orientierte Metropole. » weiterlesen

Neue Foursquare-App:
Swarm weckt nostalgische Gefühle

Foursquare hat seine neue App namens Swarm veröffentlicht und für diese im Vorfeld erfolgreich Spannung aufgebaut. Die dabei beim Autor ausgelösten Gefühle sind selten geworden im heutigen Webgeschäft. Sie stimmen nostalgisch.

SwarmNach der Ankündigung Anfang Mai hat Foursquare gestern seine die Social-Networking-Funktionen separierende neue App Swarm für iPhone und Android veröffentlicht. Einige Beiträge im Foursquare-Blog sowie Tweets von CEO Dennis Crowley wiesen in den vergangenen Tagen schon darauf hin, dass der Launch der Anwendung unmittelbar bevorstehe – und bei mir regelrechte Vorfreude ausgelöst. Als ich dann bei Twitter erste Hinweise auf die erfolgte Veröffentlichung von Swarm sah, zückte ich sofort mein Smartphone und installierte mir die App.

Für ein Urteil ist es noch zu früh. Ich möchte Swarm, das neben dem herkömmlichen Check-In auf Wunsch auch passives Location-Tracking beinhaltet und damit Facebooks jüngst eingeführtem “Freunde in der Nähe”-Feature ähnlich ist, erst einmal einige Tage in “freier Wildbahn” testen. Während ich aber gestern, auf mein iPhone starrend, den Downloadprozess der Anwendung beobachtete, traf es mich wie ein Blitz: Diese verspürte, fast schon kindliche Vorfreude auf einen neuen Onlinedienst, ist bei mir in den letzten zwei bis drei Jahren zu einer Seltenheit geworden. » weiterlesen

Sehens- und hörenswert von der #rp14:
Sascha Lobos Rede zur Lage der (Internet-)Nation und Überwachung

71 wirklich sehr gut investierte Minuten!

via Nerdcore