213 Artikel in der Kategorie Specials auf netzwertig.com.

LaterPay:
Wie ein Startup mit Geduld und Langfristigkeit die Monetarisierung von Inhalten verändern will

Vor sechs Monaten feierte das Münchner Startup LaterPay mit seinem Micropayment-Dienst für Kreateure von Online-Inhalten sein Debüt. Im Gegensatz zur verbreiteten Konvention in der Digitalwirtschaft, wo alles ganz schnell gehen muss, baut das Unternehmen auf Langfristigkeit. Erste Erfolge gibt es zu vermelden.

LaterPayIm Frühjahr öffnete das Münchner Startup LaterPay die Pforten zu seinem Pay-Per-Use-Bezahlsystem für Blogger, Verlage, Spiele-Entwickler und andere Kreateure von Onlinecontent. Auf den ersten Blick mag das Unternehmen schlicht wie ein weiterer, mehr oder weniger einfallsreicher Versuch wirken, den ewigen Verlags- und Journalisten-Traum des Paid Content doch noch Wirklichkeit werden zu lassen. Und da heute, sechs Monate nach dem Debüt, noch nicht jede tonangebende Website in Deutschland mit LaterPay-Bezahlfunktionalität ausgestattet ist, mögen manche Ungeduldige geneigt sein, bereits das Konzept in Frage zu stellen. Doch unterhält man sich mit Gründer und CEO Cosmin-Gabriel Ene über den Stand der Dinge, wird deutlich, dass man es bei LaterPay mit einem Unternehmen zu tun hat, dessen Strategie und Philosophie auf Langfristigkeit basieren – und auch nur so funktionieren können.  » weiterlesen

Bali wird zum Startup-Mekka:
Unternehmensgründung im Paradies

Die Unternehmensgründung ist harte Arbeit. Daher kann es sinnvoll sein, wenigstens ein angenehmes Ambiente zu wählen. Eine Option: Bali. Andrea Loubier, CEO des auf der indonesischen Insel angesiedelten Startups Mailbird, sieht viele Vorteile.

BaliEin Startup zu gründen, heißt gemeinhin, über Jahre einen Großteil der wachen Stunden in das zu entwickelnde und zu vermarktende Produkt zu investieren. Für Hobbys, Freunde und Familie bleibt in der Regel nur wenig Zeit – speziell in der Anfangsphase, in der sich Gründer noch um die meisten Aufgaben und Probleme selbst kümmern. Doch ein solches Opfer zu erbringen, bedeutet nicht, sich ganz von den Annehmlichkeiten des Lebens verabschieden zu müssen. Eine Option, um das Dasein des Internet-Entrepreneurs angenehm zu gestalten, ist die Ansiedlung in einem tropischen Paradies wie Bali. » weiterlesen

Schädliche Ideologie des Wettbewerbs:
Wieso Peter Thiel Monopole verteidigt

Politiker, Unternehmer und der Volksmund scheinen sich einig zu sein: Konkurrenz belebt das Geschäft. Der renommierte Technologie-Unternehmer und Investor Peter Thiel glaubt, dass Volkswirtschaften sich mit diesem Dogma die Zukunft verbauen.

Die besten Fachbücher sind die, bei denen es den Autoren gelingt, die Perspektiven der Leser zu grundsätzlichen Fragen zu verändern und als unerschütterlich geltende “Wahrheiten” mit schlagfertigen Argumenten anzuzweifeln. Peter Thiel, dem ikonenhaften Silicon-Valley-Entrepreneur und Investor mit deutschen Wurzeln, vollbringt dieses Kunststück in seinem neuen handlichen Buch “Zero to One” gleich mehrfach. Besonders bei einem Aspekt schafft es der für seine großen Ziele und polarisierenden Feststellungen bekannte Unternehmer, zum Nachdenken anzuregen: das dogmatische Streben nach Konkurrenz und Wettbewerb, das die meisten modernen Wirtschaftssysteme kennzeichnet. In Deutschland wird dies durch die bekannte Floskel “Konkurrenz belebt das Geschäft” verkörpert und von Generation zu Generation weitergereicht. » weiterlesen

Hongkong:
Von Phablets, Smartcards und der praktischen Nähe zur “Werkbank der Welt”

In Hongkong treffen westliche und fernöstliche Kultur aufeinander. Die Stadt präsentiert sich technologiefreundlich – und lockt internationale Startups mit der Nähe zu den chinesischen Hardware-Produktionsstätten wenige Kilometer entfernt.

HongkongIn den vergangenen anderthalb Wochen hielt ich mich in Hongkong auf. Asiatische Megametropolen sind für technologie-interessierte Personen immer besonders attraktive Reiseziele und hochspannende Beobachtungsobjekte. Denn eine ausgeprägte Affinität für neue Verfahren in Kombination mit anderen kulturellen und historischen Einflüssen garantieren informative und inspirierende Eindrücke. Im Folgenden möchte ich einige Erkenntnisse, Beobachtungen und Erfahrungen festhalten, die ich von meinem Besuch am Geburtsort von Jackie Chan mitnehme, und die im Kontext der Digitalisierung und mitunter auch für Startups und Webakteure hierzulande von Bedeutung sein können. » weiterlesen

Joel Kaczmarek:
“Ich habe die Samwers erst spät kontaktiert, um Maulkörbe zu vermeiden”

Anderthalb Jahre hat Joel Kaczmarek an seinem Buch über die Gebrüder Samwer gearbeitet. Im Interview gibt er Einblicke in seine Vorgehensweise und erzählt, wie die Samwers auf sein Werk reagierten.

In der vergangenen Woche brachte der Blogger und Journalist Joel Kaczmarek sein lesenswertes Buch über die Samwer-Brüder auf den Markt. Doch wie kam es eigentlich dazu, dass Kaczmarek eine Auszeit vom schnellen Publizieren im Netz nahm und sich stattdessen über ein Jahr lang der aufwändigen, kein stetiges Leser-Feedback beinhaltenden Arbeit an einem Buch widmete? Noch dazu über Unternehmer, die berühmt-berüchtigt für ihre zurückgezogene Art sind, wodurch eine besonders mühselige, vielgliedrige Informationsbeschaffung erforderlich sein würde? Und wie verlief der Prozess? Wir haben ihn gefragt. » weiterlesen

Ice Bucket Challenge:
Ich wurde nominiert, aber…

Die virale, sich selbst organisierende Spendenkampagne Ice Bucket Challenge hat die positive Kraft des Internets unterstrichen und viel Geld für den Kampf gegen eine bislang wenig beachtete Krankheit erschlossen. Doch die Aktion hat ihre Aufgabe erst einmal erfüllt. Wohltätig kann man auch ohne Eiswasser und Nominierungen sein.

Ice Bucket ChallengeMoritz Stückler von t3n hat mich gestern bei Facebook für die Ice Bucket Challenge nominiert. Ich halte das Mem, das sich in den vergangenen Wochen rund um den Globus verbreitet hat, für eine hochinteressante, begrüßenswerte Sache. Zum einen ist es durch die virale Aktion gelungen, Aufmerksamkeit für die bislang wenig bekannte Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) zu schaffen und über 23 Millionen Dollar Spendengelder zu generieren. Zum anderen handelt es sich um ein bemerkenswertes Gesellschaftsexperiment, das aufzeigt, welche Kraft die globale Vernetzung mittlerweile erreicht hat. Dazu empfehle ich diese lesenswerte Analyse von Julius Endert.

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Mangelware Softwareentwickler:
Diese Plattformen helfen Unternehmen beim Recruiting

Die gesamte Startup-Industrie und große Teile der Wirtschaft beklagen sich über die mangelnde Auswahl von Mitarbeitern mit technischem Profil. Vier Online-Portale wollen Web- und Technologiefirmen helfen, Programmierer und andere IT-Experten zu finden.

RecruitingDer Entwickler-Mangel scheint dabei besonders in Europa immer größer zu werden. Mit plumpen Anfragen auf Xing oder LinkedIn lässt sich heutzutage allerdings kein Senior-Softwareentwickler mehr hinterm Ofen hervorlocken, zumal viele gar nicht in diesen Netzwerken registriert sind. Aus Entwickler-Reihen werden aber auch immer wieder Stimmen laut, dass die angebotenen Gehälter und Perspektiven oftmals unattraktiv sind und somit der Wechselwille zu einem neuen Unternehmen wenig ausgeprägt ist. » weiterlesen

Passive Prokrastination:
Im Rausch der Bewegtbilder

Während die Prokrastination in sozialen Netzwerken noch eine gewisse Aktivität der Nutzer erfordert, bieten Bewegtbilder die Möglichkeit, in völliger Passivität zu prokrastinieren. Teil drei unserer Serie. 

Video Angesichts der Nutzungsstatistiken von Youtube, Youporn, Netflix, hulu und dergleichen liegt die Vermutung nahe, dass wir eine Verwandlung in eine Zivilisation von Zusehern durchleben. Jeden Monat werden sechs Milliarden Stunden auf Youtube gestreamt, mehr als eine Milliarde Stunden auf Netflix. Das Finale der vierten Staffel von „Game Of Thrones“ wurde innerhalb der ersten zwölf Stunden 1,5 Millionen Mal per BitTorrent heruntergeladen und allein Youporn macht zwei Prozent des gesamten, täglichen Internetverkehrs aus – aber wollen wir tatsächlich jedes dieser Videos um seiner selbst Willen sehen oder bietet uns die Filmflut auch die perfekte Verdrängungsmöglichkeit? » weiterlesen

“Die Paten des Internets”:
Neues Buch beleuchtet Erfolgsrezepte, Persönlichkeiten und Eskapaden der Samwer-Brüder

Gründerszene-Herausgeber Joel Kaczmarek hat ein Buch über die Samwer-Brüder geschrieben. Es bietet einen gelungen Mix aus harten Fakten und Nähkästchen-Geplauder über ein kompromissloses, eigenwilliges Unternehmer-Gespann, das die deutsche Internetwirtschaft geformt hat wie kein anderer Entrepreneur.

Paten des InternetsEs gibt vergleichsweise wenige Bücher, die sich mit der deutschen Internetwirtschaft befassen. Ein Wunder ist das nicht, schließlich gehört die hiesige Webbranche nicht unbedingt zu den Leuchttürmen vorbildlichen Unternehmertums, weder im Vergleich zu anderen einheimischen Sektoren noch mit Blick auf das, was andere Länder im Netz zustande bringen. Es mag also einfach nicht viele Geschichten geben, die Stoff und Informationswert für eine umfangreiche Abhandlung auf mehreren hundert Seiten bieten und mehr als eine Handvoll Personen interessieren. Eine Geschichte aber, die unbedingt einmal in ausführlicher, tiefgründiger Form erzählt werden muss, ist die der Samwer-Brüder – den mit Abstand erfolgreichsten Internet-Entrepreneuren dieses Landes (und wohl auch Europas). Joel Kaczmarek, Mitgründer und ehemaliger Chefredakteur des Branchen-Fachblogs Gründerszene, hat sich die Mühe gemacht, diese Geschichte auf 350 Seiten unter die Lupe zu nehmen. “Die Paten des Internets” heißt sein Buch, das seit dieser Woche im Handel erhältlich ist. » weiterlesen

Reisen ohne Zettel und gedrucktem Reiseführer:
10 Travel-Apps, die man kennen sollte

Wer sich auf eine Reise begibt, kann heute per Smartphone auf unzählige Informationsquellen und Hilfsmittel zurückgreifen. Hier sind zehn Empfehlungen.

Reise-AppsIch stehe gerade vor einer längeren Reiseperiode. Zur Vorbereitung derartiger Trips gehört es für mich, wichtige Reisedaten, nützliche Informationen und hilfreiche Tools für das Verringern von Stressfaktoren auf meinem Smartphone parat zu haben. In der Regel reise ich papierlos, also ganz ohne Ausdrucke, Print-Stadtführer und Notiz-Zettel.

Abgesehen von einer ganzen Reihen von Apps zum Buchen von und Recherchieren nach Unterkunfts- und Transportleistungen (die an dieser Stelle nicht behandelt werden sollen) nehme ich dieses Mal wieder diverse Reise-Apps und -Dienste auf meinem iPhone mit. Die folgenden Zehn kommen entweder regelmäßig zum Einsatz oder aber befinden sich für Szenarien auf meinem Smartphone, die idealerweise nicht eintreffen, aber auch nicht ganz ausgeschlossen werden können. » weiterlesen