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“Thank You Economy”:
Ein erster Blick auf Flattr

Flattr weitet seine geschlossene Beta-Phase aus. Wir werfen einen Blick auf den neuen Micropaymentservice für Blogger und andere Inhaltenanbieter.

FlattrRund zwei Monate nach seiner ersten Ankündigung hat der neue Micropaymentservice Flattr vor wenigen Tagen die bisher sehr restriktiv gehandhabte Beta-Phase ausgeweitet. Für einige Stunden konnten am Freitag interessierte Nutzer auf der Website einen Einladungscode generieren, und dank des Hinweises von Twitter-Nutzer Matthias Jakel gelang es mir, einen Zugang zu ergattern.

Mit Hilfe von Flattr können sich Nutzer in Form einer kleinen Gabe für digitale Inhalte bedanken. User laden ihr Flattr-Konto mit einem monatlichen Betrag ab zwei Euro aufwärts auf und klicken anschließend im Web fleißig auf Flattr-Buttons, sofern ihnen ein Artikel, ein Bild, ein Video, eine Audiodatei oder eine Software-Anwendung gut gefällt. Am Monatsende wird der von ihnen investierte Betrag zwischen allen “geflatterten” Anbietern aufgeteilt.

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Samstag App Fieber:
45info, Twick.it, deutschland api

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: 45info – die Wikipedia als vertonte Slideshow; Twick.it – eine Mischung aus Twitter und Wikipedia; und deutschland api – eine API für Deutschland.

 

45info Auf 45info kann man sich nicht weniger als 120.000 Artikel der Wikipedia als vertonte Slideshows ansehen. Die Clips für den Wikipedia-Player sind natürlich automatisch generiert. Artikel werden dabei auf maximal 45 Sekunden gesprochenen Text gekürzt und mit passenden Bildern untermalt. Es ist wohl eher ein Proof of Concept der eingesetzten Technologie, aber als kleine und informative Video-Snacks sind die Clips nicht schlecht.

 

 

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Skype:
Das alternative Social Network

560 Millionen Anwender haben ein Konto beim beliebten VoIP- und Chat-Dienst Skype. Eine atemberaubende Zahl. Doch noch immer bleibt viel Potenzial ungenutzt.

SkypeSkype, der beliebte VoIP- und Chat-Client, hat beeindruckende Zahlen veröffentlicht: 560 Millionen registrierte Nutzer verzeichnete das im September von eBay abgestoßene Unternehmen zum Ende des vierten Quartals 2009, eine Steigerung von 39 Millionen im Vergleich zum dritten Quartal.

35 Prozent davon verwenden Skype für berufliche Zwecke. Zu Hoch-Zeiten sind 23 Millionen Benutzer gleichzeitig eingeloggt. Geschäftszahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht mehr, war jedoch bereits unter eBay-Regie profitabel. Der Quartalsumsatz liegt mittlerweile bei knapp 200 Millionen Dollar und damit ungefähr auf Facebook-Niveau.

Skype hat damit in etwa genauso viele registrierte Nutzer wie Facebok (ausgehend von fast 450 Millionen aktiven Facebook-Anwendern) und deutlich mehr als Hotmail, Yahoo oder Gmail. Es erreicht mit seinem Angebot fast ein Drittel aller 1,73 Milliarden User weltweit.

Und trotzdem sind es andere Internetunternehmen, welche die Schlagzeilen dominieren. Vielleicht stört sich Skype nicht daran, immerhin hat man mit kostenpflichtigen Premium-Diensten wie SkypeIn und SkypeOut sowie mit der Lizensierung von Skype-tauglicher Hardware ein zufriedenstellendes Geschäftsmodell gefunden. Dennoch stellt sich mir die Frage, ob das alles sein soll.

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bendecho:
Relaunch im Schatten von Facebook

bendecho, ein Münchner Aggregator von beliebten Videos, positioniert sich als zentrales, auf Nutzerbewertungen basierendes Portal für “Social Entertainment”. Das Timing hätte besser sein können.

bendechoUm YiGG, Deutschlands bekanntestes Social News-Portal, steht es ja nicht unbedingt gut. Die Seitenaufrufe kennen derzeit nur eine Richtung – nämlich nach unten – und allgemein stellt sich angesichts der zunehmenden Verknüpfung sozialer Netzwerke mit externen Websites die Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, Hitlisten beliebter Webinhalte auf einem eigenen Portal abzuschotten.

Das hat bendecho, ein aus München stammender Aggregator von populären Videos, jedoch nicht daran gehindert, unter dem Slogan “Social Entertainment” einen Relaunch durchzuführen und sich ab sofort stärker als Plattform für von Nutzern bewertete Inhalte zu positionieren. Neben Videos lassen sich nun auch Bilder, Spiele oder Links bei bendecho einstellen und bewerten.

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Buchempfehlungen:
LovelyBooks setzt auf die
Kompetenz seiner Nutzer

Was bringt mehr Relevanz: Empfehlungen von Menschen oder Maschinen? Die Buch-Community LovelyBooks setzt mit einer neuen Funktion auf den Faktor Mensch.

Maßgeschneiderte, personalisierte Empfehlungen sind ein Dauerbrenner im Netz – nicht nur, weil sie Menschen dabei helfen, mit wenig Ressourceneinsatz zum gewünschten Ziel/Ergebnis zu kommen, sondern auch, weil es noch viel Raum für Verbesserungen gibt. Die ultimative Empfehlungsmaschine für Inhalte/Produkte/Services existiert bisher nicht. Es ist noch nicht einmal klar, was letztlich besser funktioniert: algorithmische oder von Menschen gemachte Empfehlungen.

Durch die Übernahme des Frage-Antwort-Dienstes Aardvark hat Google kürzlich deutlich gemacht, das es sich zumindest nicht komplett auf die Macht der Algorithmen verlassen möchte. Auch LovelyBooks, die nach eigenen Angaben führende Buch-Community in Deutschland, scheint das so zu sehen und setzt mit der neuen Funktion “Buchfrage” auf den Faktor Mensch.

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Check-In-Mania:
Shopotainment ist Foursquare
für Produkte

Bei Shopotainment können Nutzer Produkte “einchecken”. Doch ist das von mobilen Social Networks wie Foursquare eingesetzte Check-In-Prinzip tatsächlich beliebig übertragbar?

ShopotainmentWer heutzutage an einem neuen Webdienst arbeitet und um jeden Preis einen hohen Coolness-Faktor erzielen möchte, der nimmt ganz einfach eine beliebige Sache/Kategorie/Tätigkeit und kombiniert sie mit dem Check-In-Prinzip von Foursquare & Co. Nach dem “Einchecken” in Orte, Events und Fernsehsendungen folgt nun der Check-In für Produkte.

Shopotainment ist ein neuer Dienst aus Berlin in geschlossener Alpha-Phase, bei dem es darum geht, den eigenen Freunden zu zeigen, welche Produkte man gerade verwendet. Dazu wählt man aus einer vordefinierten Liste ein Produkt oder legt ein neues an. Anschließend gibt man an, was man gerade damit tut, fügt auf Wunsch einen ergänzenden Kommentar hinzu und betätigt den Check-In-Button.

Anschließend taucht die Aktion im persönlichen Shopotainment-Stream sowie im Newsfeed der eigenen Kontakte auf. Diese können Aktionen kommentieren und per Knopfdruck als positiv oder negativ bewerten. Wer will, kann zudem Fan von einzelnen Marken oder Produkten werden.

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Digitale Musik:
steereo füllt mit Desktop-Client
die Spotify-Lücke

Spotifys Deutschlandstart steht in den Sternen. steereo versucht mit einer Desktop-Software für Windows-PC und Mac, die Lücke zu füllen.

steereo

Während der populäre Musikdienst Spotify in einigen europäischen Ländern seinen kometenhaften Aufstieg feiert, können Nutzer im deutschsprachigen Raum das Ganze nur von der Seitenlinie betrachten. Hier ist Spotify offiziell noch nicht verfügbar, und nichts deutet auf einen baldigen Start des Streamingangebots hin.

Das lässt Raum für nationale Angebote, die ebenfalls das kostenlose On-Demand-Anhören von Millionen von Songs in der Cloud ermöglichen. Nachdem roccatune im Vorjahr dicht machen musste und Last.fm gerade sein On-Demand-Streaming eingestellt hat, buhlen noch zwei Steamingdienste um die Gunst der Hörer in Deutschland: simfy und steereo. Und mit seiner neuen Desktop-Applikation kommt steereo dem Spotify-Feeling dabei einen Schritt näher.

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Samstag App Fieber:
mixmit, 100 Filme, Splitstory

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: mixmit – Integration durch musikalische Kollaboration; Die 100 Filme deines Lebens; und Splitstory – gemeinsames Schreiben.

 

mixmitmixmit ist eine interaktive Plattform, die mittels Musik den Austausch zwischen Jugendlichen fördern und kulturelle Grenzen überwinden will. Auf Basis der Technologie von Tracks and Fields (unsere Review) kann Musik online und kollaborativ produziert werden, in einem Forum können verschiedene Themen diskutiert werden. Sechzig Teilnehmer der besten Sessions werden zudem zu einem Workshop mit Samy Deluxe eingeladen.

 

 

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check.in:
Brightkites Freundschaftsangebot an Gowalla und Foursquare

Mit check.in hat das mobile Social Network Brightkite einen Dienst entwickelt, mit dem die Nutzung der Konkurrenzdienste einfacher wird. Was erst seltsam klingt, ist ein kluger Schachzug.

check.inWie reagiert ein Unternehmen, wenn es sich plötzlich einer Reihe starker Konkurrenten gegenüber sieht, die auf viel Begeisterung bei den Konsumenten stoßen? Womöglich startet es eine große Werbekampagne, verändert sein Produkt oder zettelt einen Rechtsstreit an.

Brightkite, ein mobiles soziales Netzwerk der ersten Stunde mit Applikationen für verschiedene Mobiltelefone, geht einen anderen Weg. Nachdem der orstbasierte Dienst, der laut eigenen Angaben über zwei Millionen Nutzer weltweit hat, in der öffentlichen Wahrnehmung von Foursquare und Gowalla überholt wurde, macht das Unternehmen mit Büros in den USA und Finnland aus der Not eine Tugend:

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Neuer Browser für’s iPhone:
Opera Mini von Google Reader bezwungen

Opera Mini gibt es ab sofort auch auf dem iPhone. Besitzer von Apples Smartphone haben damit endlich eine Alternative zu Safari. Theoretisch zumindest, denn Googles populärer RSS-Reader zwingt den mobilen Opera-Browser sofort in die Knie.

Opera Mini auf dem iPhone

Ein beträchtlicher Teil unserer Leser besitzt ein iPhone und war für das mobile Surfen bisher an Apples eingebauten Browser Safari gebunden. Bis heute. Völlig überraschend hat Apple in der Nacht die iPhone-Ausgabe von Opera Mini für den Download im App Store freigegeben.

Damit haben iPhone-Besitzer fortan die Wahl zwischen zwei komplett ausgerüsteten, kostenlosen Browsern (Update: Mit iCab gibt es zudem einen kostenpflichtigen). Auf dem Papier sieht das, was Opera Mini bietet, durchaus attraktiv aus: schnelleres Surfen durch Operas bewährte Datenkompression, Tabs, Sync-Funktion mit der Desktop-Edition von Opera, unterschiedliche Schriftgrößen, Durchsuchen von Webseiten und vieles mehr.

Ich habe Opera Mini auf dem iPhone sofort ausprobiert, und zwar mit der für mich mit Abstand wichtigsten Site, nämlich der iPhone-Variante des Google Reader. Leider war die Enttäuschung groß: » weiterlesen