976 Artikel in der Kategorie Reviews auf netzwertig.com.

Ahead:
Das intuitivere Prezi?

Prezi verleiht Präsentationen einen frischen Anstrich, ist jedoch nicht ganz einfach zu bedienen. Die Chance für den Konkurrenten Ahead?

Seit einiger Zeit sind sie von kaum einer Digital-Konferenz mehr wegzudenken: Dynamische, zoombare Präsentationen, die mit Prezi erstellt wurden, dem Onlinetool aus Ungarn, das PowerPoint so altbacken aussehen lässt wie einen Schwarz-Weiß-Fernseher.

Mit Prezi erstellte Präsentationen basieren auf einer in ihren Ausmaßen unbeschränkten Freifläche, die mit interaktiven Inhalten versehen wird, welche beliebig miteinander verbunden werden können. Die Arbeit mit Prezi erfordert einen gewissen Lernprozess, anschließend jedoch steht kreativen, ansehnlichen Präsentationen nichts mehr im Weg. Unseren Prezi-Review findet ihr hier.

Mein persönlicher Kritikpunkt an Prezi ist der nicht unbedingt ganz einfach zu bedienende Editor für die Erstellung von Präsentationen. Sobald ich mich einmal mehrere Monate nicht bei dem Service eingeloggt habe, brauche ich bei der nächsten Kreativarbeit wieder eine Viertelstunde, um mich an die Benutzeroberfläche und Bedienung zu gewöhnen.

Wem es ähnlich geht, der sollte einen Blick auf Ahead werfen. Das im vorigen Jahr gestartete Onlinewerkzeug aus Kopenhagen wirkt auf den ersten Blick wie ein Klon von Prezi. Aber es gibt wichtige Unterschiede. » weiterlesen

Samstag App Fieber:
TheDeadline, The Hipstery, TransFormr

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: TheDeadline – ein intelligentes System zur Aufgabenverwaltung; The Hipstery – ein mysteriöser T-Shirt-Shop; und TransFormr – Mikroformate auf Webseiten entdecken.

TheDeadlineTheDeadline ist ein System zum Verwalten von Aufgaben/Todos mit einem eigenen Touch. TheDeadline kann alles, was man von einem solchen Tool erwarten kann (Todos eingeben, annotieren, taggen, mit einem Termin versehen, ändern, als erledigt markieren, löschen, usw.) – aber es hat auch eine Art von ‘Intelligenz’ und Interaktivität, die mir in dieser Form noch nicht untergekommen ist. Ein eingebauter Assistent stellt nämlich sicher, dass jedes Todo mit der jeweils gebotenen Priorität behandelt, erledigt oder zumindest neu verplant wird. Technisches Detail am Rande: TheDeadline wird in einem Lisp-Dialekt entwickelt und läuft auf Googles App Engine.

The HipsteryThe Hipstery ist ein T-Shirt-Shop der etwas anderen Art. Anders als etwa bei Threadless (wo die Community entscheidet, welche T-Shirts produziert werden) oder Spreadshirt (wo man das T-Shirt selbst gestaltet) wird bei The Hipstery die Auswahl des T-Shirts von einem geheimen Algorithmus bestimmt. Outgesourcte Serendipity, wenn man so will. Als geneigter Kunde gibt man die gewünschte Grösse an, beantwortet einige Fragen und überweist 20 Euro (plus Versandkosten). The Hipstery wertet die Antworten aus, berechnet das ideale T-Shirt und verschickt es als geheimnisvolles Paket.

» weiterlesen

Hoccer:
Mobiler Datenaustausch
für iPhone und Android

Spontan Daten von Smartphone zu Smartphone zu übertragen, ist überraschend aufwändig. Hoccer aus Berlin will das mit seiner Applikation für iPhone und Android ändern.

Wer unterwegs spontan Kontaktdaten, Fotos oder andere Informationen vom Smartphone mit anderen teilen möchte, hat dazu viele Wege. Allerdings ist fast immer ein gewisser Zeitaufwand damit verbunden, irgendwas per Bluetooth, SMS, Mail, Social Network oder über einen anderen Dienst weiterzuleiten – speziell dann, wenn einem die Kontaktdaten der Empfänger fehlen.

Hoccer, ein im September gestartetes Angebot aus Berlin, hat sich diesem Problem angenommen. Die kostenlose Applikation für iPhone und Android erlaubt den mobilen Datenaustausch zwischen zwei oder mehr Geräten.

» weiterlesen

Printcloud:
Die Cloud drucken lassen

Startups und Kreative, die individuelle Druckprodukte verkaufen möchten, benötigen ab sofort nur noch eins: Die API von Printcloud.

PrintcloudAuch wenn sich in letzter Zeit einige bekannte Webdienste vom Freemium-Modell verabschiedet haben, so ist die Kombination aus kostenlosen und kostenpflichtigen Services in der digitalen Welt nach wie vor ein häufig eingesetztes Geschäftsmodell.

Freemium beschränkt sich dabei nicht nur auf Webservices, sondern umfasst den gesamten Bereich der digitalen Wertschöpfung, also auch Musik, Fotografie, Film etc.

Wer auf das Freemium-Modell setzt, zielt darauf ab, sich durch das Bereitstellen von kostenlosen Diensten oder Gütern eine große Nutzer-/Anhängerschaft aufzubauen, um in einem zweiten Schritt mit kostenpflichtigen Zusatzangeboten Geld zu verdienen. Wie zum Beispiel mit Ausdrucken digitaler Fotos oder Merchandising.

Printcloud ist ein neuer Service aus den Niederlanden, der sich an alle die Geschäftstreibenden richtet, die Kunden/Usern individuelle Druckstücke anbieten möchten. Der Dienst will es jungen Unternehmen und Kreativen dabei so einfach wie möglich machen, kostengünstig und vor allem ohne viel Zeitaufwand den Druck von individuellen Produkten realisieren zu lassen.

» weiterlesen

diaspora:
Mit einem dezentralen Netzwerk gegen Facebook & Co

Während Facebook das Vertrauen seiner Anwender verliert, nutzen Anbieter von alternativen Lösungen den allgemeinen Stimmungswechsel. diaspora aus New York will mit einem dezentralen Social Network Facebook & Co den Rang ablaufen.

Lange Zeit hatte ich relativ geringes Interesse an den zumeist theoretischen Ansätzen für dezentrale soziale Netzwerke. Zentrale Lösungen, wie sie von Facebook und anderen bekannten Anbietern angeboten werden, erschienen mir stets so viel bequemer.

Doch dann begann Facebook, Schritt für Schritt mein Vertrauen zu verlieren. Mittlerweile hat ein signifikanter Teil der Tech- und Blogszene eine kritische Haltung zu den Vorstößen des führenden Social Networks eingenommen. Währen die Funktionalität von Facebook noch immer Spitzenklasse ist, bewies der Dienst um CEO Mark Zuckerberg einfach zu oft, dass er sich fast schon chronisch immer wieder über Nutzerinteressen hinwegsetzen wird, und brachte mit seinen Open Graph-Features das Fass schließlich zum überlaufen.

Entsprechend empfänglich ist die globale Tech-Szene momentan für Alternativen zu Facebooks zentralistischem und absolutistischem Social-Networking-Ansatz.

Heute früh hatten wir einen Hinweis auf ein sehr spannendes Vorhaben im Posteingang: diaspora nennt sich das von vier New Yorker IT-Studenten angeschobene Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, ein “den Datenschutz berücksichtigendes Open Source Social Network mit voller Nutzerkontrolle” zu entwickeln.

» weiterlesen

Samstag App Fieber:
OpenDislike, TitanPad, Das gefällt uns

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: OpenDislike – der Dislike-Button für das Web; Das gefällt uns – ein Single-Page-Aggregator von Facebook-Likes; und TitanPad – ein kollaborativer Editor in der Cloud.

 

opendislike Yiid hat als ironische Reaktion auf die OpenLike-Widgets (die wiederum eine zynische Reaktion auf Facebooks Like-Plugin sind) einen OpenDislike-Button entwickelt. Der Button kann für beliebige Webseiten generiert und in der Folge via iframe an beliebiger Stelle eingebettet werden. Der Button zeigt dann die aggregierte Summe aller Dislikes der jeweiligen Seite an. Leider legen sie Offenheit ähnlich wie Facebook aus, zur Anmeldung braucht man nämlich ein Yiid-Account.

 

» weiterlesen

Open Library:
Wikipedia für Bücher

Open Library ist eine gemeinnützige Bücherdatenbank, an der jeder mitarbeiten kann. Ziel ist, jedes jemals erschienene Buch zu indizieren.

Das unter der Domain www.archive.org erreichbare “Internet Archive” dürfte den meisten Nutzern bekannt sein, die schon einmal ein Abbild einer früheren Website benötigten. Mit der “WayBackMachine” des gemeinnützigen Internetarchiv-Projekts ist genau dies möglich.

Vielleicht nicht jedem bewusst ist jedoch die Tatsache, dass im Jahr 2007 als Teilprojekt des Internet Archives Open Library ins Leben gerufen wurde. Open Library, zu deutsch offene Bibliothek, hat sich zum Ziel gesetzt, für jedes jemals erschienene Buch eine eigene Infoseite mit den wichtigsten Meta-Angaben rund um den Titel vorzuhalten. Am Mittwoch ging eine neue Version der Plattform online.

Jeder kann bei dem nicht gewinnorientierten Projekt Bücher hinzufügen oder bestehende Informationen bearbeiten, ganz wie man es von Wikipedia kennt. Laut eigenen Angaben befinden sich derzeit ungefähr 30 Millionen Datensätze in der Datenbank, die nach unterschiedlichen Kritierien durchsucht werden können. Rund eine Million eingescannte Bücher sind im Volltext verfügbar.

» weiterlesen

threadsy:
Kommunikationszentrale
für das Social Web

Dienste mit dem Anspruch der ultimativen Kommunikationszentrale gibt es einige. Der neue US-Service threadsy legt einen gelungenen Start hin.

threadsyDie gängisten Kommunikationskanäle des Social Web zu aggregieren, ist zumindest auf dem Papier eine gute Idee. Statt eingehende E-Mails, Facebook-Nachrichten und -Updates sowie Twitter-Streams separat zu verwalten, kann einem ein gut umgesetzter Aggregator dabei helfen, Zeit und Mühe zu sparen. Das zumindest ist die Theorie.

threadsy, ein neuer Dienst aus den USA, startete gestern seine öffentliche Beta-Phase. threadsy wil Nutzer dazu animieren, ihre wichtigste Online-Kommunikation über eine einheitliche, browserbasierte Oberfläche abzuwickeln.

Nach einer Mini-Registrierung fordert threadsy Nutzer zum Import ihrer E-Mail-Konten auf. Gmail-Anwender können eine sichere OAuth-Authenfizierung in Anspruch nehmen, für alle anderen Anbieter ist die Eingabe des persönlichen Passworts notwendig. IMAP wird unterstützt.

Anschließend folgt die Verknüpfung mit dem persönlichen Facebook- und Twitter-Konto. Dank OAuth bleiben die Zugangsdaten vor threadsy verborgen. Ist dieser Schritt erledigt, erstellt der Dienst das persönliche Kommunikations-Dashboard.

» weiterlesen

Docs.com:
Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer für Microsoft

Mit Docs.com bietet Microsoft Privatanwendern die Möglichkeit, Office-Dokumente online zu bearbeiten. So zaghaft der Vorstoß auch ist, so hoch muss man ihn Microsoft anrechnen.

Viele Jahre hat Microsoft seinem Rivalen Google Zeit gelassen, in Ruhe ein vollständiges Gratis-Office-Paket in der Cloud zu entwickeln. Zu groß war die Furcht der Redmonder, ihre zuverlässige Erlösquelle Microsoft Office durch eine kostenlose Online-Variante zu kannibalisieren.

Doch mittlerweile kann sich auch Microsoft dem Trend hin zum Cloud Computing nicht mehr verschließen: Vor knapp zwei Wochen schickte es Docs.com in geschlossener Beta-Phase ins Rennen, eine abgespeckte und kostenlose Version von Microsoft Office, die vollständig im Browser läuft.

» weiterlesen

Die bessere Twitter-Suche:
FriendFeed, du lebst ja doch noch

Wer einen Tweet wiederfinden will, wird von Twitter hängen gelassen. Mit FriendFeed empfiehlt sich für diesen Zweck ein alter Bekannter.

Einer der größten Nachteile von Twitter ist, dass eigene Tweets nach nur wenigen Tagen bis Wochen nicht mehr via search.twitter.com durchsucht werden können. Das ist in sofern schade, als das der Dienst auch gerne als öffentliches Notizbuch verwendet wird, in dem man den ein oder anderen Link veröffentlicht, den man selbst nicht wieder vergessen möchte.

Für einen Artikel wollte ich gestern auf einen alten Tweet von mir zurückgreifen, von dem ich wusste, dass er eine Information enthielt, die ich benötigte. Nachdem ich meiner Verärgerung darüber Luft gemacht hatte, dass einmal mehr eine Kernfunktion nicht von Twitter selbst angeboten wird, verwies mich Markus Spath auf FriendFeed.

» weiterlesen