961 Artikel in der Kategorie Reviews auf netzwertig.com.

Samstag App Fieber:
6 Jahre Samstag App Fieber

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Das Samstag App Fieber wird heute sechs Jahre alt – ein guter Anlass nachzuschauen, was aus den vorgestellten Anwendungen und Startups aus der Vogelperspektive betrachtet geworden ist.

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Insgesamt habe ich in den sechs Jahren 903 Seiten vorgestellt. 608 (67%) davon gibt es noch; 295 (33%) sind gestorben, sind im Dauerschlaf oder tun nichts mehr, was mit der ursprünglichen Idee noch ansatzweise zu tun hat.

Für die einzelnen Jahrgänge schaut der Status wie folgt aus:

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Foursquare und Swarm:
Eine Entbündelung allein macht noch keinen Erfolg

Die Aufteilung in zwei Apps sollte Foursquare mehr Schärfe verleihen. Doch leider hat der Schritt dem Dienst auch die Seele genommen.

SwarmIch habe mir über zwei Wochen Zeit gegeben, um mich mit Foursquares neuer Social-Networking-App Swarm und der Tatsache anzufreunden, dass der Check-In und die Interaktion mit meinen Kontakten nun nicht mehr über die Primär-App läuft. Zu Anfang genoss ich noch das Gefühl der Spannung und Vorfreude auf die groß angekündigte Anwendung. Doch – wie so oft bei neuen Apps – trat schnell Ernüchterung ein. Und jetzt ist die Zeit für ein Urteil reif: Die Aufsplittung von Foursquare in zwei verschiedene Services wirkt auf mich wie eine Verschlechterung.

Jedes Mal, wenn ich Swarm öffne, um einen Check-In zu praktizieren, begleitet mich das seltsame Gefühl, dass dieser Prozess in die originale Anwendung gehört und aus dieser unnötigerweise herausgerissen wurde. Auch einen halben Monat nach dem Debüt. Die Trennung von Location-Empfehlungen und sozialen Features mag für die Foursquare-Macher auf dem Papier sinnvoll erscheinen. In der Praxis fühlt sie sich fremd und unnatürlich an – speziell wenn man beide Aspekte parallel verwendet und ständig zwischen den zwei Apps hin- und herwechseln muss.  » weiterlesen

Aggregator für Freizeitunternehmungen:
Timply liefert personalisierte Empfehlungen für Aktivitäten

Das Berliner Startup Timply aggregiert Aktiväten von verschiedenen Ticket- und Eventdiensten und verspricht, Nutzern die Unternehmungen vorzuschlagen, die am ehesten zu ihren Interessen passen.

TimplyLangeweile gilt nicht unbedingt zu den typischen Problemen, mit denen Menschen in der digitalen Ära konfrontiert sind. Eher im Gegenteil: Dank des Internets und dessen schier unerschöpflichem, mit wenigen Klicks abrufbarem Fundus an Informationen, Unterhaltung und Inspiration liegt die Herausforderung heutzutage eher darin, aus der Menge an existierenden Freizeitaktivitäten die für einen im jeweiligen Moment richtige zu finden. Wer dann trotzdem jeden Tag viele Stunden vor dem Fernseher hängen bleibt, der leidet tendenziell an der Qual der Wahl statt an fehlenden Alternativen. Hier kommt das im April offiziell lancierte Berliner Startup Timply ins Spiel. » weiterlesen

Samstag App Fieber:
Deepr, Schöne Briefe, EchtPost

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit einem Text-Special: Deepr – Artikel schreiben lassen; Schöne Briefe – Briefe schreiben lassen; und EchtPost – Postkarten schreiben lassen.

 

Während die Krautreporter noch an ihrer Finanzierung arbeiten, versucht Deepr das Modell crowdfinanzierter Journalismus etwas granularer zu realisieren. Das Grundprinzip ist vergleichbar, nur werden hier konkrete Artikel mit je einem Euro gefördert. Finden sich ausreichend Interessierte, wird der Artikel geschrieben, ansonsten eben nicht. Ein weiterer Unterschied scheint zu sein, dass nur Finanzierer den jeweiligen Artikel zu lesen bekommen.

 

 

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Samstag App Fieber:
Tagback, Boxconnect, Gigflip

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Tagback – Plattform für Kundenfeedback; Boxconnect – Dropbox mit YouTube verknüpfen; und Gigflip – Crowdvoting für Gigs.

 

Tagback ist eine kleine Plattform, die Kundenfeedback auf ein neues Level bringen will. An Feedback interessierte Unternehmen oder Organisationen beginnen dabei mit der Erstellung eines Feedbackformulars, in dem die jeweiligen Feedbackmöglichkeit definiert werden. Dieses bekommt einen QR-Code, der beliebig distribuiert werden kann. Kunden, die Feedback geben wollen, scannen diesen QR-Code mit ihren Handy ein und können in der Folge ihrer Begeisterung oder Enttäuschung Ausdruck verleihen. Die Ergebnisse werden dann natürlich mit verschiedenen Statistiken und Auswertungen komprimiert und visualisiert, mitunter gibt es dann auch die Möglichkeit, Kunden für ihr Feedback zu belohnen oder enttäuschte Kunden mit Gutscheinen zurückzugewinnen. Optisch wirkt Tagback gut gemacht.

 

 

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Samstag App Fieber:
machtVZ, Cinery, MyRadioDay

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: machtVZ – Beziehungsnetzwerke visualisieren; Cinery – Filme entdecken; und MyRadioDay – Radio personalsieren.

 

Das machtVZ ist eine kleine Plattform, die die gelegentlich vielleicht gegebenen Zusammenhänge zwischen Politikern, Verbänden, Parteien und Firmen dokumentieren und visualisieren möchte, etwa um die funktionalen Mechanismen wie Parteispenden oder Lobbyismus nachvollziehbarer zu machen. Gesucht werden kann nach Abgeordneten, Unternehmen oder Verbänden, das in der Folge gefundene Netzwerk an Beziehungen wird nicht nur akribisch aufgelistet, sondern auch mit mitunter durchaus komplexen Graphen visualisiert. Die Daten basieren dabei auf amtlichen Veröffentlichungen von Nebeneinkünften, Parteispenden und der Verbändeliste des Deutschen Bundestages.

 

 

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Krautreporter startet Crowdfunding-Kampagne:
Geplantes Onlinemagazin will Journalismus wieder relevant machen

Ab Herbst will das neue Onlinemagazin Krautreporter einen seine Bezeichnung verdienenden Qualitätsjournalismus ins Netz bringen. Mit einer 25-köpfigen Redaktion, ohne Werbung und ohne Paywall. Funktionieren soll dies über ein fakultatives Abo. Damit das klappt, wollen die Berliner innerhalb von vier Wochen 900.000 Euro per Crowdfunding einsammeln.

In den vergangenen Jahren wurden auf einschlägigen Medienblogs und bei Online-Fachmagazinen insgesamt sicher schon hunderte Thesen über die Zukunft des Journalismus zur Diskussion gestellt. Auf geschätzt ebenso vielen Podien befassten sich Experten mit der Frage, wie Journalismus im digitalen Zeitalter nachhaltig und mit hoher Qualität produziert und finanziert werden kann. Doch obwohl häufig Einigkeit darüber zu bestehen scheint, dass Innovation und neue Ansätze erforderlich sind, mangelt es bislang speziell im deutschen Medienmarkt an wirklich unkonventionellen und gleichzeitig ambitionierten, auf große Geschichten und Reichweite ausgelegten Projekten. Doch die Macher der Journalismus-Crowdfunding-Plattform Krautreporter, Sebastian Esser und Philipp Schwörbel, wollen dies ändern. » weiterlesen

Zeit zum Abschalten:
Offtime fördert bewussten Umgang mit permanenter Online-Erreichbarkeit

Im vergangenen Jahrzehnt der rasanten Technologie-Entwicklung hat sich unsere ständige Erreichbarkeit auf mobilen Geräten und die damit verbundene Informationsflut stark erhöht. Die Android-App Offtime des gleichnamigen Berliner Startups möchte hier Abhilfe schaffen.

OfftimeIm App-Dschungel gibt es bereits einige Anwendungen, die unser Selbstmanagement erleichtern sollen, so zum Beispiel Wunderlist und Eisenhower für unser alltägliches Aufgaben-Management. Offtime Preview möchte nun auch für den Zwang der ständigen Erreichbarkeit eine Lösung bieten: Die App ist seit Kurzem nach längerer Alpha- und Beta-Phase im Google Play Store für Android-Geräte verfügbar und hilft ihren Nutzern beim bewussten Abschalten des Smartphones, um sich auf wichtige Aufgaben im Geschäfts- oder Privatleben zu konzentrieren.

Bereits Mitte 2013 berichtete netzwertig.com über die sich damals in der Alpha-Phase befindende App des Berliner Startups um Michael Dettbarn, Dr. Marc Scherfenberg und Alexander Steinhart.  Mit der damaligen Crowdfunding-Kampagne auf startnext sammelte das Unternehmen 17.159 € für die Weiterentwicklung des Dienstes ein. Damit trieb das Team die App-Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychologie der Humboldt-Universität Berlin voran. Knapp ein Jahr verging, bis die Macher auf der diesjährigen re:publica vergangene Woche in Berlin die neue Version Offtime Preview vorstellen konnte. » weiterlesen

Samstag App Fieber:
Lobbycloud, Fifteen, Lootchest

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Lobbycloud – Transparenz für Lobbyismus; Fifteen – Schuhe für 15 Euro; Lootchest – Schwag für Geeks.

 

Lobbycloud ist ein neues Projekt, das systematische Einflüsse auf die Politik und Gesetzgebung dokumentieren und in der Folge zur besseren Interpretierbarkeit aufbereiten will. Mittelfristig soll etwa möglich werden, Formulierungen und Argumente zu vergleichen und zu erkennen, wie sich Lobbyismus in Gesetzen wiederfindet. Auch der Prozess des Lobbying selbst soll transparenter und damit debattierbarer gemacht werden.

 

 

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Gäste-WLAN ohne Kopfschmerzen:
sorglosinternet hebelt Störerhaftung aus

Das Berliner Startup sorglosinternet bietet Betreibern von Gäste-WLANs eine simple Lösung, um sich von den Risiken der Störerhaftung zu befreien.

sorglosinternetWer häufig für einige Tage oder Wochen in Ferien- oder Privatwohnungen Unterschlupf sucht, dem wird vielleicht schon einmal Folgendes passiert sein: Während der Vertragsunterzeichnung oder Schlüsselübergabe präsentiert der Vermieter einen zu unterschreibenden Zettel, auf dem der Mieter zustimmt, über das bereitgestellte WLAN keine illegalen Aktivitäten wie beispielsweise Filesharing urheberrechtlich geschützter Inhalte durchzuführen. Mit einer solchen Lösung versucht sich der Anschlussinhaber von den rechtlichen Folgen der berühmt-berüchtigten Störerhaftung zu befreien. Diese könnte zwar irgendwann abgeschafft werden. Noch aber sorgt sie dafür, dass das Bereitstellen eines für Dritte vorgesehenen Internetzugangs auch ein Risiko für denjenigen darstellt, der als Inhaber des Zugangs registriert ist. Dass das eben beschriebene Verfahren daran in den Augen der Gerichte viel ändert, ist zu bezweifeln. Das Berliner Startup sorglosinternet hat sich ein effektiveres System einfallen lassen. » weiterlesen