572 Artikel in der Kategorie Reviews auf netzwertig.com.

Samstag App Fieber:
tweetsee, DooID, 100-days

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: tweetsee – ein Viewer für Twitter; DooID – die eigene Visitenkarte im Web; und 100-days – Crowdfunding in der Schweiz.

 

tweetsee ist eine Art Viewer für Twitter. Die Anwendung schnappt sich die einkommenden Tweets der Freunde und zeigt sie und die verlinkten Websites als ‘Diashow’ an. Das klingt vielleicht nicht besonders spektakulär, ermöglicht aber mitunter eine kritische Beurteilung des Outputs der eigenen Freunde. Einmal tatsächlich alle verlinkten Artikel der Reihe nach vor Augen geführt zu bekommen, hat zumindest meine Wahrnehmung durchaus sensibilisiert. Ein Antidot gegen den eingebauten eigenen Filter, sozusagen.

 

 

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Eardex:
Globale Datenbank über lokale Preise

Das Kölner Startup Eardex hat sich zum Ziel gesetzt, eine Datenbank über die Lebenshaltungskosten an jedem Ort dieser Welt aufzubauen. Dazu benötigt es die Hilfe der Nutzer.

Jedes Mal, wenn ich Gesprächspartnern aus dem deutschsprachigen Raum erzähle, dass ich in Stockholm wohne, ist es bis zum Kommentar “Dort ist das Leben teuer, oder?” nur eine Zeitfrage. Meist antworte ich dann etwas in der Art “Das kommt darauf an. Im Vergleich zu Berlin ja, aber zu München und Zürich eher nicht”. Doch natürlich basiert meine Aussage lediglich auf subjektiven Beobachtungen.

Mit Eardex gibt es seit drei Monaten einen Onlineservice, der mir und anderen Menschen bei der objektiven Bewertung des tatsächlichen Preisniveaus in bestimmten Regionen hilft. Auf der Website des Startups aus Köln können Nutzer die durchschnittlichen Preise von 45 Produkten in Städten und Ländern rund den Globus abrufen und mit eigenen Angaben dazu beitragen, den Preis-Produkt-Index zu erweitern.

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Café-, Restaurant- und Ausgehtipps:
Urbany ist das ultimative Empfehlungs-Mashup

Die iPhone-App Urbany des Berliner Startups Uberblic zapft einschlägige Empfehlungs- und Locationdienste an, um standortbasierte Tipps für Cafés, Restaurants, Bars- und Musikveranstaltungen zu geben.

Eine der häufigsten Fragen, die sich Menschen unterwegs stellen, ist die nach einem empfehlenswerten Café, Restaurant, einer guten Bar oder einem angesagten Club in der unmittelbaren Umgebung. In diesen Situationen kann man entweder auf gut Glück das nächstgelegene Etablissement betreten, Freunde oder Bekannte um Vorschläge bitte, Tipps per Twitter oder Facebook erfragen oder die App eines Städteguides oder Empfehlungsdienstes auf dem Smartphone anschmeißen.

Welche App an welchem Ort aber die informativsten und zuverlässigsten Ratschläge gibt, weiß man nie. Das Berliner Startup Uberblic hat am Dienstag eine kostenpflichtige iPhone-Anwendung veröffentlicht, welche dieses Problem löst: Urbany bündelt Empfehlungen, Kommentare, Reviews, Events und Fotos von diversen Location- und Empfehlungsplattformen in einer App und erübrigt damit die Frage, ob foursquare, Qype, Yelp, Facebook oder Lonely Planet die besten Informationen rund um gastronmische Einrichtungen und Musikevents in der Nähe haben.

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MoID:
Die Visitenkarte wird einfach
nicht in Ruhe gelassen

Zahlreiche Apps haben bisher vergeblich versucht, die Visitenkarte zu verdrängen. Das Münchner Startup MoID hindert dies jedoch nicht daran, es trotzdem zu versuchen.

Die Visitenkarten gehört zu den Relikten aus einer vergangenen Zeit, die mangels hinreichend leistungsfähiger und omnipräsenter Alternativen auch im Jahr 2012 noch die dominante Form des Kontaktaustausches zwischen Geschäftsleuten darstellt. Was eine Reihe von Anbietern mobiler Apps bisher nicht gelungen ist (u.a. Bump, Cardcloud, Hashable, Xing, LinkedIn), möchte das Münchner Startup MoID nun endlich erledigen: der Visitenkarte den Gar ausmachen.

So ambitioniert und im ersten Moment vielleicht unwahrscheinlich dieses Vorhaben angesichts der bisherigen Überlebensfähigkeit der kleinen Papierkarten auch klingen mag: Die MoID-Gründer Damir Ismailovic, Dennis Pagano und Phillip Bellé haben sich in jedem Fall kluge Gedanken darüber gemacht, wieso existierende Apps für den Kontaktaustausch nicht ihren Weg auf alle Smartphones dieser Welt gefunden haben:

Bei Card-Reader-Apps ist die Eingabe der Daten aufwändig, außerdem werden die Kontakte anschließend nicht aktuell gehalten, so MoID-Mitgründer Phillip Bellé. Apps, die im Stile von Bump, Xing oder LinkedIn das aktive Austauschen einzelner Kontaktdaten erfordern, bringen nach Ansicht der Münchner eine enorme Hemmschwelle mit: “Gruppen von Geschäftsleuten, die in Zweierpärchen Ihre Smartphones aneinander stoßen, halten wir für unrealistisch”, beschreibt Bellé das Manko.

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Samstag App Fieber:
Search by Drawing, Vermisst, Mahlzeit.tv

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Image Search by Drawing – nach Zeichnungen suchen; Vermisst Add-on – nach Vermissten suchen; und mahlzeit.tv – nach Rezepten suchen.

 

Die Image Search by Drawing ist ein kleines aber nettes und durchaus nützliches Mashup von Franz Enzenhofer, das – der Name deutet es an – das Suchen von Bildern auf Basis eigener Zeichnungen ermöglicht. Nachdem man Meisterwerk im dafür vorgesehenen Bereich gezeichnet hat, generiert das Tool daraus ein PNG-Dokument und schickt es entsprechend angepasst an die Bildsuche von Google, die den Rest erledigt und ähnliche Bilder anzeigt. Ein Wochenende voller Spaß ist garantiert.

 

 

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Wrapp:
Schwedens wahrscheinlich
nächster Startup-Hit

Das schwedische Startup Wrapp erlaubt es Anwendern, Facebook-Freunde mit Geschenkgutscheinen zu überraschen. Die Gründer von Skype und LinkedIn glauben an den Erfolg des Dienstes, der nun die internationale Expansion plant.

Schweden hat in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe international erfolgreicher Onlinefirmen hervorgebracht. Spotify, Stardoll, Flattr, Pingdom und Rebtel sind nur einige Beispiele (weitere hier). Da ich selbst in dem skandinavischen Land wohnhaft bin, habe ich naturgemäß ein besonders wachsames Auge, wenn sich wieder einmal ein schwedisches Jungunternehmen aufmacht, um global zu expandieren. Der Square-Konkurrent iZettle gehört sicher zu den vielversprechendsten Kandidaten (hier unserer exklusiver Review), auch wenn ein konkretes Launchdatum für andere Märkte bisher noch nicht bestätigt wurde.

Mit Wrapp schickt sich derzeit aber noch ein weiteres Startup aus dem hohen Norden an, international für Furore zu sorgen. Das jüngste Fünf-Millionen-Dollar-Investment von LinkedIn-Gründer und Greylock-Partners-Partner Reid Hoffmann in die Firma aus Stockholm sowie die vorausgegangene Beteiligung von Atomico, dem VC-Vehikel von Skype-Gründer Niklas Zennström, in ähnlicher Höhe lassen wenig Zweifel an den großen Hoffnungen, die in Wrapp gesteckt werden. Beachtlich sind diese Kapitalspritzen schon deshalb, weil der Dienst bisher nur in Schweden verfügbar ist.

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AnteUp:
Crowdpark erlaubt spontane
Wettduelle zwischen Freunden

Das Berliner Social-Game-Startup Crowdpark hat sich auf Onlinewetten spezialisiert. Mit AnteUp präsentiert das Unternehmen einen Dienst, der spontane Wettduelle zwischen Freunden ermöglicht.

Beim Thema Social Games denken die meisten Beobachter der deutschsprachigen Internetwirtschaft vermutlich zuerst an Wooga – was auch nicht verwunderlich ist, immerhin handelt es sich bei dem Berliner Startup um Europas führenden Anbieter für Spiele bei sozialen Netzwerken. Doch in letzter Zeit pirscht sich mit Crowdpark ein weiterer Protagonist aus der Hauptstadt an diesen Markt heran.

Das 2009 von Martin Frindt, Ingo Hinterding, Aleksandar Ivanov und Sascha Stürze gegründete Unternehmen hat sich mit seiner Facebook-App BetTycoon und seinem Dienst Crowdpark.de erfolgreich an der Schnittstelle zwischen Social Games und Onlinewetten positioniert. Laut Firmenangaben ist BetTycoon das beliebteste Wettspiel auf Facebook. Freunde können mit virtuellem Geld Wetten über reale Ereignisse rund um Themen wie Politik, Sport, Technik oder Klatsch & Tratsch abschließen und sich gegenseitig herausfordern. Insgesamt sechs Millionen Euro Venture Capital hat das Startup bisher in zwei Investitionsrunden erhalten.

Trotz der Tatsache, dass es bei den Crowdpark-Spielen kein echtes Geld zu gewinnen gibt, sorgt die gewählte Ausrichtung und die quietsch-bunte Optik von BetTycoon für eine recht spitze Zielgruppe. Und wer nicht ein generelles Faible für klassische Wetten hat, dürfte sich auch von Crowdpark.de mit seiner etwas chaotisch wirkenden Website nicht sonderlich beeindrucken lassen.

Mit AnteUp versuchen die Berliner nun, soziale Wetten auch solchen Personen schmackhaft zu machen, die wenig Lust darauf haben, mit Spielgeld darauf zu tippen, wie der FC Parma gegen Juventus Turin spielen wird.

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Samstag App Fieber:
Geschäftsanwendungen Teil 3

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal der dritte und letzte Teil unserer Trilogie zu Geschäftsanwendungen mit: vio:networks – ein virtuelles Büro; CentralStationCRM – leichtgewichtiges CRM; Userlike – Chat für Websites; und AgreeDo – Meetings koordinieren.

 

vio:networks offeriert nicht weniger als ein virtuelles Büro, welches neben einer virtuellen Telefonanlage auch E-Mail und Chat integriert und zusätzlich Kalender sowie Datei-, Aufgaben- und Kontaktverwaltung zur Verfügung stellt. Abgerechnet wird mit einer Grundgebühr von 5 Euro pro Monat und Benutzer.

 

 

CentralStationCRM ist eine leichtgewichtige Plattform für das Customer Relationship Management, die sich primär an Selbstständige, Freiberufler und KMUs wendet. Neben einer zentralen Kontaktverwaltung werden alle Informationen und Konversationen zu Personen gesammelt, zusätzlich können Aufgaben und Angebote verwaltet werden. Neben einem kostenlosen Plan für Starter gibt es verschiedene Pakete für wachsende Anforderungen.

 

 

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Kino1.to:
Cleverer Name für eine
zeitgemäße TV-Videosuche

Zwei Studenten aus Potsdam haben mit Kino1.to eine moderne Suchmaschine für legale, deutschsprachige TV-Inhalte entwickelt. Die Wahl des Namens ist schlau.

Deutschland fehlt bekanntlich ein zentrales, senderübergreifendes TV-Portal mit kostenlosen On-Demand-Inhalten im Stile von Hulu. Entsprechend groß ist die Intransparenz. Die Fernsehsender kochen jeweils ihr eigenes Online-Süppchen, weshalb es für Zuschauer mitunter einiges an manueller Suche erfordert, um den Stream des gewünschten Programms im Netz zu finden.

Stefan George und David Eickhoff aus Potsdam bei Berlin möchten dies mit einer Suchmaschine für legale Serien- und Filmstreams ändern. Kino1.to haben die zwei Informatikstudenten ihre Videosuchmaschine getauft – die Namensverwandtschaft zur berühmt-berüchtigten und 2011 von den Ermittlern geschlossenen Streamingseite ist offensichtlich. Manch einer mag dies als “unglückliche Namenswahl” bezeichnen, doch eigentlich handelt es sich dabei um einen Geniestreich:

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Crowdsourcing:
WorkHub macht aus Smartphone-Nutzern digitale Arbeitskräfte

Das Berliner Startup WorkHub möchte Smartphone-Besitzern eine Möglichkeit bieten, in Wartezeiten und unfreiwilligen Pausen kleine Aufgaben zu erledigen und damit Geld zu verdienen.

In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Cafés und an zahlreichen anderen Orten sind sie allgegenwärtig: Menschen, die gebannt auf ihre Smartphones starren. Sie sind bei Facebook oder Twitter, lesen Nachrichten, hören Musik, chatten mit WhatsApp oder vertreiben sich die Zeit mit Spielen. Doch wie wäre es, wenn mobile Menschen Warte- und Überbrückungszeiten dafür nutzen könnten, ihr Einkommen aufzubessern? Diese Frage haben sich David Link und Anton Skornyakov gestellt und mit WorkHub eine Lösung entwickelt.

Das in Berlin-Mitte angesiedelte Startup hat gerade seine geschlossene Beta-Phase begonnen und eine mobile Browser-App freigeschaltet. Diese präsentiert Anwendern eine Reihe von simplen Mini-Aufgaben, die sie nach einer einmaligen Registrierung nebenbei per Smartphone im Bus, in der Bahn, im Wartezimmer oder in sonstigen unfreiwillig auftretenden Pausen erledigen können.

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