976 Artikel in der Kategorie Reviews auf netzwertig.com.

HandUp:
Crowdfunding für Obdachlose und Nachbarn in Not

Über Crowdfunding können Unternehmer, Künstler und andere ihre Ideen vorfinanzieren lassen und nun will „HandUp“ dem Modell einen sozialen Touch geben: Diese Plattform ist für Obdachlose und andere Menschen in Not gedacht. Hier geht es nicht um Millionenbeträge, aber dafür um sehr direkte Hilfe.

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So wunderschön, lebenswert und spannend San Francisco auch ist: Die Gegensätze zwischen arm und reich sind hier auf eine Weise sichtbar, wie zumindest ich es aus Deutschland nicht kenne. Mitarbeiter von High-Tech-Firmen wie Google, Apple oder Facebook werden einerseits in klimatisierten Luxusbussen von San Francisco ins Silicon Valley und zurück gefahren, während andererseits am Straßenrand jemand neben seinem Einkaufswagen mit Hab und Gut unter einer Decke liegt.

Knapp 850.000 Einwohner hat die Stadt und laut neuesten Zahlen leben hier knapp 6.500 Obdachlose. Andere Schätzungen gehen von bis zu 10.000 Menschen aus, die auf der Straße oder nicht selten auch in ihrem Auto schlafen. 200 Millionen US-Dollar gibt die Stadt jährlich aus, um dem Problem Herr zu werden – mit bislang wenig Erfolg.

Und dabei sind Bettler und Obdachlose nur das sichtbarste Zeichen einer Gesellschaft, in der die Kluft zwischen den Ärmsten und Reichsten größer wird. 2012 lebten 16 Prozent der US-Bürger in Armut.

Kann eine Online-Plattform diesem Problem Paroli bieten? Die Macher von HandUp wollen zumindest ihren Teil dazu beitragen. » weiterlesen

Samstag App Fieber:
What’s Up Team, Hostwriter, Frida und Finn

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: What’s up Team – parallaktisches Projektmanagement; Hostwriter – ein Netzwerk für Journalisten; und Frida und Finn – DIY-Kits.

 

What’s up Team ist ein kleines Tool, das die Zusammenarbeit von Teams verbessern will, indem alle Teammitglieder möglichst einfach über die Aktivitäten der anderen Teammitglieder auf dem Laufenden gehalten werden. Die Idee dabei ist, dass What’s up Team einmal in der Woche eine E-Mail verschickt, in der drei Fragen zum Stand der eigenen Dinge gestellt werden. Wenn man diese möglichst präzise und knapp beantwortet hat, strukturiert What’s up Team die Ergebnisse und alle bleiben idealerweise lose gekoppelt aber auf dem aktuellen Stand.

 

 

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Wunderlist Discover:
Buzzfeed für alle

Mit Discover stellt Wunderlist eine zentrale Sammelstelle für öffentliche Listen seiner Nutzer vor. Die Webseite entpuppt sich als offene Variante zu Buzzfeed und hinterfragt das sonderbare Interesse an populären Listicle-Portalen.

Wunderlist Discover: Listen selber erstellen, teilen und abonnieren

Wunderlist Discover: Listen selber erstellen, teilen und abonnieren

Die Berliner App-Schmiede 6Wunderkinder stellt Wunderlist Discover vor – nur eine Woche nach dem Start von Buzzfeed Deutschland. Der Zeitpunkt mag zufällig gewählt sein, denn erwartet wurde eine solche Seite nach der Einführung von öffentlichen Listen vor einigen Wochen in Wunderlist 3 ohnehin.

Zum Start tummeln sich auf Wunderlist Discover zum Beispiel Listen über Jazz-Alben, die man “dringend einmal hören sollte”, beliebte Orte in Berlin, Apps für iOS oder Mac OS X, die “jeder haben sollte”, oder eine universelle Packliste für Rucksacktouristen. Daneben gibt es redaktionelle Listen von Partnern wie dem US-Techblog Business Insider: “22 Listen, die jeder anlegen sollte“. » weiterlesen

Google Inbox:
Wenn dein E-Mail-Programm zum hilfreichen Assistenten wird

„Google Inbox“ will das vielgenutzte aber oftmals ungeliebte Kommunikationstool E-Mail in ein neues Zeitalter führen. Dazu nehmen die Macher Informationen aus mehreren Quellen, extrahieren das Wichtigste und führen es auf schlaue Weise zusammen. Am Ende kommt ein virtueller Assistent heraus. Erste Nutzer zeigen sich begeistert.

google-inboxAls die Grundlagen für unser heutiges E-Mail-System gelegt wurden, hatten die Köpfe hinter Protokollen wie SMTP, POP oder IMAP wohl kaum auf dem Schirm, wie intensiv wir dieses Mittel heute nutzen würden. Kein Wunder also, dass immer wieder Dienste versuchen, die E-Mail neu zu erfinden oder zumindest entscheidend zu verbessern. Neuester Zugang: Google. Teile des Gmail-Teams haben gut zwei Jahre lang an dem gearbeitet, was nun unter dem schlichten Namen „Google Inbox“ vorgestellt wurde. Das folgende Werbevideo soll uns das neue Werkzeug mit flotter Musik und schönen Menschen schmackhaft machen: » weiterlesen

Medium.com:
Ein Ausblick auf die Zukunft des Magazins

Medium.com ist eine elegante Plattform, um Langform-Inhalte zu veröffentlichen und zu entdecken. Das Potenzial ist zugleich erheblich größer: Die Seite gibt einen Vorgeschmack darauf, wie Magazine in Zukunft aussehen könnten. Sie gibt anspruchsvollen Geschichten einen passenden Rahmen und eine dringend benötigte Bühne.

welcome-to-medium

Das von den Twitter-Gründern Evan Williams und Biz Stone gestartete Projekt Medium.com hat mich lange Zeit ratlos zurückgelassen. Eine wichtige Frage blieb stets offen: Was will es eigentlich sein? Ist es ein Social Network für Vielschreiber? Ist es eine besonders schöne Bloggingplattform? Oder ist es am Ende doch etwas ganz anderes?

Bisweilen hatte ich das Gefühl, dass die Macher die Antwort darauf selbst nicht wussten. Aber das muss nichts Schlechtes sein, im Gegenteil: Das ist letztlich, was Twitter groß gemacht hat. Denn der an sich simple Dienst wurde in den ersten Jahren federführend von seinen Nutzern weiterentwickelt. Sie fanden neue Möglichkeiten, ihn zu nutzen und sie erfanden Dinge wie Hashtags oder Retweets. Twitter reagierte jeweils darauf und integrierte diese Features (mal mehr, mal weniger elegant) offiziell in die Seite. Ganz ähnlich wird Medium.com Schritt für Schritt erweitert und manchmal auch der Kurs korrigiert.

Inzwischen sehe ich in Medium.com das spannende Experiment, einen Platz für anspruchsvolle Inhalte im Netz zu schaffen und eine Vorschau auf das Magazin der Zukunft zu geben. Wie ich darauf komme, möchte ich folgend erklären. » weiterlesen

Samstag App Fieber:
Archivportal, Burn-Notice, CloudRail

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Archivportal – ein Portal für Archive; Burn-Notice – Nachrichten verschlüsseln; und CloudRail – eine API für APIs.

 

Das Archivportal ist ein Projekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, das uns Deutschlands Archive leichter zugänglich machen will. Mittelfristiges Ziel ist es, der zentrale Einstiegspunkt für Recherchen in Archiven zu werden. Einerseits kann man in einem Fundus aus 5 Millionen Datensätzen aus mehr als 25 beteiligten Archiven suchen und die Suche natürlich nach den verschiedensten Kriterien wir Orte, Personen, Archivalientyp oder Zeitraum präzisieren, andererseits gibt es eine Art Verzeichnis von mehreren hundert Archiven.

 

 

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LaterPay:
Wie ein Startup mit Geduld und Langfristigkeit die Monetarisierung von Inhalten verändern will

Vor sechs Monaten feierte das Münchner Startup LaterPay mit seinem Micropayment-Dienst für Kreateure von Online-Inhalten sein Debüt. Im Gegensatz zur verbreiteten Konvention in der Digitalwirtschaft, wo alles ganz schnell gehen muss, baut das Unternehmen auf Langfristigkeit. Erste Erfolge gibt es zu vermelden.

LaterPayIm Frühjahr öffnete das Münchner Startup LaterPay die Pforten zu seinem Pay-Per-Use-Bezahlsystem für Blogger, Verlage, Spiele-Entwickler und andere Kreateure von Onlinecontent. Auf den ersten Blick mag das Unternehmen schlicht wie ein weiterer, mehr oder weniger einfallsreicher Versuch wirken, den ewigen Verlags- und Journalisten-Traum des Paid Content doch noch Wirklichkeit werden zu lassen. Und da heute, sechs Monate nach dem Debüt, noch nicht jede tonangebende Website in Deutschland mit LaterPay-Bezahlfunktionalität ausgestattet ist, mögen manche Ungeduldige geneigt sein, bereits das Konzept in Frage zu stellen. Doch unterhält man sich mit Gründer und CEO Cosmin-Gabriel Ene über den Stand der Dinge, wird deutlich, dass man es bei LaterPay mit einem Unternehmen zu tun hat, dessen Strategie und Philosophie auf Langfristigkeit basieren – und auch nur so funktionieren können.  » weiterlesen

Mundpropaganda:
RewardMe will Brücke zwischen Geschäften und dem Netz schlagen

Das Göttinger Startup RewardMe gibt Betreibern stationärer Geschäfte sowie Gastronomen die Möglichkeit, Kunden zu Empfehlungen im sozialen Netz zu animieren und anschließend den Erfolg ihrer Kampagne zu messen. Für Onlinehändler ist das natürlich nichts Neues.

RewardMeRund 15 Jahre des ernstzun ehmenden Onlinehandels haben dazu geführt, dass Händler heute auf eine Vielzahl von Tracking-Technologien und Affiliate-Modellen Zugriff haben, um die von ihren Kunden im Netz verbreiteten Empfehlungen und Meinungen überwachen und beeinflussen zu können. Allein Amazons bekanntes Affiliate-Programm dürfte hunderttausende Mitglieder haben, die auf ihren Websites und Blogs auf Produkte des E-Commerce-Riesen verweisen und für erfolgreiche Vermittlungen Provisionen einstreichen. Im stationären Handel allerdings sind den Akteuren aufgrund des Medienbruchs weitgehend die Hände gebunden. Inwieweit Kunden ihren Shoppingbesuch oder ihre Schnäppchen so toll finden, dass sie davon ihren Freunden berichten, liegt weitgehend außerhalb des Einflussbereichs der Händler. Das Göttinger Startup RewardMe hält diesen Zustand für verbesserungswürdig und hat einen entsprechenden Lösungsvorschlag.  » weiterlesen

Samstag App Fieber:
Sobooks, Shirtfunding, VS Creator

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Sobooks – soziale Bücher; Shirtfunding – Crowdfunding via T-Shirts; und VS Creator – visuelle Statements erzeugen.

 

Sobooks ist eine neue Plattform, die Bücher aus den Klauen proprietärer E-Reader befreien und gleichzeitig das Lesen von Büchern sozialer machen will. Einerseits ist die Anwendung deshalb rein webbasiert realisiert und kann also plattformunabhängig von jedem mobilen oder nicht mobilen Gerät mit Browser (also fast jedem Gerät) verwendet werden, andererseits können einzelne Seiten oder auch Textstellen kommentiert, diskutiert und mit der Welt geteilt werden. Zum Start ist das Angebot noch überschaubar, allerdings gibt es eine Reihe an kostenlosen Büchern zum Schnuppern und dank einer Kooperation mit der FAZ vielleicht genügend Treibstoff, um die Beteiligung im digitalen Lesesaal in Gang zu bringen.

 

 

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Samstag App Fieber:
Windmemo, Sideinvest, Kaputt

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Windmemo – Memos für den Wind; Sideinvest – Crowdfunding für Österreich; und Kaputt – Reparaturanleitungen finden.

 

Windmemo ist eine Webanwendung, mit der man kurze Nachrichten bzw. Memos schreiben und versenden kann, die allerdings nur ein einziges Mal gelesen werden können. Sobald ein Windmemo also aufgerufen wird, wird es bei Windmemo gelöscht und die URL wird deaktiviert. Das klingt auf den ersten Blick nur für gelegentliche Szenarien nützlich, aber nach längerem Nachdenken habe ich doch einige ausgesprochen nützliche Anwendungsfälle entdeckt und in diesem Windmemo dokumentiert.

 

 

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