4140 Artikel in der Kategorie Meldungen auf netzwertig.com.

Internationalen Wettbewerb unterschätzt:
Die deutsche Medienriesen und ihre gefloppten sozialen Netzwerke

Deutschlands Medienriesen ist das Kunststück gelungen, ihre während der Web-2.0-Euphorie für vergleichsweise viel Geld gekauften sozialen Netzwerken allesamt gegen die Wand zu fahren. Ihr großer Fehler war der Glaube, dass Ländergrenzen im Social Web auf Dauer eine Rolle spielen.

studiVZ

Die RTL-Gruppe will sich also von ihrem 2009 übernommenen sozialen Netwerk wer-kennt-wen.de (wkw) trennen. Auch mit einem Relaunch vor einigen Monaten ließ sich der kontinuierliche Verlust von Seitenaufrufen nicht stoppen.

Damit kann man mit Gewissheit konstatieren, dass die drei einstmals bedeutsamsten deutschen Social Networks für Privatanwender allesamt von ihren Besitzern gegen die Wand gefahren wurden. Holtzbrinck war nicht in der Lage, dem Abstieg der VZ-Netzwerke etwas entgegenzusetzen, ProSiebenSat.1. musste beim Niedergang seines ebenfalls im Zuge des Web-2.0-Hypes gekauften Dienstes lokalisten zusehen, und RTL konnte nichts dagegen machen, dass es für wkw genauso dynamisch abwärts ging, wie das Angebot zuvor bestimmte Regionen Deutschlands mit viel Kraft einnahm.

Ohne Schadenfreude ist festzustellen, dass die deutschen Medienkonzerne vollständig dabei versagt haben, etwas Nachhaltiges aus ihren Millionenakquisitionen zu machen. » weiterlesen

Nest, WhatsApp, Oculus VR:
Öffentliche Versprechen von Startup-Machern sind nichts wert

Im Vorfeld der Akquisitionen von Nest, WhatsApp und Oculus VR distanzierten sich die Gründer jeweils von möglichen Exits oder schlossen diese regelrecht aus. Wir lernen wieder einmal: Man sollte Internet-Entrepreneure nicht zu sehr beim Wort nehmen.

WhatsApp-Gründer Jan Koum

Es sind gerade mal drei Monate des Jahres vorbei und bereits jetzt kann die Internetwirtschaft mit drei besonders schlagzeilenträchtigen Mega-Akquisitionen aufwarten: Der Kauf von Nest durch Google (Wert 3,2 Milliarden Dollar), die Übernahme von WhatsApp durch Facebook (Wert 16 bis 19 Milliarden Dollar) sowie zuletzt die Akquisition von Oculus VR, das künftig ebenfalls zu Facebook gehört (Wert 2 Milliarden Dollar).

Gemeinsamkeiten finden sich bei diesen Deals einige, von den finanziellen Dimensionen über ihre extrem langfristigen strategischen Zeithorizonte bis zu dem wiederkehrenden Muster der Einverleibung aufstrebender Technologieanbieter durch die zwei führenden Webgiganten. Doch noch in einem anderen pikanten Aspekt lässt sich eine Parallele ziehen: Die Gründer aller drei aufgekauften Firmen hatten sich im Vorfeld in einer Form zu ihrer Zukunft geäußert, die Akquisitionen eigentlich ausschloss. » weiterlesen

Linkwertig:
Berlin, Web, WKW, Indiegogo

Medien
Laut der Berlin Startup Academy steht die Berliner-Startup-Medienlandschaft vor dem Aus.

Ohne Arme keine Kekse.

» Startup-Medien in Berlin: Rien ne va plus

 

Web
Nicht uninteressant: Nur 22% der Seiten der Million Dollar Homepage sind in den letzten acht Jahren verschwunden.

» The Million Dollar Homepage still exists, but 22% of it has rotted away

 

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Linkwertig:
Twitter, Amazon, Startups, Trends

Twitter
In diesen Zeiten nicht nachvollziehbar, aber vielleicht haben sie ja gut Gründe: Twitter gibt interne Pläne auf, Direktnachrichten zu verschlüsseln.

» Twitter gives up on encrypting direct messages, at least for now

 

Cloud
Nach dem Motto ‘Was Google kann, können wir auch’ senkt auch Amazon die Preise für die eigenen Cloud-Dienste.

» AWS Price Reduction #42 – EC2, S3, RDS, ElastiCache, and Elastic MapReduce

 

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Wahrscheinliche Übernahme durch Dropbox:
Die Zukunft von Readmill ist ungewiss (Update)

Das Berliner Social-Reading-Startup Readmill steht laut unbestätigten Meldungen vor einer Talentübernahme durch Dropbox. Treue Nutzer des Dienstes sollten sich mental auf eine Schließung vorbereiten.

Readmill

Update: Einen Tag nach der Veröffentlichung dieses Artikels hat Readmill die Akquisition durch Dropbox und Schließung des Dienstes bestätigt.

Im Dezember berichteten wir über den Kampfeswille von EyeEm und Readmill, zwei Berliner Social-Web-Startups, die sich der Konsolidierung der Branche bislang entziehen konnten. Mit einiger Wahrscheinlichkeit bleibt von diesem Duo bald nur noch (das sich gut entwickelnde) EyeEm übrig.

TechCrunch vermeldete am Donnerstagabend, dass das Social-Reading-Startup Readmill vor einer Talentakquisitions durch Dropbox stehe. Acht Millionen Dollar soll der Cloudriese aus San Francisco demnach für das Readmill-Team auf den Tisch legen. Einen offiziellen Kommentar gibt es bislang nicht. Wir baten Readmill-Gründer Henrik Berggren in der Nacht per Mail um eine Stellungnahme. Eine sofortige Antwort ist aber schon allein angesichts der späten Stunde nicht zu erwarten.

Aus einer gewöhnlich gut informierten Quelle wurde uns ein Deal aber bestätigt. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Nachricht in ihren Grundzügen korrekt ist. » weiterlesen

Boom der Sprachlerndienste:
Wieso sich das Berliner Startup Babbel nicht vor Duolingo fürchtet

Der Sprachlerndienst Babbel hat mehr zahlende Nutzer als jeder andere Online-Konkurrent. Auch vor dem schnell wachsenden US-Rivalen Duolingo fürchten sich die Berliner nicht. Babbel-CEO Markus Witte hält die eigene Methodik für deutlich überlegen.

BabbelSpätestens seit das US-Startup Duolingo mit seiner mobile Sprachlern-App reihenweise Preise abstaubt, erhält das Lernen von Fremdsprachen über das Internet viel neue Beachtung. Doch nicht nur die Amerikaner profitieren vom Boom des Smartphone-Zwischendurchlernens sowie der gerade Einzug haltenden Erkenntnis, dass Sprachkurse nicht unbedingt langweilig, frustrierend und demotivierend sein müssen. Mit Babbel kommt einer der führenden Anbieter in diesem Bereich aus Deutschland. Das 2007 von Markus Witte, Thomas Holl und Lorenz Heine in Berlin gegründete Startup ist Urgestein, was das webbasierte Lernen von Fremdsprachen angeht, und mit mehr als 250 festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der größten Webfirmen der Hauptstadt überhaupt. » weiterlesen

Mesh-Netzwerke:
FireChat macht Hoffnung auf ein “neues” Internet

Die neue iPhone-App FireChat führt eine Funktion vor, die unter iOS-Apps den kettenartigen Datenaustausch von Endgerät zu Endgerät gestattet. Von intensiver Netzzensur Gebrauch machende und überwachende Staaten könnten bald Grund zum Zittern haben.

FireChatEine spannende Chat-App für das iPhone namens FireChat macht gerade die Runde im Netz. Interessant ist das Projekt des kalifornischen Startups Open Garden nicht aufgrund der momentan spärlichen Funktionalität, sondern im Hinblick auf die zum Einsatz kommende Technologie. Die kostenfreie Anwendung macht sich ein neues, mit iOS 7 eingeführtes Merkmal namens Multipeer Connectivity Framework zunutze, das die direkte Kommunikation zwischen Endgeräten ohne vorhandene Internetverbindung oder zentrale Server ermöglicht.

Das Ergebnis sind sogenannte Mesh-Netzwerke, die Interaktion und Datenaustausch zwischen Individuen erlauben, selbst wenn keine aktive Verbindung zu einem Netzknotenpunkt existiert. Es genügt, den WLAN- und Bluetooth-Sensor einzuschalten, um Smartphone oder Tablet mit einem in der Nähe befindlichen Gerät in Kontakt zu bringen. Im Idealfall, wenn genug Endgeräte innerhalb einer Mesh-Kette aktiv sind, können Informationen so über enorme Distanzen ausgetauscht werden, ohne dabei nur ein Kilobyte durch die Leitungen der Internetzugangsprovider geschickt zu haben. » weiterlesen

Linkwertig:
Türkei, Gmail, Y Combinator, Impressum

Türkei
Ein türkisches Gericht hat die Sperrung von Twitter wieder aufgehoben.

Die Verfügung der türkischen Regierung, umgesetzt von der Telekommunikationsbehörde TIB, sei nicht rechtens.

» Gericht kippt Twitter-Sperre

 

Gmail
Google hatte den Geistesblitz, dass man Werbemails auch im Kacheldesign von Pinterest präsentieren könnte.

» A new, more visual way to view your Promotions tab

 

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Linkwertig:
Datenspeicherung, Cloud, Amazon, Lieferando

Überwachung
In den USA scheint es zumindest ein paar kosmetische Verbesserungen bei der Datenspeicherung zu kommen.

Ein wichtiger Unterschied soll sein, dass die Telekomunternehmen die Daten für die NSA nicht länger als 18 Monate vorhalten müssen

» Obama plant Vorratsdatenspeicherung nach deutschem Muster

 

Cloud
Google macht die eigenen Cloud-Projekte signifikant billiger:

» Google Announces Massive Price Drops For Its Cloud Computing Services

 

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Zwei Milliarden Dollar für Oculus VR:
Facebook wandelt auf den Spuren von Google

Für zwei Milliarden Dollar übernimmt Facebook das Virtual-Reality-Startup Oculus VR. Wie Rivale Google zeigt der Konzern damit, dass er sich nicht vor gewagten Investitionen mit einem extrem langfristigen Zeithorizont scheut.

Die Zeiten, in denen sich die weltweit führenden Internetfirmen bei Akquisitionen auf Teams, Lösungen und Technologien konzentrierten, die für ihr Kerngeschäft unmittelbar oder in naher Zukunft Nutzen haben, sind vorbei. Nachdem schon Google seit längerem darauf setzt, sich Firmen einzuverleiben, von deren Know-how und Netzwerk es frühestens in einigen Jahren ernsthaft profitieren würde, scheint sich auch Facebook mit einer derartigen Investitionsstrategie anzufreunden. Der Kauf von WhatsApp beispielsweise bringt dem sozialen Netzwerk vorläufig gar nichts, könnte allerdings auf lange Sicht wichtige Marktanteile sichern und Erlösquellen erschließen, hofft Facebook. Wenige Wochen nach der Bekanntgabe der Akquisition des Messengers für bis zu 19 Milliarden Dollar schlägt Mark Zuckerberg erneut zu und kauft das zwei Jahre alte Virtual-Reality-Startup Oculus VR für zwei Milliarden Dollar in bar und Aktien. » weiterlesen

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