4353 Artikel in der Kategorie Meldungen auf netzwertig.com.

YouTube-Armee Schweiz

20min.ch sammelt Videos der Schweizer Armee im Internet und bindet sie so geschickt ein, dass die Herkunft der Filmchen nicht mehr zu erkennen ist.

Schweizer Armee

Manchmal entsteht Journalismus dort, wo man ihn gar nicht vermutet. Auf dem Online-Portal einer Gratiszeitung zum Beispiel. Die nichts mehr macht als YouTube-Videos zu versammeln und einen kurzen Text dazu zu schreiben. Denn manchmal wirken Bilder einfach viel besser als Worte – selbst, wenn die Bilder unscharf sind und von Amateuren mit Handykameras gedreht wurden. Eine Reportage über den Zustand der Schweizer Armee wäre vielleicht eleganter – aber auch aussagekräftiger?

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Downtime von 16.00 bis 16.15 UhrBlogwerk-Blogs voraussichtlich 15 Minuten lang offline

Wir rüsten unseren Server mit mehr RAM auf. Dazu wird er voraussichtlich von 16.00 bis 16.15 Uhr heruntergefahren.

Alle Blogs (neuerdings.com, medienlese.com, imgriff.com, fokussiert.com, fraulich.com und die anderen vier, Ihr wisst schon) sind während dieser Zeit nicht erreichbar.

Danke für Euer Verständnis.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Laufen “Schwarzsurfer” Gefahr, ihren PC abgeben zu müssen?

Säumigen Zahlern droht die Gebühreneinzugszentrale der deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) mitunter mit dem Austausch des teuren, neuen Plasmabildschirms gegen ein Uralt-Schwarzweiß-Gerät. Aus welchem Museum dieses stammen könnte, wäre zugegeben interessant zu wissen.

GEZ-Mahnschreiben
Eines jener Schreiben, das die GEZ TV-Gebühren-Nichtzahlern zukommen lässt: “Es könnte sein, dass Sie bald nur noch Schwarz-Weiß fernsehen!”. Ist der PC-Farbmonitor auch in Gefahr?

Fernsehen war gestern, heute ist Premiere medienlese.com. Muss man angesichts der Gebühr auf “neuartige Rundfunkgeräte”, sprich PCs, als Blogleser oder gar -schreiber, der seine dafür nun fällige Rundfunkgebühr nicht gezahlt hat, nun etwa auch mit der Pfändung des Computers rechnen? Schließlich wird oft geraten, die neue “Internetgebühr” nach “Anmeldung” der Computer unter Protest nicht zu zahlen. Etwas, was natürlich den Kölner Gebühreneinzugsapparat in voller Härte auf den Plan ruft.

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Fernsehtipp Wallraff ruft an

Er nervt wieder: Günter Wallraff hat verdeckt in zwielichtigen Callcentern gearbeitet und die ganze Misere aufgeschrieben. Heute Abend zeigt das ZDF Wallraffs Dokumentation, in der Insider zu Wort kommen.

Günter Wallraff
Günter Wallraff redet mit Insidern, Opfer und Tätern (Bild: Keystone)

Im Mai kam nicht nur das Zeit-Magazin Leben zurück, sondern auch Günter Wallraff mit einer ausführlichen Recherche über das Wesen und Unwesen der Call-Center. “Es scheint, als seien Callcenter die Bergwerke der Neuzeit: Zigtausende arbeiten im Verborgenen, werden unsichtbar – und ihre Arbeitsbedingungen auch” (Zeit-Magazin Leben, 24.5.2007). Die Enthüllungs-Story gibt es nicht länger nur auf Papier, sondern jetzt auch als Dokumentarfilm: Bei Anruf Abzocke läuft heute im ZDF.

Der Film von Günter Wallraff und Pagonis Pagonakis zeigt mit verdeckter Kamera gemachte Aufnahmen von internen Schulungen der Telefon-Operateure, zu Wort kommen die abgezockten Opfer und die Billiglöhner am Telefon – “ein schöner Coup”, findet Thomas Gehringer auf DerWesten.


Bei Anruf Abzocke, ZDF, Dienstagabend, 21 Uhr, 45 Minuten

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Vakant:
Boulevard-Blatt in der Schweiz

Herr Döpfner, aufgepasst: In der Deutschschweiz ist Platz frei für eine neue Zeitung. Es geht dabei nicht um irgendeine Nische, sondern um die Position als grösstes Boulevardblatt. Denn der Blick, der diese Position bisher innehatte, wird sich in den nächsten Monaten verabschieden vom Boulevard, wie man ihn seit Jahrzehnten kennt und wie er in vielen Ländern erfolgreich ist.

Der Blick will hintergrundlastig werden, magazinig, ein Bund mit langen Geschichten. Das geschieht, weil man sich abgrenzen möchte von den in der Schweiz grassierenden Gratiszeitungen. Denn viele fragen sich, was denn genau der Mehrwert ist, den der Blick liefert. Zurecht, denn auch wenn in der Hauptredaktion rund 70, beim Sportteil gegen 50 Leute sitzen, merkt man das dem Blatt nur teilweise an. Es sind zwar journalistische Stories im Blatt, aber die sind oft dröge und noch öfters völlig an den Leserwünschen vorbei. Blick wirkt wie eine Zeitung von 50jährigen für 80jährige.

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Unternehmerfreundliche Journis

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Das ist Sacha Wigdorovits, Jungunternehmer im Bereich Gratiszeitungen. Fast eine halbe Stunde darf er sich im CASH-Talk von Moderator Hannes Britschgi ausfragen lassen zu seinem Produkt .ch. Was auch immer Wigdorovits erzählt – Britschgi ordnet es ein als die Aussagen eines gewieften, doch potentiell verdächtigen Verkäufers. Mich erinnert das stark an diesen Artikel in der Sonntagszeitung, kurz nach der Gründung von Blogwerk.

Das gesamte Gespräch (26:32 Minuten, nur schweizerdeutsch) kann auf cash.ch angesehen werden. Cash.ch ist übrigens die Website der Gratiszeitung Cash Daily, die es zwar schon seit dem 08.09.2006 gibt, die aber kaum gelesen wird, wie eine nicht repräsentative Umfrage der Werbewoche gezeigt hat. .ch erreicht in der gleichen Umfrage schon nach einigen Monaten Marktpräsenz Platz 2.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Ausgezählt (II/II) Unscharfe Ergebnisse

Die Einschaltquote, die am nächsten Morgen um neun Uhr zuverlässig etwas über den Erfolg oder Misserfolg einer Fernsehsendung auf dem Zuschauermarkt aussagt, gehört der Vergangenheit an. Festplatten-Rekorder und Internet-Fernsehen killen die Quote. Zweiter und vorerst letzter Teil.

T-Home Sendervielfalt
Sendervielfalt im digitalen Fernsehen (Ausschnitt T-Home)

Eine wachsende Anzahl von Fernsehsendern, meist Nischenprogramme, macht die Ergebnisse der Quotenzählung unschärfer. Schließlich werden die Ergebnisse hochgerechnet, so dass ein Haushalt stellvertretend für 6000 weitere steht. Die schiere Zahl an Fernsehsendern nimmt durch die Digitalisierung zu, für eine begrenzte Anzahl an Fernsehsendern ist die erwartbare Unschärfe bei der Messung der Quote statistisch nicht relevant. Die Zahl der potentiell empfangbaren Sender ist mit der Umstellung auf digitales Fernsehen jedoch etwa um den Faktor zehn gestiegen. Über Antenne wird digitales Fernsehen im DVB-T-Standard in Ballungsgebieten bereits gesendet, über Kabel (DVB-C) gibt es erste Anbieter, Satelliten senden schon immer digital im DVB-S-Standard. Mit der Einführung von IPTV ist die Zahl der Sender theoretisch unbegrenzt.

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medienlese – der Wochenrückblick

Kleber klebt, keine Kommentare, keine Mafia.

Videoblogger und Spiegel-Kulturchef Matthias Matussek wurde gemäss Tagesspiegelstrafversetzt“. Ein ZDF-Fernsehmoderator (Claus Kleber) soll sich überraschend nächstens im Chefredaktionssessel des Spiegels wieder finden – sein Arbeitgeber kämpft derweil noch um ihn. Die Clap-Redaktion legte Zeitschriften auf die Küchenwaage. Eine eigene Facebook-Gruppe für Schweizer Blogs wurde gegründet. Binningen musste für eine Nacht ohne TV und Internet auskommen. Ein Schweizer Politiker schrieb Leserbriefe mit Inhalten aus der Weltwoche. Die Schweizer Gratiszeitung News erschien erstmals und .ch-Verleger Sacha Wigdorovits wurde von der Sonntagszeitung gesehen, wie er eigenhändig sein Produkt auf die Ständer hievte (weil es nicht korrekt platziert war).

Sueddeutsche.de zog ihre Schlüsse aus dem Niggemeier-Urteil des Hamburger Landgerichts und bietet “ab sofort” nur noch Leserbeteiligung von 8 bis 19 Uhr. Ausserhalb dieser “Arbeitszeiten” können “keine Kommentare publiziert werden“. Gez. “Die Chefredaktion”.

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Web 2.0-Debatte Die Angst des Torwächters vor dem Abpfiff

Wieder einer, der die Karawane des Web 2.0 verbellt. “Ungewaschene Massen” sieht Dr. Bernd Graff, Vize-Chef von sueddeutsche.de und damit Verbreiter einer der skurrilsten deutschen Klickstrecken im Internet, in das elitäre Residuum des Hochjournalistentums einmarschieren, um dort mit dem billigen Parfumduft “prätentiöser Mittelmäßigkeit” alles vollzustänkern.

Narr
Ist das Internet nur voller Narren? (Bild: Keystone)

Ich könnte das jetzt zur üblichen “Klowand-Literatur” großmedialer Überheblichkeitsmogule zählen, andere ihm die verdiente Antwort geben lassen, was sie hier oder hier oder hier bereits tun, wenn es nicht ein paar unterbelichtete Aspekte im Text dieses vormals selbst schon Netzgescheiterten gäbe, die einer Klarstellung bedürfen. So schreibt Graff:

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Ausgezählt (I/II) Das Ende der TV-Einschaltquote

Die Einschaltquote, die am nächsten Morgen um neun Uhr zuverlässig etwas über den Erfolg oder Misserfolg einer Fernsehsendung auf dem Zuschauermarkt aussagt, gehört der Vergangenheit an. Festplatten-Rekorder und Internet-Fernsehen killen die Quote. Erster von zwei Teilen.

Internet-Fernsehen Zattoo
Quotenproblematisch: Fernsehen über das Internet (Zattoo)

?Die Währung des Fernsehens ist Aufmerksamkeit, ist Reichweite. Die Sender beweisen ihre Potenz, indem sie der Werbewirtschaft pünktlich am Folgetag die aktuellen Quoten servieren? (Frank Patalong auf Spiegel Online). Wenn die Einschaltquote die Währung des Fernsehens ist, dann könnte man von einer echten Währungskrise sprechen. Denn die Instrumente, mit denen die Notenbank die Wirtschaft betrachtet – also die Methoden, mit denen die Einschaltquote im Fernsehen gemessen wird – müssen sich schleunigst den technologischen Entwicklungen anpassen. Fernsehsender und Werbekunden sind auf das Vertrauen in die Quote angewiesen, sie brauchen eine gemeinsame Währung, um miteinander ins Geschäft zu kommen. Das Geschäft ist gewaltig, Deutschland hat, gemessen an den Netto-Werbeumsätzen, nach den USA den wichtigsten Fernseh-Werbemarkt der Welt. Es geht um fast vier Milliarden Euro, die verteilt werden sollen.

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