4399 Artikel in der Kategorie Meldungen auf netzwertig.com.

Ekliger Sexismus gekürt

Die Leser des textilarmen und weitgehend geistfreien Männermagazins FHM haben abgestimmt – ermittelt wurde nicht nur der beste Film, der eine Nacktszene vertragen hätte, sondern auch die beste Schleichwerbung in einem Film.

FHM-Cover

Mit einer Pressemitteilung werden derzeit die Redaktionen auf die FHM-Awards hingewiesen. Kein Thema für unser seriöses Medienblog, wäre da nicht die Kategorie “beste Schleichwerbung in einem Film”. Darauf springen wir natürlich an, genau unser Thema!

Weil FHM-User aufmerksam sind, gibt’s auch die Kategorie “Beste Schleichwerbung in einem Film”. Die Firma Nokia schaffte es durch “Die Simpsons – Der Film” auf Platz eins. 20 Prozent fiel die Präsenz der Finnen auf. In “Transformers” fuhr der Chevrolet Camaro auffallend oft durchs Bild – mit 18 Prozent kommt er auf Platz zwei. Die Konkurrenz von VW Touareg in “Das Bourne Ultimatum” gefiel 14 Prozent – Platz drei.

…verkündet die Pressemitteilung. Was für eine Idee! Gebt den Medienredakteuren Futter, erfreut ihre Gemüter, gebt ihnen die Gelegenheit, mal etwas über die Nackedei-Zeitschrift zu schreiben. Zitieren dürfen wir aus den Ranglisten auch, aber nur, wenn wir das Cover der aktuellen Ausgabe zeigen.

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Verband Schweizer Presse:
Faxen!

Wo von der Erotik und Haptik des Papiers geschwärmt wird, da wird auch noch gefaxt. Kommunikation 2008 mit dem Verband Schweizer Presse ist ein wahres Vergnügen, allerdings nur, wenn man nicht selbst davon betroffen ist.

Fax Verband Schweizer Presse
Screenshot schweizerpresse.ch

Der Verband Schweizer Presse ist ein lustiger Verein. Im September 2007 sagte der aktuelle Verbandspräsident, der Südostschweizer Verleger Hanspeter Lebrument, Google fürchte sich vor der Schweizer Presse. Mit etwas “Nachhilfeunterricht” werde Google “auf die Welt kommen”.

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Küblböcks Kakerlaken:
RTL dschungelt wieder

Die dritte Staffel von “Ich bin ein Star – holt mich hier raus” steht in den Startlöchern. Grund genug für medienlese.com, sich Klamauk und Kandidaten etwas genauer anzuschauen.

Lisa Bund
Lisa Bund (Bild RTL)

Als Pseudo-Prominente oder (in Anlehnung an B-Movie) B-Prominente – in der Schweiz auch Cervelatprominente – werden in der Alltagssprache solche Personen bezeichnet, die durch öffentliche Skandale, spektakuläre Fernsehauftritte oder andere Ereignisse – häufig nur für kurze Zeit – schlagzeilenträchtiges Aufsehen erregen, ohne dabei auch Ansehen zu gewinnen.

Womit wir schon im tiefsten Dschungel deutscher Aufschnittsprominenz wären, genauer im australischen Dschungel. Dem Drehort von ?Ich bin ein Star – Holt mich hier raus?. Heute Abend um 22.15 Uhr zeigt RTL nach vier Jahren Pause die dritte Staffel der Trash-Show mit Sonja Zietlow und Dirk Bach. Sintflutartige Unwetter hin, tausende von den Fluten eingeschlossene Menschen her. ?Land unter in Australien. Das RTL-Dschungelcamp steht noch, doch die Straßen rundherum sind überflutet und mit viel Pech regnet es sich jetzt erst so richtig ein?, lässt uns RTL.de wissen. Wer mitmacht, wurde bis kurz vor Sendebeginn geheim gehalten. Man wollte vermeiden, dass die Kandidaten sich absprechen. Jetzt ist es raus.

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Sieben Thesen zum Journalismus

Ein Patt bei dieser Diskussion zwischen Bloggern und Journalisten – das war zu erwarten. Dass allerdings nicht einmal über die Ausgangssituation Einigkeit erzielt werden konnte, dass Weghören zur Königsdisziplin wurde, das war weniger zu erwarten. Ein offensichtlich notwendiger Nachtrag zur Mediensituation von Klaus Jarchow.

Sieben Thesen zum Journalismus

Herrgott, sie stehen mitten in einer Medienrevolution – und sie merken es nicht! Die Diskussion zum Journalismus im Web 2.0, veranstaltet vom DJV am Donnerstag, dem 11. Januar, ließ mich einigermaßen ratlos zurück (Aufzeichnung hier). Ratlos deshalb, weil ich mir das Unwissen gewisser Mitglieder der journalistischen Zunft nicht so groß vorgestellt hätte. Vielleicht aber waren es auch nur besonders vorsintflutliche Exemplare, die jetzt den guten, alten Presserat, der schon bei den Holzmedien nicht funktionierte, als Qualitätsinstrument ins Netz transferieren möchten.

Eine Kurzkritik des Abends, bevor es an die Thesen geht: Generell redeten die Blogger links vom Moderator und die Steinzeit-Fraktion rechts vom Moderator aneinander vorbei (erste Ablaufschilderungen gibt es hier und hier und hier). Da hatten wir links Don Alphonso, Thomas Knüwer und Michaela May, die ebenso freundlich wie vergeblich versuchten, den Herren vom Druckgewerbe klar zu machen, dass die fehlende Recherchetiefe und mangelnde Qualität doch in den Printmedien zum Dauerzustand würde, wofür es handfeste ökonomische Gründe gäbe, die auch bei einer immer renditegeileren Verlagsseite zu suchen seien, und dass die Blogs also – im Gegenzug – eher als eine Art qualitatives Korrektiv wirken würden. Blogs seien unter anderem eben auch eine Folge defizitärer Altmedien.

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“Your medium is dying!”

Jetzt macht sich auch noch Nelson von den Simpsons lustig über die Printbranche. Seht selbst!

(youtube.com, Video, 0:19 Minuten)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

medienlese.com präsentiert:
Das DJV-Bullshit-Bingo

Heute abend diskutieren in Berlin Journalisten und Blogger auf Einladung des DJV zum Thema “Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www“. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktioniert mittlerweile auch der Livestream. Und das eröffnet für uns Daheimgebliebene die Teilnahme am DJV-Bullshit-Bingo:

medienlese-djv-bingo.png

medienlese-djv-bingo.png

Ausdrucken und immer dann, wenn eines der aufgelisteten Buzzwords auf dem Podium genannt wird, durchstreichen. Wer zuerst vier durchgestrichene Wörter in einer Reihe hat, gewinnt!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Symbolbild “Rentner”

Rentner Blick Symbolbild

Das ist ein Screenshot von Blick Online am 10.01.2008, 18:00 Uhr. Was bloss ist auf diesem Symbolbild zu sehen? Ist es ein Rentner? Die Autobahn? Die Polizei? Gar der Teufel?

Eine Reihe von weiteren “Super-Symbolfotos” sind im Blog von Stefan Niggemeier zu finden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Satire-Blog gemobbt:
Ordnung in Österreich

Ein österreichischer Medienkünstler bloggt als virtueller Doppelgänger eines Zeitungsherausgebers und muss nach kurzer Zeit sein satirisches Blog einstellen – aus Furcht, in Grund und Boden geklagt zu werden. Wo liegen die Grenzen von Meinungsfreiheit und Medienvielfalt in Österreichs hochkonzentrierter und monopolisierter Medienlandschaft?

Kronen-ZeitungÖsterreichs erster Skandal um ein Weblog war nach einem Monat wieder vorbei: In einer Pressekonferenz vor österreichischen Medien gesteht der 25-jährige Wiener Medienkünstler Philip Drössler, dass er der Fälscher ist. 24 Einträge umfasst sein Blog “Aus österreichischer Sicht“, in dem er als vermeintlicher Chefredakteur der meistgelesenen Tageszeitung ?Gedanken zu den Ereignissen in unserem schönen Land? bloggte. Das Original, Kronen Zeitung-Herausgeber Hans Dichand, hatte seinem virtuellen Doppelgänger zuvor gedroht, ihn auszuforschen und ?zu zwingen, mit dieser einmaligen verbotenen Handlung aufzuhören?.
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Umfrage der Uni Zürich:
Warum bloggen Sie?

Umfrage Uni Zürich

Die Universität Zürich will es wissen: Im Rahmen eines Forschungsprojekts führt sie eine Umfrage zu Weblogs durch, weil es über das Thema Weblogs “bislang nur wenige wissenschaftliche Befunde” gibt. Wer die 15 Minuten investiert, kriegt danach auch die Forschungsergebnisse zugeschickt, wenn er das will.

Los geht’s mit diesem Link – macht mit und verteilt den doch etwas, dann macht die Aktion auch Sinn.

http://www.unipark.de/uc/blogger
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“Krieg und Frieden” im ZDF:
Version Schwarzwaldklinik

Robert Dornhelm verflimt den größten Roman aller Zeiten: Krieg und Frieden von Lew Tolstoi. Das ZDF zeigt den “26 Millionen teuren Europudding” in vier Teilen. Die Kritiken sind vernichtend – von jenen, die die Produktion überhaupt gesehen haben.

Krieg und Frieden
(Bild ZDF)

Für bild.de meldete Uli Schüler aus St. Petersburg:

Es ist die teuerste, aufwendigste und größte deutsche TV-Produktion des Jahres!

Aber wurden die 26 Millionen Euro, die der Gebührenzahler jedenfalls teilweise finanziert hat, sinnvoll ausgegeben?
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