4397 Artikel in der Kategorie Meldungen auf netzwertig.com.

Küblböcks Kakerlaken:
RTL dschungelt wieder

Die dritte Staffel von “Ich bin ein Star – holt mich hier raus” steht in den Startlöchern. Grund genug für medienlese.com, sich Klamauk und Kandidaten etwas genauer anzuschauen.

Lisa Bund
Lisa Bund (Bild RTL)

Als Pseudo-Prominente oder (in Anlehnung an B-Movie) B-Prominente – in der Schweiz auch Cervelatprominente – werden in der Alltagssprache solche Personen bezeichnet, die durch öffentliche Skandale, spektakuläre Fernsehauftritte oder andere Ereignisse – häufig nur für kurze Zeit – schlagzeilenträchtiges Aufsehen erregen, ohne dabei auch Ansehen zu gewinnen.

Womit wir schon im tiefsten Dschungel deutscher Aufschnittsprominenz wären, genauer im australischen Dschungel. Dem Drehort von ?Ich bin ein Star – Holt mich hier raus?. Heute Abend um 22.15 Uhr zeigt RTL nach vier Jahren Pause die dritte Staffel der Trash-Show mit Sonja Zietlow und Dirk Bach. Sintflutartige Unwetter hin, tausende von den Fluten eingeschlossene Menschen her. ?Land unter in Australien. Das RTL-Dschungelcamp steht noch, doch die Straßen rundherum sind überflutet und mit viel Pech regnet es sich jetzt erst so richtig ein?, lässt uns RTL.de wissen. Wer mitmacht, wurde bis kurz vor Sendebeginn geheim gehalten. Man wollte vermeiden, dass die Kandidaten sich absprechen. Jetzt ist es raus.

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Sieben Thesen zum Journalismus

Ein Patt bei dieser Diskussion zwischen Bloggern und Journalisten – das war zu erwarten. Dass allerdings nicht einmal über die Ausgangssituation Einigkeit erzielt werden konnte, dass Weghören zur Königsdisziplin wurde, das war weniger zu erwarten. Ein offensichtlich notwendiger Nachtrag zur Mediensituation von Klaus Jarchow.

Sieben Thesen zum Journalismus

Herrgott, sie stehen mitten in einer Medienrevolution – und sie merken es nicht! Die Diskussion zum Journalismus im Web 2.0, veranstaltet vom DJV am Donnerstag, dem 11. Januar, ließ mich einigermaßen ratlos zurück (Aufzeichnung hier). Ratlos deshalb, weil ich mir das Unwissen gewisser Mitglieder der journalistischen Zunft nicht so groß vorgestellt hätte. Vielleicht aber waren es auch nur besonders vorsintflutliche Exemplare, die jetzt den guten, alten Presserat, der schon bei den Holzmedien nicht funktionierte, als Qualitätsinstrument ins Netz transferieren möchten.

Eine Kurzkritik des Abends, bevor es an die Thesen geht: Generell redeten die Blogger links vom Moderator und die Steinzeit-Fraktion rechts vom Moderator aneinander vorbei (erste Ablaufschilderungen gibt es hier und hier und hier). Da hatten wir links Don Alphonso, Thomas Knüwer und Michaela May, die ebenso freundlich wie vergeblich versuchten, den Herren vom Druckgewerbe klar zu machen, dass die fehlende Recherchetiefe und mangelnde Qualität doch in den Printmedien zum Dauerzustand würde, wofür es handfeste ökonomische Gründe gäbe, die auch bei einer immer renditegeileren Verlagsseite zu suchen seien, und dass die Blogs also – im Gegenzug – eher als eine Art qualitatives Korrektiv wirken würden. Blogs seien unter anderem eben auch eine Folge defizitärer Altmedien.

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“Your medium is dying!”

Jetzt macht sich auch noch Nelson von den Simpsons lustig über die Printbranche. Seht selbst!

(youtube.com, Video, 0:19 Minuten)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

medienlese.com präsentiert:
Das DJV-Bullshit-Bingo

Heute abend diskutieren in Berlin Journalisten und Blogger auf Einladung des DJV zum Thema “Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www“. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktioniert mittlerweile auch der Livestream. Und das eröffnet für uns Daheimgebliebene die Teilnahme am DJV-Bullshit-Bingo:

medienlese-djv-bingo.png

medienlese-djv-bingo.png

Ausdrucken und immer dann, wenn eines der aufgelisteten Buzzwords auf dem Podium genannt wird, durchstreichen. Wer zuerst vier durchgestrichene Wörter in einer Reihe hat, gewinnt!

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Symbolbild “Rentner”

Rentner Blick Symbolbild

Das ist ein Screenshot von Blick Online am 10.01.2008, 18:00 Uhr. Was bloss ist auf diesem Symbolbild zu sehen? Ist es ein Rentner? Die Autobahn? Die Polizei? Gar der Teufel?

Eine Reihe von weiteren “Super-Symbolfotos” sind im Blog von Stefan Niggemeier zu finden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Satire-Blog gemobbt:
Ordnung in Österreich

Ein österreichischer Medienkünstler bloggt als virtueller Doppelgänger eines Zeitungsherausgebers und muss nach kurzer Zeit sein satirisches Blog einstellen – aus Furcht, in Grund und Boden geklagt zu werden. Wo liegen die Grenzen von Meinungsfreiheit und Medienvielfalt in Österreichs hochkonzentrierter und monopolisierter Medienlandschaft?

Kronen-ZeitungÖsterreichs erster Skandal um ein Weblog war nach einem Monat wieder vorbei: In einer Pressekonferenz vor österreichischen Medien gesteht der 25-jährige Wiener Medienkünstler Philip Drössler, dass er der Fälscher ist. 24 Einträge umfasst sein Blog “Aus österreichischer Sicht“, in dem er als vermeintlicher Chefredakteur der meistgelesenen Tageszeitung ?Gedanken zu den Ereignissen in unserem schönen Land? bloggte. Das Original, Kronen Zeitung-Herausgeber Hans Dichand, hatte seinem virtuellen Doppelgänger zuvor gedroht, ihn auszuforschen und ?zu zwingen, mit dieser einmaligen verbotenen Handlung aufzuhören?.
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Umfrage der Uni Zürich:
Warum bloggen Sie?

Umfrage Uni Zürich

Die Universität Zürich will es wissen: Im Rahmen eines Forschungsprojekts führt sie eine Umfrage zu Weblogs durch, weil es über das Thema Weblogs “bislang nur wenige wissenschaftliche Befunde” gibt. Wer die 15 Minuten investiert, kriegt danach auch die Forschungsergebnisse zugeschickt, wenn er das will.

Los geht’s mit diesem Link – macht mit und verteilt den doch etwas, dann macht die Aktion auch Sinn.

http://www.unipark.de/uc/blogger
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“Krieg und Frieden” im ZDF:
Version Schwarzwaldklinik

Robert Dornhelm verflimt den größten Roman aller Zeiten: Krieg und Frieden von Lew Tolstoi. Das ZDF zeigt den “26 Millionen teuren Europudding” in vier Teilen. Die Kritiken sind vernichtend – von jenen, die die Produktion überhaupt gesehen haben.

Krieg und Frieden
(Bild ZDF)

Für bild.de meldete Uli Schüler aus St. Petersburg:

Es ist die teuerste, aufwendigste und größte deutsche TV-Produktion des Jahres!

Aber wurden die 26 Millionen Euro, die der Gebührenzahler jedenfalls teilweise finanziert hat, sinnvoll ausgegeben?
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“Scheiß-Privatfernsehen”

Oettinger (Jacques Grießmayer, CC-Lizenz)Endlich hat ein Politiker in der Debatte um Jugendgewalt deutliche Worte für die Medien gefunden. Wie die Frankfurter Rundschau heute berichtet, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident bei einem Neujahrsempfang in Markgröningen “Scheiß-Privatfernsehen”. Oettinger machte das Fernsehen verantwortlich für zunehmende Gewaltneigungen bei Jugendlichen. Angegriffen habe er damit RTL2 und Super-RTL, Sat.1 und RTL nahm er von der Kritik aus, so die FR. Oettingers Breitseite ist, vorsichtig gesagt, schwierig. Der Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Gewalt ist alles andere als gesichert.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Shoppen mit Murdoch

Nach kurzer Verhandlung lag Geld auf dem Tisch: Rupert Murdoch übernimmt 15 Prozent an Premiere – und das könnte erst der Anfang sein.

Premiere-Logo

In Spanien haben Toreros ?Cojones?, wenn sie wieder und wieder zum Stier in die Arena steigen. Sie haben Mut. Zweifelsohne hat der australische Medienmogul Rupert Murdoch Cojones. Er ist zum zweiten Mal im deutschen Medienmarkt auf Shoppingtour. Und steigt beim Pay-TV-Kanal Premiere ein. 287 Millionen Euro legt er für knapp 15 Prozent der Anteile hin. Die 16,4 Millionen Premiere-Aktien gab`s vom Kabelnetzbetreiber Unitymedia. Analysten gehen davon aus, dass Murdoch langfristig Premiere vollständig übernehmen wird.

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