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Facebook hat 2011 seinen kometenhaften Aufstieg in Deutschland fortgesetzt. Den Meilenstein von 25 Millionen aktiven Nutzern wird das soziale Netzwerk verfehlen – aber nur knapp.
Eine der interessanteren Fragen des Jahres lautete: Wie viele aktive Nutzer wird Facebook nach seinem einzigartigen Aufstieg in Deutschland zum Jahresende vorweisen können?
Ende März versuchte ich mich an einem Blick in die Glaskugel. Zu diesem Zeitpunkt hatte das soziale Netzwerk in Deutschland gerade die Marke von 17 Millionen aktiven Anwendern durchbrochen und wuchs mit monatlich mehr als einer Million. Meine damalige Prognose: Zum Jahresende dürften sich mehr als 25 Millionen, im Extremfall vielleicht sogar 30 Millionen Deutsche regelmäßig bei Facebook blicken lassen.
Ein Blick auf die jüngsten, von futurebiz mittels Facebooks Anzeigentool erhobenen Zahlen zeigt: Der Extremfall ist nicht eingetreten, und bei meiner Schätzung der 25 Millionen war ich einen Tick zu optimistisch – aber auch nur einen Tick.
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Technologie zur Fern-Körpervermessung erscheint auf den ersten Blick noch futuristisch. Händler, die dieses Verfahren zur Reife bringen, haben jedoch die Chance, im Textil-Versand eine Marktmacht zu erlangen, die diesen Bereich des elektronischen Handels grundlegend verändern könnte.
Flickr/JMR_Photography, CC BY 2.0
Die Geschäftsidee des 2010 gegründeten Berliner Startups
Upcload offenbart im aktuellen Entwicklungsstadium lediglich einen Bruchteil ihres Potentials.
Kunden im Textilien-Onlineversandhandel via Webcam per Körperscan aus der Ferne von der Notwendigkeit einer Anprobe zu befreien, wirkt zwar von technischer Seite aus innovativ, eine Einschätzung der Einsatzgebiete über Nischenmärkte im Bereich der Maßanfertigung des Textilhandels hinaus erschließt sich bei vordergründiger Beurteilung jedoch nicht ohne weiteres.
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2011 ist in der digitalen Welt viel passiert, auch wenn die ganz großen Überraschungen ausblieben. Geprägt war das Jahr vor allem vom unaufhaltsamen Aufstieg der digitalen Ökosysteme.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich freue mich ganz offen gestanden auf einige Tage der freiwilligen Informationsdiät. Zuvor bietet es sich aber an, das Internetjahr 2011 Revue passieren zu lassen. Es war ein ereignisreiches und spannendes Jahr, das jedoch wenige echte Überraschungen bot.
Auch wenn mir zum jetzigen Zeitpunkt noch die Distanz zu den Geschehnissen der vergangenen elfeinhalb Monate fehlt, glaube ich, dass in der Rückblende die Ausbreitung von Ökosystemen und Plattformen in die letzten Winkel der digitalen Sphäre die charakteristischste Entwicklung dieses Jahres darstellen wird: 2011 stand maßgeblich im Zeichen von Facebook, Google, Apple und Amazon.
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Vor zwei Wochen veröffentlichte foursquare für Betreiber von Websites eine Option, ihren Besuchern direkt aus dem Browser das Speichern von Ortsangaben per foursquare zu ermöglichen. Davon profitieren sowohl Geschäfte und Gastronomen als auch die Nutzer.
Am Wochenende besuchte ich die Website eines Restaurants, das mir empfohlen wurde, um zu schauen, wo genau es liegt. Das weiß ich nun auch, und eigentlich habe ich mir einen Besuch fest vorgenommen. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass ich dieses Vorhaben wieder vergesse, ist hoch. Immerhin prasseln auf den intensiv vernetzten Verbraucher relativ regelmäßig Empfehlungen für Gaststätten, Bars oder Geschäfte ein.
Zumindest bei den mittlerweile 15 Millionen Nutzern von foursquare könnten Gastronomen und Händler ganz einfach sicherstellen, dass ihre potenzielle Kundschaft den Gedanken des eingeplanten Besuchs nicht so leicht wieder verliert: Das New Yorker Location-Startup, das nach einer langen Orientierungsphase mittlerweile eine zukunftsträchtige Ausrichtung als vielseitige mobile Plattform gefunden zu haben scheint, veröffentlichte vor zwei Wochen den “Save to foursquare”-Button für Websites.
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Facebook stellt seinen im September eingeführten Abonnieren-Button ab sofort zum Einbau in externe Websites zur Verfügung. Medienangebote, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, geben Autoren die Gelegenheit, Leser dauerhaft an sich zu binden.
Die Bindung der Nutzer an einzelne Medienmarken nimmt ab, während parallel
immer mehr Journalisten selbst zur Marke werden. Dieser sich lange abzeichnende Trend, der durch den Bedeutungsverlust des Printmediums, durch auf algorithmischen und Freundes-Empfehlungen basierenden, von spezifischen Verlagsangeboten losgelösten Informationsbeschaffungsinstrumenten der digitalen Welt sowie dem Vorhandensein von Onlinetools zur Vernetzung vorangetrieben wird, erhält mit Facebooks
in der Nacht vorgestelltem Abonnieren-Button für Websites neuen Nahrung.
Mitte September präsentierte Facebook Nutzern die neue Funktion des Abonnierens von öffentlichen Status-Updates. Seitdem ist nicht mehr unbedingt eine beidseitig akzeptierte Freundschaft notwendig, um sich über das Befinden von Facebook-Kontakten per Newsfeed auf dem Laufenden zu halten – vorausgesetzt, eine Person hat das Abonnieren-Feature aktiviert und publiziert öffentliche Status-Updates.
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Eine Reihe neuer mobiler Dienste begeistert Anwender mit viel Liebe zum Detail und einem ausgeprägten Design-Fokus. Die Messlatte für das äußere Erscheinungsbild mobiler Apps liegt damit immer höher.
Wenn ich einen Blick auf das Design von mir häufig verwendeter mobiler Apps werfe, dann fällt mir zuerst das Prädikat “zweckmäßig” ein. Viele der Anwendungen, die ich oft nutze – von Facebook über WordPress, Yammer, foursquare, Instagram, LinkedIn oder Xing – versuchen augenscheinlich, durch Funktionalität zu überzeugen, nicht durch durch eine besonders schöne Benutzeroberfläche.
Doch in jüngster Zeit ist bei diversen frisch gestarteten mobilen Diensten ein veränderter Fokus festzustellen: Neben einem stimmigen Feature-Umfang legen diese Apps großen Wert auf eine ästhetische Präsentation sowie auf das Vorhandensein intelligenter Navigationselemente. Auch scheuen sie sich nicht davor, mit verschiedenen Darstellungsformen zu experimentieren.
Der Designfokus allein ist zwar keine Garantie für Erfolg, aber je mehr derartiger Apps ihren Weg auf unsere Smartphones finden, desto höher legen sie die Messlatte in puncto Interface und Usability. Das derzeit prominenteste Beispiel für die neue Generation besonders hübscher mobiler Services ist das aus San Francisco stammende mobile Social Network Path.
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Im Rahmen eines umfassenden Redesigns hat sich Googles Videoportal YouTube erstmalig dazu durchgerungen, dem Kontrahenten Facebook Sichtbarkeit auf der Plattform einzuräumen. YouTube kann damit nur gewinnen.
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Vor einem Jahr gab es noch kein Google+, allerdings eine Vielzahl von Gerüchten über Googles bevorstehenden, nächsten Vorstoß in den Social-Web-Bereich. Was Google damals zu übersehen schien, war die Tatsache, dass es mit YouTube bereits ein sehr populäres Social Network besaß. Mein damaliger Gedanke: Statt mit einem neuen Dienst (der später Google+ heißen sollte) bei null anzufangen, hätte Google YouTube ausbauen und zum Zentrum der Interaktion zwischen seinen Nutzer machen können.
Bekanntlich kam es anders. Doch mit einem umfassenden Redesign (angeblich das größte jemals) beschreitet das mit Abstand marktführende Videoportal, das täglich 3,5 Milliarden Videos zeigt, ab sofort einen Weg, den ich mir von dem Dienst schon lange gewünscht habe: Es erlaubt eine engere Verknüpfung mit anderen Social-Web-Services sowie ein deutlich “sozialeres” Videoerlebnis.
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Dem mobilen Chatdienst WhatsApp ist es trotz zahlreicher Konkurrenten, schwacher Differenzierungsmerkmale und der Übermacht Facebook gelungen, zwischen Smartphone-Nutzern ein alternatives Social Network aufzubauen.
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In letzter Zeit habe ich häufiger darüber nachgedacht, wie die Zukunft der rasant wachsenden mobilen Chat-Applikation WhatsApp aussehen könnte und ob sich hier nahezu unbemerkt ein neues Social Network mit globaler Reichweite und Bedeutung etabliert.
Bestätigt fühlte ich mich in diesen Überlegungen, als ich am Donnerstagabend in Zürich einen Vortrag über Trends im Social Web hielt und auf meine Frage, welche der rund 30 Anwesenden WhatsApp verwenden, geschätzte 80 Prozent den Armen hoben – ungefähr das gleiche Bild ergab sich, als ich nach Facebook-Mitgliedern fragte.
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Facebook und die US-Handelskommission FTC haben sich wie erwartet über den Umgang mit dem Datenschutz geeinigt. Künftig muss das Social Network Nutzer bei Veränderungen ihrer existierenden Privatsphäre-Einstellungen um Erlaubnis bitten – neue Funktionen sind davon aber nicht unbedingt betroffen.
Rechtzeitig vor dem geplanten Börsengang
mit einer angestrebten Bewertung von 100 Milliarden Dollar hat sich Facebook mit der US-Handelskommission FTC über künftige Regeln
im Umgang mit dem Datenschutz der über 800 Millionen aktiven Mitglieder geeinigt. Vorausgegangen waren Beschwerden von Verbraucherschutzorganisationen aus dem Jahr 2009 über die Art, wie Facebook die Privatsphäre-Einstellungen seiner Nutzer ohne deren Einverständnis eigenmächtig verändert.
Die Details der jetzt getroffenen Vereinbarungen ähneln in etwa dem, was vor drei Wochen über das Abkommen bekannt wurde. Möchte das Unternehmen die von Anwendern getätigten Privatsphäre-Optionen modifizieren, darf dies nicht mehr ohne deren ausdrückliche Zustimmung geschehen – wie es bei einem großen Update vor zwei Jahren eintraf. Zudem erhält Facebook die Anweisung, die Datenschutzbestrebungen in Form eines Privacy-Programmes zu formalisieren und dessen Implementierung alle zwei Jahre mit einer Laufzeit von 20 Jahren von einer unabhängigen Prüfungsfirma kontrollieren zu lassen.
In einem langen, aber inhaltlich dünnen Blogbeitrag verkündete Firmenchef Mark Zuckerberg gestern in diesem Zusammenhang die Ernennung von zwei “Chief Privacy Officern”
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Eine wachsende Zahl an Onlinediensten ermöglicht Nutzern das Kuratieren, Modularisieren und Remixen des Webs. Urheberrechtskonflikte sind programmiert.
Alle Nutzer, die öffentlich Inhalte ins Netz stellen, müssen sich stets fragen, inwieweit sie mit ihren Veröffentlichungen fremde Urheberrechte verletzen. Ist dies der Fall und wird das jeweilige Contentobjekt wie etwa ein Foto, ein Video oder
auch ein zu lang geratenes Textzitat nicht rechtzeitig entfernt, droht schnelle eine Abmahnung. Damit ist zwar die eigene Schuld noch nicht festgestellt, aber wer kein Interesse an einem zeit- und im schlimmsten Fall kostenintensiven Rechtsstreit hat, der versucht, sich gar nicht erst in eine solche Situation zu manövrieren.
Mit einer Welle neuer Onlineservices, welche das Zusammenstellen, Remixen und erneute Publizieren von im Netz verstreuten Inhalten ermöglichen, droht der stetig schwelende Konflikt zwischen Anwendern und Urhebern eine neue Dimension zu erreichen.
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