1501 Artikel in der Kategorie Analysen auf netzwertig.com.
Mit einem Kartenleseaufsatz für Smartphones stieß das von Twitter-Macher Jack Dorsey gegründete US-Startup Square in das Bewusstsein des lokalen Handels vor. Mittlerweile verfolgt das Unternehmen eine höhere Mission: Zahlungsprozesse am Point-of-Sale radikal zu vereinfachen und zu verbessern.
Das Bezahlen mit dem Smartphone in stationären Geschäften gehört zu den Wunschträumen zahlreicher Tech-Apologeten, IT- und Internetfirmen sowie Handelsunternehmen. Mit dem Übertragungsstandard Near Field Communication soll aus dieser Vision Realität werden.
Doch bis zum großen Durchbruch von NFC kann noch einige Zeit vergehen: Denn bisher unterstützen nur wenige Smartphones den Standard (das iPhone gehört nicht dazu), und auch für Geschäfte ist eine technische Aufrüstung erforderlich, um Kunden per NFC bezahlen lassen zu können. Und nicht zuletzt müssen die Verbraucher selbst erst lernen, wie sie mittels NFC bargeld- und kartenlos einkaufen können.
Square, der von Twitter-Co-Founder Jack Dorsey gegründete US-Anbieter eines Kartenlese-Aufsatzes für iPhone und Android-Smartphones, nutzt die allgemeine Aufmerksamkeit für das mobile Bezahlen, um eine eigene Lösung zu etablieren, die ganz ohne NFC auskommt und die es Kunden von beteiligten Geschäften ermöglicht, vor Ort Produkte oder Dienstleistungen zu erwerben, ohne dafür Bargeld oder eine Kreditkarte zücken zu müssen.
» weiterlesen
Von RideSharing über CarSharing bis hin zu TaxiSharing – eine wachsende Zahl von Startups aus Deutschland will Mobilität und Nachhaltigkeit mit Hilfe digitaler Technologien besser miteinander vereinbar machen.
Anfang 2011
beschrieben wir in einem Artikel, wie junge Startups aus Deutschland an Lösungen arbeiten, die das private Automobil zunehmend überflüssig machen sollen. Doch gut ein Jahr später zeigt sich, dass das damalige Treiben junger, webgestützter Firmen nur den Anfang eines breiten Trends markierte, in dessen Rahmen eine wachsende Zahl an Anbietern eine nachhaltigere und effizientere Autonutzung ermöglichen möchte.
Im damaligen Bericht erwähnten wir unter anderem das von flinc entwickelte Konzept einer Echtzeit-Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten über Smartphones und Navigations-Apps. Das Darmstädter Startup gehört heute zur Speerspitze dieser neuen Mobilitäts-Startups. Erst am Freitag veröffentlichten wir einen kleinen Statusbericht über das Unternehmen und sein über 50.000 Anwender zählendes “Mobilitätsnetzwerk”, das gerade durch eine sinnvolle Kooperation mit dem Carsharing-Dienst DriveNow von sich Reden macht.
» weiterlesen
Eine ganze Reihe von mobilen Apps will dabei helfen, mehr über Menschen aus der unmittelbaren Umgebung zu erfahren. Trotz einiger offensichtlicher Schwächen und einem verstörenden Logo besitzt vor allem der US-Dienst Highlight Potenzial.
Das SXSW-Festival im texanischen Austin – für viele begeisterte Technologie-Apologeten eine Art Pilgerstätte – ist zu Ende. Und während das jährliche Event in der Vergangenheit die Basis für Twitters und foursquares späteren Erfolg legte und seitdem als ultimatives Launchpflaster für aufstrebende Social-Applikationen gilt, herrscht in der Szene weitgehender Konsens darüber, dass wie schon 2011 auch in diesem Jahr kein Anbieter als offizieller Sieger im Kampf um die Aufmerksamkeit der Festivalbesucher hervorging.
Im Vorfeld besonders hoch waren die Erwartungen in Highlight, eine iPhone-App, die Anwender über interessante Personen in der unmittelbaren Umgebung informiert. Zwar gehörte Highlight zu einer ganzen Reihe von Startups, die ihre “People-Discovery-Anwendungen” in Austin bei dem kontaktfreudigen Publikum etablieren wollten, aber profitierte dank einiger einflussreicher Investoren (unter anderem Michael Arringtons Crunchfund) und gut vernetzter Unterstützter von Vorschusslorbeeren, die Konkurrenten verwehrt blieben. Wettbewerber Glancee äußerte sich entsprechend kritisch zu der Art, wie sich das deutlich jüngere Produkt Highlight mit Hilfe einiger Multiplikatoren in den Vordergrund drängte.
» weiterlesen
Das Internet der Dinge wird real, und Konsumenten stehen immer mehr onlinefähige Hardwarelösungen zur Verfügung, die Alltag und Lebensqualität verbessern. Deutsche Startups scheinen diesen Trend jedoch zu verschlafen.
Das aktuelle Jahr markiert den Übergang in eine neue Phase der Vernetzung: Neben herkömmlichen PCs, mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets sowie für spezielle Einsatzszenarien geschaffenen Medienkonsumgeräten mit Internetzugang stehen Konsumenten eine wachsende Zahl von Hardware-Produkten mit Netzverbindung zur Verfügung, die in völlig anderen Bereichen unseres Lebens zum Einsatz kommen sollen.
In diese Kategorie fallen Fitness-Messgeräte wie der Fitbit Ultra-Tracker, das Nike+ Fuelband oder der Schlaf-Tracker WakeMate genauso wie das Blutdruckmessgerät oder die Personenwage von Withings sowie das intelligente Thermostat Nest. Gemein haben sämtlicher dieser Gadgets eine Anbindung an das Web beziehungsweise an mobile Smartphone-Applikationen, wodurch verschiedene neuartige Mess- und Steuerungsfunktionen möglich werden.
Zwei übergeordnete Trends begleiten die Markteinführung derartiger, häufig von jungen, innovativen Startups entwickelten Produkte: Das Internet der Dinge sowie die Selbstquantifizierung. Omnipräsente Drahtlosnetze, günstigere Verfahren zur Herstellung von Sensoren sowie die praktische Anbindungsmöglichkeit an in nahezu jedem fortschrittlichen Haushalt zu findende Smartphones und Tablets ebnen den Weg für diese Entwicklung, die in den nächsten Monaten noch deutlich an Fahrt aufnehmen wird. » weiterlesen
Als Nebenprojekt hat der Entwickler Till Haunschild eine simple Facebook-App gebastelt, die Profilbild-Collagen generiert. Das Projekt kostet wenig Zeit, spült aber regelmäßig Geld in seine Kasse.
Dass Kleinst-Entwicklerschmieden und Ein-Mann-Startups heutzutage mit Anwendungen in den führenden Smartphone-App-Läden von Apple und Android attraktive Umsätze erzielen können, ist bekannt. 210.000 Jobs hat allein Apples App-Ökonomie in den USA geschaffen, so zumindest die Schätzung von Apple selbst. Anbieterübergreifend, also andere Plattformanbieter wie Google und Facebook inbegriffen, nähert sich die Zahl duch Apps geschaffener Stellen in den USA der Marke von 500.000 an, so eine Studie.
Für Entwickler, die eine clevere Idee haben und in Eigenregie eine Anwendung für eine der führenden Plattformen basteln, kann diese schnell zu einem lukrativen Geschäft werden – und dies trotz des im Optimalfall geringen Zeitaufwands, der eine Umsetzung als Neben- beziehungsweise Hobbyprojekt gestattet. Ein schönes Beispiel dafür liefert der Münchner Till Haunschild, der derzeit als Frontend- und Mobile-Entwickler beim Startup Toggla tätig ist.
» weiterlesen
Filmstudios und Internetunternehmen arbeiten an Lösungen, um das Kaufen von Filmen im digitalen Zeitalter wieder attraktiv zu machen. Zumindest im US-Markt zeichnet sich ein Konkurrenzkampf zwischen der Brancheninitiative UltraViolet und Apples iCloud ab.
DVD und Blu-Ray stehen vor der Ablösung durch neue cloudbasierte Filmformate. Erst vor kurzem
wurde bekannt, dass die nächste Generation der XBox wohl kein optisches Laufwerk mehr beinhalten wird. Sie befindet sich in guter Gesellschaft: ob iPad, Smartphone, Ultrabook oder MacBook Air – alle diese Geräte verzichten auf ein optisches Laufwerk und verwenden entweder USB-Speicher oder das Internet, um Inhalte abzuspielen. Diese Entwicklung stellt Studios und Nutzer gleichermaßen vor Herausforderungen. Einerseits führt sie zu der Frage, wie Filme auf diese Geräte kommen, und andererseits zu der, wie sich bereits gekaufte DVDs und Blu-Rays auf diesen Geräten nutzen lassen.
Momentan wird das Zugangsproblem meistens über Video-on-Demand-Angebote gelöst, die Filme über das Internet auf die Geräte streamen. Die Nutzer wiederum haben sich selbst geholfen und kurzerhand ihre DVDs digitalisiert oder die auf der Blu-Ray enthaltenen digitalen Kopien auf den PC und dann auf ihre mobilen Geräte übertragen. Trotzdem ist dieser Zustand für beide Seiten suboptimal. Das “Rippen” der DVD-Sammlung kostet Zeit und bringt rechtliche Problemen mit sich. Die Dominanz der VoD-Angebote hat gleichzeitig geringere Umsätze für die Studios zur Folge.
» weiterlesen
Noch ist die Zitatplattform Quote.fm ein Nischenphänomen. Doch sollte es dem Startup aus Hamburg gelingen, die Masse der Nutzer anzusprechen, wird es sich mit einigen wichtigen Fragen auseinandersetzen müssen – und die Art, wie Onlinetexte geschrieben werden, verändern.
Der Onlinedienst, der momentan bei digitalen Viellesern zumindest im deutschsprachigen Raum für die größte Beachtung sorgt und sich anschickt, ihr persönliches Informationsmanagement zu verändern, heißt Quote.fm. Wir haben in den vergangenen Monaten schon häufiger über das Startup aus Hamburg berichtet – nicht zuletzt deshalb, weil es sich dabei um einen der überraschenden Newcomer unter den Webdiensten 2011 gehandelt hat.
Mehrmals täglich empfehle ich mittlerweile über das Quote.fm-Bookmarklet empfehlenswerte Artikel mittels mal kurzer, mal längerer Textabschnitte – denn genau darum geht es bei dem kostenfreien Service, der kürzlich seine geschlossene Beta-Phase verlassen hat. Auch versuche ich, mindestens einmal pro Tag einen Blick in meinen Feed zu werfen, in dem sich die Zitate aus Onlinetexten ansammeln, die von den von mir abonnierten Quote.fm-Anwendern hervorgehoben wurden. Von einigen ausgewählten Mitgliedern des Dienstes beziehe ich außerdem den RSS-Feed.
Je mehr sich der Service in meinem Onlinealltag breit macht, desto häufiger stelle ich mir die Frage, welche Auswirkungen einige aktuelle Debatten rund um die Netzwelt auf die weitere Entwicklung des Dienstes haben werden, und auch, wie dieser unsere Art der Informationsverbreitung und -schaffung beeinflussen könnte. Denn klar ist: Sollte Quote.fm tatsächlich aus seiner momentan noch belegten Nische herauskommen und das zitatzentrische Empfehlungsprinzip für Content massentauglich machen – was eher unwahrscheinlich erscheint, aber nicht unmöglich ist – dann wird es gleichermaßen anecken und die Arbeit von Textproduzenten im Netz (Journalisten, Blogger, Website-Betreiber etc.) verändern.
» weiterlesen
Das Internetgeschäft ist extrem schnelllebig. Startups kommen und gehen. Erfolgreich etablierte Plattformen allerdings haben eine deutlich längere Lebenserwartung.
Die Welt des Internets und seiner führenden Anbieter ist schnelllebig. Startups und Onlinedienste, über die heute jeder redet, könnten schon morgen (oder in einem Jahr) in der Versenkung verschwunden sein. Dies ist eine Tatsache,
die sich Anwender bewusst sein sollten, und die bei Beobachtern der Branche weitgehend als Binsenweisheit gilt.
Doch die Einsicht, dass Webangebote und die dahinterstehenden Unternehmen vergänglich und kurzlebig sind, führt immer wieder zu dem Trugschluss, dass dies ausnahmslos für alle Internetfirmen und insbesondere für solche aus dem Social-Web-Segment gelten muss. Wer hat nicht schon einmal die Behauptung gehört, Facebook könnte jederzeit das Schicksal von MySpace erleiden?!
Startups und Webservices kommen und gehen – das stimmt. Aber erfolgreiche Plattformen bleiben (länger). Letzterer Aspekt wird gerne übersehen, ist aber ein immer wichtiger Faktor des digitalen Ökosystems und eine unterschätzte Konstante in der sich täglich verändernden digitalen Welt.
» weiterlesen
Unglaubliche 90 Millionen Mal wurde die von der Hilfsorganisation Invisible Children verbreitete, heftig kritisierte Video-Dokumentation innerhalb von einer Woche abgerufen. Der Fall zeigt, wie viel Verantwortung mittlerweile auf den Schultern der Anwender liegt – und wie sich diese nicht immer darüber im Klaren sind.
Der Film der US-Non-Profit-Organisation Invisible Children, “Kony 2012″, wird zweifellos in die Geschichtsbücher der digitalen Welt eingehen. Noch nie zuvor gelang es einer Kampagne, in derartig kurzer Zeit eine globale Bekanntheit zu erreichen. Fast 90 Millionen Mal wurde der Clip bei
Vimeo und
YouTube innerhalb von knapp einer Woche abgerufen. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist die mit 30 Minuten auch ungewöhnlich lange Produktion damit das bis dato viralste Onlinevideo jemals.
Eine Reihe von in den letzten Tagen veröffentlichten Artikeln werfen ein kritisches Licht auf die Kampagne von Invisible Children – einer Organisation, die zwar seit 2005 eine Sichtbarkeit im Netz aufweist, die aber den meisten in den letzten Tagen mit ihr in Kontakt gekommenen Menschen bisher kein Begriff gewesen sein dürfte. Moniert wird unter anderem der prozentual geringe Anteil der Spendengelder, der in die eigentliche Hilfsarbeit fließt, sowie die Tatsache, dass der Film Sachverhalte falsch darstellt und durch Manipulation und das Betätigen der Tränendrüse versucht, Betrachter zu einer monatlichen Spende zu bewegen.
» weiterlesen
Während kostenlose Messenger-Dienste die App-Charts dominieren, lanciert eine Allianz von Netzbetreibern einen kostenpflichtigen „SMS-Nachfolger“. Marktbeobachter zweifeln an den Erfolgsaussichten des Modells. Dieses bietet jedoch auch Chancen.
Foto: Flickr/Jhaymesiviphotography, CC BY 2.0
Die Vorstellung, zukünftig
via Joyn mit jedem der eigenen Telefonkontakte über ein offenes, hardwareunabhängiges und weltweit standardisiertes System chatten und Dateien austauschen zu können, klingt verlockend. Ohne Barrieren – wie zusätzlichen Installationsaufwand oder die Unterschiede in Funktionalität und Handhabung einzelner, proprietärer Systeme – sollen vor allem technisch weniger versierte Kunden angesprochen werden. Die Anwendung wird ab der kommenden Smartphone-Generation bereits seitens der wichtigsten Hardware-Hersteller vorinstalliert sein, vergleichbar iMessage unter iOS. Für ältere Modelle sind Update-Möglichkeiten via App-Stores in Planung.
» weiterlesen