1983 Artikel in der Kategorie Analysen auf netzwertig.com.

Zwei Milliarden Dollar für Oculus VR:
Facebook wandelt auf den Spuren von Google

Für zwei Milliarden Dollar übernimmt Facebook das Virtual-Reality-Startup Oculus VR. Wie Rivale Google zeigt der Konzern damit, dass er sich nicht vor gewagten Investitionen mit einem extrem langfristigen Zeithorizont scheut.

Die Zeiten, in denen sich die weltweit führenden Internetfirmen bei Akquisitionen auf Teams, Lösungen und Technologien konzentrierten, die für ihr Kerngeschäft unmittelbar oder in naher Zukunft Nutzen haben, sind vorbei. Nachdem schon Google seit längerem darauf setzt, sich Firmen einzuverleiben, von deren Know-how und Netzwerk es frühestens in einigen Jahren ernsthaft profitieren würde, scheint sich auch Facebook mit einer derartigen Investitionsstrategie anzufreunden. Der Kauf von WhatsApp beispielsweise bringt dem sozialen Netzwerk vorläufig gar nichts, könnte allerdings auf lange Sicht wichtige Marktanteile sichern und Erlösquellen erschließen, hofft Facebook. Wenige Wochen nach der Bekanntgabe der Akquisition des Messengers für bis zu 19 Milliarden Dollar schlägt Mark Zuckerberg erneut zu und kauft das zwei Jahre alte Virtual-Reality-Startup Oculus VR für zwei Milliarden Dollar in bar und Aktien. » weiterlesen

Virales Empfehlungsmarketing bei Airbnb, Uber, Hotel Tonight & Co:
Die Zeiten für Nutzer sind besser denn je

Zahlreiche Buchungsplattformen für Reisen und Mobilitätsdienste folgen dem Vorbild Dropbox und implementieren Empfehlungssysteme, von denen Werbende und Geworbene profitieren. Zusätzlich bieten Rabattcoupons beträchtliche Nachlässe. Nutzer profitieren im großen Stil.

OMG

Nutzergetriebenes Empfehlungsmarketing im Netz ist ein altes Phänomen und insbesondere in Form von Affiliate-Modellen omnipräsent. Viele Onlineshops bieten Kunden die Möglichkeit, Produkte über ihre Websites, Blogs oder Social-Networking-Profile weiterzuempfehlen und im Falle vermittelter Verkäufe eine Provision einzuheimsen. Dieses System hat sich zwar bewährt, bringt aber das Problem mit sich, dass nur zwei von drei Parteien von dem Verfahren profitieren, nämlich der Shopbetreiber sowie der Empfehlende. User hingegen haben keine Vorteile – im schlimmsten Fall werden sie sogar zum Erwerb von Produkten animiert, die Empfehlende allein wegen der Umsatzprovision anpreisen, nicht aus persönlicher Überzeugung oder Erfahrung. » weiterlesen

Trotz Netflix und Chromecast:
Wir werden auf lineares Fernsehen nie verzichten wollen

Zattoo vermeldet für die kleine Schweiz den Rekord von 1 Million aktiven Nutzern in einem Monat. Und das, wo Video on Demand langsam unsere Wohnzimmer erreicht. Das lineare Fernsehen wird sich verändern, aber sterben wird es nie.

Zattoo

Zattoo

Als Gadgetblogger mit einem wenig smarten Fernseher habe ich in dieser Woche die Chance genutzt und Watchever auf einem Chromecast ausprobiert. Ich habe mir den Stick aus Interesse und weil ich von der Möglichkeit las, bereits vor einigen Monaten bei Amazon in den USA bestellt – und ihn nach dem ersten Test kaum noch benutzt. Nach dem Verkaufsstart des Sticks in Deutschland in dieser Woche war Watchever als erster offizieller Partner mit dabei und der Chromecast endlich mit Videos aus einer Flatrate gefüllt. Da war sie also nun in meinem Wohnzimmer: die Zukunft des Fernsehens. Ich guckte mir auch prompt eine Serienfolge via Chromecast an – und schaltete danach wieder auf ProSieben um.

Warum? Weil mir anders als den Programmbossen die Ideen ausgingen, was ich noch spontan so hätte gucken können. Weil lineares Fernsehen mehr ist als nur reines Programm. Weil ich dort in der Werbung und den Programmvorschauen auf neue Ereignisse, oft auch neue Songs und Künstler aufmerksam gemacht werde. Weil ich neue Sendungen sehe, die ich mir wohl nie angeschaut hätte, wenn ich sie mühsam selbst hätte auswählen müssen. Ich würde derzeit auf lineares Fernsehen nicht verzichten wollen – und ich teile damit offenbar eine Vorliebe mit meinen Schweizer Kollegen. Denn für die Alpenrepublik zählte der Online-TV-Anbieter Zattoo für den vergangenen Monat erstmals mehr als 1 Million eindeutige Benutzer im Monat. » weiterlesen

Beliebter Smartphone-Trend:
Spiele Games und rede darüber

Die Technikpresse sucht täglich nach spannenden neuen Geschichten und schrieb dabei zuletzt immer häufiger über besonders erfolgreiche Mobile Games. Spiele für Smartphones und Tablets und vor allem der Austausch darüber liegen im Trend. Die Spieler definieren die soziale Komponente dabei selbst.

Wooga Jelly Splash

Wooga Jelly Splash

Ein ungeschriebenes Gesetz im Journalismus lautet: Für alles, was du beweisen willst, findest du auch irgendwo eine Statistik. Meine stammt von Comscore, noch aus dem Frühjahr 2012 und besagt, dass 40 Prozent der Smartphone-Nutzer in den fünf größten EU-Ländern mindestens einmal im Monat auf ihren Geräten spielen, mehr als zehn Prozent sogar täglich. Das Spielen auf dem Smartphone übertraf damit sogar das Musikhören oder den Austausch auf einem Social Network.

Das ist nun zwei Jahre her. Social Networks sind seitdem Alltag und fast etwas dröge geworden. Mit News werden wir überschüttet, mit Produktivitäts-Apps sowieso, die Suche nach dem nächsten großen Startup bleibt seit langem unerfüllt. Trotzdem ist es zum Ritual geworden, sich nicht langweilen zu lassen, schon gar nicht, wenn man auf jemanden warten muss. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass die Menschen zunehmend auf ihrem Smartphone spielen, wenn sie Wartezeit irgendwie überbrücken müssen oder auch, wenn sie mal ein paar Minuten abschalten wollen. Mehrere der größten Hypes der vergangenen Wochen gingen dabei auf das Konto mobiler Spiele. » weiterlesen

Android Wear:
Die Google-Now-Smartwatch kommt, doch wo bleibt Google Now?

Google hat mit Android Wear die Bahn zu einer Google-Now-Watch und zur Integration spannender neuer Dienste in Smartwatches frei gemacht. Da wird es Zeit, ein wenig Kritik am Entwicklungsstand von Google Now zu üben.

Android Wear

Android Wear

Als Google Now vor anderthalb Jahren an den Start ging, da war ich begeistert und ich bin es über das Kontept auch jetzt noch: Die Möglichkeit, mich immer über das zu informieren, was ich gerade wissen muss, ist eine fantastische Möglichkeit. Mit dem gestern veröffentlichten Android Wear geht Google gar noch einen Schritt weiter und will diese Informationen direkt auf Smartwatches an unserem Handgelenk anzeigen. Die Android-Erweiterung soll bereits in Kürze auf den ersten Smartwatches von LG und Motorola zum Einsatz kommen, und natürlich wird das erst der Anfang sein. Es wird tolle Möglichkeiten geben, wie Google sie in einem munteren Video dazu in Aussicht stellt.

Das Problem ist nur, dass ich davon so schnell nichts haben werde. Google Now bringt mir in der jetzigen Version an meinem Standort keinen Nutzen und oft frage ich mich, warum Google sich mit der Entwicklung derart schwer tut. » weiterlesen

Einfach mal zu Hause bleiben:
Warum die Möglichkeiten des Home Office immer noch unterschätzt werden

Heimarbeit ist in Deutschland auf dem absteigenden Ast. Dabei ist die Möglichkeit gerade bei Webworkern eine gute Alternative, die auch immer größeren Verkehrsproblemen entgegen wirken kann. Es wird Zeit, mit einigen Vorurteilen gegen das Home Office aufzuräumen.

Meinem Wohnort Bonn droht heute ein Verkehrsinfarkt. Bereits seit einer Woche sorgt die Sperrung einer Brücke im Bundesviertel für massive Probleme, nun kommt auch noch ein ganztägiger Streik im Öffentlichen Dienst hinzu, der den Nahverkehr trifft. Den ganzen Tag über sollen in der Stadt kein Bus und keine Bahn fahren. Und das, wo täglich rund 125.000 Menschen nach Bonn pendeln und etwa halb so viele die Stadt zum Arbeiten verlassen. In eurem Wohnort sieht es angesichts der Warnstreiks in mehreren Bundesländern womöglich ähnlich aus.

Ich werde mir das Chaos mit einer Tasse Kaffee von meinem Balkon aus anschauen. Häme ist das nicht, aber verstehen kann ich ebenso wenig, wie unpopulär das Arbeiten von zu Hause aus geworden ist, dass viele Arbeitgeber wie die derzeitige Yahoo-Chefin Marissa Mayer es strikt verbieten, Arbeitnehmer eher Nachteile fürchten und Heimarbeit laut einer aktuellen DIW-Studie sogar ein rückläufiger Trend ist. Trotz des Pendelstresses, trotz Smogs in Metropolen wie Paris oder Peking. Vielleicht ist es an der Zeit, mit einigen Mythen des Home Office aufzuräumen. » weiterlesen

Mein Wunsch an @twitter:
Eine Funktion, um Tweets an einzelne Personen zu schicken

Regelmäßig weise ich einzelne Personen gezielt auf Tweets hin, die in meiner Twitter-Timeline auftauchen. Doch oft weiche ich für die Empfehlung auf andere Kanäle oder Konkurrenzprodukte aus. Besser wäre, wenn es dazu innerhalb des Dienstes eine Funktion gäbe.

TwitterMehrmals pro Woche und manchmal sogar mehrfach pro Tag stoße ich in meiner Timeline auf Tweets, die ich unbedingt ausgewählten Personen zugänglich machen möchte. Meist versende ich sie per E-Mail, gelegentlich verschicke ich den Link zum Tweet auch per Facebook-Nachricht. Gerade fiel mir auf, wie seltsam es eigentlich ist, dass mich Twitter zu solchen Umwegen zwingt. Erst recht, wenn man bedenkt, dass die Empfänger dieser manuell von mir geteilten 140-Zeichen-Nachrichten meist selbst aktive Nutzer des Microbloggingdienstes sind. Aus diesem Grund wünsche ich mir von Twitter die Einführung einer nicht öffentlichen “Send Tweet to a follower”-Funktionalität. » weiterlesen

Politik in den USA:
Die größte aller Filterblasen

Filterblasen sind kein auf das Internet beschränktes Phänomen. Auch die verfahrene politische Lage der USA erinnert an eine solche Blase. Im Netz sind Filterblasen relativ leicht zu durchbrechen – wenn man nur möchte.

filterbubbleVor knapp drei Jahren sorgte Eli Parisers Buch “Filterblase” (The Filter Bubble: What the Internet Is Hiding from You) für Aufsehen. Damit prägte der studierte Jurist und Politologe einen Begriff, der seitdem immer dann herangezogen wird, wenn irgendwo in der digitalen Sphäre Menschen mit ähnlicher Weltsicht oder Meinung Gefahr laufen, von konträren Sichtweise nichts mitzubekommen, entweder in Folge algorithmischer Personalisierung (etwa Google-Trefferlisten) oder manueller Kuration (beispielsweise selektiv gefolgte User bei Twitter).

Gerade habe ich ein Buch zu Ende gelesen, das sich in einem Teil ebenfalls mit der Filterblase befasst, ohne diese aber beim Namen zu nennen oder sich spezifisch auf das digitale Leben zu fokussieren. In “The Righteous Mind” von Jonathan Haidt steht stattdessen die polarisierte politische Landschaft der Vereinigten Staaten im Mittelpunkt, wobei diese eigentlich nur als Hilfsmittel dient, um zu erklären, was menschliche Moralvorstellungen beeinflusst und wieso Personen mit ähnlichen Lebensläufen komplett unterschiedliche Weltanschauungen entwickeln können. Ich hatte das Werk bereits vor einigen Wochen kurz erwähnt. Mittlerweile kann ich konstatieren, dass ich inhaltlich und in Sachen Erkenntnisgewinn schon lange nicht mehr derartig viel von einer Lektüre mitgenommen habe. » weiterlesen

Flappy-Bird-Macher Dong Nguyen:
Ein echter Held

Mitten während des Höhepunkts der Hysterie um die Spiele-App Flappy Bird entschloss sich ihr Macher, die Verbreitung der Anwendung aus einem Verantwortungsbewusstsein heraus zu beenden. Das macht Dong Nguyen zu einem Helden und Vorbild.

Flappy BirdDie Aussicht auf großen Reichtum, die Aggressivität und Systematik, mit der Akteure Märkte einnehmen und Wettbewerber aus dem Geschäft drängen, sowie der fragwürdige Gestalten anlockende hohe Status des Webentrepreneurs hat zur Folge, dass bei vielen die Netzwirtschaft prägenden Entscheidungen Kriterien abseits wirtschaftlicher Faktoren keinen Platz haben.

Mit Julian Assange oder Edward Snowden sind zwar in den letzten Jahren Personen in Erscheinung getreten, die alle anderen persönlichen und monetären Beweggründe ihren Ideale unterordneten. Doch eigentlich kann man beide nicht dem Kreis der klassischen Webwirtschaft zurechnen. Mit Dong Nguyen, dem Macher des Überraschungs-Spielehits Flappy Bird, blickt die Onlinewelt nun aber erneut auf einen Mann mit echten Idealen. » weiterlesen

Frauen erobern Berlins Startup-Szene:
Gründerinnen machen mobil – und in der Schweiz?

In Europas Startup-Hauptstadt Berlin machen zurzeit vor allem die Gründerinnen von sich reden – mit erfolgreichen Startups, neuen Ideen und charmanten Initiativen wie etwa Geekettes. Frauen erobern die Startup-Szene in Berlin und wollen nicht länger den Männer die Gestaltung der Zukunft überlassen. Doch wie steht es um Frauen in Schweizer Startups?

GeekettesFrauen sind in der Startup-Szene noch immer eine Ausnahme. Die Gestaltung des Internets und die Gründung von Tech-Unternehmen sind von Männern dominiert. Bei Konferenzen, Startup-Treffen und Workshops fallen die wenigen Frauen auf, einige Startups stellen absichtlich keine Frauen ein, weil sie die Programmierer von der Arbeit ablenken würden. Dazu kommt das Klischee, Frauen hätten keine Ahnung, wenn es um Technologie geht. All diese Klischees werden in der Berliner Startup-Szene nun gerade gewaltig über den Haufen geworfen: In den Medien werden zurzeit vor allem erfolgreiche Gründerinnen porträtiert, zahlreiche Startups heuern Frauen an und neue Initiativen wollen mehr Frauen zur Gründung ihres eigenen Unternehmens ermutigen.

Gründerinnen machen bei Geekettes mobil

Eine dieser Gruppe junger Startup-Gründerinnen nennt sich Geekettes. Founderin Jessica Erickson hat mittlerweile über 500 Frauen aus Startups für diese Gemeinschaft gewonnen. Der Name kommt von Geeks, Computerfreaks, also Geekettes. Ihre Mission: Sie will angehende und etablierte Tech-Innovatoren begeistern und sie für die Entwicklung, das Design und die Führung von Web-Startups oder auch allgemein Jungunternehmen gewinnen. Dazu führen sie Mentorship-Programme durch, organisieren Workshops und Netzwerk-Events in Berlin, aber auch in New York, London oder Maastricht.

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