Alle 943 Artikel in der Kategorie Analysen auf netzwertig.com:

Finanzkrise:
Was die Krise für die
Startup-Finanzierung bedeutet

Andreas Göldi, 9. Oktober 2008 um 16.28 Uhr, 20 Kommentare Kommentare

Börsen im Sinkflug, Ladehemmung im Kreditsystem, drohende weltweite Rezession: Inzwischen ist längst klar, dass auch die Internetbranche von der aktuellen Wirtschaftskrise nicht verschont bleiben wird. Aber was heisst das für die Zukunft des Sektors, insbesondere für Startups, die Kapital suchen? Wie sollte man sich als Jungunternehmer jetzt verhalten?

(Bild: Keystone)

Veteranen des Dot-Com-Crashs haben in diesen Tagen ein Deja-Vu-Erlebnis nach dem anderen. Schon 2000/2001 fielen die Börsenkurse dramatisch, und schon damals gaben Politiker und Analysten tapfer Wird-schon-nicht-so-schlimm-Durchhalteparolen heraus. Viele glaubten nicht, dass die Probleme im Finanzmarkt auf die Realwirtschaft durchschlagen würden. Und schon damals dachten viele in der Internetbranche, dass es natürlich vielleicht die anderen (unseriösen!) Firmen verdientermassen treffen werde, aber natürlich niemals das eigene, hervorragend positionierte Unternehmen. Kapital für gute Unternehmen wird es immer geben, hörte man damals. Das alles stellte sich als falsch heraus, und die ähnlich gelagerten Hoffnungen werden auch diesmal wohl leider müssig sein.

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Digg sollte StumbleUpon kaufen

Marcel Weiss, 9. Oktober 2008 um 9.49 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

eBay will StumbleUpon verkaufen, so lauten die Gerüchte. Om Maliks Idee: Digg sollte zuschlagen.

Gerüchte besagen, dass eBay sein SocialBookmarking/Discovery-Dienst StumbleUpon wieder verkaufen will. Nicht erstaunlich, richtig integriert oder überhaupt von eBay genutzt wurde die im April 2007 gemachte Akquistion nie.

Om Malik spielt in diesem Licht einen interessanten Gedanken durch: Seiner Meinung nach sollte eBay StumbleUpon an Digg veräußern für einige Anteile am dadurch entstehenden SocialMedia-Gorilla.

Die Idee ist meiner Meinung nach ausgesprochen clever. Digg ist bereits mit über 30 Millionen Unique Visitors pro Monat der einzige, richtig große Hit im ‘Social News’-Bereich. Der einzige Dienst, der einen ähnlichen Erfolg in Sachen Reichweite verzeichnen kann, ist StumbleUpon, das mit über sechs Millionen angemeldeten Nutzern um Größenordnungen größer ist als selbst delicious.

Die Verbindung der Daten der User-Bewertung der beiden größten Dienste in dem Gebiet der sozial gepowerten Entdeckung neuer Websites könnte ungeahnte Möglichkeiten mit sich bringen. Nicht nur für die User, die über die exzellente Empfehlungsengine von StumbleUpon etwa noch besseres Material zum Diggen vorgelegt bekommen könnten. Erst diesen Sommer hat digg seinen eigenen Empfehlungsalgorithmus eingeführt. Eine Verbindung aus Digg und StumbleUpon wäre außerdem ein Monster von einer Site, ein “Social Media Powerhouse”, wie es Malik bezeichnet.

» Why Digg Should Buy StumbleUpon - GigaOM

iPhone vs. Android:
Apple bleibt auf halber Strecke stehen

Marcel Weiss, 27. September 2008 um 9.14 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

Während das erste mit Android laufende Mobiltelefon in den USA auf den Markt kommt, sperrt Apple weiterhin nützliche Applikationen für das iPhone. Ein Lehrstück im Plattform-Aufbau.

Ich hatte bereits letzte Woche zur Verbannung der Applikation Podcaster geschrieben :

“Wenn Apple so weiter macht, sind die Tage für die iPhone-Plattform zwar immer noch reichlich, aber doch gezählt. Wenn Apple Applikationen ablehnt, nachdem sie teuer entwickelt wurden, weil sie mit eigenen Apple-Produkten konkurrieren, geht das Vertrauen in die iPhone-Plattform stückweise bei den Entwicklern verloren.”

Podcaster war kein Einzelfall, das war bekannt. Diese Woche wurde Mailwranlger vom AppStore verbannt. Wieder ein Programm, das etwas ermöglichte, dass anderweitig nicht möglich war - Einloggen in mehrere GMail-Accounts gleichzeitig -, und von Apple mit der Begründung abgelehnt wurde, die Applikation ‘dupliziere die Funktionalität des in das iPhone eingebauten Mail-Programms’. Auch hier wieder: Die Applikation bot wie ‘Podcaster’ eine zusätzliche, nützliche Funktion und wurde dennoch abgelehnt.

Interessant ist dieses Verhalten vor allem im Zusammenhang mit dem diese Woche ersten in den USA veröffentlichten Mobiltelefon, das mit Googles Android läuft: Das HTC G1 .

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Die 4 Formen kostenloser Angebote

Marcel Weiss, 25. September 2008 um 8.30 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Autor Chris Anderson identifiziert vier Formen kostenloser beziehungsweise nichtmonetärer Angebote.

Chris Anderson, Autor von “The Long Tail” (siehe unter anderem Wikipedia), steckt in der heißen Phase für sein neues Buch “Free”. In seinem neuen Buch beschäftigt er sich mit Erlösmodellen, welche als wesentliche Komponente kostenlos angebotene Dienste haben. Siehe hierzu auch seinen sehr ausführlichen Artikel im wired-Magazine von vor einiger Zeit.

In einem Artikel auf seinem Blog hat sich Anderson jetzt mit einem Kapitel aus seinem neuen Buch auseinandergesetzt, in dem er versucht die verschiedenen Formen kostenfreier Angebote zu identifizieren.

Nach ersten Anfangsschwierigkeiten identifiziert Anderson jetzt folgende Erscheinungsformen:

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Die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Web

Martin Weigert, 22. September 2008 um 8.02 Uhr, 19 Kommentare Kommentare

Wie werden Finanzkrise und Konjunkturschwäche das Internet und seine Startups treffen? Welche Chancen ergeben sich aus der aktuellen Entwicklung? Eine Analyse der Zukunftsaussichten für Onlinedienste und das Web 2.0.

Wall Street

Wall Street

Als in der vergangenen Woche die Finanzkrise ihren bisherigen Höhepunkt erreichte und auf einen Schlag 2,3 Billionen Dollar vernichtet wurden, blieb es in der Blog- und Web-2.0-Szene auffallend ruhig. Im Vergleich zu der exzessiven und teilweise von weltuntergangsähnlichen Szenarien geprägten Berichterstattung der großen Onlinezeitungen hielten sich die Blog-Beiträge zum Thema in Grenzen. Auch in meinem Twitter-Stream widmete man sich zumeist den üblichen Erlebnissen und Banalitäten des Alltags.

Obwohl es zu begrüßen ist, dass die internationale Blog- und Tech-Szene angesichts der turbulenten und bedenklichen Ereignisse nicht sofort in kollektiven Pessimismus verfällt, stellt sich dennoch die Frage, wie sehr das Web 2.0 und seine Startups von den Folgen des sich ankündigenden Wirtschaftsabschwungs betroffen sein werden.

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iPhone und der Podcaster:
Apple zeigt, wie man eine Plattform nicht leitet

Marcel Weiss, 17. September 2008 um 7.35 Uhr, 15 Kommentare Kommentare

Apple verbannt die Applikation Podcaster von der iPhone-Plattform. Langfristig als Verhalten ein Schuss ins iPhone-Knie.

Die Nachricht ging die letzten Tage durch diverse Blogs und Nachrichtendienste: Apple hat die Applikation Podcaster aus dem AppStore verbannt. Mit Podcaster können Podcasts direkt auf das iPhone oder den iPod Touch geladen werden, ohne den Umweg über iTunes gehen zu müssen.

Apples Begründung für die Sperrung: Podcaster dupliziert die Funktionalität der Podcast-Sektion von iTunes. Mehr zum Vorgang, zur Vorgeschichte mit anderen App-Sperrungen und zu einigen Reaktionen von Entwicklern auf dem fscklog.

Ein paar Anmerkungen:

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Geschäftsmodelle im Netz:
Man muss nicht an jedem
Nutzer verdienen

Marcel Weiss, 16. September 2008 um 8.00 Uhr, 25 Kommentare Kommentare

Die spezifischen Vorteile des Webs zu nutzen, hilft, um im Netz erfolgreich Geld zu verdienen. Das kann auch bedeuten, nicht Jeden abzukassieren, der das eigene Produkt nutzt.

Das meiner Meinung nach vielversprechendste Prinzip eines Geschäftsmodells im Web ist unter dem Namen Freemium bekannt. Was bedeutet Freemium? Definitionen findet man auf der englischsprachigen Wikipedia und in diesem Artikel von VC Fred Wilson, mit dem der Begriff seinerzeit seinen Anfang nahm.

Bei Freemium bietet der Webdienst-Anbieter einen kostenlosen Basisaccount für die meisten User und einen kostenpflichtigen Premiumaccount für die Poweruser an.

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Facebook:
Wie Windows in der Cloud

Martin Weigert, 14. September 2008 um 16.41 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

Facebook will zum Betriebssystem im Web werden. Neue Funktionselemente, die an das heimische Betriebssystem erinnern, verdeutlichen dies.

Facebooks Ambitionen, zu einer Art Betriebssystem im Web zu werden, sind bekannt. Bereits die initiale Version der neuen Benutzeroberfläche war ein Schritt in diese Richtung. Seit einigen Tagen aber besteht endgültig kein Zweifel mehr daran, welches Gefühl Mark Zuckerberg und sein Team den über 100 Millionen aktiven Mitgliedern geben wollen: die Vertrautheit des heimischen Desktops, kombiniert mit den Vorteilen eines sozialen Netzwerks.

Nach einer neuerlichen Überarbeitung des Facebook-Interfaces erinnert die Leiste, die bisher für Facebook Chat reserviert war und bei jedem Seitenaufruf innerhalb von Facebook am unteren Rand erschien, nun stark an die Taskleiste gängiger Desktop-Betriebssysteme. Ein Klick auf den links platzierten Menüpunkt “Anwendungen” öffnet ganz im Stil von Windows eine Liste mit allen installierten Applikationen. Außerdem lassen sich sechs Shortcuts zu häufig eingesetzten Anwendungen in der Leiste ablegen - eine Reminiszenz an die Windows-Schnellstartfunktion.

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TC50 und DEMOfall08:
Im Valley nichts Neues

Marcel Weiss, 12. September 2008 um 17.55 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Nach einer Woche an neuen Startups im dreistelligen Bereich, ist es nun Zeit für ein Fazit. Kurz: Im Großen und Ganzen ernüchternd.

Wir haben die interessantesten Startups der diesjährigen Techcrunch50 und DEMOfall diese Woche über vorgestellt. Man verstehe mich jetzt nicht falsch: Fitbit (unser Review) für fitnessbewusste Menschen mit seinem Hardware-Sensor ist ein interessantes und durchaus gut durchdachtes Startup (auch, wenn der Sensor selbst sich erst noch bewähren muss). Der TC50-Gewinner Yammer (unser Review), ein Twitter-Klon für den Enterprise-Gebrauch, ist ebenfalls kein schlechtes Startup. Ebenso ist Markus’ persönliches Highlight GoodGuide nicht schlecht. Und auch die anderen von uns vorgestellten Startups verfolgen interessante Ansätze.

Aber.

Wo ist der große Wurf? Wo sind die Visionen und die Innovationen? Während die in San Diego auf der DEMOfall08 vorgestellten Startups mich größtenteils kalt gelassen haben, kann ich über den Gewinner in San Francisco, Yammer, zumindest sagen, dass es ein stimmiges und für einige Unternehmen sicher nützliches Produkt ist.

Aber mal im Ernst: Die Übersetzung eines Konsumentenprodukts hinüber in den Enterprise-Bereich ist das Beste, was die Internetbranche aktuell neu anzubieten hat?

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Google Chrome:
Der Anfang von etwas Großem

Marcel Weiss, 3. September 2008 um 6.13 Uhr, 71 Kommentare Kommentare

Der Browser Google Chrome ist live. Google zeigt mit seinem Browser, was die Zukunft für die Webnutzung bereithält. Chrome ist gebaut worden, um Web-Applikationen laufen zu lassen, nicht um Websites darzustellen.

Zunächst: Chrome geht nicht mit offensichtlichen, bahnbrechend neuen Features an den Start. Wer die Berichterstattung über Google Chrome verfolgt hat, weiß das bereits. Das Besondere von Googles Browser steckt zu einem guten Teil unter der Haube und in seinem Gesamtkonzept, das nicht unbedingt offensichtlich ist.

Chrome de la Chrome

Um zu verstehen, warum Google einen weiteren Browser auf den Markt wirft, anstatt sich etwa noch mehr bei Mozilla einzubringen, muss man sich Googles Zielsetzung bei Chrome näher anschauen.

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