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Apple macht’s vor, andere machen’s nach:
Schönheit als Erfolgsrezept

Immer mehr Unternehmen erkennen, welches Kriterium heute maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg entscheidet: ob Produkte und Dienste schön sind und die Sinne ansprechen. Nicht nur Apple baut darauf.

Die westliche Welt steht vor dem Eintritt in eine neue Ära: Eine Zeit, in der Design und Ästhetik nicht mehr länger nur die Leidenschaft einer kleinen, gutbetuchten Minderheit darstellen. Nach einem Jahrhundert des Wohlstandsaufbaus und der Befriedigung grundlegender Konsumbedürfnisse durch stark marketinggetriebene, aber nicht immer emotional berührende Produkte verändert sich der Anspruch von Konsumenten: Güter und Dienste müssen nicht mehr nur ihre kommunizierte Aufgabe erfüllen, sondern dies auf eine schöne, die Sinne betörende Art erledigen.

Kein Unternehmen hat dies so gut und frühzeitig verstanden wie Apple. Waren Ästhetik und Eleganz bisher Merkmale von Luxusherstellern mit einer exquisiten, stark begrenzten Zielgruppe, hat Apple Schönheit als Qualitätskriterium und übergreifendes Konzept der Harmonie aus Hardware, Software und Design für gute, nicht billige aber dennoch für viele erschwingliche Produkte massentauglich gemacht. 37 Millionen verkaufte iPhones und 15,4 Millionen verkaufte iPads im Weihnachtsquartal sprechen ebenso eine deutliche Sprache wie die Tatsache, dass im rückläufigen Notebook-Markt ausgerechnet das optisch und in puncto Form beeindruckende MacBook Air deutlich Zuwächse verzeichnen kann.

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Smartphone-Messaging:
Die Mobilfunker kämpfen
um die Simser

Drei der vier deutschen Mobilfunkanbieter mit eigenem Netz planen, mit einem interaktiven Messaging-Dienst das wegbrechende SMS-Geschäft auszugleichen. Ob das Unterfangen tatsächlich zu einer neuen Cash-Cow der Provider werden kann, ist ungewiss.

Foto: Flickr/leyla.a, CC BY-SA 2.0
Foto: Flickr/leyla.a, CC BY-SA 2.0
Wir hatten es am Dienstag schon kurz in Linkwertig erwähnt: Laut FOCUS Online arbeiten die Telekom, Vodafone und O2-Besitzerin Telefónica an einem gemeinsamen Messaging-Dienst. Basieren soll der neue, für das Frühjahr 2012 angekündigte Service auf dem vom Branchenverband GSMA entwickelten “Rich Communication Suite“-Standard.

Mit dem Vorstoß sollen der wegbrechende Umsatz aus dem SMS-Geschäft abgefedert werden. Zwar nimmt die Zahl der versendeten SMS in Deutschland noch immer zu, die Erlöse hingegen sinken rapide: Laut einer aktuellen Studie wurden in Deutschland 2005 pro Mobilfunkanschluss 5,15 Euro mit Kurzmitteilungen umgesetzt, 2010 waren es nur noch 1,90 Euro. Der Hauptgrund hierfür sind SMS-Flatrates, die wiederum auch eine Folge der wachsenden Konkurrenz durch internetbasierte Chatdienste darstellen.

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Selektives Abonnieren:
Wieso das Follower-System von Pinterest Maßstäbe setzt

Pinterest erfreut sich zunehmender Popularität. Das von dem US-Dienst zum Speichern und Teilen von Fotos, Bildern und Videos eingesetzte Follower-System mit der Möglichkeit zum selektiven Abonnieren einzelner Nutzerinteressen setzt Maßstäbe.

Einer der in den letzten Wochen in der US-Tech-Presse am meisten bejubelten Dienste ist Pinterest. Der im März 2010 von Paul Sciarra, Evan Sharp und Ben Silbermann gegründete Service aus dem kalifornischen Palo Alto erlaubt das Bookmarken von Fotos und Videos, auf die Nutzer während ihrer Reise durch das Netz stoßen. Anwender können einander folgen und mit wenigen Klicks die Fundstücke anderer Nutzer auf ihre eigene Pinterest-Pinnwand übernehmen.

Im Gegensatz zum üblichen Muster, bei dem ein Startup aus dem Silicon Valley von den lokalen Blogs “hochgeschrieben” wird, hat sich Pinterest nach einem ruhigen Start aus eigener Kraft eine loyale Nutzerschaft aufgebaut, die anders als bei jungen Social-Web-Angeboten üblich, zu einem großen Teil aus Frauen besteht. Mittlerweile gehört Pinterest zu den zehn führenden Social-Networking-Sites in den USA und kann seit Sommer 2011 auf ein exponentielles Wachstum der Anwenderzahlen blicken.

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Social Search:
Die Suche der Zukunft sieht nicht aus wie die der Vergangenheit

Mit der personalisierten Suche versucht Google, seine Suchmaschine für die Anforderungen der kommenden Jahre fit zu machen. Damit Social Search funktionieren kann, ist eine völlig neue Art der Darstellung der Ergebnisse erforderlich.

Die vom Aufstieg sozialer Netzwerke angetriebenen Veränderungen im Suchmaschinenmarkt sind nicht erst seit der Verschmelzung von Google und Google+ ein Thema. Schon lange wird über die Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten einer Suche diskutiert, die nicht mehr allein auf den Berechnungen von Algorithmen beruht, sondern Empfehlungen von Menschen aus dem persönlichen Netzwerk mit einbezieht. Sowohl Google als auch Bing haben in der Vergangenheit bereits Experimente in diese Richtung unternommen.

Wenn aber mit Google der Marktführer im Suchsegment aufs Ganze geht und alles auf die Social-Karte setzt, dann markiert dies eine neue Phase in dem Bestreben, die Suche im Netz mittels der Integration sozialer Signale für die neue Dekade fit zu machen. Und dann stellt sich auch verstärkt die Frage, ob sich neben der Öffnung der Suchprozesse für äußere Einflüsse nicht auch die die Art der Darstellung von Suchergebnissen radikal verändern müsste.

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“Startups schaffen Arbeitsplätze”:
Wie sich die Internetdebatte
konstruktiv beeinflussen lässt

Startups und etablierte Internetfirmen schaffen viele Arbeitsplätze. Fände diese zentrale Botschaft in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stärker Gehör, verliefen das Digitale tangierende Diskussionen zum Urheberrecht und Datenschutz womöglich ganz anders.

Quelle: Flickr/AndrewDicksonWhite, CC BY 2.0
Quelle: Flickr/AndrewDicksonWhite, CC BY 2.0
Aus Sicht vieler Blogger und der “Web-Szene” insgesamt schenken Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Deutschland Internetthemen zu wenig Aufmerksamkeit. Oft wird dies in einem (an-)klagenden Ton festgestellt. Ich bin der Überzeugung, dass diejenigen in der Bringschuld sind, die diesen Zustand bedauern und ihn ändern möchte. Sie müssen die Überzeugungsarbeit leisten und können nicht erwarten, dass die Gegenseite sich wie selbstverständlich annähert; vor allem dann nicht, wenn die Entwicklung wie bei der Digitalisierung dazu führt, dass Hierarchien, Machtpositionen und Geschäftsmodelle untergraben werden.

Daher begrüße ich es, dass inzwischen etliche Initiativen wie Digitale Gesellschaft und D64 gestartet werden, um mehr politischen Druck aufzubauen. Ein Kernproblem bei der Überzeugungsarbeit ist aber aus meiner Sicht, dass bei hochkomplexen Netzthemen oft sehr detailorientiert argumentiert wird. Bitte nicht falsch verstehen: Das soll man tun und es ist wichtig. Ich frage mich aber, ob das wirklich der beste Weg ist, um große Gesellschaftsgruppen für sich und seine Positionen zu gewinnen, die mit diesen Themen nicht oder zu wenig vertraut sind. Ich fürchte, viele überfordert das.

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Steve Jobs’ Kontrollbedürfnis:
Warum Apple im
Social Web erfolglos war

Der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs besaß ein ausgeprägtes Kontrollbedürfnis und eine Abneigung gegen alles, was sich öffnen ließ. Selbst nicht verschlossene Fenster störten ihn. Mit den Erfolgsfaktoren eines Social Networks war diese Haltung nicht vereinbar.

Foto: Flickr/marc falardeau, CC BY 2.0
Foto: Flickr/marc falardeau, CC BY 2.0
Warum ist es Apple bisher nicht gelungen, sein überaus erfolgreiches Ökosystem aus Hardware, Mac OS X und iOS, iTunes und dem App Store mit einem ernstzunehmenden Social Network zu ergänzen?! Diese Frage beschäftigt immer wieder Beobachter der IT- und Technologiebranche. Zumal es ja Versuche gab: Ping, das weitgehend ignorierte Musiknetzwerk innerhalb von iTunes (nutzt das eigentlich jemand?) und das Spiele-Netzwerk Game Center für iOS beweisen, dass die Gelegenheit zum Austausch der Nutzer untereinander durchaus auf Apples Agenda steht.

Doch die Social-Web-Landschaft dominieren trotzdem andere, während Apple zuschaut. “Soziale Apps scheinen nicht in Apples DNA zu liegen”, beschrieb der US-Blogger Jason Kottke einmal die Schwäche des Computer- und Lifestyle-Konzerns aus Kalifornien. » weiterlesen

Auf dem Weg zum Tipping Point:
musicplayr ist gut, aber behäbig

Mit musicplayr hat Deutschland ein junges, innovatives Musikstartup – das allerdings beim Entwicklungstempo mehr Gas geben sollte.

musicplayr aus Köln ist für mich das deutsche Musikstartup des Jahres 2011. Nicht nur, weil es sich als ideales Entdeckungstool für Musik erwiesen hat, sondern auch, weil es Gründer Thorsten Lüttger gelungen ist, ohne Verhandlungen mit Labels und Verwertungsgesellschaften einen eigenständigen, innovativen Musikdienst auf die Beine zu stellen, der sich abseits von On-Demand-Angeboten, personalisierten Radios und Echtzeit-Services eine bequeme Nische geschaffen hat.

Wie musicplayr mir dabei hilft, neue Musik aus meinen bevorzugten Genres zu finden, habe ich in diesem Artikel ausführlicher beschrieben. Mittlerweile folge ich 46 Nutzern, die auf der Plattform bei YouTube, SoundCloud, Vimeo oder anderen Websites gehostete Musik teilen, die zu meinem Geschmack passt. Selbst habe ich mittlerweile 102 Titel mit meinen Followern geteilt – viele davon, nachdem ich sie auf musicplayr entdeckte. In den letzten Wochen tauchten auch immer mehr “alte Bekannte” bei dem noch immer in der geschlossenen Beta-Phase befindlichen Service auf, was auf gewisse Netzwerkeffekte schließen lässt.

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Berlin, London, Zürich:
Was macht eine Stadt
zum Startup-Mekka?

Was braucht ein Ort, um Startups ein gutes Umfeld zu bieten? Wir wagen den Vergleich Berlin/Zürich.

Startup City (Quelle: istock)
Startup City (Quelle: istock)

Zum ersten Mal überhaupt gibt es Alternativen zu Amerika, was den Standort von Web-Startups angeht. Die deutsche Hauptstadt zum Beispiel. Selbst TechCrunch schreibt, dass Berlin als Startup-Standort derzeit kaum schlagbar sei und den Hotspot London hinter sich gelassen habe.

Kann die Schweiz hier mithalten mit dem Standort Zürich? Wir listen die Vorteile von Berlin auf und fragen uns, wie allgemein sie sind.

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Personalisierte Suche:
Wieso Google sich selbst schadet

Die Aufregung über die Vereinigung von Google Suche und Google+ hält an. In ihrer aktuellen Ausformung wird die Integration keinen dauerhaften Bestand haben.

Mit dem Entschluss, die Suchmaschine und das soziale Netzwerk zu verschmelzen, rief Google in der vergangenen Woche viele Kritiker auf den Plan. Woran diese sich stören, haben wir hier zusammengefasst. Auch in den Tagen nach der Freischaltung der neuen Funktionen, die vorerst nur für angemeldete Nutzer verfügbar ist, die Google.com auf Englisch verwenden, blieb die Aufregung über den Schritt groß.

Mittlerweile wurde bekannt, dass die US-Handelskommission FTC ihre im Sommer 2011 bekannt gewordene kartellrechtliche Untersuchung von Google auf Google+ ausweiten will. Die Behörde versucht zu klären, inwieweit der Suchgigant seine eigenen Dienste auf den Ergebnisseiten bevorzugt und ob es sich dabei um den Missbrauch einer martkbeherrschenden Stellung handelt. Auch die EU-Kommission ermittelt schon seit 2010 in dieser Frage.

Für problematisch halte ich den von Google gewählten Weg seit dem Augenblick, an dem ich die neue personalisierten Suche ausprobiert habe. Schon beim Eintippen von Namen wurden mir in der Instant-Vorschlagsliste Profile von Google+ serviert, die zu der gesuchten Person passen könnten – auch im ausgeloggten Zustand.

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Der Businessplan ist (fast) tot:
Lang lebe das Geschäftsmodell!

Businesspläne rauben dynamischen Gründer/innen viel Zeit, werden nur selten von den richtigen Leuten gelesen und garantieren kein funktionierendes Geschäftsmodell.

Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups Strandschicht und Mit-Initiator des Idea Camp. Mehr zum Autor am Ende des Artikels.

Foto: Flickr/plantoo47, CC BY-SA 2.0
Foto: Flickr/plantoo47, CC BY-SA 2.0
Und weg war es. Beim Aussortieren fiel es mir in die Hände und weckte Erinnerungen an alte Zeiten. “Wie schreibt man einen Businessplan”, ein Buch, in das ich mal viel Hoffnung gesetzt hatte, dem aber heute nur noch ein Platz gebührt, nämlich die Altpapiertonne.

Diese Entledigung steht bei mir symbolisch für einen Paradigmenwechsel in der Unternehmensgründung. Vielleicht hat man den Schuss noch nicht überall gehört, aber in Berlin treffe ich zunehmend Gründer/innen, die genauso ticken wie ich. Der Businessplan ist (fast) tot! Auf gute Geschäftsmodelle kommt es an. Dieser Artikel zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, mit geringem Aufwand ein Geschäftsmodell zu entwickeln, warum Businesspläne für Internet-Startups keine Rolle spielen sollten und warum sie manchmal leider doch noch nicht tot zu kriegen sind.

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