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xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" ><channel><title>netzwertig.com &#187; Analysen</title> <atom:link href="http://netzwertig.com/category/analysen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://netzwertig.com</link> <description>Die Ökonomie des Webs</description> <lastBuildDate>Tue, 14 Feb 2012 06:00:14 +0000</lastBuildDate> <language>de</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator> <xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" /> <item><title>Reform des Urheberrechts: Je schneller Pinterest wächst,  desto besser</title><link>http://netzwertig.com/2012/02/13/reform-des-urheberrechts-je-schneller-pinterest-wachst-desto-besser/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/02/13/reform-des-urheberrechts-je-schneller-pinterest-wachst-desto-besser/#comments</comments> <pubDate>Mon, 13 Feb 2012 07:23:13 +0000</pubDate> <dc:creator>Martin Weigert</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Digitalisierung]]></category> <category><![CDATA[Pinterest]]></category> <category><![CDATA[Urheberrecht]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20541</guid> <description><![CDATA[Mit Pinterest erlebt gerade ein Webdienst einen kometenhaften Aufstieg, bei dem Nutzer tagtäglich millionenfach und in vielen Fällen unwissend gegen das Urheberrecht verstoßen. Genau ein derartiges Phänomen benötigt die Urheberrechtsdebatte.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Mit Pinterest erlebt gerade ein Webdienst einen kometenhaften Aufstieg, bei dem Nutzer tagtäglich millionenfach und in vielen Fällen unwissend gegen das Urheberrecht verstoßen. Genau ein derartiges Phänomen benötigt die Urheberrechtsdebatte.</h4><p><a
href="http://www.pinterest.com"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/pinterest-3.png" width="180" height="51"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Mittlerweile sollte es kaum noch jemanden mit Interesse an der Netzkultur und Startup-Welt geben, der nicht mindestens einen Beitrag über die <a
href="http://netzwertig.com/2011/11/28/kuratieren-modularisieren-und-remixen-des-webs-neuer-brandherd-der-urheberrechtsdebatte/">urheberrechtlichen Komplikationen</a> des visuellen Bookmarkingdienstes <a
href="http://www.pinterest.com">Pinterest</a> gelesen hat.</p><p>Der Service aus dem kalifornischen Palo Alto <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/23/selektives-abonnieren-wieso-das-follower-system-von-pinterest-masstabe-setzt/">erlaubt es Anwendern</a>, Fotos und Bilder von beliebigen Websites auf virtuellen Pinnwänden abzulegen und mit anderen Mitgliedern zu teilen. Das Problem: Sofern im Netz veröffentlichte Fotos nicht unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen, dürfen sie in der Regel nicht ohne Erlaubnis des Urhebers weiterverbreitet werden.</p><p>Genau dies geschieht jedoch bei Pinterest, und zwar millionenfach jeden Tag. Das Startup erreicht allein in den USA mittlerweile fast <a
href="http://techcrunch.com/2012/02/07/pinterest-monthly-uniques/">zwölf Millionen Unique Visitors pro Monat</a> und wächst rasant weiter. Mittlerweile <a
href="https://www.google.com/search?hl=de&amp;gl=de&amp;tbm=nws&amp;btnmeta_news_search=1&amp;q=pinterest&amp;oq=pinterest&amp;aq=f&amp;aqi=d1d-o1&amp;aql=&amp;gs_sm=e&amp;gs_upl=1256l2040l0l2115l9l8l0l6l6l0l94l162l2l2l0">berichten auch viele deutschsprachige Medien über die Site</a>, weshalb hierzulande ebenfalls mit einem schnellen Anstieg der Nutzerzahlen zu rechnen ist.</p><p><span
id="more-20541"></span></p><p>Während in den USA die <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fair_use">Fair-Use-Regel des Urheberrechts</a> zumindest die theoretische Möglichkeit offen lässt, dass Nutzer Pinterest verwenden, ohne damit gegen geltendes Recht zu verstoßen, scheint die Sachlage in Deutschland und anderen Ländern, in denen eine vergleichbare Klausel fehlt, eindeutig: Mit jedem über Pinterest geteilten, urheberrechtlich geschützten Werk, dessen Veröffentlichung vom Urheber nicht genehmigt wurde, begehen Anwender einen Urheberrechtsverstoß, <a
href="http://spreerecht.de/social-media-2/2012-02/pinterest-und-die-rechtlichen-grenzen-beim-teilen-und-verlinken">für den sie abgemahnt werden könnten</a>.</p><p><strong>Pinterest als Türöffner für neue Perspektiven</strong></p><p>Das klingt bedenklich und wird für tatsächlich mit einer Abmahnung konfrontierte Anwender teuer (bisher ist allerdings kein derartiger Fall bekannt). Gleichzeitig jedoch könnte Pinterest aber im Lichte dieser Situation den Ausschlag dafür geben, dass allen an einer Reformierung des Urheberrechts beteiligten Gruppen die Augen geöffnet werden. Darüber, dass es so wie bisher nicht mehr weitergehen kann.</p><p>Ob es zu einer derartigen Konstellation kommt, hängt von Pinterests weiterer Entwicklung ab. Seit dem Sommer 2011 wächst das Angebot exponentiell. Setzt sich dieser Trend fort, werden in den folgenden Monaten viele Millionen weitere User den Dienst für sich entdecken. Gelingt es ihm, international eine kritische Masse zu erreichen und damit eine Lobby aufzubauen, bevor abmahnungswillige Urheber im großen Stil die neue <del
datetime="2012-02-13T07:12:29+00:00">Monetarisierungsgelegenheit</del> Gefahr erkannt haben, dürfte das juristische Vorgehen gegen einzelne Nutzer &#8211; das schon durch die relative Anonymität der Plattform erschwert wird &#8211; zu einem Kampf gegen Windmühlen werden.</p><p><strong>Pinterest könnte nach dem YouTube-Modell verfahren</strong></p><p>Was dann passieren könnte, zeigt das Beispiel YouTube: Das mit Abstand führende globale Videoportal identifiziert von Nutzern hochgeladene urheberrechtlich geschützte Clips über sein &#8220;<a
href="http://www.youtube.com/t/contentid_more">Content-ID-System</a>&#8221; und lässt Urhebern die Wahl zwischen drei Verwendungsrichtlinien: Sperren des Videos, Beobachten (was regelmäßige Statistiken zur den Abrufen generiert) und Monetarisieren. YouTube versucht mit diesem Ansatz, den Urheberrechtsverstoß für die Urheber als Chance und nicht als Bedrohung darzustellen &#8211; und sie damit auch von rechtlichem Vorgehen gegen Anwender abzubringen.</p><p>Konkrete Angaben dazu, wieviele YouTube-Mitglieder schon einmal für den Upload eines Videos abgemahnt wurden, scheint es keine zu geben. Eine Google-Suche <a
href="http://www.google.de/webhp?sourceid=chrome-instant&amp;ix=sea&amp;ie=UTF-8&amp;ion=1#sclient=psy-ab&amp;hl=sv&amp;site=webhp&amp;source=hp&amp;q=abmahnung+youtube+hilfe&amp;pbx=1&amp;oq=abmahnung+youtube+hilfe&amp;aq=f&amp;aqi=g-v1&amp;aql=&amp;gs_sm=3&amp;gs_upl=7785l9003l0l9103l14l8l3l1l1l0l114l675l5.3l12l0&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&amp;fp=6e9683a4b9572321&amp;biw=1138&amp;bih=544&amp;ix=sea&amp;ion=1">liefert zwar eine Reihe von &#8220;Erfahrungsberichten</a>&#8220;. Allerdings lässt die Tatsache, dass nahezu jedes urheberrechtlich geschützte Musikstück bei YouTube als Nutzerupload verfügbar ist &#8211; von der regionalen GEMA-Sperrung einmal abgesehen &#8211; die Vermutung zu, dass sich das Risiko einer Abmahnung in Grenzen hält &#8211; zumal YouTube <a
href="http://www.e-recht24.de/news/urheberrecht/6910-youtube-nutzerdaten-muessen-nicht-bekannt-gegeben-werden.html">nicht ohne Weiteres Anwenderdaten herausgeben muss</a>. Wer fremde Videos hochlädt und dabei von YouTube &#8220;erwischt&#8221; wird, kommt im Idealfall mit einer von YouTube ausgesprochenen <a
href="http://www.youtube.com/t/copyright_strike">Verwarnung</a> und dem erzwungenen Betrachten eines <a
href="http://www.youtube.com/copyright_school">Lehrgangs zum Urheberrecht</a> davon.</p><p><strong>Je größer Pinterest wird, desto besser</strong></p><p>Pinterest muss eine skalierbare Lösung für den sich anbahnenden juristischen Konflikt finden, so viel ist klar &#8211; sonst wird sich <a
href="http://pinterest.com/about/copyright/">der Urheberrechtsverantwortliche des Startups</a>, Ben Silbermann, irgendwann vor Mails und Briefen nicht mehr retten können. Doch je kraftvoller der Dienst wächst und je eher die Marke von 50 oder gar 100 Millionen Mitgliedern durchbrochen wird, desto größer ist die Chance, dass diese Lösung einen aus Usersicht erfreulichen Kompromiss darstellt.</p><p>Ein nachhaltiger Erfolg von Pinterest könnte auch die Perspektive der Politik beeinflussen: Der Name und die grundsätzliche Funktionweise von YouTube sind heute selbst CSU-Hinterbänklern aus der bayerischen Provinz ein Begriff. Gelingt es Pinterest, sich einen ähnlichen Bekanntheitsgrad zu verschaffen und als prominentes, nicht mehr zu bändigendes Beispiel für den <a
href="http://www.brandeins.de/magazin/warenwelt/das-digitale-urheberrecht-steht-am-abgrund.html">Reformbedarf des Urheberrechts</a> im digitalen Zeitalter auf höchster politischer Ebene angeführt zu werden, könnte dies positive Auswirkungen auf die künftige Ausgestaltung eben dieses Rechts haben. Wenn überhaupt so ist es erst die unwiderlegbare Erkenntnis, dass der Zug für einen Beibehalt der bisherigen Rechtssituation abgefahren ist, die Hardliner und Konservative dazu bringt, sich zu bewegen. Pinterest kann hierfür einen wertvollen Beitrag leisten.</p><p>Natürlich ist das hier aufgezeichnete Szenario ein äußerst optimistisches. Im schlimmsten Fall würde Pinterest entweder seinen Dienst ganz einstellen oder ihn für Anwender außerhalb der USA sperren &#8211; so wie man es bisher nur von Musik- und Videoangeboten her kennt.</p><p>Aber es muss nicht so kommen &#8211; vorausgesetzt, Pinterest setzt seinen kometenhaften Aufstieg mit ungebremster Geschwindigkeit fort.</p><p>Link: <a
href="http://www.pinterest.com">Pinterest</a></p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
href="http://netzwertig.com/2012/02/13/reform-des-urheberrechts-je-schneller-pinterest-wachst-desto-besser/#flattr"><img
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/></a></div><div
style="float:left;margin-bottom:10px;"> <a
href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2012/02/13/reform-des-urheberrechts-je-schneller-pinterest-wachst-desto-besser/&title=Reform des Urheberrechts: Je schneller Pinterest wächst,  desto besser&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig"> <img
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/23/unveranderliche-veranderung-fur-mehr-pragmatismus-in-der-urheberrechtsdebatte/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/copyright110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/23/unveranderliche-veranderung-fur-mehr-pragmatismus-in-der-urheberrechtsdebatte/">Unveränderliche Veränderung: Für mehr Pragmatismus in der Urheberrechtsdebatte</a></b><br
/><font
size="2">Die Urheberrechtsdebatte führt im digitalen Zeitalter zu immer neuen, größeren Konfliktherden. Es ist Zeit für einen pragmatischen Blick auf die Folgen einer unveränderlichen Veränderung. </font><font
color="#aaa">(23. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/28/kuratieren-modularisieren-und-remixen-des-webs-neuer-brandherd-der-urheberrechtsdebatte/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/paragraph110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/28/kuratieren-modularisieren-und-remixen-des-webs-neuer-brandherd-der-urheberrechtsdebatte/">Kuratieren, Modularisieren und Remixen des Webs: Neuer Brandherd der Urheberrechtsdebatte</a></b><br
/><font
size="2">Eine wachsende Zahl an Onlinediensten ermöglicht Nutzern das Kuratieren, Modularisieren und Remixen des Webs. Urheberrechtskonflikte sind programmiert. </font><font
color="#aaa">(28. November 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/05/03/internet-kopieren-scheingefechte-um-das-geistige-eigentum/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/googlebildsearch110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/05/03/internet-kopieren-scheingefechte-um-das-geistige-eigentum/">Internet = Kopieren: Scheingefechte um  das geistige Eigentum</a></b><br
/><font
size="2">In der Frage der Anwendung des Urheberrechts im Digitalen treffen Innovations-Euphoriker und Gemeinfrei-Enthusiasten auf Dogma-Institutionen und Recht-und-Ordnung-Schutzhelme. </font><font
color="#aaa">(3. Mai 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
/><div
style="margin-right:5px;float:left;"> <a
href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a></div><div
style="margin-right:5px;float:left;"><a
href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div><div
style="margin-right:5px;float:left;"> <a
href="http://www.swiss-online-marketing.ch/" target="_blank" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a></div><div
style="margin-right:5px;float:left;"> <a
href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a></div><div
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href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a></div></div><img
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url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/pinterest110-1.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/pinterest110-1.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Crowdfunding: Eine schleichende Revolution</title><link>http://netzwertig.com/2012/02/10/crowdfunding-eine-schleichende-revolution/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/02/10/crowdfunding-eine-schleichende-revolution/#comments</comments> <pubDate>Fri, 10 Feb 2012 13:36:03 +0000</pubDate> <dc:creator>Martin Weigert</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Crowdfunding]]></category> <category><![CDATA[Kickstarter]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20534</guid> <description><![CDATA[Wieder sorgt ein erfolgreiches Crowdfunding-Vorhaben für Schlagzeilen. Der Trend zur Vorfinanzierung von physischen und digitalen Produkten durch die Konsumenten kommt einer Revolution gleich.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Wieder sorgt ein erfolgreiches Crowdfunding-Vorhaben für Schlagzeilen. Der Trend zur Vorfinanzierung von physischen und digitalen Produkten durch die Konsumenten kommt einer Revolution gleich.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/crowdfunding-1.png" width="130" height="130"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Die Rekordfinanzierung eines neuen Spieletitels von Game-Designer Tim Schafer <a
href="http://www.crackajack.de/2012/02/10/kickstarter-goes-crazy-funds-adventure-game-with-over-1-million-dollars/">sorgt gerade für Schagzeilen</a>. Für die Entwicklung seines neuen Titels &#8220;Double Fine Adventure&#8221; wollte er über die Crowdfunding-Plattform <a
href="http://www.kickstarter.com">Kickstarter</a> 400.000 Dollar von an dem Spiel interessierten Personen einsammeln. Bis zum 13. März gab sich Schafer, eine Legende in der Gamer-Community, zum Erreichen dieser Summe. Doch schon acht Stunden später überschritt das Gesamtvolumen der Zusagen die anvisierte Marke. Etwas mehr als 24 Stunden später <a
href="http://www.kickstarter.com/projects/66710809/double-fine-adventure">steht der Zähler bereits bei über 1,2 Millionen Dollar</a>. Fast 35.000 Personen haben ihre Unterstützung signalisiert.</p><p>Marcel Weiss <a
href="http://www.neunetz.com/2012/02/10/sensation-ueber-1-million-us-dollar-in-wenger-als-24-stunden-fuer-adventurespiel-mit-crowdfunding-eingesammelt/">beschreibt bei neunetz.com</a>, was der entscheidende Punkt dieser Meldung ist: nicht die Geschwindigkeit, mit der das Geld eingesammelt wurde, sondern die Tatsache, dass ohne Probleme möglich wird, was über traditionelle Finanzierungswege und trotz einer offensichtlichen Nachfrage nicht machbar war. Das von Schafer geplante <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Point-and-click_adventure_game#Point-and-click_adventure">Point-and-Click-Adventure</a> würde nämlich heute kein Spiele-Publisher mehr veröffentlichen, <a
href="http://www.crackajack.de/2012/02/10/kickstarter-goes-crazy-funds-adventure-game-with-over-1-million-dollars/">stellt René Walter bei Nerdcore fest</a>.</p><p><span
id="more-20534"></span></p><p>Erst kürzlich machte die deutsche Comedyserie Stromberg durch eine Crowdfunding-Kampagne auf sich aufmerksam. Innerhalb einer Woche steuerten Fans e<a
href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/113816-fans-tragen-1-mio-euro-zusammen-stromberg-der-film-kommt-ins-kino.html">ine Million Euro</a> als Teilfinanzierung eines Stromberg-Kinofilms bei. Und auch in der Startup-Welt feiert Crowdfunding Erfolge: Jüngst sammelte smarchive in weniger als drei Tagen 100.000 Euro <a
href="http://netzwertig.com/2011/12/07/crowdfunding-hebt-ab-smarchive-sammelt-in-60-stunden-100-000-euro-ein/">von Privatinvestoren ein</a>, und gerade gelang Lingoking dieses Kunststück <a
href="http://www.gruenderszene.de/interviews/lingoking-seedmatch-timo-muller-nils-mahler">innerhalb von lediglich fünf Stunden</a>.</p><p>Zwar unterscheiden sich die gewählten Modelle &#8211; bei Kickstarter-Aktionen erwerben Spender keine Anteile an dem geplanten Produkt, sondern setzen sich primär für dessen Entstehung ein, weil sie es selbst verwenden möchten, während es sich bei Startup-Crowdfunding um wirkliche Mini-Investments mit Renditechance handelt &#8211; dennoch eint sie der gemeinsame Grundgedanke des Crowdfundings, dass mit vielen kleinen finanziellen, über das Netz koordinierten Beiträgen aus privater Tasche die Entstehung von neuen Produkten ermöglicht wird.</p><p>Bei dem Spiel von Tim Schafer handelt es sich nur <a
href="http://allthingsd.com/20120210/kickstarter-comes-into-its-own/">um eines der zahlreichen Projekte</a>, die in letzter Zeit auf Kickstarter genug Unterstützer gefunden haben. Faszinierend ist in diesem Zusammenhang <a
href="https://twitter.com/#!/timoreilly/status/167741234390106113">ein Tweet von Technologie-Visionär Tim O&#8217;Reilly</a> (<a
href="http://www.neunetz.com/2012/02/10/sensation-ueber-1-million-us-dollar-in-wenger-als-24-stunden-fuer-adventurespiel-mit-crowdfunding-eingesammelt/">via</a>), in dem dieser Kickstarter als das möglicherweise wichtigste Tech-Unternehmen seit Facebook bezeichnet und der Crowdfunding-Plattform langfristig sogar eine potenziell noch entscheidendere Rolle einräumt.</p><p>Das New Yorker Startup wurde 2008 gegründet und erregte erstmals mit der erfolgreichen Finanzierung des dezentralen sozialen Netzwerks diaspora internationales Aufsehen. Das Geschäftsmodell basiert auf einer fünfprozentigen Provision, die Initiatoren von Projekten an das Unternehmen zahlen, sofern sie ihr Spendenziel erreichen.</p><p>Crowdfunding im Allgemeinen und Kickstarter im Speziellen können zu tragenden Säulen einer demokratisierten, nachhaltigen und bedarfsorientierten Konsumgesellschaft werden. Statt dass Firmen mit dem Kapital institutioneller Investoren Güter und Dienste entwickeln, die anschließend auf Teufel komm raus und mit millionenschweren Marketingbudgets in den Markt gedrückt werden, sorgt das Crowdfundingmodell dafür, dass nur verwirklicht wird, woran eine tatsächliche Nachfrage besteht.</p><p>Das Beispiel des gefloppten Social Networks diaspora zeigt zwar, dass auch dann kein dauerhafter Erfolg garantiert ist. Dennoch wird es für Kreative, Hobby-Tüftler, Startups ohne Funding und leidenschaftliche Erfinder mit Kickstarter &amp; Co deutlich einfacher, das benötigte Kapital einzutreiben, ohne sich dabei zu verschulden &#8211; oder eben frühzeitig einzusehen, dass absolut kein Bedarf an dem beschriebenen Produkt besteht.</p><p>Um bei Kickstarter eine eigene Crowdfunding-Aktion starten zu können, ist ein US-Bankkonto notwendig. Zwei deutsche Alternativen heißen <a
href="http://www.mysherpas.com/">mySherpas</a> und <a
href="http://www.startnext.de">Startnext</a>.</p><p>(Foto: <a
href="http://www.sxc.hu/photo/798270">stock.xchng/datarec</a>)</p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
href="http://netzwertig.com/2012/02/10/crowdfunding-eine-schleichende-revolution/#flattr"><img
src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br
/></a></div><div
style="float:left;margin-bottom:10px;"> <a
href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2012/02/10/crowdfunding-eine-schleichende-revolution/&title=Crowdfunding: Eine schleichende Revolution&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig"> <img
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/23/wertschopfung-bei-medienproduktionen-die-spielregeln-verandern-sich/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/12/money110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/23/wertschopfung-bei-medienproduktionen-die-spielregeln-verandern-sich/">Wertschöpfung bei Medienproduktionen: Die Spielregeln verändern sich</a></b><br
/><font
size="2">Die Spielregeln, nach denen Medienproduktionen finanziert und monetarisiert werden, verändern sich rasant. Drei aktuelle Beispiele illustrieren dies. </font><font
color="#aaa">(23. Dezember 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/20/linkwertig-upcload-couchfunk-musik-crowdfunding/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/12/lw-1220.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/20/linkwertig-upcload-couchfunk-musik-crowdfunding/">Linkwertig: Upcload, Couchfunk, Musik, Crowdfunding</a></b><br
/><font
size="2">deutsche-startups hat Upcload zum Startup des Jahres gekürt, Vergleich der verschiedenen Musikabo-Dienste und mehr. </font><font
color="#aaa">(20. Dezember 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/07/crowdfunding-hebt-ab-smarchive-sammelt-in-60-stunden-100-000-euro-ein/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/12/smarchive110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/07/crowdfunding-hebt-ab-smarchive-sammelt-in-60-stunden-100-000-euro-ein/">Crowdfunding hebt ab: smarchive sammelt in 60 Stunden 100.000 Euro ein</a></b><br
/><font
size="2">Das Münchern Startup smarchive bastelt an einem intelligenten, digitalen Dokumentensafe. Eine über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch durchgeführte Finanzierungsrunde erbrachte in rekordverdächtigen 60 Stunden die maximale Investmentsumme. </font><font
color="#aaa">(7. Dezember 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
/><div
style="margin-right:5px;float:left;"> <a
href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a></div><div
style="margin-right:5px;float:left;"><a
href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div><div
style="margin-right:5px;float:left;"> <a
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isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20514</guid> <description><![CDATA[Nachdem bekannt wurde, dass Path heimlich auf die iPhone-Adressbücher seiner Nutzer zugreift, geraten auch die Praktiken anderer Apps in die Kritik.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Nachdem bekannt wurde, dass Path heimlich auf die iPhone-Adressbücher seiner Nutzer zugreift, geraten auch die Praktiken anderer Apps in die Kritik.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/adressbuch.png" width="150" height="165"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Der Skandal (oder das &#8220;Skandälchen, je nach Perspektive) <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/04/wunsch-nach-intimitat-path-entzuckt-von-facebook-mudigkeit-gezeichnete-geeks/">um den automatischen Adressbuchabgleich von Path</a> zieht Kreise und hat zur Folge, dass auch das Verhalten anderer populärer iPhone-Applikationen unter die Lupe genommen wird. Die Macher der US-Foto-App <a
href="http://www.hipster.com">Hipster</a> gehörten zu den ersten, die ebenfalls den heimlichen Blick auf die Smartphone-Kontakte der Nutzer <a
href="http://pandodaily.com/2012/02/08/hipster-explains-not-all-data-transfers-are-created-equally/">eingestanden</a> &#8211; mit dem feinen Unterschied, dass die Daten zwar abgeglichen, aber nicht auf den eigenen Servern gespeichert werden, so das Unternehmen.</p><p>Der Blogger Mugunth Kumar hat unterdessen <a
href="http://blog.mugunthkumar.com/articles/some-thoughts-on-ios-and-your-privacy-address-book/">einen näheren Blick auf Instagram und foursquare geworfen</a> - zwei der populärsten mobilen Anwendungen für das iPhone überhaupt. <a
href="http://www.instagr.am">Instagram</a> erlaubt sich den Zugriff auf das Adressbuch, nachdem Nutzer im Bereich &#8220;Find friends&#8221; die Option &#8220;From my contact list&#8221; gewählt haben. Zwar informiert die beliebte Foto-Applikation nicht darüber, ob die Daten für den Augenblick synchronisiert oder dauerhaft auf den Instagram-Servern gespeichert werden. Dennoch wählt das New Yorker Startup einen recht eindeutigen Prozess, der wenig Raum für sachliche Kritik lässt.</p><p><span
id="more-20514"></span></p><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/4sq.png" width="250" height="230"  alt="" align="right" hspace="5" vspace="5"/></p><p><strong>foursquares automatischer Adressbuchabgleich</strong></p><p>Deutlich problematischer ist, wie der ebenfalls aus New York stammende Locationdienst <a
href="http://www.foursquare.com">foursquare</a> das Problem zu lösen versucht: Zwar müssen sich auch bei der iPhone-App von foursquare Anwender explizit zu einem Untermenü begeben, um einen Kontaktabgleich einzuleiten. Wenn allerdings auf der Profilseite der &#8220;Freunde hinzufügen&#8221;-Button oben rechts betätigt wird, führt foursquare automatisch einen Adressbuchscan durch &#8211; selbst wenn User nur mit der Intention dorthin kamen, um sich mit Facebook- oder Twitter-Freunden bei foursquare zu vernetzen.</p><p>Anders als Path &#8211; das sich mittlerweile <a
href="http://www.readwriteweb.com/archives/path_apologizes_for_privacy_mistake_do_you_accept.php">entschuldigt hat</a> und den Adressbuchzugriff künftig optional anbietet &#8211; informiert foursquare also seine Nutzer beiläufig über den Prozess und aktiviert diesen erst, wenn sie ihr Ziel des Auffindens von Kontakten kenntlich gemacht haben. Es lässt ihnen aber nicht die Freiheit, diesen abzulehnen.</p><p>Auch im Rahmen des Path-Fehltritts mehrfach erwähnt werden <a
href="http://www.whatsapp.com">WhatsApp</a> und <a
href="http://www.viber.com">Viber</a>. Während es aus Anwendersicht ärgerlich ist, dass beide Applikationen nur genutzt werde können, wenn man dafür die eigenen Kontakte &#8220;ausliefert&#8221;, informieren die Anwendungen beim Start über diesen Sachverhalt und erfordern eine aktive Bestätigung darüber, dass dieser zur Kenntnis genommen wurde.</p><p>Bei drei Social-Apps aus Deutschland, die wir uns spontan angeschaut haben, sieht die Sachlage folgendermaßen aus: <a
href="http://www.eyeem.com">EyeEm</a> und <a
href="http://www.wunderkit.com">Wunderkit</a> verfahren ähnlich wie Instagram, <a
href="http://www.getamen.com">Amen</a> verzichtet dagegen bisher auf einen Adressbuchscan. Wenn er kommt, dann mit Einwilligung des Nutzers, <a
href="https://twitter.com/#!/csshsh/status/167569595664826368">so Mitgründer Florian Weber</a>.</p><p><strong>Ausreden und Rechtfertigungen</strong></p><p>Es ist beachtlich, welche Wege Entwickler sozialer Apps beschreiten und wie viele Ausreden sie parat haben, um die Kontakte aus dem Adressbuch für die Vernetzung der User nutzen und sich gleichzeitig für diesen Schritt &#8211; über deren gefährliche Gratwanderung sie sich alle im Klaren sind &#8211; rechtfertigen zu können. Das Spektrum reicht von &#8220;Hey, wir sind trotzdem die Guten, andere sind viel Schlimmer&#8221; (auf BlackBerrys scheint WhatsApp es mit der Transparenz <a
href="http://forums.crackberry.com/blackberry-apps-f35/whatsapp-took-all-my-contacts-sent-their-servers-without-asking-me-649363/#post6674329">weniger genau zu nehmen</a>) über &#8220;<a
href="http://www.wired.com/gadgetlab/2012/02/path-dave-morin-explains-data/">Wir dachten wir machen das Richtige</a>&#8221; bis zu &#8220;Wir greifen auf die Kontakte zu, speichern sie aber nicht&#8221; (im Falle von Hipster).</p><p>&#8220;Unter vielen iOS-Entwicklern herrscht der stille Konsens, dass es angemessen ist, auf das Adressbuch der Anwender ohne deren Einverständnis zuzugreifen und die Kontakte auf ihren Servern zu speichern&#8221;, beschreibt der aus San Francisco stammende Interface Designer Dustin Curtis <a
href="http://dcurt.is/stealing-your-address-book">die verbreitete Sichtweise</a>.</p><p>Bei aller Kritik an Path bleibt daher festzuhalten, dass das kalifornische Startup mit Sicherheit nur die Spitze des Eisbergs darstellt, auch wenn die von ihm gewählte, nun eingestellte Vorgehensweise an Dreistigkeit kaum zu überbieten ist. Womöglich sitzt dieser Tage der ein oder andere App-Entwickler mit schweißigen Händen vor seinem Rechner und fürchtet sich davor, entlarvt zu werden.</p><p><strong>Ein Blick auf die Motive schadet nicht</strong></p><p>Andererseits schadet es auch nicht, die Motive für derartige Praktiken zu betrachten: In der Mehrzahl der Fälle schielen mobile Social-Apps auf die Kontaktlisten der Anwender, weil sie auf diese Weise schneller einen hohen Vernetzungsgrad der Mitglieder schaffen, was zum Erreichen des kritischen Tipping Points erforderlich ist. <a
href="http://netzwertig.com/2011/10/27/whatsapp-kik-und-viber-datenschutz-als-bremsklotz-der-vernetzung/">Eine Analyse des Erfolgs von WhatsApp zeigt</a>, wieso der Adressbuchabgleich aus Anbietersicht so unglaublich erstrebenswert ist. Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Dennoch empfiehlt es sich bei der Bewertung, die Populismusbrille (&#8220;Apps wollen meine Daten, um sie dann zu verkaufen&#8221;) abzulegen und nüchtern die Fakten zu betrachten.</p><p><strong>Generalamnestie für App-Betreiber</strong></p><p>Dem heimlichen Adressbuchabgleich muss trotzdem der Riegel vorgeschoben werden. App-Entwicklern, die diesen bisher im Stillen durchführten, sollte jetzt und heute eine Generalamnestie gewährt werden &#8211; nie war die Gelegenheit besser, sich reumütig zu zeigen, Fehler einzugestehen und Besserung zu geloben. Diese muss darin bestehen, dass App-Benutzer unmissverständlich darüber aufgeklärt werden, wenn auf die Smartphone-Kontakte zugegriffen wird. Applikationen, die Bonuspunkte sammeln möchten, verzichten zudem auf einen Zwang &#8211; nichts (außer der begrenzte Platz auf dem iPhone-Display) hindert sie daran, auf die dadurch verursachte schlechtere User Experience hinzuweisen.</p><p>Vermutlich wird es aber ohnehin nicht mehr lange dauern, bis Apple iOS so abändert, dass ein heimlicher Kontaktabgleich nicht mehr möglich ist. <a
href="http://parislemon.com/post/17302450717/stealing-your-address-book">Zurecht stellt sich die Frage</a>, wieso dies nicht von Beginn an so gehandhabt wurde. Nicht unvorstellbar wäre, dass Apple diese Lücke absichtlich offen gehalten hat, um sein mobiles Betriebssystem als für Social-Web-Dienste besonders attraktive App-Plattform zu etablieren. Was auch funktioniert hat.</p><p>Und ein wenig Pragmatismus zum Abschluss: Wer eine Telefonnummer besitzt, die sich in den iPhone-Adressbüchern anderer Menschen befindet, muss davon ausgehen, dass die Nummer schon auf den Servern einiger App-Startups gespeichert ist. Alles andere wäre ein Wunder.</p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
href="http://netzwertig.com/2012/02/09/nach-dem-path-fehltritt-das-merkwurdige-verhalten-vernetzungswilliger-iphone-apps-zur-wachstumszeit/#flattr"><img
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/></a></div><div
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/05/das-auge-surft-mit-das-ende-hasslicher-apps/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/12/path110-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/05/das-auge-surft-mit-das-ende-hasslicher-apps/">Das Auge surft mit: Das Ende hässlicher Apps</a></b><br
/><font
size="2">Eine Reihe neuer mobiler Dienste begeistert Anwender mit viel Liebe zum Detail und einem ausgeprägten Design-Fokus. Die Messlatte für das äußere Erscheinungsbild mobiler Apps liegt damit immer höher. </font><font
color="#aaa">(5. Dezember 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/07/20/prioritatensetzung-von-startups-wieso-es-falsch-ist-android-als-os-zweiter-klasse-zu-behandeln/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/07/iphoneandroid110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/07/20/prioritatensetzung-von-startups-wieso-es-falsch-ist-android-als-os-zweiter-klasse-zu-behandeln/">Prioritätensetzung von Startups: Wieso es falsch ist, Android  als OS zweiter Klasse zu behandeln</a></b><br
/><font
size="2">Noch immer beschränken sich viele Startups darauf, zum Launch lediglich eine iPhone-Applikation anzubieten. Doch dies ist leichtsinnig. </font><font
color="#aaa">(20. Juli 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/05/25/sieben-monate-nach-dem-launch-instagram-wachst-so-schnell-wie-foursquare/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/instagram110-1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/05/25/sieben-monate-nach-dem-launch-instagram-wachst-so-schnell-wie-foursquare/">Sieben Monate nach dem Launch: Instagram wächst  so schnell wie foursquare</a></b><br
/><font
size="2">Nach nur sieben Monaten wächst der Fotosharing-Dienst Instagram im gleichen Tempo wie der Check-In-Pionier foursquare. Dies lässt Schlüsse über das Potenzial beider Angebote zu. </font><font
color="#aaa">(25. Mai 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
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url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/contacts110.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/contacts110.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Heimlicher Adressbuch-Abgleich: Path zeigt sein wahres Gesicht</title><link>http://netzwertig.com/2012/02/08/heimlicher-adressbuch-abgleich-path-zeigt-sein-wahres-gesicht/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/02/08/heimlicher-adressbuch-abgleich-path-zeigt-sein-wahres-gesicht/#comments</comments> <pubDate>Wed, 08 Feb 2012 10:43:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Martin Weigert</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Datenschutz]]></category> <category><![CDATA[Path]]></category> <category><![CDATA[Social Networks]]></category> <category><![CDATA[Vertrauen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20494</guid> <description><![CDATA[Das aufstrebende soziale Netzwerk Path hat sich mit dem ungefragten Abgleich der Smartphone-Adressbücher seiner Nutzer einen groben Schnitzer erlaubt. Für diese bei Startups übliche Leichtfertigkeit gibt es Gründe. ]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Das aufstrebende soziale Netzwerk Path hat sich mit dem ungefragten Abgleich der Smartphone-Adressbücher seiner Nutzer einen groben Schnitzer erlaubt. Für diese bei Startups übliche Leichtfertigkeit gibt es Gründe.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/path-3.png" width="163" height="72"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Es ist nicht lange her, da <a
href="http://netzwertig.com/2011/11/25/getglue-foursquare-und-andere-wie-startups-das-vertrauen-der-nutzer-aufs-spiel-setzen/">beschrieb ich am Beispiel GetGlue und foursquare</a>, wie leichtfertig Startups das Vertrauen ihrer Nutzer aufs Spiel setzen. Dass es nur eine Frage der Zeit war, bis das nächste eigentlich sympathische Jungunternehmen sich einen Schnitzer auf Kosten seiner Anwender leisten würde, daran bestand kein Zweifel. Jetzt ist es passiert, und zwar ausgerechnet bei <a
href="https://path.com/">Path</a>, dem aufstrebenden &#8220;privaten&#8221; sozialen Netzwerk, das seit einiger Zeit in Early-Adopter-Kreisen <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/04/wunsch-nach-intimitat-path-entzuckt-von-facebook-mudigkeit-gezeichnete-geeks/">für Furore sorgt</a> und sich erfolgreich als auf die Interaktion im geschlossenen Kreis basierendes Gegenstück zu Facebook <a
href="http://techcrunch.com/2012/02/08/e-tu-path">positionieren konnte</a>:</p><p>Der Entwickler Arun Thampi <a
href="http://mclov.in/2012/02/08/path-uploads-your-entire-address-book-to-their-servers.html">hat festgestellt</a>, dass die iPhone-App von Path bei Neuregistrierungen das gesamte Smartphone-Adressbuch der Nutzer auf die eigenen Server lädt, ohne um Erlaubnis zu bitten oder Anwender darüber in Kenntnis zu setzen. Auf diese Weise soll es Path-Mitgliedern leichter gemacht werden, ihre Freunde und Familie zu finden und als Kontakte hinzuzufügen, so die Rechtfertigung von Path-Mitgründer Dave Morin, einem ehemaligen Facebook-Angestellten, als Kommentar zu Thampis Blogeintrag. Gleichzeitig kündigte Morin an, den Adressbuchabgleich künftig wie in der Android-App als freiwillige Option anzubieten.</p><p><span
id="more-20494"></span></p><p>Die Aussage, dass es Path ausschließlich darum geht, das Auffinden von Kontakten zu erleichtern, wovon am Ende die einzelnen Mitglieder profitieren, halte ich für glaubwürdig. Auch hält sich das tatsächliche &#8220;Missbrauchspotenzial&#8221; von Adressbuchdaten, die zumeist aus Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen bestehen, objektiv betrachtet in Grenzen und geht nicht über das des in Deutschland <a
href="http://notizen.steingrau.de/2011/07/14/sofort-verbieten-firmen-verkaufen-adressen-mit-benutzerinteressen">ganz legal durchgeführten Adresshandels hinaus</a>.</p><p><strong>Path enttäuscht seine Anwender</strong></p><p>Entscheidend ist, dass Path mit seinem eigenmächtigen Handeln das Vertrauen der Anwender missbraucht und sie enttäuscht hat. Morin und sein Team offenbaren eine liberale Sicht auf das Thema Datenschutz, die grundsätzlich nicht einmal falsch ist (nochmals: Namen und Kontaktdaten sind ohnehin Handelsware), die aber im Kontext eines auf eine intime Atmosphäre ausgelegten sozialen Netzwerkes zum Problem wird. Die Betreiber des Dienstes haben gezeigt, dass sie grundsätzlich zu einer Bevormundung der Anwender in sie direkt betreffenden Aspekten bereit sind, wenn es ihnen (den Anwendern) einen Mehrwert bietet. Aus strategischer Sicht ist das nachvollziehbar, moralisch aber bedenklich.</p><p><strong>Apple hat Teilschuld, mehr aber nicht</strong></p><p>Einige Analysen zum Thema <a
href="http://thenextweb.com/insider/2012/02/08/paths-mistake-shows-a-problem-with-apple-facebook-and-us/">kritisieren auch Apple</a>, das bisher dem ungefragten Adressbuchzugriff durch Apps keinen Riegel vorgeschoben hat. In der Tat sollte der Konzern aus Cupertino für den App-Zugriff auf von Anwendern als sensibel wahrgenommene Daten eine Bestätigung erzwingen. Dennoch erscheint es konstruiert, wie an mancher Stelle Apple als der eigentliche Schuldige <a
href="http://www.staynalive.com/2012/02/paths-privacy-problems-arent-paths.html">dargestellt wird</a>. Nur weil es für Path technisch möglich war, die Adressbücher ohne vorherige Erlaubnis durch die Mitglieder auf die eigenen Server zu laden, heißt dies nicht, dass von dieser Gelegenheit Gebrauch gemacht werden musste. Insofern könnte man auch argumentieren, dass Apple durch die fehlende Regulierung dabei hilft, die integeren Apps von den weniger vertrauenswürdigen zu trennen.</p><p><strong>Plötzlich sind WhatsApp und Viber die Guten</strong></p><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/whatsapp.png" width="220" height="100"  alt="" align="right" hspace="5" vspace="5"/>Ironischerweise lassen die Geschehnisse zwei andere Apps, <a
href="http://netzwertig.com/2011/10/27/whatsapp-kik-und-viber-datenschutz-als-bremsklotz-der-vernetzung/">die ebenfalls Adressbücher abgleichen</a>, aber Nutzer darüber informieren, plötzlich in einem besseren Licht erscheinen: Wer die mobilen Chat- und Kommunikationsapps <a
href="http://www.whatsapp.com">WhatsApp</a> und <a
href="http://www.viber.com">Viber</a> verwenden will, hat keine andere Wahl, als die Smartphone-Kontakte freizugeben. Allerdings muss dies vom User aktiv bestätigt werden. Den Zwang, gespeicherte Namen und Telefonnummern auszuliefern, kann man nicht oft genug kritisieren. Im Vergleich zum Vorgehen von Path allerdings wirkt der Ansatz von WhatsApp und Viber schlagartig deutlich respektvoller.</p><p><strong>Ein nachhaltiger Schaden ist unwahrscheinlich</strong></p><p>Manch einer mag sich jetzt fragen, wie ein mit vielen Millionen Dollar Venture Capital ausgestattetes, äußerst ambitioniertes und auf das Vertrauen seiner Mitglieder angewiesenes Jungunternehmen wie Path überhaupt ein derartig enormes Risiko eingehen kann, sein Image nachhaltig zu schädigen? Die Antwort: Weil die Geschichte gezeigt hat, dass der dauerhafte Schaden minimal ausfällt. Bei Facebook beispielsweise waren kalkulierte und experimentelle Verstöße gegen Konventionen und Datenschutzgesetze Teil der Firmenstrategie. Trotzdem oder gerade deshalb explodierten die Nutzerzahlen.</p><p>Im Optimalfall wird Path von dem Skandälchen sogar profitieren. Immerhin hält sich der bereits zwei Millionen Nutzer zählende Dienst damit in den Schlagzeilen. Und die negative Tonalität mancher Artikel zum Trotz: Der ein oder andere wird nun überhaupt zum ersten Mal auf die Path-App aufmerksam.</p><p>Auch künftig werden sich Startups auf den ersten Blick fatale Fehltritte leisten (passen dazu sieht sich <a
href="http://www.pinterest.com">Pinterest</a> gerade wegen &#8220;heimlicher&#8221; Affiliate-Links <a
href="http://t3n.de/news/pinterest-setzt-heimlich-365211/">Kritik ausgesetzt</a>). Weil sie wissen, dass der Sturm der Entrüstung vorübergeht und die Mehrheit der Nutzer nicht nachtragend ist.</p><p>Um dieses Verhaltensmuster von Internetunternehmen zu verändern, müssten Anwender ein Exempel statuieren. Wenn Path-Mitglieder den Dienst jetzt boykottieren und ihn damit zum Aufgeben zwingen würden, dann hätten Startups zukünftig einen Grund, weniger forsch bestimmte Grenzen zu überschreiten. Dass dies eintritt, ist allerdings genauso wahrscheinlich wie ein schnelles Ende der Griechenland- und Eurokrise.</p><p><strong>Update: </strong>Mittlerweile <a
href="http://www.readwriteweb.com/archives/path_apologizes_for_privacy_mistake_do_you_accept.php">hat sich Path entschuldigt</a> und alle gespeicherten Adressbuchdaten gelöscht. Ab sofort ist die Funktion Opt-In.</p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
href="http://netzwertig.com/2012/02/08/heimlicher-adressbuch-abgleich-path-zeigt-sein-wahres-gesicht/#flattr"><img
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/></a></div><div
style="float:left;margin-bottom:10px;"> <a
href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2012/02/08/heimlicher-adressbuch-abgleich-path-zeigt-sein-wahres-gesicht/&title=Heimlicher Adressbuch-Abgleich: Path zeigt sein wahres Gesicht&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig"> <img
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/04/wunsch-nach-intimitat-path-entzuckt-von-facebook-mudigkeit-gezeichnete-geeks/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/path110-2.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/04/wunsch-nach-intimitat-path-entzuckt-von-facebook-mudigkeit-gezeichnete-geeks/">Wunsch nach Intimität: Path entzückt von Facebook-Müdigkeit gezeichnete Geeks</a></b><br
/><font
size="2">Die US-Internet-Avantgarde überschlägt sich mit Lob für das mobile Social Network Path, das Nutzern die Intimität verspricht, die sie bei Facebook zunehmend vermissen. Auch ein gewisser Elitismus treibt derzeit Neugierige zu dem Dienst. </font><font
color="#aaa">(4. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/11/brisanter-entschluss-us-behorde-zwingt-facebook-zum-opt-in-verfahren/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/handschellen110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/11/brisanter-entschluss-us-behorde-zwingt-facebook-zum-opt-in-verfahren/">Brisanter Entschluss: US-Behörde zwingt Facebook  zum Opt-In-Verfahren</a></b><br
/><font
size="2">Die US-Handelskommission FTC hat Facebook die Auflage erteilt, für Änderungen an den Privatsphäre-Einstellungen grundsätzlich vorab das Einverständnis der Nutzer einzuholen. Im schlimmsten Fall wird dies Facebooks Entwicklungstempo drastisch verlangsamen. </font><font
color="#aaa">(11. November 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/whatsapp110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/10/27/whatsapp-kik-und-viber-datenschutz-als-bremsklotz-der-vernetzung/">WhatsApp, Kik und Viber: Datenschutz als  Bremsklotz der Vernetzung</a></b><br
/><font
size="2">Die Welt sozialer Netzwerke ist ungerecht: Anbieter, die sich an die Konventionen halten, werden zu Geisterstädten, während Regelbrecher sich vor Nutzern kaum retten können. Die mobilen Apps Kik, WhatsApp und Viber verdeutlichen dies exemplarisch. </font><font
color="#aaa">(27. Oktober 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
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isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20460</guid> <description><![CDATA[Das Internet in seiner bisherigen Form wird nicht nur durch Regierungen und fortschrittsfeindliche Unternehmen bedroht. Die Demontage eines offenen Netzes findet auch von "innen" statt.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Das Internet in seiner bisherigen Form wird nicht nur durch Regierungen und fortschrittsfeindliche Unternehmen bedroht. Die Demontage eines offenen Netzes findet auch von &#8220;innen&#8221; statt.</h4><p
style="text-align: center;"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/warteschlange.png" width="450" height="217"  alt="Foto: Flickr/ButterflySha, CC BY 2.0" /><br
/></p><p>Der Druck auf das Internet, den etablierten Strukturen und Konventionen der &#8220;alten Welt&#8221; Folge zu leisten, nimmt unaufhörlich zu. Regierungen und Ermittlungsbehörden sorgen sich um revolutionäres Potenzial und &#8220;Cyberkriminalität&#8221;, die Unterhaltungsindustrie sieht ihre Umsätze wegbröckeln, und die Zugangsanbieter verzweifeln an der für sie nur schwer monetarisierbaren Traffic-Explosion. Vorratsdatenspeicherung, Gesetzesentwürfe und Handelsabkommen à la SOPA, PIPA und ACTA sowie die Sabotage der Netzneutralität sind einige der unmittelbaren Folgen. Kurzum: Externe Kräfte stellen dem Web zunehmend <a
href="http://netzwertig.com/2011/05/23/der-ungeliebte-kontrollverlust-internet-am-scheideweg/">die Existenzfrage</a>.</p><p>Doch als wäre all dies nicht genug, droht dem Web, wie Menschen es in den vergangenen 15 Jahren kennen und schätzen gelernt haben, auch aus den eigenen Kreisen die Demontage. Denn die gewachsenen Internetkonzerne, über die wir bei netzwertig.com aufgrund ihrer Disruptions- und Innovationsfähigkeit regelmäßig und gerne berichten, verabschieden sich vom ursprünglichen Gedanken eines offenen Internets ohne kontrollierende Eingriffe durch Gatekeeper. Nicht, weil sie böse sind und Anwender ins Verderben schicken wollen, sondern weil die zugrunde liegenden Dynamiken, die kommerziellen Interessen und auch die Bedürfnisse der Nutzer dies erzwingen &#8211; eine Entwicklung, die US-Blogger und -Autor John John Battelle mit dem ebenfalls vom Menschen unbeabsichtigt verursachten Abschmelzen der Polarkappen <a
href="http://battellemedia.com/archives/2012/02/its-not-whether-googles-threatened-its-asking-ourselves-what-commons-do-we-wish-for.php">vergleicht</a>.</p><p><span
id="more-20460"></span></p><p><strong>Nutzern gefällt es im &#8220;Walled Garden&#8221;</strong></p><p>Einen wachsenden prozentualen Anteil der Onlinezeit verbringen wir innerhalb der weitestgehend geschlossenen Ökosysteme führender Internetkonzerne. So halten sich Anwender <a
href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Focus-Ein-Fuenftel-der-Internetzeit-wird-bei-Facebook-verbracht-1428265.html">etwa 20 Prozent ihrer Zeit im Netz</a> bei Facebook auf. In dieser Statistik ist die Nutzung der auf der <a
href="http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/">Plattform des sozialen Netzwerks</a> aufsetzenden und mit ihr eng verbundenen Drittanbieter nicht einmal eingerechnet.</p><p>Noch deutlicher wird der zunehmende Einfluss einzelner Firmen auf unseren Webkonsum beim Blick auf die Popularität mobiler Applikationen. Im Juni vergangenen Jahres überstieg die Dauer der Verwendung nativer mobiler Apps bei US-Usern erstmals <a
href="http://techcrunch.com/2011/06/20/flurry-time-spent-on-mobile-apps-has-surpassed-web-browsing/">die des Besuchs herkömmlicher Websites</a>. Von den zwei führenden Plattformen für mobile Anwendungen setzt mit Apple eine auf einen strengen Freigabeprozess, der nur solche Apps in den Store lässt, die den penibel kontrollierten Richtlinien des Konzerns entsprechen.</p><p>Benutzer vertreiben sich also immer häufiger die Zeit mit Onlineanwendungen, die von einer übergeordneten, privatwirtschaftlichen Instanz geprüft und als regelkonform bezeichnet wurden. Anbieter von Apps, die Apple nicht schmecken, müssen sich andere Wege suchen, um die User zu erreichen &#8211; beispielsweise über weniger populäre <a
href="http://netzwertig.com/2011/11/07/von-mobilen-standards-wahrnehmung-und-trends-html5-und-die-mobilen-apps-der-zukunft/">HTML5-Browser-Apps</a>.</p><p>Auch Amazon bastelt sich mit seiner Kindle-Plattform und der Verknüpfung aus Hardware und Inhalten <a
href="http://www.technewsworld.com/story/73387.html">einen &#8220;Walled Garden</a>&#8220;, der Konsumenten sukzessive aus dem offenen Netz in die eigene, den Regeln des &#8220;Hausherrn&#8221; folgende Welt hineinzieht.</p><p><strong>Sicherer, bequemer, besser</strong></p><p>Das Bemerkenswerte an dieser Machtverschiebung und -konzentration ist, dass kein Mensch gezwungen wird, sich in die Fänge der neuen Gatekeeper zu begeben. Stattdessen sind es diverse von den Verbrauchern wahrgenommene und tatsächlich vorhandene Vorzüge, die hunderte Millionen Menschen dazu bewegen, freiwillig und sogar mit Begeisterung die Angebote der umzäunten digitalen Gärten in Anspruch zu nehmen:</p><p>So erlaubt es die enorme Verbreitung von Facebook, mit nahen und fernen Bekannten rund um den Globus in Kontakt zu bleiben. Und wer einen Kindle besitzt, bindet sich damit zwar bis zu einem gewissen Maß an Amazon und dessen Geschäftsbedingungen, kann dafür aber besonders bequem in dessen gut gefülltem virtuellen E-Book-Laden shoppen. Bequemlichkeit siegt über prinzipielle Bedenken. Auch die harte Hand, mit der Apple seinen App Store regiert, hat einen eindeutigen Vorteil gegenüber einem offeneren Ansatz: Konsumenten müssen sich keine Sorgen darüber machen, Schadsoftware, gefälschte oder nicht funktionierende Programme auf ihr Smartphone oder Tablet zu laden. Beim Android Market, der auf einen manuellen Freigabeprozess verzichtet, können Anwender weit weniger auf die Qualität der Apps vertrauen. Künftig plant Google daher zumindest einen Vorab-Scan, <a
href="http://www.focus.de/digital/computer/kampf-gegen-schaedliche-software-google-will-apps-fuer-android-smartphones-scannen_aid_710204.html">um Malware auszusortieren</a>.</p><p>Was Open-Source-Apologeten nicht wahrhaben wollen, bestätigt das Gros der Internetnutzer mit dem eigenen Verhalten: In entscheidenden Punkten erweisen sich geschlossene Software- und Ökosysteme gegenüber den offenen Alternativen als überlegen. Bisher zumindest.</p><p><strong>Googles großes Dilemma</strong></p><p>Google trifft der von den anderen Onlinefirmen forcierte Abschied vom offenen Web besonders hart. Bisher gehörte das Ausnahmeunternehmen zu den größten Fürsprechern einer uneingeschränkten, freien Internetlandschaft. Doch weil sich die Bedürfnisse der Anwender verändern und weil die Konkurrenz mit ihren auf Nutzer magnetische Anziehungskraft ausübenden Ökosystemen immer stärker wird, sieht sich der Webgigant genötigt, nun nach den Regeln des Wettbewerbs zu spielen und <a
href="http://hackr.de/2012/01/31/googleheimer">die eigenen, bisher streng gelebten Prinzipien aufzuweichen</a>. Die Folgen könnten für das Unternehmen verheerend sein. Derzeit zumindest <a
href="http://paidcontent.org/article/419-was-googles-disastrous-january-a-passing-storm-or-sign-of-things-to-com/">wirkt es so labil und unsicher wie nie zuvor</a>.</p><p><strong>Schuldzuweisungen greifen zu kurz</strong></p><p>Anhänger eines demokratischen Internets, bei dem nicht einige wenige Firmen der Mehrheit der Nutzer vorgeben, wie sie sich (über Gesetze hinaus) zu verhalten haben, beschuldigen oft die betroffenen Unternehmen selbst. Doch das greift zu kurz. Facebook, Apple, Amazon und auch Google sind keine gemeinnützigen Organisationen sondern profitorientierte Firmen, welche die Erwartungen ihrer Anteilseigener erfüllen müssen. Aus Anwendersicht ist es leicht, von den Unternehmen zu fordern, ihre Mauern einzureißen, Datenportabilität zu erlauben und auf offene Standards zu setzen. Doch sofern positive Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn nicht sicher sind und womöglich sogar eine Stärkung der Kontrahenten erfolgt, werden Konzerne derartige Schritte so lange wie möglich hinauszögern.</p><p>Die Dynamiken des Marktes in Kombination mit charakteristischen Merkmalen des Internets führen zu einer Situation, in der sowohl Nutzer als auch Onlinefirmen kurzfristig ihre Bedürfnisse stillen und sich dabei von Grundprinzipien des freien Webs verabschieden &#8211; mitunter ohne Absicht ohne sich über diesen Prozess und dessen Konsequenzen überhaupt im Klaren zu sein.</p><p><strong>Resignation macht sich breit</strong></p><p>Selbst wer sich tagtäglich intensiv mit der digitalen Sphäre und den diese prägenden Bedingungen und Trends befasst, mag mittlerweile ganz einfach akzeptiert haben, dass ein Ende des Wilden Westens im Netz einen Verlust von Freiheiten bedeutet. So geht es zum Beispiel US-Blogger Robert Scoble, der &#8211; sofern er mit <a
href="http://scobleizer.com/2012/02/04/its-too-late-for-dave-winer-and-john-battelle-to-save-the-common-web/">diesem provokativen Beitrag</a> nicht nur einfach Aufmerksamkeit sucht &#8211; der Ansicht ist, dass der Kampf gegen ein von Gatekeepern beherrschtes und durch Walled Gardens dominiertes Internet vor vier Jahren sinnvoll war, dass es nun aber zu spät sei.</p><p>Auch die <a
href="http://gigaom.com/2012/01/04/yes-blog-comments-are-still-worth-the-effort/">&#8220;Kampagne&#8221; einiger US-Techblogger gegen Leserkommentare</a> zeigt, wie schnell einst als unantastbar geltende Aspekte der neuen, partizipativen Onlinewelt dem Bedarf an einem gesitteten, kontrollierten Netz zum Opfer fallen können, und wie dieses Bedürfnis sich nicht nur auf diejenigen beschränkt, die im Internet eine permanente Bedrohung sehen.</p><p>Ist es tatsächlich zu spät, um das World Wide Web, wie wir es kennen und lieben gelernt haben, als Medium der Masse am Leben zu erhalten? Werden sich künftig 99 Prozent der Menschen ausschließlich in den umzäunten, gesäuberten Territorien der Webkonzerne bewegen und das restliche digitale Feld Hackern und Open-Web-Verfechtern überlassen, die auch in zehn Jahren noch den Traum eines verteilten Social Networks à la diaspora oder <a
href="http://scripting.com/stories/2012/01/24/canWeBuyYourSearchEngine.html">einer im Besitz der Nutzer befindlichen Suchmaschine</a> träumen? Oder erleben wir nur eine temporäre Phase der Machtkonzentration und Zentralisierung, auf die ein ebenso kraftvoller Gegentrend folgt?</p><p>Ich habe keine Antwort auf diese Frage. Aber ich hoffe, dass sich die Befürchtungen im Nachhinein als übertrieben herausstellen werden.</p><p><strong>Update: </strong>Paul Solbach <a
href="http://www.cicero.de/salon/apple-iphone-appstore-google-endpoints-datentechnische-vormoderne/48178">vertritt bei Cicero eine gegensätzliche These</a>: Geschlossene Systeme haben keine Zukunft.</p><p><em>(Foto: <a
href="http://www.flickr.com/photos/butterflysha/140523563/">Flickr/ButterflySha</a>, <a
href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC BY 2.0</a>)</em></p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
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/></a></div><div
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isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20456</guid> <description><![CDATA[Facebooks Börsengang wird bis zu 1000 Angestellte des Unternehmens zu Millionären machen. Die gesamte Internetwirtschaft profitiert davon.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Facebooks Börsengang wird bis zu 1000 Angestellte des Unternehmens zu Millionären machen. Die gesamte Internetwirtschaft profitiert davon.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook-25.png" width="179" height="59"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Die Perspektiven, aus denen man <a
href="http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/">Facebooks angestrebten Börsengang</a> beleuchten kann, sind extrem vielseitig. Nachdem ich gestern einen sich abzeichnenden Interessenkonflikt bei Facebook-Aktien erwerbenden Tech-Bloggern und -Journalisten <a
href="http://netzwertig.com/2012/02/02/der-nachste-interessenkonflikt-wie-die-facebook-aktie-dem-tech-journalismus-schadet/">beschrieb</a>, möchte ich an dieser Stelle noch einen anderen, äußerst spannenden Aspekt des IPO erwähnen: die Auswirkungen auf die Technologie- und Internetwirtschaft.</p><p>Rund fünf Milliarden Dollar möchte Facebook am Aktienmarkt erlösen &#8211; und wird auf diese Weise nach Expertenschätzungen <a
href="http://www.reuters.com/article/2011/12/08/us-facebook-millionaires-idUSTRE7B72NK20111208">mindestens 1000 neue Dollar-Millionäre schaffen</a>. Neben Firmenchef Mark Zuckerberg, <a
href="http://allthingsd.com/20120201/facebooks-ipo-filing-who-owns-what-who-makes-what/">seinem Führungsteam und Investoren</a> gehören hauptsächlich frühe Facebook-Angestellte zu den Profiteuren. Diese wurden nämlich bei ihrer Rekrutierung mit Aktienoptionen ausgestattet.</p><p><span
id="more-20456"></span></p><p>Zwar dürfen diese im Rahmen der üblichen Sperrfrist in der Regel erst sechs Monate nach dem IPO verkauft werden. Sofern die Facebook-Aktie dann aber nicht komplett am Boden liegt &#8211; wovon aus heutiger Sicht nicht auszugehen ist &#8211; werden bis zu 1000 der heute über 3000 Facebook-Angestellten ihre Aktien verkaufen und damit auf einen Schlag reich werden können.</p><p>Für das Unternehmen selbst stellt dies eine enorme Herausforderung dar. Denn den frisch gebackenen Millionären öffnen sich eine schier unbegrenzte Zahl an neuen Optionen, wie sie künftig ihr privates und berufliches Leben verbringen möchten. Facebook wird sich damit deutlich stärker als bisher anstrengen müssen, um diese Personen &#8211; die vier, fünf oder mehr Jahre bei dem zu einem IT-Konzern gereiften Unternehmen tätig waren &#8211; bei Laune zu halten. Ein personeller Aderlass ist nahezu unvermeidbar.</p><p><strong>Der US-Fiskus freut sich</strong></p><p>Während dieser Facebook Kopfschmerzen bereiten könnte, freut sich die US-Wirtschaft auf einen mit dem Google-Börsengang im Jahr 2004 vergleichbaren Effekt. Da der Aktiengewinn versteuert werden muss, rechnen die kalifornischen Finanzbehörden mit signifikanten Steuer-Mehreinnahmen. Mindestens 400 Millionen Dollar sollen beim Google-IPO in die Kassen des hochverschuldeten Bundesstaates <a
href="http://mashable.com/2012/02/03/facebook-california-economy/">geflossen sein</a>. Der Suchgigant erlöste jedoch &#8220;nur&#8221; 1,67 Milliarden Dollar, weshalb die Hoffnungen auf Facebooks Fünf-Milliarden-Börsendebüt noch deutlich größer sind.</p><p><strong>Geldgeber hoffen auf mehr Exits</strong></p><p>Für alle leidenschaftlichen Beobachter der Onlinewirtschaft deutlich interessanter sind die Auswirkungen auf das Startup-Ökosystem. Die gesamte Branche wird Nutznießer des Börsengangs sein, so der <a
href="http://gigaom.com/2012/02/01/what-a-facebook-ipo-means-for-silicon-valley">allgemeine Tenor von Experten und Investoren</a>. Die zu erwartende Abwanderung von Mitarbeitenden dürfte das soziale Netzwerk zu weiteren, auf den Zugewinn von talentiertem Personal abzielenden Übernahmen junger Startups zwingen. Mehr Exits wiederum freuen Risikokapitalgeber und Business Angels, die so animiert werden, weiterehin viel Geld in innovative Technologie- und Internetfirmen zu pumpen.</p><p>Auch die &#8220;Zulieferindustrie&#8221; &#8211; also App-Schmieden und -Entwickler, Agenturen und Berater &#8211; werden von der Entwicklung profitieren. &#8220;In diesem Bereich werden massiv Jobs entstehen, da jetzt klar sein dürfte, dass Facebook für die nächsten Jahre gesetzt ist&#8221;, <a
href="http://t3n.de/news/lumma-kolumne-facebooks-363863/">prognostiziert Nico Lumma bei t3n</a>.</p><p><strong>Viele potenzielle neue Gründer</strong></p><p>Und nicht zuletzt wird ein gewisser Teil derjenigen, die nach der Sperrfrist ihre Aktien in bares Geld umwandeln, neue innovative Startups im Internet- und Mobile-Sektor gründen. Auch nach sieben Jahren zelebriert Facebook noch immer seine Hacker-Kultur und identifiziert sich stark über seine Ingenieure. Junge, Hochintelligente und in unkonventionellen Bahnen denkende Köpfe dürften sich nicht damit zufrieden geben, den Rest ihres Lebens am Pool zu liegen und Cocktails zu trinken. Stattdessen werden viele von ihnen entweder eigene Ideen verwirklichen, oder sich ebenfalls als Business Angels betätigen, um anderen Entrepreneuren mit Know-how und Kapital zur Seite zu stehen.</p><p>Die Zahl der US-Startups mit ehemaligen Facebook-Angestellten als Gründern wird in Zukunft in die Höhe schießen.</p><p>Facebooks Schritt an die Börse ist das wichtigste Ereignis der Technologiebranche seit vielen Jahren. Nicht nur aus Sicht von Facebook selbst, sondern im Hinblick auf das gesamte Ökosystem. Dieses profitiert unabhängig davon, wie sich das Social Network in den nächsten Jahren weiterentwickelt &#8211; solange es den anvisierten Betrag tatsächlich zu der angestrebten Bewertung einnehmen kann.</p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
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/></a></div><div
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/02/02/der-nachste-interessenkonflikt-wie-die-facebook-aktie-dem-tech-journalismus-schadet/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/wallstreet110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/02/02/der-nachste-interessenkonflikt-wie-die-facebook-aktie-dem-tech-journalismus-schadet/">Der nächste Interessenkonflikt: Wie die Facebook-Aktie  dem Tech-Journalismus schadet</a></b><br
/><font
size="2">Viele die Technologie- und Internetbranche bewachende Blogger und Journalisten rund um den Globus werden sich dieser Tage die Frage stellen, ob sie sich mit Aktien von Facebook eindecken sollten. Ein Interessenkonflikt ist programmiert. </font><font
color="#aaa">(2. Februar 2012)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook-24.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/">Nicht nur wegen des Börsengangs: 2012 ist Facebooks  wichtigstes Jahr bisher</a></b><br
/><font
size="2">Facebooks Börsengang kommt zu einer Zeit, in der sich das Unternehmen an eine veränderte Social-Networking-Landschaft anpassen muss. Jetzt wird sich entscheiden, wie stark das Fundament der Plattform tatsächlich ist. </font><font
color="#aaa">(2. Februar 2012)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/01/04/baldiger-boersengang-wuerdet-ihr-facebook-aktien-kaufen/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/facebook_110-2.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/01/04/baldiger-boersengang-wuerdet-ihr-facebook-aktien-kaufen/">Baldiger Börsengang: Würdet ihr Facebook-Aktien kaufen?</a></b><br
/><font
size="2">Facebooks Börsengang ist nur noch eine Frage der Zeit. Das Ausnahmeunternehmen wäre ein Sonderling im Aktienmarkt. </font><font
color="#aaa">(4. Januar 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a></div><div
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a></div><div
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url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook_110-17.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook_110-17.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Der nächste Interessenkonflikt: Wie die Facebook-Aktie  dem Tech-Journalismus schadet</title><link>http://netzwertig.com/2012/02/02/der-nachste-interessenkonflikt-wie-die-facebook-aktie-dem-tech-journalismus-schadet/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/02/02/der-nachste-interessenkonflikt-wie-die-facebook-aktie-dem-tech-journalismus-schadet/#comments</comments> <pubDate>Thu, 02 Feb 2012 14:56:06 +0000</pubDate> <dc:creator>Martin Weigert</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Blogs]]></category> <category><![CDATA[Börsengang]]></category> <category><![CDATA[Facebook]]></category> <category><![CDATA[Journalismus]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20437</guid> <description><![CDATA[Viele die Technologie- und Internetbranche bewachende Blogger und Journalisten rund um den Globus werden sich dieser Tage die Frage stellen, ob sie sich mit Aktien von Facebook eindecken sollten. Ein Interessenkonflikt ist programmiert.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Viele die Technologie- und Internetbranche bewachende Blogger und Journalisten rund um den Globus werden sich dieser Tage die Frage stellen, ob sie sich mit Aktien von Facebook eindecken sollten. Ein Interessenkonflikt ist programmiert.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/wallstreet.png" width="180" height="180"  alt="Flickr/Manu_H, CC BY 2.0" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Vor einem Jahr beschrieb ich, wie Facebook nach einem damals schon absehbaren Börsengang eine Art neue &#8220;<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volksaktie">Volksaktie</a>&#8221; werden könnte. Angesichts der enormen Presseaufmerksamkeit und Verwurzelung des sozialen Netzwerks im Alltag von 850 Millionen Menschen muss man davon ausgehen, dass der ein oder andere (künftige) Kleinanleger mit dem Gedanken spielt, sich mit ein paar Anteilen seines Lieblingsnetzwerks einzudecken. Zumal <a
href="http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/">trotz einiger Zweifel</a> wenigstens die theoretische Möglichkeit existiert, dass wir hier das &#8220;nächste Google&#8221; vor uns haben &#8211; mit entsprechend attraktiver Renditemöglichkeit.</p><p><a
href="http://www.blick.ch/news/wirtschaft/kann-ich-auch-facebook-aktionaer-werden-id1749319.html">Dieser Artikel der Schweizer Boulevardzeitung Blick.ch</a> (&#8220;Kann ich auch Facebook-Aktionär werden?&#8221;) wird garantiert nicht der letzte sein, der die Facebook-Aktie als interessantes Anlageobjekt für den Durchschnittsbürger ins Spiel bringt.</p><p>Dies wiederum führt zu der Frage, wie viele Journalisten und Profi- sowie Hobby-Blogger derzeit damit liebäugeln, einige Aktien des sozialen Netzwerks in ihr Portfolio aufzunehmen &#8211; oder dafür überhaupt erst ein Depot zu eröffnen. Speziell wer über Technologiethemen schreibt und grundsätzlich positiv auf das Entwicklungspotenzial des Unternehmens blickt, wird in den nächsten Wochen und Monaten eine stetige Versuchung verspüren.</p><p><span
id="more-20437"></span></p><p>Es ist wahrscheinlich, dass künftig ein Teil derjenigen, die in Blogs, in Internet-Fachmedien sowie bei führenden Nachrichtenangeboten über soziale Netzwerke und das Web im Allgemeinen und Facebook im Speziellen berichten, Besitzer von Facebook-Aktien sein werden. Ausschließen kann man dies zumindest nicht.</p><p>Einmal mehr manifestiert sich damit <a
href="http://netzwertig.com/2011/09/05/zukunft-des-onlinejournalismus-interessenkonflikt-als-dauerzustand/">der ohnehin schon allgegenwärtige Interessenkonflikt</a> der immer mehr den Mainstream erreichenden Tech-Berichterstattung. Dabei spielt es keine Rolle, inwieweit Autoren der Meinung sind, ein Aktienbesitz würde sie nicht in ihren Analysen und Perspektiven beeinflussen. Zum einen dürfte dies schlicht nicht immer stimmen, zum anderen werden Leser dies selbst dann nicht glauben wollen, wenn es tatsächlich zutrifft.</p><p>Die Übergänge zwischen Privatbloggern, festangestellten Vollblut-Journalisten und den verschiedenen Zwischenstufen sind heute fließend. Wo die Grenze verläuft, ab der sich Facebook-Aktien im Depot und redaktionelle Artikel über das Social Network in die Quere kommen, darüber dürfte es unterschiedliche Auffassungen geben.</p><p>Autoren, die für ihre Texte zur Internetbranche von Auftraggebern bezahlt werden oder als festangestellte Redakteure tätig sind, sollten meines Erachtens nach die Finger von der Facebook-Aktie lassen. Bei allen anderen hoffe ich, dass sie auf ihren Status als Anteilseigner hinweisen, wenn sie über das Social Network und verwandte Themen bloggen. Nicht alle werden dies tun. Dem zum Massenphänomen aufgestiegenen Tech-Journalismus steht damit ein weiterer Glaubwürdigkeitsverlust bevor.</p><p><em>(Foto:</em> <a
href="http://www.flickr.com/photos/ensh/3867767246/"><em>Flickr/Manu_H</em></a><em>,</em> <a
href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en"><em>CC BY 2.0</em></a><em>)</em></p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
href="http://netzwertig.com/2012/02/02/der-nachste-interessenkonflikt-wie-die-facebook-aktie-dem-tech-journalismus-schadet/#flattr"><img
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/></a></div><div
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src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br
/></a></div><br
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width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook-24.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/">Nicht nur wegen des Börsengangs: 2012 ist Facebooks  wichtigstes Jahr bisher</a></b><br
/><font
size="2">Facebooks Börsengang kommt zu einer Zeit, in der sich das Unternehmen an eine veränderte Social-Networking-Landschaft anpassen muss. Jetzt wird sich entscheiden, wie stark das Fundament der Plattform tatsächlich ist. </font><font
color="#aaa">(2. Februar 2012)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/03/28/uebernahme-von-facebookmarketing-de-unterschrieben-haben-wir-den-vertrag-in-einem-muenchner-brauhaus/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/jenswiese110-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/03/28/uebernahme-von-facebookmarketing-de-unterschrieben-haben-wir-den-vertrag-in-einem-muenchner-brauhaus/">Übernahme von facebookmarketing.de: “Unterschrieben haben wir den Vertrag in einem Münchner Brauhaus”</a></b><br
/><font
size="2">In einem Münchner Brauhaus wurde die Übernahme von Facebookmarketing.de durch das US-Unternehmen WebMediaBrands besiegelt. Im Interview plaudert Mitgründer Jens Wiese über den Deal. </font><font
color="#aaa">(28. März 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/03/08/facebook-neues-kommentarsystem-das-schweigen-der-nutzer/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/facebookkommentare110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/03/08/facebook-neues-kommentarsystem-das-schweigen-der-nutzer/">Facebooks neues Kommentarsystem: Das Schweigen der Nutzer</a></b><br
/><font
size="2">Mit seinem neuen identitätsgebundenen Kommentarsystem für Drittanbieter bringt Facebook Anstand und Höflichkeit in die Kommentarspalten von Nachrichtensites und Blogs - und läuft gleichzeitig Gefahr, gute Diskussionen zu verhindern. </font><font
color="#aaa">(8. März 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a></div><div
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href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a></div></div>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://netzwertig.com/2012/02/02/der-nachste-interessenkonflikt-wie-die-facebook-aktie-dem-tech-journalismus-schadet/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>11</slash:comments> <enclosure
url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/wallstreet110.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/wallstreet110.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Nicht nur wegen des Börsengangs: 2012 ist Facebooks  wichtigstes Jahr bisher</title><link>http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/#comments</comments> <pubDate>Thu, 02 Feb 2012 10:17:17 +0000</pubDate> <dc:creator>Martin Weigert</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Börsengang]]></category> <category><![CDATA[Facebook]]></category> <category><![CDATA[Plattformen]]></category> <category><![CDATA[Social Networks]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20433</guid> <description><![CDATA[Facebooks Börsengang kommt zu einer Zeit, in der sich das Unternehmen an eine veränderte Social-Networking-Landschaft anpassen muss. Jetzt wird sich entscheiden, wie stark das Fundament der Plattform tatsächlich ist.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Facebooks Börsengang kommt zu einer Zeit, in der sich das Unternehmen an eine veränderte Social-Networking-Landschaft anpassen muss. Jetzt wird sich entscheiden, wie stark das Fundament der Plattform tatsächlich ist.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook-24.png" width="110" height="110"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Facebook hat wie erwartet <a
href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebooks-Boersengang-nun-offiziell-Update-1426890.html">sein Börsenprospekt veröffentlicht</a> und damit den baldigen Gang aufs New Yorker Handelsparkett offiziell gemacht. Eine interaktive Version der Unterlagen <a
href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052970204740904577193333892324726.html#articleTabs=interactive">gibt es beim Wall Street Journal</a>, eine kompakte Übersicht der wichtigsten Fakten <a
href="http://pandodaily.com/2012/02/01/facebook-ipo-the-facts/">hat PandoDaily</a> und <a
href="http://allthingsd.com/20120201/facebooks-ipo-filing-who-owns-what-who-makes-what/">die größten Anteilseigner listet AllThingsD</a>.</p><p>Der IPO wird damit in einigen Monaten erfolgen. Während ich an dieser Stelle nicht auf die Eignung des finanzwirtschaftlichen Marktumfelds eingehen werde, glaube ich <a
href="http://linkedinsiders.wordpress.com/2012/02/01/facebooks-borsenprospekt-veroffentlicht-der-neue-100-mrd-konzern/">wie Stephan Koß bei LinkedInsider</a>, dass der Zeitpunkt für diesen Schritt nicht schlecht, aber auch nicht optimal ist. Denn in den letzten Monaten haben sich die Rahmenbedingungen im Social Web merklich verändert, und das nicht unmittelbar zugunsten von Facebook.</p><p><span
id="more-20433"></span></p><p>Über viele Jahre kannte die Social-Networking-Landschaft eigentlich nur eine Entwicklung: Facebook wuchs, während alle einstigen Konkurrenten (mit Ausnahme von Twitter) in die Bedeutungslosigkeit abrutschten. Doch dann geschah etwas: Junge, mutige Nischenanbieter erschienen auf der Bildfläche und konnten die Aufmerksamkeit (&#8220;Eyeballs&#8221;) der nach neuen Spielzeugen und Interaktionsmöglichkeiten lechzenden Nutzer gewinnen.</p><p>Besonders bedeutsam ist in diesem Zusammenhang natürlich <a
href="http://plus.google.com">Google+</a>, das zwar <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/31/aufmerksamkeitsokonomie-warum-google-an-seinem-eigenen-erfolg-scheitert/">allerlei Angriffsfläche bietet</a> und seine wirkliche Bestimmung noch zu suchen scheint, aber immerhin mehr als 90 Millionen registrierte Mitglieder aufweist. Zu nennen sei hier außerdem <a
href="http://www.pinterest.com">Pinterest</a>, der <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/23/selektives-abonnieren-wieso-das-follower-system-von-pinterest-masstabe-setzt/">visuelle Social-Bookmarkingdienst</a>, der momentan in Early-Adopter-Kreisen ein beliebtes Gesprächsthema darstellt und mittlerweile für Websites <a
href="http://gigaom.com/2012/01/31/pinterest-referral-traffic-google-plus-twitter/">zu einem wichtigen Trafficlieferant avanciert ist</a>.</p><p>Neben Pinterest erfreut sich auch das auf eine intime Atmosphäre ausgelegte <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/04/wunsch-nach-intimitat-path-entzuckt-von-facebook-mudigkeit-gezeichnete-geeks/">mobile Netzwerk Path zunehmender Beliebtheit</a> &#8211; sowohl, weil es toll aussieht, als auch aufgrund seines auf das Wesentliche konzentrierten Funktionsumfangs sowie der Tatsache, dass Personen sich dort nur mit Familie und wirklichen Freunden vernetzen sollen. Eine Begrenzung auf maximal 150 Kontakte unterstützt diese Ausrichtung.</p><p>Auch die Foto-Sharing-App <a
href="http://www.instagr.am">Instagram</a> sowie die soziale Location- und Empfehlungsplattform <a
href="http://www.foursquare.com">foursquare</a> wachsen stetig (beide haben nun jeweils über 15 Millionen Mitglieder), und das <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/09/social-graph-und-interest-graph-das-social-web-wird-dezentral-aber-anders-als-gedacht/">zwar mit Unterstützung durch die Facebook-Plattform</a>, aber trotzdem mit einem entscheidenden Maß an Eigenständigkeit.</p><p><strong>Mehr Wettbewerb um das Zeitbudget der Nutzer</strong></p><p>Bisher handelt es sich bei keinem der genannten Angebote um einen ernsthaften Wettbewerber für Facebook. Doch indem immer mehr auf einzelne Themenbereiche und Anwendungsgebiete spezialisierte Dienste signifikante Nutzerzuwächse erzielen, konkurrieren sie bis zu einem gewissen Grad mit Facebook um das begrenzte Zeitbudget der Anwender.</p><p>Aus Sicht des blau-weißen Social Networks stellt dies erst einmal kein Drama da (dazu gleich mehr), bringt aber eine neue, bisher in dieser Form im modernen Social Web nicht gekannte Qualität der Fragmentierung mit sich. In Kombination mit dem sich langsam abbremsenden Mitgliederwachstum von Facebook, das in immer mehr Märkten an eine Sättigungsgrenze stößt, stellt diese Entwicklung neue Anforderungen an das bisher erfolgsverwöhnte Unternehmen. Dies führt zu Unsicherheiten, die nicht unbedingt den Optimismus und das Vertrauen der Anleger in die ohnehin als risikobehaftet geltende Facebook-Aktie stärken.</p><p>Es wird der Tag kommen, an dem Facebook für Anwender als &#8220;Destination&#8221;, also regelmäßig angesurfte Website, um sich über Geschehnisse im Bekannten- und Freundeskreis zu informieren, an Attraktivität verliert. Subjektive Einzeleindrücke sind dabei zwar keine verlässliche Argumentationsgrundlage, aber ich erlaube mir dennoch einen: Facebook als klassisches Social Network macht auf mich zunehmend einen langweiligen Eindruck, und ich beobachte in meinem Umfeld, dass ich mit dieser Sichtweise nicht alleine bin. Mittlerweile würde ich sogar behaupten, dass Path für mich den Facebook Newsfeed komplett ersetzen könnte, wären alle mir nahestehenden Menschen dort.</p><p><strong>Die Zukunft liegt in der Plattform</strong></p><p>Doch mitlesende Facebook-Dauerkritiker sollten sich nicht zu früh über meine Worte freuen: Selbst wenn es einer breiten Masse der Facebook-Mitglieder irgendwann so gehen würde wie mir, wäre das nicht das Ende des Social Networks. Denn Facebook besitzt die Plattform mit ihren <a
href="http://newsroom.fb.com/content/default.aspx?NewsAreaId=137">mehr als sieben Millionen</a> mit dem Dienst verbundenen Websites und Applikationen. Diese <a
href="http://allthingsd.com/20120201/facebook-has-845-million-users/">in Kombination mit den jetzt 845 Millionen aktiven Nutzern</a> ist, worauf das künftige Entwicklungspotenzial des Unternehmens ruht.</p><p>Egal wie wenig Anziehungskraft facebook.com und die mobile Version auf Facebook-Mitglieder künftig haben mögen: Solange Personen sich regelmäßig im Internet aufhalten, können sie den Like-Buttons und &#8220;Login mit Facebook&#8221;-Aufforderungen kaum entkommen, und mit großer Wahrscheinlichkeit haben sie bereits zahlreiche Nutzerkonten auf anderen Sites mit ihrem Facebook-Account verknüpft.</p><p>Facebook selbst versucht alles, um sein bisheriges Kernprodukt nicht zu sehr in den Hintergrund treten zu lassen. Der Ticker, die Open-Graph-Apps sowie der Subscribe-Button sind Features, die facebook.com attraktiver machen sollen. Entscheidend ist jedoch, dass Facebooks dauerhafter Erfolg nicht komplett vom Gelingen dieses Plans abhängig ist. Viel mehr geht es darum, dass Anwender während ihrer Onlinenutzung bei Facebook angemeldet sind und über die sieben Millionen Websites und Apps mit der Plattform und ihrem Social Graph interagieren.</p><p><a
href="http://scobleizer.com/2012/02/01/why-facebook-will-be-worth-a-half-trillion-by-2015-the-mobile-and-open-graph-revenue-its-leaving-on-the-table/">Robert Scoble beschreibt</a>, wie Facebook eines Tages personalisierte Werbung an die mit dem Netzwerk verknüpften Websites und Apps ausliefern könnte. Eine derartige Maßnahme würde die wirtschaftliche Abhängigkeit von der Destination Facebook radikal verringern &#8211; gleiches gilt für die virtuelle Währung Facebook Credits. Eine Zukunft, in der man Produkte, Services oder Inhalte im Netz mit einem Klick erwerben und mit im Prepaid-Verfahren aufgeladenen Credits bezahlen kann, erscheint keineswegs abwegig. Auch dann wäre es egal, wie oft Facebook-Mitglieder tatsächlich einen Blick auf ihren Newsfeed oder die Chroniken ihrer Kontakte werfen.</p><p><strong>MySpace hatte keine Plattform</strong></p><p>Skeptiker des beispielslosen Aufstiegs von Facebook prognostizieren dem Dienst immer wieder gerne ein MySpace-Schicksal. Tatsächlich liegt es im menschlichen Naturell, regelmäßig zu neuen Ufern aufzubrechen und Abwechslung zu suchen. Mit der kontinuierlichen Veränderung seiner Website (Stichwort Chronik) stemmt sich Facebook mit aller Kraft gegen dieses Muster. Sollte es dabei jedoch erfolglos sein, würde das gesamte Konstrukt trotzdem nicht einfach wie ein Kartenhaus (oder wie MySpace) zusammenbrechen: Die Plattform als übergeordneter, Vernetzungen abbildender, Personalisierung ermöglichender Identitätsprovider ist der Klebstoff, der das Haus vor dem schnellen Kollaps schützt.</p><p><strong>Facebook am Punkt einer Transformation</strong></p><p>Dauerhaft benötigt das Haus zusätzliche Stützpfeiler. In den nächsten Jahren muss Facebook zeigen, ob es in der Lage ist, diese zu errichten. Nach mehr als einer halben Dekade des unaufhörlichen, organischen Wachstums durch Netzwerkeffekte befindet sich das nun über 3000 Mitarbeitende zählende Unternehmen an einem Punkt der Transformation, die von veränderten Herausforderungen und gegen den Dienst arbeitenden Dynamiken geprägt ist. Genau in diesem Augenblick den mächtigsten Börsengang der IT-Geschichte anzustreben, erscheint intuitiv nicht optimal &#8211; zumal dieser neue Auflagen, eine abnehmende Mitarbeiterbindung und eine schwindende Flexibilität mit sich bringt.</p><p>Diese Tatsache und die bei oberflächlicher Betrachtung überdimensioniert wirkende Bewertung von bis zu 100 Milliarden Dollar sollten allerdings nicht den Blick auf den von Facebook beschrittenen Pfad versperren: Das Unternehmen hat sich an vielen wichtigen Dreh- und Angelpunkten des Internets festgesetzt (Websites und Apps) und wird sich dort nicht so einfach wieder entfernen lassen. Eine fortschreitende Fragmentierung durch zunehmend populärere Special-Interest-Anbieter sowie eine abnehmende Begeisterung und Pro-Kopf-Nutzungsdauer der eigentlichen Facebook-Website und -Apps sind sehr wahrscheinlich. Solange jedoch die Leistungsfähigkeit der übergeordneten Plattform als Schaltstelle zwischen Nischenanbietern, Applikationen und Websites aufrechterhalten, ausgebaut und mit smarten Monetarisierungswegen kombiniert wird, muss dies der erwarteten positiven Geschäftsentwicklung nicht im Wege stehen.</p><p>2012 wird Facebooks bisher wichtigstes Jahr. Zum einen aufgrund des Börsengangs, zum anderen, weil sich entscheidet, ob das Fundament der Plattform stark genug ist, um Ermüdungs- und Ablenkungserscheinungen gereifter Anwender ohne dauerhaften Schaden ertragen zu können.</p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
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/></a></div><div
style="float:left;margin-bottom:10px;"> <a
href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/&title=Nicht nur wegen des Börsengangs: 2012 ist Facebooks  wichtigstes Jahr bisher&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig"> <img
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/19/open-graph-applikationen-facebooks-plattform-stost-in-neue-sphare-vor/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/facebook_110-16.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/19/open-graph-applikationen-facebooks-plattform-stost-in-neue-sphare-vor/">Open-Graph-Applikationen: Facebooks Plattform stößt in neue Sphäre vor </a></b><br
/><font
size="2">Vier Monate nach der ersten Vorstellung gibt Facebook den offiziellen Startschuss für Apps, die auf externen Sites stattfindene Nutzeraktionen automatisiert veröffentlichen können. </font><font
color="#aaa">(19. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/09/social-graph-und-interest-graph-das-social-web-wird-dezentral-aber-anders-als-gedacht/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/verteiltessocialnetwork.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/09/social-graph-und-interest-graph-das-social-web-wird-dezentral-aber-anders-als-gedacht/">Social Graph und Interest Graph: Das Social Web wird dezentral -  aber anders als gedacht</a></b><br
/><font
size="2">Die Idee eines dezentralen sozialen Netzwerks klingt gut auf Papier, setzt sich in der Praxis aber nicht durch. Doch nun ist es ausgerechnet Facebook, das die Hoffnung auf ein stärker verteiltes Social Web nährt. </font><font
color="#aaa">(9. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/04/wunsch-nach-intimitat-path-entzuckt-von-facebook-mudigkeit-gezeichnete-geeks/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/path110-2.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/04/wunsch-nach-intimitat-path-entzuckt-von-facebook-mudigkeit-gezeichnete-geeks/">Wunsch nach Intimität: Path entzückt von Facebook-Müdigkeit gezeichnete Geeks</a></b><br
/><font
size="2">Die US-Internet-Avantgarde überschlägt sich mit Lob für das mobile Social Network Path, das Nutzern die Intimität verspricht, die sie bei Facebook zunehmend vermissen. Auch ein gewisser Elitismus treibt derzeit Neugierige zu dem Dienst. </font><font
color="#aaa">(4. Januar 2012)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
/><div
style="margin-right:5px;float:left;"> <a
href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a></div><div
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div><div
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href="http://www.swiss-online-marketing.ch/" target="_blank" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a></div><div
style="margin-right:5px;float:left;"> <a
href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a></div><div
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href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a></div></div><img
src="http://vg01.met.vgwort.de/na/cd7e608b9251445b8d68359e267df6f4" width="1" height="1" alt="vgwort" />]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> <enclosure
url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook-24.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook-24.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Aufmerksamkeitsökonomie: Warum Google+ an seinem  eigenen Erfolg scheitert</title><link>http://netzwertig.com/2012/01/31/aufmerksamkeitsokonomie-warum-google-an-seinem-eigenen-erfolg-scheitert/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/01/31/aufmerksamkeitsokonomie-warum-google-an-seinem-eigenen-erfolg-scheitert/#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 09:53:31 +0000</pubDate> <dc:creator>Karsten Werner</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Google]]></category> <category><![CDATA[Google Plus]]></category> <category><![CDATA[Social Networks]]></category> <category><![CDATA[social search]]></category> <category><![CDATA[social web]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20408</guid> <description><![CDATA[Die Vereinigung von Google+ und Google Suche belebt erneut den Diskurs um die künftige Bedeutung dieser Plattform. Skepsis ist angebracht. ]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Die Vereinigung von Google+ und Google Suche belebt erneut den Diskurs um die künftige Bedeutung dieser Plattform. Schafft Google hier eine breitere Aufmerksamkeit für soziale Technologien, oder suggeriert es lediglich eine hohe Relevanz der eigenen Plattform, ohne dass sein Netzwerk davon wirklich profitiert?</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/googleplus110-6.png" width="110" height="110"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></p><p>Google geht es bei der in den letzten Wochen viel diskutierten <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/16/personalisierte-suche-wieso-google-sich-selbst-schadet/">Verschmelzung seiner Suchmaschine mit dem sozialen Netzwerk Google+</a> nicht um eine direkte Konfrontation mit den bereits etablierten Plattformen Facebook und Twitter. Vielmehr scheint es das primäre Ziel des Unternehmens zu sein, einen Weg zu finden, mit dem sich eine neue Anwedergruppe erreichen lässt: Internetnutzer, die zwar die Suche verwenden, aber noch nicht (mit signifikanter Aktivität) in sozialen Netzwerken vertreten sind. Google betreibt durch die Verknüpfung von Suche und Netzwerk also in erster Linie Neukundengewinnung durch Zielgruppenerweiterung. Als Lockmittel dient eine erhöhte Sichtbarkeit der eigenen Person im Internet.</p><p><span
id="more-20408"></span></p><p><strong>Illusion eines Nutzengewinns</strong></p><p>Der Nutzenzuwachs durch eine erhöhte Sichtbarkeit der Anwenderprofile und -inhalte in den Suchergebnissen ist jedoch zu bezweifeln. Dass dieser angepriesen wird, ist nachvollziehbar, schließlich handelt es sich hierbei um ein praktisches Marketingversprechen, das sich spontan nur schwer widerlegen lässt.</p><p>Jedoch trügt der Schein. Relevanz lässt sich nicht erzwingen. Selbst wenn sich mit SEO-Maßnahmen hier Vorteile erzielen ließen, so wären diese nur von kurzfristiger Dauer: Wenn die Qualität der Inhalte nicht mit der aufgrund <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/20/social-search-die-suche-der-zukunft-sieht-nicht-aus-wie-die-der-vergangenheit/">einer Top-Positionierung der personalisierten Suchergebnisse</a> entsprechend hohen Erwartungshaltung der Nutzer übereinstimmt, dann werden diese sehr schnell beginnen, die Einträge aus dem Netzwerk auszublenden.</p><p><strong>Wachstum ist wichtiger als technische Innovation</strong></p><p>Aus der Sicht des Konzerns bleibt dieses Verhalten vorerst jedoch nachvollziehbar: Jeweils aus der Position des halbherzigen Nachzüglers heraus ist Google mit Wave, Orkut und Buzz bereits gescheitert. Nachdem man sich bei dem jüngsten Anlauf mit dem Alleinstellungsmerkmal <a
href="http://netzwertig.com/2011/07/22/social-web-google-disqualifiziert-twitter-als-diskussionstool/">einer einfach zu nutzenden Diskussionsplattform</a> aus des Rolle des Nachahmers befreit hatte und durch dieses Differenzierungsmerkmal ein beeindruckendes Wachstum <a
href="http://www.stereopoly.de/116-mio-neue-user-pro-tag-verhelfen-google-zu-90-mio-registrierten-usern/">generieren konnte</a>, geht es jetzt darum, dessen Grad an Beschleunigung aufrecht zu erhalten.</p><p>Während die Berichterstattung seitens Meinungsgebern aus den Technik-Ressorts zunehmend kritischer wird und immer mehr Stimmen nach einer Mobil-Strategie und offeneren Strukturen rufen, interpretieren wohlmeinende Kommentatoren diese Zurückhaltung im Bereich technischer Innovationen als gezieltes Abwarten, in Vorfreude auf einen „ganz großen Wurf“, der irgendwann kommen möge.</p><p>Diese Annahme erweist sich jedoch als Trugschluss. Letztlich liegt dieser Form des Unterlassens eine andere Strategie zugrunde: Der Aufwand wird vermieden, da jede weitere Anstrengung zur Qualitätsverbesserung nicht zwangsläufig mit einem Anstieg der Wachstumsgeschwindigkeit einhergehen würde.</p><p><strong>Innovatoren haben ihren Zweck erfüllt, jetzt folgt der Massenmarkt</strong></p><p>Stattdessen ist es für Google wesentlich attraktiver, seine Kapazitäten anderweitig zu bündeln, um in einer zweiten Welle den Massenmarkt anzupeilen. Welche Maßnahme verspricht hier ein größeres Wachstum? Den sinnvollen Forderungen nach technischen Verbesserungen einer kleinen Schar von Influencern und überdurchschnittlich engagierten Anwendern <a
href="http://scobleizer.com/2011/11/08/i-wish-i-had-never-heard-of-googles-brand-pages/">wie beispielsweise Robert Scoble</a> nachzukommen, oder die Technik in den Hintergrund zu rücken und sich vorerst mit allen Mitteln dem Kampf um Marktanteile zu widmen?!</p><p>Die vermeintlich beste Strategie für Anbieter sozialer Technologien besteht zurzeit nicht darin, sich untereinander mit Produktinnovationen in einen Wettbewerb zu begeben, sondern die Menschen zu erreichen, die sich noch gar nicht in sozialen Netzwerken bewegen. 90 Millionen registrierte Nutzer klingt beachtenswert, aber gegenüber der Zahl der bisher vom Social Web weitgehend abstinenten Anwender, die man bereits auf dem aktuellen technischen Niveau ansprechen könnte, relativiert sich dieser Wert zu einer kleinen Größe.</p><p><strong>Verteilung ist wichtiger als Verdrängung</strong></p><p>Je höher die gesellschaftliche Akzeptanz sozialer Technologien ist, desto weniger wichtig erscheint der Wettbewerb der Plattformen untereinander um die Aufmerksamkeit netzwerkaffiner Internetnutzer. Stattdessen steigt die Bedeutung einer Neukundengewinnung.</p><p>In Zeiten, in denen ein Engagement in sozialen Netzwerken nicht mehr als Außenseiterdasein sondern als Teil eines alltäglichen Miteinanders betrachtet wird, visiert Google die Internetnutzer an, die zwar noch „unorganisiert“, jedoch gegenüber solchen Technologien im Zuge einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz nicht mehr negativ eingestellt sind.</p><p>Welche Form der Erstansprache wäre da wirksamer, als eine bevorzugte Darstellung von Netzwerkprofilen innerhalb der eigenen Suchergebnisse?</p><p><strong>Unsichtbarkeit der einstigen Kernkompetenz</strong></p><p>Diese Wachstumsstrategie erscheint zwar auf den ersten Blick vernünftig, offenbart bei genauerer Betrachtung jedoch eine große Schwäche. Zwar wird die Verknüpfung von Netzwerk und Suche ihr Wachstumsziel nicht verfehlen, dieses zu erwartende „Mehr“ an Interessenten wird jedoch die bestehenden Schwächen der Plattform viel offenkundiger wahrnehmen, als das bei den „mitgewachsenen“ Innovatoren der ersten Stunde der Fall ist.</p><p>Deren positives Bild speist sich immer noch aus ihrer Anfangseuphorie und den positiven Erfahrungen als Nutzer der ersten Stunde. Der Blickwinkel einer weiteren &#8211; durch die Suchmaschine angelockten Nutzerwelle &#8211; wird dabei weitaus kritischer ausfallen.</p><p>Die Vorstellung einer “Debattenplattform für Erwachsene“ wird von Meinungsführern im deutschsprachigen Web zwar noch gern bemüht, entspricht jedoch längst nicht mehr der Realität.</p><p>Der Diskurs, ob Google+ einen Ersatz für Blogplattformen darstellen könnte, sowie eine Diskussion um eine etwaige Bedrohung für die Kommentaraktivitäten innerhalb der Blogs hat sich mittlerweile erledigt, denn im Allgemeinen ist erkennbar geworden, dass es bezüglich der Disziplin der Debattenteilnehmer von Vorteil ist, wenn ein Diskurs in einem Blog selbst geführt wird: Im “Haus eines anderen“ benimmt man sich anders, als wenn man seine Umgebung als öffentlichen Raum wahrnimmt. Für engagierte Kommentatoren, die einen Artikel nicht nur kommentieren, sondern durch ihren Beitrag bereichern wollen, sind Blogs dabei die relevanten Portale geblieben.</p><p>Google+ hat sich außerdem derweil zu einem bunten Genre-Mix entwickelt, der die Debattenfunktion zunehmend in den Hintergrund treten lässt. Es ist zwar Debattenplattform, gleichermaßen aber auch Nachrichtenpool, Microblog, Blog, Tumblr, Facebook, Twitter, Instagram, Flickr. Es ist von allem ein bisschen, ohne dabei jedoch in den Einzeldisziplinen an die Stärken der jeweiligen Wettbewerber heranreichen zu können und ohne, dass noch ein klares Profil erkennbare wäre.</p><p>Mittlerweile wird jedwede Form von Inhalten auf der Plattform eingekippt und crossgepostet. Das frühere Differenzierungsmerkmal, als Diskussionstool im Sinne eines verlängerten Arms von Blogs oder Nachrichtenportalen wahrgenommen zu werden, schwächt sich dabei ab. Dieser Effekt erscheint umso bedeutsamer, je weniger Vorerfahrungen ein Mitglied in anderen Netzwerken bereits gesammelt hat.</p><p>Natürlich lassen sich immer noch interessante Debatten finden. Wenn jedoch der Zeitaufwand für Nutzer, diese im Dickicht der Inhalte auffinden zu können, bald größer ist als das Zeitfenster, das sie sich selbst vorgegeben haben, um sich auf der Plattform aufzuhalten, dann stellt sich hier die Sinnfrage.</p><p><strong>Ohne Fokus keine Projektionsfläche und keine Beteiligung</strong></p><p>Neulinge, die zukünftig über die Suche angelockt werden, kennen weder die potenziellen Stärken der Plattform als Diskussionstool, noch sind sie mit dem Umgang und der Organisation eines derart heterogenen Kanons an Inhalten vertraut. Während Nutzer, die bereits in anderen Netzwerken Erfahrungen gesammelt haben, diese Serendipität noch als sportliche Herausforderung begreifen mögen, bleibt der Laie in der Unübersichtlichkeit des Angebots verdutzt zurück.</p><p>Mit jedem neuen Nutzer, den Google nicht aus einer intrinsischen Motivation heraus gewinnt, sondern den es über die Suche „abfischt“, wird sich der Konzern dabei eine potenzielle Karteileiche und damit einen negativen Meinungsgeber einfangen.</p><p>Netzwerke leben zwar von der Kompetenz ihrer Mitglieder und von der Qualität der von ihnen publizierten Inhalte, aber im Kampf um bisher wenig aktive Neumitglieder reicht das nicht aus: Gerade für unerfahrene Teilnehmer ist es wichtig, dass eine Plattform einen klaren Fokus aufzeigt, eine Orientierung und somit auch eine Projektionsfläche des eigenen, individuellen Kommunikationsbedürfnisses bietet. Wo Menschen sich nicht wohl fühlen, weil weder ihre Freunde “schon da sind“, noch Orientierung und Übersicht herrschen, da möchten sie sich auch nicht lange aufhalten.</p><p><strong>Fazit</strong></p><p>Über einen Funktionsumfang, der jede Form von Inhalten vereinnahmen will, wird die einstige Stärke eines Diskussionstools immer weniger erkennbar und &#8211; verstärkt durch die Konformität der minimalistischen Benutzeroberfläche &#8211; wird zudem die Sichtbarkeit der Inhalte in Textform innerhalb der Menge an anderem Content immer geringer. Was einst als Alleinstellungsmerkmal diente, hat sich nun zu einer Schwäche entwickelt, da der der Nutzen einer umfassenden Kommentarfunktion sich dem Betrachter nicht mehr sofort erschließt.</p><p>Google schafft hier im Kampf um die Masse zwar eine erhöhte Aufmerksamkeit für soziale Technologien, wird selbst davon jedoch kaum profitieren können. Im Gegenteil: Wer bisher keine Erfahrungen in sozialen Netzwerken sammeln konnte und lediglich über die Google-Suche gelockt wird, der wird hinterher kaum als ein Multiplikator im positiven Sinne auftreten.</p><p>Durch die Verknüpfung von Suche und Netzwerk wird dieser Effekt umso offenkundiger sichtbar. In der Bemühung, die Relevanz der eigenen Plattform hervorzuheben, hat Google ein Mitmachweb im Web geschaffen, das es uns bei der Websuche nun zwar ganz oben präsentieren möchte, es dabei aber letztlich in keiner Disziplin schafft, die Mitbewerber in ihren jeweiligen Stärken zu erreichen oder gar zu übertrumpfen.</p><p>Das Unternehmen hat sich hier sein eigenes Paradoxon geschaffen und schadet mit dieser Maßnahme nicht nur seiner Suchmaschine, sondern auch seinem Netzwerk: Je höher es die Inhalte des Netzwerks in der Suche gewichtet, umso mehr belegt es damit nur das bisherige Scheitern an der eigenen Anspruchshaltung im Aufbau einer sozialen Technologie.</p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/09/01/hoffnungstrager-google-bringt-den-1-button-in-jede-ecke-des-internets/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/plus1_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/09/01/hoffnungstrager-google-bringt-den-1-button-in-jede-ecke-des-internets/">Hoffnungsträger: Google bringt den +1-Button  in jede Ecke des Internets</a></b><br
/><font
size="2">Seit der Veröffentlichung im März arbeitet Google eifrig daran, den +1-Button in jede Ecke des Internets zu bringen. Eine offizielle Erweiterung für den Chrome-Browser ist der jüngste Schritt auf dem Weg dahin. </font><font
color="#aaa">(1. September 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/20/social-search-die-suche-der-zukunft-sieht-nicht-aus-wie-die-der-vergangenheit/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/ghotel110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/20/social-search-die-suche-der-zukunft-sieht-nicht-aus-wie-die-der-vergangenheit/">Social Search: Die Suche der Zukunft sieht nicht aus wie die der Vergangenheit</a></b><br
/><font
size="2">Mit der personalisierten Suche versucht Google, seine Suchmaschine für die Anforderungen der kommenden Jahre fit zu machen. Damit Social Search funktionieren kann, ist eine völlig neue Art der Darstellung der Ergebnisse erforderlich. </font><font
color="#aaa">(20. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/16/personalisierte-suche-wieso-google-sich-selbst-schadet/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/gplussearch110-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/16/personalisierte-suche-wieso-google-sich-selbst-schadet/">Personalisierte Suche: Wieso Google sich selbst schadet</a></b><br
/><font
size="2">Die Aufregung über die Vereinigung von Google Suche und Google+ hält an. In ihrer aktuellen Ausformung wird die Integration keinen dauerhaften Bestand haben. </font><font
color="#aaa">(16. Januar 2012)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
/><div
style="margin-right:5px;float:left;"> <a
href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a></div><div
style="margin-right:5px;float:left;"><a
href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div><div
style="margin-right:5px;float:left;"> <a
href="http://www.swiss-online-marketing.ch/" target="_blank" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a></div><div
style="margin-right:5px;float:left;"> <a
href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a></div><div
style="margin-right:5px;float:left;"> <a
href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"> <img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a></div></div>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://netzwertig.com/2012/01/31/aufmerksamkeitsokonomie-warum-google-an-seinem-eigenen-erfolg-scheitert/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>12</slash:comments> <enclosure
url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/googleplus110-6.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/googleplus110-6.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Apple macht&#8217;s vor, andere machen&#8217;s nach: Schönheit als Erfolgsrezept</title><link>http://netzwertig.com/2012/01/26/apple-machts-vor-andere-machens-nach-schonheit-als-erfolgsrezept/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/01/26/apple-machts-vor-andere-machens-nach-schonheit-als-erfolgsrezept/#comments</comments> <pubDate>Thu, 26 Jan 2012 11:08:42 +0000</pubDate> <dc:creator>Martin Weigert</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Apple]]></category> <category><![CDATA[Design]]></category> <category><![CDATA[Marketing]]></category> <category><![CDATA[Schönheit]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20348</guid> <description><![CDATA[Immer mehr Unternehmen erkennen, welches Kriterium heute maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg entscheidet: ob Produkte und Dienste schön sind und die Sinne ansprechen. Nicht nur Apple baut darauf.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Immer mehr Unternehmen erkennen, welches Kriterium heute maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg entscheidet: ob Produkte und Dienste schön sind und die Sinne ansprechen. Nicht nur Apple baut darauf.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/schoenheit.png" width="180" height="144"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Die westliche Welt steht vor dem Eintritt in eine neue Ära: Eine Zeit, in der Design und Ästhetik nicht mehr länger nur die Leidenschaft einer kleinen, gutbetuchten Minderheit darstellen. Nach einem Jahrhundert des Wohlstandsaufbaus und der Befriedigung grundlegender Konsumbedürfnisse durch stark marketinggetriebene, aber nicht immer emotional berührende Produkte verändert sich der Anspruch von Konsumenten: Güter und Dienste müssen nicht mehr nur ihre kommunizierte Aufgabe erfüllen, sondern dies auf eine schöne, die Sinne betörende Art erledigen.</p><p>Kein Unternehmen hat dies so gut und frühzeitig verstanden wie Apple. Waren Ästhetik und Eleganz bisher Merkmale von Luxusherstellern mit einer exquisiten, stark begrenzten Zielgruppe, hat Apple Schönheit als Qualitätskriterium und übergreifendes Konzept der Harmonie aus Hardware, Software und Design für gute, nicht billige aber dennoch für viele erschwingliche Produkte massentauglich gemacht. 37 Millionen verkaufte iPhones und 15,4 Millionen verkaufte iPads im Weihnachtsquartal <a
href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Apple-meldet-Rekordzahlen-1421098.html">sprechen ebenso eine deutliche Sprache</a> wie die Tatsache, dass im rückläufigen Notebook-Markt ausgerechnet das optisch und in puncto Form beeindruckende MacBook Air <a
href="http://www.itreseller.ch/Artikel/69129/Apples_Macbook_Air_trotzt_der_Notebook-Krise.html">deutlich Zuwächse verzeichnen kann</a>.</p><p><span
id="more-20348"></span></p><p>Ob Apple den allgemeinen Sinneswandel von Verbrauchern mitverursacht oder diesen lediglich rechtzeitig vorhergesehen hat, sei einmal dahin gestellt. Tatsache ist, dass sich der Design-Fokus nicht mehr länger auf den Konzern aus Cupertino beschränkt. So hatten wir neulich schon auf den Trend <a
href="http://netzwertig.com/2011/12/05/das-auge-surft-mit-das-ende-hasslicher-apps/">zu bildhübschen mobilen Applikationen</a> hingewiesen, der sukzessive die Anforderungen der Anwender an mobile Webangebote verändert und im finalen Schritt zum Ende hässlicher Apps führen wird.</p><p><strong>Google will plötzlich &#8220;schön&#8221; sein</strong></p><p>Auch bei Google vollzieht sich momentan ein beachtlicher Strategie- und Mentalitätswechsel. Firmenchef Larry Page scheint der bisher stark technisch, rational und sachlich geprägten Aura des Unternehmens mittlerweile nicht mehr viel abgewinnen zu können. Parallel zum <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/16/personalisierte-suche-wieso-google-sich-selbst-schadet/">neuen Fokus auf menschlichen Verbindungen und Interaktionen</a> hat der Firmengründer, der im vergangenen Jahr den CEO-Posten von Eric Schmidt übernahm, &#8220;Schönheit&#8221; als neues Firmencredo ausgemacht.</p><p>Ex-TechCrunch-Autorin Sarah Lacy <a
href="http://pandodaily.com/2012/01/25/larry-pages-beautiful-new-google/">beschreibt</a> in ihrem neuen Blog PandoDaily, wie Google-intern in letzter Zeit ungewöhnlich häufig über Schönheit im Bezug auf Produkte gesprochen wird. Von Sowohl Page als auch Googles Social-Chef Vic Gundotra gibt es öffentliche Aussage, in denen sich das Wörtchen &#8220;beautiful&#8221; versteckt: &#8220;And we strive to make those services beautiful, simple and easy to use&#8221; (Page) und &#8220;Expect us to deliver something truly beautiful&#8221; (Gundotra).</p><p>Aus dem Hause Apple ist man derartige Zitate gewöhnt. Für Google sind sie jedoch ungewöhnlich.</p><p>&#8220;Schönheit hat als Buzzword heute die Bedeutung eingenommen, die &#8216;Innovation&#8217; vor einigen Jahren anhing&#8221;, beschreibt Lacy die veränderten Prioritäten.</p><p><strong>Ein Thermostat weckt Begehrlichkeit</strong></p><p>Die Folge dieser Entwicklung: Immer mehr Produkte &#8211; egal ob digitaler oder physischer Natur &#8211; erinnern in Aufmachung und Sinnlichkeit an das, was man aus dem Hause Apple her kennt. Sehr deutlich wird dies beim intelligenten Thermostat <a
href="http://www.nest.com">Nest</a>, das wir bei netzwertig.com schon mehrfach erwähnt haben. Website, Corporate Identity und das Produkt erschlagen Betrachter förmlich durch ihre Eleganz und Simplizität. Ich zumindest hätte am liebsten sofort ein solches Gerät (egal ob ich es tatsächlich brauche).</p><p>GigaOM <a
href="http://gigaom.com/cleantech/hey-silicon-valley-nest-isnt-the-only-smart-thermostat-around-photos/">monierte gestern in einem Artikel</a>, dass im Silicon Valley alle Blicke auf Nest gerichtet seien, dabei handele es sich nicht um das einzige smarte, mit dem Internet verbundene Thermostat. Doch wer sich die Fotos der in typisch industrielles Plastikdesign gekleideten Nest-Konkurrenz in dem Beitrag anschaut, wird verstehen, warum dies so ist. Ein Produkt, das Konsumenten durch beispiellose Schönheit in seinen Bann zieht, erhält immer mehr Aufmerksamkeit und damit potenzielle Kunden als ein ebenbürtiges, aber lieblos gestaltetes und vermarktetes Pendant.</p><p>Ein schönes Beispiel hierfür ist auch Wunderkit. Der jüngst mit viel Aufsehen gestartete Onlinedienst hätte wahrscheinlich <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/17/wunderkit-startet-beta-phase-das-facebook-fur-produktivitat/">deutlich weniger Nutzer neugierig gemacht</a>, würde es in der Aufmachung, Positionierung und emotionalen Ansprache genauso grau und langweilig wirken wie andere Produktivitätsplattformen.</p><p>Auch wenn manch ein bezaubernd aussehendes Produkt auf den zweiten Blick einen Mangel an Substanz aufweisen wird, so ist für die nächsten Jahre mit einer starken Zunahme an designorientierten, schönen Gadgets und Services zu rechnen, <a
href="http://techcrunch.com/2011/11/14/rip-spec">die nicht durch Spezifikationen und technische Daten angepriesen werden</a>, sondern über Ästhetik, Emotionen und die Vermittlung eines Lebensgefühls.</p><p>Unternehmen und angehende Entrepreneure sollten sich daher folgende Frage stellen: Welche verbreiteten, aber die Augen und Seelen der Konsumenten beleidigenden Produkte benötigen dringend eine ästhetische Revolution? Wenn ein Thermostat in der Lage ist, eine an Apple-Gadgets erinnernde Begehrlichkeit zu wecken, dann kann dies ausnahmlos jedes Produkt.</p><p><em>(Foto:</em> <a
href="http://www.sxc.hu/photo/1376728"><em>stock.xchng, cartam</em></a><em>)</em></p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
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/></a></div><div
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2010/01/28/high-tech-marketing-warum-apple-in-einer-anderen-liga-spielt/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/jobs-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2010/01/28/high-tech-marketing-warum-apple-in-einer-anderen-liga-spielt/">High-Tech-Marketing: Warum Apple  in einer anderen Liga spielt</a></b><br
/><font
size="2">Warum sind die Geeks enttäuscht? weil Steve Jobs' Firma Produkte für die Massen macht, nicht für Early Adopters. Und das mit einem einzigartigen Marketingansatz. </font><font
color="#aaa">(28. Januar 2010)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/26/linkwertig-internet-politik-post-privacy-apple/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/lw-0126.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/26/linkwertig-internet-politik-post-privacy-apple/">Linkwertig: Internet, Politik, Post-Privacy, Apple</a></b><br
/><font
size="2">Die Digitale Gesellschaft hat eine Broschüre verfasst, die Politikern das Internet erklären soll und mehr. </font><font
color="#aaa">(26. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/23/linkwertig-buchmarkt-wordpress-summify-google/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/lw-0123.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/23/linkwertig-buchmarkt-wordpress-summify-google/">Linkwertig: Buchmarkt, WordPress, Summify, Google</a></b><br
/><font
size="2">Apple revolutioniert den Buchmarkt, Twitter übernimmt den persönlichen News-Aggregator Summify und mehr. </font><font
color="#aaa">(23. Januar 2012)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
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url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/beauty110.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/beauty110.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Smartphone-Messaging: Die Mobilfunker kämpfen  um die Simser</title><link>http://netzwertig.com/2012/01/25/smartphone-messaging-die-mobilfunker-kampfen-um-die-simser/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/01/25/smartphone-messaging-die-mobilfunker-kampfen-um-die-simser/#comments</comments> <pubDate>Wed, 25 Jan 2012 12:55:17 +0000</pubDate> <dc:creator>Martin Weigert</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Chats]]></category> <category><![CDATA[mobile web]]></category> <category><![CDATA[Mobilfunk]]></category> <category><![CDATA[SMS]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20337</guid> <description><![CDATA[Drei der vier deutschen Mobilfunkanbieter mit eigenem Netz planen, mit einem interaktiven Messaging-Dienst das wegbrechende SMS-Geschäft auszugleichen. Ob das Unterfangen tatsächlich zu einer neuen Cash-Cow der Provider werden kann, ist ungewiss.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Drei der vier deutschen Mobilfunkanbieter mit eigenem Netz planen, mit einem interaktiven Messaging-Dienst das wegbrechende SMS-Geschäft auszugleichen. Ob das Unterfangen tatsächlich zu einer neuen Cash-Cow der Provider werden kann, ist ungewiss.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/messaging.png" width="120" height="172"  alt="Foto: Flickr/leyla.a, CC BY-SA 2.0" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Wir hatten es am Dienstag schon kurz in Linkwertig <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/24/linkwertig-soundcloud-sms-mytaxi-rapidshare/">erwähnt</a>: <a
href="http://www.focus.de/digital/diverses/sms-geschaeft-bricht-ein-anbieter-wollen-neuen-dienst-anbieten_aid_705528.html">Laut FOCUS Online</a> arbeiten die Telekom, Vodafone und O2-Besitzerin Telefónica an einem gemeinsamen Messaging-Dienst. Basieren soll der neue, für das Frühjahr 2012 angekündigte Service auf dem vom Branchenverband GSMA entwickelten &#8220;<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rich_Communication_Suite">Rich Communication Suite</a>&#8220;-Standard.</p><p>Mit dem Vorstoß sollen der wegbrechende Umsatz aus dem SMS-Geschäft abgefedert werden. Zwar nimmt die Zahl der versendeten SMS in Deutschland <a
href="http://www.bitkom.org/67960_67951.aspx">noch immer zu</a>, die Erlöse hingegen sinken rapide: <a
href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Netzbetreiber-verdienen-weniger-mit-SMS-1417089.html">Laut einer aktuellen Studie</a> wurden in Deutschland 2005 pro Mobilfunkanschluss 5,15 Euro mit Kurzmitteilungen umgesetzt, 2010 waren es nur noch 1,90 Euro. Der Hauptgrund hierfür sind SMS-Flatrates, die wiederum auch eine Folge der wachsenden Konkurrenz <a
href="http://netzwertig.com/2011/03/04/smartphones-sei-dank-das-jahr-der-mobilen-chat-dienste/">durch internetbasierte Chatdienste</a> darstellen.</p><p><span
id="more-20337"></span></p><p><strong>Die Mobilfunker fürchten sich vor der &#8220;Dumb Pipe&#8221;</strong></p><p>Der noch immer leicht wachsende SMS-Versand in Deutschland darf nicht in die Irre führen: Eines Tages wird die klassische, in Länge und Darstellungsvielfalt begrenzte SMS als separat angebotenes, kostenpflichtiges oder in eine Flatrate eingepreistes Produkt verschwunden sein. Mit dem geplanten mobilen Chatservice wollen die Mobilfunker nun eingreifen, bevor WhatsApp, Kik, Apples iMessage &amp; Konsorten die Szenerie komplett dominieren und die Provider damit ein Stück weiter zur &#8220;<a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dumb_pipe">Dumb Pipe</a>&#8221; degradieren.</p><p>Während die Tatsache, dass sich drei der vier großen Mobilfunkunternehmen in Deutschland dem Bericht zufolge zu einer gemeinsamen Lösung überwinden konnten, einen kurze Applaus verdient, stellt sich dennoch die Frage, ob der Versuch eines von den Providern geförderten Messaging-Angebots für Smartphones tatsächlich gegen die unabhängige, webbasierte Konkurrenz ankommen kann. Immerhin besteht kein Zweifel am Motiv des Vorhabens, nämlich die eigenen Interessen und Umsätze zu schützen. Zumindest aus der mit der Digitalisierung kämpfenden Medienbranche wissen wir, dass dabei die Bedürfnisse einer Gruppe besonders gerne ignoriert werden: die der Konsumenten.</p><p>Dem kurzen FOCUS-Artikel sowie dem <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rich_Communication_Suite">Wikipedia-Eintrag zum RCS-Standard</a> ist zu entnehmen, dass damit eine interaktive Kommunikation zwischen Mobilfunkgeräten möglich wird, inklusive Instant Messaging, Video-Sharing und Freundeslisten. All das ist mit den zahlreichen, zumeist kostenfreien Chat-Apps ebenfalls machbar.</p><p><strong>Enge Systemintegration, keine Kontaktfragmentierung</strong></p><p>Wo das Gemeinschaftsprodukt der Netzanbieter der Internetkonkurrenz überlegen sein dürfte, ist die Möglichkeit der Provider zur nahtlosen Integration in ihre Infrastruktur und technischen Prozesse. Eine Vodafone-Sprecherin erklärte dem FOCUS, dass beispielsweise direkt im Adressbuch angezeigt werden könne, welche Kontakte sich gerade in einem Gebiet mit schnellen Datentransferraten befinden und problemlos Video empfangen können. Der Kommunikationsdienst der drei Mobilfunkkonzerne wäre somit ein Stück weit intelligenter als die ausschließlich IP-basierten, unabhängigen mobilen Chat- und Nachrichtendienste.</p><p>Einen zweiten Vorteil sieht die neu formierte Allianz in der Tatsache, dass Handynutzer das Problem umgehen, über die einzelnen Apps jeweils nur mit den Personen kommunizieren zu können, die beim gleichen Anbieter sind. Stattdessen sollen die Funktionen des neuen Services allen Kunden der beteiligten Mobilfunker zur Verfügung stehen &#8211; wobei vermutlich dennoch der Download einer speziellen App erforderlich sein wird.</p><p><strong>Der preispolitische Spielraum ist begrenzt</strong></p><p>Zumindest in der Theorie existieren damit zwei signifikante Vorzüge gegenüber allen bisherigen Lösungen. Erst die praktische Umsetzung wird aber zeigen, ob dies als Differenzierungsmerkmal ausreicht, um Anwender von anderen Messagingdiensten wegzulocken. Zumal es schon eine große Überraschung wäre, wenn die Provider die Dienste vollkommen kostenfrei anbieten würden. Insofern hängen die Aussichten für das Unterfangen auch stark von der gewählten Preisgestaltung ab. Da die Kontrahenten zumeist gratis oder lediglich gegen eine kleine Einmalzahlung erhältlich sind, hält sich der preispolitische Spielraum und damit auch das Umsatzpotenzial eigentlich in Grenzen.</p><p>Die Mobilfunkkonzerne gehören nicht unbedingt zu den Unternehmen, denen Verbraucher maximales Vertrauen entgegenbringen. Auch hat sich eine zunehmende Zahl der Smartphone-Anwender mit den verfügbaren Messaging-Apps arrangiert oder kommuniziert eben nur noch per Facebook oder iMessage. Diese Aspekte sowie die zu erwartenden Monetarisierungsversuche in einem von Gratis-Anwendungen geprägten Markt sprechen eher gegen einen (ökonomischen) Erfolg des geplanten Kommunikationsdienstes der Provider. Sofern allerdings die funktionelle Überlegenheit durch die Integration mit der Netzinfrastruktur von Anwendern als tatsächlich nützlich wahrgenommen und das bei den unabhängigen Apps übliche Problem der Kontaktfragmentierung elegant gelöst wird, dann besteht für das Vorhaben vielleicht die Chance, eine tonangebende Rolle im Mobile-Messaging-Segment einzunehmen.</p><p><em>(Foto:</em> <a
href="http://www.flickr.com/photos/leyla_arsan/5224617038/"><em>Flickr/leyla.a</em></a><em>,</em> <a
href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en"><em>CC BY-SA 2.0</em></a><em>)</em></p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
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/></a></div><div
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/02/whatsapp-das-andere-soziale-netzwerk/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/12/whatsapp110-1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/02/whatsapp-das-andere-soziale-netzwerk/">WhatsApp: Das andere soziale Netzwerk</a></b><br
/><font
size="2">Dem mobilen Chatdienst WhatsApp ist es trotz zahlreicher Konkurrenten, schwacher Differenzierungsmerkmale und der Übermacht Facebook gelungen, zwischen Smartphone-Nutzern ein alternatives Social Network aufzubauen. </font><font
color="#aaa">(2. Dezember 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/06/funkzentralen-im-kampf-gegen-mytaxi-der-ungeliebte-eindringling/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/mytaxi110-1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/06/funkzentralen-im-kampf-gegen-mytaxi-der-ungeliebte-eindringling/">Funkzentralen im Kampf gegen myTaxi: Der ungeliebte Eindringling</a></b><br
/><font
size="2">myTaxi aus Hamburg vermittelt Taxifahrern Fahrgäste über das Smartphone. Einigen Funkzentralen schmeckt das gar nicht. Bei der Abwehr des Eindringlings kommen fragwürdige Maßnahmen zum Einsatz. </font><font
color="#aaa">(6. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/16/ijoule-smartphone-app-soll-zu-gesunderen-gewohnheiten-erziehen/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/12/ijoule110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/16/ijoule-smartphone-app-soll-zu-gesunderen-gewohnheiten-erziehen/">iJoule: Smartphone-App will zu gesünderen Gewohnheiten erziehen</a></b><br
/><font
size="2">Das Wiener Startup iJoule will Menschen mit einer mobilen iOS-App dabei helfen, gesundheitsschädigende Gewohnheiten abzulegen und sich einen besseren Lebensstil anzueignen. </font><font
color="#aaa">(16. Dezember 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a></div><div
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a></div></div>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://netzwertig.com/2012/01/25/smartphone-messaging-die-mobilfunker-kampfen-um-die-simser/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>10</slash:comments> <enclosure
url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/sms110.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/sms110.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Selektives Abonnieren: Wieso das Follower-System von Pinterest Maßstäbe setzt</title><link>http://netzwertig.com/2012/01/23/selektives-abonnieren-wieso-das-follower-system-von-pinterest-masstabe-setzt/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/01/23/selektives-abonnieren-wieso-das-follower-system-von-pinterest-masstabe-setzt/#comments</comments> <pubDate>Mon, 23 Jan 2012 07:19:36 +0000</pubDate> <dc:creator>Martin Weigert</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Followerprinzip]]></category> <category><![CDATA[Fotodienste]]></category> <category><![CDATA[Pinterest]]></category> <category><![CDATA[social bookmarking]]></category> <category><![CDATA[Social Networks]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20301</guid> <description><![CDATA[Pinterest erfreut sich zunehmender Popularität. Das von dem US-Dienst zum Speichern und Teilen von Fotos, Bildern und Videos eingesetzte Follower-System mit der Möglichkeit zum selektiven Abonnieren einzelner Nutzerinteressen setzt Maßstäbe.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Pinterest erfreut sich zunehmender Popularität. Das von dem US-Dienst zum Speichern und Teilen von Fotos, Bildern und Videos eingesetzte Follower-System mit der Möglichkeit zum selektiven Abonnieren einzelner Nutzerinteressen setzt Maßstäbe.</h4><p><a
href="http://www.pinterest.com"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/pinterest-2.png" width="180" height="51"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Einer der in den letzten Wochen in der US-Tech-Presse am meisten bejubelten Dienste ist <a
href="http://pinterest.com/">Pinterest</a>. Der im März 2010 von Paul Sciarra, Evan Sharp und Ben Silbermann gegründete Service aus dem kalifornischen Palo Alto erlaubt das Bookmarken von Fotos und Videos, auf die Nutzer während ihrer Reise durch das Netz stoßen. Anwender können einander folgen und mit wenigen Klicks die Fundstücke anderer Nutzer auf ihre eigene Pinterest-Pinnwand übernehmen.</p><p>Im Gegensatz zum üblichen Muster, bei dem ein Startup aus dem Silicon Valley von den lokalen Blogs &#8220;hochgeschrieben&#8221; wird, hat sich Pinterest nach einem ruhigen Start aus eigener Kraft eine loyale Nutzerschaft aufgebaut, die anders als bei jungen Social-Web-Angeboten üblich, <a
href="http://techcrunch.com/2011/11/22/pinterest-pageviews-etsy-grew-2000/">zu einem großen Teil aus Frauen besteht</a>. Mittlerweile gehört Pinterest zu den <a
href="http://allthingsd.com/20111222/pinterests-growth-hockey-stick-would-make-a-great-craft-project/">zehn führenden Social-Networking-Sites in den USA</a> und kann seit Sommer 2011 auf ein exponentielles Wachstum der Anwenderzahlen blicken.</p><p><span
id="more-20301"></span></p><p>Seitdem Pinterest in den Fokus der Tech-Berichterstattung gerückt ist, erhält es auch in Deutschland verstärkte Aufmerksamkeit &#8211; nicht zuletzt wegen der <a
href="http://www.koeln-format.de/2012/01/07/pinterest-eine-bereicherung-fur-blogger-oder-ein-fluch-fur-fotografen/">Urheberrechtskonflikte</a>, die angesichts der bei dem Dienst erfolgenden Kuration von häufig urheberrechtlich geschütztem Material aus dem Web <a
href="http://netzwertig.com/2011/11/28/kuratieren-modularisieren-und-remixen-des-webs-neuer-brandherd-der-urheberrechtsdebatte/">programmiert sind</a>.</p><p><strong>Pinterest hat Mainstream-Potenzial</strong></p><p>Trotz der Tatsache, dass der Name Pinterest in den letzten Wochen permanent auf meinem Radar erschien, habe ich den Service bisher nicht aktiv verwendet. Dienste, um Fotos und Bilder aus dem Netz online zu bookmarken, existieren mit <a
href="http://weheartit.com/">We Heart It</a> oder <a
href="http://ffffound.com/">FFFFound</a> schon länger und sind letztlich lediglich eine Abwandlung des altehrwürdigen Social Bookmarkings von Links. Das jedoch ist über den Nischenstatus nie hinaus gekommen. Pinterest hingegen scheint eine derartig stimmige Kombination aus Funktionalität, Viralität, Design und Benutzerfreundlichkeit gefunden zu haben, dass für das Angebot ein nachhaltiger Durchbruch in den Internet-Mainstream immer wahrscheinlicher wird.</p><p><strong>Granulares Abonnieren der Themenbereiche einzelner Nutzer</strong></p><p>ReadWriteWeb hat nun am Wochenende <a
href="http://www.readwriteweb.com/archives/pinterest_works_better_than_google.php">auf eine interessante Eigenheit</a> des Vernetzungs- und Filterprinzips von Pinterest hingewiesen, worauf ich auch gleich die Gelegenheit beim Schopfe packte und meine einst angeforderte, bisher aber nicht verwendete Einladung zu dem Service angenommen und mich registriert habe:</p><p>Die Kategorisierung der lieb gewonnenen Fotos erfolgt bei Pinterest über so genannten &#8220;Boards&#8221;. Dabei handelt es sich um themenspezifische Ordner wie &#8220;Mode&#8221;, &#8220;Einrichtung&#8221; oder &#8220;Reisen&#8221;, in denen dann passende Fundstücke abgelegt werden können. Abonniert ein User einen anderen Pinterest-Nutzer, tauchen fortan sämtliche von diesem bei dem Service gespeicherten Fotos und Videos in der Sektion &#8220;Pinners you follow&#8221; auf.</p><p>Wer aber nicht an allen Boards des abonnierten Nutzers interessiert ist, der kann einzelne Boards ganz einfach kündigen. Auch andersherum funktioniert dies: Wer ein Personenprofils besucht, kann spezifischen Boards einer Person folgen. Pinterest trägt mit diesem Ansatz der Tatsache Rechnung, dass es viele Überschneidungen bei den Interessengebieten der Anwender gibt, dass diese meist aber nicht alle Präferenzen anderer Menschen teilen.</p><p
align="center"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/pinterest-1.png" width="450" height="241"  alt="" /><br
/></p><p><strong>Einfacher als Google+, effektiver als Twitter</strong></p><p>Der ReadWriteWeb-Beitrag bezeichnet den Pinterest-Mechanismus als umgedrehte Variante der &#8220;Kreise&#8221; von Google+. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob diese Beschreibung treffend ist, stimme Autor Jon Mitchell aber in seinem Lob des gewählten Ansatzes zu. Das Kreise-Prinzip von Google+ ist komplex und nicht intuitiv, während das einfache asymmetrische Followerprinzip von Twitter zwar jedes Kind versteht, es aber den Nachteil hat, dass man entweder alle Tweets eines anderen Menschen abonnieren muss oder gar keine.</p><p>Die Pinterest-Methode &#8211; die genau das darstellt, <a
href="http://www.ctrl-verlust.net/channels-statt-circles-google-reparieren/">was Michael Seemann einst für Google+ vorgeschlagen hat</a> und die <a
href="http://netzwertig.com/2011/08/16/google-heello-subjot-aufbruchstimmung-im-social-web/">in ähnlicher Form</a> auch beim Microbloggingangeobt <a
href="http://subjot.com/signin">Subjot</a> zu finden ist &#8211; gibt den Followern die Entscheidungshoheit darüber, welche Inhalte sie beziehen möchten, ohne dass Neulinge mehr als ein paar Sekunden benötigen, um die Dynamik zu verstehen.</p><p>Die Kreise bei Google+ erfüllen eine doppelte Rolle: Sie sind sowohl Filter- als auch Privatsphärewerkzeug. Bei Pinterest existieren keine Tools zur Verwaltung der Privatsphäre &#8211; alle dort abgelegten Inhalte sind öffentlich, weshalb ein direkter Vergleich der zwei Ansätze nur bedingt fair ist. Dennoch glaube ich, dass die Methode von Pinterest Schule machen und künftig auch bei anderen, auf das Follower-Prinzip bauenden Angeboten anzutreffen sein wird.</p><p><strong>Zusätzlicher Aufwand durch Kategorisierung</strong></p><p>Entscheidend ist die Frage, inwieweit Anwender bereit sind, beim Publizieren jeweils eine mit Arbeit verbundene, bewusste Kategorisierung vorzunehmen. Bei 140-Zeichen-Botschaften, von denen Twitter-Nutzer mitunter Dutzende täglich publizieren, wirkt dies wie ein nicht angemessener Aufwand. Für Content mit einer etwas geringeren Veröffentlichungsfrequenz oder einem besonders hohen wahrgenommenen Nutzen der Verschlagwortung/Kategorisierung jedoch existiert auf der Seite des Senders eine Bereitschaft für diesen zusätzlichen Schritt, wie Pinterest beweist.</p><p>Mittlerweile machen Gerüchte die Runde, Google sei einer Übernahme von Pinterest gegenüber <a
href="http://techcrunch.com/2012/01/19/ginterest">nicht abgeneigt</a>. In jedem Fall sollte sich der Internetkonzern überlegen, ob man die von Pinterest gewählte Lösung zum selektiven Abonnieren für Google+ einsetzen und damit die Kreise ablösen könnte &#8211; auch auf die Gefahr hin, die ausgefeilten Privatsphäre-Optionen zu verlieren. Damit würde Google nicht nur die Funktionsweise von Google+ vereinfachen, sondern sich auf erfrischende Art von Twitter und Facebook abheben und außerdem von Menschen kuratierte, semantische Informationen über Websites und Onlineinhalte sammeln, die es für die Verfeinerung der Suche verwenden könnte. Ob Benutzer eines auf die breite Masse ausgelegten Social Networks die Fähgkeit zum selektiven Abonnieren einzelner Themenkomplexe zu schätzen wissen, ist zwar offen. Doch nur wer es ausprobiert, erhält eine Antwort auf diese Frage.</p><p>Wer sich bei Pinterest registrieren möchte, benötigt eine Einladung. Diese kann man direkt auf der Site anfordern, einige Tage später sollte sie in eurem Posteingang liegen.</p><p>Link: <a
href="http://www.pinterest.com">Pinterest</a></p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
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/></a></div><div
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/28/kuratieren-modularisieren-und-remixen-des-webs-neuer-brandherd-der-urheberrechtsdebatte/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/paragraph110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/28/kuratieren-modularisieren-und-remixen-des-webs-neuer-brandherd-der-urheberrechtsdebatte/">Kuratieren, Modularisieren und Remixen des Webs: Neuer Brandherd der Urheberrechtsdebatte</a></b><br
/><font
size="2">Eine wachsende Zahl an Onlinediensten ermöglicht Nutzern das Kuratieren, Modularisieren und Remixen des Webs. Urheberrechtskonflikte sind programmiert. </font><font
color="#aaa">(28. November 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/07/18/soziale-beziehungen-im-web-auf-der-suche-nach-der-perfekten-vernetzung/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/07/network110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/07/18/soziale-beziehungen-im-web-auf-der-suche-nach-der-perfekten-vernetzung/">Soziale Beziehungen im Web: Auf der Suche  nach der perfekten Vernetzung</a></b><br
/><font
size="2">Webplattformen, die Nutzer miteinander in Kontakt bringen, bauen auf unterschiedliche Ansätze zur Abbildung von Beziehungen und Schaffung von Interaktion. Nach dem perfekten System wird noch gesucht. </font><font
color="#aaa">(18. Juli 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/04/26/wunschapp-social-bookmarking-fuer-menschen/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/04/bookmarking110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/04/26/wunschapp-social-bookmarking-fuer-menschen/">Wunschapp: Social Bookmarking für Menschen</a></b><br
/><font
size="2">Im digitalen Zeitalter werden Menschen zur Marke. Was fehlt, ist ein intelligentes Bookmarking-Werkzeug für Personen. </font><font
color="#aaa">(26. April 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
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/><small>SPONSOREN</small><br
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url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/pinterest110.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/pinterest110.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Social Search: Die Suche der Zukunft sieht nicht aus wie die der Vergangenheit</title><link>http://netzwertig.com/2012/01/20/social-search-die-suche-der-zukunft-sieht-nicht-aus-wie-die-der-vergangenheit/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/01/20/social-search-die-suche-der-zukunft-sieht-nicht-aus-wie-die-der-vergangenheit/#comments</comments> <pubDate>Fri, 20 Jan 2012 11:38:17 +0000</pubDate> <dc:creator>Martin Weigert</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Google]]></category> <category><![CDATA[Google Plus]]></category> <category><![CDATA[social search]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20284</guid> <description><![CDATA[Mit der personalisierten Suche versucht Google, seine Suchmaschine für die Anforderungen der kommenden Jahre fit zu machen. Damit Social Search funktionieren kann, ist eine völlig neue Art der Darstellung der Ergebnisse erforderlich.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Mit der personalisierten Suche versucht Google, seine Suchmaschine für die Anforderungen der kommenden Jahre fit zu machen. Damit Social Search funktionieren kann, ist eine völlig neue Art der Darstellung der Ergebnisse erforderlich.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/google+-11.png" width="150" height="152"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Die vom Aufstieg sozialer Netzwerke angetriebenen Veränderungen im Suchmaschinenmarkt sind nicht erst <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/11/personalisierte-suche-warum-googles-vorstos-viel-kritik-erntet/">seit der Verschmelzung von Google und Google+</a> ein Thema. Schon lange wird über die Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten einer Suche diskutiert, die nicht mehr allein auf den Berechnungen von Algorithmen beruht, sondern Empfehlungen von Menschen aus dem persönlichen Netzwerk mit einbezieht. Sowohl <a
href="http://netzwertig.com/2010/10/20/social-search-google-unterstreicht-seine-experimentie">Google</a> als auch <a
href="http://netzwertig.com/2010/10/14/social-search-die-5-facetten-des-bing-facebook-deals/">Bing</a> haben in der Vergangenheit bereits Experimente in diese Richtung unternommen.</p><p>Wenn aber mit Google der Marktführer im Suchsegment aufs Ganze geht und alles auf die Social-Karte setzt, dann markiert dies eine neue Phase in dem Bestreben, die Suche im Netz mittels der Integration sozialer Signale für die neue Dekade fit zu machen. Und dann stellt sich auch verstärkt die Frage, ob sich neben der Öffnung der Suchprozesse für äußere Einflüsse nicht auch die die Art der Darstellung von Suchergebnissen radikal verändern müsste.</p><p><span
id="more-20284"></span></p><p><strong>Die Form der typischen Suchergebnisseite ist 15 Jahre alt</strong></p><p>Seit Mitte der 90er Jahre, als mit Altavista eine der ersten Volltextsuchmaschinen für das Internet ins Rennen geschickt wurde, scheint für die Suchergebnisseiten ein ungeschriebenes Gesetz zu gelten: Die gefundenen Links werden nacheinander mit dem Titel und einem kurzen Textanriss nach Relevanz sortiert gelistet und, um schnelle Ladezeiten zu generieren, in Gruppen aufgeteilt. Alle Sites, die nicht unter die ersten X Suchergebnisse fallen, sind nur nach einer aktiven Nachfrage durch den Nutzer (z.B. Klick auf Seite zwei, Scrollen bis ans Seitenende) sichtbar. Typisch ist auch, dass die Ergebnisse nur vergleichsweise wenig Platz in Anspruch nehmen und dass &#8211; sofern die Freiflächen nicht für das Einblenden von Werbung verwendet werden &#8211; viel Weißraum existiert.</p><p>Egal ob man heute bei <a
href="http://www.google.de">Google</a>, <a
href="http://www.bing.com">Bing</a>, <a
href="http://www.duckduckgo.com">DuckDuckGo</a> oder <a
href="http://www.blekko.com">Blekko</a> sucht: Von gewissen Möglichkeiten der individuellen Anpassung und eigenmächtigen Sortierung abgesehen setzen alle Anbieter auf dieses Prinzip. Angesichts der hohen Autorität der Suchalgorithmen und ihrer von uns vorausgesetzten Objektivität akzeptieren wir dies auch ohne Einwände und freuen uns in der Regel darüber, nicht eigenmächtig hunderte Ergebnisse selbst evaluieren zu müssen. Immerhin stehen die Chancen gut, dass wir in der Mehrzahl der Fälle in kürzester Zeit zu den von uns gesuchten Informationen gelangen.</p><p>Blickt man nun auf die aktuelle Fassung von Googles neuer personalisierter Suche, fallen zwei Dinge ins Auge: Einerseits das <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/16/personalisierte-suche-wieso-google-sich-selbst-schadet/">Fehlen von Inhalten aus Facebook und Twitter</a> - das bereits zur Genüge diskutiert worden ist. Andererseits aber auch, dass die Struktur der Suchergebnisse vom bisherigen Muster nicht abweicht. Abgesehen von einer Handvoll passender, von Google+-Kontakten veröffentlichter, nebeneinander dargestellter Bilder serviert mir auch die personalisierte Suche die Links meines Kontaktnetzwerks  in der üblichen Listenform. Reichen mir die ersten zehn Resultate nicht, muss ich mich nacheinander durch die folgenden Ergebnisseiten klicken.</p><p><strong>Ineffektive Darstellung der Suchergebnisse</strong></p><p>Was bei der ausschließlich algorithmischen Suche effektiv, effizient und logisch erscheint, macht auf mich bei der auf menschlichen Signalen basierenden Suche einen unnötig beschränkenden Eindruck. Was mir Google unter den Top zehn zum beispielhaften Suchbegriff &#8220;Hotel&#8221; präsentiert, wirkt hochgradig willkürlichen. Weder verstehe ich, wieso Google glaubt, die entsprechenden Verweise würden inhaltlich am besten zu meiner Suche passen (was nicht der Fall ist), noch, nach welchen Kriterien die an den vorderen Plätzen gelisteten Angebote ausgewählt wurden.</p><p>Das Versagen liegt dabei allerdings nicht in der sozialen Suche an sich (abgesehen vom Fehlen von Facebook und Twitter), sondern in der Form der Darstellung der Ergebnisse.</p><p
style="text-align: center;" align="center"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/google+-10.png" width="450" height="409"  alt="Ineffiziente Darstellung der persönlichen Suchergebnisse" /><br
/></p><p>Bei einer generischen Suche nach dem Begriff &#8220;Hotel&#8221; kann Google nicht wissen, ob der Suchende an redaktionellen Artikeln zum Thema, an Links zu empfehlenswerten Unterkünften, an Hotel-Buchungsportalen, an Videos, an Statistiken oder an Fotos interessiert ist. Bei der algorithmischen Suche versucht Google (US-Version in Englisch), durch ein möglichst allgemeines, unspezifisches Ergebnis an erster Stelle eine maximale Zahl der Suchenden einigermaßen zufriedenzustellen. In der persönlichen Suche allerdings platziert <a
href="https://plus.google.com/116112365645371281749/posts/4TZVFdpzTqu">sich dieser Google+-Beitrag</a> über Anzeichen, dass es in einem Hotel spukt, bei mir auf dem ersten Platz.</p><p>Dass Googles personalisierte Suche mit derartig gewagten, weil zu spitzen Ergebnissen auf eine generische Suche wenig Eindruck schinden kann, ist offensichtlich. Das bisher in der linken spalte angebotene Filterwerkzeug ist deutlich zu langsam, zu oberflächlich und funktionell viel zu begrenzt, um etwas retten zu können.</p><p><strong>Google sollte die Suchergebnisseiten radikal überarbeiten</strong></p><p>Um das Potenzial der Social Search vollkommen auszureizen, ohne das Risiko von als irrelevant wahrgenommenen Suchergebnissen einzugehen, sollte Google sich für den persönlichen Suchmodus eine komplett neue Darstellungsform der Ergebnisse ausdenken. Statt einer langweiligen, im beschriebenen Beispiel einem Ratespiel gleichenden Liste von zehn Links/Contentobjekten sollte Google eine den verfügbaren Platz ausnutzende, dynamische und filterbare Übersicht der Inhalte präsentieren, die es in meinem Netzwerk gefunden hat. Statt einzelne Artikel, Verweise, Fotos und andere Objekte nach dem Zufallsprinzip für die erste Ergebnisseite herauszufischen, sollte es die gefundenen Elemente (möglichst auch auf Basis einer semantischen Analyse) kategorisieren und in aggregierter, interaktiver Form darstellen.</p><p>Bei meiner Beispielsuche nach &#8220;Hotel&#8221; würde dies bedeuten, dass mir Google im sofort sichtbaren Bereich anzeigt, wie viele Google+-Updates, wie viele Links zu redaktionellen Texten, wie viele Links zu Hotelvergleichsites, zu Hotels und wie viele andere Medienarten es in meinem Netzwerk gefunden hat. Gerne kann es dabei eine Vorauswahl treffen und einzelne Resultate weglassen. Wichtig ist, dass es mir zeigt, was mein Netzwerk zum jeweiligen Suchwort zu bieten hat, und mir die Gelegenheit gibt, eigenständig zu filtern und zu selektieren. Nicht uninteressant wären auch informative Visualisierungen und Gegenüberstellungen, besonders wenn es darum geht, aus mehreren Empfehlungen (zum Beispiel für Hotels) das in meinem Netzwerk am meisten geschätzte oder diskutierte zu identifizieren.</p><p><strong>Social Search muss Spaß machen</strong></p><p>Social Search kann dann ihre ganze Kraft entfalten, wenn sie nicht in ihrer Form die klassische, algorithmenbasierte Suche nachzuahmen versucht, sondern eigene Wege geht. Es muss ganz einfach Spaß machen, die persönliche Suche zu nutzen. Es wäre daher zu begrüßen, wenn Google sich bei der sozialen Suche zu radikalen Experimenten mit der Darstellung der Ergebnisse durchringen könnte. In ihrer jetzigen Form werden sie Googles Mission, relevante Inhalte zu finden und zu zeigen, in keiner Weise gerecht.</p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
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/></a></div><div
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src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br
/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/16/personalisierte-suche-wieso-google-sich-selbst-schadet/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/gplussearch110-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2012/01/16/personalisierte-suche-wieso-google-sich-selbst-schadet/">Personalisierte Suche: Wieso Google sich selbst schadet</a></b><br
/><font
size="2">Die Aufregung über die Vereinigung von Google Suche und Google+ hält an. In ihrer aktuellen Ausformung wird die Integration keinen dauerhaften Bestand haben. </font><font
color="#aaa">(16. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/09/01/hoffnungstrager-google-bringt-den-1-button-in-jede-ecke-des-internets/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/plus1_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/09/01/hoffnungstrager-google-bringt-den-1-button-in-jede-ecke-des-internets/">Hoffnungsträger: Google bringt den +1-Button  in jede Ecke des Internets</a></b><br
/><font
size="2">Seit der Veröffentlichung im März arbeitet Google eifrig daran, den +1-Button in jede Ecke des Internets zu bringen. Eine offizielle Erweiterung für den Chrome-Browser ist der jüngste Schritt auf dem Weg dahin. </font><font
color="#aaa">(1. September 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/08/eric-schmidt-trifft-auf-die-jungen-wilden-googles-handicap-im-social-web/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/12/4ceos110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/08/eric-schmidt-trifft-auf-die-jungen-wilden-googles-handicap-im-social-web/">Eric Schmidt trifft auf die "jungen Wilden": Googles Handicap im Social Web</a></b><br
/><font
size="2">Viele junge und junggebliebene, hungrige Gründer versuchen mit digitalen Diensten, Menschen zu vernetzen. Sie sind glaubwürdig, weil sie damit eigene "Probleme" lösen. Google-Chairman Eric Schmidt nimmt man dies nicht ab, wenn er über Google+ spricht. </font><font
color="#aaa">(8. Dezember 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a></div><div
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src="http://vg01.met.vgwort.de/na/4c9d318d4df94ac4840d52476d131337" width="1" height="1" alt="vgwort" />]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://netzwertig.com/2012/01/20/social-search-die-suche-der-zukunft-sieht-nicht-aus-wie-die-der-vergangenheit/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>10</slash:comments> <enclosure
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isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20277</guid> <description><![CDATA[Startups und etablierte Internetfirmen schaffen viele Arbeitsplätze. Fände diese zentrale Botschaft in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stärker Gehör, verliefen das Digitale tangierende Diskussionen zum Urheberrecht und Datenschutz womöglich ganz anders.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Startups und etablierte Internetfirmen schaffen viele Arbeitsplätze. Fände diese zentrale Botschaft in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stärker Gehör, verliefen das Digitale tangierende Diskussionen zum Urheberrecht und Datenschutz womöglich ganz anders.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/arbeitsplaetze.png" width="180" height="116"  alt="Quelle: Flickr/AndrewDicksonWhite, CC BY 2.0" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Aus Sicht vieler Blogger und der &#8220;Web-Szene&#8221; insgesamt schenken Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Deutschland Internetthemen zu wenig Aufmerksamkeit. Oft wird dies in einem (an-)klagenden Ton festgestellt. Ich bin der Überzeugung, dass diejenigen in der Bringschuld sind, die diesen Zustand bedauern und ihn ändern möchte. Sie müssen die Überzeugungsarbeit leisten und können nicht erwarten, dass die Gegenseite sich wie selbstverständlich annähert; vor allem dann nicht, wenn die Entwicklung wie bei der Digitalisierung dazu führt, dass Hierarchien, Machtpositionen und Geschäftsmodelle untergraben werden.</p><p>Daher begrüße ich es, dass inzwischen etliche Initiativen wie <a
href="http://digitalegesellschaft.de/">Digitale Gesellschaft</a> und <a
href="http://d-64.org/">D64</a> gestartet werden, um mehr politischen Druck aufzubauen. Ein Kernproblem bei der Überzeugungsarbeit ist aber aus meiner Sicht, dass bei hochkomplexen Netzthemen oft sehr detailorientiert argumentiert wird. Bitte nicht falsch verstehen: Das soll man tun und es ist wichtig. Ich frage mich aber, ob das wirklich der beste Weg ist, um große Gesellschaftsgruppen für sich und seine Positionen zu gewinnen, die mit diesen Themen nicht oder zu wenig vertraut sind. Ich fürchte, viele überfordert das.</p><p><span
id="more-20277"></span></p><p><strong>Die &#8220;Währung&#8221; des Gesprächspartners beachten</strong></p><p>In Unternehmen läuft das meiner Erfahrung als Berater nach oft so: Die Digitalisierung und die globale Vernetzung mögen interessant und auch zukunftsrelevant sein. Am Ende zählt aber, ob man damit heute oder spätestens morgen Geld verdient. Wer glaubhaft Gewinn versprechen kann, hat stets das beste Argument auf seiner Seite. Wenn Gewinn absehbar ist, dann besteht auch Interesse und Aufmerksamkeit für die “Details”, also für die Faktoren, die als Voraussetzung für die Gewinnerzielung notwendig sind. Eine ganz wesentliche Frage ist, in welcher übergeordneten “Währung” der Gesprächspartner denkt, mit deren Hilfe man ihn überzeugen und gewinnen kann.</p><p>Was ist die “Währung”, um Wirtschaft, Politik und Gesellschaft stärker für Onlinethemen aller Art zu interessieren? Schauen wir uns Berlin an, das als Startup-Hotspot seit einiger Zeit <a
href="http://netzwertig.com/2011/11/10/startup-metropole-und-silicon-valley-pendant-wann-begann-die-berlin-euphorie/">viel beachtet wird</a>. Berichte über die Beliebtheit Berlins für Unternehmensgründungen finden sich nicht nur in Blogs, sondern auch auf bekannten Nachrichtensites, in der Print-Presse und in Politiker-Reden. Warum ist das so? Weil jeder sofort erkennt, dass Unternehmensgründungen unter anderem Arbeitsplätze und damit Wohlstand schaffen.</p><p><strong>Arbeitsplatzschaffung als schlagfertiges Argument</strong></p><p>Die “Währung” Arbeitsplatzschaffung wird von allen Beteiligten sehr genau verstanden. Nicht umsonst dominiert sie seit jeher Nachrichtensendungen und Wahlprogramme der Parteien. Warum gab es beispielsweise Hilfsprogramme für bestimmte Unternehmen wie Opel? Weil dort viele Menschen arbeiten. Warum kann der Mittelstand oder warum können bestimmte Branchen Forderungen auf der politischen Bühne stellen? Weil sie für viele Arbeitsplätze stehen. Die Frage ist also, ob das Argument &#8220;Arbeitsplatzschaffung&#8221; nicht auch stärker genutzt werden könnte, um den zentralen Fragen der Webwelt Gehör zu verschaffen?</p><p><strong>Wie viele Arbeitsplätze schafft die Internetwirtschaft?</strong></p><p>Führende Gründerblogs wie <a
href="http://www.gruenderszene.de/">Gründerszene</a> und <a
href="http://www.deutsche-startups.de/">deutsche-startups.de</a> pflegen Datenbanken zu Startups. Dort finden sich allerhand Informationen zu den Unternehmen – Angaben zur Mitarbeiterzahl fehlen jedoch. Die US-Seite <a
href="http://www.crunchbase.com">CrunchBase</a> zeigt in ihrer <a
href="http://www.crunchbase.com/companies">Datenbank</a> zumindest Mitarbeiterzahlen, die von LinkedIn bezogen werden (Beispiel <a
href="http://www.crunchbase.com/company/pinterest">Pinterest</a>). Wertvoll wäre sowohl eine horizontale Aggregation von Mitarbeiterzahlen (alle Startups zusammen) als auch ein vertikaler Ansatz (Unternehmen bestimmter Branchen), wie es ihn in <a
href="http://www.zdh.de/daten-und-fakten/beschaeftigte-umsaetze.html">anderen Wirtschaftsbereichen</a> ja schon gibt.</p><p>Der Bezug dieser Daten ist natürlich eine Herausforderung. Doch Startups werden Mitarbeiterzahlen auch an Nachrichtenangebote eher herausgeben als Angaben zum Umsatz. Für Nachrichtensites wiederum wäre eine solche Auflistung sicher ein Publikumsmagnet, und das Ganze ließe sich auch in Richtung Rankings ausbauen.</p><p>Es wäre jedenfalls nicht nur interessant, sondern wie oben beschrieben auch argumentativ sehr gut nutzbar, wenn an einer zentralen Stelle im Netz leicht einsehbar wäre, wie viele Arbeitsplätze das Internet-Startup-Ökosystem in Deutschland schafft &#8211; und für Österreich und die Schweiz gilt sicher das selbe. Dann würde man auch mit vermeintlichen “Detail”-Themen wie Urheberrechts-Anpassungen und zeitgemäßen Datenschutzregelungen, die den Erfolg von Startups ganz maßgeblich beeinflussen, eher Gehör finden.</p><p><em>(Zeichnung:</em> <a
href="http://www.flickr.com/photos/49060310@N03/4498840824/"><em>Flickr/AndrewDicksonWhite</em></a><em>,</em> <a
href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en"><em>CC BY 2.0</em></a><em>)</em></p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/20/startups-schaffen-arbeitsplatze-wie-sich-die-internetdebatte-konstruktiv-beeinflussen-lasst/#flattr"><img
src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br
/></a></div><div
style="float:left;margin-bottom:10px;"> <a
href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2012/01/20/startups-schaffen-arbeitsplatze-wie-sich-die-internetdebatte-konstruktiv-beeinflussen-lasst/&title=&#8220;Startups schaffen Arbeitsplätze&#8221;: Wie sich die Internetdebatte  konstruktiv beeinflussen lässt&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig"> <img
src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br
/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/08/08/digitalisierung-die-ara-der-nutzergenerierten-uberwachung/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/digitalisierung.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/08/08/digitalisierung-die-ara-der-nutzergenerierten-uberwachung/">Digitalisierung: Die Ära der  nutzergenerierten Überwachung</a></b><br
/><font
size="2">So sehr der Einzug des Digitalen in das Leben der Menschen zu begrüßen ist: Er besitzt auch seine Schattenseiten. Diese müssen wir aber akzeptieren. </font><font
color="#aaa">(8. August 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2010/07/07/anhoerung-der-enquete-kommission-zur-netzpolitik-die-besten-zitate/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/07/eidg110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2010/07/07/anhoerung-der-enquete-kommission-zur-netzpolitik-die-besten-zitate/">Anhörung der Enquete-Kommission zur Netzpolitik: Die besten Zitate</a></b><br
/><font
size="2">Hier sind die besten Zitate der Internet- und IT-Experten aus der öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission zur Netzpolitik. </font><font
color="#aaa">(7. Juli 2010)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/10/05/toolbox-40-webdienste-fur-verregnete-herbsttage/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/toolbox.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/10/05/toolbox-40-webdienste-fur-verregnete-herbsttage/">Toolbox: 40 Webdienste  für verregnete Herbsttage</a></b><br
/><font
size="2">Jede Woche berichten wir über neue Startups und Onlinedienste. Heute stellen wir 50 davon zum Ausprobieren an verregneten Herbsttagen in einer kompakten Liste zusammen. </font><font
color="#aaa">(5. Oktober 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
/><div
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a></div><div
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div><div
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a></div><div
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a></div><div
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url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/startupswork110.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/startupswork110.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Steve Jobs&#8217; Kontrollbedürfnis: Warum Apple im  Social Web erfolglos war</title><link>http://netzwertig.com/2012/01/19/steve-jobs-kontrollbedurfnis-warum-apple-im-social-web-erfolglos-war/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/01/19/steve-jobs-kontrollbedurfnis-warum-apple-im-social-web-erfolglos-war/#comments</comments> <pubDate>Thu, 19 Jan 2012 12:46:36 +0000</pubDate> <dc:creator>Martin Weigert</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Apple]]></category> <category><![CDATA[Offenheit]]></category> <category><![CDATA[social web]]></category> <category><![CDATA[Steve Jobs]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20270</guid> <description><![CDATA[Der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs besaß ein ausgeprägtes Kontrollbedürfnis und eine Abneigung gegen alles, was sich öffnen ließ. Selbst nicht verschlossene Fenster störten ihn. Mit den Erfolgsfaktoren eines Social Networks war diese Haltung nicht vereinbar.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs besaß ein ausgeprägtes Kontrollbedürfnis und eine Abneigung gegen alles, was sich öffnen ließ. Selbst nicht verschlossene Fenster störten ihn. Mit den Erfolgsfaktoren eines Social Networks war diese Haltung nicht vereinbar.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/offenheit.png" width="180" height="154"  alt="Foto: Flickr/marc falardeau, CC BY 2.0" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Warum ist es Apple bisher nicht gelungen, sein überaus erfolgreiches Ökosystem aus Hardware, Mac OS X und iOS, iTunes und dem App Store mit einem ernstzunehmenden Social Network zu ergänzen?! Diese Frage beschäftigt immer wieder Beobachter der IT- und Technologiebranche. Zumal es ja Versuche gab: Ping, das weitgehend ignorierte Musiknetzwerk <a
href="http://netzwertig.com/2010/09/02/ping-ein-social-network-von-apple-nein-danke/">innerhalb von iTunes</a> (nutzt das eigentlich jemand?) und das Spiele-Netzwerk Game Center für iOS beweisen, dass die Gelegenheit zum Austausch der Nutzer untereinander durchaus auf Apples Agenda steht.</p><p>Doch die Social-Web-Landschaft dominieren trotzdem andere, während Apple zuschaut. &#8220;Soziale Apps scheinen nicht in Apples DNA zu liegen&#8221;, beschrieb <a
href="http://kottke.org/11/04/how-to-beat-apple">der US-Blogger Jason Kottke</a> einmal die Schwäche des Computer- und Lifestyle-Konzerns aus Kalifornien.<span
id="more-20270"></span></p><p>Nachdem ich nun endlich in den letzten Kapiteln der Ende 2011 veröffentlichten <a
href="http://www.amazon.de/gp/product/357010124X?ie=UTF8&tag=blwnwe-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=357010124X">Steve Jobs-Biografie (Affiliate-Link)</a> angekommen bin, glaube ich, die Ursache für Apples fehlende Akzente im Social-Segment klarer vor Augen zu sehen als bisher: Erfolgreiche soziale Netzwerke basieren auf einem <a
href="http://netzwertig.com/2011/12/01/app-plattform-spotify-folgt-den-pfaden-der-grosen/">Plattformgedanken</a>, der externen Entwicklern über offene APIs das Andocken an den Dienst und die Nutzbarmachung des Social Graph sowie der von Mitgliedern veröffentlichten Daten erlaubt.</p><p><strong>Offene APIs und Kontrollverlust waren nichts für Jobs</strong></p><p>Den Weg einer Plattform zu beschreiten, bedeutet, das eigene System über Schnittstellen punktuell zu öffnen und bis zu einem gewissen Maße die Kontrolle aus der Hand zu geben. Genau hier liegt Apples Problem &#8211; oder besser ausgedrückt: Hier lag das Problem des kürzlich verstorbenen Firmenlenkers Steve Jobs mit diesem Ansatz: Er war ein einzigartiger Kontrollfreak, der maximalen Wert darauf legte, das Ökosystem und den kompletten Wertschöfpungsprozess von Anfang bis Ende zu kontrollieren. Nach Überzeugung von Steve Jobs ließ sich nur so sicherstellen, dass die Marke und Identität von Apple nicht durch Dritte in Mitleidenschaft gezogen wurde.</p><p>An verschiedenen Stellen erwähnt die Biografie diese von Jobs kompromisslos gelebte Vorliebe, die unter anderem ein Grund für das Entstehen der offiziellen Apple Stores war. Dort hat das Unternehmen die komplette Entscheidungshoheit über alle Details, von der Kleidung des Verkaufspersonals über die Einrichtung bis hin zu der Art und Weise, wie mit Kunden kommuniziert wird.</p><p><strong>Fenster, die nicht geöffnet werden können</strong></p><p>Besonders sinnbildlich ist eine Aussage in Kapitel 40 des Buchs. Darin wird der Planungsprozess für Apples neue Firmenzentrale in Cupertino beschrieben:</p><p>&#8220;There was a debate with some of the architects, who wanted to allow the windows to be opened. Jobs had never liked the idea of people being able to open things. &#8216;That would just allow people to screw things up&#8221;, he declared. On that as on other details, he prevailed.&#8221;</p><p>Jobs unüberwindliche Skepsis gegenüber dem Prinzip Offenheit ging so weit, dass er in dem von der Form her <a
href="http://t3n.de/news/apples-neue-firmenzentrale-bilder-riesigen-mutterschiffs-349741/">einem Raumschiff ähnelnden Bau</a> keine Fenster tolerieren wollte, die von den Angestellten geöffnet werden konnten.</p><p>Es mag andere Gründe gegeben haben, die Apple daran hinderten, mehr für die Interaktion seiner vielen Millionen Anwender untereinander zu tun. Jobs&#8217; Allergie gegenüber allen Funktionen und Produkten, über die Apple nicht autonom herrschen konnte, muss aber ein entscheidender Faktor gewesen sein. Vor dem Launch von Ping im September 2010 sollen Apple und Facebook <a
href="http://www.businessinsider.com/apple-facebook-ping-2010-9">ganze 18 Monate lang</a> miteinander über eine Integration verhandelt haben &#8211; ohne zu einem Ergebnis zu kommen.</p><p>Es ist angesichts von Facebooks erfolgreichen, gerade <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/19/open-graph-applikationen-facebooks-plattform-stost-in-neue-sphare-vor/">in eine neue Phase eingetretenen Plattformbestrebungen</a> schwer vorstellbar, dass tatsächlich die Forderungen des sozialen Netzwerks eine Kooperation scheitern ließen, <a
href="http://allthingsd.com/20100902/steve-jobs-on-why-facebook-is-not-part-of-apples-new-ping-music-social-network-onerous-terms/">wie Jobs&#8217; damals angab</a>. Plausibler erscheint, dass dieser von Mark Zuckerberg Zugeständnisse zur Kontrolle über Prozesse und Daten einforderte, die der Facebook-Chef nicht machen konnte.</p><p><strong>Tim Cook könnte Richtungswechsel einleiten</strong></p><p>Mit Tim Cook führt nun eine andere Person die Geschicke des Ausnahmekonzerns. Inwieweit dieser eine ähnlich ausgeprägte Aversion gegen das Öffnen von Dingen und Verfahren mitbringt wie sein legendärer Vorgänger, bleibt abzuwarten. Mit iCloud hat Apple jüngst einen entscheidenden Schritt ins Cloudzeitalter gemacht und damit auch <a
href="http://www.wir-muessen-twittern.de/blog/2011/12/27/iworld-das-apple-facebook-156-165-1000-ideen/">die theoretische Grundlage für neue soziale Funktionen geschaffen</a>. Und der <a
href="http://www.neunetz.com/2011/11/07/imessage-der-sms-sargnagel/">kostenfreie Chatdienst iMessage</a> schreit eigentlich nur danach, als App auch zu anderen Plattformen zu kommen. Zumindest wäre das die Voraussetzung, um populäre, <a
href="http://netzwertig.com/2011/12/02/whatsapp-das-andere-soziale-netzwerk/">plattformübergreifende Anbieter wie WhatsApp</a> wirklich zu verdrängen.</p><p>Um das Social Web tatsächlich und auf breiter Front mitgestalten zu können, muss Apple zumindest von seiner bisherigen Kontrollsucht abkehren und sich für andere, im Alltag der Konsumenten eine Rolle spielende Dienste öffnen. Fraglich bleibt, ob es dazu bereit ist. Und ob sich eine liberalere Haltung zum Thema Offenheit in die Firmenkultur einimpfen lässt, ohne dass dadurch die Qualität der Produkte Schaden nimmt. Denn als längjähriger und noch immer zufriedener iPhone- und iPad-Besitzer besteht für mich kein Zweifel: Die Geräte sind gerade deshalb so gut und einfach zu bedienen, WEIL Apple die vollständige Kontrolle über sie und das gesamte Ökosystem hat. Niemand braucht ein zweites Android.</p><p><em>(Foto:</em> <a
href="http://www.flickr.com/photos/49889874@N05/6323950708/"><em>Flickr/marc falardeau</em></a><em>,</em> <a
href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en"><em>CC BY 2.0</em></a><em>)</em></p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/19/steve-jobs-kontrollbedurfnis-warum-apple-im-social-web-erfolglos-war/#flattr"><img
src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br
/></a></div><div
style="float:left;margin-bottom:10px;"> <a
href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2012/01/19/steve-jobs-kontrollbedurfnis-warum-apple-im-social-web-erfolglos-war/&title=Steve Jobs&#8217; Kontrollbedürfnis: Warum Apple im  Social Web erfolglos war&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig"> <img
src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br
/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/08/25/apple-ohne-steve-jobs/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/jobs110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/08/25/apple-ohne-steve-jobs/">Apple ohne Steve Jobs: Visionär gesucht</a></b><br
/><font
size="2">Apple-Chef Steve Jobs hat durch seine Entscheidungen die digitale Welt in den vergangenen zehn Jahren rasant vorangetrieben. Sein Rücktritt wirft die Frage auf, wer zukünftig die Grenzen und Konventionen im IT-Bereich in Frage stellt. </font><font
color="#aaa">(25. August 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2010/10/22/innovation-warum-ich-steve-jobs-dankbar-bin/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/10/stevejobs_22102010_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2010/10/22/innovation-warum-ich-steve-jobs-dankbar-bin/">Innovation: Warum ich Steve Jobs dankbar bin</a></b><br
/><font
size="2">Jeder, der mit Begeisterung das mobile Internet verwendet oder anderweitig davon profitiert, sollte Apple-CEO Steve Jobs dankbar sein. </font><font
color="#aaa">(22. Oktober 2010)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2010/03/29/freies-internet-das-ipad-ist-keine-bedrohung/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/03/ipad_mini-1.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2010/03/29/freies-internet-das-ipad-ist-keine-bedrohung/">Freies Internet: Das iPad ist keine Bedrohung</a></b><br
/><font
size="2"><p>Das iPad wird das freie Internet nicht einschränken: Das lassen die Benutzer nicht zu, und Apple hat trotz Hype nicht die Marktmacht dazu.</p> </font><font
color="#aaa">(29. März 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
/><div
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a></div><div
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a></div><div
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src="http://vg01.met.vgwort.de/na/c85f63af3f664da7bb469e99c4b8d9e5" width="1" height="1" alt="vgwort" />]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://netzwertig.com/2012/01/19/steve-jobs-kontrollbedurfnis-warum-apple-im-social-web-erfolglos-war/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>9</slash:comments> <enclosure
url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/openwindow110.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/openwindow110.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Auf dem Weg zum Tipping Point: musicplayr ist gut, aber behäbig</title><link>http://netzwertig.com/2012/01/17/auf-dem-weg-zum-tipping-point-musicplayr-ist-gut-aber-behabig/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/01/17/auf-dem-weg-zum-tipping-point-musicplayr-ist-gut-aber-behabig/#comments</comments> <pubDate>Tue, 17 Jan 2012 13:19:23 +0000</pubDate> <dc:creator>Martin Weigert</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Gründung]]></category> <category><![CDATA[musicplayr]]></category> <category><![CDATA[Musikdienste]]></category> <category><![CDATA[social web]]></category> <category><![CDATA[startups]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20237</guid> <description><![CDATA[Mit musicplayr hat Deutschland ein junges, innovatives Musikstartup - das allerdings beim Entwicklungstempo mehr Gas geben sollte.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Mit musicplayr hat Deutschland ein junges, innovatives Musikstartup &#8211; das allerdings beim Entwicklungstempo mehr Gas geben sollte.</h4><p><a
href="http://www.musicplayr.com"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/musicplayr-5.png" width="183" height="41"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>musicplayr</a> aus Köln ist für mich das deutsche Musikstartup des Jahres 2011. Nicht nur, weil es sich als ideales Entdeckungstool für Musik erwiesen hat, sondern auch, weil es Gründer Thorsten Lüttger gelungen ist, ohne Verhandlungen mit Labels und Verwertungsgesellschaften einen eigenständigen, innovativen Musikdienst auf die Beine zu stellen, der sich abseits von On-Demand-Angeboten, personalisierten Radios und Echtzeit-Services eine bequeme Nische geschaffen hat.</p><p>Wie musicplayr mir dabei hilft, neue Musik aus meinen bevorzugten Genres zu finden, habe ich <a
href="http://netzwertig.com/2011/10/17/sammelstelle-fur-songs-aus-dem-web-musicplayr-bewahrt-sich-als-musikentdeckungstool/">in diesem Artikel ausführlicher beschrieben</a>. Mittlerweile folge ich 46 Nutzern, die auf der Plattform bei YouTube, SoundCloud, Vimeo oder anderen Websites gehostete Musik teilen, die zu meinem Geschmack passt. Selbst habe ich mittlerweile <a
href="http://martinweigert.musicplayr.com">102 Titel</a> mit meinen Followern geteilt &#8211; viele davon, nachdem ich sie auf musicplayr entdeckte. In den letzten Wochen tauchten auch immer mehr &#8220;alte Bekannte&#8221; bei dem noch immer in der geschlossenen Beta-Phase befindlichen Service auf, was auf gewisse Netzwerkeffekte schließen lässt.</p><p><span
id="more-20237"></span></p><p>Bisher habe ich mich ausschließlich positiv über musicplayr geäußert. Dennoch stört mich ein Aspekt: Die behäbige Geschwindigkeit, mit der musicplayrs Feature-Palette um für mein Verständnis essentielle Funktionen erweitert wird. Der Service fiel von Anfang an durch seinen minimalistischen Ansatz auf, bei dem jedes Bedienelement auf die Goldwaage gelegt zu werden scheint. Grundsätzlich ist das keine schlechte Taktik, kann aber auch zu dem Eindruck führen, es ginge nicht voran.</p><p>Folgende grundlegende Features fehlen mir, seitdem ich musicplayr Ende September das erste Mal ausprobiert habe:</p><ul><li>Sharing einzelner Tracks per E-Mail. Das Weiterempfehlen von Titeln per Facebook und Twitter ist möglich &#8211; Twitter kam jedoch auch erst vor einigen Wochen hinzu &#8211; beim Klick auf &#8220;Email&#8221; in den Sharing-Optionen heißt es aber lediglich &#8220;Coming soon, we are working on it&#8221;. Als wenn dies tatsächlich in der Implementierung Monate dauert und mit einem &#8220;Bald verfügbar&#8221; angekündigt werden muss.</li><li>Eine Zeitangabe neben den in meiner Inbox erscheinenden Songs meiner Follower, um schneller erkennen zu können, wie viele seit meinem letzten Besuch hinzugekommen sind, oder alternativ eine &#8220;als gehört markieren&#8221;-Einstellung.</li><li>Ein Aktivitätenstream. Der einzige Weg, wie Nutzer derzeit über neue Follower oder Favorisierungen der empfohlenen Titel informiert werden, ist per E-Mail. Das ist ganz einfach unzeitgemäß und unpraktisch. Ein Feed, der mir derartige Aktivitäten innerhalb der Site anzeigt, ist unerlässlich.</li><li>Ein Bookmarklet für den Browser, um Titel von YouTube, SoundCloud und anderen unterstützten Plattformen ohne manuelles Kopieren und Einfügen der URL zu importieren.</li><li>Mobile Version (native oder Browser-App).</li></ul><div><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/comingsoon.png" width="450" height="210"  alt="" /><br
/></div><p>Auf mich als Nutzer erscheinen sämtliche dieser Funktionen (mit Ausnahme der mobilen App) so extrem trivial, dass ich nur schwer verstehen kann, wie deren Entwicklung so viel Zeit in Anspruch nimmt. Und selbst wenn sie unter der Haube mehr Arbeit erfordern als nach außen deutlich wird, so setzen hunderte andere junge Onlinedienste hier die Benchmark. Dass derartig grundlegende Details fehlen, kommt eher selten vor.</p><p>Auch wenn ich von musicplayr-Macher Thorsten Lüttger weiß, dass er und sein Team keineswegs auf der faulen Haut liegen, sondern stetig das Backend verbessern, ist es für die Nutzerbindung wichtig, Fortschritt darzustellen. Momentan besitzt musicplayr keinen direkten Konkurrenten (<a
href="http://www.blip.fm">Blip.fm</a> ist anders). Das kann sich allerdings von heute auf morgen ändern. <a
href="http://www.splash.fm">Splash.fm</a> beispielsweise <a
href="http://techcrunch.com/2012/01/16/splash-fm/">geht ansatzweise in eine ähnliche Richtung</a>. Oder es könnte in zwei Wochen ein mit vielen Millionen Dollar Venture Capital ausgestatteter Silicon-Valley-Neuling die Bühne betreten und das sich für musicplayr im deutschsprachigen Raum abzeichnende Momentum von heute auf morgen ausblasen. <strong>Update:</strong> Leser Dennis <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/17/auf-dem-weg-zum-tipping-point-musicplayr-ist-gut-aber-behabig/#comment-408545">merkt an</a>, dass <a
href="http://www.ex.fm">Ex.fm</a> gewisse Parallelen zu musicplayr aufweist, fokussiert sich aber auf Musikblogs als Quelle.</p><p>Konzepte wie <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lean_Startup">Lean Startup</a> sowie <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Minimum_viable_product">Minimum Viable Product</a> raten Gründern, frühzeitig ein Produkt zu veröffentlichen und es am Markt zu testen, dann aber auch schnell das gesammelte Feedback und die getätigten Learnings zur Verfeinerung und Nachbesserung zu nutzen. musicplayr könnte es nicht schaden, bei der Weiterentwicklung der Benutzeroberfläche und des Funktionsumfanges einen Zacken zuzulegen. Zumal mir Geschäftsführer Lüttger erklärte, dass eine sonst bei vielen blutjungen Startups zu beobachtende Knappheit der Entwicklerressourcen für das bisher eigenfinanzierte Kölner Unternehmen kein Thema ist.</p><p>Lüttger zeigte Verständnis für meine vorab per E-Mail geäußerte Kritik bezüglich des zaghaften Tempos, mit dem musicplayr neue, wichtige Funktionen erhält. In den letzten Wochen lag der Schwerpunkt auf Verbesserungen des Codes und der Architektur sowie des Onboarding-Prozesses für neue Anwender, so der musicplayr-Chef. Er gab auch einen Ausblick auf die Roadmap für die kommenden Monate: Auf dem Plan stehen &#8211; in dieser Reihenfolge &#8211; unter anderem ein Player zum Einbetten in externe Sites, die Unterstützung von Hashtags, @Benachrichtigungen (Taggen von Personen), Suche- und Filterfunktionen sowie ein mobiles Interface.</p><p>Bleibt zu hoffen, dass all dies etwas schneller umgesetzt wird, und dass auch einige meiner Vorschläge oben in Betrachtung gezogen werden &#8211; zumindest dann, wenn sie musicplayr helfen, den <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tipping_point">Tipping Point</a> zu erreichen. Das deutsche Startup ist auf einem guten Weg dahin. Es wäre schade und letzten Endes existenzbedrohend, wenn es sich diese Gelegenheit durch eine scheinbare Behäbigkeit entgehen lassen würde.</p><p>Wer an einem Invite zur geschlossenen Beta-Phase interessiert ist, meldet sich mit einem entsprechenden Kommentar. Einige haben wir noch.</p><p>Link: <a
href="http://www.musicplayr.com">musicplayr</a></p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/17/auf-dem-weg-zum-tipping-point-musicplayr-ist-gut-aber-behabig/#flattr"><img
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/></a></div><div
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/10/17/sammelstelle-fur-songs-aus-dem-web-musicplayr-bewahrt-sich-als-musikentdeckungstool/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/musicplayr110-1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/10/17/sammelstelle-fur-songs-aus-dem-web-musicplayr-bewahrt-sich-als-musikentdeckungstool/">Sammelstelle für Songs aus dem Web: musicplayr bewährt sich als Musikentdeckungstool</a></b><br
/><font
size="2">Das deutsche Startup musicplayr hat innerhalb weniger Wochen seine Tauglichkeit als Tool zum Entdecken von Musik bewiesen. Dennoch fehlen dem Dienst einige wichtige Funktionen. </font><font
color="#aaa">(17. Oktober 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/15/neue-funktion-the-crowd-aupeo-ladt-zum-kollektiven-musikkonsum/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/12/aupeo110-2.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/15/neue-funktion-the-crowd-aupeo-ladt-zum-kollektiven-musikkonsum/">Neue Funktion "The Crowd": Aupeo lädt zum kollektiven Musikkonsum</a></b><br
/><font
size="2">Der Berliner Musikdienst Aupeo erweitert sein Angebot personalisierter Radiostreams um eine "soziale" Ebene. Nutzer können den Stationen rund um Interpreten und Genres nun gemeinsam lauschen, sich über Titel austauschen und für oder gegen sie stimmen. </font><font
color="#aaa">(15. Dezember 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/25/getglue-foursquare-und-andere-wie-startups-das-vertrauen-der-nutzer-aufs-spiel-setzen/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/getglue_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/25/getglue-foursquare-und-andere-wie-startups-das-vertrauen-der-nutzer-aufs-spiel-setzen/">GetGlue, foursquare und andere: Wie Startups das Vertrauen der Nutzer aufs Spiel setzen</a></b><br
/><font
size="2">Auch für das Verhältnis zwischen Startups und Anwendern gilt: Über einen langen Zeitraum aufgebautes Vertrauen kann auf einen Schlag zu Nichte gemacht werden. Zu viele Anbieter gehen dieses Risiko ein. </font><font
color="#aaa">(25. November 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
/><div
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url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/musicplayr110-2.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/musicplayr110-2.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Berlin, London, Zürich: Was macht eine Stadt  zum Startup-Mekka?</title><link>http://netzwertig.com/2012/01/16/berlin-london-zurich-was-macht-eine-stadt-zum-startup-mekka/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/01/16/berlin-london-zurich-was-macht-eine-stadt-zum-startup-mekka/#comments</comments> <pubDate>Mon, 16 Jan 2012 18:18:14 +0000</pubDate> <dc:creator>startwerk.ch</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Berlin]]></category> <category><![CDATA[Cluster]]></category> <category><![CDATA[Internetwirtschaft]]></category> <category><![CDATA[startups]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20219</guid> <description><![CDATA[Was braucht ein Ort, um Startups ein gutes Umfeld zu bieten? Wir wagen den Vergleich Berlin/Zürich.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Was braucht ein Ort, um Startups ein gutes Umfeld zu bieten? Wir wagen den Vergleich Berlin/Zürich.</h4><p><img
src="http://startwerk.ch/wp-content/uploads/2012/01/iStock_000004093159XSmall-200x132.jpg" width="200" height="132"  alt="Startup City (Quelle: istock)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></p><p>Zum ersten Mal überhaupt gibt es Alternativen zu Amerika, was den Standort von Web-Startups angeht. Die deutsche Hauptstadt zum Beispiel. Selbst TechCrunch schreibt, dass <a
title="Techcrunch.com: We prefer Berlin for startups" href="http://techcrunch.com/2011/05/22/witn-london-is-gonna-be-pissed-but-we-prefer-berlin-for-startups-tctv/">Berlin als Startup-Standort derzeit kaum schlagbar</a> sei und den Hotspot London hinter sich gelassen habe.</p><p>Kann die Schweiz hier mithalten mit dem Standort Zürich? Wir listen die Vorteile von Berlin auf und fragen uns, wie allgemein sie sind.</p><p><a
href="http://startwerk.ch/2012/01/16/berlin-london-zurich-was-macht-eine-stadt-zum-startup-mekka/">Weiterlesen bei startwerk.ch</a></p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
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/></a></div><div
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/08/30/startup-okosystem-warum-tech-cluster-wichtig-sind/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/cluster110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/08/30/startup-okosystem-warum-tech-cluster-wichtig-sind/">Startup-Ökosystem: Warum Tech-Cluster wichtig sind</a></b><br
/><font
size="2">Die Meinungen über das jüngste Aufblühen von Berlin als Startup- und Tech-Cluster gehen auseinander. Doch es gibt gute Gründe, die für die regionale Konzentration der Branche an einem Ort sprechen. </font><font
color="#aaa">(30. August 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/10/startup-metropole-und-silicon-valley-pendant-wann-begann-die-berlin-euphorie/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/berlin-2.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/10/startup-metropole-und-silicon-valley-pendant-wann-begann-die-berlin-euphorie/">Startup-Metropole und Silicon Valley-Pendant: Wann begann die Berlin-Euphorie?</a></b><br
/><font
size="2">Keine Woche vergeht ohne schillernde Medienberichte zum Berliner Startup-Boom. Doch wann begann eigentlich der Hype um die Hauptstadt? </font><font
color="#aaa">(10. November 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/04/sean-parker-uber-den-weg-laufen-paul-graham-uber-die-bedeutung-von-startup-hubs/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/paul_graham_cc-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/04/sean-parker-uber-den-weg-laufen-paul-graham-uber-die-bedeutung-von-startup-hubs/">Sean Parker über den Weg laufen: Paul Graham über die  Bedeutung von Startup-Hubs</a></b><br
/><font
size="2">Welche Orte sind wirklich Startup-freundlich? Die, an denen man schlauen Leuten begegnet, meint Paul Graham. </font><font
color="#aaa">(4. November 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
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isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20212</guid> <description><![CDATA[Die Aufregung über die Vereinigung von Google Suche und Google+ hält an. In ihrer aktuellen Ausformung wird die Integration keinen dauerhaften Bestand haben.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Die Aufregung über die Vereinigung von Google Suche und Google+ hält an. In ihrer aktuellen Ausformung wird die Integration keinen dauerhaften Bestand haben.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/google-4.png" width="150" height="152"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Mit dem Entschluss, die Suchmaschine und das soziale Netzwerk zu verschmelzen, rief Google in der vergangenen Woche viele Kritiker auf den Plan. Woran diese sich stören, <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/11/personalisierte-suche-warum-googles-vorstos-viel-kritik-erntet/">haben wir hier zusammengefasst</a>. Auch in den Tagen nach der Freischaltung der neuen Funktionen, die vorerst nur für angemeldete Nutzer verfügbar ist, die Google.com auf Englisch verwenden, blieb die Aufregung über den Schritt groß.</p><p>Mittlerweile wurde bekannt, dass die US-Handelskommission FTC ihre im Sommer 2011 bekannt gewordene kartellrechtliche Untersuchung von Google auf Google+ <a
href="http://www.bloomberg.com/news/2012-01-13/google-s-social-networking-service-said-to-be-added-to-ftc-antitrust-probe.html">ausweiten will</a>. Die Behörde versucht zu klären, inwieweit der Suchgigant seine eigenen Dienste auf den Ergebnisseiten bevorzugt und ob es sich dabei um den Missbrauch einer martkbeherrschenden Stellung handelt. Auch die EU-Kommission <a
href="http://www.silicon.de/management/wirtschaft/0,39044010,41557494,00/grosser_eu_bericht_zum_google_kartellverfahren.htm">ermittelt schon seit 2010 in dieser Frage</a>.</p><p>Für problematisch halte ich den von Google gewählten Weg seit dem Augenblick, an dem ich die neue personalisierten Suche ausprobiert habe. Schon beim Eintippen von Namen wurden mir in der Instant-Vorschlagsliste Profile von Google+ serviert, die zu der gesuchten Person passen könnten &#8211; auch im ausgeloggten Zustand.</p><p><span
id="more-20212"></span></p><p><strong>Inhalte von Google+ sind nicht per se relevant</strong></p><p>Bei vielen von mir getesteten Suchwörten wimmelte es auf der ersten Ergebnisseite von Links zu Einträgen meiner Google+-Kontakte. Dass diese tatsächlich relevanter sind als die Websites, die bisher unter den ersten zehn Resultaten platziert waren, kann ich nicht glauben. Es entsteht der Eindruck, Google zwingt sich dazu, auf der ersten Suchergebnisseite Inhalte aus meinem Google+-Netzwerk aufzulisten &#8211; in der irrtümlichen Annahme, diese hätten für mich per se eine hohe Relevanz.</p><p>Die rechts von den Suchergebnissen platzierte &#8220;People and Pages on Google+&#8221;-Box bekam ich bisher nicht zu Gesicht. Auch diese Neuerung sorgt für Verstimmung, erscheinen dort eben ausschließlich Vorschläge für zu einer Suche passenden Profilseiten bei Google+, aber nicht zu beispielsweise Facebook oder Twitter. Letztgenanntes Unternehmen <a
href="http://venturebeat.com/2012/01/11/twitter-google-plus-possible-lawsuit/">macht keinen Hehl aus seiner Ablehnung</a> der jüngsten Entwicklung der Google Suche.</p><p>Nachdem ich Zeit hatte, die Ereignisse und Eindrücke der letzten Tage sacken zu lassen, bin ich mittlerweile davon überzeugt, dass Googles personalisierte Suche in der gerade vorgestellten Form nicht dauerhaft Bestand haben wird.</p><p><strong>Werbung oder Bündelung?</strong></p><p>Einige Kommentatoren unseres Beitrags aus der vergangenen Woche störten sich daran, wie im Zusammenhang mit dem Google-Vorstoß Parallelen zur Bündelung von Windows mit dem Internet Explorer gezogen werden &#8211; was Microsoft langwierige Kartellverfahren auf <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/European_Union_Microsoft_competition_case">beiden Seiten</a> des <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/United_States_v._Microsoft">Atlantiks</a> bescherte.</p><p>&#8220;Daher ist auch der Vergleich mit Microsoft imho unpassend, denn da wurde ein Produkt nicht nur beworben, sondern direkt mitgeliefert&#8221;, <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/11/personalisierte-suche-warum-googles-vorstos-viel-kritik-erntet/#comment-398081">findet beispielsweise Leser Klaus</a>. Doch wo verläuft bei einem Onlinedienst die Grenze wischen Werbung und Bündelung? Wenn eine Personensuche nach Ashton Kutcher schon beim Eintippen dessen Google+-Profil vorschlägt und dieses auf der Ergebnissseite Ausmaße animmt, die kein anderes Resultat im sofort sichtbaren Bildschirmbereich zulässt, kann dann tatsächlich nur noch von &#8220;Werbung&#8221; gesprochen werden? Ich denke, nein.</p><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/ashton450.png" width="450" height="279"  alt="" /><br
/></p><p><strong>Mangelnde Relevanz der Ergebnisse schadet Google</strong></p><p>Ich glaube auch, dass Google ungeachtet eventueller Auflagen durch die Kartellbehörden &#8211; die mitunter ohnehin erst in einigen Jahren greifen könnten &#8211; und ungeachtet von eventuellen Klagen der die Benachteiligung in den Ergebnissen befürchtenden Konkurrenten dazu gezwungen sein wird, signifikante Veränderungen an der personalisierten Suche vorzunehmen. Denn in ihrer jetzigen Fassung ist sie für die Mehrheit der Anwender aufgrund der mangelnden Bedeutung von Google+ schlicht nutzlos und schadet dem Ansehen von Google:</p><p>Wenn Millionen von Nutzern die zum Teil nur wenig gepflegten Google+-Profile von Personen und Marken an vorderster Stelle präsentiert werden, aber im Allgemeinen aufgrund der enormen Verbreitung als deutlich relevanter angesehenen Facebook-Seiten nicht prominent auftauchen, wird dies bei Anwendern Zweifel an der Qualität von Googles Suchresultaten nach sich ziehen. Die momentan nur Journalisten und Branchenanalytiker beschäftigende Sorge, Google könnte die Neutralität der Suchergebnisse abhanden kommen, wird sich sukzessive auf die gesamte Internetpopulation ausbreiten. Angesichts von Suchmarktanteilen von über 90 Prozent in Europa und 65 Prozent in den USA wäre der Onlineriese dumm, wenn er es so weit kommen lassen würde, zumal mit <a
href="http://www.bing.com">Bing</a>, <a
href="http://duckduckgo.com/">DuckDuckGo</a> und <a
href="http://blekko.com/">Blekko</a> durchaus Google-Alternativen existieren.</p><p><strong>Was Google tun kann</strong></p><p>Ich sehe drei mögliche Vorgehensweisen für Google: Entweder gesteht es ein, übereilt gehandelt zu haben, und mottet die personalisierte Suche ein, bevor sie größeren Schaden anrichten kann. Oder es trifft die notwendigen Maßnahmen und Abkommen, um eine Gleichberechtigung von Google+ und anderen Social-Web-Diensten in den SERPs herzustellen und damit dem Anspruch der Ausgewogenheit und Objektivität gerecht zu werden. Eine dritte, aber äußerst radikale Option wäre die grundsätzliche Abkehr vom Anspruch einer neutralen Suchmaschine. Solange mit dieser jedoch der Löwenanteil der Umsätze generiert wird, erscheint dies kaum vorstellbar.</p><p>Um Facebook und Twitter in die personalisierte Suche mit einbeziehen zu können, muss Google mit den zwei Anbietern <a
href="http://marketingland.com/schmidt-google-not-favored-happy-to-talk-twitter-facebook-integration-3151">entsprechende Vereinbarungen treffen</a>. <a
href="http://www.neunetz.com/2012/01/11/google-integration-in-suche-ist-der-aufbau-von-verhandlungsmasse-gegenueber-facebook-twitter/">Marcel Weiss vermutet</a>, dass Googles sein eigenes Social Network bevorteilender Vorstoß auch dazu dienen soll, Verhandlungsmasse gegenüber Facebook und Twitter aufzubauen und diese dazu zu bewegen, das gesamte Arsenal an öffentlichen Daten für die Indexierung durch Google freizugeben. Die einstige Berücksichtigung von Tweets in der Google-Suche endete im vergangen Jahr, nachdem sich Twitter laut TechCrunch dafür <a
href="http://techcrunch.com/2012/01/13/twitter-google-firehose">fürstlich entlohnen lassen wollte</a>.</p><p>Die Verschmelzung von Suche und Social Network könnte also eine Art Druckmittel sein, um die Konditionen der Wettbewerber zum eigenen Vorteil zu verändern. Doch auch die entgegengesetzte Reaktion ist möglich: Facebook und Twitter ahnen, dass Googles Social Search ohne ihr konstruktives Mitwirken auf lange Zeit ein mangelhaftes, weil einseitiges und dadurch die Marke Google beschädigendes Produkt bleiben wird, und könnten somit ihre Forderungen gegenüber Google sogar noch erhöhen. Google ist bis zu einem gewissen Grad von der Unterstützung durch die Kontrahenten abhängig.</p><p>Mit der zentralen Möglichkeit, die personalisierte Suche zu deaktiveren, minimiert Google das Risiko eines unmittelbaren Proteststurms seiner Nutzer. Wer die personalisierte Suche nicht mag, schaltet sie mit einem Klick ab. Das ist anwenderfreundlich, aber nicht im Interesse des Unternehmens. Wenn zu viele Suchende sich zu diesem Schritt genötigt sehen, wäre dies der Todesstoß für &#8220;Search plus Your World&#8221; in seiner aktuellen Form.</p><p>Irgendetwas muss Google tun. Auch wenn der Kern des Problems tief sitzt: Neutrale Suchmaschine und allumfassende Webplattform gleichzeitig sein zu wollen, ist ein Widerspruch, der sich eigentlich nur auf eine Weise beheben lässt: indem sich Google von einem der zwei Ansprüche verabschiedet.</p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/16/personalisierte-suche-wieso-google-sich-selbst-schadet/#flattr"><img
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/></a></div><div
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/09/strategiewechsel-google-will-weg-und-ziel-gleichzeitig-sein/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/google110-1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/09/strategiewechsel-google-will-weg-und-ziel-gleichzeitig-sein/">Strategiewechsel: Google will Weg und  Ziel gleichzeitig sein</a></b><br
/><font
size="2">Seit 13 Jahren versucht Google, Nutzer möglichst kurz auf der eigenen Site verweilen zu lassen. Mit Google+ verändert sich die Prioritätensetzung. </font><font
color="#aaa">(9. November 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/09/01/hoffnungstrager-google-bringt-den-1-button-in-jede-ecke-des-internets/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/plus1_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/09/01/hoffnungstrager-google-bringt-den-1-button-in-jede-ecke-des-internets/">Hoffnungsträger: Google bringt den +1-Button  in jede Ecke des Internets</a></b><br
/><font
size="2">Seit der Veröffentlichung im März arbeitet Google eifrig daran, den +1-Button in jede Ecke des Internets zu bringen. Eine offizielle Erweiterung für den Chrome-Browser ist der jüngste Schritt auf dem Weg dahin. </font><font
color="#aaa">(1. September 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/06/02/social-search-google-startet-phase-2-seines-1-buttons/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/google+1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/06/02/social-search-google-startet-phase-2-seines-1-buttons/">Social Search: Google startet Phase 2  seines +1-Buttons</a></b><br
/><font
size="2">Ab sofort erlaubt Google es allen Betreibern von Websites, den im März lancierten +1-Button zu integrieren. So soll das Sucherlebnis relevanter und sozialer gestaltet werden. </font><font
color="#aaa">(2. Juni 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
/><div
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url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/gplussearch110-neu.png" type="" /> <media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/gplussearch110-neu.png" type="" expression="sample" /> </item> <item><title>Der Businessplan ist (fast) tot: Lang lebe das Geschäftsmodell!</title><link>http://netzwertig.com/2012/01/12/der-businessplan-ist-fast-tot-lang-lebe-das-geschaftsmodell/</link> <comments>http://netzwertig.com/2012/01/12/der-businessplan-ist-fast-tot-lang-lebe-das-geschaftsmodell/#comments</comments> <pubDate>Thu, 12 Jan 2012 07:30:38 +0000</pubDate> <dc:creator>Gastautor</dc:creator> <category><![CDATA[Analysen]]></category> <category><![CDATA[Businessplan]]></category> <category><![CDATA[Geschäftsmodelle]]></category> <category><![CDATA[Gründung]]></category><guid
isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20166</guid> <description><![CDATA[Businesspläne rauben dynamischen Gründer/innen viel Zeit, werden nur selten von den richtigen Leuten gelesen und garantieren kein funktionierendes Geschäftsmodell.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Businesspläne rauben dynamischen Gründer/innen viel Zeit, werden nur selten von den richtigen Leuten gelesen und garantieren kein funktionierendes Geschäftsmodell.</h4><p><em>Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups <a
href="http://strandschicht.de/">Strandschicht</a> und Mit-Initiator des <a
href="http://ideacamp.de/">Idea Camp</a>. Mehr zum Autor am Ende des Artikels.</em></p><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/businessplan.png" width="220" height="117"  alt="Foto: Flickr/plantoo47, CC BY-SA 2.0" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Und weg war es. Beim Aussortieren fiel es mir in die Hände und weckte Erinnerungen an alte Zeiten. &#8220;Wie schreibt man einen Businessplan&#8221;, ein Buch, in das ich mal viel Hoffnung gesetzt hatte, dem aber heute nur noch ein Platz gebührt, nämlich die Altpapiertonne.</p><p>Diese Entledigung steht bei mir symbolisch für einen Paradigmenwechsel in der Unternehmensgründung. Vielleicht hat man den Schuss noch nicht überall gehört, aber in Berlin treffe ich zunehmend Gründer/innen, die genauso ticken wie ich. Der Businessplan ist (fast) tot! Auf gute Geschäftsmodelle kommt es an. Dieser Artikel zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, mit geringem Aufwand ein Geschäftsmodell zu entwickeln, warum Businesspläne für Internet-Startups keine Rolle spielen sollten und warum sie manchmal leider doch noch nicht tot zu kriegen sind.</p><p><span
id="more-20166"></span></p><p><strong>Warum sind Businesspläne tot?<br
/> </strong><br
/> Die erste Frage, die sich einem stellen sollte, wenn man einen Businessplan schreiben will, lautet „Liest das jemand?“. Hier liegt zumindest ein Teil des Hundes begraben. In vielen Fällen verschwinden Businesspläne in der Schublade. Kein Mensch liest über die Einleitung hinaus.</p><p>Wenn die Antwort „JA, das liest jemand“ lautet, dann wäre die nächste Frage: „Wer liest das?“. Wer trifft die Entscheidung darüber, ob der Plan in der &#8220;wirklichen Welt&#8221; funktioniert? In den meisten Fällen werden es keine Unternehmer sein, die die Chancen des Geschäftsmodells beurteilen, sondern Angestellte. Nichts gegen Angestellte. Es ist nur fragwürdig, inwiefern jemand, der selbst noch nie gegründet und ein Unternehmen aufgebaut hat, beurteilen kann, ob etwas am Markt funktioniert oder nicht.</p><p>Wer also ein &#8220;NEIN&#8221; als Antwort auf seinen Businessplan erhält, ist deswegen noch lange nicht aus dem Rennen. Und wer ein &#8220;JA&#8221; bekommt, hat deswegen noch lange kein erfolgreiches Unternehmen.</p><p>Aber egal ob &#8220;JA&#8221; oder &#8220;NEIN&#8221; die Antwort ist: Man hat viel Zeit aufgebracht, um seitenweise Text zusammen zu basteln, sich die Zahlen für die nächsten fünf Jahre auszudenken, gegenlesen zu lassen und zu formatieren, damit das Resultat im besten Fall von jemandem ohne Gründungserfahrung, im schlimmsten Fall von niemandem gelesen werden.</p><p>Daher lautet meine Ansage: Businesspläne sind tot! Sie rauben dynamischen Gründer/innen viel Zeit und damit Momentum. Wäre es nicht sinnvoller, sich die Arbeit komplett zu sparen und sich darauf zu konzentrieren, was wirklich für den Erfolg des Unternehmens wichtig ist? In der frei gewordenen Zeit könnte man ja beispielsweise schon mal mit dem Markttest beginnen, das Marketing hochfahren und die ersten Euro Umsatz machen, oder? Was ist letztendlich das Ziel? Ich zumindest habe mich entschlossen, Unternehmen aufzubauen und damit Geld zu verdienen, und nicht irgendeinen Ausschuss von Theoretikern für mich zu gewinnen.</p><p>Aber wer den Tod der Businesspläne verkündet, der muss auch einen Ersatz anbieten. Denn eins ist klar: Ohne einen Plan kommt man nicht aus.</p><p><strong>Lang lebe das Geschäftsmodell!<br
/> </strong><br
/> Soweit ich weiß, gibt es keine einheitliche Definition für Businessmodell. Für diejenigen, die wie ich nach Ansätzen suchen, die funktionieren, und nicht auf der Suche nach Definitionen und wissenschaftlicher Korrektheit sind, werde ich kurz ein Vorgehen vorstellen, mit dem man sich ein Geschäftsmodell basteln kann, statt viel Zeit mit der Erstellung eines Businessplans zu vergeuden.</p><p>Die Schritte stark vereinfacht:<br
/> Als erstes entwickelt man eine Geschäftsidee, die einen klar erkennbaren Kundennutzen beinhaltet. Außerdem muss deutlich sein, wer für das Produkt oder den Service bezahlt. Zudem wird eine kurze Marktbetrachtung angefertigt.</p><p>Der zweite Schritt ist der Minizyklus. Er teilt sich auf in Prozess beziehungsweise Produkt, Marketing und Infrastruktur. Die Frage, die der Minizyklus beantworten soll, lautet: „Wie mache ich den ersten Umsatz mit meinem ersten zahlenden Kunden“.</p><p>Der Prozess beschreibt, welche Schritte genau durchlaufen werden, um die Leistung einmal zu erbringen oder das Produkt einmal zu verkaufen. Marketing schließt die Punkte ein, die durchgeführt werden müssen, um den ersten Kunden zu gewinnen und die Infrastruktur aufzubauen, die dafür notwendig ist.</p><p>Im nächsten Schritt wird festgelegt, über welche Komponenten der Minizyklus so skaliert werden kann, dass nicht nur ein Kunde, sondern auch zehn, zwanzig oder tausend parallel bedient werden können.</p><p>Zuletzt werden die ersten kritischen Schritte und ein Projekt definiert. Beispielsweise könnte das Projekt lauten, in einem Monat die ersten tausend Euro Umsatz zu machen oder tausend Nutzer zu gewinnen. Die ersten kritischen Schritte sollten so gewählt sein, dass sie schnell umsetzbar sind und so viel Momentum aufbauen, dass möglichst keine Motivationstiefs entstehen. Konkret: Was kann in den nächsten zwei Wochen getan werden, um das Projekt richtig ins Rollen zu bringen? Bis wann ist jeder der Schritte zu erledigen und wer ist für welchen Schritt verantwortlich?</p><p>Diese Framework ist nur eine Möglichkeit, ein Geschäftsmodell zu bauen. Ideen aus dem &#8220;Lean Startup&#8221; und &#8220;Gründen mit Komponenten&#8221; Ansatz sind mit eingeflossen.</p><p>Ein weiteres bekanntes Modell, welches ich sehr zu schätzen weiß, ist das <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Business_Model_Canvas">Business Model Canvas</a>. Hier gibt es das Modell <a
href="http://www.businessmodelgeneration.com/downloads/business_model_canvas_poster.pdf">zum Download</a>.</p><p>Das Business Model Canvas hilft einem dabei, sich die wichtigen Fragen zum Geschäftsmodell zu stellen und diese zu beantworten:</p><ul><li>Was ist die Value Proposition meiner Idee?</li><li>Wer sind die Kunden und wie erreiche ich sie?</li><li>Welche Infrastruktur wird benötigt und wofür zahlen die Kunden letztendlich?</li></ul><p>Als Plakat ausgedruckt lädt das Modell dazu ein, die Gedanken schnell zu Papier zu bringen, ohne wichtige Punkte außen vor zu lassen. Hier liegt meiner Meinung nach die Stärke des Ansatzes. Was dann noch fehlt, sind lediglich ein Projektziel, die konkreten Schritte, die durchgeführt werden müssen, um möglichst schnell Momentum aufzubauen, sowie die Verteilung der Verantwortlichkeiten.</p><p>Beide beschriebenen Modelle können bei intensivem Arbeiten an wenigen Tagen (inklusive Ideenfindung) durchlaufen und realisiert werden. Am Ende ist man einer konkreten Umsetzung der Geschäftsidee meiner Erfahrung nach näher als nach dem Aufsetzen eines 30-seitigen Businessplans.</p><p>Wie weit wäre man an einem verlängerten Wochenende mit der Ausarbeitung des Businessplans gekommen? Wie weit kann man an einem Wochenende kommen, wenn das Motto nicht &#8220;ewig planen&#8221; sondern &#8220;Planen und Umsetzen&#8221; heißt?</p><p>Aber zurück zu der Frage, warum Businessmodelle für agile, dynamische Internet-Startups zeitgemäßer sind als Businesspläne: Sie sind schneller erstellt und blenden die Tatsache, dass ein Startup mit vielen unbekannten Variablen zu tun hat, nicht aus. Kein Businessmodell verlangt einem eine fünfjährige Finanzvorschau ab. Fantasieren wird durch schnelles Trial &amp; Error ersetzt. Konkrete Handlungsanweisungen für die nächsten Stunden, Tage und Wochen ersetzen langfristige Zielmarken, die auf nicht getesteten Annahmen beruhen. Da ein Businessplan das Produkt oder den Service nicht voranbringt, ist die Zeit, die für das Schreiben des Businessplans aufgewendet wird, in der Regel schlecht investiert.</p><p>Ein letzter Punkt noch: Bevor man den Plan schreibt, um sich eine Finanzierung zu sichern, sollte man schauen, ob man diese wirklich braucht. &#8220;Bootstrapping&#8221; ist ein weiteres Wort der Stunde. Man kann heute, insbesondere im Internet, viele Geschäftsmodelle mit so wenig Kapital wie noch nie zuvor umsetzen. Wer keine externe Finanzierung und nur wenige Rücklagen hat, der muss bootstrappen. Und wer kreativ sein muss, um Geld zu sparen, ist oft noch heißer auf den ersten Umsatz, launcht das Produkt entsprechend früh und arbeitet härter am Produkt.</p><p><strong>Warum haben Businesspläne so einen verteufelt langen Atem?</strong></p><p>Auch wenn ich den Tod von Businessplänen für Internet-Startups ausrufe: Ganz so weit ist es leider noch nicht. Dafür gibt es noch zu viele Wettbewerbe, die &#8220;Businesspläne alter Schule&#8221; sehen wollen. Auch werden die Regeln für die Geldvergabe von förderungswürdigen Projekten zu einem großen Teil nach wie vor von Angestellten gemacht. Ich finde die Förderung durch die Gründerwettbewerbe durchaus richtig. Ich befürchte nur, dass viele Startups gar nicht oder erst viel zu spät anfangen, den Markt zu testen, und dass das Geld aus den Wettbewerben sinnvoller verwendet würde, wenn bereits erste Markterfahrung bestünde.</p><p>Mein Mitgründer Kalle Eberhardt hat diese Erfahrung am eigenen Leib gemacht. Er hat vor einiger Zeit einen Businessplan-Wettbewerb mit der Geschäftsidee „Einmalschuhe für Frauen im Club“ gewonnen. Die Idee war kreativ und kam deswegen gut bei den Juroren an. Der übersehende Faktor: Das Geschäftsmodell war in der Praxis nicht profitabel. Hätte man die Zeit, die man an dem Businessplan gesessen hat, für einen ersten Markttest verwendet, wäre schnell klar geworden, dass auch ein gewonnener Businessplan-Wettbewerb aus einer interessanten Idee kein funktionierendes Geschäftsmodell macht. Das ist nur durch die Feuertaufe, also einen konkreten Test am Markt möglich.</p><p>Trotzdem glaube ich, dass schon vor einiger Zeit ein Wandel eingesetzt hat. Viele Inkubatoren-Programme und Business Angels fordern keinen Businessplan. Vielmehr interessieren die Personen hinter der Idee, ihr Können, ihre Antriebskraft und zu guter Letzt das Geschäftsmodell. Fünf-Jahrespläne zu erstellen, bevor der Startschuss gefallen ist, gehört zu Recht belächelt. Genauso wie das Buch &#8220;Wie schreibe ich einen Businessplan&#8221; zu Recht in die Altpapiertonne gehört.</p><p><em>Ein Team von Berliner Gründern hat sich mit dem Workshop <a
href="http://ideacamp.de/">Idea Camp</a> zum Ziel gesetzt, angehenden Entrepreneuren zu helfen, innerhalb von drei Tagen ihr eigenes Startup aufzubauen und es in wenigen Wochen zur Profitabilität zu führen. Die Philosophie der Gründer ist es, schlanke Unternehmen mit minimalem Kapitaleinsatz zu gründen. Gastautor Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups <a
href="http://strandschicht.de/">Strandschicht</a> und Mit-Initiator des Idea Camp.</em></p><p><em>(Foto: <a
href="http://www.flickr.com/photos/55260169@N07/5126107002/">Flickr/plantoo47</a>, <a
href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en">CC BY-SA 2.0</a>)</em></p><div
style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;"><div
style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;"> <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div> <a
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/></a></div><div
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/></a></div><br
/><table
width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table
cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/03/16/reid-hoffmans-definition-fuer-disruptive-ideen-aus-zehn-dollar-umsatz-einen-dollar-umsatz-machen/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/money110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/03/16/reid-hoffmans-definition-fuer-disruptive-ideen-aus-zehn-dollar-umsatz-einen-dollar-umsatz-machen/">Reid Hoffmans Definition für disruptive Ideen: "Aus zehn Dollar Umsatz  einen Dollar Umsatz machen"</a></b><br
/><font
size="2">LinkedIn-Gründer Reid Hoffman empfiehlt Gründern, sich auf disruptive Ideen zu konzentrieren. Derartige Konzepte erkenne man daran, dass sie einen Dollar Umsatz erwirtschaften, wo zuvor zehn Dollar erlöst wurden. </font><font
color="#aaa">(16. März 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/07/crowdfunding-hebt-ab-smarchive-sammelt-in-60-stunden-100-000-euro-ein/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/12/smarchive110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/12/07/crowdfunding-hebt-ab-smarchive-sammelt-in-60-stunden-100-000-euro-ein/">Crowdfunding hebt ab: smarchive sammelt in 60 Stunden 100.000 Euro ein</a></b><br
/><font
size="2">Das Münchern Startup smarchive bastelt an einem intelligenten, digitalen Dokumentensafe. Eine über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch durchgeführte Finanzierungsrunde erbrachte in rekordverdächtigen 60 Stunden die maximale Investmentsumme. </font><font
color="#aaa">(7. Dezember 2011)</font></td></tr><tr><td
width="60"><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/18/geschaftspraktiken-aus-dem-vergangenen-jahrhundert-wenn-ein-webservice-eine-schriftliche-kundigung-erfordert/"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/signature.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a
href="http://netzwertig.com/2011/11/18/geschaftspraktiken-aus-dem-vergangenen-jahrhundert-wenn-ein-webservice-eine-schriftliche-kundigung-erfordert/">Geschäftspraktiken aus dem vergangenen Jahrhundert: Wenn ein Webservice eine schriftliche Kündigung erfordert</a></b><br
/><font
size="2">Kündigungsfristen und das Einfordern einer schriftlichen Kündigung sind Relikte aus einer vergangenen Zeit und passen nicht zu innovativen, zeitgemäßen Webstartups. Wie faire Vertragsbedingungen aussehen, zeigt mite. </font><font
color="#aaa">(18. November 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br
/><div
style=" float: left; clear: both;"><br
/><small>SPONSOREN</small><br
/><div
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src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a></div></div>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://netzwertig.com/2012/01/12/der-businessplan-ist-fast-tot-lang-lebe-das-geschaftsmodell/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>9</slash:comments> <enclosure
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isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=20173</guid> <description><![CDATA[Die Vereinigung von Googles Suchmaschine mit Google+ sorgt für gemischte Reaktionen. An Angriffspunkten mangelt es den Kritikern nicht.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h4>Die Vereinigung von Googles Suchmaschine mit Google+ sorgt für gemischte Reaktionen. An Angriffspunkten mangelt es den Kritikern nicht.</h4><p><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/google+-9.png" width="199" height="119"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Google <a
href="http://netzwertig.com/2012/01/11/linkwertig-google-telekom-twitter-netflix/">personalisiert ab sofort</a> die Suchergebnisse für eingeloggte Nutzer seiner US-Version mittels einer engen Verknüpfung mit <a
href="http://plus.google.com">Google+</a>. Eine ausführliche Beschreibung der drei neuen Funktionen <a
href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808170,00.html">findet ihr bei Spiegel Online</a>. In aller Kürze: Ergebnisseiten beinhalten auf die persönlichen Präferenzen zugeschnittene Inhalte aus dem eigenen Google+-Netzwerk, bei der Suche nach Personen werden Google+-Profile vorgeschlagen, zudem liefert Google zum jeweiligen Suchkontext passende Vorschläge für Google+-Nutzer.</p><p>VentureBeat <a
href="http://venturebeat.com/2012/01/10/google-search-plus/">bezeichnet den Schritt</a> als die weitreichendste Veränderung der Google Suche in einer Dekade. Entsprechend laut ist das Echo der US-Tech-Presse. Während auch <a
href="http://www.readwriteweb.com/archives/they_did_it_google_personalizes_search_it_is_not_e.php">positive Stimmen zu hören sind</a>, mischen sich vielerorts Bedenken und Befürchtungen in die Berichterstattung zur nicht unerwartet kommenden Teil-Fusion der Google-Suche mit Google+. An Angriffspunkten mangelt es dabei nicht. Folgende Aspekte sorgen für Unmut bei Beobachtern und Konkurrenten:</p><p><span
id="more-20173"></span></p><p><strong>Fehlende Integration anderer Social-Web-Dienste<br
/> </strong><a
href="http://googleblog.blogspot.com/2012/01/search-plus-your-world.html">Unter dem Slogan &#8220;Search plus Your World&#8221;</a> &#8211; &#8220;Suche und deine Welt&#8221; &#8211; präsentiert Google die Verschmelzung seiner Suche mit dem im Sommer 2011 gestarteten sozialen Netzwerk. Doch &#8220;Your World&#8221; sollten Anwender dabei nicht zu wörtlich nehmen: Denn berücksichtigt wird <a
href="http://battellemedia.com/archives/2012/01/search-plus-your-world-as-long-as-its-our-world.php">dabei ausschließlich Google+</a>. Kontakte, Daten und Inhalte aus Facebook, Twitter und von anderen Social-Web-Plattformen werden von der neuen, personalisierten Suche nicht in besonderer Form indexiert. Kurzum: User, die Google+ nicht aktiv verwenden, werden nicht in den Genuss der neuen Möglichkeiten kommen.</p><p><strong>Furcht der Konkurrenz vor Benachteiligung<br
/> </strong> Je mehr Google+-Inhalte Google in seiner Suchmaschine bevorzugt &#8211; zum Beispiel in Form von Personensuchen, die schon bei der Eingabe des Namens passende Google+-Profile vorschlagen &#8211; desto unruhiger rückt die Konkurrenz auf ihren Stühlen hin und her. Während Facebook sich noch nicht zu den Neuerungen geäußert hat, <a
href="http://marketingland.com/schmidt-google-not-favored-happy-to-talk-twitter-facebook-integration-3151">bezeichnet Twitter</a> den Vorstoß als &#8220;schlecht für Nutzer, Publisher, Medienorganisiationen und Twitter-Anwender&#8221;. Google reagierte verwundert auf diese Aussage, habe sich der Microbloggingdienst doch im Sommer dazu entschlossen, die in der Vergangenheit existierende Vereinbarung mit Google über die Indexierung von Tweets <a
href="http://searchengineland.com/as-deal-with-twitter-expires-google-realtime-search-goes-offline-84175">nicht zu verlängern</a>. Während die genauen Details nur den beteiligten Parteien bekannt sind und Schuldzuweisungen deshalb mit Vorsicht genossen werden sollten, sind die zunehmenden Spannungen zwischen den großen US-Internetfirmen in Folge der Forcierung von Google+ offensichtlich.</p><p
align="center"><img
src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/google+-8.png" width="450" height="110"  alt="" /><br
/></p><p><strong>Konzeptionelle und kartellrechtliche Bedenken<br
/> </strong>Im November <a
href="http://netzwertig.com/2011/11/09/strategiewechsel-google-will-weg-und-ziel-gleichzeitig-sein/">erläuterte ich Googles Strategieschwenk</a>, nach 13 Jahren mit dem alleinigen Ziel, Anwender schnellstmöglich von der eigenen Site wegzuschicken, künftig Weg und Ziel gleichzeitig sein zu wollen. Google möchte Anwender vermehrt im eigenen Universum halten, was dem Webriesen nicht nur einen <a
href="http://www.theatlantic.com/technology/archive/12/01/googles-new-search-plus-your-world-shows-difficulty-of-managing-two-missions/251169/">Interessenkonflikt</a> beschert, sondern womöglich auch die ohnehin argwöhnisch <a
href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2011/06/ftc-launching-antitrust-probe-over-google-search-ad-businesses.ars">das Treiben des Unternehmens beobachtenden Kartellwächter</a> auf den Plan rufen könnte. <a
href="http://parislemon.com/post/15627530949/antitrust">Mehrere</a> <a
href="http://bits.blogs.nytimes.com/2012/01/10/google-backlash-after-new-google-search-integration/">US-Kommentatoren</a> <a
href="http://gigaom.com/2012/01/10/is-adding-google-to-search-a-red-flag-for-regulators/">halten</a> dies angesichts der Art, wie Google seine dominierende Marktstellung im Suchsegment dafür ausnutzt, um Suchenden Google+ aufzudrängen, für möglich.</p><p><strong>Art und Weise, wie Google+ Nutzern aufgedrängt wird<br
/> </strong>Apropos &#8220;aufdrängen&#8221;: Die Art und Weise, wie der Suchmaschineprimus seinen Anwendern aus internen strategischen Gründen kaum eine Wahl lässt, NICHT auf Google+ aufmerksam zu werden, <a
href="http://techcrunch.com/2012/01/10/google-name-search/">irritiert</a> nicht <a
href="http://scripting.com/stories/2012/01/10/googlesNewSearchIsCreepy.html">nur mich</a>. Das Vorgehen erinnert an hartnäckige Verkäufer in Einkaufszentren, die einem immer und immer wieder ein neues Mobiltelefon mit Vertrag aufschwatzen wollen, obwohl man schon zwei Smartphones zu Hause hat. Würde diese Taktik nicht funktionieren, gäbe es besagtes Vertriebspersonal nicht. Nervig ist ihr Verhalten trotzdem.</p><p>Bei aller Kritik darf allerdings nicht ignoriert werden, dass Googles Situation keineswegs einfach ist: Noch immer mit sprudelnden Gewinnen aus dem Geschäft mit der Suchwortvermarktung gesegnet, muss das Unternehmen die potenzielle Bedrohung durch Social-Search-Konzepte und damit vorrangig durch Facebook ernst nehmen. Agiert Google nicht und verlässt sich auf die vermeintliche Zeitlosigkeit des heutigen Such-Prozederes, könnte sich dies eines Tages rächen. Dass das Unternehmen versucht, einem künftigen Bedeutungsverlust vorzubeugen und dabei auch das Risiko nicht scheut, ist daher richtig. Nur ob der gewählte Weg der beste ist, darüber kann man ausgiebig philosophieren. Aber immerhin gestattet der Konzern seinen Nutzern, die Melange aus Google und Google+ <a
href="http://www.basicthinking.de/blog/2012/01/10/google-fuhrt-soziale-suche-ein-hat-zum-gluck-an-den-aus-knopf-gedacht/">per Knopfdruck auszuschalten</a>.</p><p>Weitere Meinungen aus der deutschsprachigen Blogosphäre zum Beispiel <a
href="http://www.naanoo.com/wirtschaft-finanzen/startup-blog/google-entwickelt-sich-zur-rummelbude-und-twitter-ist-stinkig#comment-15569">hier</a>, <a
href="http://www.internetmarketing-news.de/2012/01/10/hat-google-den-rubikon-uberschritten/">hier</a>, <a
href="https://plus.google.com/110206154690364699358/posts/Ho6kZrmvpof">hier</a> und <a
href="http://www.neunetz.com/2012/01/11/google-integration-in-suche-ist-der-aufbau-von-verhandlungsmasse-gegenueber-facebook-twitter/">hier</a>.</p><div
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